DE69708652T2 - Fadenbremse für webmaschinen - Google Patents
Fadenbremse für webmaschinenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fadenbremse, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist, zur Verwendung bei Webmaschinen.
- Eine Fadenbremse, wie sei aus der EP-A-326784 (Loepfe) bekannt ist, umfaßt zusätzlich zu den beiden feststehenden Führungselementen für den Faden, eine schwenkbare Brücke, die zwei weitere Führungselemente für den Faden trägt, ausgerichtet mit dem geraden Fadenweg in der Ausgangsposition von vier stangenförmigen Bremselementen. Ein bestimmter Abstand wird zwischen der Drehachse der Bremselemente und dem geraden Fadenweg eingestellt. Die Brücke dreht sich um eine weitere Drehachse, die im wesentlichen parallel zu und beabstandet zu dem geraden Fadenweg ist. Die Brücke ist nachgiebig gegen die Bremselemente vorgespannt, in ihrer Schwenkrichtung, durch abstoßende Magnete, die in dem Rahmen angeordnet sind. Wenn die Bremse betätigt wird, werden die Bremselemente dazu veranlaßt, eine Winkelbewegung um ihre Drehachse ausgehend von der Ausgangsposition auszuführen, seitlich über den geraden Fadenweg hinweg, in die Bremsposition auf der anderen Seite des genannten Wegs. Aufgrund der Spannung, die in dem Faden erzeugt wird, abgelenkt durch die Bremselemente und durch die feststehenden Führungselemente für den Faden, gibt die Brücke mit einem bestimmten Hub gegen die Kraft der abstoßenden Magnete nach. Die Einstellvorrichtung erlaubt es, die Position der abstoßenden Magnete innerhalb des Rahmens zu verändern, so daß die Gegenkraft der Brücke verändert werden kann und dadurch der Grad der Fadenablenkung und die Bremskraft, die auf den sich bewegenden Faden wirkt, verändert werden können.
- Eine weitere Bremse, die aus der EP-A-527510 (Picanol) bekannt ist, sieht vor, daß die Drehachse der beiden stangenförmigen Bremselemente senkrecht zu dem geraden Fadenweg positioniert ist und den genannten Weg schneidet. Beide Bremselemente sind auf einer drehbaren Scheibe positioniert, die durch einen Drehantrieb gesteuert wird. Der Winkelausschlag der Bremselemente um die Drehachse wird durch Zapfen begrenzt, die durch den Rahmen getragen sind. Die Winkelposition der Zapfen ist um die Drehachse der Bremselemente durch einen Satz von Schrauben einstellbar, die in einen Ring greifen, der die Zapfen innerhalb des Rahmens trägt. Eine Einstellung der Winkelposition der Zapfen erfordert eine Veränderung des Winkelhubs der drehbaren Scheibe und des Drehantriebs.
- Eine ähnliche Fadenbremse, die aus der US-A-3406832 (Rempei) bekannt ist, ist mit zwei voneinander beabstandeten Anschlagvorrichtungen des Rahmens versehen, die mit dem oszillierenden Weg eines Hebels in Wechselwirkung treten, der seitlich von dem drehbaren Körper, der die Bremselemente trägt, vorsteht. Zwei Kabel, die an gegenüberstehenden Seiten des Hebels fixiert sind, sind mit Zugmagneten verbunden, die den rotierenden Körper in beiden Drehrichtungen betätigen. Die Anschlagvorrichtungen des Rahmens sind auf diese Weise in der Lage, den maximalen Winkelausschlag des drehbaren Körpers zu reduzieren. Es ist möglich, den Grad der Fadenabweichung in der Bremsposition der Bremselemente dadurch zu verändern, daß der Hub bzw. der Ausschlag der Zugmagneten eingestellt wird.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Fadenbremse, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist, bereitzustellen, die es ermöglicht, in einfacher aber wirkungsvoller Weise den Grad der Abweichung des Fadens in der Bremsposition des Bremselements mit einer einfachen strukturellen Auslegung der Fadenbremse zu verändern.
- Diese Aufgabe wird durch eine Fadenbremse gelöst, die die Merkmale aufweist, die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 festgelegt sind.
