Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft dekorative Blätter bzw. Folien, welche zum
Dekorieren der Oberfläche von Möbeln oder Baumaterialien verwendet werden,
wie Wandbedeckungsmaterialien und Deckenmaterialien und insbesondere
dekorative Blätter mit einem Holzkorn- bzw. Holzmaserungsmuster.
Hintergrund
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Herkömmliche bekannte dekorative Blätter, welche zur Oberflächendekoration
geeignet sind, schließt die folgenden ein:
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(1) Ein vorbeschichtetes Blatt, welches durch Bereitstellen eines geprägten
Musters auf einer Oberfläche eines Substratblatts mittels einer
herkömmlichen Druckmethode, Verwenden einer Tinte, welche einen hohen Gehalt
an Feststoffen, wie einem Pigment, aufweist, und dann Bilden einer
Oberflächenschicht darauf durch Verwenden eines Firnisses bzw. eines
Klarlacks, welcher aus einem Aminoalkydharz, einem Urethanharz oder
dergleichen zusammengesetzt ist, hergestellt wird (Japanische
Patent-Offenlegungsveröffentlichungen Nrn. 76115/1977 und 71908/1978).
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(2) Ein dekoratives Blatt, welches durch Bereitstellen eines Musters auf einer
Oberfläche eines Substratblatts durch die Verwendung einer Tinte, welche
eine übliche Farbe und ein Treibmittel enthält, und dann Aufschäumen bzw.
Ausdehnen bzw. Expandieren des Treibmittels hergestellt wird, um teilweise
ein Aufbausegment aufgebautes Teil in dem Muster bereitzustellen
(Japanische Patentveröffentlichung Nr. 12285/1961).
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(3) Ein dekoratives Blatt, welches durch Laminieren eines transparenten Blatts
auf die gedruckte Oberfläche eines musterbedruckten gefärbten
Substrat
blatts und, wenn notwendig, Bilden eines geprägten Musters während
dieses Laminierungsprozesses, hergestellt wird (Japanische
Patentoffenlegungsschrift Nr. 14312/1983).
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(4) Eine harzimprägnierte dekorative Platte, welche durch Drucken eines
Musters auf einem Substratblatt, welches eine ausgezeichnete
Harzimprägnierungsfähigkeit aufweist, Imprägnieren des Substrats mit einem Harz und
dann Härten des Harzes hergestellt wird (Japanische Patentveröffentlichung
Nr. 4540/1 951).
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(5) Der Abstract von JP-A58-118289 beschreibt ein dekoriertes Brett bzw.
einen dekorierten Karton bzw. eine dekorierte Pappe, welche(s/r)
hinsichtlich des Glanzes, der Helligkeit und des Konvex-Konkaven-Aussehens einem
natürlichen Baum sehr ähnlich sieht durch Anwenden einer Tinte, welche
zur Bildung einer porösen Schicht mit einem geprägten Maserungsmuster,
welches die Oberschicht für ein dekoriertes Brett mit dem Muster
durchdringt, angepaßt ist.
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(6) Der Abstract von JP-A4-220342 beschreibt ein dekoratives Blatt mit einem
geprägten Holzmaserungsmuster, welches ein Tastgefühl der Qualität von
natürlichem Holz aufweist, durch Bereitstellen einer
Holzmaserungsmusterschicht über der Oberfläche eines Stoffblatts, welches über/auf eine(r)
Basisplatte laminiert ist, und ferner Bilden einer Prägeschicht in
Übereinstimmung mit Wintermaserungen von Holzmaserungsmustern.
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(7) FR-A-2 389 498 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines dekorativen
Blatts mit einer Maserungsmusterdruckschicht, welche auf einem
Substratblatt gebildet ist, einem Aufbaudrucksegment und einer transparenten
Deckbeschichtungsschicht auf der äußersten Oberfläche der
Maserungsmusterdruckschicht.
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Die vorstehend beschriebenen herkömmlichen dekorativen Blätter sind nicht
notwendigerweise zufriedenstellend, wenn sie ein natürliches Muster, wie ein
Maserungsmuster, aufweisen. Dem Bilden eines natürlichen Musters, wie einem
Maserungsmuster, ist durch eine künstliche Drucktechnik eine Grenze gesetzt.
In der derzeitigen Situation kann nur ein solches dekoratives Blatt durch eines
der herkömmlichen Verfahren erhalten werden, welches ein künstliches und
unnatürliches Aussehen aufweist und welchem ein natürliches Tastgefühl fehlt.
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Zusätzlich weisen die vorstehenden herkömmlichen dekorativen Blätter (1) bis (7)
die folgenden, zu lösenden Probleme auf.
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(1) Um die herkömmlichen vorbeschichteten Blätter herzustellen, wird ein
geprägnetes Muster durch Drucken bereitgestellt. Die verwendete Farbe
weist jedoch eine schlechte Druckbarkeit auf, so daß das Muster
hinsichtlich des Farbtons und der Dichte eingeschränkt ist und so das gewünschte
geprägnete Muster nicht voll erhalten werden kann. Ferner ist ein Lack,
welcher aus einem Aminoalkydharz, einem Urethanharz oder dergleichen
aufgebaut ist und welches eine harzartige Oberflächenschicht bildet, hart
und brüchig. Daher kann nur eine kleine Menge des Lacks aufgetragen
werden, und die resultierende Schicht weist eine schlechte
Abriebbeständigkeit auf.
