DE695569C - Schmiervorrichtung fuer Koernerspitzen - Google Patents
Schmiervorrichtung fuer KoernerspitzenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
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- B24B41/00—Component parts such as frames, beds, carriages, headstocks
- B24B41/06—Work supports, e.g. adjustable steadies
- B24B41/061—Work supports, e.g. adjustable steadies axially supporting turning workpieces, e.g. magnetically, pneumatically
- B24B41/062—Work supports, e.g. adjustable steadies axially supporting turning workpieces, e.g. magnetically, pneumatically between centres; Dogs
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Description
Es ist bekannt, eine selbsttätige Schmierung für die Lager einer achsig beweglichen
senkrechten Welle dadurch einzurichten, daß eine die Wellenlager für achsige Druckaufnähme
tragende Büchse in einer weiteren, mit Öl gefüllten Büchse geführt ist, so daß je
nach der achsigen Bewegung der Welle das Öl innerhalb dieser zweiten Büchse durch am
Umfang der Lagerbüchse vorgesehene Kanäle zu strömen vermag. Nachteilig ist hierbei,
daß diese Büchsenbewegungen in dem Fall, für den diese Schmierung vorgeschlagen wurde, völlig unregelmäßig erfolgt, so daß
also keineswegs zwangsläufig etwa durch Druckschmierung eine stets ausreichende Schmierung der Lagerstellen gewährleistet
ist, sondern diese Schmierung mehr oder weniger dem Zufall überlassen bleibt.
Nach einem noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlag soll an Spurzapfenlagern
insbesondere von Fahrradlichtmaschinen durch Längsbewegen der. durch das Lager abgeschützten Achse von Hand
nach außen im unteren Lagerkörper durch die dort vorgesehenen Öffnungen aus dem umgebenden Schmiermittelbehälter Schmiermittel
in den so freigegebenen Hohlraum eintreten. Dabei ist aber zu beachten, daß
durch Zurückbewegen der Achse dieses gerade angesaugte Schmiermittel ©hne weiteres
aus den gleichen Öffnungen wieder in den Schmiermitelbehälter zurücktritt, so daß also
von einer Druckschmierung nicht gesprochen werden kann. Es wird vielmehr lediglich
eine Schmierung der unteren Lager durch diejenige Schmiermittelmenge erzielt werden
können, die durch Lagerspiel und Haftung an den Wandungen im Lager und namentlich
auf der den Achsdruck aufnehmenden Kugel verbleibt. Die eigentliche Schmierung tritt
in diesem Falle lediglich dadurch ein, daß sich durch die Zapfenreibung das umgebende
Schmiermittel erwärmt und damit dünnflüssig wird und so seinen Weg durch das notwendige
Lagerspiel auch ohne Längsbewegung des,;. - Lagerzapfens findet. ■·"■
Neben diesen eine Verbesserung der Lager-, schmierung allgemein bezweckenden "Vor-,
schlagen ist auch bereits versucht worden, die
Schmierung der in Drehrichtung feststehenden Körner für Drehbänke o. dgl. zu verbessern,
also diejenige Schmierung, auf welche sich die Erfindung bezieht.