- Jegliche Abweichung des Abstands zwischen der Drehachse des Bremselements und des geraden Fadenwegs ist geeignet, das Ausmaß der Fadenabweichung in der Bremsposition des genannten Bremselements zu verändern. Dies kann dadurch erhalten werden, daß entweder die genannte Drehachse näher an den geraden Fadenweg heranbewegt wird oder auch weiter weg von dem genannten Weg, oder daß der gerade Fadenweg näher an die genannte Drehachse oder davon weg bewegt wird, oder auch dadurch, daß sowohl die Drehachse als auch der gerade Fadenweg verlagert werden. Es ist in jedem Falle zweckmäßig, lediglich die Drehachse in Bezug auf den geraden Fadenweg zu verlagern, da die Fadenbremse normalerweise in einer vorbestimmten Position, die durch feststehende Führungselemente für den Faden am Rahmen festgelegt ist, in Bezug auf den geraden Fadenweg angebracht ist, ausgerichtet mit benachbarten strukturellen Komponenten, die einen Teil eines Fadenverarbeitungssystems bilden, bspw. eine Schußfadenzuführungseinrichtung und eine Einführungseinrichtung für den Schußfaden eines Webstuhls.
- In der Ausführungsform nach Anspruch 2 ermöglicht es die Einstelleinrichtung, die Drehachse des Bremselements in Bezug auf den geraden Fadenweg in geeigneter Weise zu verlagern. Die Ausführungsform nach Anspruch 3 ermöglicht es, eine einfache strukturelle Konstruktion zu erreichen, indem die Amplitude des Winkelausschlags bzw. Winkelhubs des Bremselements zwischen seiner Ausgangsposition und den Bremspositionen unverändert bleibt, unabhängig von dem gewählten Abstand zwischen der Drehachse und dem geraden Fadenweg.
- Mit einem gleichen Winkelhub des Bremselements ist es möglich, unterschiedliche Ausmaße an Fadenabweichung in der Bremsposition der Bremselemente zu erhalten, indem die Länge des aktiven Hebelarms des Bremselements verändert wird, d. h. der Abstand zwischen der Drehachse und dem Kontaktpunkt, mit dem das Bremselement mit dem Faden zusammenwirkt, um dessen Ablenkung zu veranlassen. Eine konstante Drehbewegung ermöglicht es, einen einfachen Drehantrieb zu verwenden. Weiterhin kann der Betriebshub des Drehantriebs so eingerichtet werden, daß er dem Winkelhub genau entspricht.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 4 ermöglicht es, eine noch einfachere strukturelle Konstruktion dadurch zu erzielen, daß die Anschlagvorrichtungen, die die Start- bzw. Ausgangsposition und die Bremsposition festlegen, an festgelegten Positionen angebracht werden. Die Anschlagvorrichtungen sind in der Lage, die Winkelbewegung des Bremselements oder des Drehantriebs zu begrenzen.
- In der Ausführungsform nach Fig. 5 liegt das Bremselement unmittelbar gegen die Anschlagvorrichtungen an, wodurch es möglich ist, die Fadenbremse zu stoppen, ohne irgendwelche Schwingungen zu erzeugen; die Stoppwirkung wird in wirksamer Weise durch die Nachgiebigkeit des für die Anschlagvorrichtungen verwendeten Materials unterstützt.
- Die Ausführungsform nach Fig. 6 ist von besonderer Bedeutung und bringt eine erhebliche strukturelle Vereinfachung mit sich. Um das Ausmaß der Fadenablenkung zu verändern, ist die strukturelle Einheit auf dem Rahmen angebracht. Jegliche Einstellungen können in einfacher Weise ausgeführt werden. Geeignete Positionen der Einheit können auf präzise Weise zurückgesetzt werden. Der Winkelhub des Bremselements, zwischen seiner Ausgangs- bzw. Startposition und der Bremsposition, kann unverändert bleiben.
