DE6975C - Getreidemähemaschine mit Garbenbinder - Google Patents
Getreidemähemaschine mit GarbenbinderInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D37/00—Reaper-binders
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- Environmental Sciences (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
1878.
L'' V 1-' I' i' - r
MELVILLE THOMSON NEALE in LONDON. Getreidemähemaschine mit Garbenbinder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1878 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Getreidemähmaschinen, durch welche
das Getreide geschnitten, in Garben formirt und zusammengebunden wird.
Die Neuerungen werden in der nachstehenden Beschreibung unter Zuhülfenahme der beiliegenden
9 Blatt Zeichnungen erläutert werden.
Daselbst ist:
Fig. ι ein Grundplan der Maschine;
Fig. 2 eine vordere Ansicht;
Fig. 3 eine Seitenansicht derselben, theilweise im Schnitt;
Fig. 4 ein Grundplan des Bindemechanismus; Fig. 5 eine Endansicht desselben;
Fig. 6 eine Seitenansicht desselben, theilweise im■ Schnitt und im rechten Winkel zu Fig. 5,
einen Theil der Plattform zeigend;
Fig. 7 eine entgegengesetzte Seitenansicht des Bindemechanismus;
Fig. 7 a eine Rolle, welche die Schnur trägt, mit ihrem Rahmen im Schnitt und mit den damit zusammenhängenden Theilen;
Fig. 8 ein Querschnitt eines Theiles des Haupttriebrades der Maschine nebst Aufrifs des
Triebzeuges und des Rahmens;
Fig. 9 dieses Triebzeug und der Rahmen im Schnitt nach Linie A-B der Fig. 8;
Fig. 10 der Rahmen und das Getriebe des eigentlichen Schneideapparates im Horizontalschnitt;
Fig. 11 ein Schnitt nach Linie C-D der
Fig. 10;
Fig. 12 und 13 Querschnitte und Seitenansicht
der Flügelwelle mit einer veränderten Einrichtung der Lager;
Fig. 14 ein Aufrifs des Hebels und des Triebes für die Messerbewegung;
Fig. 15 ein Schnitt nach Linie E- F der
Fig. 10, nach links zu gesehen;
Fig. 16 eine Ansicht des Rahmens, theilweise
im Schnitt nach Linie G-H der Fig. 10;
Fig. 17 eine Ansicht des Rahmens, theilweise im Schnitt nach Linie I-K der Fig. 10;
Fig. 18 ein Grundplan des Triebzeuges, welches dem Schnurträger eine abwechselnde Bewegung
ertheilen soll;
Fig. 19 eine Ansicht, theilweise im Schnitt nach Linie L-M der Fig. 18;
Fig. 20 ein Grundplan des Schnurträgers und der mit ihm verbundenen Theile;
Fig. 21, 22 und 23 einzelne Theile des vorstehenden;
Fig. 24 die Schnurträgerzange im Schnitt;
Fig. 26 eine Längenansicht der vorgenannten Zange;
Fig. 28 eine Endansicht derselben;
Fig. 25 und 27 Seitenansichten des Messers; Fig. 29 ein Querschnitt des Messerhalters;
Fig. 30 und 31 Längen- und Querschnitt von
der Scheide, dem Schild und dem Schwanzstück der Schnurträgerzange;
Fig. 32, 33 und 34 Ansichten der Klemmvorrichtung, auch den zur Bewegung derselben
angebrachten Hebel zeigend;
Fig. 35 und 36 Querschnitt und Längenschnitt
des Schiebers, der die Schlingen von der Scheide der sich hin- und herbewegenden Zange
schiebt;
Fig. 37 ein Längenschnitt der sich hin- und herbewegenden Zangenscheide und des Schie-'bers
mit der sich hin- und herbewegenden Zange innerhalb der Scheide in Ansicht;
. Fig. 38 eine Endansicht dieser Theile von hinten gesehen;
. Fig. 38 eine Endansicht dieser Theile von hinten gesehen;
