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Die Erfindung befaßt sich mit einem Rotor für eine
elektromagnetische Kopplung, wie eine elektromagnetische Kupplung oder eine
Bremse. Rotoren mit der im wesentlichen gleichen Gestalt wie
nach der Erfindung sind in US-A-5,036,964 (Booth et al) und US-
A-5,125,255 (Brown et al) beschrieben. Das erstgenannte Patent
beschreibt auch eine Version einer elektromagnetischen Kupplung,
bei der der Rotor eingesetzt werden kann.
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Ein Kupplungsrotor ist aus einem Material mit niedriger
magnetischer Reluktanz hergestellt und umfaßt typischerweise eine
innere Nabe, eine axial weisende Scheibe, welche integral mit der
Nabe ausgebildet ist und radial nach außen von dieser vorsteht,
und einen äußeren Polring oder einen Flansch am äußeren Umfang
der Scheibe. Der äußere Flansch bildet und trägt eine
Riemenscheibe,
welche mit einem Riemen zum Antreiben des Rotors
zusammenarbeitet. Bei dem im amerikanischen Patent von Booth et al
beschriebenen Rotor ist der äußere Flansch mit dem äußeren
Umfang der Scheibe mittels Hartlöten, Schweißen oder auf andere
Weise fest verbunden, während bei dem im amerikanischen Patent
von Brown et al beschriebenen Rotor der äußere Flansch integral
mit dem äußeren Umfang der Scheibe ausgebildet ist.
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Die in dem amerikanischen Patent von Booth et al beschriebene
elektromagnetische Kupplung ist eine sechspolige Kupplung,
welche ein relativ großes Drehmoment selbst bei einem relativ
kompakten Aufbau der Kupplung in radialer Richtung bereitstellen
kann. Der in dem amerikanischen Patent von Brown et al
beschriebene Rotor ist auch zum Einsatz bei einer sechspoligen Kupplung
bestimmt. In typischer Weise ist ein Rotor für eine sechspolige
Kupplung derart ausgebildet, daß drei in Umfangsrichtung
verlaufende und radial beabstandete Reihen von in Umfangsrichtung
beabstandeten Schlitzen durch die Scheibe des Rotors gebildet
werden, wobei relativ schmale Verbindungsbrücken zwischen den
Schlitzen der jeweiligen Reihen vorhanden sind. Die Schlitze
bilden Luftspalte mit hoher magnetischer Reluktanz in der
Scheibe, und wenn der Rotor drei radial beabstandete Ringe von
Luftspalte umfaßt, besitzt der Rotor die notwendigen magnetischen
Eigenschaften um zu erreichen, daß die Kupplung eine sechspolige
Kupplung mit hohem Drehmoment ist.
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Ein Rotor mit drei radial beabstandeten Reihen von in
Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen arbeitet bei vielen
Anwendungsgebieten der Kupplung in geeigneter Weise. Bei einigen
Anwendungsfällen mit hoher Trägheit jedoch, wenn die Kupplung
beispielsweise zum Betreiben eines Brennkraftmaschinen-Kühlgebläses
mit großem Durchmesser bestimmt ist, ist der Rotor hohen
Biegekräften und einem starken Verschleiß ausgesetzt. Unter diesen
Bedingungen können die vergleichsweise schwachen Brücken
zwischen den Schlitzen durchscheren und der Rotor kann versagen.
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Die Erfindung zielt im allgemeinen darauf ab, einen Rotor der
vorstehend genannten allgemeinen Auslegungsform derart zu
versteifen, daß die Brücken zwischen den Schlitzen verstärkt
werden, und daß ein frühzeitiges Versagen des Rotors verhindert
wird, während zugleich das Vermögen der Kupplung bei
Verhältnissen mit hohem Drehmoment eingesetzt zu werden, beibehalten
werden soll.
