DE695629C - Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern - Google Patents

Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern

Info

Publication number
DE695629C
DE695629C DE1939W0104979 DEW0104979D DE695629C DE 695629 C DE695629 C DE 695629C DE 1939W0104979 DE1939W0104979 DE 1939W0104979 DE W0104979 D DEW0104979 D DE W0104979D DE 695629 C DE695629 C DE 695629C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rope
riser
borehole
mast
pulling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1939W0104979
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Raub
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Original Assignee
Wintershall AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wintershall AG filed Critical Wintershall AG
Priority to DE1939W0104979 priority Critical patent/DE695629C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE695629C publication Critical patent/DE695629C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und ähnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrlöchern Bisher wurden aus Steigrohren bestehende Förderleitungen mit Hilfe von Fördertürmen aus der Erde herausgezogen, und zwar in der Weise, daß die Ziehvorrichtung an der höchsten Stelle der Steigleitung o. dgl. zum Angriff gebracht wurde. Der Förderturm selbst besteht aus massivem Material und muß stark genug sein, um das gesamte Gewicht, also z. B. 5 bis 6ooo kg tragen zu können. Ist die Bohrung beendet, so muß der Förderturm abgebaut werden, was mit Rücksicht auf sein Gewicht und seine stabile Bauweise mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, desgleichen ein Transport an eine andere Stelle. Andererseits ist selbstverständlich auch der Aufbau ziemlich langwierig und stark materialverbrauchend.
  • Diesem Nachteil soll die vorliegende Erfindung begegnen. Sie kennzeichnet sich grundsätzlich dadurch, daß beim Herausheben der Förderleitung o,. dgl. das Zugorgan an der untersten Stelle der Förderleitung oder kurz dariiber angreift. Eine Förderleitung besteht bekanntlich aus mehreren miteinander verschraubten, verhältnismäßig kleinen und verhältnismäßig leichten Steigrohren. Erfindungsgemäß wird nun so gearbeitet, daß ein Zugorgan, vorzugsweise ein Drahtseil, von der Erdoberfläche bis zum tiefsten oder annähernd tiefsten Punkt der Förderleitung eingeführt wird und dort in beliebiger Weise mit dem letzten Steigrohr verbunden ist. Um nun die Steigleitung herauszunehmen,- wird das Zugorgan betätigt, und zwar vorzugsweise mit Hilfe einer Rolle, derart, daß der Zug parallel zur Erdoberfläche erfolgen kann. Die Rolle kann unmittelbar an einer Seite des Bohrloches angebracht sein und mit der Bohrlochverrohrung verbunden sein. Das Zugorgan wird nun so weit betätigt, daß die erste Verschraubung des obersten Steigrohres aus dem Bohrloch herausragt, dann wird dieser Teil des obersten Steigrohres an einem Hebestück befestigt, welches seinerseits an einem zweiten Seil hängt, das über einen Mast läuft, der ;etwas höher ist als das längste Steigrohr, und gleichfalls am Bohrloch befestigt wird. Nun wird mit Hilfe _ des Zugorgans weitergehoben, bis die erste Verbindung zweier Steigrohre an der Oberfläche erscheint, dann werden die Steigrohre in bekannter Weise mit Keilen abgefangen, die Verbindung löst und das erste Steigrohr entfernt. Um däs Hebestück unter der Muffe zum Stehen 2,ü bringen, ist ein Ausgleichsgewicht vorgesehen, welches das Tragseil des Hebestückes in Spannung hält. Dann wird das Zugorgan weiterbewegt, und der Vorgang wiederholt sich in genau derselben `''eise für das zweite Steigrohr. Selbstverständlich können in analoger Weise auch andere, in Bohrlöcher eingeführte Vorrichtungen herausgezogen werden, z. B. Bohrrohre.
  • Die sich mit der Neuerung ergebenden Vorteile liegen klar auf der Hand. An Stelle des massiven, kostspieligen und schwierig zu transportierenden und aufzubauenden Förderturms ist zunächst ein billiger, leicht auf-und abzubauender Aufbau notwendig, an Stelle des Förderturmes ist nämlich lediglich ein bis zum untersten Steigrohr reichendes Zugorgan und ein kleiner Aufbau, insbesondere für die Umlenkrolle, sowie ein Mast notwendig. Dieser Aufbau kann natürlich ohne weiteres leicht transportiert werden.
  • In der anliegenden Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Der Berechnung ist eine Bohrlochtiefe von 60o m zugrunde gelegt. Mit 2'-Steigrohren mit verstärkten Enden und 5/$'-Pumpgestänge ergibt diese Ausrüstung folgende Gewichte:
    Steigrohre ...... 42,00 kg-
    Pumpgestänge ... 95o -
    5 i 5o kg ohne Ölfüllung.