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(2) Die dekorativen Blätter mit Segmenten, welche durch die Expansion eines
Treibmittels aufgebaut sind, können ein gutes dreidimensionales Muster
aufweisen. Jedoch sind viele der dekorativen Blätter dieses Typs aus
Polyvinylchlorid aufgebaut, welches ein thermoplastisches Harz ist, so daß
ein Problem bestand, daß sie sowohl ein schlechte Abriebbeständigkeit als
auch eine schlechte Wärmebeständigkeit aufweisen. Ferner wird das
Muster selbst durch Ausbuchten dieser dekorativen Blätter gebildet. Dies ist
ungeeignet, um ein dekoratives Blatt zu erhalten, welches ein Muster
aufweist, welches einem natürlichen Muster, wie einem Maserungsmuster,
ähnelt.
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Um ferner aufgebaute Druckteile mit Wärmebeständigkeit bereitzustellen,
wurde ein Farbstoff durch die Verwendung eines Bindemittels bereitgestellt,
welcher als Hauptkomponenten ein reaktives acrylisches Harz und ein
Vinylchlorid-Copolymer enthält. Jedoch ist es schwierig, ein Pigment zu
dieser Tinte in einer solchen Menge zuzugeben, wie sie von einer
gewöhnlichen Tinte aufgenommen wird. Aus diesem Grund ist der Bereich des Typs
und der Menge eines Pigments, welcher geeignet ist, eine geeignete Dichte
zu erhalten, schmal und nur ein unbefriedigender Farbton wird erhalten.
Wenn beispielsweise ein Pigment, wie Eisenoxid oder Titanoxid, eingebaut
wird, verliert die Tinte ihre Fließfähigkeit und wird dilatant, sogar, wenn
ihre Viskosität durch ein Lösungsmittel kontrolliert wird. Eine solche Tinte
ist zum Drucken ungeeignet. Darüber hinaus ist es schwierig, eine
Druckfarbe herzustellen, welche ein Muster mit einer hohen Farbdichte bereitstellen
kann.
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(3) Die herkömmlichen dekorativen Blätter, weiche durch Laminieren eines
transparenten Blatts auf die bedruckte Oberfläche eines Muster-bedruckten
gefärbten Substratblatts hergestellt werden, weisen eine ausgezeichnete
Abriebbeständigkeit auf, da die Musterschicht durch das transparente Blatt
geschützt ist. Jedoch sind viele der dekorativen Blätter dieses Typs aus
Polyvinylchlorid aufgebaut, welches ein thermoplastisches Harz ist, so daß
sie das Problem einer schlechten Wärmebeständigkeit aufweisen.
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(4) Die herkömmlichen mit einem duroplastischen bzw. härtbaren Harz
imprägnierten dekorativen Platten weisen eine mäßige Wärmebeständigkeit
und Abriebbeständigkeit auf. Es ist jedoch schwierig, ein geprägtes Muster
zu bilden, welches ganz dem gewünschten Muster entspricht. Zusätzlich
fehlt es den dekorativen Platten dieses Typs an Flexibilität und sie sind
außerdem teuer.
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Die vorliegende Erfindung wurde im Blick des vorstehend beschriebenen Standes
der Technik erreicht. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein
dekoratives Blatt bereitzustellen, welches ein Aussehen, ein Tastgefühl und
Berührung bzw. Griff aufweist, welche der der Maserung von natürlichem Holz
bemerkenswert ähnelt und welches außerdem ausgezeichnete
Materialeigen
schaften, wie Abriebbeständigkeit und Wärmebeständigkeit, aufweist.
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Ein dekoratives Blatt gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt
ein Substratblatt und
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eine mit einem Maserungsmuster bedruckte Schicht bzw. eine
Maserungsmusterdruckschicht mit einem Maserungsmuster, welches auf dem Substratblatt
gebildet ist,
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ein(e) Aufbaudruck- bzw. aufbaugedruckte(s) -portion bzw. -segment, welches
auf mindestens einem Teil des Gefäßmustersegments in dem Maserungsmuster
der Maserungsmusterdruckschicht derart geordnet ist, daß das
Aufbaudrucksegment im wesentlichen dem Gefäßmustersegment entspricht,
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eine Deckbeschichtungsschicht, welche auf der äußersten Oberfläche der
Maserungsmusterdruckschicht gebildet ist, wobei ein Segment der
Deckbeschichtungsschicht, welches einem vom Aufbaudrucksegmentverschiedenen Segment
entspricht, matt ist, und ein Segment der Deckbeschichtungsschicht, welches
dem Aufbaudrucksegment entspricht, glänzend ist, und
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wobei das dekorative Blatt einen Farbunterschied zwischen dem
Holzmatrixmusterbereich und dem Aufbaudrucksegment im Bereich von 60 oder weniger, wie
gemäß JIS-Z8730 gemessen, aufweist.
