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Vorrichtung zum Herstellen von aus schlauchförmigen Stoffbahnen zu
bildenden Beuteln Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum. Herstellen
von ;aus, schlauchförmigen Sto-ffbahnen zu. bildenden Beuteln für extrahierhaxe
Stoffe, wie Tee, Kaflee usw., in fortlaufendem Arbeitsgange.
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Die Ahfüllung extrahierbarer Stoffe, wie Tee, Kaffiee usw., in Stoffbieuttl
ist bekannt. Es gibt auch schon Vorrichtungen, _mittels deren solche Stoffbeutel
aus einer Gewebebahn gefaltet und genäht* werden.
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Um den Herstellungsgang der Beutel zu vereinfachen und den Arbeitgablauf
der mit solchen Stoffbahnen arbeitenden Vorrichtungen und Maschinen zu fördern,
wird beim Gegenstande der Erfindung eine sichlauchförmige Stoffbahn verarbeitet,
von welcher einzelne Stücke abgeschnitten sowie unten und nach Füllung mit dern
Füllgut oben veznäht werden.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Stoffbahn Haltefingern zugeführt
wird, die in das Schlauchmnere eingreifen und einen bestimmten Stoffbahaabscl=,tt
als beutelbildendes Schlau-ch-stÜck festhalten, das alsdann mittels einer Trennvorrichtung
abgeschnitten wird, wobei die Haltefinger an einem schrittweise weiterbewegten Drehtischsitzen,
mit dessen Bewegung gleichzeitigeine NÄhmaschine derart schwingend hin und her bewegt
wird, daß letztere' fortlaufend e.e Bodenverschlußnähte an aufeinanderfolgenden
Schlauchstücken ohne Unterbrechung enbringt. Die Haltefingerpaare sind dabei =i
Drehtisch so, eng -nebeneinander angeordnet, daß zwischen den einzelnen Schlauchstücken
-nur ein kleiner Zwischenraum f ür den Einiritt einer Trennvorrichtwig zux
Trennung der f-ortlaufenden Verschlußnaht verbleibt. Die Haltefinger werden zweckmäßig
von federnd verbundenen Zahnsegmenten. ge-
steuert, deren Drehung zwecks Bewegung,
der Haltefinger durch einen vo-m allgemeinen Antrieb der Maschin#e bewegten Arm
erfolgt, der an einem Ansatz der Segm-ente zngreift, Die Erfindung ist auf der Zeichnung
an .einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Abb. i ist eine Vorderansicht einer
vollständigen Maschine zur Herstellung vonTeebeuteln, in der die Teilvorrichtung
gemäß vorliegender Erfindung untergebracht ist.
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Abb.2 ist eine Querschnittansicht, welche die zum Abtrennen und zum
Nähen des Beutelstoffs dienenden Teile darstellt.
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Abb.3 zeigt eine Einzelheit im Querschnitt nach der Ebene
6-6 der Abb-. 2.
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Abb. 4 ist eine Einzeldarstellung in der Vorderansicht mit der Maschinennadel,
dem
Drückerfuß und der Führung für den Stoff zum Nähen der Bodenverschlußnaht.
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Abb. 5 zeigt als Vorderansicht die Teile zur Zuführung des
Beutelstoffs entsprechend Linie io-io der Abb.2.
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Abb.6 ist eine Sr-hnittansicht nach der Ebene x-x von Abh.
5 und Abb. 7 ein Grundriß der Fingeranordnung und -steuerung.
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Wie aus Abb. i ersichtlich, wird die schlauchförmige Beutelstoffbahn
M von einer Trommel 8o abgewickelt und Uber Führungen 82, 83 einer Aufnahmevorrichtung
B zugeleitet, die im wesentlichen aus spreizbaren Fingern go besteht. Diese Finger
go sind drehbar auf in Abständen voneinander angeordneten Achsen angebracht, die
mittels der Well-enteile goa der Länge nach durch die Finger hindurchgehen,
wobei die Teile goa in dem gezahnten Segmentteügi gelagert sind. Diese seginentförinigen
Teilegi sind drehbar auf kurzen Wellen92 angebracht, welche in Abständen parallel
zu der radialen Achse X-X eines waagerecht ange.-ordneten Drehtischrahmens93 verlaufen.
