DE69801700T2 - Magnetisches Aufzeichnungsmedium - Google Patents

Magnetisches Aufzeichnungsmedium

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Description

    ERFINDUNGSGEBIET
  • Vorliegende Erfindung betrifft ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, wie z. B. ein Magnetband, das eine Magnetschicht, die auf einer Oberflächenseite eines unmagnetischen Trägers vorgesehen ist, und eine auf dessen Rückseite vorgesehene Rückenüberzugsschicht aufweist, insbesondere ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, in dem eine Rückenüberzugsschicht aus einem kompoundierten Produkt spezieller Zusammensetzung und durch spezielle Knetbehandlung der Zusammensetzung erhalten wird.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Bislang wurden verschiedene magnetische Aufzeichnungsmedien vorgeschlagen, bei denen die Zusammensetzung der Rückenüberzugsschichten speziell ausgebildet ist.
  • Beispielsweise sind "ein magnetisches Aufzeichnungsmedium", umfassend eine auf einer Seite eines unmagnetischen Trägers gebildete magnetische Aufzeichnungsschicht und eine auf der anderen Seite desselben gebildete Rückenüberzugsschicht umfasst, in dem die Rückenüberzugsschicht 40 bis 180 Gewichtsteile Ruß pro 100 Gewichtsteile Kunstharzbindemittel enthält, wobei der Ruß eine Ölabsorption von 50 cm³/100 bis 70 cm³/100 g und einen pH-Wert von 6,0 bis 12 aufweist" (ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 4-44626)"; ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, umfassend eine auf einer Oberflächenseite eines unmagnetischen Trägers vorgesehene magnetische Aufzeichnungsschicht und eine auf dessen Rückseite vorgesehene Rückenüberzugsschicht, in dem die Rückenüberzugsschicht feinteiligen Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von 0,01 um bis 0,035 um, grobteiliger Ruß mit einem mittleren Teilchendurehmesser von 0,08 um bis 0,5 um, und mindestens eine Pulverart umfasst, ausgewählt aus einem Graphitteilchenpulver und einem Tetrafluorethylenharzpulver" (ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 64-50230 NF); "ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, umfassend eine auf einer Oberflächenseite eines unmagnetischen Trägers gebildete Magnetschicht und eine auf dessen Rückseite gebildete Rückenüberzugsschicht, in dem die Rückenüberzugsschicht feinteiligen Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von 0,01 um bis 0,035 um und graphitisierten Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von 0,1 um bis 0,5 um enthält" (ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 1-134717;) "ein magnetisches Aufzeichnungsmedium mit einer Magnetschicht auf einer Seite eines unmagnetischen Trägers und eine Rückenüberzugsschicht auf dessen anderen Seite, wobei die Rückenüberzugsschicht eine Dicke von 2 um oder mehr aufweist, und Ruß, ein Bindemittel und wahlweise ein organisches Pulver enthält, bei dem die Rückenüberzugsschicht mindestens zwei Arten von feinteiligem Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von 10 um bis 30 um und einen grobteiligen Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von 150 um bis 500 um aufweist, und das Gewichtsverhältnis (P/B) der Summe (P) von feinteiligem Ruß, grobteiligem Ruß und dem anorganischen Pulver zum Bindemittel (B) im Bereich von 1/0,5 bis 1/3,5 liegt" (geprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 4.81256); sowie "ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, umfassend eine auf einem unmagnetischen Träger vorgesehene Magnetschicht, wobei die Magnetschicht ein Bindemittel und ein ferromagnetisches Pulver sowie hierin dispergierten Ruß umfasst, in dem das Bindemittel ein Copolymer mit aminmodifizierten Vinyleinheiten und Vinyleinheiten, welche saure funktionelle Gruppen enthalten, enthält, und der Ruß eine spezifische Oberfläche von 90 m²/g bis 330 m²/g sowie eine DBP-Ölabsorption von 45 ml/100 g bis 120 ml/100 g aufweist (ungeprüfte Japanische Patentveröffenltichung Nr. 7- 153055).
  • Jedoch haben die herkömmlichen magnetischen Aufzeichnungsmedien verschiedene Nachteile. Beispielsweise offenbart die ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 4-44624, dass die Rückenüberzugsschicht des hierin beschriebenen magnetischen Aufzeichnungsmediums hinsichtlich der Laufstabilität gut ist und den Signalausfall vermindert. Jedoch kann Ruß mit einer Ölsabsorption von 50 cm³/g bis 70 cm³/100 g gesamtheitlich nicht ausreichend dispergiert werden, wenn es in einem Verhältnis P/B von 2,5/1 oder mehr dispergiert wird, d. h., einem beträchtlich höheren Verhältnis P/B als das schließlich erwünschte Verhältnis.
  • Die ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 64-50230 beschreibt, dass die Rückenüberzugsschicht des hierin beschriebenen magnetischen Aufzeichnungsmediums eine ausreichende Oberflächenglätte und gegenüber Führungsstiften sowohl aus Metall als auch Kunststoff einen niederen Reibungskoeffizienten aufweist. Jedoch ist innerhalb dieses Bereichs des Gewichtsverhältnisses von feinteiligem Ruß/grobteiligem Ruß das Gewichtsverhältnis von grobteiligem Ruß zu hoch, so dass grobe Vorsprünge auf der Rückenüberzugsschicht ansteigen und eine Übertragung auf die Magnetschicht verursachen, was zur Verringerung des Verhältnisses S/N führt.
  • Ferner beschreibt die ungeprüfte Japanische Patentanmeldung Nr. 1- 134717, dass die Rückenüberzugsschicht des hierin beschriebenen magnetischen Aufzeichnungsmediums eine befriedigende Oberflächenglattheit und gegenüber beiden, aus Metall und Kunststoff bestehenden Führungsstiften einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist. Jedoch ist innerhalb dieses Bereichs des Gewichtsverhältnisses von feinteiligem Ruß/grobteiligem graphitisierten Ruß das Gewichtsverhältnis von grobteiligem graphitisiertem Ruß zu hoch, so dass grobe Vorsprünge auf der Rückenüberzugsschicht ansteigen, und für die Magnetschicht ein Offset verursachen, was zur Herabsetzung des Verhältnisses S/N führt.
  • Bezüglich der Rückenüberzugsschicht des in der geprüften Japanischen Patentveröffentlichung Nr. 4-81256 beschriebenen magnetischen Aufzeichnungsmediums ist ein Verfahren zur wirksamen Herstellung einer Farbe nicht in Einzelheiten beschrieben, und die in den Beispielen beschriebenen Bindemittel gewährleisten keine ausreichenden S/N-Eigenschaften und eine ausreichende Betriebsdauer, welche jetzt für ein Aufzeichnen mit hoher Dichte erforderlich sind.
  • Ferner beschreibt die ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung Nr. 7- 1153055, dass das hierin beschriebene magnetische Aufzeichnungsmedium eine Magnetschicht besitzt, in der Ruß mit einer spezifischen Oberfläche von 90 m²/g bis 330 m²/g und eine DBP-Ölabsorption von 45 ml/100 g bis 12 ml/100 g und ein ferromagnetisches Pulver in dem Bindemittel dispergiert sind, das aminmodifizierte Vinyleinheiten und Vinyleinheiten, die mit sauren funktionellen Gruppen modifiziert sind, aufweist, weshalb es eine hervorragende antistatische Wirkung und hervorragende elektromagnetische Eigenschaften aufweist. Jedoch unterscheidet sich das Herstellungsverfahren für die Farbe von demjenigen der vorliegenden Erfindung.
  • Obgleich die Herstellung von Rückenüberzugsfarben in der Regel mittels Dispergiervorrichtungen vom Typ der Bewegung des Mediums, wie z. B. Kugelmühlen, Sandreibmühlen und Schleifmühlen, durchgeführt wird, kann keine gleichmäßige Dispersion innerhalb einer kurzen Zeit erreicht werden, was zu einer schlechten Produktionswirksamkeit führt. Eine wirksame Herstellung wird nur möglich, wenn die Komponenten der Zusammensetzung mit Druckknetern geknetet und sodann in Sandreibmühlen dispergiert werden. In diesem Fall wird jedoch das Absenken (letdown (LD)) durchgeführt, um die optimale Dispergierungsviskosität zum Dispergieren in der Sandreibmühle und das Gewichtsverhältnis des Pigments (Ruß) zum Bindemittel (im folgenden als "P/B" abgekürzt) in die optimale Beschichtungsviskosität und das Endverhältnis PfB zum Beschichten überzuführen. Jedoch besteht in diesem Fall eine Anfälligkeit für das Auftreten des LD-Schocks. Trotz ausreichender Dispersion in der Dispersionsstufe unter großer Anstrengung sind die Oberflächeneigenschaften der Rückenüberzugsschicht oft durch eine Verringerung des Glanzes und eine durch den LD-Schock bewirkte Erzeugung von Aggregaten verschlechtert. Demgemäß wird nicht gesagt, dass die Stabilität der Farbe ausreichend ist. Die Rückenüberzugsschicht mit schlechten Oberflächeneigenschaften verursacht ein Offset von der Rückenüberzugsschicht zur Magnetschicht, was zu einer Verringerung des Verhältnisses S-N führt.
