DE693635C - Sauerstoffatemgeraet mit lungengesteuertem Sauerstoffzufuehrungsventil - Google Patents

Sauerstoffatemgeraet mit lungengesteuertem Sauerstoffzufuehrungsventil

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DE693635C
DE693635C DE1934SC105584 DESC105584D DE693635C DE 693635 C DE693635 C DE 693635C DE 1934SC105584 DE1934SC105584 DE 1934SC105584 DE SC105584 D DESC105584 D DE SC105584D DE 693635 C DE693635 C DE 693635C
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breathing
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oxygen supply
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Draegerwerk AG and Co KGaA
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  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

  • Sauerstoffatemgerät mit lungengesteuertem Sauerstoffzuführungsventil Die Erfindung betrifft ein Sauerstoffatemgerät mit lungengesteuertem Sauerstoffzuführungsventil, das eine von der das Gerät durchströmenden Luftmenge abhängige Sauerstoffmenge zuführt. Bei einem bekannten Sauerstoffatemgerät dieser Art steuert der in der Atemleitung infolge der Strömungsenergie der bei jedem Aus= oder Einatemzug umgewälzten Luftmenge entstehende Staudruck oder Sog die Vorrichtung zur Zuführung des Sauerstoffs in -unmittelbarer Abhängigkeit von der Häufigkeit, Dauer und Stärke der Aus- oder Einatemzüge derart, daß dem Atemgerät bei jedem Aus- oder Einatemzug eine der Dauer und Stärke des Atemzuges entsprechende Sauerstoffmenge zugeführt wird. Zur Steuerung dient vorzugsweise ein in die Ein- oder Ausatemleitung eingeschaltetes Drossel- oder Absperrglied, das durch einen zweiarmigen Hebel mit dem Sauerstoffzuführungsventil verbunden ist, so daß jeder-Ein- oder Ausatemzug das Drossel- oder Absperrglied, z. B. eine Ventilklappe, in die Offenstellung bewegt und dadurch gleichzeitig das Sauerstof£zuführungsventil öffnet und offen hält, sobald und solange eine seinen Widerstand überwindende Kraft auf das Drossel- oder Absperrglied durch die Atmung ausgeübt wird. Infolge dieser Anordnung erübrigt sich die sonst außer der lungengesteuerten Sauerstoffzufuhr noch übliche Zufuhr einer gleichbleibenden, bestimmten Sauerstoffmenge. Die Anordnung eines Drossel- oder Absperrgliedes in der Atemleitung und die Kupplung desselben mit dem Sauerstoffzuführungsventil ist jedoch insofern nicht ganz unbedenklich, als bei der Verwendung eines solchen Atemgerätes in Bergwerken infolge starker Erschütterung oder harter Stöße folgenschwere Hemmungen oder Beschädigungen des Steuergliedes eintreten können. Die unmittelbare Versperrung des Leitungsweges durch das unter einem bestimmten Schließdruck stehende Drossel- oder Absperrglied hat außerdem eine erhöhte Belastung der Atmung zur Folge.
  • Das Sauerstoffatemgerät mit lungengesteuertem Sauerstoffzuführungsventil nach der Erfindung ist ebenfalls so ausgebildet, daß das Ventil eine von der das Gerät durchströmenden Luftmenge abhängige Sauerstoffmenge zuführt und sich infolgedessen die sonst übliche zusätzliche gleichmäßige Sauerstoffzufuhr erübrigt. Die angeführten Mängel eines solchen bekannten Sauerstoffatemgerätes sind jedoch beseitigt. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch ereicht, daß das Sauerstoffzuführungsventil von einem Mengenmesser für. die das Gerät durchströmende Atemluft gesteuert wird.
  • Der Mengenmesser kann aus einem Meßrad bestehen, das durch die steuernde Wand des Atembeutels mittels eines Klinkengetriebes im gleichen Drehsinn gedreht wird und mittels an seinem Umfang in gleichmäßigen Abständen angeordneter Ansätze das Sauerstoffzuführungsventil vorübergehend öffnet.
  • Statt dessen kann der Mengenmesser auch aus einem in die Atemleitung eingebauten Flügelrad bestehen, das von der durchströmenden Atemluft in Umdrehung versetzt wird und dessen Drehbewegung durch Zahnräder auf ein Meßrad übertragen wird, das mittels an seinem Umfang in gleichmäßigen Abständen angeordneter Ansätze das Sauerstoffzuführungsventil vorübergehend öffnet. Zwecks Regelung der Sauerstoffzufuhr entsprechend der Atemluftmen.ge können die das Sauerstoffzuführungsventil öffnenden Ansätze des Meßrades verstellbar sein.
  • Das neue Sauerstoffatemgerät hat folgende Vorteile: Durch die Betätigung des Sauerstoffzuführungsventils mittels eines Mengenmessers für die das Gerät durchströmende Atemluft wird erreicht, daß nach der jedesmaligen Durchatmung einer bestimmten Luftmenge eine bestimmte Sauerstoffmenge zufließt. Der Mengenmesser macht die Steuerung der Sauerstoffzufuhr unabhängig von dem Zeitpunkt der einzelnen Atemzüge. Der Gerätträger erhält daher stets diejenige Sauerstoffzufuhr, die seiner Atmung entspricht. Ob er groß oder klein ist, ob er ruhige oder anstrengende Arbeit verrichtet, ist dabei ohne Einfluß; er erhält immer die dem Bedarf entsprechende Saüerstoffmenge. Der Mengenmesser verwertet zur Steuerung der Sauerstoffzufuhr die Kraft mehrerer Atemzüge. Die Bewegung des Mengenmessers erfordert die überwindung eines nur geringen, gleichbleibenden Widerstandes, der sich weder zu Beginn noch während der Atmung ändert und der geringer ist als derjenige der bisher üblichen lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventile. Bei der Übertragung der Bewegung des Atembeutels auf den Mengenmesser bleibt der Luftleitungsweg vollständig frei, so. daß weder eine ruckweise noch eine beschwerte Atmung stattfindet. Auch bei der Betätigung des Mengenmessers durch ein in die Atemleitung eingebautes Flügelrad ist nur ein verschwindend geringer und gleichbleibender Widerstand zu überwinden. Mit dem Mengenmesser kann die - in einer bestimmten Zeit durchgeatmete Luftmenge genau gemessen werden, und die Sauerstoffzufuhr kann auf diese Menge genau eingestellt werden. Das neue Sauerstoffatemgerät kann auch zur physiologischen Leistungsforschung benutzt werden, indem für die verschiedenen Arbeiten, z. B. Hämmern, Schaufeln, Gewichtheben, mittels des die durchgeatmete Luftmenge messenden Mengenmessers die günstigste Arbeitsbelastung und das günstigste Arbeitstempo festgestellt wird.