Fig. 39 ein Horizontalschnitt der sich hin- und herbewegenden Zangenscheide;
Fig. 40 eine Endansicht derselben;
Fig. 41 ein Grundplan der sich hin und herbewegenden
Zange, im rechten Winkel zu Fig. 37 gesehen; in den punktirten Linien ist die geöffnete Stellung der Zangenbacken eingezeichnet
;
Fig. 42, 43, 44, 45 und 46 Einzelheiten des
Greifapparates und der zu seiner Thätigkeit erforderlichen Mittel, durch welchen ein Theil
des Bindematerials zu geeigneter Zeit gefafst und gehalten wird;
Fig. 47, 48, 49 und 50 Seitenansicht, Längenschnitt, Grundplan und Horizontalschnitt des
Schlingenbildnerrahmens;
Fig. 51 und 52 Seitenansichten des einen Schlingenbildners im rechten Winkel zu einander
;
Fig. 53 und 54 Ansicht und Grundplan des anderen Schlingenbildners;
Fig· 55 eul Grundplan der Triebräder zwischen
den Schlingenbildnern;
Fig. 56 ein Querschnitt von einem dieser Triebräder;
Fig. 57 und 58 Grundplan und Aufrifs des den Führungsstift tragenden Bügels, durch welchen
Stift die theilweise Drehung des Schlingenbildners verursacht wird;
Fig. 59 eine Seitenansicht des Schnurträgers, dessen Zangen nebst Scheide, der Einschlufshülse,
des Hebels und Daumens," um besagte Zangen zur richtigen Zeit zu bewegen;
Fig. 60 eine Ansicht im rechten Winkel zu
Fig. 59;
Fig. 61 ein Querschnitt der Schnurträgerzange
und anderer in Fig. 59 gezeigter Theile;
Fig. 62 ein Längsschnitt des hinteren Theiles der Schnurträgerzange und ihrer Hülse;
Fig. 63, 64 und 65 Endansicht von hinten, Längenschnitt und Endansicht von vorn des
Trägers der Fadenträgerzangenhülse;
Fig. 66 und 67 Grundplan und Aufrifs des Daumens und Hebels zum Betrieb des hin-
und hergehenden Rechens oder der Gabel;
Fig. 68 ein Aufrifs des Doppeldaumens und Hebels zum Betriebe ' des Schiebers und der
sich hin- und herbewegenden Zange;
Fig. 71 ein Querschnitt des Daumens;
Fig. 69 und 70 Seitenansichten der Hebel 62 und 63;
Fig. 72 ein Aufrifs des Doppeldaumens und Hebels, um die hin- und hergehende Zangenscheide
und die Schlingenbildner zu treiben;
Fig. 73 ein Querschnitt dieses Daumens;
Fig. 74 eine Seitenansicht des Hebels zum Betriebe der hin- und hergehenden Zangenscheide
;
Fig. 75 der Grundplan des Hebels, um die
Schlingenbildner zu betreiben.
Die eigentliche Mähmaschine besteht aus der vorderen Plattform 1, vor welcher die Messer
mit den Fingern 2 wie gewöhnlich zum Schneiden der Halme angebracht sind. Die Flügel
drängen die Halme gegen die Messer und werden die Halme nach dem Schnitt von der
Plattform 1 vermittelst einer hier später zu beschreibenden excentrischen Bewegung durch die
Bürste oder den Rechen 4 nach der hinteren Plattform 28 befördert. Die Bürsten oder
Rechenarme 5 sind (wie bei 5 a zu sehen ist) an die Arme eines Flügels angezapft und tragen
einen vorspringenden Hebel 6, dessen Zapfen oder Rolle in der feststehenden, theilweise
excentrischen Ring- oder Daumennuth 7 läuft. Die Flügel sind an einer horizontalen Welle 8
befestigt, welche sich in gewöhnlichen Lagern oder Antifrictionslagern drehen kann (wie solche
Einrichtung aus Fig. 12 und 13 zu sehen ist); der Welle g wird von der Haupttriebwelle der
Maschine aus vermittelst Kette 9, Fig. 2 und 3, und Kettenräder 10 und n Bewegung ertheilt.
