DE69319739T2 - Ausgabeverschluss für flüssigkeitsbehälter - Google Patents
Ausgabeverschluss für flüssigkeitsbehälterInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung, zum Beispiel eine Vorrichtung, welche die sichere und feste Verbindung von Behältern mit einem Flüssigprodukt und einem Saugrohr gestattet, durch welches Flüssigprodukt zu anderen Gebrauchsbehältern oder Gebrauchseinrichtungen überführt wird.
- Diese Art Vorrichtung wird in gewerblichen Einrichtungen, wie beispielsweise in Hotels, Krankenhäusern, Großküchen und dergleichen verwendet, wo verschiedene Reinigungsprodukte zur Verwendung durch Reinigungspersonal in einzelne Behälter umgefüllt werden.
- Üblicherweise wird ein Saugrohr einfach in jedes offene obere Ende von getrennten aufrechten Behältern, wie beispielsweise Fässern mit Produkten geschoben. Das Saugrohr wird mit der Saugseite einer Abgabevorrichtung, wie beispielsweise einer Pumpe oder dergleichen, verbunden. Der im Rohr entwickelte Unterdruck saugt Flüssigkeit aus dem Fass heraus, weil das Fass in geeigneter Weise mit der Atmosphäre kommuniziert, um im Fass immer einen Atmosphärendruck aufrechtzuerhalten. Wenn das Fass leer ist, wird das Saugrohr herausgezogen und in ein neues, volles Fass gesteckt. Es besteht eine echte Gefahr, dass ein Rohr in das falsche Fass eingeführt wird, wenn der Benutzer nachlässig ist. Dies würde eine Verunreinigung des Produkts im Fass verursachen und bewirken, dass nachgeordnete Behälter mit dem falschen Produkt nachgefüllt werden. Während des Wechsels besteht auch eine Gefahr, dass der Benutzer das benetzte Rohr berührt, während es von einem Fass zu einem anderen Fass bewegt wird, und dadurch der Benutzer potentiell gefährlichen Chemikalien ausgesetzt wird.
- Es ist auch bekannt, Massenprodukt in Kisten mit Faltbeuteln darin bereitzustellen, wobei die Beutel ein Auslassventil aufweisen, an dem ein Verbinder auf dem Ende eines Rohrs angebracht wird. Die Anbringung des Verbinders drückt das Ventil automatisch auf. Der Verbinder wird gedreht, um ihn auf dem Ventil zu verriegeln, und das Ventil und der Verbinder können mit zusammenpassenden Nasen und Aussparungen versehen sein, um ein Anschließen des falschen Rohrs zu verhindern. Die Kisten und Rohre können auch eine Farbcodierung aufweisen.
- Das Britische Patent Nr. 1054052 beschreibt noch ein anderes alternatives System, das einen Hahn für einen Behälter einschließt. Der Auslass aus dem Behälter ist über eine Öffnung mit einer zylindrischen Buchse verbunden, in der ein hohler Spund drehbar montiert ist. Der hohle Spund ist ebenfalls mit einer Öffnung versehen. Der Spund besitzt einen Griff, mittels dessen er gedreht werden kann, um die Spundöffnung in und außer Übereinstimmung mit der Auslassöffnung in der Buchse zu bringen.
- Ein Ziel eines Aspekts der Erfindung ist es, einen verbesserten Verschluss bereitzustellen, um den Inhalt eines Behälters in einer zuverlässigen Weise abzugeben.
- Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Verschluss zum Ermöglichen des Entleerens des Inhalts eines Behälters bereitgestellt, umfassend:
- ein hohles Verschlussteil für einen Behälter, wobei das Verschlussteil eine zylindrische Innenwand und einen Auslass für den Inhalt aufweist;
- einen innerhalb des Verschlussteils angebrachten drehbaren Stopfen, wobei der Stopfen einen ersten Durchlass für den Inhalt mit einem Einlass und einem Auslass aufweist, wobei der Stopfen eine zylindrische Außenwand aufweist und zwischen einer ersten geschlossenen Position, in der sich der Einlass des Durchlasses nicht mit dem Verschlussteil-Auslass deckt, und einer zweiten offenen Position drehbar ist, in der sich der Einlass mit dem Verschlussteil-Auslass deckt, um den Hindurchtritt des Inhalts in den Durchlass zu ermöglichen;
- eine Einrichtung zum Festhalten des Verschlussteils in einem Behälter, wobei die Halteeinrichtung einen äußeren Teil des drehbaren Stopfens bloßlegt, wobei der bloßliegende Teil den Auslass des ersten Durchlasses darin aufweist,
- einen Verbinder zum Überführen des Inhalts aus dem Behälter heraus, wobei der Verbinder eine Einrichtung zum Eingriff mit dem bloßliegenden Teil des Stopfens aufweist, wobei der Verbinder einen zweiten Durchlass mit einem Einlass in Verbindung mit dem Auslass des ersten Durchlasses aufweist, wodurch der Verbinder, wenn er mit dem Stopfen im Eingriff steht, gedreht werden kann, um den Stopfen in die offene Position oder in die geschlossene Position zu drehen,
- dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass des Verschlussteils und der Einlass des drehbaren Stopfens in der zylindrischen Innenwand des Verschlussteils bzw. in der zylindrischen Außenwand des Stopfens liegen, und dass die zylindrische Innen- und Außenwand im Wesentlichen zusammenpassende Durchmesserabmessungen aufweisen, so dass für einen dichten Verschluss dazwischen gesorgt ist.
- Die EP-A-0 268 948 und die GB-A-1 079 494 offenbaren jeweils einen Verschluss mit dem Merkmalen des ersten Teils des Patentanspruchs 1.
- Vorteilhafterweise kann der Stopfen einen Durchlass für Luft aufweisen, und das Verschlussteil kann einen Einlass für Luft aufweisen, mit dem der Luftdurchlass beim Drehen des Stopfens zur Deckung gebracht werden kann.
- Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
- Figur 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Verschlusses ist;
- Figur 2 eine Draufsicht auf das Verschlussteil und den Stopfen aus Figur 1 ist;
- Figur 3 eine schematische Schnittansicht des Verschlusses aus Figur 1 ist;
- Figur 4 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht des Verschlusses aus Figur 1 ist;
- Figur 5 eine perspektivische Ansicht des Verbinders aus Figur 1 ist;
- Figur 6 ein Schnitt durch eine alternative Ausführungsform des Verschlussteils ist;
- Figur 7 eine Draufsicht auf den Verbinder zum Eingriff mit dem Verschlussteil aus Figur 6 ist;
- Figur 8 eine Stirnseitenansicht des Verbinders aus Figur 7 ist;
- Figur 9 ein Schnitt entlang der Linien A-A aus Figur 8 ist; und
- Figur 10 ein Schnitt entlang der Linien B-B aus Figur 7 ist.
- Der in den Figuren 1, 2, 3, 4 und 5 dargestellte Verschluss umfasst ein hohles Verschlussteil 1, das einen Einlass 2 aufweist. Das Verschlussteil wird auf dem Hals eines Behälters, beispielsweise mit flüssigem Reinigungsmittel, angebracht.
- Ein drehbarer Stopfen 3 ist innerhalb des Verschlussteils montiert, wobei die Abmessungen des Stopfens 3 und des Teils 1 derart sind, dass eine dichte Passung zwischen den beiden geschaffen wird. Der Stopfen 3 weist einen Durchlass 4 auf und kann zwischen einer ersten geschlossenen Position, in der sich das Einlassende 32 des Durchlasses nicht mit dem Auslass 2 des Verschlussteils 1 deckt, und einer zweiten Position, in der es dies tut, gedreht werden.
- Um das Produkt aus dem Fass heraus und zum Beispiel in kleinere Behälter zu überführen, wird ein Verbinder 5 verwendet, wobei der Verbinder 5 einen Durchlass 6 besitzt, der einen zu einem Auslass 34 des Durchlasses 4 des Stopfens 3 passenden Einlass 33 aufweist. Der Verbinder 5 kann zum Beispiel mittels eines Produktspunds 7, der in den Durchlass 4 passt, mit dem Stopfen 3 in Eingriff treten. Der Spund 7 greift in einer dichtenden Art und Weise in den Durchlass 4 ein, zum Beispiel mittels eines herkömmlichen O-Rings 8.
- Der Eingriff des Verbinders mit dem Stopfen ermöglicht es, dass der Verbinder den Stopfen zwischen seiner offenen und seiner geschlossenen Position dreht, womit das Verschlussteil geöffnet und geschlossen wird.