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Wie aus Abb. 5 und 6 ersichtlich, sind die Segmente
9 1 mit Bolzen 9 ia versehen, welche durch eine ZugfedergIb verbunden
sind. Diese Anordnung hat das Bestreben, die Finger go in gespreizter Lage zu halten,
nämlieh. in im wesentlichen paralleler Eiiistellun#g; sie genügt, um den Stoff für
die Beutel leicht gespannnt zu erhalten, wenn die Finger damit in Eingriff kommen.
Die Drehung der Se",-,mentegi zwecks gegenseitiger Hinundherbewegung der Finger
go Nvird durch einen beweglichen Arm i2o bewirkt, der am Ende einer senkrecht verlaufenden
Stange 121 befestigt ist. Das untere Ende der Stange12I erhält seinen Antrieb. über
eine Nockensteuerung vom allgemeinen Maschinenantrieb.
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Der bewegliche Armi2o -,vird durch die Stange12i betätigt, wodurch
der Arm in die Be#vegungsbahn eines am Seginentgi angegossenen Ansatzteilsgic gebracht
wird. Der Armi2o dient dazu, den Teilgic anzudrücken, um die Segmentegi zu schwingen,
die über Zähnegid gegen die Wirkung einer Feder 9 1 b miteinander
in Eingriff stehen. Die Fingergo werden dadurch so zusammengebracht, daß sie leicht
in das offene obere Ende des Stoffahschnittes M3 eintreten.
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Der Drehtischrahmen93 stellt eine Art Rad dar, dessen Nahe sich mit
einer senkrechten Welle94 dreht, die vom Hauptantrieb der Maschine aus betrieben
-wird.
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Die am Dxehrahmen93 in Abständen angeordneten Fingergo können sich
in senkrechter Ebene um einen Bogen von go' drehen, so daß diese Fingergo schwingen
und sich einerseits in der Ebene der flachen Seiten entsprechend der Ebene der Abb.5
und 6 und andererseits in einer dazu senkrechten Ebene einstellen können,
um den Beutel M' zur Aufnahme des Tees o.,dgl. zu öffnen. Um diese Drehbewegung
zu vollenden, sind kurze Kurbelarme gob vorgesehen, welche verschiedene Höhenlagen
besitzen und sich mit der Welle goa drehen können, wie aus Abb. 5 ersichtlich
ist. Einer der Kurbelarme gob jedes Paares von Fingern (der rechts gelegene Arm)
befindet sich unmitt6ibar unterhalb der Ebene der kurzen Welle 92, während der andere
(links gelegene ' )
oberhalb der Zapfemvelle 92 angeordnet ist. Diese Kurbelarrne
gob sind mit entgegengesetzten Enden eines gabelförmigen Teils goc verbunden, dessen
gebogener Mittelteil die Zapfengod umfaßt, welche auf der Oberseite von NockenhebeIngoe
angebracht sind. Letztere sind bei gof gleichmäßig auf dem Umfange des Drehrahmens93
angeordnet, um die freien Hehelenden, welche Rollen goz aufweisen, ih einer Kurvenbahn
107 a eines mit Bezug auf die anderen Teile feststehenden Nockens 107 schwingen
zu können. Dieser Nocken ruht auf dem Nabenteil 93a des Drehrahmens 93, ist
aber gegen Drehung gesichert.
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Der aufrechte Tragrahmen i oo (Abb. 2) besitzt einen auswechselbaren
Träger io8 zur einstellbaren Anbringung einer Nähmaschine iog; dieser Rahmen ioo
mit dem Träger io8 schwingt, um die Weiterbewegung der Nadel jogd der Nähmaschine
iog zu gestatten, während ein Verschluß Q am Boden des Stoffbeutels M2 angebracht
wird. Die Näh-
maschine wird über eine Riemenscheibe ioga und den Riementrieb
iogb von der Haupttriebwelle der Maschine angetrieben.