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den Patentansprüchen.
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Abb. z zeigt die Anordnung eines nur durch die Einatmung mittels des Atembeutels betätigten Mengenmessers in Verbindung mit dem Sauerstoffzuführungsventil; Abb.2 zeigt die Anordnung eines sowohl durch die Einatmung als auch durch die Ausatmung mittels des Atembeutels betätigten Mengenmessers; Abb. 3 zeigt die Anordnung eines in der Ein- oder Ausatemleitung eingebauten Flügelrades mit einem Vorgelege zur Übertragung der- Drehbewegung auf den Mengenmesser.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. r sind an den Atembeutel a in üblicher Weise die Einatemleitung b und die Ausatemleitung c angeschlossen. Für möglichst genaue Messungen ist ein Atembeutel mit starren Kopfwänden geeignet, dessen bewegliche Wand sich parallel zu der anderen, festliegenden Wand bewegt. Die Parallelführung der beweglichen Wand kann durch geeignete Mittel erreicht werden. Die bewegliche Wand d des Beutels trägt einen Mitnehmer e für den um die Achse f drehbaren Hebel g, der in dem Mitnehmer e zwischen zwei Führungsrollen gleitet. Auf der Achse f sitzt ferner das durch die Sperrklinke k gegen Rückwärtsdrehen gesicherte Klinkenrad i, das beim Zusammenfallen des Atembeutels durch die Abwärtsbewegung des Hebels g mittels der daran schwenkbar befestigten Klinke k gedreht wird. Mit dem Klinkenrad i ist die als Meßrad dienende Scheibe l verbunden. Der sichtbare Rand des Meßrades l kann mit einer Maßeinteilung versehen werden, welche die Menge der durchgeatmeten Luft erkennen läßt. Hierzu kann auch noch, besonders bei der Verwendung des Meßrades als Leistungsprüfer, ein nicht dargestellter feststehender Zeiger dielten. In gleichmäßigen Abständen sind am Umfang des Meßrades l Ansätze in angeordnet, die zur Steuerung des Sauerstoffzuführungsventils n dienen. Zweckmäßig wird der Rand des Meßrades l mit einer Anzahl von Löchern versehen, in denen die als Ansätze dienenden Stifte m in ihrer Anzahl und in ihrem Abstand voneinander einstellbar sind. Da die Stifte dazu dienen, bei der Drehung des Meßrades l das Sauerstoffzuführungsventil n zu steuern, kann durch den Abstand der Stifte m voneinander diejenige Luftmenge genau eingestellt werden, die, nachdem sie das Gerät durchströmt hat, zum Offnen des Sauerstoffzuführungsventils führt..
  • Jeder der Stifte m hebt bei der Drehung des Meßrades l in der Pfeilrichtung den Winkelhebel o des Sauerstoffzuführungsventils n für einen kurzen Augenblick an,. wobei der Hebel o den Ventilteller p in die Ofenstellung verschiebt und Sauerstoff aus. der Vorratsflasche durch die Leitungen q und r in die Ausatemleitung c strömt.
  • Zur Vermeidung einer vollständigen Entleerung des Atembeutels trägt dieser einen Anschlags, 'der beim Erreichen einer bestimmten Mindestfüllung gegen das Hebelgestänge t drückt und dadurch den Ventilhebel o und den Ventilteller p anhebt, so daß sich dann der Atembeutel- sofort mit Sauerstoff füllt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb.2 wird das Meßrad l .sowohl beim Zusammenfallen als auch beim. Aufblähen des Atembeutels durch den Hebel g1 gedreht. Dieser durch den Atembeutel a hin und her bewegte, um die Achse f 1 drehbare Hebel g1 ist als dreiarmiger Kipphebel ausgebildet, dessen langer Arm an der steuernden Wand d des Atembeutels angelenkt ist. An den beiden anderen, kurzen Hebelarmen sind federnde Klinken it, 2c1 gelagert, die -in die Zähne des Klinkenrades i eingreifen. Die beiden Klinken ic und icl sind derart angeordnet, daß sie dem Klinkenrad i eine im gleichen Drehsinn fortschreitende Bewegung in der durch den Pfeil angezeigten Richtung geben. Wird der Atembeutel aufgebläht, der Hebel g1 also gehoben, so bewirkt die Klinke u die Drehung des Klinkenrades i, wobei die andere Klinke u1 von den vorbeigleitenderi Zähnen b.eiseitegedrückt wird. Wenn der Atembeutel zusammenfällt und den Hebel g1 abwärts bewegt, so wird das Klinkenrad i durch die -Klinke u1 gedreht, wobei an der anderen Klinke is einige Zähne vorbeigleiten. Die Steuerung des Sauerstoffzuführungsventils durch das Meßrad l erfolgt in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Ab-h. 3 besteht der Mengenmesser aus einem Flügel- rad v, das in die, Atemleitung z eingebaut ist und von der durchströmenden Atemluft in Drehung versetzt wird. Diese Drehung wird unmittelbar oder mittels der Zahnräder zu auf das Meßrad L übertragen, das mittels seiner Ansätze m in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i das Sauerstoffzuführungsventil steuert.