- Das Verschlussteil 1 wird von einem allgemein zylindrischen Hohlkörper 10 gebildet, der mittig auf der Innenseite eines Deckels 11 angebracht ist, welcher auf dem Hals 12 einer Behälteröffnung befestigt wird. Das Verschlussteil weist angrenzend an sein offenes Ende 35 einen kreisförmigen Umfangsflansch 36 auf. Der Flansch 36 wird mittels des Deckels 11 gegen das Fass 12 anliegend befestigt. Der Flansch kann zwischen dem Deckel 11 und einer Dichtung 13 eingeschlossen sein. Eine Polyethylenschaum-Dichtringdichtung 13 kann verwendet werden, um eine luftdichte Verbindung zwischen dem Deckel 11 und dem Behälterhals 12 zu erzeugen. Der Deckel kann mit einem Gewinde 37 auf den Hals 12 aufgeschraubt werden, um die Dichtung zusammenzudrücken und einen dichten Verschluss zu bilden. Es versteht sich, dass andere Vorrichtungen, wie beispielsweise Klammern, verwendet werden können, um den Deckel auf dem Behälter zu befestigen.
- Der Einlass 2 des Verschlussteils ist mit einem Aufnehmerrohr 14 verbunden, das sich in den Körper des Fasses und nach unten zum Boden des Fasses erstreckt, um eine Entleerung des Inhalts des Fasses zu gewährleisten.
- Der Stopfen 3 ist ebenfalls im Wesentlichen zylindrisch geformt, passend zu den Abmessungen des Verschlussteils. Der Durchlass 4 weist entlang seiner Länge eine Stufe 15 oder Buchse auf, um das Maß zu begrenzen, bis zu dem der Produktspund 7 eingeführt werden kann, sowie zur Aufnahme des erweiterten Spunddurchmessers verglichen mit dem Durchmesser des Durchlasses 4. Der Stopfen 3 weist auch einen zweiten Durchlass 16 mit einem Einlass 38 in größerer Querschnittsfläche 17 oder Buchse sowie einen Auslass 39 auf. Der Auslass 39 passt auf den Einlass 40 im Verschlussteil 1. Dieser Durchlass läßt Luft in das Fass ein, während das Produkt aus dem Fass entleert wird. Der Durchlass 16 weist eine Stufe 17 zur Aufnahme des verglichen mit dem Durchlass 16 erweiterten Durchmessers des Spunds 20 auf.
- Der Verbinder 5 weist ein Rückschlagventil 19 mit einem Durchlass auf, um Luft einzulassen, und dieses Ventil 19 endet in einem Luftspund 20, der in den Buchsenteil auf dem Luftdurchlass 16 des Stopfens 3 eingeführt wird. Der Spund 20 weist eine Dichtung, zum Beispiel einen herkömmlichen O-Ring 21 auf, der gleich demjenigen des Produktspunds 7 sein kann.
- Beide Spunde 7 und 20 sind mit einer Hinterschneidung 22, 22' ausgebildet, so dass der Durchmesser eines von den Hinterschneidungen 22 und 22' begrenzten Kreises geringfügig kleiner ist als der durch den Radius der kreisförmigen Öffnung 24 des Deckels 11 festgelegte Durchmesser. Wenn sich der Deckel an seinem Platz befindet, legt die Öffnung 24 die äußere Position 42 des Stopfens bloß. Eine derartige Bloßlegung gestattet ein Kuppeln des Verbinders mit dem Stopfen.
- Das Ende des Produktdurchlasses 6 des Verbinders 5 ist an einem Saugrohr 23 angebracht, um es zu ermöglichen, den Inhalt des Fasses in einer herkömmlichen Weise abzusaugen und in andere Behälter zu füllen.
- Wie man am deutlichsten in Figur 2 sieht, weist die Oberseite des Deckels 11 eine im Wesentlichen kreisförmige Öffnung 24 zur Aufnahme der Spunde 7 und 20 des Verbinders 5 auf. Der Durchmesser der Öffnung 24 ist geringfügig größer als der Abstand zwischen den äußeren Rändern der Hinterschneidungen 22, 22' der Spunde. Auf entgegengesetzten Seiten der Öffnung 24 befinden sich erweiterte Abschnitte 25', die das Einführen der Spunde 7, 20 in die Durchlässe 4 und 16 des Stopfens gestatten. Dabei begrenzen die Stufen 15, 17 der Durchlässe zuverlässig das Maß, bis zu dem der Spund eingeführt werden kann.