  • Andererseits erhöht das Glätten einer Oberfläche der Rückenüberzugsschicht das Drehmoment gegenüber den Bandführungen, die in eine VHS-Kassette eingearbeitet sind, wenn das Medium zu laufen beginnt, was die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Störungen, wie z. B. eine schlechte Rückspulung, erhöht.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Infolgedessen ist ein Ziel vorliegender Erfindung, ein magnetisches Aufzeichnungsmedium, das hinsichtlich der Herstellungswirksamkeit bei der Bildung einer Farbe gut ist, der Farbstabilität gut ist und hinsichtlich der Reibungseigenschaften gegenüber Führungen in VHS-Kassetten befriedigend ist. Als Ergebnis von eingehenden Untersuchungen, die zuvor genannten Probleme zu lösen, entdeckten vorliegende Erfinder, dass die zuvor genannten Probleme gelöst werden können, indem man eine kompoundierte Zusammensetzung mit einem Gehalt an einem speziellen Harzbindemittel und einer speziellen Menge an Ruß unter speziellen Bedingungen knetet, womit vorliegende Erfindung abgeschlossen wird.
  • D. h., vorliegende Erfindung stellt zur Verfügung:
  • (1) ein magnetisches Aufzeichnungsmedium mit einer auf einer Oberflächenseite eines unmagnetischen Trägers gebildeten Magnetschicht und einer auf der Rückseite desselben gebildeten Rückenüberzugsschicht, in welchem diese Rückenüberzugsschicht eine kompoundierte Zusammensetzung ist, die 50-120 Gewichtsteile Ruß (P) per 100 Gewichtsteile eines Bindemittelharzes und (B) (P/B) = 0,5/1 bis 1,2/1 umfasst, wobei der Ruß (P) eine mittlere Teilchengröße von 18 nm bis 25 nm und eine DBP-Ölabsorption von 90 cm³/100 g bis 125 cm/100 g hat, 0,3 Gewichtsteile bis 2,5 Gewichtsteile eines grobkörnigen Rußes oder Graphitkohlenstoffs mit einer mittleren Teilchengröße von 150 nm bis 500 nm pro 100 Gewichtsteile des Rußes, und ein Vinylchloridpolymer als Bindemittelharz umfasst, wobei das Copolymer mindestens sowohl aminmodifizierte Vinyleinheiten als auch saure funktionelle Gruppen enthaltende Vinyleinheiten enthält, die Rückenüberzugsschicht durch ein Verfahren hergestellt wurde, das eine erste Stufe des Knetens einer den Ruß (P) und das Bindemittelharz (B) in einem Lösungsmittel umfassenden Zusammensetzung, um zu entsprechen, dass die Konzentration der nichtflüchtigen Komponenten 45 bis 60 Gew.-%, und das Verhältnis PIB 1,5/1 bis 3,5/1 beträgt, und eine zweite Stufe der Zugabe einer Lösungsmittellösung dieses Harzes, um das Verhältnis P/B auf 0,5/1 bis 1,2/1 zu verändern, sowie das Dispergieren umfasst;
  • (2) das in (1) beschriebene magnetische Aufzeichnungsmedium, bei dem der Gehalt an den aminmodifizierten Vinyleinheiten im Vinylchloridcopolymeren 0,03 Gew.-% bis 2,3 Gew.-% beträgt; und
  • (3) das in (1) beschriebene magnetische Aufzeichnungsmedium, bei dem der Gehalt der saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten im Vinylchloridcopolymeren 0,05 Gew.-% bis 1,8 Gew.-% beträgt.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Der in der Rückenüberzugsschicht gemäß vorliegender Erfindung verwendete Ruß (P) hat eine mittlere Teilchengröße von 18 nm bis 25 nm und eine DBP-Ölabsorption von 90 em³/100 g bis 125 cm/100 g und ist in einer Menge von 50 Gewichtsteilen bis 120 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Harzbindemittels (B) enthalten. (P/B( = 0,5/1 bis 1,2/1). Bei vorliegender Erfindung ist ferner grobkörniger Graphitkohlenstoff mit einer mittleren Teilchengröße von 150 nm bis 500 nm in einer Menge von 0,3 bis 2,5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteiledes Rußes vorhanden.
  • Feinteiliger Ruß mit einer mittleren Teilchengröße von weniger als 18 nm erhöht nicht die Dispergierbarkeit (den Glanz), während ein Überschreiten von 25 nm die Oberflächenglattheit verschlechtert und das Verhältnis S/N der Magnetschicht verringert.
  • Die DBP-Ölabsorption des feinteiligen Rußes ist 90 cm³/100 g bis 125 cm³/100 g. Wenn die DßP-Ölabsorption weniger als 90 cm³/140 g beträgt, wird es schwierig, in der Knetstufe gebildete Aggregate zu brechen, so dass die Dispersionsstufe bei einem hohen Verhältnis P/B durchgeführt werden muss, um Dispersion zu erreichen. Jedoch werden in der Verdünnungsstufe das Verhältnis P/B und die Konzentration der nicht-flüchtigen Komponenten (bei vorliegender Erfindung wird das Verhältnis des Gesamtgewichts der kompoundierten Zusammensetzung zum Gesamtgewicht der kompoundierten Formulierung, in der das Gewicht eines Lösungsmittels dem Gesamtgewicht der kompoundierten Zusammensetzung hinzugefügt wird, als die Konzentration an nicht-flüchtigen Komponenten genommen, welche im folgenden als "NV" abgekürzt sind, verringert, was einen großen Unterschied vom Endverhältnis P/B bewirkt. Infolgedessen besteht Anfälligkeit für das Auftreten eines LD-Schocks bei der Viskositätseinstellung (Absenkung, DL).
  • Ein Überschreiten von 125 cm³/100 g führt zur Schwierigkeit des Bewirkens des LD-Schocks, jedoch ist der Glanz schwerlich zu verbessern, und die Oberflächenrauheit neigt auch dazu, sich zu verschlechtern.
  • Wenn der Gehalt an feinteiligem Ruß weniger als 50 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Bindemittel beträgt, steigt das Verhältnis des Bindemittels an, um ein Anstieg des Reibungskoeffizienten zu bewirken, was zum Blockieren mit der Magnetschicht führt. Andererseits sinkt das Verhältnis des Bindemittels ab, wenn der Gehalt 120 Gewichtsteile überschreitet und macht die Rückenüberzugsschicht brüchig und verschlechtert die Beständigkeit gegenüber einem Abschälen.
  • Infolgedessen ist es geeignet, dass der Gehalt an Ruß im Bereich von 50 Gewichtsteilen bis 120 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Bindemittelgewichts liegt, oder das Verhältnis P/B im Bereich von 0,5/1 bis 1,2/1 liegt.
  • Die Rückenüberzugsfarbe wird über die Dispersionsstufe und sodann die Stufe der Viskositätseinstellung (Absenkung) hergestellt, Um die Dispergierbarkeit von Ruß zu erhöhen, muss die Einstellung in der Dispersionsstufe so vorgenommen werden, dass sich die Viskosität und das optimale Verhältnis P/B zur Dispersion ergeben. In der nachfolgenden Stufe der Viskositätseinstellung wird die Absenkung (LD) durch Zugabe eines Lösungsmittels und eines Kunstharzes so ausgeführt, dass sich die für die Beschichtung geeignete Viskosität ergibt. In der Dispergierungsstufe werden die Viskosität und das Verhältnis P/B der Farbe vorzugsweise höher als diejenigen der Endfarbe festgelegt, weil eine wirksame Dispersion vollzogen wird.
  • Jedoch ist der große Unterschied zwischen dem Verhältnis P/B in der Dispersionsstufe und dem Endverhältnis P/B dafür anfällig, dass er zum LD-Schock in der Absenkungsstufe führt. Trotz einer ausreichenden Dispersion in der Dispersionsstufe mit großer Anstrenung, sind die Oberflächeneigenschaften der Rückenüberzugsschicht durch eine Verminderung des Glanzes und Erzeugung von Aggregaten nach der LD verschlechtert.
  • Demgemäß wird als Ruß, der zu einer guten Oberflächenglätte und weniger LD-Stoß führt und die Absenkung zum Endverhältnis P/B unter Aufrechterhaltung des gleichförmig dispergierten Zustands in der Dispersionsstufe durchmachen kann, Ruß mit einem mittleren Teilchengröße von 18 nm bis 25 nm und einer DBP- Ölabsorption von 90 cm³/100 g bis 125 cm³/100 g vorzugsweise verwendet.
  • Ein derartiger Ruß umfasst Ruß-Nr. 990 B, Nr. 650 B und Nr. 40 P, hergestellt von Mitsubishi Chemical Corp.
