DE69860C - Auf kaltem Wege herzustellende, lösbare Verbindung röhrenförmiger Gestelltheile für Fahrräder - Google Patents
Auf kaltem Wege herzustellende, lösbare Verbindung röhrenförmiger Gestelltheile für FahrräderInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62K—CYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
- B62K19/00—Cycle frames
- B62K19/18—Joints between frame members
- B62K19/24—Screwed joints
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Mutual Connection Of Rods And Tubes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Fahrräder.
Bei der Construction guter Fahrräder mufs man vor allem darauf bedacht sein, dieselben
dauerhaft und leicht herzustellen; leider wird aber in den meisten Fällen immer nur einer
dieser Vortheile, und zwar zum Nachtheil der anderen Constructionsbedingung erreicht.
Um das doppelte angegebene Resultat zu erreichen, verwendet man zunächst die besten
zu Gebote stehenden Materialien und construirt das Maschinengestell aus Stahlröhren,
welche gehärtet mit verhältnifsmäfsig grofser Leichtigkeit eine vorzügliche Widerstandskraft
verbinden. Um jedoch diese Stahlröhren an ihren Verbindungsstellen mit einander zu vereinigen,
werden dieselben an diesen Stellen gelöthet, so dafs die Widerstandskraft gerade
an den Stellen, welche der gröfsten Inanspruchnahme ausgesetzt sind, bedeutend geschwächt
wird.
Um diese Uebel zu beseitigen, ist eine andere Verbindungsart vorgeschlagen worden, welche
darin besteht, dafs man Bolzen quer durch die Röhre steckt, welche als Querstücke zum Befestigen
der Röhren unter sich dienen; dies geschieht jedoch auch auf Kosten des Gewichts,
ohne dabei noch eine nennenswerthe Festigkeit der Verbindungsstellen der Stahlröhren zu
erreichen.
Die vorliegende Erfindung dagegen zeigt eine neue Verbindungsart, welche diesen Uebelständen
aus dem Wege geht, und welche es erlaubt, die Röhren in der Kälte zu bearbeiten und sie an ihren Enden derartig zu formen,
dafs sie die zu einer festen Verbindung nothwendigen Organe aufnehmen, welche in keiner
Weise das Gesammtgewicht des Fahrzeuges vergröfsern. Es1 wird bei Anwendung der
neuen Verbindungsart die Widerstandskraft der Theile nach ihrer Verbindung in keiner Weise
geschwächt und das Gewicht nicht vermehrt.
Fig. ι beiliegender Zeichnung zeigt eine Verbindungsart,
die mit Hülfe einer Hülse oder Zwinge bewerkstelligt ist. Die cylindrische Röhre A läuft von dem Punkte α ab bis an
ihr Ende konisch zu, woselbst das Material gestaucht und umgeschlagen wird. Die Röhre A
wird von einer Zwinge B umfafst, welche die Röhre A ganz dicht umschliefst, bei b jedoch
zum Aufschrauben noch einen Spielraum läfst; eine Schraube D mit kantigem Kopf oder mit
einem Kopf, welcher zum Hindurchführen eines Bolzens mit Löchern versehen ist, bewirkt
unter Vermittelung der mit Muttergewinde versehenen Widerlagsscheibe C die Verbindung
beider.
Fig. 2 ist eine Abänderung dieser Construction und unterscheidet sich von ihr nur dadurch,
dafs die Zwinge auf ein Stück ihrer Länge bis α gespalten ist und durch eine Schraube
mehr oder weniger auf die Röhre A geprefst werden kann. Das Umschlagen kann winklig
geschehen oder aber abgerundet sein, wie bei d in Fig. 1 gezeigt ist.
In der in Fig. 3 dargestellten Abänderung hat man die mit Muttergewinde versehene
Platte C, Fig. 1 und 2, durch eine Hülse mit innerem Gewinde E ersetzt, welche auch konisch
gestaltet, glatt oder gerillt sein kann; auch in
diesem Falle wird durch Anziehen der Schraube D die Verbindung zwischen A und B
gesichert.
Fig. 4 zeigt eine Abänderung, in welcher die mit Muttergewinde versehene Widerlagsscheibe C,
Fig. ι und 2, durch eine Scheibe G ersetzt ist, welche mit einem einfachen Loche versehen
ist; durch dieses Loch wird ein Bolzen D gesteckt, welcher mit seinem Kopf auf der
Scheibe G aufliegt und mit seinem Schraubengewinde aus der Zwinge B herausragt, so dafs
durch Anziehen der diesem Schraubengewinde angepafsten Mutter F die Befestigung bewirkt
wird.
Dieser Schraubenkopf/ ist in Fig. 5 durch einen Konus C ersetzt, welcher beim Anziehen
der Schraube E in die Hülse G hineingezogen wird. Die Hülse G sowohl als auch
die Röhre A sind auf ein bestimmtes Stück ihrer Länge geschlitzt, so dafs durch das Anziehen
der Mutter E die Röhre A gegen die Zwinge B geprefst wird. Die Röhren können
mit Holzcylindern gefüttert sein, wie beispielsweise in Fig. 4 angegeben ist.
Fig. 6 veranschaulicht die Verbindung der Röhren mit dem Körper des Fahrrades.
Die Gabel A trägt die beiden symmetrisch angeordneten Dillen B B, in welchen die Röhren C
und C' befestigt werden.
In dem Innern der Röhre G und G1 sind "die Ringe D und D1 angeordnet, über welche
die Röhren G und G1 aufgezwängt sind; zur sicheren Befestigung können noch ein oder
mehrere Rillen d eingeprefst werden, wobei die Rillen noch durch einen Metalldraht / ausgefüllt
sein können, um eine Deformation der Verbindung nach dem Festschrauben der Ringe D und D1 zu vermeiden. Die Verbindung
mit den Dillen geschieht durch den in dem Ring C angeordneten oder mit ihm verbundenen
Bolzen E. j
Fig. 7 ist eine Uebersichtsdarstellung eines Fahrrades, welches die Art der Anwendung
der Verbindungsstücke verdeutlicht. An den Stellen α α sind die hülsenförmigen Verbindungsstücke
an der Lenkstange des Fahrrades befestigt, während bei b b dieselben Stücke an
einem besonderen Querarm B angebracht sind und so die Verbindung der zwei Röhren mit
der Achse, auf welcher der Querarm B festsitzt, bewirken.
Claims (2)
1. Auf kaltem Wege herzustellende lösbare Verbindung röhrenförmiger Gestelltheile für
Fahrräder, gekennzeichnet dadurch, dafs das eine Ende eines Rohres (A) konisch gestaltet
und umgebördelt ist und durch eine in demselben angebrachte Platte (C) und
eine Schraube (D) mit einer an dem anderen Gestelltheil befindlichen, über den
konischen Theil greifenden Zwinge (B) verbunden wird.
2. Eine Auführungsform der unter 1. gekennzeichneten Verbindung, bei welcher das
Ende des Rohres (A) geschlitzt ist und durch Auftreiben eines in demselben angebrachten
konischen Ringes (G) mittelst eines konischen Domes mit der Zwinge (G) verbunden
wird (Fig. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69860C true DE69860C (de) |
Family
ID=343285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69860D Expired - Lifetime DE69860C (de) | Auf kaltem Wege herzustellende, lösbare Verbindung röhrenförmiger Gestelltheile für Fahrräder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69860C (de) |
-
0
- DE DENDAT69860D patent/DE69860C/de not_active Expired - Lifetime
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