DE69403243T2 - Rotor für elektromagnetische Kupplung - Google Patents

Rotor für elektromagnetische Kupplung

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DE69403243T2
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    • F16D27/10Magnetically- or electrically- actuated clutches; Control or electric circuits therefor with an electromagnet not rotating with a clutching member, i.e. without collecting rings
    • F16D27/108Magnetically- or electrically- actuated clutches; Control or electric circuits therefor with an electromagnet not rotating with a clutching member, i.e. without collecting rings with axially movable clutching members
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Description

  • Die Erfindung befaßt sich mit einem Rotor für eine elektromagnetische Kopplung, wie eine elektromagnetische Kupplung oder eine Bremse. Rotoren mit der im wesentlichen gleichen Gestalt wie nach der Erfindung sind in US-A-5,036,964 (Booth et al) und US- A-5,125,255 (Brown et al) beschrieben. Das erstgenannte Patent beschreibt auch eine Version einer elektromagnetischen Kupplung, bei der der Rotor eingesetzt werden kann.
  • Ein Kupplungsrotor ist aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz hergestellt und umfaßt typischerweise eine innere Nabe, eine axial weisende Scheibe, welche integral mit der Nabe ausgebildet ist und radial nach außen von dieser vorsteht, und einen äußeren Polring oder einen Flansch am äußeren Umfang der Scheibe. Der äußere Flansch bildet und trägt eine Riemenscheibe, welche mit einem Riemen zum Antreiben des Rotors zusammenarbeitet. Bei dem im amerikanischen Patent von Booth et al beschriebenen Rotor ist der äußere Flansch mit dem äußeren Umfang der Scheibe mittels Hartlöten, Schweißen oder auf andere Weise fest verbunden, während bei dem im amerikanischen Patent von Brown et al beschriebenen Rotor der äußere Flansch integral mit dem äußeren Umfang der Scheibe ausgebildet ist.
  • Die in dem amerikanischen Patent von Booth et al beschriebene elektromagnetische Kupplung ist eine sechspolige Kupplung, welche ein relativ großes Drehmoment selbst bei einem relativ kompakten Aufbau der Kupplung in radialer Richtung bereitstellen kann. Der in dem amerikanischen Patent von Brown et al beschriebene Rotor ist auch zum Einsatz bei einer sechspoligen Kupplung bestimmt. In typischer Weise ist ein Rotor für eine sechspolige Kupplung derart ausgebildet, daß drei in Umfangsrichtung verlaufende und radial beabstandete Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen durch die Scheibe des Rotors gebildet werden, wobei relativ schmale Verbindungsbrücken zwischen den Schlitzen der jeweiligen Reihen vorhanden sind. Die Schlitze bilden Luftspalte mit hoher magnetischer Reluktanz in der Scheibe, und wenn der Rotor drei radial beabstandete Ringe von Luftspalte umfaßt, besitzt der Rotor die notwendigen magnetischen Eigenschaften um zu erreichen, daß die Kupplung eine sechspolige Kupplung mit hohem Drehmoment ist.
  • Ein Rotor mit drei radial beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen arbeitet bei vielen Anwendungsgebieten der Kupplung in geeigneter Weise. Bei einigen Anwendungsfällen mit hoher Trägheit jedoch, wenn die Kupplung beispielsweise zum Betreiben eines Brennkraftmaschinen-Kühlgebläses mit großem Durchmesser bestimmt ist, ist der Rotor hohen Biegekräften und einem starken Verschleiß ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen können die vergleichsweise schwachen Brücken zwischen den Schlitzen durchscheren und der Rotor kann versagen.
  • Die Erfindung zielt im allgemeinen darauf ab, einen Rotor der vorstehend genannten allgemeinen Auslegungsform derart zu versteifen, daß die Brücken zwischen den Schlitzen verstärkt werden, und daß ein frühzeitiges Versagen des Rotors verhindert wird, während zugleich das Vermögen der Kupplung bei Verhältnissen mit hohem Drehmoment eingesetzt zu werden, beibehalten werden soll.