Am Kettenrad 11 ist ein Sperrkegel angebracht, der in Verbindung mit den Armen des
Kettenrades verhindern soll, dafs die Welle der Flügel oder der Bürste sich in entgegengesetzter
Richtung drehen kann, was durch das Gewicht
dieser Flügel oder durch den Druck des Windes gegen dieselben erfolgen könnte.
Die Bewegung wird dem Messertrieb 12 (wie
deutlich aus den Fig. 10 und 11 zu sehen ist)
von der Haupttriebwelle aus durch den inneren Zahnkranz 14 und das Getriebe 15 ertheilt.
Durch Hebel 16, der mit diesem Getriebe in Verbindung steht, können die Messer vermittelst
der gezeigten Kuppelvorrichtung in und aufser Betrieb gesetzt werden. 17, 17 sind hölzerne
Träger, Stangen oder Röhren, die in dem Rahmen 18 in Ringen oder Oesen gleitend sitzen.
Diese Träger oder Röhren tragen in dem hinteren Theil der Maschine den Bindeapparat
und lassen sich mittelst Schrauben, Zahnstangen oder sonstiger zweckentsprechender, nicht
gezeigter Einrichtungen der Länge nach verschieben, um die Stellung des Bindeapparates
je nach der Länge der Halme ändern zu können. Das Hauptrad 13 ertheilt der Triebwelle 19
vermittelst der konischen Getriebe 20 und 21 die Bewegung und sind diese Theile in den
Fig. 8 und 9 in vergröfsertem Mafsstab dargestellt. Die genannte Triebwelle geht frei durch
ein Lager 22 hindurch; eine in der Niith auf der Welle angebrachte Feder ' überträgt die
Drehung der Welle auf den Bindemechanismus und gestattet der Welle gleichzeitig, den Gleitbewegungen
der Träger 17 in Längenrichtung zu folgen. 23 ist der Kutscherbock, der sich
fast genau über dem Wiegepunkt befindet, Fig. 2 und 3. Bei dieser Maschine liegt das
gesammte Gewicht auf dem Haupttriebrad, so dafs keine Last von irgend einer Bedeutung auf
den Rücken der Pferde drückt. Die aus Brettern, Pfosten oder Platten gebildete hintere
Plattform 28 hat Spalten für den freien Durchgang der Gabelenden 29; auch kann die genannte
Plattform aus gewelltem Eisenblech hergestellt werden, wie dieses in der Fig. 6 im
Längenschnitt gezeigt ist. Die Plattform ist auf Holzträgern 28a angebracht, die in Lagern
gleiten können, so dafs sie in der Maschine in Längenrichtung verstellt werden können, um
der nach vorn oder nach rückwärts veränderten Stellung der Träger 17, welche den Bindeapparat
tragen, zu entsprechen. Diese Bewegung kann gleichzeitig mit derjenigen für die
Träger 17 durch Welle, Getriebe und Zahnstangen erzeugt werden, wie leicht zu verstehen
ist. Wenn die Halme durch die Thätigkeit der Bürsten oder Rechen auf die hintere Plattform 28
zusammen abgelegt worden sind, so nimmt die Gabel 29 sie zusammen und drängt sie gegen
und auf die Reihe der Spitzen 34. Die Gabel, die ihren Drehpunkt über der hinteren Plattform
hat, ist von dem Rahmen des Bindemechanismus aus entsprechend gesteift und getragen
und erhält durch den Daumen 31, den Hebel 32 und die Verbindungsstange 33 (die
in den Fig. 66 und 67 zu sehen ist) eine zeitweilige
hin- und hergehende radiale Bewegung.