- In dieser ersten Position, in der die Spunde mit den erweiterten Flächen 25' ausgerichtet sind, deckt sich der Einlass 32 des Durchlasses 4 nicht mit dem Auslass 2 im Verschlussteil 1. Eine Drehung des Stopfens 3, mittels des Verbinders 5, zum Beispiel um 90º, bringt den Durchlass 4 mit dem Einlass 2 zur Deckung, womit es ermöglicht wird, das Produkt aus dem Behälter zu entleeren. Eine Drehung des Verbinders 5 und dadurch des Stopfens 3 wird durch die radialen Vorsprünge 31 begrenzt, die gegen die Erhebungen 30 auf dem Deckel 11 anschlagen. Derartige zusammenwirkende Vorrichtungen auf dem Verbinder und dem Deckel legen die offene Position des Stopfens fest.
- Es versteht sich, dass in dieser zweiten Position die Hinterschneidungen 22, 22' der Spunde mit dem Rand der Öffnung 24 des Deckels 11 in Eingriff treten, so dass der Verbinder 5 nicht abgenommen werden kann. Der Verbinder kann nur abgenommen werden, indem man ihn in die erste Position zurückdreht, in der die Spunde mit den erweiterten Flächen 25' ausgerichtet sind. In dieser Position ist der Einlass 2 geschlossen, und, falls erforderlich, kann der Verbinder vom Stopfen weg gezogen werden, um den Verbinder zu lösen. Der Inhalt des Fasses kann daher nicht versehentlich entleert werden, indem man den Verschluss nach dem Entfernen des Verbinders in der falschen Position beläßt.
- Eine andere Sicherheitsmaßnahme, die verhindert, dass der Inhalt des Fasses in die falschen Behälter gefüllt wird, ist mit Hilfe von Identifikationsschlüsseln und -ausnehmungen vorgesehen. Bei der dargestellten Ausführungsform befinden sich die Schlüssel auf dem Verbinder 5 und die Ausnehmungen befinden sich auf dem Stopfen, jedoch ist dies nicht wesentlich.
- Die Schlüssel werden von einem Paar im Abstand angeordneter Stifte 26, die zum Beispiel zylindrisch geformt sein können, auf derjenigen Seite des Verbinders 5 gebildet, die gegen den Deckel 11 anschlägt. Entsprechend geformte Ausnehmungen 27 sind im Stopfen 3 vorgesehen. Fässer, die unterschiedliche Produkte enthalten, weisen die Ausnehmungen in unterschiedlichen Positionen auf, und Verbinder für unterschiedliche Produkte weisen Nasen in unterschiedlichen Positionen auf. In Figur 2 sind alternative Positionen der Ausnehmungen in unterbrochenen Linien dargestellt. Dies bedeutet, dass nur ein für ein spezielles Fass ausgestalteter Verbinder mit diesem Fass verbunden werden kann, womit ein falsches Befüllen von Behältern verhindert wird.
- Ein System aus zwei Stiften und sechs Ausnehmungen ergibt fünfzehn verschiedene Permutationen für herzustellende Verbindungen. Falls gewünscht, können die Verbinder und Deckel zur Unterstützung der Benutzer, welche die richtigen Verbinder und Fässer auswählen, auch mit einer Farbcodierung versehen werden.
- Der Spund 7 für das Produkt weist ein Rückschlagventil 28 auf, das verhindert, dass Produkt aus dem Saugrohr entweicht, wenn der Verbinder vom Fass abgenommen wird. Ebenso weist der Durchlass für Luft durch den Verbinder 5 ein Rückschlagventil 19 auf, um eine Verdampfung aus dem Fass zu verhindern.