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Nach der Erfindung wird hierzu ein Rotor für eine
elektromagnetische Kupplung bereitgestellt, wobei der Rotor erste und zweite
ringförmige Teile, welche aus einem Material mit niedriger
magnetischer Reluktanz ausgebildet sind, aufweist, wobei das erste
ringförmige Teil eine ringförmige Tasche hat, welche von einer
axial weisenden Wand gebildet wird, welche einen äußeren Rand
hat und von einer radial nach innen weisenden Wand gebildet
wird, wobei die radial nach innen weisende Wand von der inneren
Fläche eines ringförmigen Flansches gebildet wird, welche von
dem äußeren Rand der axial weisenden Fläche axial vorsteht und
ein axial weisendes Ende hat, wobei das zweite ringförmige Teil
eine Nabe aufweist, welche in dem ersten ringförmigen Teil
radial beabstandet hierzu angeordnet ist, und ferner eine Scheibe
aufweist, welche integral mit der Nabe ausgebildet ist und
radial von dieser nach außen vorsteht, wobei die Scheibe einen
Außenumfang hat, eine axial weisende Arbeitsfläche und eine in
Gegenrichtung weisende nicht arbeitende Fläche hat, wenigstens
eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung
beabstandeten Schlitzen ausgebildet ist, welche durch die
Scheibe gebildet werden, um Magnetpole auf der Arbeitsfläche der
Scheibe auszubilden, wobei Brücken zwischen den Schlitzen
gebildet werden bzw. stehen bleiben, welcher sich dadurch
auszeichnet, daß die Scheibe in der Tasche angeordnet ist, wobei die
nicht arbeitende Fläche der Scheibe axial von der axial
weisenden Wand der Tasche beabstandet ist und von dem äußeren Umfang
der Scheibe nach innen im Abstand von der radial nach innen
weisenden Fläche der Tasche ein schmaler, ringförmiger Luftspalt
vorgesehen ist, der Luftspalt bewirkt, daß ein zusätzlicher
Magnetpol an dem Ende des Flansches gebildet wird, daß ein Ring
aus einem Material, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat,
zwischen der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe und der axial
weisenden Fläche der Tasche angeordnet ist, und daß eine
Einrichtung vorgesehen ist, welche den Ring starr zu der nicht
arbeitenden Fläche der Scheibe und wenigstens einer der Wände
der Tasche festlegt, der Ring radial und in Umfangsrichtung im
wesentliche insgesamt über die nicht arbeitende Fläche der
Scheibe verläuft und zur strukturellen Versteifung der Scheibe
und insbesondere der Brücken zwischen den Schlitzen dient.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist ein
Versteifungsring aus einem Material mit hoher magnetischer
Reluktanz mit der nichtarbeitenden Fläche der Rotorscheibe mittels
Hartlöten oder auf eine andere Weise fest derart verbunden, daß
die Brücken verstärkt werden und die Tendenz der Brücken, daß
sie durchgetrennt werden oder sich biegen, reduziert wird. Um
einen Bereich zum festen Verbinden des Versteifungsringes mit
der Rotorscheibe mittels Hartlöten bereitzustellen, können nur
zwei radial beabstandete Reihen von Schlitzen in der Scheibe
ausgebildet sein, wodurch sich die verfügbaren Hartlötbereiche
vergrößern lassen und der Rotor dennoch geeignet für einen
Einsatz bei einer sechspoligen Kupplung ist, indem der äußere
Flansch des Rotors mit dem Versteifungsring verbunden wird, und
der äußere Umfang der Scheibe radial nach innen von dem äußeren
Flansch beabstandet derart angeordnet wird, daß der dritte,
ringförmige Luftspalt gebildet wird, welcher für eine
sechspolige Kupplung erforderlich ist.
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Der Versteifungsring kann aus Metall auf eine schnelle, einfache
und wirtschaftliche Weise ausgestanzt werden, und er kann in der
ausgestanzten Form an die nichtarbeitende Fläche des Rotors
angepaßt werden, ohne daß man eine nachträgliche maschinelle
Bearbeitung des Rings vorzunehmen braucht.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Darin gilt:
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Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer elektromagnetischen
Kupplung, welche mit einem neuartigen und verbesserten
Rotor ausgestattet ist, welcher gemäß den
erfindungsgemäßen Einzelheiten beschaffen ist.