  • Es ist erforderlich, dass die Oberfläche der Rückenüberzugsschicht - in Anbetracht der Versetzung (offset) in Richtung der Magnetschicht - glatt ist. Andererseits erhöht das Glätten das Drehmoment gegenüber den in eine VHS- Kassette eingearbeiten Bandführungen, wenn das Medium zu laufen beginnt, was das Auftreten von Störungen, wie z. B. ein schlechtes Rückspulen, bewirkt.
  • Infolgedessen wird zur zuvor genannten Rußfarbe grobkörniger Graphitkohlenstoff mit einer mittleren Teilchengrüße von 150 nm bis 500 nm in einer Menge von 0,3 Gewichtsteilen bis 2,5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des feinteiligen Rußes zugesetzt, wobei hierdurch ein magnetisches Aufzeichnungsmedium erhalten wird, das sowohl hinsichtlich der S/N- Eigenschaften als auch der Reibungseigenschaften gegenüber Bandführungen befriedigend ist.
  • Der grobkörnige Graphitkohlenstoff mit einer Teilchengröße von weniger als 150 nm erhöht den Reibungskoeffizienten gegenüber den aus Metall oder Kunststoff hergestellten Führungen, während ein Überschreiten von 500 nm eine Verschlechterung der S/N-Eigenschaften aufgrund der Versetzung in Richtung der Magnetschicht infolge grober Vorsprünge verursacht.
  • Der grobkörnige Graphitkohlenstoff wird in einer Menge von 0,3 Gewichtsteilen bis 2,5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des feinteiligen Rußes zugegeben. Wenn er in einer Menge von weniger als 0,3 Gewichtsteilen zugegeben wird, wird keine Wirkung der Verringerung der Reibung an den aus Metall oder Plastik hergestellten Führungen beobachtet. Anderseits führt ein Überschreiten von 2,5 Gewichtsteilen zu einer Erniedrigung des Verhältnisses S/N infolge der Versetzung.
  • Infolgedessen wird es bevorzugt, dass die Teilchengröße des grobkörnigen, der Rückenüberzugsschicht zugegebenen Graphitkohlenstoffs 150 nm bis 500 nm ist, und dessen Menge 0,3 Gewichtsteile bis 2,5 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile des feinteiligen Rußes beträgt.
  • Ein derartiger grobkörniger Graphitkohlenstoff umfasst Graphitkohlenstoff wie ein solcher der Nr. 4100 B, hergestellt von Mitsubishi Chemical Corp..
  • In jüngeren Jahren wurden zwei Arten von Materialanforderungen für Bandführungen, mit Chrom oder dergl. platierte Metallführungen und aus Polyacetal oder dergl. gebildete Kunststoffführungen, angewandt. Graphitkohlenstoff wird mehr bevorzugt, um ein geringes Drehmoment gegenüber den Führungen dieser beiden Arten zu verwirklichen.
  • Obgleich die Rückenüberzugsfarben in der Regel mittels Dispersionsvorrichtungen von dem Typ, bei der das Medium bewegt wird, hergestellt werden, wie z. B. mit Kugelmühlen, Sandreibmühlen und Schleifmühlen ohne Kneten kann jedoch in einer kurzen Zeit keine gleichmäßige Dispersion erreicht werden, was zu einer schlechten Produktionswirksamkeit führt. Als Vorbehandlung zur Verbesserung einer derartigen Behandlung mit Dispergiervorrichtungen, bei denen das Medium bewegt wird, (Produktionseffektivität) werden die Komponenten der Zusammensetzung mittels Druckknetern geknetet, gefolgt von deren Dispersion in Sandreibemühlen, wodurch eine wirksame Herstellung möglich wird.
  • Ein solches Kneten wird bei einem Verhältnis P/B im Bereich von 1,5/1 bis 3,5/1 und einer Konzentration von nicht-flüchtigen Verbindungen (NV) im Bereich von 45-60 Gew.-% erreicht. Wenn die Mengen an Bindemittel und Lösungsmittel zu groß sind, bezogen auf Ruß, (der Fall, bei dem das Verhältnis P/B und/oder von NV nieder ist), wird eine tonähnliche hoch viskose Farbe beim Kneten weich. Infolgedessen wird keine Scherung beim Kneten entwickelt, so dass der Glanz nicht verbessert wird. Wenn die Menge an Bindemittel und Lösungsmittel zu klein, bezogen auf Ruß, sind (der Fall, bei dem das Verhältnis P/B und/oder NV hoch sind), wird die tonähnliche hoch viskose Farbe beim Kneten zu hart, um ein ausreichendes Kneten durchzuführen, was zu keiner Verbesserung des Glanzes führt. In beiden Fällen kann das Bindemittel nicht mit dem Ruß außerhalb der zuvor genannten Bereiche ausreichend verträglich werden. Infolgedessen erfordert es eine lange Zeit, den erforderlichen Glanz (Dispersionsgrad) in der Dispergiervorrichtung zu erhalten, oder auch ein verlängertes Dispergieren ergibt eine schlechte Dispersion, die zu einer Verringerung des Verhältnisses S/N führt.
  • Obgleich ein derartiges Kneten in Druckknetern, offenen Knetern, kontinuierlichen Knetern, Extrudern oder Doppelwalzenmühlen durchgeführt werden kann, werden vorzugsweise Kneter benutzt, welche nach dem Kneten eine leichte Verdünnung ermöglichen und die geschlossene Struktur besitzen, bei der das Auftreten von Veränderungen in der Lösungsmittelzusammensetzung schwierig ist.
  • Die nachfolgende Dispersion wird durchgeführt, nachdem das Verhältnis P/B und NV der gekneteten Produkte in Knetern oder Behältern so eingestellt wird, dass die Dispersion des gekneteten Produkts in Dispergiervorrichtungen möglich wird. Das Verhältnis P/B und NV, die zur Dispersion geeignet sind, werden wie folgt eingestellt: Die Verhältnisse P/B wird so hoch wie möglich eingestellt, wodurch die Dispersionseffizienz verbessert wird. Insbesondere beträgt es vorzugsweise 0,8/1 bis 3,5/1. NV ist vorzugsweise 5 bis 35 Gew.-%, obgleich der Optimalwert je nach der Zusammensetzung der Farbe und der Art der benutzten Dispergiervorrichtung schwankt. Ein NV-Wert von 15 bis 30% wird besonders bevorzugt, und zwar aufgrund der höchsten Effizienz.
  • Die für eine derartige Dispersion benutzten Dispergiervorrichtungen können beliebig sein, so lange sie Dispergiervorrichtungen von der Art des bewegten Mediums sind, wie z. B. Sandreibmühlen, Kugelmühlen und Schleifmühlen. Jedoch werden Sandreibmühlen bevorzugt, welche eine kontinuierliche Produktion ermöglichen. In solchen Dispergiervorrichtungen benutzte dispergierende Medien umfassen eine Vielzahl von Glasperlen, Keramikperlen und Metallperlen. Jedoch werden Glasperlen aus der kein Soda enthaltenden Glasart bevorzugt, weil die Farbe leicht verunreinigt wird, und Zirkondioxidperlen werden am meisten bevorzugt, weil die Verunreinigung weiter vermindert wird.
  • Bei vorliegender Erfindung können als Verstärkungsmaterialien Pulver aus unmagnetischen anorganischen Verbindungen oder Gleitmittel den Rückenüberzugsschichten erforderlichenfalls, zusätzlich zu zuvor genannten Komponenten, zugegeben werden.
  • Als die zuvor genannten Pulver aus einer anorganischen Verbindung können Pulver einer beliebigen der zahlreichen unmagnetischen Verbindungen verwendet werden, welche bislang in Rückenüberzugsschichten von magnetischen Aufzeichnungsmedien eingemischt wurden. Beispiele hierfür umfassen Al&sub2;O&sub3;, Cr&sub2;O&sub3;, TiO&sub2;, α-Fe&sub2;O&sub3;, BaSO&sub4;, CaCO&sub3;, BaCO&sub3;, MgCO&sub3; und SiC. CaCO&sub3; und/oder α-Fe&sub2;O&sub3; sind besonders wirksam, und diejenigen mit einer mittleren Teilchengröße von etwa 0,05 um bis etwa 0,5 um werden ferner bevorzugt. Es ist auch möglich, zwei oder mehrere Arten derselben zu verwenden. Ferner werden diese Pulver aus einer anorganischen Verbindung vorzugsweise in einer Menge von 0,3 Gew.-% bis etwa 20 Gew.-%, bezogen auf den feinteiligen Ruß, zugegeben.
  • Als die zuvor genannten Gleit- bzw. Schmiermittel kann eine beliebige der höheren Fettsäuren, Fettsäureester und Silikonöle benutzt werden, welche bislang in Rückenüberzugsschichten von magnetischen Aufzeichnungsmedien verwendet wurden. Zusätzlich können erforderlichenfalls Dispergiermittel wie oberflächenaktive Stoffe oder andere verschiedene bekannte Additive verwendet werden. Die bei vorliegender Erfindung verwendeten Bindemittel sind Vinylchlorid-Copolymere mit einem Gehalt an aminmodifizierten Vnyleinheiten als auch saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten im gleichen Molekül, wodurch sie fähig sind, die Rückenüberzugsfarben, welche hervorragende Dispergierbarkeit und Farbstabilität aufweisen, zu bilden. So kann den Rückenüberzugsschichten die Oberflächenglattheit verliehen werden, um hervorragende elektromagnetische Eigenschaften zur Verfügung zu stellen.