  • Nach der Erfindung wird hierzu ein Rotor für eine elektromagnetische Kupplung bereitgestellt, wobei der Rotor erste und zweite ringförmige Teile, welche aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz ausgebildet sind, aufweist, wobei das erste ringförmige Teil eine ringförmige Tasche hat, welche von einer axial weisenden Wand gebildet wird, welche einen äußeren Rand hat und von einer radial nach innen weisenden Wand gebildet wird, wobei die radial nach innen weisende Wand von der inneren Fläche eines ringförmigen Flansches gebildet wird, welche von dem äußeren Rand der axial weisenden Fläche axial vorsteht und ein axial weisendes Ende hat, wobei das zweite ringförmige Teil eine Nabe aufweist, welche in dem ersten ringförmigen Teil radial beabstandet hierzu angeordnet ist, und ferner eine Scheibe aufweist, welche integral mit der Nabe ausgebildet ist und radial von dieser nach außen vorsteht, wobei die Scheibe einen Außenumfang hat, eine axial weisende Arbeitsfläche und eine in Gegenrichtung weisende nicht arbeitende Fläche hat, wenigstens eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen ausgebildet ist, welche durch die Scheibe gebildet werden, um Magnetpole auf der Arbeitsfläche der Scheibe auszubilden, wobei Brücken zwischen den Schlitzen gebildet werden bzw. stehen bleiben, welcher sich dadurch auszeichnet, daß die Scheibe in der Tasche angeordnet ist, wobei die nicht arbeitende Fläche der Scheibe axial von der axial weisenden Wand der Tasche beabstandet ist und von dem äußeren Umfang der Scheibe nach innen im Abstand von der radial nach innen weisenden Fläche der Tasche ein schmaler, ringförmiger Luftspalt vorgesehen ist, der Luftspalt bewirkt, daß ein zusätzlicher Magnetpol an dem Ende des Flansches gebildet wird, daß ein Ring aus einem Material, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat, zwischen der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe und der axial weisenden Fläche der Tasche angeordnet ist, und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, welche den Ring starr zu der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe und wenigstens einer der Wände der Tasche festlegt, der Ring radial und in Umfangsrichtung im wesentliche insgesamt über die nicht arbeitende Fläche der Scheibe verläuft und zur strukturellen Versteifung der Scheibe und insbesondere der Brücken zwischen den Schlitzen dient.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist ein Versteifungsring aus einem Material mit hoher magnetischer Reluktanz mit der nichtarbeitenden Fläche der Rotorscheibe mittels Hartlöten oder auf eine andere Weise fest derart verbunden, daß die Brücken verstärkt werden und die Tendenz der Brücken, daß sie durchgetrennt werden oder sich biegen, reduziert wird. Um einen Bereich zum festen Verbinden des Versteifungsringes mit der Rotorscheibe mittels Hartlöten bereitzustellen, können nur zwei radial beabstandete Reihen von Schlitzen in der Scheibe ausgebildet sein, wodurch sich die verfügbaren Hartlötbereiche vergrößern lassen und der Rotor dennoch geeignet für einen Einsatz bei einer sechspoligen Kupplung ist, indem der äußere Flansch des Rotors mit dem Versteifungsring verbunden wird, und der äußere Umfang der Scheibe radial nach innen von dem äußeren Flansch beabstandet derart angeordnet wird, daß der dritte, ringförmige Luftspalt gebildet wird, welcher für eine sechspolige Kupplung erforderlich ist.
  • Der Versteifungsring kann aus Metall auf eine schnelle, einfache und wirtschaftliche Weise ausgestanzt werden, und er kann in der ausgestanzten Form an die nichtarbeitende Fläche des Rotors angepaßt werden, ohne daß man eine nachträgliche maschinelle Bearbeitung des Rings vorzunehmen braucht.
  • Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. Darin gilt:
  • Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer elektromagnetischen Kupplung, welche mit einem neuartigen und verbesserten Rotor ausgestattet ist, welcher gemäß den erfindungsgemäßen Einzelheiten beschaffen ist.
  • Fig. 2 ist eine Schnittansicht im wesentlichen entlang der Linie 2-2 in Figur 1 in verkleinertem Maßstab.
  • Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des in Figur 1 gezeigten Rotors.
  • Fig. 4 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils des in Figur 3 gezeigten Rotors.
  • Fig. 5 ist eine vergrößerte Ansicht eines weiteren Teils des in Figur 3 gezeigten Rotors.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
  • Aus Illustrationszwecken ist die Erfindung in der Zeichnung in Verbindung mit einer elektromagnetischen Kupplung 10 dargestellt, bei der es sich um eine Bremse handeln kann, welche aber bei der dargestellten Ausführungsform als eine elektromagnetische Kupplung ausgelegt ist. Die Kupplung 10, welche beim dargestellten Anwendungsbeispiel eingesetzt wird, um ein großes Kühlgebläse (nicht gezeigt) beispielweise mit einem Durchmesser von etwa 75 mm (3') einer Brennkraftmaschine anzutreiben, ist das Kühlgebläse auf einer Nabe 11 abgestützt, welche das Abtriebsteil der Kupplung darstellt. Die Nabe ist zur Ausführung einer Drehbewegung mittels eines Lagers 12 auf einer zentralen Hülse 13 gelagert. Eine Schraube 14 geht durch die Hülse und legt die Kupplung an einer festen Komponente 15 der Brennkraftmaschine fest.
  • Ein Anker 17 ist so vorgesehen, daß er mit der Abtriebsnabe eine Drehbewegung ausführt und relativ hierzu axial beweglich ist. Der Anker wird von einer ebenen, kreisförmigen Scheibe gebildet, welche aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz, wie Stahl AISI 1010, hergestellt ist. Drei in Winkelrichtung beabstandete Blattfedern 18 (nur eine ist sichtbar) sind zwischen der Abtriebsnabe 11 und dem Anker 17 als Verbindung vorgesehen, wobei ein Ende der Feder an der Abtriebsnabe wie mit 19 angedeutet angenietet ist. Das andere Ende jeder Feder ist an dem Anker 17 wie bei 20 angedeutet angenietet. Auf eine an sich bekannte Weise kuppeln die Feder den Anker und die Abtriebsnabe zur Ausführung einer gemeinsamen Drehbewegung, und zugleich wird der Anker axial in Richtung auf die Abtriebsnabe zu und von dieser weg beweglich gelagert.
  • Aus nachstehend noch näher erläutertem Grunde werden zwei in Umfangsrichtung verlaufende und radial beabstandete Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen 21 (Figur 3) durch den Anker gebildet. In diesem Zusammenhang soll auf das vorstehend genannte amerikanische Patent von Booth et al bezüglich der näheren Einzelheiten eines geschlitzten Ankers hingewiesen werden.
  • Die Kupplung 10 umfaßt ferner einen Elektromagneten, welcher teilweise von einem ringförmigen Magnetkern 23 mit einem im wesentlichen U-förmigen Radialquerschnitt gebildet wird, welcher einen inneren Polring 24 hat, und einem äußeren Polring 25 gebildet wird. Zwischen den hinteren Enden der Polringe und integral mit diesen ausgebildet sowie radial zwischen diesen verlaufend ist eine Brücke 26 vorgesehen. Eine mehrere Windungen umfassende Wicklung 28 ist in einem U-förmigen Kanal 30 fest angeordnet, welche ihrerseits fest mit der äußeren Seite des inneren Polrings 24 verbunden ist. Der Magnetkern 23 ist entgegen einer Drehbewegung relativ zu der Brennkraftmaschinenkomponente 15 mittels eines Stiftes 32 festgehalten.