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Fig. 2 ist eine Schnittansicht im wesentlichen entlang der
Linie 2-2 in Figur 1 in verkleinertem Maßstab.
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Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des in Figur
1 gezeigten Rotors.
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Fig. 4 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des in Figur
3 gezeigten Rotors.
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Fig. 5 ist eine vergrößerte Ansicht eines weiteren Teils des
in Figur 3 gezeigten Rotors.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
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Aus Illustrationszwecken ist die Erfindung in der Zeichnung in
Verbindung mit einer elektromagnetischen Kupplung 10
dargestellt, bei der es sich um eine Bremse handeln kann, welche aber
bei der dargestellten Ausführungsform als eine
elektromagnetische Kupplung ausgelegt ist. Die Kupplung 10, welche beim
dargestellten Anwendungsbeispiel eingesetzt wird, um ein großes
Kühlgebläse (nicht gezeigt) beispielweise mit einem Durchmesser von
etwa 75 mm (3') einer Brennkraftmaschine anzutreiben, ist das
Kühlgebläse auf einer Nabe 11 abgestützt, welche das
Abtriebsteil der Kupplung darstellt. Die Nabe ist zur Ausführung einer
Drehbewegung mittels eines Lagers 12 auf einer zentralen Hülse
13 gelagert. Eine Schraube 14 geht durch die Hülse und legt die
Kupplung an einer festen Komponente 15 der Brennkraftmaschine
fest.
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Ein Anker 17 ist so vorgesehen, daß er mit der Abtriebsnabe eine
Drehbewegung ausführt und relativ hierzu axial beweglich ist.
Der Anker wird von einer ebenen, kreisförmigen Scheibe gebildet,
welche aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz,
wie Stahl AISI 1010, hergestellt ist. Drei in Winkelrichtung
beabstandete Blattfedern 18 (nur eine ist sichtbar) sind
zwischen der Abtriebsnabe 11 und dem Anker 17 als Verbindung
vorgesehen, wobei ein Ende der Feder an der Abtriebsnabe wie mit 19
angedeutet angenietet ist. Das andere Ende jeder Feder ist an
dem Anker 17 wie bei 20 angedeutet angenietet. Auf eine an sich
bekannte Weise kuppeln die Feder den Anker und die Abtriebsnabe
zur Ausführung einer gemeinsamen Drehbewegung, und zugleich wird
der Anker axial in Richtung auf die Abtriebsnabe zu und von
dieser weg beweglich gelagert.
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Aus nachstehend noch näher erläutertem Grunde werden zwei in
Umfangsrichtung verlaufende und radial beabstandete Reihen von
in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen 21 (Figur 3) durch
den Anker gebildet. In diesem Zusammenhang soll auf das
vorstehend genannte amerikanische Patent von Booth et al bezüglich der
näheren Einzelheiten eines geschlitzten Ankers hingewiesen
werden.
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Die Kupplung 10 umfaßt ferner einen Elektromagneten, welcher
teilweise von einem ringförmigen Magnetkern 23 mit einem im
wesentlichen U-förmigen Radialquerschnitt gebildet wird, welcher
einen inneren Polring 24 hat, und einem äußeren Polring 25
gebildet wird. Zwischen den hinteren Enden der Polringe und
integral mit diesen ausgebildet sowie radial zwischen diesen
verlaufend ist eine Brücke 26 vorgesehen. Eine mehrere Windungen
umfassende Wicklung 28 ist in einem U-förmigen Kanal 30 fest
angeordnet, welche ihrerseits fest mit der äußeren Seite des
inneren Polrings 24 verbunden ist. Der Magnetkern 23 ist
entgegen einer Drehbewegung relativ zu der
Brennkraftmaschinenkomponente 15 mittels eines Stiftes 32 festgehalten.