  • Die Menge der in dem zuvor erwähnten Vinylchlorid-Copolymeren, das in dem Bindemittel gemäß vorliegender Erfindung enthalten ist, enthaltenen aminmodifizierten Vinyleinheiten beträgt vorzugsweise 0,03 Gew.-% bis 2,3 Gew.-%, bevorzugter 0,05 Gew.-% bis 2,0 Gew.-%, am meisten bevorzugt 0,5 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%. Wenn der Gehalt an den aminmodifizierten Vinyleinheiten zu hoch ist, besteht die Neigung, dass sich die Stabilisierung der Farbe verschlechtert.
  • Andererseits ist die Dispergierbarkeit des Rußes für eine Verschlechterung anfällig, wenn deren Gehalt zu gering ist. Die enthaltene Menge an den saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten beträgt vorzugsweise 0,05 Gew.-% bis 1,8 Gew.-%, bevorzugter 0,1 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, und am meisten bevorzugt 0,5 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%. Wenn der Gehalt an den saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten zu hoch ist, neigen die thixotropen Eigenschaften der Rückenüberzugsfarbe dazu, anzusteigen, und die Oberflächenglattheit der beschichteten Rückenüberzugsschicht neigt dazu, sich zu verschlechtern.
  • Andererseits ist die Stabilität der Rückenüberzugsfarbe für die Bildung von Aggregaten anfällig, wenn deren Gehalt zu gering ist, welche die Oberflächeneigenschaften der Rückenüberzugsschicht verschlechtern.
  • Die bei vorliegender Erfindung benutzten, im Vinylchlorid-Copolymeren enthaltenen aminmodifizierten Vnyleinheiten enthalten Aminogruppen. Die Aminogruppen können entweder unsubstituierte oder substituierte Aminogruppen sein. Beispielsweise können die Aminogruppen durch Behandlung des Vinylchlorid- Copolymeren mit einem Gehalt an den saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten mit einer weiter unten beschriebenen Aminverbindung eingeführt werden. Die aminmodifizierten Vinyleinheiten können auch verschiedene funktionelle Gruppen enthalten, wie z. B. funktionelle Gruppen, die in folgenden saure funktionelle Gruppen enthaltenden Einheiten enthalten sind.
  • Die funktionellen Gruppen, welche in den, saure funktionelle Gruppen enthaltenden Vinyleinheiten enthalten sind, umfassen Carboxyl-, Sulfonsäure-, Schwefelsäure-, Phosphorsäure- und Phosphonsäuregruppen; sie sind Vinyleinheiten mit einem Gehalt an mindestens einer dieser funktionellen Gruppen. Diese Vinylgruppen können beliebig sein, so lange sie die zuvor genannten funktionellen Gruppen aufweisen. Beispiele für die Carboxylgruppen-haltigen Vinyleinheiten umfassen Maleinsäure, Fumarsäure, Acrylsäure und Methacrylsäure. Beispiele für die Sulfonsäuregruppen enthaltenden Einheiten umfassen Natriumstyrolsulfonat, Natriumvinylsulfonat, Natriummethacrylsulfonat und Sulfoethylacrylat. Von diesen werden Maleinsäure und Fumarsäure, die Carboxylgruppen aufweisen, Sulfoethylacrylat und Natriummethacrylsulfonat, die Sulfonsäuregruppen aufweisen, sowie 2-saures-Phosphoxyethylmethacrylat, das eine Phosphorsäuregruppe aufweist, besonders bevorzugt.
  • Die in dem erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmedium benutzten, in den Bindemitteln enthaltenen Copolymeren, welche Vinylchlorid- Copolymere mit einem Gehalt an den zuvor genannten aminmodifizierten Vinyleinheiten und sauren, mit funktionellen Gruppen modifizierten Vinyleinheiten sind, enthalten Vinylchlorid, Alkylcarbonsäurevinylester und wahlweise Vinylalkohole.
  • Von diesen konstituierenden Einheiten wird als Alkylcarbonsäurevinylester unter dem Gesichtspunkt der Ausgangsmaterialkosten Vinylacetat bevorzugt verwendet. Jedoch können auch Vinylpropionat oder Vinylversatat benutzt werden. Ferner wird Vinylalkohol durch Verseifen der Alkylcarbonsäurereste der zuvor genannten Alkylcarbonsäurevinylester erhalten. Der Gehalt an dem Alkylcarbonsäurevinylester beträgt 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1,0 Gew.-% bis 5,0 Gew.-%. Der Gehalt an Vinylalkohol als eine Komponente, welche erforderlichenfalls enthalten sein kann, beträgt 0 Gew.-% bis 8,0 Gew.-%, bevorzugter 3,0 bis 6,0 Gew.-%. Es wird bevorzugt, dass der Rest unter Ausschluss derselben im wesentlichen Vinylchlorid ist. Wenn der Gehalt an dem Alkylcarbonsäurevinylester zu hoch ist, besteht die Neigung, dass die Affinität für Ruß sich in der Rückenüberzugsfarbe verschlechtert, was zu einer Verschlechterung der Dispergierbarkeit führt. Andererseits neigt, wenn der Gehalt an demselben zu gering ist, die Löslichkeit des Kunstharzes zu einer Verschlechterung. Wenn der Gehalt an dem gegebenenfalls zugegebenen Vinylalkohol zu hoch ist, wird das Verseifungsverhältnis hoch, was eine Verringerung der Wärmestabilität des Copolymeren und eine Verschlechterung der Lagerungsstabilität verursacht.
  • Der mittlere Polymerisationsgrad des Copolymeren ist vorzugsweise 200 bis 800, bevorzugter 300 bis 500. Wenn der mittlere Polymerisationsgrad zu hoch ist, neigen die Löslichkeit und Dispergierbarkeit des Copolymeren dazu, sich zu verschlechtern. Andererseits, wenn er zu gering ist, ist die Festigkeit der Rückenüberzugsschicht für eine Erniedrigung anfällig, was die Entwicklung von Spänen (shavings) auf der Rückenüberzugsschicht verursacht und zu einem Anstieg der Bandaussetzung (Dropout) führt.
  • Ein derartiges Copolymer kann ferner etwa 0,5 Gew.-% oder weniger eines anderen monomeren Bestandteils wie Allylglycidylether oder 2-Hydroxymethylmethacrylat enthalten.
  • Die bei vorliegender Erfindung verwendeten Copolymeren können nach einem beliebigen Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise werden Vinylchlorid, ein Alkylcarbonsäurevinylester und ferner ein Monomer wie Maleinsäure oder Fumarsäure, welches eine funktionelle Gruppe, die in der zuvor gezeigten, eine saure funktionelle Gruppe enthaltenden Vinyleinheit enthalten ist, enthält, durch Suspensionspolymerisation, Emulsionspolymerisation, Lösungspolymerisation oder Polymerisation in Masse copolymerisiert. Das auf diese Weise erhaltene Zwischenprodukt-Copolymer wird in Anwesenheit von Alkali wie z. B. KOH oder NaOH oder einer Säure wie Salzsäure oder Schwefelsäure als Katalysator zusammen mit einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise einem Alkohol, verseift. Sodann wird eine später beschriebene Aminverbindung zugegeben, wonach bei einer geeigneten Temperatur während eines speziellen Zeitraums gerührt wird, bis der gewünschte Verseifungsgrad erreicht ist, wodurch man das erwünschte Copolymer erhält. Das so erhaltene Copolymer umfasst Vinylalkohol. Ferner kann ein von Vinylalkohol freies Copolymer erhalten werden, indem man ein geeignetes Lösungsmittel wie einen Alkohol und eine weiter unten beschriebene Aminverbindung zu dem Zwischenprodukt-Copolymer zugibt und die Umsetzung bei einer zweckmäßigen Temperatur vornimmt.
  • Aminverbindungen, welche für die zuvor genannte Aminmodifizierung verwendet werden, umfassen primäre Amine, sekundäre Amine oder tertiäre Amine, wie z. B. aliphatische Amine, alicylische Amine, aromatische Amine, Alkanolamine oder Alkoxyalkylamine. Spezielle Beispiele hierfür umfassen Methylamin, Ethylamin, Propylamin, Butylamin, Cyclohexylamin, Ethanolamin, Naphthylamin, Anilin, o-Toluidin, Diethylamin, Dioctylamin, Diisobutylamin, Diethanolamin, Methylethanolamin, Dimethylethanolamin, Dibutylethanolamin, Methyldiethanolamin, 2-Methoxyethylamin, N-Methylanilin, Trimethylamin, Triethylamin, Trüsobutylamin, Tridecylamin, N-Methylbutylamin, N-Methyldiphenylamin, Hexamethylentetramin, Triethanolamin, Tributylamin, Dimethylpropylamin, Pyridin, α-Picolin, β-Picolin, γ-Picolin, 2,4-Lutidin, Chinolin, Morpholin, Natriumtaurinat, Kalliumsulfanilat, Cetylaminsulfonsäure, Diaminpropan und Hexamethylendiamin.
