DE69737112T2 - Von einem Rohr verschossene Rakete - Google Patents

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    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B39/00—Packaging or storage of ammunition or explosive charges; Safety features thereof; Cartridge belts or bags
    • F42B39/20—Packages or ammunition having valves for pressure-equalising; Packages or ammunition having plugs for pressure release, e.g. meltable ; Blow-out panels; Venting arrangements
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02K—JET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00—Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof
    • F02K9/08—Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof using solid propellants
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse und ein Verschlussdesign für einen Raketenmotor, insbesondere für eine aus einem Geschütz- oder Kanonenrohr abgeschossene Rakete. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein insensitives Munitionssystem, welches einen oder mehrere Durchgangswege und ein inneres Kompressionskammersystem aufweist, welches den Gasdruck aufnimmt, welcher einem aus einem Geschützrohr verschossenen Raketensystem innewohnend ist, zur Verwendung eines dünneren Raketenmotor Zylindergehäuse und damit den verfügbaren Innenraum zur Aufnahme von Treibladungen über das Maß zu steigern, welches Stand der Technik ist. Diese Systeme können in Kombination oder einzelnen verwendet werden.
  • Hintergrund
  • Zum Geschützabschuss vorgesehene Projektile oder Raketen weisen ein Frontende auf, einschließlich eines Leitsystems und der Munition, und ein Heckende mit dem Raketenmotor. Diese zwei Elemente können in einem Stück gefertigt sein, mit einem gemeinsamen äußeren Gehäuse oder sie können getrennt voneinander gefertigt sein und anschließend miteinander vereinigt werden. Für den Fall, dass die beiden Elemente getrennt voneinander aufbewahrt werden müssen, ist es möglich diese erst unmittelbar vor dem Einsatz zusammenzufügen, oder sie können auch während der Lagerung, oder zusammengefügt werden, um dann unmittelbar einsatzbereit zu sein.
  • Wenn ein Raketenmotor während der Lagerung oder der Startvorbereitungsphase durch externe Wärmequellen unbeabsichtigt gezündet wird, insbesondere durch einen ungeplanten Treibladungsabbrand, wird der Schub einsetzen, bevor der Zielvorgang hinreichend abgeschlossen wurde. Wenn eine unbeabsichtigte Zündung durch den Einschlag von Fragmenten verursacht wird, welche unplanmäßige Düsenaustrittsöffnungen bilden, wird der Motor wild in unerwünschte Richtungen fortgetrieben. Wenn zudem durch ein solches Vorkommnis die Abbrandoberfläche der Treibladung sich unplanmäßig vergrößert, wird der dadurch entstehende exzessive Druck einen Unfall verursachen, welcher umstehende Personen und Eigentum beschädigen wird. In Hinblick auf diese Gefahren müssen heutige Waffensysteme gewisse Ansprüche im Bezug auf Sicherheitsanforderungen an insensitive Munition (IM) zur sicheren Lagerung erfüllen.
  • Bei der separaten Lagerung von Raketenmotoren werden die IM Sicherheitsanforderungen erfüllt, indem der innere Druck, welcher durch unerwünschte Zündung der Treibladung entsteht, abgelassen wird, durch Öffnung sowohl des vorderen als auch das Heckverschlusses des Gehäusezylinders zum Abbau des Drucks. Dieses erlaubt es, die Treibladung durch die somit geschaffene Öffnung ohne wesentlichen Schub in eine bestimmte Richtung abzubrennen, und ohne dass der Raketenmotor explodiert oder die brennende Treibladung explodieren könnte, wodurch metallische Gehäusezylinder Bruchstücke in vielerlei Richtungen auseinander fliegen.
  • Der Stand der Technik sieht den Einsatz eines Doppelweges zum Lastenausgleich zwischen den Merkmalen eines der beiden Verschlüsse oder zwischen den Merkmalen des Verschlusses und des Motorgehäusezylinders vor. Ein solcher Lastausgleichweg kann zur Aufnahme von relativ kleinen Lasten, welche während des Transports und während der Verladung vor dem Abschuss eintreten werden, ausgelegt sein; andere können zur Aufnahme wesentlich größere Lasten ausgelegt sein, wie sie typischerweise während des Startens oder während des Raketenmotorbetriebs auftreten können. Bezugnehmend auf Zylinderkörper zur Aufnahme von Raketenmotoren, beschreibt Hickey in US-Patent-Nr. 4,557,198 (1985) den Einsatz von Abscherstiften oder von Verschlussringen, welche so angebracht sind, dass der Lastweg mit hoher Lastkapazität durch die axiale Beschleunigung während des normalen Starts scharf geschaltet wird, (wahlweise mit oder ohne Auftreten eines Dralls) und welches gleichzeitig den Lastweg mit niedrigerer Kapazität entschärft. Boissiere beschreibt im US-Patent-Nr. 5,337,672 (1994) die Scharfschaltung des Hochkapazitätslastweges und die Entschärfung des Niedrigkapazitätslastweges durch den Gasdruck, welche bei dem Startvorgang selbst generiert wird, die Offenbarung des Dokuments erfüllt den kennzeichnenden Abschnitt nach Anspruch 1. Dolan in US-Patent-Nr. 4,597,261, (1986), Pannella in US-Patent-Nr. 3,887,991 (1975), Tate in US-Patent-Nr. 5,036,658, Koontz in US-Patent-Nr. 5,155,298 (1992), Ellingsen in US-Patent-Nr. 5,311,820, und Cherry in der Statutory Invention Registration Nummer H1144 offenbaren eine thermisch aktivierte Vorrichtung mit ähnlicher Ausrichtung. Ferner offenbart Malamas in US-Patent-Nr. 4,99,513 den Einsatz eines Luftdurchlasssystems, welches durch den Drall beim Start geschlossen wird.
  • Wie des Weiteren beschrieben wird, wird die sichere Entriegelung der Verschlüsse ebenfalls durch den Einsatz von Mitteln gewährleistet, mit niedrigen Abscherwiderstand, welche zwischen den Verschlusskomponenten oder zwischen dem Verschluss und dem Raketenmotor Zylindergehäuse angeordnet sind, um den Hochkapazitätslastweg solange im entschärften Zustand zu halten, bis dieser durch den Geschützdruck erfüllt wird. Sollte der Treibsatz unbeabsichtigt entzündet werden, werden die leicht abscherbaren Rückhaltemittel unter dem relativ niedrigen inneren Druck abscheren und so eine vollständige Öffnung oder eine Teilöffnung ermöglichen, um den Druck im Gehäusezylinders abzubauen. Dadurch wird der Innendruck, welcher durch die unbeabsichtigte Zündung aufgebaut wird, ohne Gefahr eines unbeabsichtigten vorzeitigen Antriebs oder einer Explosion abgebaut.
  • Wie ferner dargestellt wird, kann der vorteilhafte Einsatz des Geschützdrucks zum Entschärfen des Hochkapazitätslastwegs mit dem Einsatz zur Verringerung des inerten Gewichts (abzüglich des Gewichts des Treibsatzes) des verschiessbaren Projektils kombiniert werden.
  • Raketenmotoren werden zum Antrieb einer Nutzlast eingesetzt. Die Größe der Nutzlast, welche befördert werden kann, als auch die Geschwindigkeit und die Reichweite hängen im Wesentlichen von dem Gewicht – beziehungsweise der Masse – der Raketenmotorkomponente selbst ab. Bei Einsatz unter Hochkapazitätsanforderungen fokussieren die Raketenmotorentwickler sich auf die Minimierung des inerten Gewichts des Motors.
  • Einige Raketenantriebe sind entweder in einem "nachhaltigen" Modus optimiert, welcher den Geschwindigkeitsverlust oder den Verlust an Reichweite aufgrund von Reibung minimiert, oder in einem "Nachbrenner" Modus, welcher die Geschwindigkeit weit über das hinaus steigert, welches durch den Geschützdruck und die Kanonenrohrlänge und für den Einsatz in Geschütz verschiessbaren Projektile optimiert ist. In Anwendung nach dem Stand der Technik erfordert der auftretende hohe Druck und die hohe Beschleunigung des Projektils während des Geschützabschusses, welcher sich beim Kanonenabschuss des Projektil einstellt, einen wesentlichen Anstieg des inerten Gewichts des Raketenmotors – weit über das, was für den Motorbetrieb alleine – benötigt wird.
