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Bogenlampe, insbesondere Scheinwerferbogenlampe mit stumpfwinkelig
zueinander angeordneten Elektroden Bei Bogenlampen stößt die Auswechslung der negativen
Elektrode auf Schwierigkeiten, sobald die Lampe in unmittelbarer Nähe eines optischen
Systems angeordnet ist. So läßt sich beispielsweise bei Bogenlampenscheinwerfern
die negative Elektrode in den seltensten' Fällen von der Spiegelseite lier in den
Halterkopf einführen, weil der'Abstand zwischen dem Halterkopf und dem Spiegel meist
kleiner als die Elektrodenlänge ist. Beim Kohlenwechsel muß infolgedessen die negative
Elektrode stets von der dem Spiegel abgewandten Seite in den negativen Halterkopf
eingeführt werden. Dies ist ohne weiteres möglich, solange der Halterkopf für die
negative Elektrode so ausgeführt werden kann, daß das Stromzuführungsorgan für,
die Einführung der Kohle möglichst weit aufgeklappt und die Kohle von der Seite
her in den negativen Halterkopf eingelegt .werden kann, oder wenn man den Halterkopf
für die positive Elektrode, der ja vor dem. Halterkopf für die negative Elektrode
steht ünd dadurch den Zugang zu diesem Halterkopf erschwert, mit einer Durchbrechung
oder Bohrung für die Einführung der negativen Elektrode versQhen kann. Sobald jedoch
der negative Halterkopf wie bei Höchstströmlampen neben dem Vorschuborgan auch noch
ein Drehorgan für die Elektrode enthält,
ist die seitliche Einführung
der negativen Elektrode wegen des Drehorgans unmöglich und die Einführung durch
eine Bohrung oder Ausnehmung des positiven Halterkopfes hindurch äußerst schwierig,
weil ja nicht nur das Stromzuführungsorgan, sondern nunmehr auch noch das Drehorgan
zur Einführung der Kohle geöffnet werden muß, wofür eine bequeme Zugänglichkeit
des Halterkopfes Bedingung ist. In vielen Fällen ist auch die Anordnung einer zur
Einführung der negativen Elektrode dienenden Durchbrechung- oder Bohrung in dem
positiven Halterkopf unerwünscht.
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Um das Auswechseln der Elektroden und die Kontrolle des Regelwerkes
der Lampe zu erleichtern, sind bei einem bekannten Scheinwerfer das Gehäuse und
die Lampe durch eine parallel zur Kippachse des Scheinwerfers liegende ' Welle derart
verbunden, daß um diese Welle als Drdhachse eine Relativbewegung zwischen Gehäuse
und Lampe möglich ist. Auch diese bekannte Anordnung ist jedoch noch verhältnismäßig
umständlich, denn zur Freilegung der Lampe muß erst die Verbindung zwischen der
Lampe und dem Scheinwerfergehäuse wenigstens an einer Stelle gelöst und dann das
ganze Scheinwerfergehäuse um die erwähnte Drehachse gekippt werden.
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Die Erfindung ermöglicht die Einführung der negativen Elektrode in
einer weit bequemeren Weise, ohne däß dabei eine Verschiebung der Lampe zum optischen
System oder gär wie bei der bekannten Anordnung eine Verschiebung des ganzen Scheinwerfergehäuses
notwendig ist.
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Erfindungsgemäß ist zum Zwecke der Kohlenauswechslung wenigstens einer
der Elektrodenhalter, insbesondere der Elektrodenhalter für die negative Elektrode
der Bogenlampe im Sinne einer Vergrößerung des Elektrodenabstandes ganz oder teilweise
aus der Brennstellung heraus schwenk- oder drehbar.
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Nicht zu verwechseln ist die Anordnung nach der Erfindung mit einer
bekannten Bogenlampe, bei der zwar ebenfalls der Halterärm für die Kathode um eine
Achse drehbar ausgeführt ist. Bei der bekannten Lampe ist jedoch der Halterarm für
die Kathode nur insoweit drehbar, als dies für die Zündung der - Lampe unbedingt
notwendig. ist, d: h. dort soll die Drehbarkeit auf keinen Fall so weit gehen, daß
der Halterkopf zur Erleichterung der Einführung der Kathode ganz heruntergeklappt
werden kann.
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Am besten trifft man bei der Lampe nach der Erfindung die Anordnung
so, daß bei der Schwenkung gleichzeitig die Strömzuführungs-, Vorschub- und Drehorgane
gelüftet werden. So kann man z: B. eine zur Schwenkung oder Drehung des Elektrodenhalters
dienende Handhabe vorsehen, die so mit den zu lüftenden Organen gekuppelt ist, daß
sich diese vor, während oder nach der Schwenkbewegung öffnen. Statt dessen kann
man aber auch die zu lüftenden Organe mit einem an der Schwenk-oder Drehbewegung
nicht teilnehmenden Teil des Halters öder der Lampe, insbesondere mit der Schwenkachse
kuppeln.
