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Technisches
Gebiet
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Die
Erfindung betrifft einen Verschlusskörper, welcher für eine Entladungslampe
verwendet wird.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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In
letzter Zeit wird bei einer Entladungslampe, bei welcher ein Paar
Elektroden einander gegenüberliegend
angeordnet sind, als Verschlussanordnung immer häufiger ein Material mit Funktionsgradienten
verwendet. Bei einem Verschlusskörper
aus diesem Material mit Funktionsgradienten ist eine Seite reich
an einem dielektrischen Bestandteil, und in Richtung auf die andere
Seite nimmt der Anteil an einem elektrisch leitenden Bestandteil
kontinuierlich oder schrittweise zu.
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Bei
einem Material mit Funktionsgradienten, bei welchem als dielektrischer
Bestandteil Siliciumdioxid verwendet wird und als elektrisch leitender
Bestandteil Molybdän
verwendet wird, weist das Ende aus Siliciumdioxid einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
auf, welcher in etwa dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Siliciumdioxids entspricht, aus dem die Leuchtröhre gebildet
ist, während
das Ende aus Molybdän
die Eigenschaft aufweist, dass sein Wärmeausdehnungskoeffizient sich
dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Wolframs oder Molybdäns
annähert,
aus dem die Elektrodenträger gebildet
sind. Diese Eigenschaften sind für
den Verschlusskörper
einer Entladungslampe geeignet.
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7 ist
ein schematischer Querschnitt einer Entladungslampe, bei welcher
ein Material mit Funktionsgradienten verwendet wird, wie in
EP 0650184 A1 offenbart
ist. In der Figur bezeichnet Bezugszeichen
1 eine Entladungslampe
mit einer Leuchtröhre
2 und
einer Seitenröhre
3,
welche aus einem dielektrischen Bestandteil bestehen (z. B. Quarzglas).
In der Leuchtröhre
2 sind
ein Paar Elektroden, d. h. eine Kathode
5 und eine Anode
6,
einander gegenüberliegend
angeordnet. Die beiden Elektroden sind auf den Spitzen der Elektrodenträger
7 angeordnet,
welche bis zu den elektrisch leitenden Bereichen der Verschlusskörper
4 eingesteckt
sind und in einen Schrumpfsitz gebracht werden. Die Außenanschlüsse
8 sind
mit den Verschlusskörpern
4 verbunden.
Es gibt auch Fälle,
in denen die Außenanschlüsse
8 mit
den Elektrodenträgern
7 einteilig gebildet
werden und diese einteilige Anordnung von den Verschlusskörpern
4 durchdrungen
und somit in einen Schrumpfsitz gebracht wird.
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Die
Verschlusskörper 4 bestehen
aus einem dielektrischen Bestandteil (z.B. aus Siliciumdioxid) und
einem elektrisch leitenden Bestandteil (z.B. Molybdän). Eine
Seite des Verschlusskörpers 4 (die
Seite zur Leuchtröhre
hin) ist reich an dem dielektrischen Bestandteil und isolierend,
während
die andere Seite (die von der Leuchtröhre abgewandte Seite) reich
an dem elektrisch leitenden Bestandteil und elektrisch leitend ist.
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Die
Stirnseite 9 auf der Seite des dielektrischen Bestandteils
grenzt an den Entladungsraum der Leuchtröhre 2 der Entladungslampe 1.
Die an den beiden Enden der Leuchtröhre 2 gebildete Seitenröhre 3 ist
in den Bereichen des Verschlusskörpers 4,
welche reich an dem dielektrischen Bestandteil sind, hermetisch
abgedichtet (verschweißt).
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Für diese
Abdichtung der Seitenröhre 3 mit den
Verschlusskörpern 4 wird
die Außenseite
der Seitenröhre
im Unterdruck-Zustand des Inneren der Leuchtröhre mit einem Bunsenbrenner
erwärmt.
Dadurch zieht sich die Seitenröhre
zusammen. Auf diese Weise erfolgt die Abdichtung. Hierbei ist es
notwendig, die Erwärmung
durchzuführen,
bis der Außenumfänge der
Verschlusskörper
und der Innenumfang der Seitenröhre
ausreichend miteinander verschweißt sind, um die Seitenröhre 3 und
die Verschlusskörper 4 dicht
miteinander zu verschweißen und
eine sichere Abdichtung durchzuführen.
