DE69840C - Selbstthätige Horizontirvorrichtung für nautische Instrumente - Google Patents

Selbstthätige Horizontirvorrichtung für nautische Instrumente

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DE69840C
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W. H. beehler, Lieutenant der Marine, in Baltimore, Grafschaft Baltimore, Staat Maryland, V. St. A
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/02Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by astronomical means

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instromente.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Instrument, welches hauptsächlich zur Verwendung auf See bestimmt ist und dazu dient, auch dann Beobachtungen anstellen zu können, wenn der Seehorizont nicht sichtbar ist und deshalb nicht zu Hülfe genommen werden kann. Zur Beobachtung ist nur das Vorhandensein der Sonne, des Mondes oder irgend eines Sternes erforderlich. Es ist eine bekannte Thatsache, dafs bei allen übrigen auf See verwendeten Instrumenten zur Erzielung genauer Beobachtungsresultate der Seehorizont in Betracht gezogen werden mufs. Tritt nun der Fall ein, dafs der Seehorizont unsichtbar ist, so ist eine genaue Beobachtung ganz unmöglich.
Durch das neue, den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Instrument wird nun diesem Mangel dadurch vollkommen abgeholfen, dafs dasselbe sich stets seinen eigenen Horizont bildet.
Das auf der Zeichnung dargestellte Instrument setzt sich zusammen aus einem Gestell, einer stets horizontalen Basis und einem System concentrischer Kugeln, Bogen und zugehörigen Hülfseinrichtungen. HH ist ein flacher, graduirter Ring, der auf zwei an einem Träger R befestigten Bügeln C C ruht. Der Ring HH wird so angeordnet, dafs er stets horizontal bleibt, und ist derselbe daher als künstlicher Horizont anzusehen. Er ist mit vier Libellen H1 versehen, die in die Oberfläche eingelassen sind und jede Abweichung von der horizontalen Lage genau angeben. Um eine beständige horizontale Lage des Ringes zu erzielen, ist der Träger R auf einem Schwimmer K1 befestigt, der in einem mit Quecksilber gefüllten kugelförmigen Gefäfs K ruht. Dieses Gefäfs K ist im oberen Theil eines auf dem, Verdeck des Schiffes angebrachten Pfostens oder Pfeilers gelagert, so dafs die Bewegungen des Schiffes dem vom Schwimmer getragenen Apparat nicht mitgetheilt werden. Das Gefäfs ist bis zu 2L seines Durchmessers kugelförmig; das obere Drittel ist weggeschnitten, um eine Oeffnung zu bilden, deren Kanten sich ein kurzes Stück nach aufwärts erstrecken und in einem flachen Ringe endigen. Der Schwimmer hat die Form einer Halbkugel mit unten daran befestigtem abgestumpften Kegel. Er ist so angeordnet, dafs, wenn das Gefäfs K waagrecht ist, die horizontale Linie, welche den halbkugelförmigen Theil begrenzt, in der horizontalen, centralen Ebene des Gefäfses liegt, während der abgestumpfte Theil des Schwimmers in das Quecksilber eintaucht. Ein Ring q auf der äufseren Oberfläche des Schwimmers und Ring qx und q2 auf der Innenwandung des Gefäfses K begrenzen die Neigung des Schwimmers bezüglich der horizontalen, centralen Ebene des Gefäfses. Diese Ringe, sowie der kurze cylindrische Ansatz an der Mündung des Gefäfses stellen einen Verschlufs dar, so dafs das Quecksilber in dem Gefäfs bei aufsergewöhnlich heftigen Schwankungen des Schiffes nicht austreten kann. Sollte das Schiff sich so stark neigen, dafs der Ring q mit den Ringen q1

Claims (1)

  1. und q2 in Berührung kommt, so ist es besser, keine Beobachtung mit dem Instrument anzustellen, da dasselbe dann nicht vollkommen waagrecht sein möchte.
    Der gröfste Theil der Schwankung des Schiffes wird dadurch für das Instrument unschädlich gemacht, dafs man dasselbe in der Mitte des Schiffes aufstellt.
    Die Beweglichkeit der grofsen Menge Quecksilber sichert der flachen Fläche des Bodens des Schwimmers ein genau waagrechtes Niveau. Pat ε nt-An sprüch:
    Eine selbsttätige Horizontirvorrichtung für nautische Instrumente, zu dem Zwecke, auf See, unabhängig von der Sichtbarkeit des Seehorizontes, Beobachtungen anstellen zu können, bestehend aus einem Ringe H, welcher auf einem in einem Quecksilberbade ruhenden Schwimmer K1 angebracht ist, auf welchem auch der die Sternenkugel, sowie die Meridian-, Declinations- und Azimuthbogen tragende Polarbügel verstellbar angeordnet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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