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In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das vorstehend
beschriebene Aufbaudrucksegment aus einem gehärteten Produkt einer
Färbetintenzusammensetzung, welche (a) ein Färbemittel und (b) ein Bindemittel
umfaßt, welches eine Epoxyverbindung, ein Vinylchlorid-Copolymer und eine
reaktive acrylische Verbindung enthält, hergestellt ist und die in dem Bindemittel
enthaltene Epoxyverbindung vorzugsweise mindestens eine Verbindung ist,
welche aus epoxidierten Triglyceriden, epoxidierten Fettsäuremonoestern und
Kondensationsprodukten von Epichlorohydrin und Bisphenol ist.
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In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
vorstehend beschriebene, auf dem Gefäßmustersegment gebildete
Aufbaudrucksegment einen Glanz auf.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beträgt die
Höhe des Aufbaudrucksegments von 10 bis 150 um.
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In den Zeichnungen:
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Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht eines dekorativen Blatts gemäß der
vorliegenden Erfindung, und
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Fig. 2 bis 6 sind Abbildungen, welche jede eine Ausführungsform zeigen, in
welcher ein Aufbaudrucksegment bereitgestellt ist, um mit einem
Gefäßmusterdrucksegment übereinzustimmen.
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Ein erfindungsgemäßes dekoratives Blatt wird beispielsweise durch das
aufeinanderfolgende Bereitstellen eines Substratblatts 1, einer festen Druckschicht 2,
eines Musterdrucksegments 3, eines Gefäßmusterdrucksegments 4, eines
Aufbaudrucksegments 5 und einer Deckbeschichtungsschicht 6 hergestellt, wie
in Fig. 1 gezeigt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Maserungsmuster (ein
Holzmatrixmusterbereich) aus der festen Druckschicht 2, dem Musterdrucksegment 3 und dem
Gefäßmusterdrucksegment 4 aufgebaut.
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Ferner ist die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das
Aufbaudrucksegment 5 auf mindestens einem Teil des Gefäßmusterdrucksegments
angeordnet ist, so daß das Aufbaudrucksegment im wesentlichen mit dem
Gefäßmusterdrucksegment übereinstimmen kann. Der Begriff "übereinstimmen
mit", wie hierin verwendet, bedeutet nicht immer, daß das
Gefäßmusterdrucksegment und das Aufbaudrucksegment vollständig miteinander übereinstimmen,
sondern schließt die Ausführungsformen, wie in Fig. 2 bis 6 gezeigt, ein. Die
vorliegende Erfindung schließt nämlich eine Ausführungsform ein, in welcher ein
Aufbaudrucksegment 5 in einem Gefäßmusterdrucksegment 4 angeordnet ist
(Fig. 2), eine Ausführungsform, in der ein Gefäßmusterdrucksegment 4 mit
einem Aufbaudrucksegment 5 bedeckt ist (Fig. 3), eine Ausführungsform in
welcher ein Aufbaudrucksegment 5 nicht kontinuierlich in einem
Gefäßmusterdrucksegment 4 angeordnet ist (Fig. 4), eine Ausführungsform in welcher ein
Aufbaudrucksegment 5 parallel zu der Längsrichtung eines
Gefäßmusterdrucksegments 4 angeordnet ist (Fig. 5), eine Ausführungsform, in welcher ein
Aufbaudrucksegment 5 in einem bestimmten Winkel zur Längsrichtung eines
Gefäßmusterdrucksegments 4 angeordnet ist (Fig. 6) und alle anderen
Ausführungsformen, welchen diesen Ausführungsformen ähneln. Ferner ist eine
Ausführungsform, in welcher die vorstehenden Ausführungsformen gemischt sind, ebenfalls
von dem Umfang der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
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Ferner ist der Farbunterschied zwischen dem vorstehend beschriebenen
Rindenmusterbereich und dem Aufbaudrucksegment in dem Bereich von 60 oder
weniger, wie gemäß JIS-Z8730 gemessen.
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Der vorstehende Farbunterschied wird durch die Berechnungsmethode zum
Erhalten des Farbunterschieds gemäß des L*a*b*-Farbsystems berechnet und
insbesondere ist der Wert ΔE* ab aus der folgenden Gleichung erhältlich:
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ΔE*ab = f(ΔL*)² +(Δa*)² + (Δb*)²]1/2
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worin ΔE* ab ein Farbunterschied gemäß des L*a*b*-Farbsystems ist und ΔL*,
Δa* bzw. Ab* die Unterschiede im Helligkeitsindex L* und den Chromatizitäts-
Indices a* und b* zwischen zwei Materialien im L*a*b*-Farbsystem, welches in
JIS-Z8729 beschrieben ist, aufzeigen. Die Werte für L*, a* und b* können aus
den Normalfarbwerten X, Y und Z, wie in JIS-Z8722 und JIS-Z8727 definiert,
berechnet werden.
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Es ist eine unerwartete Wirkung, daß den Maserungsmustern ein Aussehen
verliehen wird, welches der Maserung von natürlichem Holz ähnelt, indem der
Farbunterschied zwischen dem Holzmatrixmusterbereich und dem
Aufbaudrucksegment, welches auf dem Gefäßmusterdrucksegment auf 60 oder weniger,
vorzugweise 45 oder weniger und mehr bevorzugt 30 oder weniger
einge
schränkt wird.