  • Ein rotierendes Teil oder ein Rotor 35 ist auf der Hülse 13 mittels eines Lagers 36 gelagert, welches von dem Lager 12 mittels eines Distanzelements 37 getrennt ist. Der Rotor umfaßt ein inneres Polstück, welches von einem ringförmigen Nabenteil 39 gebildet wird, welches fest mit der äußeren Lauffläche des Lagers 36 verbunden ist, ein scheibenförmiges Teil 40, welches integral mit dem vorderen Ende der Nabe ausgebildet ist und radial von diesem vorsteht, und ein äußere Polstückteil 41, welches in der Nähe des äußeren Umfangs der Scheibe 40 angeordnet ist. Die Nabe, die Scheibe und das äußere Polstück des Rotors sind ebenfalls aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz hergestellt und können aus derselben Stahlsorte wie der Anker 17 hergestellt sein. Während des Herstellungsverfahrens wird ein konkaver Radius 43 (Figur 5) in zweckmäßiger Weise an der Übergangsstelle von Nabe 39 und innerem Rand der hinteren oder nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40 ausgebildet.
  • Mehrere, axial beabstandete Ausnehmungen verlaufen in Umfangsrichtung um das äußere Polstück 41 des Rotors 35 und sind passend zu komplementären Rippen auf der inneren Seite eines Treibriemens 45 mit polygonaler V-förmiger Gestalt ausgebildet (siehe Figur 3). Zusätzlich ist eine gesonderte Riemenscheibe 46 starr und fest an dem vorderen Endabschnitt des äußeren Polstücks 41 vorgesehen und derart ausgelegt, daß es durch einen üblichen Vförmigen Riemen 47 angetrieben werden kann.
  • Wenn die Wicklung 28 sich in entregtem Zustand befindet, halten die Blattfedern 18 den Anker 17 axial in einem Abstand von der vorderen oder arbeitenden Fläche der Scheibe 40 des Rotors 35, so daß ein schmaler, axialer Luftspalt 50 (Figuren 3 bis 5) zwischen dem Anker und der Rotorscheibe gebildet wird. Unter diesen Umständen ist die Kupplung 10 ausgerückt, so daß der Rotor beim Antreiben durch den Riemen 45 oder den Riemen 47 eine Drehbewegung relativ zu dem Anker ausführt, ohne daß ein Drehmoment auf den Anker und die Gebläsenabe 12 übertragen wird.
  • Wenn die Wicklung 28 erregt ist, hat der magnetische Fluß einen Verlauf, welcher im allgemeinem mit der gebrochenen Linie 53 (Figuren 3 bis 5) dargestellt ist, und verläuft zick-zackförmig vor und zurück über den axialen Luftspalt 50 zwischen dem Anker 17 und der Rotorscheibe 40. Der Fluß zieht magnetisch den Anker an die Rotorscheibe an und die beiden werden magnetisch und reibschlüssig gekoppelt, so daß bewirkt wird, daß die Antriebsnabe 11 sich einheitlich mit dem Rotor 35 dreht und hierdurch das Kühlgebläse angetrieben wird. Um zu bewirken, daß der Fluß zick-zackförmig über den Luftspalt verläuft, ist eine Rotorscheibe 40 mit in Umfangsrichtung verlaufenden und radial beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen 54 (Figur 2) versehen. Die Schlitze in jeder Reihe sind voneinander durch in Umfangsrichtung beabstandete Brücken 35 getrennt.
  • Wenn die Kupplung 10 einen Abtriebsteil antreibt, wie ein Kühlgebläse mit einem relativ großen Durchmesser, muß der Rotor 35 beim Einrücken der Kupplung eine vergleichsweise hohe Trägheitsbelastung aufnehmen und überwinden. Zusätzlich ist der Rotor Pulsationskräften während des stationären Betriebszustandes ausgesetzt. Aufgrund dieser hohen Belastungen und des Verschleißes haben die relativ schwachen Brücken 55 zwischen den Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 die Tendenz, daß sie durch Abscheren versagen.