    Aufbau der Gesamteinrichtung(Fig.i) Unter Tage ist vorhanden a) Eine Hülse, zweiteilig, die an der einen Seite nach unten konisch erweitert ist (Fig, a), b) eine Tragmuffe, c) ein Seil.
  • Die Hülse a dient zum Eingießen des Zugseiles c. Es soll dadurch eine innige Verbindung zwischen Zugseil und Hülse und somit mit -dem Steigrohr hergestellt werden. Die Tragmuffe stellt die Verbindung zwischen den Steigrohren einerseits und der Hülse andererseits dar. Das Tragseil wird mit 2o mm dimensioniert, das ist eine sechsfache Sicherheit der zu hebenden Last. Über Tage Über Tage sitzt die Urnlenkrolle d auf der Grundplatte e. Die Grundplatte e ist fest auf dein Absetzflansch verschraubt. Auf dieser Grundplatte sitzen die Stützen g, die die zwei Träger f tragen. Auf den Trägern f sitzt am einen Ende der Mast lt (io m lang), der mittels Schildzapfen i drehbar gehalten wird. Vor dem Ziehen von Arbeitsmitteln aus dem ,Bohrloch wird der Mast aufgerichtet und `durch die Haltebüchse (Schelle) Z sicher gehalten (Fig. 3). Auf dem Mast ist eine Seilrdfle zur Aufnahme des Seiles n2, angebracht. *Äni. Seil m kann das Ausgleichsgewicht k an dem vertikalen Teil des ziehenden Trums angeklemmt werden. Am einen Ende ist das Seil geteilt zur Aufnahme von zwei Hebestücken. Arbeitsweise Soll das in den Steigrohren befindliche Pumpgestänge mit Pumpenkolben gezogen werden, so wird nach Aufbau der oben bezeichneten Einrichtung und Hochrichten des Mastes das Pumpgestänge-hebestück an dem Pumpgestänge angelegt und mittels Seil na, das an der Fördertrommel einer Ausbauwinde befestigt ist, gezogen. Iin übrigen geschieht der Ausbau des Pumpgestänges in der iiblichen Arbeitsweise.
  • Nach dem Ausbau des Gestänges wird zum Ausbau der Steigrohre übergegangen. Zu diesem Zweck wird das Seil an abgelegt und das Drahtseil c an der Fördertrommel der Ausbauwinde befestigt, dann wird an das Seil m das Ausgleichsgewicht k angeklemint. An dem gegabelten Ende des Seiles a2,2 werden zwei Steigrohrelevatoren befestigt. Jetzt werden die Steigrohre mittels Drahtseil c angezogen, bis eine Steigrohrmuffe so hoch herausragt, daß der Elevator in der üblichen Weise unter der obersten Muffe angeschlagen werden kann. Beim Weiterziehen am Seil c wird unter der Wirkung des Gegengewichts k das Hebestück stets unter der Muffe des Steigrohrs gehalten. Das Gegengewicht ist so schwer bemessen, daß das Steigrohr auch nach dem Losschrauben von der übrigen Steigrohrtour noch in der Schwebe gehalten wird, um es anschließend von Hand auf den Boden ablegen zu können. Es dürfte hiermit deutlich sein, daß durch die Anbringung des Gegengewichts eine weitere Maschinenkraft zum Ziehen am Seil m erspart wird.
  • Eine Gabelung des Seils 2,n mit Anbringung von zwei Hebestücken ist erforderlich, weil andernfalls bei nur einem Hebestück nach dem Aushängen des am Boden abgelegten Steigrohrs das Hebestück unter der Einwirkung des Gegengewichts sofort zur oberen Mastrolle gezogen würde. Dies wird durch Anbringung der zweiten Hebestückes an dem gegabelten Seil vermieden. Es wird an dem nächsten aus dem Bohrloch heraustretenden Steigrohr angeschlagen, bevor das am Boden liegende Steigrohr von dem ersten Hebestück gelöst wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE.: i. Vorrichtung zum Herausziehen von-. Rohren und ähnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrlöchern, gekennzeichnet durch ein bis annähernd zur tiefsten Stelle der Rohrleitung im Bohrloch reichendes Zugmittel (c), z. B. Drahtseil, eine feste Verbindung (a) des untersten Endes dieses Zugmittels mit der Rohrleitung, ferner durch eine am Bohrlochmund angebrachte Umlenkrolle (d) für das zu einer Winde geführte Zugmittel (c) und einen gleichfalls am Bohrloch angebrachten Mast (h) mit einer Kopfrolle, über die ein weiteres Seil (m) mit Hebestücken geführt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß an dein vertikalen Teil des ziehenden Trums des Seiles (m) ein Gegengewicht (k) vorgesehen ist, derart, daß das Seil (m) in Spannung-gehalten wird. -3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil (m) an der für die Aufnahme der Hebestücke vorgesehenen Seite gegabelt ist. q.. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast (h) kippbar ist.
DE1939W0104979 1939-01-25 1939-01-25 Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern Expired DE695629C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1939W0104979 DE695629C (de) 1939-01-25 1939-01-25 Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1939W0104979 DE695629C (de) 1939-01-25 1939-01-25 Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE695629C true DE695629C (de) 1940-08-29