So ist eine feststehende Körnerspitze bekannt,
die mit Hilfe einer außerhalb der Körnerachse liegenden Ölleitung geschmiert werden soll. In der Ölleitung ist ein aus der
Körnerspitze herausragender Zapfen mit einem Ventil am anderen Ende angeordnet. ■ Beim Aufsetzen des Werkstückes auf die
Körnerspitze geht dieser Zapfen nach einwärts, so daß nunmehr das öl in den Ölkanal
und an die Schmierstelle herantreten kann. Der ölkanal bleibt während des gesamten
'Bearbeitungsvorganges geöffnet. Da die Körnerbohrung selbst unrund sein kann und
im übrigen auch Unebenheiten vorhanden sein können, kann dabei Schmiermittel austreten,
ohne eine Schmierwirkung auszuüben. Im übrigen fehlen bei diesem Vorschlag Angaben,
ob und unter welchem Druck das Schmiermittel zugeführt wird, so daß nicht erkennbar ist, wie die ganze Vorrichtung tatsächlich wirken soll. Anscheinend soll mit
Hilfe einer die Körnerspitze abschließenden Verschraubung ein Nachstellen des Schmiermittels
möglich sein, so daß also eine praktische irgenwie beachtliche Druckwirkung
überhaupt nicht eintreten kann. Im übrigen ist bei dieser Vorrichtung zu beachten, daß
zwar die.Anordnung des eigentlichen Ölventils
auf der entlasteten Seite der Körnerspitze vorgesehen ist, aber die Ventilnadel selbst an
der Reibfläche, also dem umlaufenden Werkstück, anliegt und so ohne weiteres einem
steten Verschleiß unterliegt. Es besteht demnach die Möglichkeit, daß die Ventilnadel
eines Tages nicht mehr lang genug ist und das Ventil nur unvollkommen oder gar nicht
mehr geöffnet werden kann, so daß die Schmierung u. U. ganz unterbleibt. Es handelt
sich demnach um einen Vorschlag, der keineswegs in allen Fällen ein einwandfreies
Arbeiten bzw. Schmieren der Reibungs- bzw. Gleitflächen ermöglicht.
Es ist ferner eine Körnerspitze vorgeschlagen worden, deren Mittelachse einen
Kanal aufweist, in welchem ein Ventil angeordnet ist, dessen Schaft als Nadel ausgebildet
ist und aus der Spitze hervorragt. Diese Nadel muß wegen der wechselnden Tiefe der
fio Körnerbohrungen ziemlich weit aus der Körnerspitze herausragen, wird also leicht
krummgeschlagen oder sogar abgestoßen, so daß mit Hilfe einer solchen Körnerspitze ein
einwandfreies Arbeiten bzw. Schmieren der •Gleitfläche zwischen Körnerspitze und Werk-
- stück keineswegs gewährleistet werden kann. Das Schmiermittel steht unter dem Druck
eines federbelasteten Kolbens. Dieser Druck nimmt mit abnehmender Schmierstoffmenge
immer mehr ab, so daß stets geringer wer-. dende Schmiermittelmengen zum Austritt aus
dem Schmierkanal und somit an die Schmierstellen gebracht werden. Es entzieht sich
also die Menge des zugeführten Schmiermittels der Kontrolle, so daß man nie sicher ist,
ob die vorgesehene Schmierung noch in Tätigkeit treten kann oder nicht.
Weiter ist die Preßförderung des Schmiermittels zu der feststehenden Körnerspitze
nach Art der bekannten Stauferbüchsen vorgeschlagen worden. Auch dabei lassen sich
die tatsächlich geförderten Schmiermittelmengen nicht genau überwachen, so daß auch
hier die Güte der Schmierung mehr oder weniger vom Zufall abhängt, wobei ganz davon
abgesehen werden soll, daß es naturgemäß überhaupt nicht möglich sein kann, eine
gleichmäßige Ölzufuhr zu gewährleisten, weil sonst die Preßbüchse laufend von Hand gedreht
werden müßte. Darüber1 hinaus muß als weiterer wesentlicher Nachteil noch angesehen
werden, daß der Druck des zugeführten Schmiermittels in-keiner Beziehung
zum Anpreßdruck der Körnerspitze auf das Werkstück steht.
Der Gegenstand der Erfindung vermeidet diese Nachteile. Dies wird dadurch erreicht,
daß der in Drehrichtung 'feststehende Körner innerhalb einer Hülse längs beweglich ist,
wob'ei diese Hülse als Körnerträger in die Reitstocktragstange eingesetzt wird. Der Körner
ist ferner mit einer auf seine ganze Länge durchgehenden, an der Körnerspitze auslaufenden Bohrung versehen und wirkt
bei der Längsbewegung so auf einen Schmiermittel o. dgl. enthaltenden Raum ein, daß
Schmiermittel angesaugt wird bzw. durch die Bohrung nach der Körnerspitze gelangt.
Dabei ist der" Körner zweckmäßig innerhalb der Hülse zwischen gegebenenfalls einstellbaren
Anschlägen-längs beweglich und steht unter der Wirkung einer Feder, deren Kraft
auf das einzuspannende Werkstück zu gerichtet ist·.