- In der Ausführungsform nach Anspruch 7 kann grundsätzlich das Maß der Fadenabweichung dadurch verändert werden, daß der Abstand zwischen den Anschlagvorrichtungen und der Drehachse des Bremselements verändert wird. Auf der anderen Seite kann die Einstellung der Anschlagvorrichtungen bspw. dafür verwendet werden, das Maß der Fadenabweichung in dem Fall zu korrigieren, daß nur einige wenige und grob verteilte Positionen zur Einstellung der Drehachse vorgesehen sein sollten.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 8 ermöglicht es, eine einfache und zuverlässige strukturelle Auslegung zu erzielen. Der U-förmige Bügel bildet zwei gleichzeitig wirkende Bremselemente. In vorteilhafter Weise sind der Drehantrieb oder sein Gehäuse dafür geeignet, die Anschlagvorrichtungen zu tragen. Die Einheit ist mit dem Rahmen über das Gehäuse des Drehantriebs oder einen Träger davon verbunden. Dadurch, daß die Einheit in einem ausgeschnittenen Bereich des Rahmens angebracht wird, erhält man eine gewisse Kompaktheit hinsichtlich der Gesamtabmessungen der Fadenbremse.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 9 ermöglicht es, die Länge des vorstehenden Teils des Bremselements zu verändern, so daß ein minimales Gegendrehmoment der Masse des Bremselements auf die Antriebswelle erhalten wird. Bei der Ausführungsform nach Anspruch 10 ist die Form des Bremselements im Hinblick auf eine Minimierung der bewegten Massen vorteilhaft. Weiterhin verhindert die geneigt bzw. schräg verlaufende Querstange, die die beiden Arme des U-förmigen Bügels verbindet, daß sich der Faden um das Bremselement verfängt, was andernfalls auftreten könnte, bspw. bei stark verdrillten Fäden.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 11 ermöglicht es, eine einfache strukturelle Auslegung des Rahmens und eine einfache Einstellung des Ausmaßes der Fadenabweichung zu erhalten.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 12 ermöglicht es, unterschiedliche Positionen der Einheit in dem Rahmen vorab einzustellen, die unterschiedliche Ausmaße der Fadenabweichung repräsentieren.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 13 ermöglicht es, in zweckmäßiger Weise eine Veränderung des Ausmaßes der Fadenabweichung zu erhalten. Die Einstellschraube ermöglicht eine feine graduelle Veränderung der Position der Einheit in dem Rahmen. Die lösbaren Befestigungsmittel sind in der Lage, die Einheit fest an dem Rahmen in der momentan gewählten Einstellposition zu sichern bzw. fixieren.
- Die Ausführungsform nach Anspruch 14 ist im Hinblick auf eine effiziente Abbremsung des Fadens mit zahlreichen Ab- bzw. Umlenkpunkten vorteilhaft. Das dritte Fadenführungselement ist mit den beiden anderen feststehenden Fadenführungselementen ausgerichtet.
- In der Ausführungsform nach Anspruch 15 weist die Fadenbremse eine kompakte Gesamtabmessung sowie eine Struktur mit reduzierten Gewicht auf. Die Fadenführungselemente und die Komponenten für deren Befestigung bzw. Abstützung treten mit der Bewegung des Bremselements nicht in störende Wechselwirkung.
- Bei der Auslegungsvariante gemäß Anspruch 16 weist die strukturelle Auslegung den Vorteil auf, daß Fadenstops verhindert werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend im einzelnen beschrieben, wobei auf eine Reihe von bevorzugten Ausführungsformen Bezug genommen wird, die beispielhaft in den beigefügten Zeichnungen erläutert sind, in denen:
- Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Fadenbremse gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
- Fig. 2 und 3 schematische Vorderansichten einer exakten Ausführungsform der Fadenbremse in zwei unterschiedlichen Arbeitspositionen zeigen;
- Fig. 4 eine seitliche Ansicht der Fadenbremse nach Fig. 2 und 3 zeigt; und
- Fig. 5 eine Draufsicht auf die Fadenbremse nach Fig. 2 bis 4 zeigt.