- Aus einer Erörterung der Komponenten für den Fassverschluss wird offensichtlich, dass die Montage in einer praktischen, sicheren Art und Weise erfolgen kann. Wie ersichtlich ist, kann das Fass versandt werden, wobei das Verschlussteil mittels des Deckels 11 am Fass befestigt ist. Der Benutzer braucht dann nur den entsprechenden Verbinder 5 mit dem Verschlussteil zu kuppeln, um den Verschluss zum Abgeben von Flüssigkeiten aus dem Behälter fertigzustellen. Alternativ kann der Verschluss vor Ort montiert werden. Der normale Fassdeckel kann abgenommen und das Verschlussteil in das Fass eingeführt werden, wobei der Flansch 36 verhindert, dass das Verschlussteil ins Innere des Fasses fällt. Die Dichtung 13 kann auf dem Hals der Fassöffnung bleiben. Der Stopfen 3 wird dann in das Verschlussteil 1 eingesetzt, und dieser Teil der Montage beendet, indem man den Deckel 11 aufschraubt, der eine Öffnung 24 enthält, um einen Zugang zum bloßliegenden Teil 42 des Stopfens zu ermöglichen. Der Verbinder 5 kann dann mit dem Stopfen verbunden werden, um die Montage abzuschließen, und, falls erwünscht, um 90º gedreht werden, um die Verbindungen auszurichten. Wenn die Verbindungen beide geschlossen sind, ist somit das Fass verschlossen. Nach der Drehung werden jedoch die Produkteinlass- und Lufteinlass-Verbindungen hergestellt, um eine Abgabe von Flüssigkeit aus dem Inneren des Fasses zu gestatten. Es versteht sich auch, dass die Stifte 26, die als Teil eines Schlüssel/Ausnehmungs-Systems verwendet werden, um sicherzustellen, dass der richtige Verbinder 5 mit demjenigen Fass gekuppelt wird, das die gewünschte Flüssigkeit enthält, auch verwendbar sind, um mit den Ausnehmungen 27 in Eingriff zu treten, um ein Drehmoment vom Verbinder 5 auf den Stopfen 3 zu übertragen. Indem die Stifte 26 das Drehmoment auf den Stopfen übertragen, wird daher ein Verbiegen der Spunde 7 und 20 vermieden, die zerbrechlicher als die Stifte 26 sein können. Die Neigung zum Abbrechen der Spunde 7 und 20 könnte sonst wegen der in den Spundschäften vorgesehenen Hinterschneidungen 22 und 22' ein Problem darstellen.
- Eine alternative Ausführungsform für den Verschluss ist in den Figuren 6 und 7 dargestellt. Der Verschluss 43 weist einen Deckel 44 mit einem Innengewinde 45 auf. Das Gewinde 45 tritt mit einem entsprechenden Gewinde auf dem Hals einer Behälteröffnung in Eingriff. Das Verschlussteil 46 weist die Form einer Buchse mit einen offenen oberen Ende 47 und einem offenen unteren Ende 48 auf. Die Buchse weist zwei abgestufte zylindrische Teilstücke 49 und 50 mit einer Einkerbung 51 auf. Am offenen äußeren Ende des Verschlussteils 46 befindet sich ein Umfangsflansch 52, der auf dem Hals des Behälters ruht, in derselben Art und Weise, in welcher der Flansch 36 bei der Ausführungsform aus Figur 3 verwendet wird. Ein Stopfen 53 ist in das Verschlussteil 46 eingesetzt. Der Stopfen 53 weist entsprechende angepaßte zylindrische Teilstücke 54 und 55 auf, die bei 56 mit einer Stufe versehen sind, so dass sie zur Konfiguration des Verschlussteils passen. Zwischen den Flächen der zylindrischen Teilstücke 54, 55 und dem Verschlussteil 49 und 50 ist eine ziemliche enge Reibpassung vorgesehen, um sicherzustellen, dass zwischen diesen beiden Teilen keine Flüssigkeit hindurchtritt. Das untere Ende 57 des Stopfens ist offen, um das Formen des Bauteils zu erleichtern. Der Stopfen 53 weist die normalen Durchlässe wie bei der Ausführungsform aus Figur 3 auf, und zu Vergleichszwecken sind dieselben Ziffern verwendet worden, um dieselben Aspekte der Durchlässe zu beschreiben. Die Buchse 46 weist einen Einlass 2 für die Flüssigkeit auf, die durch das Rohr 14 nach oben gesaugt wird. Der Durchlass 4 weist einen Einlass 32 und einen Auslass 34 auf. Entsprechend weist die Buchse einen Lufteinlass 40 für die Luft auf, und der Durchlass 16 weist einen Auslass 39 und einen Lufteinlass 38 auf. Der Deckel 44 weist eine Öffnung 58 auf, um einen Zugang zum oberen Teil 59 des Stopfens 53 zu ermöglichen. Ein Siegel 60 ist über diesem bloßliegenden Teil des Stopfens 59 vorgesehen. Im Gebrauch kann dieses Siegel 60 entfernt werden, bevor der Verbinder 62 mit dem Verschluss 43 gekuppelt wird. Das Siegel 60 dient dazu, das bloßliegende Ende des Stopfens während eines Versands und dergleichen zu schützen. Das Siegel kann eine Membran sein, die leicht durchstochen und/oder entfernt werden kann, oder es kann eine Klebemembran sein, die eine Lasche aufweist und abgezogen wird, um das bloßliegende Ende des Stopfens zu enthüllen.