In Verbindung mit dem Daumen 31 und der Triebwelle 19 ist eine Kuppelvorrichtung an-
■ gebracht, die durch einen Hebel 39 bewegt
wird. Ihr Zweck soll später beschrieben werden. Die Triebwelle 19 ertheilt allen mit dem
Bindeapparat zusammenhängenden Triebmitteln Bewegung. Die. zusammendrückenden Arme 35
erhalten die Garbe oder das Bündel Halme von der Gabel 29 und der .Spitzenreihe 34, und
drücken dieGarbe in die feststehendenHaken 35a. Den zusammendrückenden Armen 3 5 wird durch
einen Daumen 36, Zugstange 38 und die nachgebende Verbindung 37 Bewegung ertheilt. Die
gezeigte nachgebende Verbindung besteht aus einer mit einer Scheibe mit Schneckengang und
Kette verbundenen Spiralfeder und hat den Zweck, dafs die zusammendrückenden Arme
sich dem jeweiligen Umfang der Garbe, die sie zusammen zu drücken hat, anpassen. An Stelle
dieser Einrichtung kann unter Weglassung der Feder 37 der Heber 38 für den nämlichen
Zweck elastisch gemacht werden.
Der Schnurträgerarm 42, der an seinem äufsersten Ende die Schnurträgerzange hat,
dreht sich um das gesammelte Bündel Halme und führt die Bindeschnur um dasselbe herum.
Die intermittirend rotirende Bewegung wird von der Triebwelle 19 durch die Triebräder 24, das
Zahnradsegment 25 und Getriebe 26 (die in den Fig. 18 und 19 gezeigt sind) übermittelt.
Um ein Ueberlaufen des Armes zu verhindern, und um die geeignete Zahnstellung des Getriebes
26 zum Zahnradsegment 25 zu sichern, bringt Erfinder an der Seite des Zahnradsegmentes
25 einen Ring 27 an. Das Getriebe 26
hat zwei Vorsprünge oder grofse Hähne an seiner Seite, die in solcher Stellung stehen,
dafs, wenn das . Zahnradsegment 2 5 dem Getriebe 26 und mithin auch dem Schnurträgerarm 42 eine vollständige Umdrehung ertheilt
hat, dann die genannten Vorsprünge oder grofsen Zähne auf der Peripherie, des Ringes
liegen und, zwar der eine über und der andere unter dem Niveau des Ringcentrums dergestalt,
dafs das Getriebe 26 in keiner Richtung gedreht werden kann. Dadurch wird der Schnurträgerarm 48 in der nöthigen Stellung erhalten.
In dem Ring 27 sind zwei Einschnitte (die deutlich in Fig. 19 zu sehen sind) in solcher Stellung
angebracht, dafs sie den beiden Vorsprüngen an der Seite des Getriebes 26 vorüber zu
gehen gestatten, während Zahnradsegment 25 und Getriebe 26 zusammen in Eingriff stehen.
Der Arm 42 des Schnurträgers besteht entweder aus zwei Theilen, die durch zweckentsprechende
Kuppelung zusammengehalten werden, oder er kann teleskopisch construirt sein, wobei ein Theil sich gleichzeitig mit den Trägern
17 und Plattform 28 bewegt. Der Zweck hiervon ist, die Verlängerung oder Verkürzung
des Armes zu gestatten, und zwar je nach der Stellung des Bindeapparates und je nach der
Länge der zu bindenden Halme. Zur Verhinderung der Verwirrung der Halme und während
des Umganges des Armes ist der Schild oder der Schutz 30, Fig. 1, angebracht.
Der Schnnrträger bg/iJ^^j^jg)
Fig. 26, deren Backen sich mittelst Feder öffnen.
Die Scheide, Fig. 30, gleitet-&ύΐ^«?^0ϊ&β.ι«6ίί®.-.r.
der Zange, so dafs sie bei der Vorwärtsbewe- ■ gung die Zange schliefst und folglich das Bindematerial,
wenn es sich der Zange dargeboten hat, erfafst.
Ein kleines Messer, welches an einer Stange befestigt ist (wie in den Fig. 25 und 27 gezeigt
ist) oder auch an dem Ende der Scheide festsitzt, pafst in eine Nuth 24 a, Fig. 24 und 28,
der Zange, so dafs, wenn die Scheide sich vorbewegt, das Messer auch vorwärts geht und das
Bindematerial abschneidet, das durch die Zange erfafst war.
Das Gewindestück mit einem Zapfen, Fig. 21,
ist an das Ende der Scheide 44 befestigt und mit der Zange in einer Hülse 46 eingeschlossen.