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Ein rotierendes Teil oder ein Rotor 35 ist auf der Hülse 13
mittels eines Lagers 36 gelagert, welches von dem Lager 12
mittels eines Distanzelements 37 getrennt ist. Der Rotor umfaßt ein
inneres Polstück, welches von einem ringförmigen Nabenteil 39
gebildet wird, welches fest mit der äußeren Lauffläche des
Lagers 36 verbunden ist, ein scheibenförmiges Teil 40, welches
integral mit dem vorderen Ende der Nabe ausgebildet ist und
radial von diesem vorsteht, und ein äußere Polstückteil 41,
welches in der Nähe des äußeren Umfangs der Scheibe 40
angeordnet ist. Die Nabe, die Scheibe und das äußere Polstück des
Rotors sind ebenfalls aus einem Material mit niedriger
magnetischer Reluktanz hergestellt und können aus derselben Stahlsorte
wie der Anker 17 hergestellt sein. Während des
Herstellungsverfahrens wird ein konkaver Radius 43 (Figur 5) in zweckmäßiger
Weise an der Übergangsstelle von Nabe 39 und innerem Rand der
hinteren oder nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40
ausgebildet.
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Mehrere, axial beabstandete Ausnehmungen verlaufen in
Umfangsrichtung um das äußere Polstück 41 des Rotors 35 und sind
passend zu komplementären Rippen auf der inneren Seite eines
Treibriemens 45 mit polygonaler V-förmiger Gestalt ausgebildet (siehe
Figur 3). Zusätzlich ist eine gesonderte Riemenscheibe 46 starr
und fest an dem vorderen Endabschnitt des äußeren Polstücks 41
vorgesehen und derart ausgelegt, daß es durch einen üblichen
Vförmigen Riemen 47 angetrieben werden kann.
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Wenn die Wicklung 28 sich in entregtem Zustand befindet, halten
die Blattfedern 18 den Anker 17 axial in einem Abstand von der
vorderen oder arbeitenden Fläche der Scheibe 40 des Rotors 35,
so daß ein schmaler, axialer Luftspalt 50 (Figuren 3 bis 5)
zwischen dem Anker und der Rotorscheibe gebildet wird. Unter
diesen Umständen ist die Kupplung 10 ausgerückt, so daß der
Rotor beim Antreiben durch den Riemen 45 oder den Riemen 47 eine
Drehbewegung relativ zu dem Anker ausführt, ohne daß ein
Drehmoment auf den Anker und die Gebläsenabe 12 übertragen wird.
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Wenn die Wicklung 28 erregt ist, hat der magnetische Fluß einen
Verlauf, welcher im allgemeinem mit der gebrochenen Linie 53
(Figuren 3 bis 5) dargestellt ist, und verläuft zick-zackförmig
vor und zurück über den axialen Luftspalt 50 zwischen dem Anker
17 und der Rotorscheibe 40. Der Fluß zieht magnetisch den Anker
an die Rotorscheibe an und die beiden werden magnetisch und
reibschlüssig gekoppelt, so daß bewirkt wird, daß die
Antriebsnabe 11 sich einheitlich mit dem Rotor 35 dreht und hierdurch
das Kühlgebläse angetrieben wird. Um zu bewirken, daß der Fluß
zick-zackförmig über den Luftspalt verläuft, ist eine
Rotorscheibe 40 mit in Umfangsrichtung verlaufenden und radial
beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten
Schlitzen 54 (Figur 2) versehen. Die Schlitze in jeder Reihe sind
voneinander durch in Umfangsrichtung beabstandete Brücken 35
getrennt.
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Wenn die Kupplung 10 einen Abtriebsteil antreibt, wie ein
Kühlgebläse mit einem relativ großen Durchmesser, muß der Rotor 35
beim Einrücken der Kupplung eine vergleichsweise hohe
Trägheitsbelastung aufnehmen und überwinden. Zusätzlich ist der Rotor
Pulsationskräften während des stationären Betriebszustandes
ausgesetzt. Aufgrund dieser hohen Belastungen und des
Verschleißes haben die relativ schwachen Brücken 55 zwischen den
Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 die Tendenz, daß sie durch
Abscheren versagen.