  • Nach der Erfindung sind die Brücken 55 der Rotorscheibe 40 gegen ein versagen verstärkt und zugleich ist der Rotor 35 derart ausgelegt, daß ermöglicht wird, daß die Kupplung 10 vergleichsweise radial kompakt als Paket ausgelegt werden kann und als eine sechspolige Kupplung mit relativ hohem Drehmoment arbeiten kann. Bei der Erfindung wird ein Versteifungsring 58 aus einem Material, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat, fest mit der hinteren oder nichtarbeitenden Fläche der Rotorscheibe 40 und mit dem äußeren Polstück 41 des Rotors verbunden. Wie sich nachstehend noch näher ersehen läßt, versteift der Ring die Brücken 55 der Rotorscheibe und ermöglicht, daß die Kupplung als eine sechspolige Kupplung arbeiten kann und nur zwei radial beabstandete Reihen von Schlitzen 54 in der Scheibe erforderlich sind.
  • Bei dieser speziellen Auslegungsform ist der Versteifungsring 58 aus rostfreiem Stahl hergestellt, obgleich der Ring auch aus einem anderen geeigneten strukturell widerstandsfähigen Material mit hoher magnetischer Reluktanz hergestellt sein könnte. Der Ring ist fest mit der nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40 verbunden und er wird zusammen mit dem äußeren Umfangsabschnitt der Scheibe in einer ringförmigen Tasche in dem äußeren Polstück 41 des Rotors 35 aufgenommen. Die Tasche wird von einer axialweisenden Wand 60 (Figur 4) des Polstücks und von einer radial nach innen weisenden Wand 61 gebildet, wobei die letztgenannte von einer inneren Fläche eines ringförmigen Flansches 62 gebildet wird, welcher axial von dem äußeren Rand der Wand 60 vorsteht und eine axial weisendes, ringförmiges Ende 63 hat.
  • Wie deutlich aus Figur 4 zu ersehen ist, liegt der äußere Umfangsabstand der Rotorscheibe 40 in der Tasche, wobei die nichtarbeitende Fläche der Scheibe axial einen Abstand von der Wand 60 hat, und wobei der äußere Umfang 65 der Scheibe radial beabstandet nach innen von der Wand 61 angeordnet ist. Somit sind diese durch einen schmalen, ringförmigen Luftspalt 66 getrennt. Der Versteifungsring 58 ist zwischen der nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40 und der axial weisenden Wand 60 angeordnet und verläuft radial entlang der nichtarbeitenden Fläche von der Nabe 39 zu der radial nach innenweisenden Wand 61. Somit ist der innere Rand des Rings in Umfangseingriff mit der Nabe 39, während der äußere Rand des Rings eng benachbart zu der radial nach innen weisenden Wand 61 angeordnet ist. Eine Hartlötverbindung 68 verbindet den äußeren Rand des Rings 58 fest mit der radial nach innen weisenden Fläche 61. Eine zusätzliche Hartlötverbindung 69 verbindet die hintere Fläche des äußeren Umfangsabschnittes des Rings fest mit der axial weisenden Wand 60. Somit ist der Ring so vorgesehen, daß er sich mit dem äußeren Polstück des Rotors dreht. Der innere Rand des Rings ist fest mit der Nabe 39 mittels einer Hartlötverbindung 70 (Figur 5) verbunden.