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Ferner weist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung das Aufbaudrucksegment, welches auf dem
Gefäßmusterdrucksegment angeordnet ist, einen Glanz auf. Es wurde festgestellt, daß der verliehene
Glanz zusammen mit der Wirkung des vorstehend beschriebenen
Farbunterschieds wirken kann, um eine ausgezeichnete Wirkung auf die Wiedergabe des
Eindrucks der Maserung von natürlichem Holz zu zeigen. Es wurde erkannt, daß
ein solcher Glanzeffekt insbesondere dazu beiträgt, den Eindruck eines
geriebenen Finishs, welcher auf dem Querschnitt von natürlichem Holz bereitgestellt ist,
zu geben.
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Ferner können gemäß der vorliegenden Erfindung die Dauerhaftigkeit,
Abriebbeständigkeit, Wärmebeständigkeit des dekorativen Blatts verbessert werden
und der vorstehend beschriebene Glanzeffekt wird durch das Bereitstellen einer
Deckbeschichtungsschicht auf der äußersten Oberfläche der
Maserungsmusterdruckschicht verstärkt.
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Ferner ist gemäß der vorliegenden Erfindung ein Segment der
Deckbeschichtungsschicht, welches dem Holzmatrixmusterbereich entspricht (ein vom
Aufbaudrucksegment verschiedenes Segment), matt und ein Segment der
Deckbeschichtungsschicht, welches dem Aufbaudrucksegment entspricht, ist
glänzend.
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Ferner ist es gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
möglich, dem Segment der Deckbeschichtungsschicht, welches dem
Holzmatrixmusterbereich entspricht, und dem Segment der Deckbeschichtungsschicht,
welches dem Aufbaudrucksegment entspricht, einen Glanz zu verleihen (voller
Glanz), um den Glanz des Aufbaudrucksegments (beispielsweise 92%) höher als
den des Holzmatrixmusterbereich (beispielsweise 73%) zu machen. Im Gegenteil
dazu ist es auch möglich, das Segment der Deckbeschichtungsschicht, welches
den Holzmatrixmusterbereich entspricht und das Segment der
Beschichtungsschicht, welches dem Aufbaudrucksegment entspricht, matt (voll matt) zu
machen, wobei der Glanz Aufbaudrucksegments (beispielsweise 41%) höher als
der Rindenmusterbereich (beispielsweise 17%) ist. Jede dieser
Ausführungsformen kann abhängig von den Bedingungen und der beabsichtigten Verwendung
des Endprodukts angemessen ausgewählt werden.
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Zusätzlich wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung die Höhe des Aufbaudrucksegments auf 10 bis 150 um kontrolliert.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise dünnes Papier mit einem
Basisgewicht von 22 bis 65 g/m², Gazepapier, welches ein Harz enthält,
harzimprägniertes Papier mit einem Basisgewicht von 50 bis 150 g/m² oder
dergleichen, vorzugsweise als Substratblatt verwendet. In dem Fall, wenn
Wärmebeständigkeit nicht besonders benötigt wird, kann ein Polyvinylchloridblatt oder
ein Kunststoff- bzw. Plastikblatt, wie aus Polyester, ebenfalls neben
synthetischem Papier verwendet werden. Jedes Material kann als Substratblatt
verwendet werden, so lange es bedruckt und auf Sperrholz laminiert werden kann.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist Rotationsdrucken, welches in einer
Biegungs- bzw. Windungsweise durchgeführt wird, wie Tief-Rotationsdrucken oder
flexographisches Drucken oder Filmdruck bzw. Schablonendruck, als Mittel zum
Drucken eines Musters auf jede gedruckte Schicht bevorzugt [vom Standpunkt
der Stufen aus, welche nach dem Drucken durchgeführt werden, wie Laminieren
auf das Sperrholz]. Ferner ist es bevorzugt, das Aufbaudrucksegment mittels
Tiefrelief- bzw. Tiefdruckdrucken zu bilden, bei dem jede Art Lösungsmittel für
eine Druckfarbe verwendet werden kann, und welches einem eingeprägten
Muster eine Abstufung verleihen kann.
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Drucken der festen Druckschicht 2, des mustergedruckten Segments 3 und des
Gefäßmusterdrucksegments 4 kann unter Verwendung jeder bekannten
Tintenzusammensetzung durch jedes bekannte Verfahren durchgeführt werden und ist
nicht besonders eingeschränkt.
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Eine für diesen Zweck zu verwendende Tintenzusammensetzung kann aus den
Bekannten passend ausgewählt werden, so daß der vorstehend beschriebene
Farbunterschied erhalten werden kann. Ferner können insbesondere
Phthalsäureester, wie Diethylphthalat, Dibutylphthalat, Butyllaurylphthalat,
di-n-Octylphthalat und Butylbenzylphthalat, Ester wie Buthylphthalylbutylglycolat, Di-2-
ethylenhexyladipat, Dioctylsebacat, Trioctylphosphat und Methylacetylricinoleat,
chloriertes Paraffin, expoxidiertes Sojaöl und epoxidierte Weichmacher, entweder
einzeln oder als Mischung von zwei oder mehreren als Weichmacher verwendet
werden, um die feste Druckschicht und das Musterdrucksegment
weichzumachen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt die Färbetintenzusammensetzung,
welche zur Bildung des Aufbaudrucksegments verwendet wird, vorzugsweise (a)
ein Färbemittel und (b) ein Bindemittel, welches eine Epoxyverbindung,
Vinylchloridcopolymer und eine reaktive acrylische Verbindung enthält. Ein
vorbestimmtes Muster wird durch Aufbauen dieser Färbetintenzusammensetzung
gedruckt, welches dann gehärtet wird. Das Aufbaudrucksegment wird so
gebildet.
