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Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Schalungsstütze zur Errichtung von Baugerüsten, Schaltischen, Stützstrukturen u. dgl., welche für die Befestigung von Richtstreben unter Verwendung von Spannbacken mit strahlenartig nach aussen abragenden, zueinander parallelen Längsnppen, welche voneinander in einem Winkelabstand von 45 angeordnet sind, ausgebildet ist.
Im Bauwesen, insbesondere bei der Errichtung von Baugerüsten, Schaltischen, Stützstrukturen u. dgl., ist es üblich, höhenverstellbare Schalungsstützen mit Fussplatten und Befestigungen einzusetzen. An diesen Schalungsstützen können Richtstreben angebracht werden, um die vertikale Stellung der Schalungsstützen zu sichern und um die Stabilität der Stützstrukturen zu erhöhen.
Es ist bekannt, die Schalungsstützen aus einer Aluminiumlegierung mit vier nach innen ausgebildeten Rillen herzustellen, wodurch eine Befestigung der Richtstreben in einem Winkel von 90 zueinander ermöglicht wird. Diese bekannten Schalungsstützen weisen ein derartiges Verhältnis von Gewicht zu Stabilität auf, welches beim Einsatz für Schaltische eine grosse Anzahl von Schalungsstützen erfordert, wodurch die Zeiten für die Montage bzw. Demontage ungünstig beeinflusst werden. Die Zeiten für die Montage bzw. Demontage werden weiters dadurch ungünstig beeinflusst, dass die Befestigungen mittels Schraubverbindungen hergestellt werden.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Schalungsstützen besteht dann, dass sie eine Befestigung der Richtstreben ausschliesslich in einem Winkelabstand von 90 ermöglichen, weswegen sie für zusammengesetzte Stützstrukturen nicht geeignet sind.
Die EP 0 553 665 A1 offenbart eine Schalungsstütze, welche für die Befestigung von Richtstreben mit strahlenartig nach aussen abragenden, zueinander parallelen Längsrippen, welche voneinander in einem Winkelabstand von 90 angeordnet sind, ausgebildet ist. Diese bekannte Schalungsstütze ist jedoch gleichfalls deshalb nachteilig, da Richtstreben ausschliesslich in einem Winkel von 90 befestigt werden können und da Materialablagerungen, wie z.B. Mörtel, Zementstaub oder Sand, aus den schmalen Rillen der Schalungsstütze nur mit erheblichem Aufwand entfernt werden können.
Die GB 1 152 467 A offenbart eine Schalungsstütze, welche mit Gruppen von strahlenartig nach aussen abragenden Befestigungslaschen, welche gleichfalls voneinander in einem Winkelabstand von 90 angeordnet sind, ausgebildet ist. Diese bekannte Schalungsstütze ist jedoch gleichfalls deshalb nachteilig, da Richtstreben ausschliesslich in einem Winkel von 90 und zudem nicht über die gesamte Länge der Schalungsstütze sondern nur bei den Gruppen befestigt werden können Weiters besteht die Gefahr, dass die Befestigungslaschen durch Schlage verformt werden, wodurch die Verwendung dieser Schalungsstütze erschwert wird.
Die GB 1 204 327 A offenbart eine Schalungsstütze, welche mit Gruppen von strahlenartig nach aussen abragenden Befestigungsmuffen, welche voneinander in einem Winkelabstand von 90 angeordnet sind, ausgebildet ist. Die Befestigungsmuffen weisen einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt auf, der sich in eine Langsrichtung der Schalungsstütze verjüngt. Diese bekannte Schalungsstütze ist jedoch ebenfalls deshalb nachteilig, da Richtstreben ausschliesslich in einem Winkel von 90 und zudem nicht über die gesamte Länge der Schalungsstütze sondern nur bei den Gruppen befestigt werden können.
Die AU 68 464/81 B offenbart eine Schalungsstütze, welche über ihre Länge mit mehreren Gruppen von rippenartigen Vorsprüngen ausgebildet ist, wobei die zwischen diesen Vorsprüngen befindlichen Ausnehmungen zur Befestigung von Richtstreben zur Errichtung eines Baugerüstes dienen. Diese Ausnehmungen befinden sich zwar in einem Winkelabstand von 45 , jedoch ist diese bekannte Schalungsstütze deshalb nachteilig, da die Befestigung der Richtstreben auf diese Gruppen beschrankt ist. Zudem werden die Richtstreben in die zwischen den Vorsprüngen gebildeten Ausnehmungen eingesetzt, was zu Schwierigkeiten führen kann, da diese leicht verschmutzen, wodurch das Einsetzen der Richtstreben erschwert wird.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Schalungsstützen liegt darin, dass die Gruppen für die Befestigung der Richtstreben bei der Herstellung in einem eigenen Arbeitsgang mit der Schalungsstütze verbunden werden müssen, wodurch sich die Herstellungskosten erhöhen.