Wenn das Erwärmen
auf diese Weise durchgeführt
wird, ist es jedoch unmöglich
zu verhindern, dass das Quarzglas, das die Leuchtröhre bildet,
von den Stirnseiten der Verschlusskörper auf der Seite des Emissionsraums
herunterhängt
und sich somit hängende
Stellen 10 bilden. Bei einer Entladungslampe mit diesen hängenden
Stellen treten während
der Abdichtung je nach Menge und Form des hängenden Quarzglases Abweichungen
der Haltekraft auf.
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Offenbarung
der Erfindung
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Streuungen der Stärke der
Haltekraft bei der Abdichtung der Entladungslampe zu verringern
und daher eine Verschlussanordnung einer Entladungslampe anzugeben,
welche stets die gewünschte Stärke der
Haltekraft aufweist.
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Die
Erfinder haben infolge umfangreicher Untersuchungen herausgefunden,
dass Streuungen der Stärke
der Haltekraft durch diese Abdichtanordnung vom Ausmaß des vorstehend
beschriebenen Herabhängens
stark beeinflusst werden und dass es vorteilhaft ist, wenn das Ausmaß dieses
Herabhängens,
d. h. die Größe der Öffnungen
der Stellen, welche abzudichten sind und welche durch das Herabhängen bereits
verschlossen sind, konstant gehalten wird.
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Wenn
die Bildung der hängenden
Stellen 10 jedoch fortschreitet, ist die Viskosität des Quarzglases äußerst gering,
wodurch das Fortschreiten beschleunigt wird. Es ist daher schwierig,
durch Regelung des Abbrennvorgangs mit dem Brenner das Ausmaß des Hängens zu
regeln. In diesem Fall ist der Ausdruck "Öffnung
der abzudichtenden Stellen" festgelegt
als die mit Bezugszeichen A in 7 bezeichnete
Breite.
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Ferner
wurde festgestellt, dass es vorteilhaft ist, wenn Bereiche der Verschlusskörper auf
der Seite des Emissionsraumes, welche reich an dem dielektrischen
Bestandteil sind, geneigt sind. Aufgrund dieser Anordnung fließt das Glas,
welches die Leuchtröhre
bildet und herabhängt,
wenn die Entladungslampe durch Schmelzen abgedichtet wird, langsam
entlang den schräg
verlaufenden Oberflächen.
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Konstantes
Hängen
und konstante Öffnungen
der abzudichtenden Stellen können
daher einfach erzielt werden und somit die Streuungen der Stärke der
Haltekraft verringert werden.
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Wie
in der Erfindung beansprucht, wird ein nachstehend beschriebener
Verschlusskörper
für eine
Entladungslampe angegeben:
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Bei
einem annähernd
zylindrischen Verschlusskörper
für eine
Entladungslampe, welcher aus einem Material mit Funktionsgradienten
besteht, bei welchem eine Seite reich an einem dielektrischen Bestandteil
und die andere Seite reich an einem elektrisch leitenden Bestandteil
ist, und welcher durch eine Seitenröhre abgedichtet ist, welche
mit der Leuchtröhre
der Entladungslampe verbunden ist, und durch die Bereiche, welche
reich an einem dielektrischen Bestandteil sind, ist die Erfindung
dadurch gekennzeichnet, dass bei diesem Verschlusskörper die Elektrodenträger mit
Spitzen, welche mit Elektroden versehen sind, in einen Schrumpfsitz
gebracht sind und dass ferner auf den Außenumfangsflächen der Bereiche
der Verschlusskörper,
welche reich an einem dielektrischen Bestandteil sind, Oberflächen gebildet
sind, welche hinsichtlich der Mittelachse des Verschlusskörpers schräg zulaufen,
so dass die maximale Breite der Stirnseiten der Verschlusskörper auf
der Seite des Entladungsraums kleiner wird als die maximale Breite
in einer zur Achse der Verschlusskörper senkrechten Richtung und
größer wird als
der Durchmesser der Elektrodenträger.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnung
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1 zeigt
eine schematische Darstellung einer Entladungslampe, für die ein
Verschlusskörper, wie
in der Erfindung beansprucht, verwendet wird;
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer Entladungslampe, für die ein
Verschlusskörper, wie
in der Erfindung beansprucht, verwendet wird;
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3 zeigt
eine schematische Darstellung einer Entladungslampe, für die ein
Verschlusskörper, wie
in der Erfindung beansprucht, verwendet wird;
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4 zeigt
eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines
Verschlusskörpers
mit Funktionsgradienten-Eigenschaft;
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5 zeigt
eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines
Verschlusskörpers
mit Funktionsgradienten-Eigenschaft;
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6 zeigt
eine schematische Darstellung der Wirkung der Erfindung, und
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7 zeigt
eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Entladungslampe.