  • Zusätzlich kann die Kanonenbeschleunigung die Unversehrtheit des Treibsatzes beschädigen, wenn nicht große Vorsicht bei der Ausführung der Anordnung und der Mittel und der Trägermittel ausgeübt wird. Die Beschleunigungskräfte, welche während des Abschusses in dem Geschützrohr auf das Geschützgestartete Projektil wirken sind hundert- bis tausendfach größer als jener, die bei einem Raketen gestarteten Projektil auftreten.
  • Es gibt zwei Bauarten von Feststofftreibladung für Raketen. Eine Art besteht aus einem komprimierten Granulat, bei dem prinzipiell die gesamte zusammengefasste Oberfläche aller Partikel für den Abbrand unmittelbar nach der Zündung zur Verfügung steht. Bei der zweiten Bauart sind Treibstoff- und Oxidanz-Partikel miteinander in einer Gummimatrix verbunden, welche einen Komposit bildet, welches einen Feststoff nach einem Verbindungsprozess durch Wärme oder andere Eigenschaften entstehen lässt. Bei den Komposittreibladungen ist die Abbrandoberfläche durch die Anordnung der Oberflächen des Feststoffmaterials und der vorgesehenen Abbrandrate einstellbar. Während des Abbrandes der komprimierten Granulattreibladung werden wesentlich höhere Betriebsdrücke einwirken als beim Abbrand der gleichen Menge an Komposittreibladung. Daraus folgt, dass die Treibladung aus komprimiertem Granulat im Allgemeinen dort eingesetzt wird, wo Sprengstoffbehälter verwendet werden, die entsprechend hohen Betriebsdrücken widerstehen können. Wenn der Abbrand der Treibladung der Rakete nach dem Verlassen des Geschützrohres geschehen soll, werden im Allgemeinen Komposittreibladungen eingesetzt.
  • Der thermische Expansionsumfang von Kompositfesttreibladungen ist typischerweise, um eine Größenordnung höher als die Kapazität der eingeschlossenen oder diesen beinhaltenden Konstruktion. Ein Betriebstemperaturbereich von 38°C (100°F) führt zu einer Volumenänderung von ungefähr 2%. Sofern die Konstruktion und die Trägeranordnungen keine Deformation zulassen, tritt ein thermischer Druck in der Treibladung auf, welche zu Brüchen führt, somit zur unerwünschten Zunahme der Abbrandoberfläche und zu einer katastrophalen Zündung. Gewöhnliche Vorkehrungen um der thermischen Expansion zu begegnen, schließen eine zentrale axiale Perforation des Treibladungsgranulats, welches auf der äußeren Oberfläche des zylindrischen Gefäßes angeordnet sind, ein, und stellen die äußere Oberfläche des Treibladungsgranulats, welches an dem vorderen und hinteren Ende der Gefäßverschlussöffnung vorgesehen sind, bloß.
  • Die Dehn- und Scherkräfte und die Elastizitätsmoduli für typische Treibladungen sind gering im Vergleich zu denen der umgebenden Konstruktion. Aus diesem Grund geht die Abweichung des hydrostatischen Druckzustands während des Geschützabschuss mit großen Deformationen einher. Bei einer hohen Vorwärtsbeschleunigung neigt das Treibladungsgranulat dazu, das gesamte zur Verfügung stehende Volumen an dem Heckende des beinhaltenden Gefäßes vollständig aufzufüllen. Im Fall von freiliegendem Granulat, welches an dem Heckende ungebunden an der Oberfläche getragen wird, werden bei einer einwirkenden 10.000 g Umgebungsdruck und einer 43 cm (17 Zoll) Axiallänge der Treibladung ein hydrostatischer Druck an der Trägeroberfläche von 68.984 MPa (10.000 PSI) einwirken.
  • Bei Geschützabschuss können Variationen der heckseitigen Trägeranordnung zu Belastungen führen, welche die Unversehrtheit der granularen Treibladung verletzen. Allerdings sind bei den Beschleunigungen, welche beim Geschützabschuss auftreten, weder die Umfangsoberflächen für das unperforierte Granulat, noch des perforierten Granulats, welches an dem vorderen Ende befestigt ist, steif genug, um eine Belastung des heckseitigen Trägers zu vermeiden, außer wenn ein genügend großer Freiraum innerhalb des Motors vorgesehen ist.
  • Daraus folgt, dass beinahe die gesamte Kraft, welche auf das Treibstoffgranulat während des Geschützabschuss ausgeübt wird, direkt auf die Dichtung an dem Heckende einwirkt. Daraus folgt, dass ein 43 cm (17 Zoll) langer Treibstoffgranulatkegel typische Treibladungsdrücke von bis zu 68.948 MPa (10.000 psi) bei einer Beschleunigung von 10.000 g aufweist. Daraus folgt, dass die umfängliche Oberfläche des Treibladungsgranulats sich bei der Füllung des Zylinders ausdehnen wird, welches einen Radialdruck ausübt, welcher einen (hydrostatischen) Druck von 68.984 MPa (10.000 psi) an dem Heckende entspricht, während an dem vor dem Ende ein Druck von Null herrscht.
  • Dementsprechend muss der Gehäusezylinder während des Geschützstarts Spannungen in Umfangsrichtung, aufgrund des internen Drucks aufnehmen, welcher mehrmals größer ist als der spätere Betriebsdruck bei Abbrennen des Treibsatzes während des Fluges. Zudem ist während des Geschützstarts einer axiale Kraft nötig, um die Nutzlast zu beschleunigen, welche vor dem Raketenmotor auftritt, diese muss um das Treibstoffgranulat herum abgeführt werden, weshalb das Raketenmotorgehäuse so ausgelegt sein muss, dass es dabei sich nicht verformt.
  • Die Knicklast eines axial zusammengedrückten dünnen Zylinders hängt insbesondere von seinem Radius, der Dicke und von der Länge und von einzelnen Materialeigenschaften, insbesondere dem Elastizitätsmodul bei dem wirksam eingebrachten effektiven Druckpegel, ab. Wenn das Material „nachgibt", verringert sich das Modul von einem Anfangswert, Youngsches Modul, bis auf eventuell Null) (duktiles Material). Der effektive Druck („von Mieses" Verformungskriterium) kann unter der Kombination von Anfangsdruck und axialem Kompressionsdruck, welcher während der Geschützabfeuerung auftritt, um 37 % unterhalb des Umfangs- oder axialen Drucks liegen, je nachdem, welcher von beiden größer ist. Das Material verformt sich wirksam unter dem gemischten Spannungs- und Kompressionsbedingungen bei einem wesentlich niedrigeren Druckpegel als dieses für eine einzelne Druckart alleine der Fall wäre und dadurch wird das Elastizitätsmodul – und damit auch die Knicklast – deutlich reduziert. Darum ist die Wanddicke, welche zur Sicherstellung eines geeigneten Sicherheitsfaktor notwendig ist wesentlich höher, als dieses für die Auslegung gegen einen internen Druck oder eine axiale Kraft alleine der Fall werde.
  • In den vergangenen Jahren wurden Anstrengungen zur Verbesserung des oben beschriebenen Verhaltens sowohl der Treibladung als auch des Gehäusezylinders vorgenommen, und erlaubten es, einen Geschützdruck auf das Innere des Raketenmotorgehäuses auszuüben. Paget offenbarte in dem US-Patent-Nr. 3,349,708 verschiedene Ausführungsformen eines in einem Geschütz abgeschossenen Raketenprojektils, welches eine Festtreibstoffladung beinhaltet und es erlaubt, dass die Geschützgase an dem Heckende eindringen. Pagets Ziel war es, die Gehäusewand so dünn wie möglich zu halten und schlug vor, dass dieses durch den Einsatz eines Durchgangsweges, welcher zu Gleichverteilung der Geschützdruckgase auf beiden Seiten, sowohl Innen- als auch der Außenseite des Projektils, zu erreichen ist. Die Geschützverbrennungsgase kommen dadurch ebenso in Kontakt mit der eingesetzten Festtreibstoffladung, und welches einer Quelle des Treibstoffabbrands sein kann. Stifte oder Federn halten den Durchgangsweg offen, bis das Geschützabbrandgas durch den Durchgangsweg eingetreten ist, und werden dann bei Austritt des Projektils aus dem Geschützrohr geschlossen.