Zweckmäßig erfolgt die Schmierung von einem Schmiermiitelraum aus, der sich an
dem der Körnerspitze entgegengesetzten Ende an diese anschließt und der dort mit der
durchgehenden Bohrung des Körpers durch ein federbelastetes Ventil in Verbindung
steht. Dabei steht dieser Schmiermittelraum durch eine weitere, ebenfalls durch federbe-
lastetes Ventil verschlossenen Bohrung mit einem zweiten Schmiermittelraum in Verbindung,
der von außen her zugänglich ist und in welchem das Schmiermittel, mit Hilfe
eines unter dem Druck der Außenluft stehenden Folgekolbens an die Schmiermittelleitung
zur Körnerspitze herangeführt wird.
Im Gegensatz zum geschilderten Stand der Technik werden außer der eigentlichen
ίο Körnerspitze alle weiteren, dem Verschleiß unterliegenden Teile vermieden, insbesondere
am umlaufenden Werkstück schleifende Nadelventile, so daß schon aus diesem Grunde
eine stets einwandfrei wirkende Schmierung is möglich ist. Darüber hinaus ist wesentlich,
daß eine jeweils genau bestimmte Schmiermittelmenge an die Schmierstelle gefördert
wird, dieses Schmiermittel unter einem stets gleichbleibenden Druck steht, das Schmierao
mittel selbst durch die Pumpwirkung beim Aufspannen des Werkstückes auf die Körnerspitze
gefördert wird, also für diesen Zweck zusätzliche bewegliche federbelastete Kolben
nicht notwendig sind und außerdem keinerlei besondere Bedienungshandgriffe zur ölförderung
erforderlich sind.
Es handelt sich demnach bei der Erfindung um eine verbesserte und stets einwandfrei
wirkende Schmierung zwischen Körnerspitze und Werkstück.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel im Schnitt dargestellt.
Es bezeichnet darin ι die nur schaubildlich gezeichnete Reitstocktragstange einer Drehbank
und 2 das zu bearbeitende Werkstück, ebenfalls nur schaubildlich. Der in die Tragstange
ι eingesetzte neue Körner besteht aus einer Hülse 3 und der Körnerspitze 4. Diese
ist innerhalb der Hülse 3 längs beweglich ge- <\o lagert, und zwar jeweils zwischen Anschlägen
5 zur Begrenzung der Körnerbewegung 'nach außen und Anschlügen 6 zur Bewegungsbegrenzung
nach der Spindelstockseite hin. Zwischen der Körnerspitze 4 und dem den IS Anschlag 6 tragenden, in der Hülse 3 gelagerten
zylindrischen Körper 7 ist eine Feder 8 eingeschaltet. Durch diese Feder 8 wird die
Körnerspitze 4 in entspanntem Zustand stets nach außen gedrückt. Hinter dieser ist im
Körper 7 die Schmiermittelkammer 9 vorgesehen und anschließend ein weiterer Schmiermittelraum
10, in welchem zur gleichmäßigen Schmiermittelentnahme der Kolben 11 gleitet,
und zwar unter freier Verbindung mit der durch eine Öffnung 12 im Abschlußdeckel 13
zutretenden Außenluft.
Die Schmiermittelleitung besteht aus dem . zwischen den Schmiermittelräumen 10 und 9
eingeschalteten federbelasteten Kugelventil 14, dem weiteren Ventil 15 und der die
Körnerspitze durchsetzenden Bohrung 16.
Der Körner arbeitet wie folgt: Beim Anstellen der Reitstocktragstange 1
gleitet die Körnerspitze 4 beim Aufsetzen auf das Werkstück 2 bis zum Anschlag bzw.