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Nach der Erfindung sind die Brücken 55 der Rotorscheibe 40
gegen ein versagen verstärkt und zugleich ist der Rotor 35
derart ausgelegt, daß ermöglicht wird, daß die Kupplung 10
vergleichsweise radial kompakt als Paket ausgelegt werden kann und
als eine sechspolige Kupplung mit relativ hohem Drehmoment
arbeiten kann. Bei der Erfindung wird ein Versteifungsring 58 aus
einem Material, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat,
fest mit der hinteren oder nichtarbeitenden Fläche der
Rotorscheibe 40 und mit dem äußeren Polstück 41 des Rotors verbunden.
Wie sich nachstehend noch näher ersehen läßt, versteift der Ring
die Brücken 55 der Rotorscheibe und ermöglicht, daß die Kupplung
als eine sechspolige Kupplung arbeiten kann und nur zwei radial
beabstandete Reihen von Schlitzen 54 in der Scheibe erforderlich
sind.
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Bei dieser speziellen Auslegungsform ist der Versteifungsring 58
aus rostfreiem Stahl hergestellt, obgleich der Ring auch aus
einem anderen geeigneten strukturell widerstandsfähigen Material
mit hoher magnetischer Reluktanz hergestellt sein könnte. Der
Ring ist fest mit der nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40
verbunden und er wird zusammen mit dem äußeren Umfangsabschnitt
der Scheibe in einer ringförmigen Tasche in dem äußeren Polstück
41 des Rotors 35 aufgenommen. Die Tasche wird von einer
axialweisenden Wand 60 (Figur 4) des Polstücks und von einer radial
nach innen weisenden Wand 61 gebildet, wobei die letztgenannte
von einer inneren Fläche eines ringförmigen Flansches 62
gebildet wird, welcher axial von dem äußeren Rand der Wand 60
vorsteht und eine axial weisendes, ringförmiges Ende 63 hat.
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Wie deutlich aus Figur 4 zu ersehen ist, liegt der äußere
Umfangsabstand der Rotorscheibe 40 in der Tasche, wobei die
nichtarbeitende Fläche der Scheibe axial einen Abstand von der Wand
60 hat, und wobei der äußere Umfang 65 der Scheibe radial
beabstandet nach innen von der Wand 61 angeordnet ist. Somit sind
diese durch einen schmalen, ringförmigen Luftspalt 66 getrennt.
Der Versteifungsring 58 ist zwischen der nichtarbeitenden Fläche
der Scheibe 40 und der axial weisenden Wand 60 angeordnet und
verläuft radial entlang der nichtarbeitenden Fläche von der Nabe
39 zu der radial nach innenweisenden Wand 61. Somit ist der
innere Rand des Rings in Umfangseingriff mit der Nabe 39,
während der äußere Rand des Rings eng benachbart zu der radial nach
innen weisenden Wand 61 angeordnet ist. Eine Hartlötverbindung
68 verbindet den äußeren Rand des Rings 58 fest mit der radial
nach innen weisenden Fläche 61. Eine zusätzliche
Hartlötverbindung 69 verbindet die hintere Fläche des äußeren
Umfangsabschnittes des Rings fest mit der axial weisenden Wand 60. Somit
ist der Ring so vorgesehen, daß er sich mit dem äußeren Polstück
des Rotors dreht. Der innere Rand des Rings ist fest mit der
Nabe 39 mittels einer Hartlötverbindung 70 (Figur 5) verbunden.