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Beste Ausführungsweise
der Erfindung
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Nachfolgend
wird ein Verfahren zum Herstellen eines Verschlusskörpers mit
einer Funktionsgradienten-Eigenschaft beschrieben:
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Verschiedene
Arten von Pulvergemischen werden vorbereitet, bei welchen die Mischungsverhältnisse
eines Pulvers mit einem dielektrischen Bestandteil zu einem Pulver
mit einem elektrisch leitenden Bestandteil unterschiedlich sind.
Nach dem Vermischen mit einem Lösungsmittel,
welches ein organisches Bindemittel enthält, werden Schichten aus dem
Pulver mit einem dielektrischen Bestandteil und dem Pulver mit einem
elektrisch leitenden Bestandteil zusammengestellt, übereinander
geschichtet und anschließend
gepresst. Auf diese Weise kann ein kompaktierten Körper, beispielsweise
ein zylindrischer Körper,
gebildet werden.
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4 zeigt
den Zustand beim Pressen eines solchen kompaktierten Körpers. Bei
dem zylindrischen kompaktierten Körper wird ein unterer Bestandteil 23 einer
Gießform 22 gefüllt mit
einer Schicht des Pulvergemisches mit der niedrigsten Konzentration
des elektrisch leitenden Bestandteils und dann gefüllt mit
einer Schicht des Pulvergemisches mit der zweitniedrigsten Konzentration
des elektrisch leitenden Bestandteils. Auf diese Weise werden Pulvergemische,
bei welchen die Konzentration des elektrisch leitenden Bestandteils
schrittweise verändert
wurde, übereinander
platziert. Anschließend
wird mit einem Presskörper 21 geformt.
Somit wird ein kompaktierter Körper 26 gebildet,
in den mehrere Schichten integriert sind. 7 zeigt
beispielsweise einen Zustand mit 5 Schichten. Dann wird ein provisorisches
Sintern durchgeführt,
um das mit den Pulvern vermischte organische Bindemittel zu entfernen.
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Nach
Abschluss des provisorischen Sinterns wird die Stirnseite des kompaktierten
Körpers
auf der Seite des dielektrischen Bestandteils im Wesentlichen mittig
mit einer Einstecköffnung
für den
Elektrodenträger
versehen, welche sich bis zum Bereich des elektrisch leitenden Bestandteils
erstreckt. Der Elektrodenträger
wird in diese Öffnung
eingesteckt. In diesem Zustand wird die ganze Einheit vollständig gesintert.
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Nach
Abschluss des vollständigen
Sinterns ist der Verschlusskörper
im Wesentlichen fertiggestellt. Von diesem Zustand ausgehend, wird
die Außenumfangsfläche des
Bereiches abgetragen, der reich an dem dielektrischen Bestandteil
ist. Auf diese Weise kann der Spitzenbereich schräg zulaufend
gebildet werden. Das heißt,
dass eine Oberfläche
gebildet werden kann, welche be züglich
der Mittelachse der Entladungslampe geneigt ist. Der Spitzenbereich ist
beispielsweise kegelstumpfförmig
ausgebildet, wie in 1 gezeigt wird. Er kann jedoch
auch die in 2 und 3 gezeigten
Formen aufweisen oder andere Formen.
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Um
eine schräg
zulaufende Oberfläche
zu bilden, kann neben dem vorstehend beschriebenen Verfahren ein
vorher hergestelltes Gießformbauteil 24 verwendet
werden, um eine entsprechende Form zu erhalten, wie beispielsweise
in 5 gezeigt wird. Wenn die Spitze des Verschlusskörpers mit
der in 4 gezeigten, sich verjüngenden schräg zulaufenden
Oberfläche
versehen wird, wird das in 5 gezeigte
Gießformbauteil 24 für die Verjüngung der Spitze
verwendet. Im Fall einer in 2 gezeigten, schräg zulaufenden
Oberfläche
in Form einer Kanonenkugel oder im Fall einer in 3 gezeigten, schräg zulaufenden
Oberfläche
in Form eines Bogens, kann eine Gießform mit der entsprechenden Form
verwendet werden.