Der Zapfen 21a steht aus einem Schlitz in
der Seite dieser Hülse vor und dient dazu, der Zange Bewegung zu ertheilen, wie später beschrieben
werden wird. Ein Schwanzstück 45 (s. Fig. 30, 31 und 59) ist an die Scheide 44
befestigt und gleitet. mit ihr, so dafs, wenn
der Schnurträger sich dreht, das Bindematerial über das Schwanzstück hinwegrutschen mufs
und sich mit Sicherheit der sich hin und herbewegenden Zange darbieten wird. .
Der Schild 45 a auf der Seite des Schwanzstückes 45 verhindert, dafs lose Strohhalme
zwischen die Zangenbacken kommen können. Es ist nun nothwendig, dafs das Ende des
Bindematerials, welches durch den Schnurträger herumgewickelt wurde, durch Oeffnen der' Zangenbacken
im geeigneten Moment befreit wird und dafs die Backen dieser Zange aus dem Weg herausgezogen werden, während der Knoten
geschürzt wird. Um dieses zu bewirken, drückt eine Feder 59 a, Fig. 59, gegen den HaIsring
43 a am Ende der Zange und hält ihn gegen einen Anhalter innerhalb der Hülse 46..
Wenn daher der Zapfen 2 2 zurückbewegt wird, geht auch die Scheide zurück und öffnen sich
folglich die Backen der Zange, wobei letztere aber unbeweglich bleibt; wenn der Zapfen 21
jedoch gegen den Halsring 43 a vorstöfst, so geht auch die Zange selbst zurück und zwar in
die Hülse 46.
Um zu verhindern, dafs die Scheide 44 durch Friction die Schnurträgerzange zurückzieht, ohne
die Backen zu öffnen, ist die Feder 46 a an der Innenseite der Hülse 46 angebracht. An dem
Ende dieser Feder ist ein Vorsprung 46 b, der in .,eine Höhlung 46 d am Ende der Zangenspindel
eingreift. Wenn nun das Zapfenstück, Fig. 21, 22 und 23, welches am Ende der
Scheide festsitzt, durch die Thätigkeit des Hebels 47 bewegt wird, so kann die Zange nicht
zurückgezogen werden, bis die geneigteFläche46c die Feder niedergedrückt und den Vorsprung
befreit hat.
Dem Fadenträger wird durch den Daumen oder Schläger 48 Bewegung ertheilt, sowie durch
die Hebel 47 und 47a (s. Fig. 3, 59 und 60). Wenn der Fadenträger seinen Umgang vollendet
hat, so tritt der Zapfen 21a der Zangenscheide
zwischen die Flantschen des Hebels 47, so dafs, wenn der Hebel zur entsprechenden Zeit bewegt
wird, diese Bewegung dem Fadenträger mitgetheilt wird (s. Fig. 59 und 60). Sobald
der Daumen oder Schläger 28 das Ende des Hebels 47 a frei giebt, so zieht eine entsprechend
angebrachte (aber nicht gezeigte) Feder den Hebel 47 in seine normale Stellung zurück
und bewegt folglich den Schnurträger zum Erfassen und Abschneiden des Bindematerials.