Bund 6 zurück. Währenddessen wird das im Schmiermittelraum 9 vorhandene Schmiermittel
verdichtet und gelangt über Ventil 15 und die Bohrung 16 in die Körnerbohrung
des Werkstückes 2 bzw. an die Körnerlauffläche, die bis zum Anschlag der ausweichenden
Körnerspitze 4 am Bund nur durch die Feder 8, also gering, belastet ist. Nach der
Beendigung der Bearbeitung des Werkstückes 2 bzw. nach dem Zurückfahren der Stange 1 wird die Körnerspitze 4 durch die
vorher gespannte Feder 8 wieder nach außen gedrückt und saugt hierbei durch Ventil 14
aus dem Schmiermittelraum 10 Schmiermittel in den weiteren Schmiermittelraum 9,
von wo aus dieses Schmiermittel' dann beim erneuten Aufspannen eines Werkstückes in
dessen Körnerbohrung gelangt. Dabei kann, wie sich aus der Zeichnung ergibt, der An-*
schlag 6 gegenüber der Hülse 3 in einfacher Weise durch mehr oder minder weites Einschrauben
des zylindrischen Körpers 7 in die Hülse 3 verstellt und damit die Menge des zuzuführenden Schmiermittels verändert
werden. ' go
Durch entsprechende bauliche Anordnung ist auch eine besonders starre Lagerung des
Körners für schwere Dreharbeiten möglich.
Falls es die Tragstange 1 zuläßt oder es erforderlich ist, kann die Körnerspitze 4 so
ausgeführt werden, daß bei langer Drehdauer auch während des Drehens Schmiermittel in
die Körnerbohrung 16 gepreßt werden kann, ohne, daß ein Lösen der Tragstange notwendig
ist.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schmiervorrichtung für die Werkstücklaufflächen an Drehbänken oder ähnlichen Werkzeugmaschinen verwendbarer, in Drehrichtung feststehender Körnerspitzen, in deren Innern ein Schmiermittelbehälter angeordnet ist, der beim Einspannen eines neuen Werkstücks 110' Schmiermittel durch ein Ventil und eine Zuleitung an die Körnerlauffläche gelangen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmiervorrichtung als Preßschmiervorrichtung ausgebildet ist unter Verwendung der Werkstückaufnahmespitze (4) als innerhalb eines hülsenförmigen Gehäusekörpers (3, 7) zwischen Anschlägen (5, 6) unter dem Druck einer in Richtung auf das Werkstück hinwirkenden Feder (8) längs beweglicher Pumpenkolben, der eine mittige Zuleitung (16) zu der695560Arbeitsfläche der Körnerspitze und in dieser ein Druckventil (15) aufweist und der bei der Einspannbewegung für das Werkstück (2) auf das Schmiermittel bzw. eine diesem entsprechende Flüssigkeit in einem an seinem rückwärtigen Ende angeordneten Zylinderraum (9) drückt.
- 2. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schmiermitteldruckraum (9) mittels eines Rückschlagventils (14) ein Schmiermittelvorratsraüm (10) im hinteren Teil des Körnerspitzengehäuses (3, 7) zugeordnet ist, aus dem der Kolben (Körnerspitze 4) bei seiner Entspannungsbewegung (Feder 8) Schmiermittel ansaugt und daß dieser Vorratsraum durch einen unter dem Druck der Außenluft stehenden Folgekolben (11) nach hinten abgeschlossen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungenρκιϊτ.τν. fiKtinixicr in der
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075606 DE695569C (de) | 1937-06-29 | 1937-06-29 | Schmiervorrichtung fuer Koernerspitzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075606 DE695569C (de) | 1937-06-29 | 1937-06-29 | Schmiervorrichtung fuer Koernerspitzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE695569C true DE695569C (de) | 1940-08-28 |
Family
ID=7061988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075606 Expired DE695569C (de) | 1937-06-29 | 1937-06-29 | Schmiervorrichtung fuer Koernerspitzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE695569C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1037805B (de) * | 1954-07-14 | 1958-08-28 | Elfriede Jungbluth Geb Duerhol | Koernerspitze |
| DE1051609B (de) * | 1952-11-15 | 1959-02-26 | Bohner & Koehle | Koernerspitze |
-
1937
- 1937-06-29 DE DE1937D0075606 patent/DE695569C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1051609B (de) * | 1952-11-15 | 1959-02-26 | Bohner & Koehle | Koernerspitze |
| DE1037805B (de) * | 1954-07-14 | 1958-08-28 | Elfriede Jungbluth Geb Duerhol | Koernerspitze |
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