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Die
fertiggestellten Verschlusskörper
werden zum Abdichten durch einen Bunsenbrenner an der Seitenröhre der
Entladungslampe eingesetzt.
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In 1 stellt
die mit B bezeichnete Breite die maximale Breite der Stirnseiten
des Verschlusskörpers
auf den Seiten des dielektrischen Bestandteils dar. Die mit M bezeichnete
Breite stellt die maximale Breite in der zur Mittelachse des Verschlusskörpers senkrechten
Richtung dar. Ferner wird der Durchmesser der Elektrodenträger mit
d bezeichnet.
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Beim
Verschlusskörper
wie in der Erfindung beansprucht ist d < B < M.
Wenn die hängenden
Stellen die Stirnseiten auf den Seiten des dielektrischen Bestandteils
erreichen, stimmt das Bezugszeichen B mit der Öffnung A der abzudichtenden
Stelle überein, wie
in 7 gezeigt wird.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von konkreten Beispielen beschrieben.
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Bei
dem Material mit Funktionsgradienten wurden Siliciumdioxid als dielektrischer
Bestandteil und Molybdän
als elektrisch leitender Bestandteil verwendet.
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Molybdänpulver
mit einer durchschnittlichen Korngröße von 1,0 Mikrometer und ein
Siliciumdioxidpulver mit einer durchschnittlichen Korngröße von 5,6
Mikrometer wurden vorbereitet und Pulvergemische mit veränderten
Volumenanteilen von Siliciumdioxid wurden hergestellt. Diese Pulvergemische wurden
mit Stearinsäure
gemischt, wodurch man ein Granulat erhielt, und sie wurden in einer
Gießform
in der Reihenfolge eines größeren Volumenanteils
von Siliciumdioxid übereinander
angeordnet. Von diesem Zustand ausgehend, wurde mit einem Presskörper eine
Pressung durchgeführt,
beispielsweise mit einer Belastung von 1,5 t/cm2,
und somit wurde ein kompaktierter Körper mit einer im Wesentlichen
zylindrischen Gesamtform erhalten. Danach wurde der kompaktierte
Körper
in einer Wasserstoff-Atmosphäre beispielsweise
bei 1200 °C
30 Minuten lang provisorisch gesintert, und auf diese Weise wurde
das darin enthaltene organische Bindemittel entfernt.
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Als
Nächstes
wurde die Stirnseite des kompaktierten Körpers auf der Seite des dielektrischen Bestandteils
mit einer Öffnung
versehen. Ein Elektrodenträger
aus Wolfram wurde in diese Öffnung
eingesteckt und fünf
Minuten in einer Vakuum-Atmosphäre
bei beispielsweise 1820 °C
gesintert. Auf diese Weise wurde der Elektrodenträger vollständig gesintert,
wobei er geschrumpft wurde.
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Nach
dieser vollständigen
Sinterung ist ein Verschlusskörper
mit einer Eigenschaft wie das Material mit Funktionsgradienten im
Wesentlichen fertiggestellt. In diesem Zustand wurde die Seite mit
dem dielektrischen Bestandteil (Siliciumdioxid) so zugeschnitten,
dass sie schräg
verläuft.
Konkret wurde die maximale Breite der Stirnseite kleiner gemacht
als die maximale Breite in senkrechter Richtung zur Mittelachse
des Verschlusskörpers
und größer als
der Durchmesser des Elektrodenträgers.
Zur Verarbeitung wurde der Verschlusskörper auf einer Werkbank bearbeitet
und mit der Schneidekante eines superharten Schneidwerkzeugs schräg zugeschnitten
und somit wurde eine vorgegebene Form der schräg zulaufenden Oberfläche hergestellt.
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Nachfolgend
wird das Ergebnis des Versuches beschrieben bezüglich der Stärke der
Haltekraft der Entladungslampe bei Verwendung eines Verschlusskörpers mit
einem Material mit Funktionsgradienten, welcher auf diese Weise
hergestellt wurde.
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Die
maximale Breite des Verschlusskörpers beträgt 3 mm.