Wenn der Schnurträger das Bindematerial umwickelt, so zieht er es in fast waagerechter
Linie vom Ende des Spanners 67 ab (s. Fig. 6 und 7) nach der oberen Seite der Garbe. Das
Paar Schlingenbildner 50 und 51 (in den Fig. 47 bis mit 58 in den Einzelheiten gezeigt) befindet
sich dann über dem Bindematerial; die Schlingenbildner gehen auf dasselbe nieder, drehen
sich und schürzen dabei denjenigen Theil des Bindematerials in zwei Schlingen, welcher sich
zwischen der Garbe und der Zuleitung von Bindematerial befindet. Ein feststehender Schlingenhaken
52 a, Fig. 3 und 6, der an dem Rahmen des Bindemechanismus befestigt ist, nimmt
denjenigen Theil des Bindematerials auf, welcher sich zwischen den beiden Schiingenbildnern 51
befindet und hält ihn in der in Fig. 6 gezeigten Stellung. Die Bewegung zum Betreiben der
Schlingenbildner wird durch einen Daumen 57 und Hebel 56 (deren Einzelheiten aus den
Fig· 72) 73 und 75 zu ersehen sind) und einer
Verbindungsstange 55, Fig. 6, bewirkt. Der feste Zapfen 52, Fig. 3, 5 und 6, tritt in eine
gewundene Nuth 53a eines der beiden Schlingenbildner, so dafs, wenn letztere durch die
Thätigkeit des Daumens und Hebels nach oben und unten bewegt werden, die nothwendige
Drehbewegung erhalten wird. Die Schlingenbildner tragen die ineinandergreifenden Räder 53,
Kg· 55-
Sobald die Schlingenbildner 51 beinahe ihre ■Niederwärtsbewegung vollendet haben, stöfst
eine Stange oder ein Vorsprung 51a, der an dem Schlingenbildnerrahmen 54 festsitzt, gegen
die Endmutter, Fig. 46, 42 und 43, dreht dieselbe theilweise und bewirkt dadurch die horizontale
Bewegung der Stange 49 und das Festhalten des Bindematerials für den oben erwähnten
Zweck. Nachdem die Schlingenbildner niedergegangen sind, geht die sich hin- und herbewegende Zange 59 vorwärts durch den
Raum, der durch die Zinken der beiden Schlingenbildner gebildet wird, wie solches in punktirten
Linien in Fig. 7 zu sehen ist. Die Backen dieser Zange öffnen sich beim Vorwärtsgehen
und gehen auf die beiden Seiten des Bindematerials, das vorher durch den Fadenträger
herum geführt worden ist (s. Fig. 4 und 7). Auf der Aufsenseite einer jeden Zangenbacke 59
ist eine gebogene Feder angebracht, die den Zweck hat, den Backen das Erfassen und Festhalten
des Bindematerials zu gestatten und gleichzeitig den Ungleichmäfsigkeiten in demselben
nachzugeben. Die Scheide 58 (deren Einzelheiten in den Fig. 37 etc. zu sehen sind)
geht dann über die sich hin-und herbewegende Zange und umschliefst die Backen derselben
mit dem Bindematerial (s. Fig. 6). Die Scheide 58 hat zwei Schlitze oder Oeffnungen in ihren
Seiten zu dem Zweck, den Federn der Zange zu gestatten, sich in diese Oefmungen hineinzulegen,
wenn die geeignete Zeit gekommen ist, um das automatische Oeffnen der Zange zur
Befreiung des Bindematerialendes zu veranlassen. Die Scheide 58 wird durch den Daumen
57 und den Hebel 60, Fig. 72, 73 und 74, bewegt. Wenn die Scheide 58 vorrückt, so
bewegt sie die Stange 33 a (s. Fig. 4, 5 und 6, auch Fig. 32, 33 und 34 für die Einzelheiten),
durch welche die Klemmvorrichtung 65 in Thätigkeit gesetzt wird. Zwischen den Scheiben
65 der Klemmvorrichtung, Fig. 5, 6 und 32, geht das Bindematerial zunächst hindurch, wie
deutlich aus den Fig. 6 und 7 zu sehen ist. Wenn nun die Scheide durch die Schlingenbildner 51 hindurchgegangen ist und die Zange 59
sich geschlossen hat, so wird das Bindematerial zwischen den Scheiben der Klemmvorrichtung 65
festgehalten. Der Zweck hiervon ist, eine weitere Abwicklung des Bindematerials während des
Bindens zu verhindern. An den Rahmen der Schlingenbildner 54 ist eine Spannvorrichtung 66
angebracht (s. Fig. 5, 6 und 7), die an ihrem Ende eine Rolle 66 a trägt, über welche das
Bindematerial weggeht; wenn daher die Schlingenbildner in die Höhe gehen, so geht die
Spannvorrichtung mit, und da das Bindematerial inzwischen durch die Klemmvorrichtung 65 erfafst
ist, zieht die Spannvorrichtung die beiden Schlingen auf der Scheide fest, worauf dann
der Vorsprung 51a den Drücker 49 öffnet. Der Schieber oder die Flantsche 64 (s. Fig. 6
und 7 und für die Einzelheiten Fig. 35, 36 und 37) gleitet frei über der Scheide 58 und
wird auf derselben vorgeschoben, wodurch die beiden Schlingen von der Scheide abgeschoben
werden. Die Flantsche oder der Schieber 64 wird durch den Daumen 61 und den Hebel 6^
bewegt (s. Fig. 4 und 5 und die Einzelheiten in den Fig. 68 und 70). Während dieser Schieber
64 vor geht, thut die Anziehvorrichtung oder Spannhebel 67 (s. Fig. 5, 6 und 7) dasselbe,
fliegt gleichzeitig mit dem Abschieben der Schlingen mit einer durch die Feder 70
(s. Fig. 6 und 7) vergröfserten Geschwindigkeit nach aufsen und zieht den Knoten zusammen;
hierbei wird das Bindematerial, das sich zwischen dem Knoten und dem Ende der Anziehvorrichtung
befindet, vor die Backen der Zange 43 gebracht, daselbst abgeschnitten und erfafst.