  • Die Zugabe derartiger Copolymerer zu den Bindemitteln kann die Rückenüberzugsfarben mit einer hervorragenden Dispergierbarkeit und Farbstabilität versehen. Auch wenn Gemische von Copolymeren mit aminmodifizierten Vinyleinheiten und Copolymeren mit saure funktionelle Gruppen enthaltenden Einheiten anstelle der zuvor erwähnten Copolymeren benutzt werden, kann keine Wirkung erhalten werden, die derjenigen der bei vorliegender Erfindung verwendeten Copolymeren mit einem Gehalt an aminmodifizierten Vinyleinheiten und saure funktionelle Gruppen enthaltenden Einheiten gleichwertig ist.
  • Das bei vorliegender Erfindung benutzte Bindemittel enthält das zuvor genannte Copolymer in einer Menge von 20 Gew.-% bis 80 Gew.-% des Gesamtgewichts des Bindemittels, und es wird bevorzugt, dass erforderlichenfalls mindestens ein unterschiedliches Kunstharz in Kombination damit benutzt wird. Bevorzugte Beispiele für Kunstharze, die in Kombination verwendet werden, umfassen Polyurethanharze, welche zur Verbesserung der Dispergierbarkeit in den Schichten und physikalischen Eigenschaften, wie z. B. Späne auf den Rückenüberzugsschichten, zugegeben. Als Polyurethanharze können sämtliche in derartigen magnetischen Aufzeichnungsmedien üblicherweise benutzte Polyurethanharze verwendet werden. Jedoch werden solche mit polaren Gruppen bevorzugt verwendet, um die Dispergierbarkeit von Ruß und dergl. weiter zu verbessern. Die Verwendung von Polyurethanharzen mit keinen polaren Gruppen verringert die Dispergierbarkeit von Ruß und dergl. und verschlechtert die durch Re wiedergegebenen Oberflächeneigenschaften und dergl., womit die Magnetschichten beeinflusst werden, eine Verschlechterung der elektromagnetischen Eigenschaften zu bewirken.
  • Bevorzugte Beispiele für die polaren Gruppen umfassen Sulfonsäure- und Schwefelsäuregruppen sowie Ester oder Salze derselben, welche Schwefel enthalten, Phosphonsäure-, Phosphinsäure- und Phosphorsäuregruppen und deren Ester oder Salze derselben, welche Phosphor enthalten sowie Gruppen, welche jeweils mindestens eine Art Carboxylsäuregruppe enthalten. Von diesen werden eine Sulfonsäuregruppe (-SO&sub3;Y), eine Carbonsäuregruppe (-COOY) und eine Phosphonsäuregruppe (-PO&sub3;Y) besonders bevorzugt, wobei Y entweder Wasserstoff oder ein Alkalimetall bedeuten kann. Diese polaren Gruppen sind vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 5 Gruppen pro ein einziges Molekül des Polymeren enthalten.
  • Der Gehalt an dem Polyurethanharz beträgt vorzugsweise 20 Gew.-% bis 80 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Kunstharze. Wenn der Gehalt zu hoch ist, besteht die Anfälligkeit dafür, dass eine Blockierung auftritt, und die Laufbeständigkeit neigt dazu, sich zu verschlechtern. Andererseits neigt ein Film aus einer Rückenbeschichtungsfarbe dazu, wenn der Gehalt zu gering ist, hart und brüchig zu werden, was Späne auf der Rückenüberzugsschicht versursacht.
  • Als Vernetzungsmittel zum Härten der Bindemittel werden vorzugsweise verschiedene Polyisocyanate, insbesondere Diisocyanate, verwendet. Insbesondere wird vorzugsweise eine der Verbindungen Toluoldiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat und Methylendiisocyanat bevorzugt. Derartige Vernetzungsmittel lässt man sich mit Stickstoffatomen, Hydroxylgruppen und aktiven Wasserstoffgruppen der zuvor genannten Copolymeren und sodann mit aktiven Wasserstoffgruppen der Polyurethane und Polyester umsetzen, um sie zu vernetzen, wodurch die Rückenüberzugsschichten aushärten. Der Gehalt an dem Vernetzungsmittel beträgt vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% pro 100 Gewichtsteile des Bindemittelharzes.
  • Der verwendete Träger unterliegt keiner besonderen Begrenzung, und ein aus verschiedenen flexiblen Kunstharzen gemäß seinem Zweck ausgewähltes Material kann in einer speziellen Gestalt und Größe ausgeformt werden, je nachdem an es gestellten Anforderungen. Beispiele für die flexiblen Harze umfassen filmähnliche Materialien wie Polyester, beispielsweise Polyethylenterephthalat und Polyethylennapthalat, sowie Polyamide.
  • Die verwendeten Lösungsmittel umfassen Ketonlösungsmittel wie Methylethylketon, Methylisobutylketon und Cyclohexanon sowie aromatische Lösungsmittel wie Toluol. Sie können allein oder als Gemisch von zwei oder mehreren derselben je nach ihrem Zweck verwendet werden.
  • Bei der Bildung der Rückenüberzugsschichten werden die Farben nach bekannten Verfahren aufgebracht und getrocknet, üblicherweise gefolgt von einer Behandlung zur Oberflächenglättung, und sodann gehärtet. Die Dicke der Rückenüberzugsschichten nach dem Trocknen beträgt vorzugsweise 0,2 um bis 2,0 um.
  • Die auf der, der Rückenüberzugsschicht entgegengesetzten Seite gebildete Magnetschicht unterliegt keiner besonderen Begrenzung.
  • Beispiele für ferromagnetische Pulver umfassen Oxidpulver wie γ-Fe&sub2;O&sub3;, solche mit einem Gehalt an einer Mischung aus γ-Fe&sub2;O&sub3;, Fe&sub3;O&sub4;, solche mit einem Gehalt an einem Gemisch von Fe&sub3;O&sub4; und CrO&sub2; und feine Pulver von Fe, Co, Ni und deren Legierungen. Die sogenannten Magnetschichten vom Beschichtungstyp, in denen diese ferromagnetischen Pulver und die Bindemittel zusammen enthalten sind, und die Magnetschichten vom kontinuierlichen Dünnfilmtyp, gebildet durch Vakuumablagerung oder Zerstäubung, können beide verwendet werden. Beide Magnetschichten und Rückenüberzugsschichten können vorab auf dem unmagnetischen Trägern gebildet werden. Andererseits werden im Falle von Magnetschichten vom kontinuierlichen Dünnfilmtyp die Rückenüberzugsschichten üblicherweise nach Bildung der Magnetschichten gebildet.
  • Vorliegende Erfindung wird anhand nachfolgender Beispiele detaillierter beschrieben.
  • Herstellung von Farben für Rückenbeschichtungsschichten (Herstellung von Bindemittellösungen)
  • Vinylchlorid-Copolymer (ausgewählt aus Tabelle 3) 45 Gewichtsteile
  • Polyesterpolyurethanharz (mit einem Gehalt anSO&sub3;Na) 45 Gewichtsteile
  • Methylethylketon 100 Gewichtsteile
  • Toluol 80 Gewichtsteile
  • Cyclohexan 100 Gewichtsteile
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde mit einem Rührer 4 Stunden gerührt, um die Harze in den Lösungsmitteln aufzulösen.
  • (Knet-Misch-Behandlung - Dispergierungsbehandlung)
  • feinteiliger Ruß (aus Tabelle 1 augewählt) 100 Gewichtsteile
  • grobe Teilchen B (aus Tabelle 2 ausgewählt) 0,8 Gewichtsteile
  • α-Fe&sub2;O&sub3; (Produkt "TF-100", hergestellt von Toda Kogyo Corp.) 1 Gewichtsteil
  • Bindemittellösung 150 Gewichtsteile
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde in einen Druckkneter eingebracht und zwei Stunden geknetet. Sodann wurde folgende Zusammensetzung hinzugegeben, um die Viskosität auf einen Optimalwert für die Dispergierungsbehandlung einzustellen;
  • Bindemittellösung 200 Gewichtsteile
  • Methylethylketon 135 Gewichtsteile
  • Toluol 120 Gewichtsteile
  • Cyclohexanon 135 Gewichtsteile
  • Die zuvor erwähnte Lösung und das geknetete Produkt wurden vermischt, gefolgt von einer Dispersion in einer Sandreibmühle.
  • (Stufe der Viskositätseinstellung)
  • Bindemittellösung 66 Gewichtsteile
  • Stearinsäure 1 Gewichtsteil
  • Myristinsäure 1 Gewichtsteil
  • Butylstearat 1 Gewichtsteil
  • Methylethylketon 235 Gewichtsteile
  • Toluol 285 Gewichtsteile
  • Cyclohexanon 235 Gewichtsteile.
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde in eine Rührvorrichtung gebracht und eine Stunde zur Herstellung einer Lösung für die Viskositätseinstellung gerührt.