- Wie dies bekannt ist, werden Fadenbremsen bei Systemen zum Verarbeiten von Fäden häufig verwendet, um entweder eine Spannung in dem Faden zu erzeugen oder um eine Spannung des Fadens zu steuern, oder auch um die Bewegung des Fadens zu verlangsamen. Ein Beispiel für ein System zum Verarbeiten von Fäden wird durch einen Webstuhl repräsentiert, der mit zugehörigen Schußfadenzuführungsvorrichtungen versehen ist. Der Faden, der von der Zuführungseinrichtung mittels einer Einführungseinrichtung abgezogen wird, die einen Teil des Webstuhls bildet, muß unter bestimmten Umständen entsprechend dem Webzyklus abgebremst werden, d. h. während eines jeden Einführungsvorgangs, und zwar auf kontrollierte Weise mit einer veränderlichen Bremswirkung. Die sogenannten Ab- oder Umlenkungs- Fadenbremsen haben ihre Wirksamkeit bei der Gewährleistung einer solchen kontrollierten Abbremsung des Fadens gezeigt. Wenn ein Faden von seinem geraden Weg abgelenkt wird, wird die auf den Faden wirkende Bremswirkung durch die Reibungskräfte und durch die Umlenkwinkel an den Punkten, an denen der Faden in Bezug auf die Fadenführungselemente umgelenkt wird, bestimmt, wobei diese Punkte für diesen Zweck durch das Bremselement der Fadenbremse erzeugt werden. Der Umlenkwinkel beeinflußt die Bremswirkung gemäß einer Exponentialfunktion. Als Folge davon sind die Veränderungen im Umlenkwinkel bzw. der Grad der Umlenkung eine wirkungsvolle Maßnahme, um die genannte Bremswirkung in einem weiten Bereich zu verändern.
- Zu bestimmten Zeitpunkten während eines jeden Einführungsvorgangs des Schußfadens ist jegliche Bremswirkung oder ein Reibungseinfluß auf den Faden von Nachteil und unerwünscht.
- Aufgrund solcher Anforderungen und aufgrund der kurzen Zeit, die für einen jeden Einführungsvorgang des Schußfadens bei modernen Webstühlen zur Verfügung steht, d. h. weniger als eine Sekunde, wird es wesentlich, gesteuerte Fadenbremsen zu verwenden, die extrem zuverlässig sind und ein schnelles Ansprechen gewährleisten. Der vorherrschende Einfluß des Ablenkwinkels auf die Bremswirkung ist ein nützlicher Parameter, um die Bremswirkung zu verändern, bspw. für unterschiedliche Fadenqualitäten und unterschiedliche Geschwindigkeitsbedingungen.
- Die beschriebenen Ausführungsformen von Fadenbremsen beinhalten Fadenablenkbremsen, bei denen der Grad der Fadenablenkung bei Bedarf verändert werden kann. Das Bremselement, das vorgesehen ist, wird in seine Bremsposition mit einer Antriebskraft bewegt, die größer ist als die Gegenkraft des Fadens, und es wird in seiner Bremsposition während der gesamten Zeit gehalten, die erforderlich ist, um den Faden abzubremsen. In jedem Fall können die genannten Bremsen dadurch gesteuert werden, daß die Betätigungskraft der Bremselemente verändert wird, so daß der Faden selbst in der Lage ist, zumindest teilweise, das Bremselement von seiner Bremsposition in der Richtung zu seiner Startposition hin zu bewegen.
- Die Fadenbremse B, die in Fig. 1 dargestellt ist, weist einen Rahmen 1 oder allgemein gesprochen einen feststehenden Träger auf, auf dem die Bremse anzubringen ist, der feststehende Fadenführungselemente 2 und 3 trägt, die gemeinsam einen geraden Fadenweg C bilden, entlang dessen sich ein Faden Y, im unbeeinflußten Zustand, durch die Fadenbremse B hindurch erstreckt. Die Fadenführungselemente 2 und 3 weisen ringförmige Ösen für den Faden auf. Auf dem Rahmen 1 ist ein Drehantrieb D angebracht, dessen Drehachse X im wesentlichen parallel zu und beabstandet von dem geraden Fadenweg C ist. Der Drehantrieb D veranlaßt, daß zumindest ein Bremselement E einen Winkelhub zwischen einer Ausgangs- bzw. Startposition, die in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellt ist, und zumindest einer Bremsposition E1, die in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellt ist, ausführt. In der Ausführungsform nach Fig. 1 weist das Bremselement E die Form einer Stange auf und erstreckt sich von der Achse X über den geraden Fadenweg C hinaus. In der Ausgangsposition ist das Bremselement E auf einer Seite des geraden Fadenwegs C angeordnet. Um den Faden Y abzubremsen, bewegt sich das Bremselement E mit einem Winkelhub 10 zur anderen Seite des geraden Fadenwegs C, wobei der Faden mit diesem mitgezogen wird, was zur Folge hat, daß er in drei Punkten umgelenkt wird, d. h. in Übereinstimmung mit der Fadenführungsöse 2, um das Bremselement in der Bremsposition E1, und in Übereinstimmung mit der weiteren Fadenführungsöse 3. Das Ausmaß der Ablenkung des Fadens ist mit F angedeutet und bestimmt die Bremswirkung der Fadenbremse B. Der Abstand zwischen der Achse X und dem geraden Fadenweg C ist mit L angegeben und kann mit Hilfe einer Einstellvorrichtung A verändert werden, die in der Struktur der Fadenbremse B eingebaut ist. Dadurch, daß der Abstand L verändert wird (und mit einem gegebenen Winkelhub 10 des Bremselements E um die Achse X), wird das Maß F der Fadenablenkung automatisch verändert, da der aktive Hebelarm des mit dem Faden in Kontakt stehenden Punkts des Bremselements E in entsprechender Weise verändert wird.