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Wie vorstehend angegeben ist, ist die Rotorscheibe 40 nur mit
zwei radial beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung
beabstandeten Schlitzen 54 ausgebildet, und zwar im Gegensatz zu der
üblichen Praxis, bei der drei Reihen von Schlitzen in dem Rotor
bei einer sechspoligen Kupplung ausgebildet sind. Da die Scheibe
nur mit zwei Reihen von Schlitzen 54 ausgebildet ist, können die
Reihen weiter nach außen in einer radialen Richtung ausgehend
von der Nabe 39 angeordnet werden, so daß relativ große
Flächenbereiche zwischen der Nabe und der inneren Reihe von Schlitzen,
zwischen den beiden Reihen von Schlitzen und zwischen der
äußeren Reihe von Schlitzen und dem äußeren Rand der Scheibe stehen
bleiben. Diese großen Flächenbereiche werden eingesetzt, um
widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 vorzusehen (Figuren 4
und 5), und zwar zwischen der nichtarbeitenden Fläche der
Scheibe 40 und der gegenüberliegenden Fläche des
Versteifungsrings 58. Wenn eine Rotorscheibe mit dem gleichen Durchmesser
mit drei Reihen von Schlitzen üblicherweise ausgebildet wäre,
wie dies beispielsweise im amerikanischen Patent von Brown et al
angegeben ist, wären die Flächenbereiche, welche zur
Hartlötverbindung des Rings und der Scheibe vorhanden wären, nicht
ausreichend, um ausreichend widerstandsfähige Hartlötverbindungen
bereitzustellen, welche den Drehmomenten und den
Biegebelastungen Stand halten, welche auf die Scheibe einwirken.
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Der Versteifungsring 58 ist aus einem Blech aus rostfreiem Stahl
mittels einer üblichen und wirtschaftlichen Stanztechnik unter
Einsatz eines Stempels und eines Formwerkzeugs ausgestanzt.
Während eines solchen Bearbeitungsvorganges sind die inneren und
äußeren Umfangsränder auf einer Seite des Rings zwangsläufig
konvex mit einem Radius ausgebildet, wie dies bei 75 in Figur 5
angedeutet ist, was auf die sogenannte Formwalze oder die
Scherbeanspruchung zurückzuführen ist, welche auftritt, wenn der Ring
aus dem Blech ausgestanzt wird. In zweckmäßiger Weise wird die
Formwalze derart gesteuert, daß der konvexe Radius 75 auf dem
inneren Umfang des Rings 58 übereinstimmend mit dem konkaven
Radius 43 an der Verbindungsstelle von Nabe 39 und Scheibe 40
ist. Als Folge der beiden übereinstimmenden Radien kann der
Versteifungsring in enger Flächenbeziehung mit der nichtarbeitenden
Fläche der Scheibe angeordnet werden, so daß man sehr
widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 herstellen kann.
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Wenn der Versteifungsring 58 aus dem rostfreien Stahlblech
ausgestanzt wird, werden ringförmige Grate 77 (Figuren 4 und 5) an
den inneren und äußeren Umfangsflächen des Rings auf der Seite
des Rings, welche der Seite mit dem konvexen Radius 75
gegenüberliegend ausgebildet ist und diese stehen axial hiervon vor.
Um zu ermöglichen, daß der so ausgestanzte Ring unmittelbar
eingesetzt wird, ohne daß der äußere Grat mittels einer
Schleifbearbeitung oder dergleichen entfernt zu werden braucht, ist
eine ringförmige Nut 79 (Figur 4) an der Verbindungsstelle von
den Wänden 16 und 61 der Ring-Aufnahmetasche ausgebildet. Wenn
der Ring in der Tasche angeordnet ist, nimmt die Ausnehmung 79
den äußeren Grat 77 auf, wie dies in Figur 4 gezeigt ist, und es
wird ermöglicht, daß die Hinterfläche des Rings in ebenem
Flächen-zu-Flächen-Kontakt mit der Wand 60 anliegt. Der innere Grat
77 steht einfach nach hinten in der Nähe der Nabe 39 vor.