  • Nach Mischen der Lösung zur Viskositätseinstellung mit dem Schlamm nach der Dispergierungsbehandlung wurde das Gemisch in einer Sandreibmühle dispergiert, gefolgt von einer Kreisfiltration. Sodann wurde eine Isocyanatverbindung (Coronate L, hergstellt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) dieser Farbe in einer Menge von 1,0 Gewichtsteil pro 100 Gewichtsteile Farbe zugegeben, und durch Rühren eingemischt, um eine Farbe zur Bildung einer Rückenüberzugsschicht zu bilden.
  • Gemäß diesem Verfahren zur Bildung der Rückenüberzugsschicht wurden Farben hergestellt, bei dem die Art und das Mischungsverhältnis des Bindemittels, der feinteilige Ruß A und die groben Teilchen B verändert wurden.
  • Herstellung von Farbe für die Magnetschicht (Herstellung der Bindemittellösung)
  • Vinylchloridharz (MR-110, hergestellt von Nippon Zeon Co., Ltd.) 10 Gewichtsteile
  • Polyesterpolyurethan (TS5004, hergestellt von Toyobo Co., Ltd., mit einem Gehalt an -SO&sub3;Na) 5 Gewichtsteile
  • Methylethylketon 21 Gewichtsteile
  • Toluol 21 Gewichtsteile
  • Cyclohexanon 21 Gewichtsteile
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde mit einer Rührvorrichtung 6 Stunden gerührt, um die Harze in den Lösungsmitteln aufzulösen.
  • (Knet-Misch-Verfahren - Dispergierungsbehandlung)
  • Co-Kaschieren (co-cladding) des γ-Eisenoxid-Magnetpulver (BET: 35 m²/g) 100 Gewichtsteile
  • α-Al&sub2;O&sub3; (HIT-50, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) 5 Gewichtsteile
  • Cr&sub2;O&sub3; (U-1, hergestellt von Nippon Chemical Industrial Co., Ltd.) 5 Gewichtsteile
  • Bindemitttellösung 40 Gewichtsteile
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde in einen Druckkneter gefüllt und 2 Stunden geknetet. Danach wurde folgende Zusammensetzung hinzugegeben, um die Viskosität auf einen Optimalwert für die Dispergierungsbehandlung einzustellen:
  • Bindemittellösung 40 Gewichtsteile
  • Methylethylketon 15 Gewichtsteile
  • Toluol 15 Gewichtsteile
  • Cyclohexanon 15 Gewichtsteile.
  • Nach dem Vermischen wurde das erhaltene Produkt in einer Sandreibmühle dispergiert.
  • (Stufe der Viskositätseinstellung)
  • Stearinsäure 0,5 Gewichtsteile
  • Myristinsäurerest 0,5 Gewichtsteile
  • Butylstearat 0,5 Gewichtsteile
  • Methylethylketon 65 Gewichtsteile
  • Cyclohexanon 65 Gewichtsteile
  • Toluol 65 Gewichtsteile
  • Die zuvor genannte Zusammensetzung wurde in eine Rührvorrichtung gefüllt und eine Stunde gerührt, um eine Lösung zur Viskositätseinstellung herzustellen.
  • Nach dem Vermischen der Lösung zur Viskositätseinstellung mit dem Schlamm nach der Dispergierungsbehandlung wurde das Gemisch in einer Sandreibmühle dispergiert, woran sich eine Kreisfiltration anschloss. Sodann wurde diese Farbe mit einer Isocyanatverbindung (Coronate L, hergestellt von Nippon Polyurethane Industry Co., Ltd.) in einer Menge von 0,8 Gew.-% pro 100 Gewichtsteile der Farbe versetzt und durch Rühren vermischt, um eine Farbe zur Bildung einer Magnetschicht herzustellen.
  • Bewertungsverfahren (Glanz)
  • Unter Verwendung eines digitalen Glanzmessgerätes vom Typ GM-3D, hergestellt von Murakami Shikisai Gijutsu Kenkyusho (Murakami-Farbtechnik- Labor), wurde der Glanz (in %) einer Farbe zur Bildung einer Rückenüberzugsschicht vor und nach Verdünnung gemessen, und der erhaltene Wert wurde als ein Wert zur Bewertung der Dispergierbarkeit genommen. Der Glanz wurde bei einem Messwinkel von 60º auf Grundlage der in JIS-Z-8741 beschriebenen Verfahren gemessen.
  • (Farbstabilität)
  • Indem man einen Glanz der Farbe für die Bildung einer Rückenüberzugsschicht beim Dispergieren als (a) und deren Glanz nach Verdünnung (Absenken) auf eine zur Beschichtung geeignete Viskosität als "b" festlegte, wurde der Unterschied zwischen diesen, "b-a", als die Stabilität gegenüber dem Absenkungs- Stoß (letdown shock) der Farbe zur Bildung der Rückenüberzugsschicht bewertet.
  • Wenn der Wert "b-a" "+" ist, oder sich nicht verändert, ist die Stabilität gut, jedoch zeigt ein größerer "-"-Wert, dass durch Verdünnung mehr Aggregate gebildet werden (bestätigt durch Beobachten unter einem Mikroskop), was zu einer Verschlechterung der Oberflächeneigenschaften nach dem Beschichten führt. Demgemäß sind die Oberflächeneigenschaften der magnetischen Oberfläche durch Versetzung (Offset) von der Rückenüberzugsschicht nach der Magnetschicht ebenfalls verschlechtert, so dass die elektromagnetischen Eigenschaften nachteilig beeinflusst werden.
  • (Elektromagnetische Eigenschaften)
  • Y-S/N: Unter Verwendung eines von Rhode und Schwarz Co. hergestellten Geräuschmessgeräts UPSF2 und eines von Viotor Co., of Japan Ltd. hergestellten Videorekorders (VTR) BR-7000A wurde ein 50%iges weißes Signal aufgezeichnet und wiedergegeben. Der Unterschied von einem Standard-VHS-Band (VRT-2) wurde gemessen und als dB wiedergegeben.
  • C-S/N: unter Verwendung eines von Rhode und Schwarz Co. hergestellten Geräuschmessers UPSF2 und eines von Victor Co. of Japan Ltd, hergestellten VTR-Geräts BR7000A wurde ein Farbstärkesignal aufgezeichnet und wiedergegeben. Der Unterschied von einem Standard-VHS-Band (VRT-2) wurde gemessen und als dB wiedergegeben.
  • Die Verhältnisse Y-S/N und C-S/N wurden beide angegeben, indem man den Wert des Bezugsbeispiels 1 als Bezug nahm (0 dB)
  • (Späne (shavings) auf der Rückenüberzugsschicht)
  • Unter den drei Umständen einer niederen Temperatur (0ºC), gewöhnlichen Temperatur und Feuchtigkeit (20ºC, 60% relative Feuchtigkeit) und hoher Temperatur und Feuchtigkeit (40ºC, 80% relative Feuchtigkeit) wurde ein Spulen eines Bandes 100mal wiederholt. Sodann wurden Späne auf der Rückenüberzugsschicht und der Zustand von Kratzern visuell und unter einem optischen Mikroskop beobachtet. Ein Band, auf dem sich Kratzer entwickelt hatten, wurde als "NG" genommen. Unter jedem der vorgenannten Umstände wurden 36 Bandspulen für jede Probe hergestellt und unter den zuvor genannten Bedingungen laufen gelassen. Sodann wurde die Anzahl von Spulen, bei denen "NG" aufgetreten war, zusammengezählt, und die Bewertung wurde auf Basis folgender Kriterien vorgenommen:
  • : Anzahl von Spulen, bei denen "NG" auftrat = 0
  • O: Anzahl von Spulen, bei denen "NG" auftrat = 1-2
  • Δ: Anzahl von Spulen, bei denen "NG" auftrat = 3-5
  • X: Anzahl von Spulen, bei denen "NG" auftrat = 6 oder mehr
  • (Drehmoment gegenüber Metallführung)
  • Eine VHS-Kassette wurde mit einer, mit Chrom platierten Messingführung versehen, und jede zuvor beschriebene Bandprobe (ein 160 Minuten-Band mit einer Länge von 330 m) wurde in diese eingearbeitet. Sodann wurde unter Verwendung eines von Victor Co. of Japan Ltd. hergestellten Videorekorders (BR- S605) das zum Rückspulen nach einminütigem Lauf vom Spulenkopf erforderliche Drehmoment gemessen. Der Wert des Drehmoments zur Zeit, wo die Probe vollständig rückgespult war, wurde gemessen, indem man die Spannung eines zum Rückspulen der Probe auf dem VTR unter Anwendung von Gleichstrom benutzten Motors veränderte, welche umgerechnet wurde, um das Drehmoment gegenüber der Metallführung beim Rückspulen zu bestimmen. Ein Drehmomentwert, der 260 gf.cm überschreitet, erhöht die Rate des Auftretens einer Laufunterbrechung. Das Bewertungskriterium ist wie folgt:
  • : weniger als 240 gf.cm
  • O: 240 gf.cm bis weniger als 250 gf.cm
  • Δ: 250 gf.cm bis weniger als 260 gf.cm
  • X: 260 gtcm oder mehr
  • (Drehmoment gegenüber Kunststoffführung)
  • Eine VHS-Kassette wurde mit einer aus Kohlenstoff enthaltendem Polyacetal hergestellten Führung versehen, und jede zuvor beschriebene Bandprobe (ein 160 Minuten-Band mit einer Länge von 330 m) wurde in diese eingearbeitet. Sodann wurde unter Verwendung eines Videorekorders BR-S605, hergestellt von Victor Co. of Japan Ltd., das zum Rückspulen nach einminütigem Lauf von dem Spulenkopf erforderliche Drehmoment gemessen. Der Wert des Drehmoments zu der Zeit, wo die Probe vollständig rückgespult war, wurde gemessen, indem man die Spannung eines zum Rückspulen der Probe auf dem VTR unter Anwendung von Gleichstrom verwendeten Motors, veränderte und umrechnete, um um das Drehmoment gegenüber der Kunststoffführung beim Rückspulen zu ermitteln. Ein Wert des Drehmoments, der 260 gf.cm überschreitet, erhöht die Rate des Auftretens einer Laufunterbrechung. Das Bewertungskriterium ist das gleiche wie bei der zuvor genannten Metallführung.