Die Anziehvorrichtung oder der Spannhebel 67 wird durch den Daumen 68 und die Verbindungsstange
69 (s. Fig. 4, '5 und 7) bewegt. Wenn der Knoten auf die beschriebene Weise festgezogen und abgeschnitten ist, so erhält die
Claims (21)
1. Die Verbindung der Theile, welche die verbesserte
Ernte- oder Mähmaschine bilden, deren Construction, Einrichtung, Arbeitsweise wie vorstehend mit Bezug auf die
beiliegenden Zeichnungen beschrieben worden ist.
2. Die Verbindung der flachen, geneigten vorderen Plattform mit der flachen hinteren
Plattform, welche letztere mit Schlitzen oder Zwischenräumen versehen ist in der Weise,
wie solches in den beiliegenden Zeichnungen, Fig. ι und 3, dargestellt ist.
j. Die oben beschriebene Verstellbarkeit der hinteren Plattform, um mit der Stellung
des Bindemechanismus übereinzustimmen.
4. Das eigenthümliche Arbeiten des Besens oder Rechens, der die Halme von der
vorderen Plattform nach der hinteren Plattform befördert, bei welchem Arbeiten der
Besen oder Rechen der geneigten Oberfläche der vorderen Plattform folgt, wie solches hier oben beschrieben wurde.
5. Die hier oben beschriebene Einrichtung des Besens oder Rechens 4, der mit seinen
Armen an durch die Welle 8 getragene Arme gezapft oder gelenkartig befestigt
und mit einer Rolle oder einem Vorsprung versehen ist, der in einem Ring oder einer
festen oder verstellbaren Daumennuth arbeitet und so eingerichtet ist, dafs, wenn
die besagte Welle sich dreht, der Besen oder Rechen veranlafst wird, sich nach der Axe zu und von der Axe ab zu bewegen,
so dafs er in seiner Bewegung der geneigten Form der Fläche der vorderen Plattform folgt.
6. Die Verbindung der hinteren Plattform mit den Stiften oder Spitzen 34, welche durch
Federn oder Gegengewichte in einer fast senkrechten Stellung erhalten werden und
so eingerichtet sind, dafs, wenn Halme gegen sie angedrückt werden, sie eine geneigte
Stellung annehmen und als Führungen dienen, über welche die Halme hinweggeführt werden.
7. Die Verbindung der feststehenden Aufnehmer mit den beweglichen drückenden
Armen 35, die wie oben beschrieben arbeiten.
8. Das Arbeiten der zusammendrückenden Arme 35 durch einen Daumen auf der
Hauptwelle, durch einen Hebel einer nachgebenden Verbindung (um verschiedenen Garbengröfsen zu entsprechen) und einer
Schneckenscheibe, wie solches der Hauptsache nach beschrieben und gezeigt ist.
9. Die Verbindung der zusammendrückenden Arme (oder deren gleichwirkender Ersatz)
mit dem Apparat zur Aufnahme des abgewickelten Bindematerials, während der
Schnurträger sich dreht, so dafs einer Verwirrung des Bindematerials durch Abwesenheit
oder Unzulänglichkeit der zu bindenden Halme vorgebeugt wird.