Claims (7)

  1. PiiTrNTAN SPRÜCHE: i. Sauerstoffatemgerät mit lungenge-_ steuertem Sauerstoffzuführungsventil, das eine von der das Gerät durchströmenden Luftmenge abhängige Sauerstoffmenge zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Sauerstoffzuführungsventil (n) von einem Mengenmesser für die das Gerät durchströmende Atemluft gesteuert wird.
  2. 2. Sauerstoffatemgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mengenmesser aus einem Meßrad (l) besteht, das durch die steuernde Wand (d) des Atembeutels (a) mittels eines Klinkengetriebes im gleichen Drehsinn gedreht wird und mittels an seinem Umfang in gleichmäßigen Abständen angeordneter Ansätze (m) das Sauerstoffzuführungsventil (n) vorübergehend öffnet (Abb. i und 2).
  3. 3. Sauerstoffatemgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Meßrad (L) verbundene Klinkenrad (i) beim Zusammenfallen des Atembeutels (a) durch . einen an der steuernden Wand (d) des Atembeutels (a) angelenkten, auf der Achse des Klinkenrades (i) drehbar gelagertem Hebel (g) mittels einer an dein Hebel (g) gelagerten Klinke (h) gedreht wird und durch eine Sperrklinke (h) gegen Rückwärtsdrehung beim Aufblähen des Atembeutels (a) gesichert ist (Abb. i). q..
  4. Sauerstoffatemgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Meßrad (l) verbundene Klinkenrad f sowohl beim Zusammenfatlen als auch beim Aufblähen des Atembeutels (ca) durch einen dreiarmigen Kipphebel (g1) gedreht wird, dessen einer; langer Hebelarm an der steuernden Wand (d) des Atembeutels (a) angelenkt ist und an dessen beiden anderen, kurzen Hebelarmen Klinken (u, 1l) gelagert sind, von denen die eine Klinke (71l) beim Zusammenfallen des Atembeutels (a) und die andere Klinke (u) beim Aufblähen des Atembeutels-(a) das durch eine Sperrklinke (h) gegen Rückwärtsdrehung gesicherte Klinkenrad (i) im gleichen Drehsinn dreht (Abb. 2).
  5. 5. Sauerstoffatemgerät nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die steuernde. Wand (d) des Atembeutels (a) einen Ansatz (s) hat, der beim Zusammenfallen des Atembeutels (a) bis zu einer zum Atmen notwendigen Mindestfüllung das Sauer.stoffzuführungsventil (n) öffnet (Abb. i und 2).
  6. 6. Sauerstoffatemgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mengenmesser aus einem in die Atemleitung. (z) eingebauten Flügelrad (v) besteht, das von der durchströmenden Atemluft in Umdrehung versetzt wird und dessen Drehbewegung durch Zahnräder (w)) auf ein Meßrad (l) übertragen wird, das mittels an seinem Umfang in gleichmäßigen Abständen angeordneter Ansätze (m) das Sauerstöffzuführungsventil (n) vorübergehend öffnet (Abb. 3).
  7. 7. Sauerstoffatemgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das Sauerstoffzuführungsventil (n) öffnenden Ansätze (m) des Meßrades (L) verstellbar sind.
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