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Durch die Schwingung des Traggrahmens i oo mit der Nähmaschine i og
um die Welle 94 wird der Zapfengg mitgenommen, so daß die.L\'Ähmaschüle iog den
Beutelteilen M2 während des Nähens in ihrer Bewegung folgt. Wie aus Abb. 2 ersichtlich,
wird diese Schwingung durch eine Verbindungsstange i i i ermöglicht, deren eines
Ende i i ia an der Näh-
maschine iog angelenkt ist und deren anderes Ende
mittels einer Kugelgelenkverbindung i i 111 mit einem Winkelhebel i 17,
verbunden ist, der die Stange i i i von der Hauptwelle der Maschine aus bewegt.
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Bevor die Beutel MI die Füllstelle erreichen, wird die die benachbarten
Beutel verbindende Bodennaht Q zerschnitten. Zu diesem.Zweck ist eine Schere
i 16 vorgesehen. Die Schere i 16 besteht, wie aus Abh. 2 und
3 hervor-J, Cleht, aus einer f ests-tehenden Klinge i i 6a und einer beweglichen
Klinge i i 6b, die drehbar auf der Schraube 116c sitzt, welche auf einem
vom
Maschinenrahmen H ausgehenden Arm 1161 angebracht ist. Das Ende i 16(1 kegellüber
der S chneidkante def Klinke i i 6b ist nät ein-er Stange i i
6c verbunden, welche den Antrieb, der Schere von der Hauptma.#chinenwelle
ableitet.
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Die Fortbewegung jedes Beutels M2 durch die Nähmaschine iog erfolgt
fortlaufend. Sobald die Maschinennadel Joga nicht mehr durch den Beutelstoff hindurchgeht,
wird eine Kettenstich#naht J gebildet, bis der nächstfolgende Beutel M2 durch
die Finger go der Nadel zugeführt wird. Da die Fingergruppen nur mit geringen Zwischenräumen
nebeneinander angeordnet sind, so ist edier Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden,
die Nähmaschine iog verlassenden Beuteln gerade genügend, um den Durchgang -der
Klingen der Schere i 16 zu gestatten. Das Durchschneiden der Verbindun-sschnur
J erfolgt derart, daß keine Notwendigkeit vorliegt, die Beutel JK -noch besonders
zu verputzen, da die Naht Q fast mit dem Stoff -ende des Beutels MI aufhört.
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Die Nähmaschine erfordert zwei Fäden, die von den aus Abb. i ersichtlichen
Spulen 210 geliefert -werden.
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Das Aufbringen des Staffstreifens Ms auf die Finger go und das Abtrennen
des Beutelteils M2 wird durch Zusammenarbeiten eines von dem Hebel i i
6f ausgehenden Zweigarms 116'e mit der damit verbundenen, bei 117a drehbaren
Stange 117 bewirkt (Abb. 2 und 6).
Die Stange i 17 betätigt
eine allgemein mit i 18 bezeichnete Greifervorrichtung (s. Abh.
5
und 6). Diese Greif ervorrichtung i 18 besitzt mit Abstand
am Ende ein-es T-förnügen Organs I I 8b angebrachte Backen i i 8a
und ist auf einer Stiftwelle i i 8c drehbar angeordnet, die auf einem Arm I
I 8d Sitzt, welcher starr auf einem mit Bezug auf die anderen Teile unbeweglichen
Teil des Maschinenrahmens H angeordnet ist.
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Die Greifervorrichtung 11 8b sitzt lose auf der Stiftwelle
i i 8c und, wird in der Arbeitslage durch eine auf der Nabe i I ga eines Hebels
i i gb ' der drehbar auf der Stiftwelle II8C sitzt, angeordnete Feder i ig
angepreßt. Dieser Heb el I I gb hat einen Arm i i gc, der drehbar
mit dem oberen Ende der Stange 117
verbunden ist, wie aus Abb. 2,
5 und 6 ersichtlich ist. Auf der Nabe 11 ga sitzt ein
Stift i i gd, welcher mit dem T-förnligen Organ ii8b in Eingriff treten kann, um
die Greifbacken118a zurückzuziehen, so daß dasobere Ende des Beutels M2 außer Eingriff
mit den Backenii8a und den Fingerngo gelangt und losgelassen wird.