  • Wie vorstehend angegeben ist, ist die Rotorscheibe 40 nur mit zwei radial beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen 54 ausgebildet, und zwar im Gegensatz zu der üblichen Praxis, bei der drei Reihen von Schlitzen in dem Rotor bei einer sechspoligen Kupplung ausgebildet sind. Da die Scheibe nur mit zwei Reihen von Schlitzen 54 ausgebildet ist, können die Reihen weiter nach außen in einer radialen Richtung ausgehend von der Nabe 39 angeordnet werden, so daß relativ große Flächenbereiche zwischen der Nabe und der inneren Reihe von Schlitzen, zwischen den beiden Reihen von Schlitzen und zwischen der äußeren Reihe von Schlitzen und dem äußeren Rand der Scheibe stehen bleiben. Diese großen Flächenbereiche werden eingesetzt, um widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 vorzusehen (Figuren 4 und 5), und zwar zwischen der nichtarbeitenden Fläche der Scheibe 40 und der gegenüberliegenden Fläche des Versteifungsrings 58. Wenn eine Rotorscheibe mit dem gleichen Durchmesser mit drei Reihen von Schlitzen üblicherweise ausgebildet wäre, wie dies beispielsweise im amerikanischen Patent von Brown et al angegeben ist, wären die Flächenbereiche, welche zur Hartlötverbindung des Rings und der Scheibe vorhanden wären, nicht ausreichend, um ausreichend widerstandsfähige Hartlötverbindungen bereitzustellen, welche den Drehmomenten und den Biegebelastungen Stand halten, welche auf die Scheibe einwirken.
  • Der Versteifungsring 58 ist aus einem Blech aus rostfreiem Stahl mittels einer üblichen und wirtschaftlichen Stanztechnik unter Einsatz eines Stempels und eines Formwerkzeugs ausgestanzt. Während eines solchen Bearbeitungsvorganges sind die inneren und äußeren Umfangsränder auf einer Seite des Rings zwangsläufig konvex mit einem Radius ausgebildet, wie dies bei 75 in Figur 5 angedeutet ist, was auf die sogenannte Formwalze oder die Scherbeanspruchung zurückzuführen ist, welche auftritt, wenn der Ring aus dem Blech ausgestanzt wird. In zweckmäßiger Weise wird die Formwalze derart gesteuert, daß der konvexe Radius 75 auf dem inneren Umfang des Rings 58 übereinstimmend mit dem konkaven Radius 43 an der Verbindungsstelle von Nabe 39 und Scheibe 40 ist. Als Folge der beiden übereinstimmenden Radien kann der Versteifungsring in enger Flächenbeziehung mit der nichtarbeitenden Fläche der Scheibe angeordnet werden, so daß man sehr widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 herstellen kann.
  • Wenn der Versteifungsring 58 aus dem rostfreien Stahlblech ausgestanzt wird, werden ringförmige Grate 77 (Figuren 4 und 5) an den inneren und äußeren Umfangsflächen des Rings auf der Seite des Rings, welche der Seite mit dem konvexen Radius 75 gegenüberliegend ausgebildet ist und diese stehen axial hiervon vor. Um zu ermöglichen, daß der so ausgestanzte Ring unmittelbar eingesetzt wird, ohne daß der äußere Grat mittels einer Schleifbearbeitung oder dergleichen entfernt zu werden braucht, ist eine ringförmige Nut 79 (Figur 4) an der Verbindungsstelle von den Wänden 16 und 61 der Ring-Aufnahmetasche ausgebildet. Wenn der Ring in der Tasche angeordnet ist, nimmt die Ausnehmung 79 den äußeren Grat 77 auf, wie dies in Figur 4 gezeigt ist, und es wird ermöglicht, daß die Hinterfläche des Rings in ebenem Flächen-zu-Flächen-Kontakt mit der Wand 60 anliegt. Der innere Grat 77 steht einfach nach hinten in der Nähe der Nabe 39 vor.