- Der Winkelhub 10 des Bremselements E wird durch zwei getrennte Anschlagvorrichtungen 4 und 5 begrenzt, die mit dem Bremselement E in seiner Startposition und in seiner Bremsposition El zusammenwirken. In der Ausführungsform nach Fig. 1 sind diese beiden Anschlagvorrichtungen 4 und 5 auf dem Drehantrieb D angebracht, wobei derartige Anschlagvorrichtungen allerdings alternativ auch unmittelbar auf dem Rahmen 1 angebracht sein könnten.
- In der Ausführungsform, die in Fig. 1 dargestellt ist, legen der Drehantrieb D, die Anschlagvorrichtungen 4 und 5 sowie das Bremselement E eine strukturelle Einheit U fest, die innerhalb des Rahmens 1 bewegbar ist, in Bezug auf den geraden Fadenweg C, in der Richtung des Doppelpfeils 9, so daß der Abstand L verändert werden kann. Beispielsweise ist der Drehantrieb D in einem ausgeschnittenen Bereich 6 des Rahmens 1 angeordnet und kann in der Richtung des Doppelpfeils 9 mit Hilfe der Einstellvorrichtung A verschoben werden. Dies kann durch eine beliebige Abstützeinrichtung erreicht werden, die es ermöglicht, die Einheit U in unterschiedlichen Positionen in Bezug zu dem Rahmen 1 und zu dem geraden Fadenweg C in ausgewählter Weise zu positionieren. In dieser Ausführungsform ermöglicht es zumindest eine Einstellschraube 7, die in den Rahmen 1 eindringt und mit einem Flansch 8 des Drehantriebs D zusammenwirkt, die Einheit U entweder nach oben oder nach unten zu verlagern und sie in jeder ausgewählten Position fest an dem Rahmen zu fixieren. Da die Anschlagvorrichtungen 4 und 5 zusammen mit dem Drehantrieb D in der Einheit U verschoben werden, bleibt der Winkelhub 10 des Bremselements E unverändert, unabhängig von der Startposition der Einheit U innerhalb des Einstellbereichs.
- Die Ausführungsform, die in Fig. 2 bis 5 dargestellt ist repräsentiert eine kompakte Struktur einer Fadenbremse, mit einem im wesentlichen U-förmigen Rahmen 1, um die Fadenbremse B auf einer strukturellen tragenden Komponente 21 zu fixieren, die bspw. das stromauf bzw. oberhalb gelegene Fadenführungselement 2 der Fadenbremse D trägt. Der Rahmen 1 ist aufgrund der Spannwirkung der Befestigungsschrauben 31 (Fig. 5) fest an der Komponente 21 befestigt. Der Rahmen 1 trägt einen U-förmigen Träger 11, der das unterhalb bzw. stromab angeordnete Fadenführungselement 3 - eine ringförmige keramische Fadenöse - mittels eines Abdeckteils 12 trägt, welches die Fadenöse 3 vollständig umgibt und abgerundete oder glatte Anschlüsse zur Verbindung mit dem Träger 11 aufweist. Ein drittes Fadenführungselement 22 ist zwischen den Fadenführungselementen 2 und 3 angeordnet und mit diesen ausgerichtet, wobei das genannte Element 22 von einer Säule 32 getragen ist, die in den Träger 11 vorsteht.