  • (Blockierungstest)
  • Ein Glasrohr mit einem Durchmesser von 3,5 cm und die zuvor genannte Bandprobe einer Länge von 1 m wurden hergestellt, und ein Ende des Bandes wurde am Glasrohr mit einem Cellophanband so befestigt, dass die Rückenbeschichtungsseite des Bandes in Berührung mit dem Glasrohr war. Ein Gewicht von 500 g wurde am anderen Ende des Bands befestigt, und das Band wurde um das Glasrohr gewickelt, während seine Ränder ausgerichtet wurden, woran sich das Befestigen des anderen Endes mit einem Cellophanband anschloss. Nach Stehenlassen unter den Umständen von 40ºC und 80% relativer Feuchtigkeit während 24 Stunden ließ man es ferner unter den Bedingungen von 20ºC und 60% relative Feuchtigkeit 6 Stunden stehen. Ein Gewicht von 5 g wurde am Leitende des Bands befestigt, und das Glasrohr wurde gedreht, um das Band rückzuspulen. Der Adhäsionszustands des Bands gegenüber dem Glasrohr wurde zu dieser Zeit geprüft. Das beurteilende Kriterium ist wie folgt:
  • O: Es wird kein Blockieren beobachtet.
  • X: es wird ein Blockieren beobachtet.
  • (Oberflächenrauheit)
  • Unter Verwendung einer Testvorrichtung ,Taristep' für die Oberftächenrauheit, hergestellt von Rank-Tera-Hopson Co., wurde die Oberflächenrauheit bei einer 10.000fachen Vergrößerung bei einer Messwellenlänge X von 3,3 um bis 167 um auf Basis von JIS B 0601 (1982) gemessen. Die Länge der Messprobe war 0,5 mm, der Wert war das Mittel von 5 Messungen, und die Einheit wurde in nm umgerechnet. Tabelle 1 Rußteilchen A Tabelle 2 Großer Ruß oder Graphitkohlenstoff B Tabelle 3 Art des Vinylchlorid-Copolymerharzes
  • EXPERIMENTE 1 (Beispiele 1 bis 3 und Vergleichsbeispiele 1 bis 5) (Untersuchung der Art des Vinylchlorid-Copolymeren)
  • Unter Zugrundelegung des zuvor genannten Verfahrens zur Herstellung der Farbe für die Rückenüberzugsschicht, wurde die Art des Vinylchlorid-Copolymeren untersucht. Hierzu wurden die in Tabelle 3 angegebenen Vinylchlorid-Copolymeren benutzt, während als Ruß der Ruß A 8 verwendet wurde. Die Herstellungsbedingungen der Rückenüberzugsschichten waren wie folgt:
  • Knetbedingungen: Geknetet bei einem Verhältnis PIB von 2,7/1 bei einem NV von 54 Gew.-% unter Verwendung eines Druckkneters.
  • Dispergierungsbedingungen: Dispergiert bei einem Verhältnis von P/B von 1,2/1 bei einem NV von 25 Gew.-% unter Verwendung von Glasperlen in einer Sandreibmühle.
  • Verdünnungsbedingungen: eine solche Verdünnung, dass ein Verhältnis P/B von 1/1 und ein NV von 13% erhalten werden.
  • Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in Tabelle 4 gezeigt. Tabelle 4
  • R.-Beispiel: Bezugsbeispiel
  • Das Vinylchlorid-Copolymer A mit den aminmodifizierten Vinyleinheiten und den eine saure funktionelle Gruppe enthaltenden Einheiten ist hinsichtlich der Farbstabilität nach Verdünnung in der Dispersionsstufe sehr gut, und hinsichtlich der Oberflächeneigenschaften des Farbfilms nach Beschichtung hervorragend, was zu befriedigenden elektromagnetischen Eigenschaften führt. Andererseits ist das Vinylchlorid-Copolymer D mit lediglich den aminmodifizierten Vinyleinheiten hinsichtlich der Farbstabilität in der Dispergierungsstufe schlecht und hinsichtlich der Oberflächeneigenschaften des Farbfilms nach dem Beschichten verschlechtert, aufgrund des Auftretens einer sekundären Aggregation, die zu einer Verschlechterung der elektromagnetischen Eigenschaften führt. Ferner besteht beim Vinylchlorid-Copolymer C mit lediglich die sauren funktionelle Gruppen enthaltenden Einheiten kein Problem hinsichtlich der Farbstabilität in der Verdünnungsstufe. Jedoch kann keine gute Dispergierbarkeit erhalten werden, so dass die elektromagnetischen Eigenschaften verschlechtert sind. Ferner ist der Fall, bei dem das Vinylchlorid-Copolymer C und das Vinylchlorid-Copolymer D in gleicher Menge miteinander vermischt sind, dem Fall unterlegen, bei dem das einzelne Copolymer sowohl die aminmodifizierten Vinyleinheiten als auch die sauren funktionelle Gruppen enthaltenen Einheiten aufweist.
  • Ferner zeigt das Vinylchlorid-Copolymer B, das keine der beiden, funktionelle Gruppen aufweisenden Einheiten aufweist, bei der Dispergierung den geringsten Glanz und ist unpraktisch. Auch wenn das Vinylchlorid-Copolymer durch Nitrocellulose ersetzt wird, sind der Dispersionsglanz und die elektromagnetischen Eigenschaften verschlechtert, und es werden auch Späne auf der Rückenüberzugsschicht entwickelt.
  • VERSUCH 2 (Beispiele 4 bis 12 und Vergleichsbeispiele 6 bis 11) (Untersuchung der Knetbedingungen)
  • Auf Grundlage des zuvor erwähnten Verfahrens zur Herstellung der Farbe für die Rückenüberzugsschicht wurden folgende Farben unter folgenden Knet-, Dispergierungs- und Verdünnungsbedingungen hergestellt. Als Ruß wurde der Typ A 8 verwendet.
  • Knetbedingungen: Geknetet bei einem Verhältnis P/B und NV, die in Tabelle 5 angegeben sind, unter Verwendung eines Druckkneters.
  • Dispergierungsbedingung: Dispergiert bei einem Verhältnis P/B von 1,2/1 bei einem NV von 25 Gew.-% unter Verwendung von Glasperlen in einer Sandreibmühle.
  • Verdünnungsbedingungen: Verdünnt, damit ein Verhältnis P/B von 1/1 und ein NV von 13% erhalten wird.
  • Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle 5 zusammengefasst. Tabelle 5
  • VERSUCH 3 (Beispiele 13 und Vergleichsbeispiele 12 bis 14) (Untersuchung der Knetbedingungen)
  • Unter Zugrundelegung des zuvor erwähnten Verfahrens zur Herstellung der Farbe für die Rückenüberzugsschicht wurden die folgenden gekneteten und nichtgekneteten Farben untersucht. Zum Kneten wurde ein Druckkneter verwendet. Das Dispergieren wurde bei einem Verhältnis P/B von 1,2/1 bei einem NV-Wert von 25% durchgeführt, und die Verdünnung bei einem Verhältnis PIB von 1/1 und einem NV-Wert von 13%. Als Ruß wurde der Typ A8 benutzt.
  • Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Tabelle 6 gezeigt. Tabelle 6
  • Wenn das Verhältnis P/B außerhalb des Bereichs von 1,5/1 bis 3,5/1 liegt, oder der NV-Wert außerhalb des Bereichs von 45 bis 60% liegt, kann keine tonähnliche, hochviskose Farbe erreicht werden. Auch wenn eine tonähnliche Farbe erreicht wird, ist deren Zustand zu weich oder zu hart, um ein ausreichendes Kneten durchzuführen. Ferner führt die Herstellung der Farbe unter Verwendung einer Dispergiervorrichtung allein ohne Kneten zu einer geringen Produktionseffizienz der Farbe (mehr als 2 Tage). Ferner führt die Verwendung von Nitrocellulose als Bindemittelharz zu einer geringeren Produktionseffizienz im Vergleich zur Verwendung des Vinylchlorid-Copolymeren mit sowohl aminmodifizierten Vinyleinheiten als auch eine saure Gruppe enthaltenden Einheiten, auch wenn das Dispergieren nach dem Kneten durchgeführt wird.