- Das bloßliegende Ende des Stopfens ist in Bezug zur Öffnung 58 im Deckel 44 vertieft angeordnet. Somit erstreckt sich die Spundanordnung 63 in Bezug zum Bodenteil 64 des Verbinders 62 nach unten. Die Spunde 7 und 20 werden in die entsprechenden Buchsen 74 und 75 des Stopfens 53 eingeführt. Eine Hinterschneidung bei 65 kann vorgesehen sein, die sich mit dem Rand der Öffnung 58 überlagert, in der Art und Weise, die hinsichtlich der Hinterschneidung 22, 22' und des Randes der Öffnung 24 des Deckels 11 der Figuren 1 und 2 beschrieben worden ist, um den Verbinder 62 festzuhalten, wenn die Öffnungen des Stopfens mit den Öffnungen in der Buchse fluchten. Wie bei der Ausführungsform aus Figur 1 können der Verbinder und/oder das Verschlussteil geeignete Anschläge (nicht dargestellt) aufweisen, um zumindest die offene Position festzulegen.
- Wie in Figur 8 in Stirnseitenansicht dargestellt, sind die jeweiligen Spunde 7 und 20 zum Zweck des Hindurchtritts von Flüssigkeit und Luft durch die jeweiligen Durchlässe 4 und 16 vorgesehen. Ebenfalls auf der Unterseite des Verbinders 62 sind die passenden Stifte 26 vorgesehen, die als Schlüssel- Vorrichtungen verwendet werden, um sicherzustellen, dass der richtige Verbinder 5 mit dem entsprechenden Verschlussteil 43 zusammengepasst wird. Wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt, werden bezüglich der Durchlässe 4 und 16 geeignete Rückschlagventile verwendet. In Figur 9 ist das Rückschlagventil für die Spunde und somit das Einwegventil vorgesehen, das den Flüssigkeitsstrom aus dem Fass steuert. Das Ventil besteht aus einer Kugel 66, die bei 67 federbelastet ist. Wenn Flüssigkeit aus dem Behälter gesaugt wird, bewegt sich die Kugel entgegen dem Federdruck und gestattet es, dass Fluid durch den Spund fließt. Entsprechend ist das Rückschlagventil 68, wie in Figur 10 dargestellt, für den Luftdurchlass vorgesehen. Wenn Luft in das System gesaugt wird, bewegt sich die Kugel 69 entgegen dem Federdruck 70 und gestattet, dass sich Luft in den Durchlass 72 bewegt, der mit dem entsprechenden Spund 20 des Verbinders 62 verbunden ist. Auch beim Verbinder 62 ist in der üblichen Weise ein Schlauch, wie beispielsweise der Schlauch 23, mit demjenigen Durchlass verbunden, der mit dem Spund 7 in Verbindung steht, um die herausgesaugte Flüssigkeit an die gewünschte Gebrauchsposition abzugeben.
- Die erfindungsgemäßen Verschlüsse sorgen für ein schnelles, festes und sicheres Verbinden und Lösen eines Saugrohrs mit bzw. von einem Fass. Die komplizierteren und daher teueren Teile, zum Beispiel das Produkt- und Luftventil, werden eher im wiederverwendbaren Verbinder anstatt im zurückzugebenden Fass vorgesehen. Zudem befinden sich jegliche Elastomer- Bauteile im Verbinder, nicht im Fass. Dies verringert die Gefahr eines chemischen Angriffs, vergrößert den Bereich von Chemikalien, die verwendet werden können, und nützt dem Recycling. Außerdem wird ein Recycling des Fasses gefördert, da dort keine zu trennenden verschiedenartigen Materialien sind. Die anderen Teile des Verbinders und des Fasses sind aus Polypropylen oder Polyethylen geformt.