Der gegenständlichen Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Schalungsstütze zur Errichtung von Baugerüsten, Schaltischen, Stützstrukturen u. dgl. zu schaffen, durch welche die diesen bekannten Schalungsstützen anhaftenden Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass sich die Längsrippen über die gesamte Länge der Schalungsstütze erstrecken und dass die Richtstreben mittels der Spannbacken an die Längsrippen anklemm-
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bar sind. Dadurch werden die Montage bzw die Demontage wesentlich erleichtert.
Vorzugsweise sind die Spannbacken mit jeweils einem quer zu diesen ausgerichteten Spannbolzen ausgebildet, welcher an seinem vom Bolzenkopf abliegenden Ende mit Ausnehmungen und Auflageflächen für ein Verschlusselement versehen ist, welches mit dem Spannbolzen zusammenwirkt. Weiters ist zwischen den beiden Spannbacken eine Druckfeder vorgesehen und sind die Spannbacken an ihrem den Spannklauen abliegenden Ende mit einem diese umgebenden Spannring ausgebildet.
Weiters kann das Verschlusselement mit einem mit Keilflächen ausgebildeten Langloch ausgebildet sein, wobei die Keilflächen mit den Auflageflächen des Verschlusselementes zusammenwirken. Weiters können die beiden Spannbacken und die Endbereiche der Richtstreben von den Spannbolzen quer zu deren Längsachse durchsetzt sein.
Eine erfindungsgemässe Schalungsstütze ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Schalungsstütze im Querschnitt und ein Ende einer Richtstrebe, welches mittels eines Paares von Spannbacken an einer Längsrippe der Schalungs- stütze befestigt ist;
Fig. 2 einen Spannbolzen für das Paar von Spannbacken in einer Seitenansicht,
Fig 3 die Innenseite einer der Spannbacken,
Fig. 4 ein Verschlusselement, und
Fig. 5 das Verschlusselement im Längsschnitt nach der Linie V-V in Fig. 4.
Eine in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemässe Schalungsstütze 1 weist ein Rohr mit acht strahlenartig nach aussen abragenden Längsrippen 1a auf, welche ihrerseits rohrförmige Querschnitte aufweisen und welche mit dem Rohr durch Flansche 1b einstückig verbunden sind. Durch diesen Querschnitt weist die Schalungsstütze 1 eine hohe Stabilität, insbesondere gegenüber Knickbeanspruchungen, auf. Weiters ermöglicht dieser Querschnitt die Anbringung von Fuss- und Kopfplatten sowie von Halteelementen und die Befestigung verschiedener Zubehörteile, wie sie in der Fachwelt bekannt sind. Für die Erfüllung dieser Aufgabe ist es ebenso möglich, die Innenhohlräume der Längsrippen 1a, z. B. mittels selbstschneidender Schrauben, zu nutzen.
Weiters gewährleistet der rohrförmige Querschnitt der abstehenden Längsrippen 1a eine leichte Reinigung der Schalungsstütze 1 und einen hohen Verformungswiderstand der Schalungsstütze 1 gegenüber Schlägen
Der Schalungsstütze 1 sind Richtstreben 6 zugeordnet, welche an den Längsrippen 1 a befestigbar sind. Hierfür sind die Richtstreben 6 an ihren Enden mit einem Paar von Spannbacken 2 versehen. Die Spannbacken 2 weisen Spannklauen 2a auf, welche so ausgebildet sind, dass sie die Längsrippen 1a formschlüssig umfassen können.
Die erforderliche Kraft zum Anpressen der Spannklauen 2a an eine Längsrippe 1a, wodurch die Befestigung der Richtstrebe 6 an der Schalungsstütze 1 bewirkt wird, wird durch einen Spannbolzen 3 aufgebracht, welcher so angeordnet ist, dass er die Spannbacken 2 und die Richtstrebe 6 quer zu deren Längsachse durchsetzt und weicher durch ein Verschlusselement 4 fixierbar ist. Die Spannbacken 2 können über die gesamte
Länge der Längsrippen 1a angebracht werden, wobei die Befestigung durch vorher angebrachte Spannbacken 2 nicht beeinträchtigt wird.