10. Die Anbringung eines Schildes oder
Schutzes an dem einen Theil des zusammengesetzten Armes des Schnurträgers, um
irgend welche Verwickelung mit den Halmen während des Umganges des erwähnten zusammengesetzten Armes um sie herum
zu verhindern.
11. Die Anbringung von zwei Vorsprüngen
oder gröfseren Zähnen an der Seite des Getriebes 26 des Schnurträgerarmes und die Anbringung eines Ringes oder Reifens
(der mit zwei Einkerbungen, wie beschrieben, versehen ist) an die Seite des Zahnradsegmentes,
wodurch dem Getriebe eine
■ aussetzende Bewegung ertheilt wird, so dafs, wenn das Zahnradsegment dem Getriebe
eine vollständige Umdrehung ertheilt hat, dessen erwähnte Vorsprünge oder grofse Zähne auf der Peripherie des besagten
Ringes oder Reifens ruhen, und zwar einer über dem Mittelpunkt und einer unter demselben, wodurch das Drehen des
Getriebes und mithin auch des Schnurträgerarmes in irgend einer Richtung verhindert wird.
12. Die Befestigung des Bindeapparats an die
Träger 17, die in Lagern verstellbar sind, wie beschrieben und gezeigt wurde, und
die Einrichtung der Welle, sich mit den erwähnten Trägern fortzuschieben.
13. Die Verbindung der Schlingenbildner 50 und 51 und des feststehenden Schlingenhalters
oder Hakens 52 a, wie beschrieben und gezeigt worden ist.
14. Die Bewegung der Schlingenbildner direct von der Hauptwelle 19 durch Daumen,
Hebel und Verbindungsstange, wie beschrieben und gezeigt worden ist.
15. Die Anwendung des Festhalteapparates,
um eine Lockerung der Garbe zu verhindern, während die Schlingen auf die Scheibe
der sich hin- und herbewegenden Zange abgegeben werden.
16. Die Construction dieses Festhalteapparates, wie dieselbe beschrieben und in den Fig. 1,
3, 4, 42, 43, 44, 45 und 46 der Zeichnungen
dargestellt ist.
17. Der verbesserte Spannhebel, der bei 67 a in den Fig. 5, 6 und 7 dargestellt und
dessen Thätigkeit zum Anziehen der Schlingen und zum Darbieten der Schnur zum Abschneiden beschrieben wurde, nachdem
erstere von der Zangenscheide abgeschoben worden sind. .■·.'.
18. Die Ertheilung der gesammten Bewegungen zum Betreiben der Schlingenbildner, der
Scheide, des Schiebers und der hin- und hergehenden Zange von zwei Doppeldaumen aus, wie solches in Fig. 4 der Zeichnungen
dargestellt ist.
19. Die Herstellung des Schwanz- oder Endstückes 45 in einem Stück mit der
Scheide 44 und das Schützen dieses Schwanzstückes und der Zange vor Strohhalmen
durch einen Schild, wie in den _ Fig. 20, 30, 59 und 60 gezeigt ist.
20. Die Anbringung einer Feder innerhalb des Gehäuses 46 der Schnurträgerzange, wie
in Fig. 20 gezeigt ist, um zu verhindern, dafs die Zange 43 durch Reibung mit der
Scheide zusammen nach einwärts gezogen werde.
21. Die Einrichtung, durch welche der gesammte
Bindeapparat vermittelst der Kuppelung 39, Fig. i, 4 und 66, aufser Betrieb
gesetzt werden kann, woneben die eigentliche Mähmaschine ohne Bindemechanismus in Thätigkeit bleibt.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6975T | 1878-07-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6975C true DE6975C (de) | 1879-08-27 |
Family
ID=34608194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18786975D Expired DE6975C (de) | 1878-07-14 | 1878-07-14 | Getreidemähemaschine mit Garbenbinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6975C (de) |
-
1878
- 1878-07-14 DE DE18786975D patent/DE6975C/de not_active Expired
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