- Andere Vorteile und Merkmale des Systems schließen eine Produktidentifikation oder -kennzeichnung durch 15 oder mehr mögliche Codes ein, wie durch das Stiftschlüsselsystem bereitgestellt. Da die Materialien aus Polypropylen oder Polyethylen bestehen, können derartige Plastomere gefärbt werden, um eine Farbcodierung für den Verbinder und das Verschlussteil zu schaffen. Die Verwendung eines von einem Verschluss getrennten Verbinders sorgt für ein schnelles Verbinden/Trennen mit automatischem Verschließen des Verbinders und des Verschlussteils, wenn die beiden Einheiten auseinandergezogen werden. Für das Verschließen des Verbinders wird aufgrund der Rückschlagventile in den Spunden 7 und 20 gesorgt. Außerdem wird mit dem Belüftungssystem für das Fass eine Lösungsmittelverdunstung und ein Verschütten vermieden. Wenn sich der Verschluss in der geschlossenen Position befindet, kann sich Luft nicht in das Fass oder aus dem Fass heraus bewegen. Dieses Merkmal ist immer gewährleistet, weil der Stopfen in der geschlossenen Position sein muss, um ein Entfernen des Verbinders von der Verschlussvorrichtung zu ermöglichen. Ein anderer Vorteil des Verschlusses mit dem Stopfen im hohlen Verschlussteil besteht darin, dass im Verschlussteil kein wesentliches Flüssigkeitsvolumen zurückgehalten wird, wenn der Verbinder entfernt wird.
- Obwohl bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung hier ausführlich beschrieben sind, ist für den Fachmann klar, dass Veränderungen daran vorgenommen werden können, ohne die Erfindung oder den Umfang der beigefügten Patentansprüche zu verlassen.
Claims (14)
1. Verschluss zum Ermöglichen des Entleerens des Inhalts
eines Behälters, umfassend:
ein hohles Verschlussteil (1) für einen Behälter, wobei
das Verschlussteil eine zylindrische Innenwand und einen
Auslass (2) für den Inhalt aufweist;
einen im Verschlussteil angebrachten drehbaren Stopfen
(3), wobei der Stopfen einen ersten Durchlass (4) für den
Inhalt mit einem Einlass (32) und einem Auslass (34) aufweist,
wobei der Stopfen eine zylindrische Außenwand aufweist und
zwischen einer ersten geschlossenen Position, in der sich der
Einlass (32) des Durchlasses nicht mit dem Verschlussteil-
Auslass (2) deckt, und einer zweiten offenen Position drehbar
ist, in der sich der Einlass (32) mit dem Verschlussteil-
Auslass deckt, um den Hindurchtritt des Inhalts in den
Durchlass (4) zu ermöglichen;
eine Einrichtung (11) zum Festhalten des Verschlussteils
(1) in einem Behälter, wobei die Halteeinrichtung (11) einen
äußeren Teil des drehbaren Stopfens (3) bloßlegt, wobei der
bloßliegende Teil den Auslass (34) des ersten Durchlasses
darin aufweist,
einen Verbinder (5) zum Überführen des Inhalts aus dem
Behälter heraus, wobei der Verbinder eine Einrichtung zum
Eingriff mit dem bloßliegenden Teil des Stopfens aufweist,
wobei der Verbinder einen zweiten Durchlass (6) mit einem
Einlass (33) in Verbindung mit dem Auslass des ersten
Durchlasses aufweist, wodurch der Verbinder, wenn er mit dem
Stopfen (3) im Eingriff steht, gedreht werden kann, um den
Stopfen in die offene Position oder in die geschlossene
Position zu drehen,
dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass (2) des
Verschlussteils und der Einlass (32) des drehbaren Stopfens in
der zylindrischen Innenwand des Verschlussteils bzw. in der
zylindrischen Außenwand des Stopfens liegen, und dass die
zylindrische Innen- und Außenwand im Wesentlichen
zusammenpassende Durchmesserabmessungen aufweisen, so dass für
einen dichten Verschluss dazwischen gesorgt ist.