- Der Rahmen 1 weist zwei im wesentlichen parallele Seitenwände 14 auf, die dazu bestimmt sind, einen ausgeschnittenen Bereich 16 festzulegen, der den Drehantrieb D mittels dessen Gehäuse 13 aufnimmt; das Gehäuse 13 weist eine zumindest teilweise rechteckige Kontur auf, die zwischen die Seitenwände 14 des Rahmens paßt und geeignet ist, eine Schiebeführung 15 für den Drehantrieb D zu bilden. Die Anschlagvorrichtungen 4 und 5, die aus Paaren von Blöcken 17 aus Gummi oder einem Elastomer bestehen, sind an dem Gehäuse 13 des Drehantriebs D mit Hilfe der Tragsäulen 18 befestigt. Die Antriebswelle 19 des Drehantriebs D, die koaxial zu der Drehachse X des Bremselements E ist, trägt eine Spannhülse 20, die Schrauben 23 aufweist, um das Bremselement E mit dem Drehantrieb D zu verbinden.
- In den Ausführungsformen nach Fig. 2 bis 5 besteht das Bremselement E aus einem im wesentlichen U-förmigen Bügel 24, bspw. aus Stahldraht, der parallele Arme 25 und 26 und eine diese verbindene Querstange 27 aufweist. Die Arme 25 und 26 haben eine unterschiedliche Länge, wobei der Arm 25 länger ist als der Arm 26, so daß sich die Querstange 27 schräg mit Bezug auf den geraden Fadenweg C erstreckt. Die vorstehende Länge des Bremselements E von der Spannhülse 20 kann eingestellt werden, wenn dies erforderlich ist, mit Hilfe der Schrauben 23.
- Zumindest eine Seitenwand 14 des Rahmens 1 ist mit einer Anzahl von Löchern 28 versehen, um eine Befestigungsschraube 29 aufzunehmen, die in das Gehäuse 13 des Drehantriebs D greift. Indem die Schraube 29 von dem Gehäuse 13 gelöst wird - aus der in diesem befindlichen Gegenbohrung 30 -, und indem der Drehantrieb D von seiner untersten Position nach Fig. 2 in eine höhere Position nach Fig. 3 in dem ausgeschnittenen Bereich 16 verlagert wird, und indem die Befestigungsschraube. 29 in ein anderes Loch 28 der Seitenwand 14 eingesteckt wird, wird der Abstand L auf L1 reduziert, so daß ein kleinerer Grad an Fadenabweichung erhalten wird.
- Alternativ, anstatt die Löcher 28 in einer der Seitenwände 14 anzuordnen, könnten diese Löcher in dem Gehäuse 13 ausgebildet sein. Es wäre ebenfalls möglich, mehr als zwei unterschiedliche Positionen der Einstellung vorzusehen. In ähnlicher Weise könnte ein sich in Längsrichtung erstreckender Schlitz vorgesehen sein, um zu ermöglichen, daß die Position des Drehantriebs D kontinuierlich eingestellt wird. Als Alternative oder zusätzlich könnte eine Einstellschraube 33 in zumindest einer der Seitenwände 14 vorgesehen sein (Fig. 2), um die Einstellung der Position des Drehantriebs D in Bezug auf den Rahmen 1 zu vereinfachen, d. h. eine stufenlose Einstellung. Weiterhin könnten die Seitenwände 14 des Rahmens mit sich in Längsrichtung erstreckenden inneren Nuten versehen sein, um entsprechende Flansche zu führen, die auf dem Gehäuse 13 vorgesehen wären, um die Führung des Drehantriebs D entlang des Rahmens 1 zu verbessern.
- Soweit der Drehantrieb D betroffen ist, könnte dieser aus einem rotierenden Magneten, aus einem Schrittmotor oder aus einem Solenoid bestehen. Wenn der Winkelhub 10, wie dies dargestellt ist, unverändert bleibt, kann der rotierende Magnet oder Schrittmotor exakt für den Winkelhub 10 voreingestellt werden. In dem Fall, daß der Drehantrieb D in einer einzigen Richtung wirkt, kann eine nicht dargestellte Federeinrichtung vorgesehen werden, um das Bremselement E in die nicht arbeitende Richtung des Drehantriebs D zurückzustellen. Eine solche Federeinrichtung könnte entweder unmittelbar mit dem Bremselement E zusammenwirken, oder sie könnte innerhalb des Drehantriebs D angebracht sein, um ebenfalls die Antriebswelle 19 zurückzustellen. In vorteilhafter Weise ist der Drehantrieb D - insbesondere ein rotierender Magnet M - für einen Betrieb in beiden Richtungen eingerichtet und kann in beiden Richtungen angesteuert werden. In diesem Fall ist keine Rückstellfeder erforderlich.