Die Gesamtlänge
des Verschlusskörpers
beträgt
15 mm. Das vorstehend beschriebene Zuschneiden ergab 6 verschiedene
Verschlusskörper
in je fünf
Stücken,
bei welchen die maximale Breite der Siliciumdioxid-Stirnseite 0,5
mm, 0,8 mm, 1,0 mm, 1,5 mm, 2,0 mm oder 2,4 mm betrug.
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Wie
in 1 gezeigt wurde, wurde der Winkel (Q) der schräg zulaufenden
Oberfläche,
welche durch Zuschneiden gebildet wurde, verändert, je nach Art der Lampen
im Bereich von 5° bis
150°. Bei diesem
Ausführungsbeispiel
wurde er konstant bei 45° gehalten
(dieser Abstufungsvorgang wird nachfolgend "Verjüngung" genannt).
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Der
jeweilige Verschlusskörper
wurde auf einer Seite eines Glaskolbens für eine Quecksilberlampe mit
150 W abgedichtet. Die Abdichtung wurde dadurch durchgeführt, dass
der Verschlusskörper
in der Leuchtröhre
angeordnet und entgast wurde, dass die Seitenröhre von außen mit dem Bunsenbrenner erwärmt wurde,
und dass die Innenwand der Seitenröhre an den Verschlusskörper geschweißt wurde.
Der Durchmesser der Elektrodenträger
betrug 0,4 mm.
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Ferner
wurden fünf
herkömmliche
zylindrische Verschlusskörper
aus einem Material mit Funktionsgradienten gleichermaßen vorbereitet
und an einer Seite des Glaskolbens für eine Quecksilberlampe mit
150 W abgedichtet.
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Die
Stärke
der Haltekraft der abgedichteten Entladungslampe bei Raumtemperatur
bei der Erfindung wurde mit dem herkömmlichen Beispiel verglichen.
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Dieser
Versuch wurde so durchgeführt,
dass der Glaskolben für
eine einseitig abgedichtete Lampe durch Pressen schrittweise mit
Stickstoffgas gefüllt wurde
und der Druck ermittelt wurde, bei dem der Glaskolben zerstört wurde.
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6 zeigt
das Versuchsergebnis. Die Abszissenachse stellt den maximalen Wert
(mm) der Stirnseite des Verschlusskörpers auf der Seite des dielektrischen
Bestandteils dar und die Ordinatenachse den Gasdruck (atm) innerhalb
der Entladungslampe. Der Verschlusskörper wurde mit einer schräg zulaufenden
Oberfläche
versehen. Die Ausführungsbeispiele
der Erfindung, bei welchen die Breite der Stirnseite auf der Siliciumdioxid-Seite
verändert
wurde, werden bei 0,5 bis 2,4 auf der Abszissenachse gezeigt, während die
herkömmlichen
Beispiele unter Verwendung der Verschlusskörper, die keine schräg zulaufende
Oberfläche
aufweisen, bei 3,0 auf der Abszissenachse gezeigt werden. Die einzelnen
Beispiele weisen im Hinblick auf die Ordinatenachse Streuungen der
Daten auf. Hieraus wird ersichtlich, dass die Lampen, d. h. die
Entladungslampen, bei welchen verjüngte Verschlusskörper, wie
in der Erfindung beansprucht, verwendet wurden, geringere Streuungen der
Stärke
der Haltekraft aufweisen als herkömmliche Lampen, d. h. die Entladungslampen,
bei welchen die Verschlusskörper
verwenden wurden, die nicht verjüngt
sind.
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In 6 wurden
unter den Daten der jeweiligen maximalen Breite der Siliciumdioxid-Stirnseite die Punkte
mit der geringsten Stärke
durch die durchgezogene Linie verbunden. Dies zeigt, dass die Stärke der
Haltekraft umso stärker
zunimmt, je kleiner die maximale Breite der Siliciumdioxid-Stirnseite
ist. Die Stärke
der Haltekraft lag beispielsweise bei einer maximalen Breite der
Siliciumdioxid-Stirnseite von 0,5 mm bei 262 atm und bei 2 mm lag
sie bei 175 atm. Dies zeigt, dass die Stärke erheblich größer ist
als die in den abgedichteten Bereichen, in denen herkömmliche
Verschlusskörper
aus einem Material mit Funktionsgradienten mit einem Durchmesser
von 3 mm mit großen
Streuungen verwendet werden.