  • Ein weiterer Ansatz ist das Befüllen des inneren leeren Volumens mit einer selbst extrudierenden Flüssigkeit, insbesondere Gummi oder dergleichen. Der Druck drückt die Flüssigkeit durch die Düsenöffnung aus dem Raketenmotor, sobald die Lagertemperatur sich ändert, worin der Düsenauslasskonus ein Reservoir für überflüssige Flüssigkeit wird. Die Flüssigkeit wird mit Zündung des Treibmittels ausgestoßen.
  • Das Zulassen von Eindringen von Geschützdruckgas in das Innere des Raketenmotors, welcher mit einem flüssigen Hohlraumfüllmittel gefüllt ist, hat sowohl offensichtliche als auch verdeckte Auswirkungen. Dabei ist offensichtlich, dass bis auch die Außenoberfläche des Raketemotors von dem Geschützdruck erfasst wird, das Innere des Gehäusezylinders einen Geschützdruck von mehr als 413,69 MPa (60.000 psi) internen Druck oder anders ausgedrückt – eine Größenordnung oberhalb des normalen Bereichs des Raketemotors Betriebsdrucks – aufnehmen muss. Um dieses fortzuführen, wird der Verschluss des gleitenden Dichtungsmaterials zwischen dem Projektil und dem Geschützrohr, welches es verhindert, dass der Geschützdruck um das Projektil herum austritt, von dem hinteren Ende zu dem vorderen Ende des Raketemotors versetzt. Daraus folgt, dass die quasistatische Situation bei maximaler Beschleunigung, der differentiellen Druck entlang der Gehäusezylinderwand ein äußerer Druck mit unterschiedlicher Größenordnung ist und die Strömung des Druckgradienten der Feststofftreibladung widerspiegelt. Ferner geht die axiale Kompression des Gehäusezylinders verloren, weil die Beschleunigungskraft für die Nutzlast direkt auf den vorderen Verschluss wirkt.
  • Die verdeckten Auswirkungen betreffen das dynamische Verhalten, wenn der Geschützdruck nach der Zündung sehr schnell ansteigt und bei Austritt aus dem Geschütz der Druck verschwindet, sobald die Abdichtung das Geschützrohr verlässt. Die Intensität des eingebrachten Geschützdruckes an der Außenseite wirkt aufgrund der geringen Ordnung in dem Raketenmotor auf der Innenseite geringer, als die Druckintensität, welche auf der Außenseite auftritt. Dieses führt zum Knicken des Gehäuses, wenn die Dauer des Druckunterschieds lange genug Anhält. Auch wenn der Abdichtung (des Projektils) das Geschützrohr verlässt, verhindert der relativ kleine Düsenauslass, den sofortigen Abfall des internen Drucks, nachdem der externe Druck verschwunden ist. Das kann zu einem Platzen des Gehäuses führen, wenn dieses nicht dick genug ausgelegt ist, um den Geschützdruckpegel, welcher wirkt bevor der Abdichtung das Geschützrohr verlässt.
  • Von Geschützen abgefeuerte Raketenmotoren sind offensichtlich in ihren Außendurchmesser durch die größere des Geschützrohres, aus dem sie abgefeuert werden begrenzt. Deshalb kann unter Einsatz von üblichen Treibladungen und Raketenmotordüsen angenommen werden, dass eine größere Reichweite oder Geschwindigkeit des Projektils durch Konfigurieren des Raketenmotors in der Weise erzielt werden, dass eine maximale Menge an Treibmittel aufgenommen werden kann.
  • Die Menge an Treibmittel, welche in Geschütz abgefeuerte Raketenmotoren aufgenommen werden kann, wird dadurch maximiert, dass der Innendurchmesser des Raketenmotors in dem Gehäuse maximiert wird, indem das Zylindergehäuse so dünn wie möglich hergestellt wird. Jedoch muss der Gehäusezylinder stark genug ausgebildet sein, zur Aufnahme der Geschützabfeuerungslasten und wenn es der Druckunterschied zwischen der inneren der Außenseite des Gehäusezylinders erfordert muss dieser nicht nur bei Maximalpegeln ausgehalten werden, sondern auch wenn der Geschützdruck während des Abschusses anfangs ansteigt und später abfällt, nachdem der Raketenmotor das Geschützrohr verlassen hat. Raketenmotoren, welche nach dem Stand der Technik hergestellt sind, müssen die Geschützabschusslasten überstehen, welche mehrfach höher sind als die Lasten, welche während des Raketenmotorabbrands auftreten. Dieses erfordert stärkere Konstruktionen, was wiederum die verfügbaren Volumina für Treibladungen verringert und das Gewicht der trägen Masse des Motors erhöht, wodurch die zu erwartende Reichweite und Geschwindigkeit des Projektils verringert wird.
  • Darum wird eine Verbesserung gegenüber den Stand der Technik dadurch erzielt, durch Einführen einer Raketenmotoranordnung, welche sich auf die Verringerung der einwirkenden Lasten auf das Raketenmotor Zylindergehäuse spezialisiert, während dieses so gestaltet ist, dass es dem Geschützdruck beim Abschuss standhält, wobei gleichzeitig das Gewicht der trägen Masse verringert wird, und der Anteil an verfügbaren Treibladungsvolumen erhöht wird, worin gleichzeitig ein insensitives Munitionsgehäuse- und Verschlussdesign für einen Geschütz verschossenen Raketenmotoren vorgesehen wird.
  • Die vorliegende Erfindung weist ein Raketentriebwerk auf, bestehend aus dem Folgenden:
    einem Treibmittel umgeben durch ein Gehäuse, welches eine zylinderförmige Region, ein geschlossenes Frontende und eine Heckanordnung, einschließlich eines Heckschließmittels, versehen mit einer zentralen Öffnung, befestigt an dem Gehäuse innerhalb der zylinderförmigen Region, aufweist;
    eine Düsenanordnung und
    ein in dem Triebwerk angebrachter Treibmittelzünder,
    dadurch gekennzeichnet, dass eine gleitende Kolbenanordnung verschiebbar innerhalb der Heckanordnung und des Gehäuses vorgesehen ist, um bewegungsfähig zu sein zwischen einem Ruhezustand angrenzend zur Heckposition, und einer maximalen Druckposition im Bereich vor der Heckanordnung, in der das Treibmittel axial zusammengedrückt wird, bei der radialen Ausdehnung des Treibmittels bezüglich des Gehäuses;
    dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenanordnung verschiebbar innerhalb eines zentralen Rohrs der gleitenden Kolbenanordnung angebracht ist, um zwischen einer Stellung bezüglich des Vorwärtsentlüftungsöffnungswegs und einer Stellung bezüglich des Heckentlüftungsöffnungsverschlusswegs beweglich zu sein; und
    dass eine Brandwegkonstruktion in Kombination mit gleitendem Kolben vorhanden ist und schließt mindestens eine blattförmige Isolierung ein, positioniert zwischen einem Teil der Heckoberfläche des Treibmittels und einer Frontoberfläche des gleitenden Kolbens, damit der anormale Treibmittelabbrand sich entlang einer Heckoberfläche der blattförmigen Isolierung fortpflanzen kann und der normale Treibmittelabbrand sich entlang einer Frontoberfläche der blattförmigen Isolierung fortpflanzt.
  • Das Hauptaugenmerk liegt dabei nicht nur auf der Entwicklung zur Konstruktion eines Raketenmotors, der nicht nur optimale Ergebnisse beim Transportieren einer Nutzlast an einen ausgewählten Ort liefert, sondern dieses unter Erhöhung der Reichweite der Rakete vollbringt und die Möglichkeit einschließt, dass der Raketenmotor die Abschusssequenz übersteht, um die Möglichkeit aufzuweisen, die Größenveränderung des Festtreibsatzes durch Temperaturschwankungen auszugleichen, wobei der Raketenmotor gleichzeitig unter Einhaltung der Eigenschaften einer insensitive Munition mittels eines Verschlusses des Raketenmotors durch abscherbare Verschlüsse, transportiert und gelagert werden kann.