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Es gibt keine besondere Einschränkung hinsichtlich des Typs eines Pigments,
welches für die vorstehend beschriebene Tintenzusammensetzung gemäß der
Erfindung verwendet werden kann und jedes herkömmliche bekannte Pigment
kann verwendet werden, so lange es eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit,
Lichtbeständigkeit und Abriebbeständigkeit aufweist. Beispielsweise kann jedes
anorganische Pigment, wie Titanweiß, Aluminiumpulver, Eisenoxid oder Ruß,
"threne yellow", Chinacridon-Rot, Kupferphthalocyanin-Blau oder
Kupfertphthalocyanin-Grün geeignet verwendet werden.
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Insbesondere kann ein geeignetes Pigment unter Inbetrachtziehen der/des
vorstehend beschriebenen Wärmebeständigkeit, Lichtbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit und Farbunterschied ausgewählt werden.
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Das Bindemittel umfaßt vorzugsweise eine Epoxyverbindung, ein Vinylchlorid-
Copolymer und ein reaktives acrylisches Harz. Das Vinylchloridharz zur
Verwen
dung in diesem Bindemittel kann vorzugsweise aus Polyvinylchloriden mit einem
Polymerisationsgrad von 500 bis 1.300 und einem Copolymer von Vinylchlorid
und einem Vinylacetat, Polyvinylalkohol oder Maleinsäureanhydrid ausgewählt
sein, welches zur durchgeführten Modifizierung geeignet ist, um
Wärmebeständigkeit und Löslichkeit zu verleihen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wirkt die als Bindemittelkomponente
eingearbeitete Epoxyverbindung als ein Weichmacher und mindestens eine
Verbindung, ausgewählt aus (i) epoxidierten Trigliyceriden, wie epoxidiertes Sojaöl und
epoxidiertes Leinöl, (ii) epoxidierten Fettsäuremonoestern, wie epoxidierter
Fettoctylester, epoxidierter Fettsäurealkylester und epoxidierter
Fettsäurebutylester und (iii) Kondensationsprodukte von Epichlorophydrin und Bisphenol,
können vorzugsweise verwendet werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Verbindung, welche geeignet aus
Carboxylaten, Metallseifen und epoxidierten Ölen von Zinn, Cadmium, Barium,
Zink- oder Calciumtyp ausgewählt ist, ebenfalls als Stabilisator zugegeben
werden.
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Ferner wird ein reatives Acrylharz bzw. acrylisches Harz (reaktive acrylische
Verbindung) als polymerisierbares Monomer oder Oligomer in dem vorstehenden
Bindemittel verwendet. Monofunktionelles 2-Ethylhexyiacrylat,
2-Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat oder 2-Hydroxyethylacryloylphosphat,
difunktionelles 1,3-Butandioldiacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat, 1,6-Hexandiolacrylat,
Diethylenglycoldiacrylat, Tripropylenglycoldiacrylat, Neobenzylglycoldiacrylat,
Polyethylenglycol-400-diacrylat, Hydroxypivalat oder Neobenzylglycoldiacrylat
oder trifunktionelles Trimethylolpropantriacrylat, Pentaerythrittriacrylat oder
Dipentaerythrithexaacrylat können vorzugsweise als das polymerisierbare
Monomer verwendet werden.
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Polyesteracrylat, Polyurethanacrylat, Epoxyacrylat, Oligoacrylat, Melaminacrylat
oder Siliconacrylat können bevorzugt als das polymerisierbare Oligomer
verwendet werden.
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Wie vorstehend beschrieben, bezeichnet die reaktive acrylische Verbindung
gemäß der vorliegenden Erfindung ein polymerisierbares Monomer oder eine
Verbindung, welche als ihren Hauptbestandteil ein polymerisierbares Monomer
enthält. Die vorstehenden reaktiven acrylischen Verbindungen können entweder
einzeln oder als Mischung von zwei oder mehreren verwendet werden. Obwohl
die vorstehend aufgezählten polymerisierbaren Monomere und Oligomere die
Form eines Acrylats mit einer Acryloylgruppe aufweisen, kann Methacrylat
ebenfalls anstelle des Acrylats verwendet werden.
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Bestrahlung mit ionisierender Strahlung ist ein bevorzugtes Mittel, um diese
reaktiven acrylischen Verbindungen reagieren zu lassen. Wenn ferner
beispielsweise die UV-Licht-Bestahlungsmethode angewandt wird, kann ein
Photopolymerisationsinitiator und/oder, wenn notwendig, ein Sensibilisierungsmittel
eingearbeitet werden. Beispiele des Photopolymerisationsinitiators schließen
Biacetyl, Acetophenon, Benzophenon, Benzylbenzoin, Benzoinisobutylether,
Benzylmethylketal, Azobisisobutyronitril, Benzoylperoxid,
1-Hydroxycyclohexylphenylketon und α-Isopropyl-α-hydroxyisobutylphenon ein. Neben diesen
Verbindungen kann jede Verbindung, welche bei der Bestrahlung mit UV-Licht
Radikale erzeugt, ebenfalls verwendet werden. Triethylamin,
Diethylaminoethylmethacrylat oder dergleichen können vorzugsweise als der Sensibilisator,
welcher die Erzeugung von Radikalen induziert, verwendet werden.