Der Spannbolzen 3 ist koaxial von einer Druckfeder 7 umgeben, deren ein Ende an der Innenwand der Richtstrebe 6 anliegt, wogegen deren anderes Ende an der Innenseite einer der beiden
Spannklauen 2a anliegt. An demjenigen Ende der Spannbacken 2, welches den Spannklauen 2a gegenüberliegt, ist ein Spannring 5 angebracht, welcher die Spannbacken 2 zusammenhält. Durch die Druckfeder 7 wird gewährleistet, dass die Spannklauen 2a dann, wenn der Spannbolzen 3 vom Verschlusselement 4 freigegeben wird, auseinandergespreizt werden, wodurch ein einfaches An- bringen der Richtstrebe 6 an den Längsrippen 1a bzw ein einfaches Entfernen der Richtstrebe 6 von den Längsrippen 1a ermöglicht wird.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 sind weiters Ringe 8 strichliert dargestellt, welche in hierfür an den Langsrippen 1a vorgesehenen Sitzen einrasten. Diese Ringe 8 legen exakte Anbrin- gungsbereiche fest und verhindern ein Abrutschen der Spannbacken 2 nach einem absichtlichen oder unabsichtlichen Lösen derselben.
Wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist der Spannbolzen 3 an einem Ende einen Kopf 3a auf, welcher an seiner Auflagefläche mit Vorsprüngen 3b versehen ist, welche in zugeordnete Ausneh- mungen in den Spannklauen 2a einrasten, wodurch die Lage von am Spannbolzen 3 vorge-
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sehenen Ausnehmungen 3c bestimmt ist. Durch diese Ausnehmungen 3c, welche sich an dem dem Kopf 3a gegenüberliegenden Bolzenende 3e befinden, werden Auflageflächen 3d gebildet, mit welchen das Verschlusselement 4 zusammenwirkt.
Wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist, weisen die Spannbacken 2 in einem Bereich 2g zwischen den Spannklauen 2a und dem den Spannklauen 2a gegenüberliegenden Bereich 2f eine Bohrung 2b auf, welche für die Aufnahme des Spannbolzens 3 vorgesehen ist. An der Innenseite der Spannklauen 2a befindet sich um die Bohrung 2b eine ringförmige Nut 2d, von welcher das Ende der Druckfeder 7, welches an der Innenseite einer der Spannklauen 2a anliegt, aufgenommen wird Die Spannklauen 2a weisen weiters zwei seitliche Bereiche 2e und einen dazwischenliegenden Mittelbereich 2h auf, wobei der Innendurchmesser der seitlichen Bereiche 2e etwas kleiner als der Innendurchmesser des Mittelbereiches 2h ist, um ein einwandfreies Greifen der Spannklauen 2a zu gewährleisten. Weiters weisen die Spannklauen 2a eine Ausnehmung 2i auf, welche den Ring 8 aufnehmen.
Um eine optimale Wirkung des Spannbolzens 3 und des Verschlusselementes 4 zu erzielen, ist der Innendurchmesser der Spannbacken 2 im Bereich 2f kleiner als der Innendurchmesser im Bereich 2g. An demjenigen Ende des Spannbackens 2, welches der Spannklaue 2a gegenüberliegt, ist eine Ringnut 2c für den Federring 5, welcher die Spannbacken 2 zusammenhält, vorgesehen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen das Verschlusselement 4, welches mit einer Bohrung 4a ausgebildet ist, neben welcher sich ein Langloch 4d und eine Ausnehmung, welche Keilflächen 4b, 4c und 4e mit unterschiedlichen Neigungen aufweist, befinden. Das Verschlusselement 4 und der Spannbolzen 3 werden dadurch miteinander lösbar verbunden, dass das Verschlusselement 4 über das Bolzenende 3e geschoben und seitlich versetzt wird, wodurch die Auflageflächen 3d des Spannbolzens 3 mit den Keilflächen 4e, 4b und 4c des Verschlusselementes 4 zusammenwirken. Hiedurch werden die Spannklauen 2a zueinander verschwenkt. Die Verstellung des Verschlusselementes 4 erfolgt durch auf dieses ausgeübte Hammerschläge, wodurch die Spannbacken 2 aneinandergepresst oder freigegeben werden.
Durch die unterschiedlichen Neigungen der Keilflächen 4b und 4c wird das Anspannen in eine erste Phase mit einer grösseren Bewegung des Spannbolzens 3 und in eine zweite Phase mit einer kleineren Bewegung des Spannbolzens 3 und mit einer grösseren Spannkraft an den Spannklauen 2a bewirkt.
Eine erfindungsgemässe Befestigung einer Richtstrebe 6 an einer Schalungsstütze 1 ermöglicht eine schnelle Befestigung mittels Hammerschlägen an jeder beliebigen Stelle der Längsrippe 1a ungeachtet von bereits angebrachten Richtstreben 6.
Durch die strahlenförmige Anordnung der Längsrippen 1a in einem Winkelabstand von 45 können durch Richtstreben 6 sehr viele unterschiedliche Strukturen hergestellt werden. Insbesondere besteht die Möglichkeit, die Stabilität dieser Strukturen ohne Einsatz von andersartigem Zubehör, welches spesen- und montageaufwendig ist, zu erhöhen. Weiters ist es möglich, Strukturen mit bogenförmigem, insbesondere rundem Verlauf herzustellen.