  • Bei der Erregung der Wicklung 28 wird ein magnetischer Fluß erzeugt, welcher einen Verlauf gemäß 53 (Figur 3) hat, um die Kupplung 10 einzurücken, indem der Anker 17 in Eingriffszustand mit dem Rotor 35 angezogen gebracht wird. Insbesondere verläuft der Fluß von dem inneren Polring 37 des magnetischen Kerns 23 zu dem inneren Polstück oder der Nabe 39 des Rotors 35. Die innere Reihe von Schlitzen 54 in der Rotorscheibe bewirkt, daß der Fluß durch den Anker 17 über den axialen Luftspalt 50 zwischen dem Anker und der Rotorscheibe 40 übergeht. Dann bewirkt die innere Reihe von Schlitzen 21 in dem Anker, daß der Fluß in Gegenrichtung über den Luftspalt 50 zu der Rotorscheibe 40 verläuft, während die äußere Reihe von Schlitzen 54 in der Scheibe bewirkt, daß der Fluß über den Luftspalt zu dem Anker 17 zurück geht. Anschließend bewirkt die äußere Reihe von Schlitzen 21 in dem Anker, daß der Fluß wiederum in Gegenrichtung über den Luftspalt 50 zu der Rotorscheibe 40 verläuft. Durch das Umschließen des ringförmigen Luftspalts 66 zwischen dem äußeren Umfang 65 der Rotorscheibe 40 und der radial weisenden Wand 61 wird der Fluß wiederum gezwungen, bei seinem Verlauf über den axialen Luftspalt 50 zu dem Anker 17 zurückzugehen. Schließlich verläuft der Fluß in umgekehrter Richtung über den Luftspalt 50 zu dem Flansch 62 des äußeren Polstücks 41, und dann wird der Flußverlauf dadurch vervollständigt, daß er zu dem äußeren Polring 25 des Magnetkerns 23 und dann zu dem innere Polring 24 über die Brücke 26 geht. Somit schneidet der Fluß den axialen Luftspalt 15 sechs mal und bildet somit eine Kupplung 10 mit sechs Polen. Dies wird dadurch erreicht, daß nur zwei Reihen von radial beabstandeten Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 ausgebildet sind, indem ein ringförmiger Luftspalt 66 zwischen dem äußeren Umfangs 65 der Rotorscheibe und der nach innenweisenden Fläche 61 des äußeren Polstücks 41 gebildet wird, und indem der Versteifungsring 58 eingesetzt wird, um das Drehmoment von dem Polstück zu der Rotorscheibe zu übertragen. Wie vorstehend angegeben ist, bleibt durch das Vorsehen von nur zwei Reihen von Schlitzen 54 in der Rotorscheibe 40 ein ausreichender Flächenbereich in der Scheibe stehen, um widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 zwischen der Scheibe und dem Versteifungsring 58 vorsehen zu können.
  • Da die Rotorscheibe 40 durch den Ring 58 versteift ist, wird den Brücken 55 zwischen den Schlitzen 54 eine zusätzliche Festigkeit verliehen, so daß die Brücken weniger zum Versagen neigen, wenn die Kupplung 10 eingerückt ist und eine Belastung mit vergleichsweise hoher Drehkraft aufnehmen muß, und wenn die Rotorscheibe 40 hinsichtlich ihrer axialen Dicke infolge von Verschleiß vermindert ist. Der konvexe Radius 75, welcher sich zwangsläufig an der vorderen Seite des Rings 58 während des Stanzens bildet, ermöglicht, daß der letztgenannte eben gegen die nichtarbeitende Fläche der Rotorscheibe angelegt werden kann, um in unterstützender Weise widerstandsfähige Hartlötverbindungen 73 bereitzustellen, während die ringförmige Ausnehmung 79 den äußeren Grat 77 auf der gegenüberliegenden Seite des Rings aufnimmt, um zu erreichen, daß der Ring in dem ausgestanzten Zustand ohne weitere Nachbearbeitung eingesetzt werden kann.