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Andererseits kann ein Initiator ebenfalls in dem Fall verwendet werden, wenn
Wärme zum Umsetzen der reaktiven acrylischen Verbindungen angewandt wird.
In diesem Fall können Azobisisobutyronitril, ebenso wie ein Peroxid, wie
Benzoylperoxid oder Methylethylketonperoxid, vorzugsweise als der Initiator verwendet
werden.
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Die vorstehend beschriebene Tintenzusammensetzung zur Bildung des
Aufbaudrucksegments weist einen hohen Feststoffgehalt auf, weist keine
Limitierung hinsichtlich des darin verwendeten Pigments auf und kann zu einer
thixotrophen Flüssigkeit gemacht werden. Daher ist die Tintenzusammensetzung
insofern ausgezeichnet, daß sie ein Aufbaudrucksegment mit hoher
Abriebbeständig
keit und hoher Wärmebeständigkeit bilden kann, ohne eine durch den Farbton
verursachte Beschränkung eines Designs.
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Da ferner das Aufbaudrucksegment durch Verwendung der vorstehenden
Tintenzusammensetzung gebildet wird, kann es einen ausgezeichneten Glanz
aufweisen. Im Gegenteil dazu ist im Fall des Aufbaudruckens des herkömmlichen
Schäumungstyps das erhaltene Aufbaudrucksegment porös und rau, so daß es
keinen Glanz erwerben kann.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch das Verleihen eines Glanzes auf
das Aufbaudrucksegment, welches dem Gefäßmusterdrucksegment entspricht,
eine unerwartete Wirkung erhalten werden. Das bedeutet, daß dem
maserungsähnlichen Muster ein Aussehen gegeben werden kann, indem dem
Aufbaudrucksegment ein Glanz verliehen wird und gleichzeitig in dem der Farbunterschied
zwischen dem Aufbaudrucksegment und dem Holzmatrixmusterbereich, wie
vorstehend beschrieben, auf 60 oder weniger, vorzugsweise 45 oder weniger
und mehr bevorzugt 30 oder weniger, beschränkt wird.
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Der Glanz des Aufbaudrucksegments wird weiter durch die
Deckbeschichtungsschicht verstärkt, welche später beschrieben werden wird und darauf angeordnet
ist.
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Tiefdrucken ist als Mittel zur Bildung des Aufbaudrucksegments durch die
Verwendung der Tintenzusammensetzung, welche das Bindemittel umfaßt,
welches die vorstehend beschriebenen Komponenten enthält, bevorzugt. Der
Grund dafür ist, daß Drucken durch Wickeln bzw. Rotieren stabil bzw.
gleichmäßig durchgeführt werden kann und ein besserer Aufbaueffekt durch dieses
Verfahren erhalten werden kann.
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In diesem Fall wird eine Gravur mit einer Tiefe von 40 bis 200 um vorzugsweise
verwendet. Es gibt keine besondere Beschränkung hinsichtlich der Form des
Rasters bzw. des Schirms. Im allgemeinen ist jedoch ein gestreiftes Drahtraster
von 40 Linien/25 mm wirksam, um ein Muster zu drucken, welches relativ fein
ist und einen kleinen geprägten Musterbereich enthält, da ein solches Raster die
Übertragbarkeit der Tinte stabilisieren kann.
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Eine rasterlose Platte kann ebenfalls verwendet werden.
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Die Dicke eines geprägten Musters, welches durch die übertragene Tinte gebildet
wird, wird abhängig vom Design bestimmt. Wenn die Dicke groß ist, kann ein
dreidimensionales Muster oder Design ausgedrückt werden. Im Fall, wenn eher
eine Variation des Glanzes als ein geprägtes Muster erwartet wird, kann eine
Dicke von ungefähr 3 bis 5 um hergestellt werden. Wenn jedoch
Abriebbeständigkeit erforderlich ist, wird die Dicke geeignet aus dem Bereich von 5 bis 200
um und vorzugsweise aus dem Bereich von 10 bis 150 um ausgewählt. Es wird
angemerkt, daß die Höhe des Aufbaudrucksegments einem Wert entspricht,
welcher durch Abziehen der Dicke des Musterdrucksegments von der des
Aufbaudrucksegments erhalten wird.