  • Um die zuletzt genannte Anforderungen zu erfüllen, weist die vorliegende Erfindung eine Vielzahl von Kopplungsverfahren auf, welche insbesondere die Eigenschaften der Abscherbarkeit mit geringem Scherwiderstand aufweisen, um zu ermöglichen, dass der Raketenmotor relativ gefahrlos abbrennen kann, falls die Treibladung bei Lagerung oder Transport ungewollt gezündet wird, worin gleichzeitig die Munition insensitiv ist, wobei diese Schereigenschaften mit einem hohen Scherwiderstand aufweist. Sobald diese sich in einer Geschützdruckumgebung befindet, welche wesentlich höhere Drücke aufweist, als unter Normaldruckbedingungen auftreten. Ferner weist die vorliegende Erfindung einen umgestalteten Innenraum des Motors selbst auf, um einen Innenraum aufzuweisen, welcher durch bewegbare Kolben gesteuert wird. Diese bewegbaren Kolben werden nicht nur die Anpassung des Volumens aufgrund von Temperaturveränderungen durchführen, welche den im Festkörpertreibstoff betreffen, sondern auch die Konstruktionseigenschaften des Raketenmotors dahingehend beeinflussen, dass dünnere und leichtere Materialien eingesetzt werden können.
  • Durch eine derartige Konstruktion des Motors wird nicht nur das für Treibladungen zu Verfügung stehende Volumen erhöht, sondern auch das Gesamtgewicht der trägen Masse reduziert, wodurch sowohl erreicht wird, dass die Reichweite erhöht wird, als auch die Effektivität des Raketemotors selbst verbessert wird. Zusätzlich wird erzielt, dass der umgestaltete Innenraum im Wesentlichen den Geschützdruck, welcher mit dem Abfeuern des Projektils aus dem Geschütz verbunden ist, aufgenommen wird, und damit eine Raketenmotorkonstruktion ermöglicht wird, mit der Fähigkeit, den dramatischen schnellen Anstieg und den dramatischen plötzlichen Abfall des Druckes in Verbindung mit Geschütz abgeschossenen Raketen zu widerstehen.
  • Die vorliegende Erfindung zeigt eine Vielzahl von inneren Kompressionskammern auf, welche mit dem Geschützrohr mittels Öffnungen zum Aufnehmen des Kanonendrucks verbunden sind, wobei jede im Wesentlichen von gleicher Größe ist. Ferner sieht der Einsatz eines Dichtungsring im Raketenmotor der Rakete in Verbindung mit der internen Kompression die Möglichkeit vor, den Druckunterschied zwischen dem internen und dem externen Druck, zu minimieren, welcher sich beim Auslauf der Rakete aus dem Geschützrohr rapide ändert. Zudem wird beinahe der gesamte Geschützdruck auf die innere Oberfläche des vorderen Verschlusses ausgeübt, welcher damit eine Beschleunigungskraft für die der vorliegenden Nutzlast vorsieht. Die axiale Kraft in dem Zylindergehäuse wird auf niedrige Pegel reduziert, welche notwendig sind, um das Heckende zu beschleunigen und weitere heckseitig angeordnete Vorrichtungen auf die ein axialer Druck ausgeübt wird. Die vorliegende Erfindung ist so ausgestaltet, dass sie aus Materialien konstruiert wird, insbesondere 18 Ni 300 martensitaushärtender Stahl, welche geeignete Fähigkeiten aufweisen, bei der Dicke der eingesetzten Teile, um alle darauf einwirkenden Lasten zusätzlich mit einer erhöhten Sicherheit zu widerstehen zur Vorsehung einer wirksamen Konstruktion für den Raketenmotor.
  • Andere Merkmale, Eigenschaften und Charakteristiken der vorliegenden Erfindung werden deutlich aufgrund der folgenden Beschreibung und den dazu beigefügten Zeichnungen, welche insgesamt einen Teil der Spezifikation bilden und worin die Bezugszeichen auf die korrespondierenden Teile in den bezugnehmenden Abbildungen bezeichnen.
  • 1 ist eine teilweise Aufsicht und ein teilweiser Querschnitt einer Rakete, welche einen Raketenmotor gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist;
  • 2 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines verbesserten Raketenmotors in Ruhelage;
  • 3 ist eine weitere Ansicht des Raketenmotors aus 2, worin ein Gleitkolbens in der Stellung bei der Maximaldruckbedingung bewegt wird;
  • 4 ist ein vergrößerter Teilausschnitt des Heckendes des Raketenmotors, wie er in 2 dargestellt; er ist;
  • 5 ist eine vergrößerte Teilansicht des Heckendes des Raketenmotors aus 3; und
  • 6 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht eines Teils aus 4.
  • 1 stellt eine Rakete dar, im Wesentlichen bezeichnet mit dem Bezugszeichen 1, welche ein vorderes Ende 2, aufweist, welches Nutzlast aufnehmen kann, insbesondere ein Führungssystem und einer Explosivladung und einen heckseitigen Raketenmotor, im Allgemeinen mit 3 bezeichnet, welcher in einer teilweisen Querschnittsansicht gezeigt ist. An dem hinteren Ende ist eine Düsenanordnung im Allgemeinen bezeichnet mit dem Bezugszeichen 130 angeordnet und Heckklappen 4 sind dargestellt, welche drehbar an dem hintersten Teilstück des Raketenmotor 2 befestigt sind.
  • Diese Rakete 1 ist zum Abschuss durch ein Geschütz oder eine ähnliche Waffe konstruiert. Zusätzlich bezieht sich die vorliegende Erfindung hiernach im Wesentlichen auf insensitive Munitionssysteme (IM), welche durch die Einwirkung des Kanonendrucks entsichert werden und auf einen Ansatz zur Reduktion des Raketenmotorgesamtgewichts bei gleichzeitiger Bewahrung der wesentlichen konstruktiven Integrität zielen.
  • Während des Kanonenabschuss werden die Riffelung des Geschützrohres und der Drall, welcher durch den Dichtring vermittelt wird, dazu führen, dass das Projektil bei Verlassen des Geschützrohres sich schnell dreht. Die hohe Kompression an der Schnittstelle zwischen der inneren Oberfläche des Gehäusezylinders und dem Treibladungsgranulatisolator, eingeführt durch den zulässigen Kanonendruck in der Innenseite des Raketenmotors, ist mehr als hinreichend, um das nötige Drallinkrement zu vermitteln, welches über die Reibung auf das Treibmittelgranulat übertragen wird.
  • Nun bezugnehmend auf die nächste Ausführungsform im Einzelnen bezeichnet mit 2 bis 6, stellt einen verbesserten Raketenmotor 300 dar. 2 und 4 zeigt den Raketenmotor unter Ruhebedingungen wie er eingangs aufgebaut ist und im Einzelnen einen vergrößerten Ausschnitt eines Teils des hinteren Endes, wie er in 4 dargestellt ist. 3 und 5 stellt die Rakete dar und insbesondere eine vergrößerter Teilansicht des Heckendes bei höchster Beschleunigung, bei welcher der Druck innerhalb des Geschützrohres der verschießenden Waffe am höchsten ist.
  • Der Raketenmotor 300 weist ein vorderes Ende auf, welches im Allgemeinen mit 302 bezeichnet ist, und ein Heckende, welches im Allgemeinen mit 304 bezeichnet ist, ein äußeres Gehäuse 306, welches die Treibladung oder das Treibladungsgranulat 308 aufnimmt.
  • Eine Heckverschlussanordnung im Allgemeinen mit 310 bezeichnet, weist ein Heckverschlussmittel 312 auf, angebracht und angeschweißt bei Bezugszeichen 399 mit dem Heckende des Gehäuses 306. Eine Düsenanordnung im Allgemeinen bezeichnet mit Bezugszeichen 314, einen Gleitkolben mit dem allgemeinen Bezugszeichen 316 und eine Zündvorrichtung im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 318 bezeichnet. Wie auch in den vorausgegangenen Ausführungsformen werden geeignete Flugsteuermittel und drehbar angeordnete Beifügegehäuse dazu (nicht dargestellt an dem Heckende 304 angebracht, unter Einsatz eines ringförmigen Gewindes 320, welches in dem Heckverschlussmittels 312 vorgesehen ist, so dass die Steuermittel an dem Gehäuse zum Ausklappen nach außen vorgesehen sind und das Gehäuse sich dreht, wie es notwendig und angebracht ist, wenn die Rakete das Geschützrohr der verschießenden Waffe verlässt.