Claims (6)

1. Rotor für eine elektromagnetische Kupplung, wobei der Rotor erste und zweite ringförmige Teile (41, 35), welche aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz ausgebildet sind, aufweist, wobei das erste ringförmige Teil (41) eine ringförmige Tasche hat, welche von einer axial weisenden Wand (60) gebildet wird, welche einen äußeren Rand hat und von einer radial nach innen weisenden Wand (61) gebildet wird, wobei die radial nach innen weisende Wand (61) von der inneren Fläche eines ringförmigen Flansches (62) gebildet wird, welche von dem äußeren Rand der axial weisenden Fläche (60) axial vorsteht und ein axial weisendes Ende (63) hat, wobei das zweite ringförmige Teil (35) eine Nabe (39) aufweist, welche in dem ersten ringförmigen Teil (41) radial beabstandet hierzu angeordnet ist, und ferner eine Scheibe (40) aufweist, welche integral mit der Nabe (39) ausgebildet ist und radial von dieser nach außen vorsteht, wobei die Scheibe (40) einen Außenumfang hat, eine axial weisende Arbeitsfläche und eine in Gegenrichtung weisende nicht arbeitende Fläche hat, wenigstens eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen (54) ausgebildet ist, welche durch die Scheibe gebildet werden, um Magnetpole auf der Arbeitsfläche der Scheibe auszubilden, wobei Brücken (55) zwischen den Schlitzen (54) gebildet werden bzw. stehen bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (40) in der Tasche angeordnet ist, wobei die nicht arbeitende Fläche der Scheibe (40) axial von der axial weisenden Wand (60) der Tasche beabstandet ist und von dem äußeren Umfang der Scheibe (40) nach innen im Abstand von der radial nach innen weisenden Fläche (61) der Tasche ein schmaler, ringförmiger Luftspalt (66) vorgesehen ist, der Luftspalt (66) bewirkt, daß ein zusätzlicher Magnetpol an dem Ende (63) des Flansches (62) gebildet wird, daß ein Ring (58) aus einem Material, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat, zwischen der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe (40) und der axial weisenden Fläche (60) der Tasche angeordnet ist, und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, welche den Ring (58) starr zu der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe (40) und wenigstens einer der Wände der Tasche festlegt, der Ring (58) radial und in Umfangsrichtung im wesentliche insgesamt über die nicht arbeitende Fläche der Scheibe (40) verläuft und zur strukturellen Versteifung der Scheibe (40) und insbesondere der Brücken (55) zwischen den Schlitzen (54) dient.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite, in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen (54) durch die Scheibe (40) gebildet wird, und radial einen Abstand von der ersten Reihe hat, so daß wenigstens ein zusätzlicher Magnetpol auf der Arbeitsfläche der Scheibe (40) gebildet wird.
3. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine in Umfangsrichtung verlaufende Ausnehmung (79) in der Tasche an der Übergangsstelle von der axial weisenden Wand (60) und der radial nach innen weisenden Wand (61) ausgebildet ist, daß ein im allgemeinen ringförmiger Grat (77) axial von der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe (40) in der Nähe des äußeren Umfangs hiervon vorsteht, und daß der Grat (77) in der Ausnehmung (79) aufgenommen ist.
4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen der Nabe (39) und der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe (40) mit einem konkaven Radius (43) ausgebildet ist, der Ring (58) einen inneren Umfang hat, welcher eine axial weisende Fläche und einen konvexen Radius an der Verbindungsstelle von Innenumfang und axial weisender Fläche hat, und daß der konvexe Radius (75) gegen den konkaven Radius (43) zu liegen kommt.
5. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Nabe (39) und der nicht arbeitenden Fläche der Scheibe (40) von einem konkaven Radius (43) gebildet wird, der Ring (58) einen Innenumfang hat, welcher eine axial weisende Fläche und einen konvexen Radius (75) an der Übergangsstelle von dem inneren Umfang und der axial weisenden Fläche hat, und daß der konvexe Radius (75) gegen den konkaven Radius (43) zur Sitzanlage kommt.
6. Rotor für eine sechspolige elektromagnetische Kupplung nach Anspruch 2.
DE69403243T 1993-03-05 1994-03-03 Rotor für elektromagnetische Kupplung Expired - Lifetime DE69403243T2 (de)

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