- Aufgrund der Tatsache, daß die Achse X des Drehantriebs D parallel zu dem geraden Fadenweg C ist, und aufgrund der Tatsache, daß sich die axialen Erstreckungen der Anschlagvorrichtungen 4 und 5, der Spannhülse 20 und der feststehenden Fadenführungselemente 2, 22 und 3 alle einander entsprechen, ist es möglich, eine Fadenbremse B mit kompakten Gesamtabmessungen zu erhalten. Die Fadenbremse B kann in einer beliebigen Position angebracht werden, insbesondere so, daß das Bremselement E nach oben weist, so wie dies dargestellt ist, oder auch so, daß es von der Antriebswelle 19 nach unten vorsteht. Um so weit wie möglich den Einfluß der Schwerkraft auszuschalten, sollte das Bremselement E auf eine solche Weise angeordnet sein, daß seine Start- und Bremspositionen im wesentlichen symmetrisch in Bezug auf eine vertikale Ebene sind, die die Antriebswelle 19 und den geraden Fadenweg C enthält. Die Möglichkeit, die vorstehende Länge des Bremselements E einzustellen, stellt eine optionale Möglichkeit der Fadenbremse B dar, auf die auch verzichtet werden kann.
Claims (16)
1. Fadenbremse der Bauart umfassend einen feststehenden Rahmen (1); feststehende und
voneinander beabstandete Fadenführungselemente (2, 3, 22), die gemeinsam einen
geraden Fadenweg (C) durch die Fadenbremse (B) festlegen; einen Drehantrieb (D);
zumindest ein Bremselement (E), das von dem Drehantrieb (D) über den geraden Fadenweg (C)
hinaus vorsteht, wobei das Bremselement (E) durch den Drehantrieb (D) so gesteuert
wird, daß es einen Winkelhub (10) um eine Drehachse (X) ausführt, die von dem geraden
Fadenweg (C) beabstandet und im wesentlichen parallel dazu ist, zwischen einer
Startposition auf einer Seite des genannten Wegs (C) und zumindest einer Bremsposition (E1)
auf der anderen Seite des genannten Wegs (C); und eine Einstellvorrichtung (A), um den
Grad (F) der Auslenkung des Fadens (Y) in der Bremsposition (E1) des Bremselements
(E) zu verändern, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (L) zwischen der Drehachse
(X) des Bremselements (E) und des geraden Fadenwegs (C) veränderbar ist.
2. Fadenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (X) in Bezug
auf den geraden Fadenweg (C) mittels der genannten Einstellvorrichtung (A) verlagert
werden kann.
3. Fadenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhub (10)
des Bremselements (E) um die Drehachse (X) eine unveränderliche Amplitude aufweist,
unabhängig von irgendwelchen Veränderungen des Abstands (L).
4. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
die Bremsposition (E1) durch eine Anschlagvorrichtung(4) festgelegt ist, wobei die
Startposition des Bremselements (E) vorzugsweise ebenfalls durch eine weitere
Anschlagvorrichtung (5) festgelegt ist.
5. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Anschlagvorrichtungen (4, 5) entlang des Bewegungswegs des Bremselements (E) vorab
angeordnet
sind und durch nachgiebige elastomerische oder Gummiblöcke (17) gebildet
sind.
6. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehantrieb (D), das Bremselement (E) und die Anschlagvorrichtungen (4, 5) eine
getrennte strukturelle Einheit (U) der Fadenbremse (B) bilden, wobei die genannte Einheit.
(U) auf dem Rahmen (1) angebracht ist, so daß sie seitlich in Bezug auf den geraden
FAdenweg (C) verlagerbar ist.
7. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlagvorrichtungen (4, 5) in ihrem jeweiligen Abstand von der Drehachse (X) einstellbar
sind.
8. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehantrieb (D) aus einem Drehmagneten (M) besteht, der eine Schale (13) und eine
Antriebswelle (19) umfaßt, deren Drehachse (X) im wesentlichen parallel zu dem geraden
Fadenweg (C) ist, wobei das Bremselement (E) aus einem im wesentlichen U-förmigen
Flügel (24) besteht, dessen Arme (25, 26) mit ihren Enden an der Antriebswelle (19)
befestigt sind, so daß der gebogene Abschnitt des U-Elements sich über den geraden
Fadenweg (C) hinaus erstreckt, wobei die genannte Schale (13) die Anschlagvorrichtungen (4,
5) trägt, und wobei die Schale (13) oder ein Träger davon verschieblich in einem
ausgeschnittenen Bereich (16) des Rahmens (1) aufgenommen ist, wobei der genannte Bereich
(16) in der Verschieberichtung der Schale (13) größer als deren Abmessung ist.
9. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Bremselement (E) oder beide Arme (25, 26) des U-förmigen Bügels (24), der das
Bremselement (E) bildet, sich durch eine lösbare Klemmhülse (20) erstreckt bzw. erstrecken, die
auf der Antriebswelle (19) angeordnet ist, wobei die Klemmhülse (20) zumindest ein
Klemmelement (23) aufweist, um die vorstehende Länge des Bremselements (E)
wahlweise einzustellen.
10. Fadenbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der U-förmige Bügel (24)
parallel zu dem geraden Fadenweg (C) angeordnet ist, wobei sein oberhalb angeordneter
Arm (25) länger als sein unterhalb angeordneter Arm (26) ist und beide freie Enden der
genannten Arme (25, 26) in gleicher Weise von dem geraden Fadenweg (C) beabstandet
sind, wobei der bogenförmige Abschnitt des U-förmigen Bügel (24) durch eine gerade
Querstange (27) gebildet ist, die die beiden Arme (25, 26) miteinander verbindet, und
wobei sich die genannte Querstange (27) schräg von dem längeren, oberhalb angeordneten
Arm (25) zu dem kürzeren, unterhalb angeordneten (26) des genannten Bügels (24)
erstreckt.
11. Fadenbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgeschnittene Bereich
(16) durch zwei voneinander beabstandete Seitenwände (14) des Rahmens (1) gebildet ist,
die gemeinsam eine Schiebeführung (15) für die Schale (13) bilden, wobei die Schale (13)
einen äußeren rechteckigen Umfangs- bzw. Randabschnitt aufweist, der verschieblich
zwischen den beiden genannten Seitenwänden (14) des Rahmens eingesetzt ist, und wobei
zumindest eine der genannten Seitenwände (14) mit einem Mittel (28, 29) zum
Positionieren und Befestigen der Schale (13) versehen ist.
12. Fadenbremse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Seitenwand
(14) des Rahmens (1) mit einer Anzahl von Löchern (28) versehen ist, um lösbare
Befestigungsmittel (29) aufzunehmen, die mit der Schale (13) zusammenwirken.
13. Fadenbremse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (13) an dem
Gehäuse (1) befestigbar ist, bspw. durch lösbare Befestigungsmittel (29), so daß sie in
unterschiedliche ausgewählte Positionen verschoben werden kann, wobei eine
Einstellschraube (33) vorgesehen ist, um die Schale (13) stufenlos zwischen dem genannten
Positionen zu verlagern.
14. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes
feststehendes Fadenführungselement (22) mit den anderen Fadenführungselementen (2, 3)
ausgerichtet ist, wobei das dritte Fadenführungselement (22) zwischen den Armen (25,
26) des U-förmigen Bügels (24) angeordnet ist, der das Bremselement (E) bildet.
15. Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
feststehende Fadenführungselement (3) unterhalb des Fadenwegs (C) in einem U-förmigen
Träger (11) befestigt ist, der an dem Rahmen (1) verankert ist, wobei das dritte feststehende
Fadenführungselement (22) auf einer Stütze (32) befestigt ist, die in den U-förmigen
Träger (11) vorsteht.
16. Fadenbremse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das unterhalb
angeordnete Fadenführungselement (3) eine ringförmige Fadenöse ist, wobei der U-
förmige Träger (11) die genannte Fadenöse mittels eines abgerundeten Abdeckteils (12)
trägt, der die Öse vollständig umgibt und runde Anschlüsse zur Verbindung mit dem U-
förmigen Träger (11) aufweist.
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