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Obwohl das Aufbaudrucksegment mit einem geprägten Muster separat von dem
Verfahren eines gewöhnlichen Musterdruckes gebildet werden kann, ist es
bevorzugt, das Aufbaudrucksegment und das Mustergedrucksegment in einem
Verfahren zu drucken, um eine hochgenaue Übereinstimmung zwischen ihnen zu
erhalten. In diesem Fall wird das durch Drucken bereitgestellte geprägte Muster
ein Teil des Designs. Das geprägte Muster kann entweder vor oder nach oder
sogar zwischen der Bildung des Musterdrucksegments und der des
Gefäßmusterdrucksegments bereitgestellt werden. Die Zeitabfolge wird abhängig von Design
bestimmt. Die Durckfarbe kann durch Bestrahlung mit ionisierender Strahlung,
wie UV-Licht, gehärtet werden. Sie kann ebenfalls abhängig von der
Trocknungsart der verwendeten Tinte durch Eindampfen zur Trockne unter der
Einwirkung von Wärme oder durch thermisches Härten gehärtet werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Deckbeschichtungsschicht mit
Transparenz (einschließlich Semitransparenz) bereitgestellt, um die gedruckte
Schicht zu schützen oder um den Oberflächenglanz zu kontrollieren. Die
Deckbeschichtungsschicht kann durch Verwenden von jedem Lack, ausgewählt aus
Acryl-, Polyester- und Urethanlacken gebildet werden. Ein Härtungstyplack ist
bevorzugt, um die Abriebbeständigkeit, Wärmebeständigkeit und
Lösungsmittelbeständigkeit eines dekorativen Blatts zu verbessern. Es ist besonders bevorzugt,
Urethanlack zu verwenden, um die Haftung zwischen der
Deckbeschichtungsschicht und dem Aufbaudrucksegment sicherzustellen und um den Glanz zu
verstärken.
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Die Deckbeschichtungsschicht kann durch ein Beschichtungsverfahren und ein
darauf folgendes Härtungsverfahren gebildet werden. Um die Oberfläche mit den
geprägten Muster einheitlich zu bedecken, kann die Beschichtung durch ein
handelsübliches Verfahren, wie Gravur-Umkehr-Walzenbeschichtung,
Tiefdruckstreichbeschichten, Luftbürsten-Verfahren, Drahtbarren-Beschichten (engl.
"wire bar coating"), Walzen beschichten, Walzenbeschichten mit von unten
wirkender Rakel oder Tauchstreichverfahren durchgeführt werden.
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Wie vorstehend erwähnt, wird der Glanz des Aufbaudrucksegments, welches auf
dem Gefäßmusterdrucksegment gebildet wird, durch die Bildung der
Deckbeschichtungsschicht verstärkt. Darüber hinaus wird die
Deckbeschichtungsschicht das Rindenmustergebiet matt machen, während es den Glanz des
Aufbaudrucksegments verstärkt. Solch ein Glanzunterschied zwischen diesen zwei
Segmenten macht das Aussehen des Faserungsmusters ausgezeichneter. Da das
Holzmatrixmustergebiet eine Beschichtungsflüssigkeit, welche zum Bilden der
Deckbeschichtungsschicht aufgetragen wird, absorbiert und matt wird und auf
der anderen Seite der Glanz des Aufbaudrucksegments durch die
Deckbeschichtungsschicht weiter erhöht wird, da das Aufbaudrucksegment selbst einen Glanz
aufweist. Der Glanzwert des glänzenden Segments kann durch die in JIS-Z8741
beschriebene Methode bestimmt werden.
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Die vorliegende Erfindung wird nun mit Bezugnahme auf folgende Beispiele und
Referenzbeispiele detaillierter erklärt. In den folgenden Beispielen sind "Teil(e)"
und "%" pro Gewicht, wenn nicht anders angemerkt.
Beispiel 1
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Es wurde ein dekoratives Blatt und ein Laminat des Beispiels 1 hergestellt.
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Eine feste Druckschicht 2 und eine Maserungsmusterdruckchicht 3 mit einem
Gefäßmusterdrucksegment 4 wurden durch einheitliches Drucken auf die
gesamte Oberfläche von dünnem Baupapier mit einem Basisgewicht von 50 g/m²
("PA50", hergestellt von Nagoya Pulp K. K., Japan) durch Tiefdrucken, unter
Verwendung einer Druckfarbe A (AQ", hergestellt von Showa Ink Kogyo K. K.,
Japan) der folgenden Rezeptur in einer Menge von 2 bis g/cm²
(Trockengewichtsbasis) durchgeführt.
Druckfarbe A:
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Pigment: Ruß, Eisenoxid, Benzidin-Gelb, Phthaloxyanin-Gelb oder
dergleichen
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Bindemittel: Vinylchloridharz, acrylisches Harz oder dergleichen
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Weichmacher: Phthalatesterweichmacher
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Lösungsmittel: Ethylacetat, Toluol, MHBK, MEK, Butylacetat oder dergleichen
Durch Ändern des Typs, der Rezeptur und des Gehalts der vorstehenden
Pigmente und Muster, wurden Maserungsmuster mit unterschiedlichen Farbtönen
gedruckt. Um den sichtbaren Effekt der gedruckten Endprodukte zu verbessern,
ist es bevorzugt, das Maserungsmuster "Eiche" oder "Esche" zu verwenden und
das Muster einem sogenannten poliertem Finish im ländlichen Stil ähneln zu
lassen.
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Danach wurde eine Aufbaudruckschicht 5, welche eine weiße Farbe aufwies, auf
der vorstehenden Maserungsmusterdruckschicht unter Verwendung von
beispielsweise der folgenden Druckfarbe B gebildet, so daß sie dem
Gefäßmusterdrucksegment 4 entsprechen würde. Die Aufbaudruckschicht wurde durch
Trocknen bei 160ºC für 10 Sekunden gehärtet.