  • Bezugnehmend auf 2 und 4 und insbesondere 4 wird das Heckverschlussmittel 312 dargestellt, wie es an einem inneren Zylinderlauf 322 angeordnet ist.
  • Die Gleitkolben 316 weist einen zylindrischen Hauptkörper 330 auf, welcher eine äußere oder externe Oberfläche 452 und eine innere Kammer 332 aufweist und eine angewinkelte innere hintere Oberfläche 334 mit einem Ausgangskonus 336, welcher mittels konventioneller Verfahren angefügt ist, insbesondere dem Anschrauben des Ausgangskonus 336 oder auch ggf. an den Gleitkolben 316 angeklebt wird. Die innere Kammer 332 wird durch die Heckwand 338 gebildet und ein zylindrischer Innenraum wird durch eine innere zylindrische Wand am Heck 340 gebildet, eine vordere zylindrische Wand 342, welche einen größeren inneren Durchmesser aufweist als die zylindrische Heckwand 340 und einer zulaufende Verbindungswand 344, welches sich zwischen diesen beiden erstreckt. Die vordere zylindrische Wand 342 wird mit einem klebenden Gummischichtisolator versehen, der sich wie in 346 angezeigt ist, erstreckt, obwohl dieses nicht unbedingt notwendig ist.
  • Der Gleitkolben 316 weist eine Flansch 350 auf, welcher sich radial von dem zylindrischen Körper 330 nach außen erstreckt, um in die innere Oberfläche des Gehäuses 306 einzurasten. Drei Dichtungsbauteile, einschließlich äußerer Aluminiumringe 352 und 356 und einem zentral positionierten O-förmiger Gummiring 354 sind derart angebracht, wie es bereits vorher beschrieben wurde. Die Aluminiumringe 352 und 356 sind zum gewährleisten der Integrität des O-förmigen Rings 354 angebracht und bewahren diesen davor, während der Bewegung des Gleitkolben 316 herausgedrückt zu werden. Dieser Abdichtkomponenten sind zudem mit einem äußeren peripheren Flansch 353 ausgestattet, um einen gleitenden Kontakt zwischen der äußeren Peripherie des Flansches 350 und der inneren Oberfläche des Gehäuses 306 zu gewährleisten, wenn der Kolben 316 sich in Sicht und der Heckposition nach vorne bewegt, so wie es der Fall ist von dem Wechsel der Position dargestellt 2 zu der Position dargestellt in 3 der Fall ist, wenn die Rakete einem inneren Druck während des Geschützabschusses ausgesetzt wird und danach die Treibladung oder das Treibstoffgranulat 308 axial komprimiert wird.
  • Der radial sich ersteckende Flansch 350 weist eine hintere Oberfläche oder Heckoberfläche 360 und einer Frontoberfläche 362 auf. Ein Hartkunststoffisolator 370 ist auf der vorderen Oberfläche 362 angebracht und im Gegenzug ist ein sich verjüngender Gummiisolator 372 auf dem Hartkunststoffisolator 370 befestigt. Der Hartkunststoffisolator 370 hat einen keilförmigen Querschnitt, welcher sich von dem inneren zum äußeren Rand hin verdickt, und seine breiteste Ausdehnung benachbart zu dem Gehäuse 306 aufweist. Der angespitzte Gummiisolator 372 wird gekennzeichnet durch eine keilförmiges Profil, welcher an den Hartkunststoffisolator 370 am Ort von dessen größter Ausdehnung angrenzt. Er ist benachbart zu der Düsenanordnung 314 und verjüngt sich dann nach außen hin gerichtet bis zum Ort der geringsten Abmessung, dort wo der Isolator aus einer dreieckförmigen Randfläche, mit Bezugszeichen 374 gekennzeichnet, gebildet ist, welcher eine innere angewinkelt Oberfläche 378 aufweist.
  • Die Düsenanordnung 314 besteht aus einem vorderen Düsenisolator 380, einen hinteren Düsenisolator 382, welcher klebend mit dem Wolframkegeleinsatz 384 verbunden ist, worin [der vorderen Düsenisolator 380 und der hinteren Düsenisolator 382] aber nicht miteinander verbunden sind, und einer ringförmigen Düsendichtung 386, welche einer Lippendichtung 388 aufweist, welche sich vorschiebt oder radial von dem hinteren Ende nach außen vorsteht und mit dem hinteren Düsenisolator 382 klebend verbunden ist. Der vordere und hintere Düsenisolator 380, und 382, weisen jeweils eine ineinander greifende Nut und Federkonstruktion auf, die mit 390 bezeichnet ist, um die Radialbeschädigungen des Gummiblattisolators 346 des Gleitkolbens 316 zu verringern.
  • Der hintere Düsenisolator weist eine angewinkelte hintere Oberfläche 392 auf und hat eine zylindrische äußere Oberfläche, dargestellt durch die gestrichelte Linie 394 und eine Reihe von vorzugsweise drei nach außen vorstehenden Rippen 396, welche in die hintere zylindrische Wand 340 des Gleitkolben 316 einrasten. Wenn drei derartige Rippen eingesetzt werden, können sie zu jeweils 120° voneinander beabstandet sein. Daraus folgend befindet sich zwischen der hinteren zylindrischen Wand 340 und der äußeren Oberfläche 394 eine Lücke. Ähnlich existiert eine Lücke 398 zwischen der vorderen zylindrischen Wand 142 und der äußeren Zylinderoberfläche 381 bis zum vorderen Düsenisolator 380. Es sei angemerkt, dass der innere der beiden sich verjüngenden Gummiisolatoren 372 und der Hartkunststoffisolator 370 an dieser Lücke 398 enden und damit das vordere Endteilstück der Lücke 398 bilden.
  • Wie in 6 dargestellt ist, dient das Gehäuse 306 als äußerer Behälter für die Rakete. In dem Innenteil des Gehäuses 306 vor dem Hartkunststoffisolator 370 existiert ein Freiraum 400, und eine Extension 402 auf dem angewinkelten Gummiisolator 372. Eine Schulter 404 wird auf der Innenseite der Extension 402 gebildet und innerhalb der Extension 402 sind sequentiell Auflageschichten 406 aufgelegt, welche sich entlang eines Teilstück der Extension 402 erstrecken, wobei die Auflageschichten an den zylindrischen Inhibitor 408, welcher aus einer Teflonschicht 410 besteht, enden, und welche sowohl die inneren auch die äußeren Oberflächen bedecken. Auf der Innenseite der Schichtauflage 406 ist ein zylindrischer gummiartiger Isolator 412 angebracht mit einer aus einem Polymer oder einem ähnlichen Einsatz 414, verbunden mit der Treibladung 308 durch Klebstoff, welcher die gesamte Oberfläche der Treibladung 308 bedeckt, und worin diese sich vor der angewinkelten Oberfläche 378 erstreckt. Aus 2 ist erkennbar, dass der Einsatz 414 sich um das Treibladungsgranulat 308 erstreckt und dass die Extension 402 sich um das Gehäuse 306 erstreckt bis zu einer Stelle benachbart zu dem vorderen Ende 302.
  • Es sei angemerkt, dass die exakte Auswahl von Materialien, welche zum Umgeben und zum Isolieren des Treibladungsgranulats 308 eingesetzt werden, als auch ihre Anordnung und Abmessungen sich abhängig von der eingesetzten Treibladung unterscheiden können, wobei diese angesprochenen Komponenten dem Fachmann bekannt sind.