  • VERSUCHSBEISPIEL 4 (Beispiel 14 bis 31 und Vergleichsbeispiele 15 bis 34) (Untersuchung von grobkörnigem Ruß - Graphitkohlenstoff (grobe Teilchen))
  • Unter Zugrundlegung des zuvor genannten Verfahrens zur Herstellung der Farbe für die Rückenüberzugsschicht wurden Farben hergestellt, indem man die Art und Menge der zugesetzten groben Teilchen B veränderte. Als Vinylchlorid- Copolymer wurde das in Tabelle 3 angegebene Copolymer A verwendet.
  • Die Herstellungsbedingungen für die Rückenüberzugsschichten waren wie folgt:
  • Knetbedingungen: geknetet beim Verhältnis P/B von 2,4/1 bei einem NV- Wert von 54% unter Verwendung eines Druckkneters.
  • Dispergierungsbedingungen: dispergiert bei einem Verhältnis P/B von 1,2/1 bei einem NV-Wert von 25% unter Verwendung von Glasperlen in einer Sandreibmühle.
  • Verdünnungsbedingungen: so verdünnt, dass ein Verhältnis P/B von 1/1 und ein NV-Wert von 13% erhalten wurden.
  • Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Tabelle 7 gezeigt. Tabelle 7
  • Bezüglich der Teilchengröße der groben Teilchen führen weniger als 150 nm zu einer Erhöhung des Reibungskoeffizienten sowohl an Metall- als auch Kunststoffführungen, während ein Überschreiten von 500 nm zu einer Verschlechterung des Verhältnisses S/N führt, und zwar aufgrund der Versetzung in Richtung der Magnetschicht infolge grober Vorsprünge.
  • Was die Menge der zugegebenen groben Teilchen anbelangt, so haben weniger als 0,5 Gewichtsteile keine Wirkung der Verringerung des Reibungskoeffizienten gegenüber Metall- und Kuns#stoffführungen, während ein Überschreiten von 2,5 Gewichtsteilen zu einer Verschlechterung des Verhältnisses S/N durch die Versetzung führt. Infolgedessen wird es bevorzugt, dass grobkörniger Ruß oder Graphitkohlenstoff mit einer Teilchengröße von 150 nm bis 500 nm in einer Menge von 0,5 bis 2,5 Gewichtsteilen der Rückenüberzugsschicht zugegeben wird.
  • VERSUCH 5 (BEISPIELE 32 bis 44 UND VERGLEICHSBEISPIELE 35 bis 52) (Untersuchung des feinteiligen Rußes)
  • Unter Zugrundelegung des zuvor genannten Verfahrens zur Herstellung der Farbe für die Rückenüberzugsschicht wurden Farben hergestellt, indem man die Art des feinteiligen Rußes A veränderte. Als Vinylchlorid-Copolymer wurde das in Tabelle 3 gezeigte Copolymer A verwendet.
  • Die Herstellungsbedingungen der Rückenüberzugsschichten waren wie folgt:
  • Knetbedingungen: Geknetet bei einem Verhältnis P/B von 2,7/1 bei einem NV-Wert von 54% unter Verwendung eines Druckkneters.
  • Dispergierungsbedingungen: Dispergiert bei einem Verhältnis P/B, das in Tabelle 8 angegeben ist, bei einem NV-Wert von 25 Gew.-% unter Verwendung von Glasperlen in einer Sandreibmühle.
  • Verdünnungsbedingungen: Eine solche Verdünnung, dass das in Tabelle 8 gezeigte Verhältnis P/B und ein NV-Wert von 13 Gew.-% erhalten werden.
  • Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Tabelle 8 angegeben. Tabelle 8
  • Bezüglich der mittleren Teilchengröße von feinteiligem Ruß erhöhen weniger als 18 nm oder mehr als 25 nm den Dispersionsglanz nicht, was zu einer Verschlechterung der Oberflächenglätte führt und die elektromagnetischen Eigenschaften der Magnetschicht verschlechtert.
  • Hinsichtlich der DBP-Ölabsorption feinteiligen Rußes führen weniger als 90 cm³/100 g zu einer unzureichenden Dispersion und verursachen keine Verbesserung des Glanzes, wenn er nicht in einem hohen Verhältnis P/B dispergiert wird, (beispielsweise bei einem Verhältnis P/B, das 2,0/1 überschreitet). Andererseits ist es schwierig, dass Ruß mit einer DBP-Olsabsorption von mehr als 125 cm³/100 g den Absenkungs-Schock verursacht, jedoch ist der Glanz schwerlich zu verbessern, und auch die Oberflächenrauheit neigt dazu, schlechter zu werden. Infolgedessen sind die elektromagnetischen Eigenschaften verschlechtert.
  • Demgemäß wird die Dispersion feinteiligen Rußes gemäß vorliegender Erfindung mit einer DBP-Ölabsorption von 90 cm³/100 g bis 125 cm³/100 g, vorzugsweise bei einem Verhältnis P/B, das etwas höher als dasjenige nach der Verdünnung ist, nämlich innerhalb des Bereichs von 0,8/1 bis 3,5/1 durchgeführt.
  • Hinsichtlich des Verhältnisses P/B nach der Verdünnung, führt ein Wert von weniger als 0,5/l zur Tendenz, ein Blockieren bei der Magnetschicht zu verursachen, während ein Überschreiten des Werts 1,2/1 die Rückenüberzugsschicht brüchig macht, so dass sie für das Auftreten von Spänen anfällig wird.
  • Infolgedessen wird es bevorzugt, dass der feinteilige, der Rückenüberzugsschicht zugegebene Ruß eine mittlere Teilchengröße von 18 nm bis 25 nm und eine DBP-Ölabsorption von 90 cm³/100 g bis 125 cm³/100 g besitzt, und das Verhältnis P/B nach der Verdünnung vorzugsweise 0,5/1 bis 1,2/1 ist.
  • Die erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmedien haben eine gute Farbstabilität, keine Späne auf dem Rückenüberzug, zeigen gegenüber Metall- und Kunststoffführungen einen niederen Drehmomentwert beim Rückspulen und können die Laufeigenschaften und Dauerhaftigkeit ohne nachteilige Wirkung auf die elektromagnetischen Eigenschaften verbessern.

Claims (3)

1. Magnetisches Aufzeichnungsmedium mit einer auf einer Oberflächenseite eines unmagnetischen Trägers gebildeten Magnetschicht und einer auf dessen Rückseite gebildeten Rückenüberzugsschicht, bei dem die Rückenüberzugsschicht eine kompoundierte Zusammensetzung ist, umfassend 50 bis 120 Gewichtsteile Ruß (P) pro 100 Gewichtsteile eines Bindemittelharzes (B) (P/B = 0,5/1 bis 1,2/1), wobei der Ruß (P) eine mittlere Teilchengröße von 18 nm bis 25 nm und eine DBP-Ölabsorption von 90 cm³/100 g bis 125 cm³/100 g besitzt, 0,3 Gewichtsteile bis 2, 5 Gewichtsteile eines grobkörnigen Graphitkohlenstoffs einer mittleren Teilchengröße von 150 nm bis 500 nm pro 100 Gewichtsteile des Rußes sowie ein Vinylchloridpolymer als Bindemittelharz, wobei das Copolymer mindestens sowohl aminmodifizierte Vinyleinheiten als auch eine saure funktionelle Gruppe enthaltende Vinyleinheiten enthält, und wobei die Rückenüberzugsschicht nach einem Verfahren gebildet wurde, das eine erste Stufe des Knetens einer den Ruß (P) und das Bindemittelharz (B) umfassenden Zusammensetzung in einem Lösungsmittel umfasst, um zu erfüllen, dass die Konzentration von nicht-flüchtigen Komponenten 45 bis 60 Gew.-%, und das Verhältnis P/B 1,5/1 bis 3,5/1 ist, und eine zweite Stufe der Zugabe einer Lösung des Harzes in einem Lösungsmittel, um das Verhältnis P/B auf 0,5/1 bis 1,2/1 zu verändern, sowie das Dispergieren umfasst.
2. Magnetisches Aufzeichnungsmedium gemäß Anspruch 1, bei dem der Gehalt an den aminmodifizierten Vinyleinheiten im Vinylchlorid-Copolymeren 0,03 Gew.-% bis 2,3 Gew.-% ist.
3. Magnetisches Aufzeichnungsmedium gemäß Anspruch 1, bei dem der Gehalt an der eine saure funktionelle Gruppe enthaltenden Vnyleinheiten im Vinylchlorid-Copolymeren 0,05 Gew.-% bis 1,8 Gew.-% ist.
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