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Das obere Ende des Stoffstreifens M3 für den Beutel wird, nachdem
eg durch die Greifbacken i i 8a in seiner Lage gesichert ist, von den Scherenklingen
86, wie aus# Abb. 5 und 6
ersichtlicl# abgetrennt, Die Klingen
sind drelibar auf einem Bolzen 86a (Abb. 2) angeordnet, welcher auf einem von deni
Träger 97 ausgehenden Träger sitzt. Das Antriebsende 86b der Klinge
86 ist durch Gelenke 86c und 86d mit einem Drehzapfen 86e am Ende
ein-er Stange 86f verbunden, welche durch eine auf der Schaukelwelle 86h sitzende
Schraubenbefestigurig 86g festgehalten wird.
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Die Stange86f wird von der Haupttreibwelle der Maschine betätigt.
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Bei der Betätigung der Schere 86 - wird das obere Ende des
Stoffstreifens M3 abgeschnitten, während der verbleibende Beutelteil A42
auf einem Fingerpaar go des Drehtisches B verbleibt. Bei ihrer Drehung btwegen die
Finger go das untere offene Ende des Beutelteils M-', so daß, es auf einen Druckfuß124
(Abb.4) gelangt, der einen trogartigen Teil I24a aufweist, dessen Bodenache 124
b etwas aufwärts geneigt ist. Dieser Teil 124a und die Fläche I24b sind derart
gebaut und ausgeführt, daß sie, zwangsläufig mit den Unterkanten. des Beutelteils
M2 in Eingriff kommen. Durch das äußere Ende des schrägen Teils i24a geht die Maschinennadel
logd hindurch. Damit diese Nadel auf der Maschine iog einen überwendigen Saum nähen
kann, kann der Druckfuß 124 an der Nähmaschine mit einer Schraube ioge angebracht
werden und 'kann nrittels einer Feder 124 d nachgiebig aufruhen. Hinter demDruckfUß
124 befindet sich ein Stoffschieber.
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Der Drehtisch B vollführt eine schritt--weise Bewegung, und der Arbeitsvorgang
verläuft derart, daß ein-er der Zeitpunkte, auG-genutzt wird, wo die Teile dieser
Apparatur sich nicht drehen, d.h. wenn sie stillstehen. Sobald der Beutelabschnitt
M2 die erste Arbeitsstelle verläßt, gelangt er in die zweite, nämlich zur Nähmaschine
iog, wo der &ffene Boden mit der überwendigen Naht. Q versehen wird.
Während die Finger go des Drehtisches B in Bewegung sind, sowie auch, wenn sie während
der erwähnten schrittweisen Bewegung stillstehen, wird die Nähmaschine iog derart
geschwungen, daß sie sich mit den Beutelteilen A42 bewegt, wenn diese sich beim
Nähen durch eine Schwingung des Tragrahmens ioo mittels der beschriebenen Vorrichtungen
vorwärts bewegt, und durch diese Einrichtungen wird diese Maschme auch in einer
zu der Vorwärtshewegung der Beutelteile M2 entgegengesetzten Richtung geschwungen,
während die Beutelteile bei der schrittweisen Bewegung stillstehen. Die Hinundherhewegung
der Maschine iog ist mit Bezug auf die erwähnte schrittweise Bewegung seitlich derart
bemessen, daß die Nähmaschine iog fortlaufend Nä:#te Q an
aufeinanderfolgenden
Beutelteilen A12 ohne Stillstand oder Unterbrechung in regelmäßiger Folge anbringt.
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Die Finger go des Drehtisches B gelangen bei ihrer Drehung mit den
Beuteln M2 nach der ersten Arbeitsstelle durch die zweite zur dritten Arbeitsstelle,
nämlich zu derjenigen, wo die Beutel M2 von ihrem oberen oder offenen Ende her einer
nach dem anderen gefüllt werden.
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Bei der dritten Arbeitsstelle haben sich die Finger go derart bewegt,
daß ihre Breitseiten sich parallel einstellen, wodurch der Beutel M2 zur Füllung
geöffnet wird (Abb. 2).
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Nachdem die Beutel M- nacheinander gefüllt worden sind, werden sie
durch den Drehtisch B einer weiteren, Arbeitsstelle zugeführt, wo der gefüllte Beutel
M2 einer Vorrichtung D übergeben wird, -um die obere Verschlußnaht
0 anzunähen. -