  • Der Gummiblattdüsenisolator 420, wie er in 9 dargestellt ist, erstreckt sich um das Heckende des Treibsatzes 308 und entlang der Frontoberfläche 376 des sich verjüngenden Gummiisolators 372, entlang der Frontoberfläche 422 des vorderen Düsenisolators als auch der angewinkelt inneren Oberfläche 424. Der Gummiblattdüsenisolator 420 bedeckt die angewinkelte vordere innere Oberfläche 426 des Wolframkegeleinsatzes und endet an einer Stelle benachbart zu dem kleinsten Teilstück des Düseneinsatzes 385, an der der Gummiblattdüsenisolator 42CI, welcher durch einen Inhibitor 428 abgedichtet wird. Dieser wird aus flüssigem Gummi gebildet, welches eingeführt wurde und bei Raumtemperatur abhärtet. Zwischen dem Gummiblattdüsenisolator 420 und dem sich verjüngenden Gummiisolator 370, befindet sich eine zusätzliche Auflageschlicht 432, welche als sich erstreckendes Teilstück in dem Gebiet zwischen der angewinkelten und geneigten Oberfläche 378 und den ringförmigen Spalt 398 dargestellt ist. Die Auflageschicht 432 kann eine ringförmige Form aufweisen oder einen Streifen bilden. Das Gebiet entlang der hinteren Seite des Gummiblattdüsenisolators 420, an dem die Auflageschicht 432 positioniert ist, ist mit den Buchstaben "A" in 8 bezeichnet. Der hintere Oberfläche des Gummiblattdüsenisolators 420 ist geeignet mit einem Teil der Oberfläche 476 verbunden und ebenso mit der Oberfläche 422, 424 und 426; die Vorderseite des Gummiblattisolators 420 ist an der hinteren Oberfläche der Treibladung 308 befestigt. Gase, welche von dem normalen Abbrand resultieren, welcher durch Wärmeinwirkung von außen auf das Gehäuse 306 verursacht wird, werden sich in Heckrichtung ausbreiten und als Gase heckseitig durch die Auflageschicht 406 und entlang des Einsatzes 414 sich ausbreiten und über die unverbundene Treibladungs-/Isolator-Oberfläche 378 am Heck ausgestoßen werden oder, wie in den Abbildungen dargestellt ist, sich auf der rechten. Seite des Gummiblattdüsenisolator 420 und durch den ringförmigen Spalt 398 entweichen ohne zwischen dem Gummiblattdüsenisolator 420 und dem vorderen Düsenisolator 380 zu entweichen. Während des normalen Abbrandes, welcher an dem hinteren Ende der Treibladung 308 beginnt, breitet sich der Abbrand entlang der vorderen Seite des Gummiblattisolators 420 aus. Beide dieser weiteren Abbrandsequenzen sind im Folgenden näher beschrieben. Verfahren für die Herstellung von Klebeverbundoberflächen und die Auswahl von Kleberzusammenstellungen, welche mit dem Treibladungsmaterial und den Isolatormaterialien kompatibel sind, sichern die Funktionsweise des Abbrandweges, gemäß der vorliegenden Beschreibung, ab. Diese sind dem Fachmann bekannt.
  • Wie in den Abbildungen dargestellt ist, verbleibt demzufolge die Treibladung 308 angrenzend an der oben erwähnten Oberfläche und ein kegelförmiges Teilstück erstreckt sich in Richtung des Düsenmundstücks.
  • Der Gummiblattdüsenisolator 420 erstreckt sich entlang des Spalts 398 und blockiert dessen Eingang. Bezugnehmend auf 6 ist dargestellt, wie der Gummiblattdüsenisolator 420 angeordnet ist. Dieser erstreckt sich zwischen der Ecke der Oberfläche 378, welche zu der Treibladung 308 benachbarten und nicht mit dieser verklebt ist, und der mit der Treibladung verklebten Oberfläche 346. Eine Inhibitorfläche 430, welche als ein Teilstück des äußeren, peripheren Teils des Gummiblattdüsenisolators 24 angeordnet ist, erstreckt sich radial in einem abgegrenzten Abstand nach innen. Auf der heckseitig ausgerichteten Seite. An dieser Fläche befindet sich eine Auflageschicht 432, welche sich ebenfalls radial nach innen auf eine zweite Distanz begrenzt, wie sie mit dem Bezugszeichen A in 4 bezeichnet ist. Diese Auflagefläche 432 ist vorzugsweise aus einem gewebten, synthetischen Textil hergestellt, insbesondere Polypropylen, Nylon oder einem anderen Stoff mit niedrigem Schmelzpunkt. An der Stelle, an der die Auflagefläche 432 endet, ist der Gummiblattdüsenisolator 420 an denen überbleibenden Teilstück und den vorwärts gerichteten Oberflächen 376, 422, 424 und 426 angelegt, derart, das ein normaler Abbrand sich auf deren heckseitigen Seite und ein normaler Abbrand auf der vorwärts gerichteten Seite auswirken wird.
  • Durch Einbringen dieser konstruktiven Merkmale in dieses Raketenmotordesign, werden die Erfordernisse für insensitive Munition (IM) umgesetzt, was dazu führt, dass die Anforderungen an eine sichere Lagerung durch Einsatz der aufeinander abgestimmten Eigenschaften der folgenden Einzelteile erzielt wird: dem Isolators 370 und 372 positioniert an der Vorderseite des Gleitkolbens 316, dem Gleitkolben 316 selbst und der Düsenanordnung 314 und dem Zusammenspiel mit dem Gleitkolben 316, dem Gummiblattdüsenisolator 420, und der begrenzten Fläche der Auflageschicht 432, welche miteinander verklebt sind, so dass folgende eine Sequenz von Vorgängen dazu beiträgt, dass die IM Vorschriften zuverlässig eingehalten werden, bei gleichzeitiger Gewährleistung einer fehlerfreien Treibladungszündung.
  • Zur Erläuterung der Umsetzung der IM-Anforderungen wird nun die Funktionsweise des Systems beschrieben. Wie bereits erläutert wurde, überdeckt der Gummiblattdüsenisolator 420 ein Teilstück der Auflageschicht 432, welche in einer begrenzten Region der vorderen Oberfläche 376 des sich verjüngenden Gummiisolator 372 benachbart zu dem äußeren Teilstück dieser Fläche 376 angebracht ist. Bei einem normalen Abbrand oder einer Zündung, welche aufgrund der äußeren Erwärmung des Gehäuses auftreten kann, kann der Abbrandweg sich längs der Heckseite des Gummiblattdüsenisolators 420 befinden. Bei einem solchen abnormalen Abbrand, welcher an der äußeren Seite des Treibsatzes beginnt, pflanzt sich der Abbrandweg entlang der inneren Oberfläche der Extension 402 fort und folgt dann der angewinkelten oder geneigten Oberfläche 378. Wenn der Abbrand das äußere periphere Ende des Gummiblattdüsenisolator 420 erreicht, wird der Abbrand eine ausreichende Wärmeentwicklung aufweisen, um die Auflageschicht 430 zu schmelzen; Aufgrund der erzeugten Gase wird bei der die Abbrandtemperatur mehr als 1000°C oberhalb der Dekompositionstemperatur der Auflageschicht 432 liegen. Wenn die Auflageschicht 432 schmilzt oder sich zersetzt, wird ein Raum und eine Aushöhlung an der hinteren Seite des Gummiblattdüsenisolators 24 gebildet. Durch diese Aushöhlung wird der Abbrandweg sich radial nach innen fortsetzen und dabei den Gummiblattdüsenisolator 420 von der vorderen Oberfläche 346 des keilförmigen Gummiisolators 372 fortbewegen, bis der Abscheidungsprozess den zylindrischen Spalt 398 erreicht. Bei Erreichen dieser Stelle des zylindrischen Spalts 398 wird der Belüftungsweg geöffnet. Das angesammelte Gas wird heckseitig durch den Spalt 398 austreten, und sich dann beide Düsendichtung 386 in den Innenraum eintreten und dann den zylindrischen Raum zwischen der äußeren Oberfläche 394 und der hinteren zylindrische Wand 340 einnehmen. Durch den Belüftungsweg über den Spalt 398 wird der Abbrand von der Düsenanordnung 314/der Treibladung 308 und den angrenzenden Flächen fern gehalten. Wünschenswerter Weise wird sich der Belüftungsweg daraufhin zu Atmosphäre hin öffnen, jedoch wird der Pfad durch die Zündungsanordnung 318 blockiert. Die Verbindung zwischen der Zündungsanordnung 318 und der inneren kegelförmigen Oberfläche des Auslasskegels 336 wird durch konventionelle weiche und zerbrechliche Klebstoffe gebildet, wodurch diese eine Bindung herstellen, welche aufgebrochen und abgetrennt werden kann. Bei Ausbildung eines genügend hohen Drucks in der gesamten Zündungsanordnung 318, wird dieser den aufgestauten Druck durch den nun gänzlich geöffneten Belüftungsweg in die Atmosphäre auslassen. Demzufolge werden von dem ab normalen Abbrand gebildete Gase, entlang des gesamten Belüftungsweges ausgestoßen.