2. Verschluss nach Anspruch 1, bei welchem der Stopfen einen
dritten Durchlass für Luft mit einem Einlass und einem Auslass
aufweist, wobei sich der Einlass des dritten Durchlasses im
bloßliegenden Teil des Stopfens befindet und im Abstand vom
Auslass des ersten Durchlasses angeordnet ist, wobei das
Verschlussteil einen Einlass zum Zuführen von Luft in einen
Behälter aufweist, mit dem sich der Auslass des dritten
Durchlasses beim Drehen des Stopfens in die offene Position
deckt.
3. Verschluss nach Anspruch 2, bei welchem der Verbinder
einen vierten Durchlass mit einem Einlass und einem Auslass
aufweist, wobei der Auslass des vierten Durchlasses mit dem
Einlass des dritten Durchlasses verbunden ist, wenn der
Verbinder mit dem bloßliegenden Teil des Stopfens im Eingriff
steht.
4. Verschluss nach Anspruch 3, bei welchem der erste und
zweite Durchlass und der dritte und vierte Durchlass
miteinander verbunden sind und durch eine Spund- und
Buchsenkupplung miteinander kommunizieren.
5. Verschluss nach Anspruch 3, bei welchem im zweiten
Durchlass ein erstes Rückschlagventil vorgesehen ist, um für
einen Einwegdurchfluss aus dem ersten Durchlass durch den
zweiten Durchlass zu sorgen, und im vierten Durchlass ein
zweites Rückschlagventil vorgesehen ist, um für einen
Einwegdurchfluss aus dem vierten Durchlass durch den dritten
Durchlass zu sorgen.
6. Verschluss nach Anspruch 1, bei welchem die
Rückhalteeinrichtung ein Deckel für eine Behälteröffnung ist,
wobei der Deckel eine offene Oberseite aufweist, um für einen
Zugang zum bloßliegenden Teil des Stopfens zu sorgen.
7. Verschluss nach Anspruch 6, bei welchem das hohle
Verschlussteil ein offenes äußeres Ende aufweist, in das der
Stopfen eingesetzt ist, wobei das Verschlussteil benachbart
zum offenen äußeren Ende einen kreisförmigen Umfangsflansch
aufweist, und wobei der Deckel das Verschlussteil in einer
Behälteröffnung durch Festklemmen des Flansches gegen eine
solche Behälteröffnung festhält.
8. Verschluss nach Anspruch 1, bei welchem das hohle
Verschlussteil ein offenes äußeres Ende und ein offenes
inneres Ende aufweist, um eine Buchse zur Anbringung in einer
Behälteröffnung bereitzustellen, wobei die Buchse den Auslass
des Verschlussteils aufweist, und wobei der Stopfen das offene
äußere Ende gegenüber dem Behälterinhalt verschließt, wenn er
in die Hülse eingesetzt ist.
9. Verschluss nach Anspruch 1, bei welchem die Einrichtung
zum Eingriff mit dem bloßliegenden Teil des Stopfens aus dem
Verbinder ragende Stifte umfasst, die von Ausnehmungen im
bloßliegenden Teil aufgenommen werden, wobei die Stifte in die
Ausnehmungen eingreifen, um den Stopfen zu drehen, wenn der
Verbinder gedreht wird.
10. Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem der
Stopfen und der Verbinder jeweilige Identifikationsschlüssel
oder -ausnehmungen aufweisen.
11. Verschluss nach Anspruch 3, bei welchem auf dem Verbinder
ein Paar Identifikationsschlüssel zum Eingriff mit einem
entsprechenden Paar Ausnehmungen im Stopfen vorgesehen ist.
12. Verschluss nach Anspruch 6, bei welchem der Verbinder und
der Deckel zusammenwirkende Einrichtungen aufweisen, die eine
Drehung des Stopfens in der offenen Position anhalten.
13. Verschluss nach Anspruch 1, bei welchem eine Einrichtung
vorgesehen ist, um den bloßliegenden Teil des Stopfens
abzudecken, wobei die Abdeckeinrichtung entfernbar ist, um
einen Eingriff des Verbinders mit dem bloßliegenden Teil des
Stopfens zu ermöglichen.
14. Verschluss nach Anspruch 6, bei welchem auf dem
bloßliegenden Teil ein Abziehmembransiegel vorgesehen ist,
wobei der Deckel abgenommen wird, um ein Entfernen des
Membransiegels zu ermöglichen, und wobei der Verbinder mit dem
Stopfen im Eingriff steht, wenn sich der Deckel an seinem
Platz auf dem Behälter befindet.
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