Druckfarbe B:
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Titanweiß 14 Teile
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Mikrosiliciumdioxid 1 Teil
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reaktives Plastisol 38 Teile
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Trimethylolpropantrimethacrylat 25 Teile
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Epoxyverbindung 1 Teil
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Triol 1 Teil
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Dioctylphthalat 8 Teile
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Lösungsbenzin 6 Teile
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Benzoylperoxid 6 Teile
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Ferner wurde in Beispiel 1 eine Härtungsharzzusammensetzung ("KR-90",
hergestellt von Intec Inc., Japan), welche zur Bildung eines transparenten Films
befähigt ist, mit der folgenden Rezeptur C auf die vorstehende
Maserungsmusterdruckschicht und die Aufbaudruckschicht mittels Tiefdrucken beschichtet
und dann bei 60ºC für 20 Sekunden getrocknet, um 10 g/m² (Trockenbasis)
einer Deckbeschichtungsschicht zu bilden, wodurch ein erfindungsgemäßes
dekoratives Blatt erhalten wurden. Das Härten der vorstehend beschriebenen
Aufbaudruckschicht wird durch die für das Trocknen angewandte Wärme und
auch die Wirkung des Benzoylperoxids vervollständigt.
Rezeptur C:
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Acrylpolyol 37 Teile
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Hexamethylendiisocyanat 12 Teile
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Silicon 2 Teile
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Toluol 24 Teile
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Ethyalacetat 24 Teile
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Wachs 1 Teil
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Das vorstehend erhaltene dekorative Blatt wurde auf ein Stück Sperrholz mit
einer Dicke von 2,7 mm durch ein Walzlaminierungsverfahren unter
Verwendung einer Haftung einer Vinylacetatemulsion laminiert, wodurch Dekor-Laminate
erhalten wurden.
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Der Typ der Epoxyverbindung, welche in der Zusammensetzung, welche zur
Bildung der Aufbaudruckschicht verwendet wurde, enthalten war, der
Farbunterschied zwischen der aufgedruckten Schicht und dem Rindenmusterbereich und
das Vorliegen der Deckbeschichtungsschicht waren wie folgt:
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Dekorative Blätter der folgenden Referenzbeispiele 1 bis 3 wurden auf die gleiche
Weise wie in dem vorstehenden Beispiel 1 hergestellt. Es wird angemerkt, daß
eine Vinylchlorid-Schaum-Tinte (hergestellt von Showa Ink Kogyo K. K.) mit der
folgenden Rezeptur in Referenzbeispiel 3 verwendet wurde.
Rezeptur der Schaum-Tintenzusammensetzung:
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Vinylchloridpaste 46 Teile
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Titanweiß 18 Teile
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Dioctylphthalat 22 Teile
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Ba/Zn-Stabilisator 2 Teile
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Treibmittel (Azodicarbonamid) 5 Teile
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Mikrosiliciumdioxid 1 Teil
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Triol 1 Teil
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Lösungsbenzin 7 Teile
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Der Typ der Epoxyverbindung, welcher in der Zusammensetzung, welche zur
Bildung der Aufbaudruckschicht verwendet wurde, enthalten war, der
Farbunterschied zwischen der Aufbaudruckschicht und dem Rindenmusterbereich und die
Anwesenheit der Deckbeschichtungsschicht waren wie folgt:
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Die Seite des dekorativen Blatts jedes der im vorstehenden Beispiel 1 und den
Vergleichsbeispielen erhaltenen dekorativen Laminate wurde einem
Abriebsbeständigkeitstest und einem Wärmebeständigkeitstest unterworfen. Die
Testmethoden waren wie folgt:
Abriebbeständigkeit:
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Tester: Tafelabriebmaschine (hergestellt von Rigaku Kogyo K. K.,
Japan), Wagenrad (CS-17), Last 1 kg
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Beurteilungsstandard: Die Anzahl an Rotationen, bevor die gewölbten
Drucksegmente zur Hälfte abgerieben war, wurde aufgezeichnet
Wärmebeständigkeit:
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Es wurde thermisches Pressen (5 kg/cm², 170ºC) für 20 Minuten durchgeführt,
und die Änderung im Farbton und Aufbaudrucksegment wurde visuell
beobachtet.
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Ferner wurden die im vorstehenden Beispiel und den Vergleichsbeispielen
erhaltenen Dekor-Laminate visuell mit einem natürlichen Eichenmaterial mit einem
poliertem Finish verglichen, um das Finish zu beurteilen.
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Die Ergebnisse der Tests und der Beurteilung des Finishs sind in der folgenden
Tabelle gezeigt.
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Die Beurteilungsstandards waren wie folgt:
Finish:
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O: gut (ähnelt dem natürlichen Holz mit einem poliertem Finish)
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X: schlecht
Abriebsbeständigkeit:
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O: gut (nach 450 oder Rotationen abgerieben)
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X: schlecht (nach 150 oder weniger Rotationen abgerieben)
Wärmebeständigkeit:
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O: gut (Es wurde weder eine Änderung des Farbtons noch des gewölbten
Drucksegments festgestellt)
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X: schlecht (Es wurde Kollabieren beim gewölbten Drucksegment festgestellt)