  • Der ringförmige Raum gebildet durch den zylindrischen Spalt 398 und der Raum, welcher sich entlang der äußeren Oberfläche 394 erstreckt, sind ungefähr zehnmal größer als die Düsenmündung der Antriebsdüse. Durch die Anpassung der Parameter können kann der resultierende Schub verursacht durch den abnormalen Abbrand variiert werden, um das gewünschte Sicherheitsniveau der Schutzparameter einzustellen.
  • Weil der dünnen Gummiblattdüsenisolator 346, welcher an der vorderen Zylinderwand 342 angebracht ist eine schwache Schutzeinrichtung für die Wand gegenüber Raketenmotortreibmittelgasen ist, welche mit hoher Geschwindigkeit auftreten wird, das Gas die dünne Wand 342 sehr schnell zerstören durch Verbrennen von mindestens einem Teilstück der dünnen Wand 142 und durch den Ausstoß des Gleitkolbens 316 an dem hinteren Ende zusammen mit der Düsenanordnung 314, dem Auslasskegel 336 und der gesamten Zündungsanordnung 318, welche als Einheit herausgebrochen wird. Danach ist eine sehr große Fläche zum Ausstoß von Gasen verfügbar ist, so dass der Schub entsprechend klein ist.
  • Durch die Lenkung des Abbrandes und der Belüftungsweges auf der Rückseite des Gummiblattdüsenisolators 320 sind die IM-Anforderungen in dem Raketenmotor implementiert. Der Rückseite des Belüftungsweges sichert zudem ab, dass die Gase, welche bei einem abnormalen Treibmittelabbrand entstehen nicht durch den Düsenkegel sondern peripher um die Düsenanordnung 314 geleitet werden.
  • Die Zündungsanordnung 318 wird wie bereits beschrieben wurde durch einen brüchigen Klebstoff in Position gehalten. Die Zündungsanordnung 318 weist eine vorderen Düse 480 und ein Hauptkörper 442, welche an einem konventionellen zeitverzögerten Zündungzug 444 an dem hinteren Ende der Düse 448 positioniert auf.
  • Mit Bezug auf 4, sei angemerkt das ein weiterer ringförmigen Spalt 450 zwischen der äußeren Oberfläche 452 des Gleitkolbens 316 und der inneren Bohrung 322 des heckseitigen Verschlussmittels 312 angeordnet ist. Während des normalen Betriebes wird der Raketenmotor 300, wie vorher bereits beschrieben wurde, durch eine Abschusswaffe, insbesondere einer 5 Zoll Schiffslafette gestartet. Als Ergebnis eines solchen Geschützabfeuerung und bei Generierung von Kanonengasen innerhalb des Geschützrohres durch das Kanonentriebmittel (nicht dargestellt) an dem hinteren Ende des Raketenmotors 300, werden solche Gase auch durch den ringförmigen Spalt 450 eintreten und gegen die hintere Oberfläche 360 des Flansches 350 schlagen und ihn unter Druck zu stellen. Durch die Einwirkung einer solchen axialen Kraft auf dem Gleitkolben 316 bewegt sich der Gleitkolben 316 von einer Ruheposition, dargestellt in 2 und 4 schließlich zu einer maximalen Druckposition, dargestellt in 10 und 12 wenn sich das Treibmittel 308 radial deformiert und den kompletten Freiraum 400 ausfüllt, wie in 4 und 6 dargestellt ist.
  • Wie bei der anfänglichen Konstruktion, wird die hintere Oberfläche 360 des Flanschs 350 sich exakt in die vordere Oberfläche 454 des hinteren Verschlussmittels 312 einpassen. Die axiale Kraft, welche mit den Kanonentreibmittelgasen in den ringförmigen Spalt 450 einwirkt und gegen die hintere Oberfläche 360 des Flansches 350 schlagen wird, werden den Gleitkolben 316 nach vorne schieben, wodurch eine vergrößerte hintere Aussparung 456 geschaffen wird. Wenn der Gleitkolben sich nach vorne gegen den äußeren Rand des Flansches 350 entlang der inneren Oberfläche 458 des Gehäuses 316 gleitend vorschiebt, geführt durch die Verschlusskomponenten 352 bis 356. Die axiale Kraft auf den Gleitkolben 316 wird über einen Hartkunststoffisolator 370 geführt und auch über den sich verjüngenden Gummiisolator 372, welcher das Treibmittel 308 kompressiv vorlädt. Der sich verjüngende Gummiisolator 342 deformiert sich, wie es in 2 dargestellt ist, worin ein Teil des inneren Aufbaus nach und in den Spalt 398 und ebenfalls entlang der vorderen Oberfläche 424 des vorderen Düsenisolators 380 gedrückt wird.
  • Die sich verschiebende Form des sich verjüngenden Gummiisolators 372 wird auf die zuvor planare hintere Oberfläche der Treibladung wirken, wobei diese zusammengedrückt wird, um eine wannenförmige oder leicht konvexe Form zu erhalten, wie es in 5 dargestellt wird, wodurch eine Kraft auf den vorderen Düsenisolator 380 einwirkt. Diese Kraft verursacht eine Relativbewegung zwischen der inneren Kammer 332 des Gleitkolbens 316 und der Düsenanordnung 314 aufgrund der Kombination eines hohen inerten Ladedruck in Verbindung mit dem Start und eines Gegendrucks, welche auf die Düsenanordnung 314 aufgrund des Treibmittels 308 wirkt. Diese Relativbewegung wird die Düsenanordnung 314 in eine innere Kammer 332 nach hinten verschieben, welche ebenso in 5 dargestellt ist.
  • Wenn die Düsenanordnung 314 sich vollständig auf die Kammer 332 der Oberfläche 392 der hinteren Düsenisolatoranordnung 382 setzt (4), wird diese in Kontakt mit der Oberfläche 338 des Gleitkolben 316 treten. Wenn diese Relativbewegung stattfindet, wird die Lippendichtung 388 mit einem vorderen Teils der zylindrischen Wand 340 in Kontakt treten und eingreifen, wodurch die Haltekraft auch unter Bewegung der Düsenanordnung 314 innerhalb der internen Kammer 232 gewahrt wird.
  • Der kombinierte Effekt einer solchen Bewegung der Düsenanordnung 340, der Kompression und der Fluss des Materials, welches den verjüngenden Gummidüsenisolator 332 bildet, blockiert den IM Belüftungsweg, welcher bereits vorher beschrieben wurde.
  • Wenn die Geschützabfeuerung stattfindet, werden Geschützgase, welche in dem Motor 300 und durch den ringförmigen Spalt 450 eintreten, durch den gleichen ringförmigen Spalt 450 und durch die Kraft, welche auf die hintere Oberfläche 360 des Flansches 350 durch den Gleitkolben 316 ausgeübt wird, ausgestoßen, worin der ausgesparte Raum 456 sich progressiv verkleinert. Komprimierende Kräfte, welche vorher auf den Treibsatz 308 gewirkt haben, werden sich entsprechend progressiv abbauen und dadurch die Spannungen verkleinern, Kräfte innerhalb und außerhalb des Gehäuses 306 werden sich ebenso progressiv abbauen. Konsequenterweise wird das Gehäuse 306 den Anstieg und Abfall des inneren äußeren Drucks tolerieren, welcher mit der Geschützabfeuerung der Rakete verbunden ist.
  • Wenn sich die Kraft abbaut, wird die axiale Kraft, welche wirkt um den verjüngenden Gummiisolator 372 zu komprimieren, sich verringern, wodurch ermöglicht wird, dass dieser sich in die unkomprimierte Ruheposition zurückzieht. Wenn der sich verjüngende Gummiisolator 372 seine ursprüngliche Dicke wiedererlangt, welche der sich verjüngenden Form entspricht, wird eine solche Bewegung eine Rückwärtsbewegung des Gleitkolbens 316 in Richtung der Heckverschlussmittel 312 bedingen, die Bindung zwischen der Treibladung 308 der vorderen Oberfläche der Gummiblattdüsenisolatoranordnung 420 trennen, um so einen Pfad für die Abbrandausbreitung während der normalen anschließenden Zündung zu schaffen, wodurch die hintere Oberfläche des letzteren zum größten Teil der vorderen Oberfläche 424 des vorderen Düsenisolators 381 und der Oberfläche 426 des Wolframkegeleinsatzes 364 anhaftend sein wird. An diesem Punkt ist der Treibsatz 308 in der Lage für einen normalen Abbrand gezündet zu werden.