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Bei
den vorstehend beschriebenen Versuchsbeispielen wurden Verschlusskörper mit
der in 1 gezeigten Anordnung und einem Winkel (Q) der
schräg
zulaufenden Oberfläche
von 45° verwendet.
Es wurde jedoch bestätigt,
dass bei den versuchsweise hergestellten Verschlusskörpern mit
anderen Winkeln (Q), konkret im Bereich von 5 bis 150°, das heißt, mit
5°, 40° und 150°, in jedem
Fall eine Wirkung erhalten wurde.
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Die
Bildung von hängenden
Stellen von Quarzglas auf der Innenseite der Seitenröhre kann auf
diese Weise einfach kontrolliert werden durch Bildung einer schräg zulaufenden
Oberfläche,
wie beispielsweise einer verjüngten
Oberfläche
oder dergleichen, an den Enden der Verschlusskörper. Bei den hermetisch abgedichteten
Bereichen der Entladungslampen können
die Streuungen der Stärke
der Haltekraft verringert werden.
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Andererseits
liegt der Grund dafür,
weshalb die Stärke
der Haltekraft umso stärker
zugenommen hat, je kleiner die maximale Breite der Stirnseite auf der
Seite des dielektrischen Bestandteils ist, vermutlich in der Zunahme
der Dicke des Bereiches mit der größten Dicke der Innenwand der
Seitenröhre.
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Wenn
ein Verschlusskörper
verwendet wird, bei welchem die maximale Breite der Stirnseite auf der
Siliciumdioxid-Seite dem Durchmesser der Elektrodenträger entspricht,
besteht die Gefahr, dass die durch Schmelzen des Quarzglases an
der Innenwand der Seitenröhre
entstandenen hängenden
Stellen mit den Elektrodenträgern
in Kontakt kommen. Bei Kontakt entstehen infolge der Differenz zwischen dem
linearen Ausdehnungskoeffizienten der Elektrodenträger und
des Quarzglases oder aufgrund der Temperaturerhöhung der Kontaktstellen während des
Betriebs der Lampe Risse im Quarzglas der Innenwand der Seitenröhre; dies
führt zu
einer Verringerung der Stärke
der Haltekraft während
des Abdichtens.
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Wie
vorstehend beschrieben, nimmt die Stärke der Haltekraft beim Abdichten
der Entladungslampe dadurch zu, dass die Außenumfangsfläche des
Bereiches des Verschlusskörpers,
welcher reich an Siliciumdioxid ist, mit einer Oberfläche versehen
wird, welche bezüglich
der Mittelachse des Verschlusskörpers
geneigt ist, so dass die maximale Breite der Stirnseite auf der
Siliciumdioxidseite des Verschlusskörpers kleiner wird als die
maximale Breite in der zur Mittelachse des Verschlusskörpers senkrechten
Richtung und größer als
der Durchmesser der Elektrodenträger.
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Bei
den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen wurden Verschlusskörper mit
einer Funktionsgradienten-Eigenschaft beschrieben, bei welchen Siliciumdioxid
und Molybdän
kombiniert sind. Jedoch werden Aluminiumoxid, Zirkonerde, Magnesiumoxid,
Siliciumcarbid, Siliciumnitrid, Titancarbid oder dergleichen als
dielektrischer Bestandteil verwendet. Ferner können in der Praxis Nickel,
Wolfram, Tantal, Chrom, Platin oder dergleichen als der elektrisch
leitende Bestandteil verwendet werden.
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Wie
vorstehend beschrieben wurde, können durch
den Verschlusskörper
wie in der Erfindung beansprucht Streuungen der Stärke der
Haltekraft bei der Abdichtung der Entladungslampe verringert werden
und ferner Entladungslampen als Produkte vereinheitlicht werden.
Außerdem
ermöglicht
die Erhöhung
des Drucks des hinzugefügten
Gases verglichen mit demjenigen bei einer Entladungslampe, bei welcher
ein zylindrischer Verschlusskörper
aus herkömmlichem
Material mit Funktionsgradienten verwendet wird, eine Lampe mit
einer höheren
Lichthelligkeit.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit
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Wie
vorstehend beschrieben kann der Verschlusskörper wie in der Erfindung beansprucht
für eine
Entladungslampe, wie beispielsweise eine Metallhalogenidlampe, eine
Quecksilberlampe oder dergleichen, vorteilhaft verwendet werden.