Family

ID=7616314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1939W0104979 Expired DE695629C (de) 1939-01-25 1939-01-25 Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE695629C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2815705A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum zentrieren von futterrohren fuer tiefbohrungen
DE3504469A1 (de) Bohrturm
DE695629C (de) Vorrichtung zum Herausziehen von Rohren und aehnlichen Einrichtungen aus Tiefbohrloechern
DE1811991A1 (de) Kran fuer kraftbetaetigte Rohrzange
DE1925912A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Verbindung zwischen einem Wasserfahrzeug und einer in einer erheblichen Wassertiefe angeordneten Bohrlochkopfbaugruppe
DE1684263B1 (de) Vorrichtung zum Heben von Decken von Hochbauten nach dem Hubdeckenverfahren
DE202023104294U1 (de) Vorrichtung zur Unterstützung des Trainings mit Hanteln für exzentrisches Muskeltraining
DE202022001002U1 (de) Anschlag zum Kranen plattenförmiger Bauelemente
DE194961C (de) Verfahren und vorrichtung zum aufstellen von aus übereinandergesetzten röhren bestehenden metallmasten
DE568462C (de) Vorrichtung zum Aufrichten schwerer Bauwerke, insbesondere von Gittermasten
AT162742B (de) Einrichtung zur Durchführung von Einbau-, Ausbesserungs- oder Überprüfungsarbeiten an elektrischen Freileitungen mit Bündelleitern
DE48870C (de) Grumbenstempel
DE282871C (de)
EP0144641A2 (de) Montageaufsatz für Brunnenpumpe
DE557473C (de) Verfahren zum Herstellen von Eisenbetonschornsteinen mit steifen Eiseneinlagen
DE187954C (de)
DE1056074B (de) Rotary-Bohranlage
AT212227B (de) Verfahren zur Herstellung von Grundwasserfassungen
DE19962298C2 (de) Einpressvorrichtung für Rohre und Bohrgestänge
DE117756C (de)
DE727201C (de) Foerdervorrichtung mittels Flaschenzug
DE1016919B (de) Klettergeruest
DE966333C (de) Foerderstuhl fuer Bohrgestaenge
DE1064703B (de) Vorrichtung zum Auswechseln von Schachtfoerdermitteln
DE814931C (de) Kran, besonders Eisenbahnkran