  • Die Geschützgase initiieren den Abbrand des zeitverzögerten Zündzuges 444 innerhalb der Zündungsanordnung 318, so dass nach Ablauf eines gewünschten Zeitintervalls nachdem das Projektil das Geschützrohr der Abschusswaffe verlassen hat, einer Zündflamme durch den Inhibitor 428 tritt und in Kontakt mit den Treibsatz 308 kommt. Wenn dieses geschieht, wird der Gummiblattdüsenisolator 420 an die vorderen Oberfläche 424 des vorderen Düsenisolators 380 und die angewinkelten vorderen Oberfläche des Wolframkegeleinsatzes 384 gebunden. Wenn diese Verbindungen zustande gekommen sind, wird der normale Abbrand des Treibsatzes 308 auf der vorderen Seite des Gummiblattdüsenisolators 420 fortschreiten.
  • Wenn die Treibladung 308 zündet, wird der Gleitkolben 316 zusammen mit der nun beigefügten Düsenanordnung 314 nach hinten gleiten bis der Flansch 350 in Kontakt tritt mit der heckseitigen Düsenverschlussanordnung 312. Wenn sich die Treibkraft erhöht, wird die Wärme ansteigen und der Druck sich in der Düsenanordnung 314 erhöhen. Aufgrund der brüchigen Natur der Bindung, welche die Zünderanordnung 318 in Position hält, wird dieser Druck diese Bindung aufbrechen und die gesamte Zündungsanordnung 318 herausdrücken, wodurch sich ein Ausgangskonus öffnet, so dass der normaler Abbrand vonstatten gehen kann.
  • Es sei angemerkt, dass verschiedene Bauformen der Bindung eingesetzt werden können, um die Gummiblattdüsenisolatoranordnung 420 in der gewünschten Position zu halten, und das normaler und abnormaler Treibmittelabbrand möglich sind, und der daraus folgende Gasdurchfluss entlang der vorderen und hinteren Oberfläche oder Zwischenfläche des Gummiblattdüsenisolators 420 geführt wird, um den Abbrand und die Belüftung zu ermöglichen, wie es weiter oben beschrieben wurde.

Claims (13)

  1. Raketentriebwerk (3, 300) bestehend aus dem Folgenden: einem Treibmittel (308), umgeben von einem Gehäuse (306), welches einen zylinderförmigen Bereich, ein geschlossenes, vorderes Ende (6, 302) und eine Heck-Anordnung (310) aufweist, einschließlich eines Heckschließmittels (312), versehen mit einer zentralen Öffnung (322), befestigt an dem Gehäuse innerhalb des zylinderförmigen Bereichs; eine Düsenanordnung (314) und ein in dem Triebwerk angeordneter Treibmittelzünder (318), dadurch gekennzeichnet, dass eine gleitende Kolbenanordnung (316) verschiebbar innerhalb der Heckanordnung und des Gehäuses gehalten ist, um bewegbar zu sein zwischen einem Ruhezustand, angrenzend zur Heckposition und einer maximalen Druckposition im Bereich vor der Heckanordnung, in welcher das Treibmittel axial zusammengedrückt wird, bei der radialen Ausdehnung des Treibmittels in Richtung des Gehäuses; in welcher die Düsenanordnung (314) verschiebbar innerhalb einer zentralen Bohrung (340) der gleitenden Kolbenanordnung angebracht ist, um zwischen einer definierten Stellung eines vorderen Entlüftungsweges (398) und eines Verschlussweges einer Heckentlüftungsöffnung beweglich zu sein; und in welcher eine Brandweganordnung in Kombination mit der gleitenden Kolbenanordnung angeordnet ist und mindestens eine blattförmige Isolierung (420) einschließt, angeordnet zwischen einem Teil der Heckoberfläche des Treibmittels und einer Frontoberfläche (362) des gleitenden Kolbens, damit sich ein anormaler Treibmittelabbrand entlang einer Heckoberfläche der blattförmigen Isolierung propagiert und der normale Treibmittelabbrand sich entlang einer Frontoberfläche der blattförmigen Isolierung propagiert.
  2. Raketentriebwerk nach Anspruch 1, worin die gleitende Kolbenanordnung (316) einen sich radial erstreckenden Flansch (350) beinhaltet, welcher eine Frontoberfläche (362) aufweist, auf der mindestens eine sich verjüngende Isolierung (372) befestigt ist, wobei die mindestens eine blattförmige Isolierung (420) mit dem Treibmittel (308) und mindestens mit einem sich verjüngenden Isolator verbunden ist.
  3. Raketentriebwerk nach Anspruch 2, worin die mindestens sich verjüngende Isolierung (372) Gummi aufweist.
  4. Raketentriebwerk nach Anspruch 2 oder 3, welches ferner eine zusätzliche, sich verjüngende Isolation (370) beinhaltet, hinten an der sich verjüngenden Isolation (372) angeordnet.
  5. Raketentriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin der Entlüftungsweg (398) radial nach außen in Richtung der Düsenanordnung (314) angeordnet ist.
  6. Raketentriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin der Treibmittelzünder (318) abbrechbar an dem gleitendem Kolben (316) angebracht ist.
  7. Raketentriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin der Entlüftungsweg (398) einen ringförmigen Abstand zwischen der Außenseite der Düsenanordnung (314) und der inneren Oberfläche der zentralen Bohrung (340) des gleitenden Kolbens (316) aufweist.
  8. Raketentriebwerk nach Anspruch 7, worin ein Teil der gleitenden Kolbenanordnung (316), angrenzend an die zentrale Bohrung (340) durch eine verdünnte Wand definiert ist, welche bei anormalem Brand bricht, wodurch der gleitenden Kolbenanordnung nach dem Abbrechen ermöglicht wird zusammen mit der Düsenanordnung (314) und dem Treibmittelzünder (318) auszutreiben.
  9. Raketentriebwerke nach Anspruch 2 oder einem davon abhängigen Anspruch, worin mindestens eine sich verjüngende Isolierung (372) zusammenpressbar ist.
  10. Raketentriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, worin die gleitende Kolbenanordnung (316) einen nach innen gerichteten Abstand von der zentralen Bohrung (322) des Heckverschlussmittel (312) aufweist, welches eine ringförmige Kammer (450) definiert, die zur Atmosphäre geöffnet, durch welche die gleitende Kolbenanordnung axial gepresst wird.
  11. Raketentriebwerk nach Anspruch 2 oder einem davon abhängigen Anspruch, worin der Flansch (350) eine heckseitige Oberfläche (360) aufweist und worin die gleitende Kolbenanordnung (316) einen nach innen gerichteten Abstand von der zentralen Bohrung (322) des Heckverschlussmittels (312) aufweist, welches eine ringförmige Kammer (450) bildet, die zur heckseitigen Oberfläche und zur Atmosphäre hin geöffnet ist.
  12. Raketentriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 11, welches ferner ein Verschlussmittel zum Verschließen der Düsenanordnung (314) an der Schließposition des hinteren Entlüftungsweges aufweist.
  13. Raketentriebwerk (300) nach Anspruch 1, worin das heckseitige Verschlussmittel (312) kreisförmig ist und eine zylindrische Öffnung (322) aufweist; worin der gleitende Kolben (316) einen Flansch (350) aufweist, welcher sich radial in den zylindrischen Bereich erstreckt und ein zylindrisches Teil (330), welches sich nach hinten in die zylindrische Öffnung hinein erstreckt; worin des zylindrische Teil radial von dem heckseitigen Verschlussmittel beabstandet ist, zur Bildung eines sich axial erstreckenden Öffnungsweges (450) dazwischen und von dem mindestens einen Teil der hinteren Oberfläche (360) des sich radial erstreckenden Flansches und der Atmosphäre; und worin die Zünderanordnung (318) innerhalb eines Auslasskegel (336) der Heckanordnung positioniert ist, so dass sie durch diese Düsenanordnung zur Zündung des Treibmittels in Betrieb genommen wird.
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