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Bei der Erregung der Wicklung 28 wird ein magnetischer Fluß
erzeugt, welcher einen Verlauf gemäß 53 (Figur 3) hat, um die
Kupplung 10 einzurücken, indem der Anker 17 in Eingriffszustand
mit dem Rotor 35 angezogen gebracht wird. Insbesondere verläuft
der Fluß von dem inneren Polring 37 des magnetischen Kerns 23 zu
dem inneren Polstück oder der Nabe 39 des Rotors 35. Die innere
Reihe von Schlitzen 54 in der Rotorscheibe bewirkt, daß der Fluß
durch den Anker 17 über den axialen Luftspalt 50 zwischen dem
Anker und der Rotorscheibe 40 übergeht. Dann bewirkt die innere
Reihe von Schlitzen 21 in dem Anker, daß der Fluß in
Gegenrichtung über den Luftspalt 50 zu der Rotorscheibe 40 verläuft,
während die äußere Reihe von Schlitzen 54 in der Scheibe
bewirkt, daß der Fluß über den Luftspalt zu dem Anker 17 zurück
geht. Anschließend bewirkt die äußere Reihe von Schlitzen 21 in
dem Anker, daß der Fluß wiederum in Gegenrichtung über den
Luftspalt 50 zu der Rotorscheibe 40 verläuft. Durch das Umschließen
des ringförmigen Luftspalts 66 zwischen dem äußeren Umfang 65
der Rotorscheibe 40 und der radial weisenden Wand 61 wird der
Fluß wiederum gezwungen, bei seinem Verlauf über den axialen
Luftspalt 50 zu dem Anker 17 zurückzugehen. Schließlich verläuft
der Fluß in umgekehrter Richtung über den Luftspalt 50 zu dem
Flansch 62 des äußeren Polstücks 41, und dann wird der
Flußverlauf dadurch vervollständigt, daß er zu dem äußeren Polring 25
des Magnetkerns 23 und dann zu dem innere Polring 24 über die
Brücke 26 geht. Somit schneidet der Fluß den axialen Luftspalt
15 sechs mal und bildet somit eine Kupplung 10 mit sechs Polen.
Dies wird dadurch erreicht, daß nur zwei Reihen von radial
beabstandeten Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 ausgebildet
sind, indem ein ringförmiger Luftspalt 66 zwischen dem äußeren
Umfangs 65 der Rotorscheibe und der nach innenweisenden Fläche
61 des äußeren Polstücks 41 gebildet wird, und indem der
Versteifungsring 58 eingesetzt wird, um das Drehmoment von dem
Polstück zu der Rotorscheibe zu übertragen. Wie vorstehend
angegeben ist, bleibt durch das Vorsehen von nur zwei Reihen von
Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 ein ausreichender
Flächenbereich in der Scheibe stehen, um widerstandsfähige
Hartlötverbindungen 73 zwischen der Scheibe und dem Versteifungsring 58
vorsehen zu können.
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Da die Rotorscheibe 40 durch den Ring 58 versteift ist, wird den
Brücken 55 zwischen den Schlitzen 54 eine zusätzliche Festigkeit
verliehen, so daß die Brücken weniger zum Versagen neigen, wenn
die Kupplung 10 eingerückt ist und eine Belastung mit
vergleichsweise hoher Drehkraft aufnehmen muß, und wenn die
Rotorscheibe 40 hinsichtlich ihrer axialen Dicke infolge von
Verschleiß vermindert ist. Der konvexe Radius 75, welcher sich
zwangsläufig an der vorderen Seite des Rings 58 während des
Stanzens bildet, ermöglicht, daß der letztgenannte eben gegen
die nichtarbeitende Fläche der Rotorscheibe angelegt werden
kann, um in unterstützender Weise widerstandsfähige
Hartlötverbindungen 73 bereitzustellen, während die ringförmige Ausnehmung
79 den äußeren Grat 77 auf der gegenüberliegenden Seite des
Rings aufnimmt, um zu erreichen, daß der Ring in dem
ausgestanzten Zustand ohne weitere Nachbearbeitung eingesetzt werden kann.