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Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden, in
der als Ausführungsbeispiel in Form eines perspektivischen Getriebeschemas der Halter
für die negative Elektrode einer Bogenlampe dargestellt ist.
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Mit i ist der als einfacher Rahmen angedeutete Halterkopf bezeichnet,
welcher dassVorschuborgän 2, das Drehorgan 3 und das Stromzuführungsorgan q. enthält.
Das Vorschuborgan 2 ist nach Art einer Klemmzange ausgeführt, deren Backen die Vorschubrollen
5, 6 tragen, von denen die eine 6 über die Teleskopwelle 7 von dem Regelwerk angetrieben
wird: Die Klemmzange 2 steht unter der Einwirkung einer Zugfeder 8,. welche die
Vorschubrollen 5; 6 fest gegen die Elektrode 9 zu drängen sucht.
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Das Drehorgan 3 ist ein lose auf der Elektrode g sitzendes Klemmfutter,
dessen Klemmhebel io über den Lenker ii an einen auf der Welle 12 sitzenden Exzenter
13 angelenkt ist. Die Welle 12 ist über das Kegelräderpaar =q: und® die Welle
15 mit dein Lampenregelwerk gekuppelt.
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Durch den Exzenter 13 wird das Klemmfutter 3 über den Lenker ii und
den Klemmhebel io in eine Drehschwingung um die Elektrodenachse'versetzt, und es
wird dabei jeweils während eines Hubes, des Arbeitshubes, angezogen, während des
folgenden gegenläufigen Leerhubes gelüftet.
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Das Stromzuführungsorgan q. ist als Zange ausgebildet, deren Backen
unter der Einwirkung einer Zugfeder 16 stehen, welche die Backen fest gegen die
Elektrode 9 zu legen sucht. Der Halterkopf i ist um die Achse 17 verschwenkbar an
dem Ständer 18 befestigt. ig ist ein an dem Halterkopf i drehbar gelagerter Hebel,
in dessen Verschwenkweg ein gleichfalls an dem Halterkopf i befestigter Anschlag
2o ragt. 2= ist eine Steuerwelle, die über den Lenker 22 mit dem Hebel i9 und der
Klemmzange 2 gekuppelt ist. Ferner sitzen auf der Steuerwelle 21 die Nocken 23,
2q.; 25. In den Verschwenkweg des Nockens 23 ragt eine zur Verklinkung des Halterkopfes
i mit dem Ständer 18 dienende Klinke 26. In dem; Verschwenkweg des Nockens -2q.
liegt das freie Ende des Klemmhebels io des Klemmfutters 3, in dem Verschwenkweg
des Nockens 25 das freie Ende des einen' Zangenschenkels der Stromzuführüngszange
q..
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Die Einrichtung wirkt auf folgende Weise: Sobald auf das freie Ende
des Hebels i9 im Sinne des eingezeichneten Pfeiles 27 . ein Druck ausgeübt wird,
wird der Lenker 22 in Richtung des Pfeiles 28 und damit die Welle 21 im Sinne
des
Pfeiles- 29 verdreht.. Die Klemmbacken der Klemmzange 2 werden dadurch gelüftet;
und ebenso hebt der Nocken 24 den Klemmhebel 9 und der Nocken 25 den einen Schenkel
der Zange q. von der Elektrode ab. Gleichzeitig legt sich der Nocken 23 gegen den
Nocken 26; so daß bei der Fortsetzung der Bewegung auch die Verklinkung zwischen
dem Halterkopf i und dem Ständer 18 aufgehoben wird. Sobald .sich nun der Hebel
i9 gegen den Anschlag 2o legt, ist zwischen dem Teil i9 und dem Teil i eine kraftschlüssige
Verbindung hergestellt, so daß sich nunmehr der ganze Halterkopf z um die Achse
17 dreht und sich vom Ständer 18 abhebt.
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Diese Verschwenkung erfährt durch die Getriebeverbindung zum Regelwerk
keine Behinderung, weil sich die Teleskopwelle 7 entsprechend verlängern und durch.
ihre Kardangelenke verschieben und das Kegelpaar 14 sich entkuppeln kann. Wird der
Hebel i' wieder freigegeben, so kehren alle Teile in die dargestellte Lage zurück.
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Selbstverständlich können Einzelheiten' der Anordnung abgeändert werden.
So können beispielsweise die dargestellten Vorschub-, Dreh-und Stromzuführungsorgane
durch andere an sich bekannte Organe ersetzt werden. Ferner kann man auf die Steuerwelle
21 verzichten, wenn man, wie bereits erwähnt,. die zu lüftenden Organe über Reib-,
Zahn- und/oder Hebelgetriebe mit dem Teil 18 oder der Achse 17 verbindet.