DE69315007T2 - Verfahren zur Herstellung von Carbapenem-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbapenem-Derivaten

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DE69315007T2
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Hiroshi Horikawa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D477/00Heterocyclic compounds containing 1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. carbapenicillins, thienamycins; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulphur-containing hetero ring
    • C07D477/02Preparation
    • C07D477/04Preparation by forming the ring or condensed ring systems

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Description

  • Diese Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung eines Carbapenem-Derivates mit antimikrobieller Aktivität und ein synthisches Zwischenprodukt dafür.
  • Stand der Technik
  • Es sind mehrere Verfahren zur Herstellung der Carbapenem- Derivate bekannt, die ausgezeichnete antimikrobielle Aktivitäten gegenüber einer großen Vielzahl von patogenen Bakterien einschließlich Gram-positiven und Gran-negativen Bakterien, insbesondere gegen Cephem-resistente Bakterien aufzeigen, und in dem lebenden Körper stabil sind. Zum Beispiel offenbart die erste japanische Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 103084/1987 ein Verfahren zur Herstellung eines antimikrobiellen Carbapenems, das die Behandlung eines 4-(Phenylthiocarbonylethyl)-2- azetidinonderivates mit Natriumhydrid, Einfangen eines Nebenproduktes; Thiolbildung mit einem Alkylierungsmittel (z.B. Jodmethan), weitere Reaktion des Produktes mit Diphenylchlorphosphat, unter Erhalt eines 2- Oxycarbapenemderivates, mit anschließender Reaktion des Produktes mit einer Thiolverbindung umfaßt.
  • EP-A-0 186 525, EP-A-0 008 497 und EP-A-0 057 565 offenbaren Verfahren zur Herstellung eines Carbapenem-Derivates durch Ringschlußeliminierung eines Azetidinons mit einem -C(=PR&sub3;)COOR²-Substituenten an der 1-Position.
  • EP-A-0 256 377 offenbart die Bildung eines Carbapenemderivates durch Ringschluß eines Azetidinons mit einem -CH&sub2;COOR&sub2;-Substituenten an der 1-Position und einen CNEHCOY-Substituenten an der 2-Position, worin -COY ein reaktiver Rest ist.
  • Kurze Beschreibung der Erfindung.
  • Ein Ziel dieser Erfindung liegt darin, ein neues und industriell nützliches Verfahren zur Herstellung eines antimikrobiellen Carbapenems sowie ein synthetisches Zwischenprodukt dafür anzugeben.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Entsprechend dieser Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Carbapenem-Derivates der Formel (I) angegeben:
  • worin R¹ eine geschützte oder nicht geschützte, hydroxysubstituierte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe ist; R² ein Wasserstoffatom oder ein Esterrest ist, R³ ein Wasserstoffatom oder eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe ist; und R&sup4; ausgewählt ist aus einer wahlweise substituierten C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylgruppe, einer wahlweise substituierten C&sub3;&submin;&sub8;- Cycloalkylgruppe, einer wahlweise substituierten 6- bis 8- gliedrigen Arylgruppe, einer wahlweise substituierten 4-bis 8-gliedrigen, alizyklischen, heterozyklischen Gruppe, die ein Stickstoffatom, ein Sauerstoffaton und/oder ein Schwefelatom enthält, oder einer kondensierten Ringgruppe davon oder einer wahlweise substituierten 4- bis 8-gliedrigen, aromatischen, heterozyklischen Gruppe, die ein Stickstoffatom, ein Sauerstoffatom und/oder ein Schwefelatom enthält, oder einer kondensierten Ringgruppe davon, wobei der wahlweise Substituent der obigen Gruppen für R&sup4; eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe, eine Hydroxygruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxygruppe, eine Mono- oder Di-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylaminogruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;- Alkenoylalkoxycarbonylaminogruppe, eine Mercaptogruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylthiogruppe, eine Imino-C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylaminogruppe, eine Amidinogruppe, eine Guanidinogruppe, eine Carbamoylgruppe, eine Thiocarbamoylgruppe, ein Sulfamoylgruppe, eine Cyanogruppe, eine Carboxylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;- Alkoxycarbonylgruppe, eine Aralkyloxycarbonylgruppe, eine Oxogruppe, eine Thioxogruppe, eine Halogenogruppe, eine C&sub3;&submin;&sub6;&sub8;- Cycloalkylgruppe, eine 6- bis 8-gliedrige Arylgruppe, eine 4- bis 8-gliedrige alizyklische, heterozyklische Gruppe mit einen Stickstoffatom, einem Sauerstoffatom und/oder einem Schwefelatom, oder eine kondensierte Ringgruppe davon oder eine 4- bis 8-gliedrige, aromatische, heterozyklische Gruppe mit einem Stickstoffatom, einem Sauerstoffatom und/oder einem Schwefelatom oder eine kondensierte Ringgruppe davon ist; wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:
  • (i) Behandlung einer Azetidinonverbindung der Formel (II):
  • worin R¹, R², R³ und R&sup4; wie oben definiert sind oder eines Salzes davon mit einer Base und einem Silylierungsmittel,
  • (ii) ohne Isolieren des Produktes des Schrittes (i), Behandeln dieses mit einem aktiven Veresterungsmitel für eine Hydroxygruppe, und
  • (iii) wenn R¹ eine geschützte hydroxy-substituierte C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylgruppe und/oder R² ein Esterrest ist, wahlweise Entfernen der Schutzgruppe von der hydroxysubstituierten C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe und/oder des Esterrestes.
  • In dieser Erfindung ist die Gruppe, dargestellt durch R¹, bevorzugt eine geschützte oder ungeschützte 1- Hydroxyethylgruppe, und eine Schutzgruppe für die Hydroxygrupe kann irgendeine sein, die durch ein konventionelles Entfernungsverfahren leicht entfernt werden kann, z.B. eine (C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy)carbonylgruppe, eine Halogeno(C&sub1;&submin;&sub6;-alkoxy)carbonylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Phenyl-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe (z.B. ein Benzyl, das wahlweise durch Nitro oder ein C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy substituiet sein kann), eine Tri-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylsilylgruppe und eine substituierte oder unsubstituierte Phenyl- (C&sub1;&submin;&sub6;-alkoxy) carbonylgruppe (z.B. ein Benzyloxycarbonyl, das wahlweise durch Nitro oder eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxygruppe substituiert sein kann.
  • Der Esterrest, dargestellt durch R², ist ein Esterrest, der in dem lebenden Körper durch Hydrolyse metabolisiert werden kann, oder ein Esterrest, der eine Schutzgruppe für eine Carboxylgruppe sein kann. Der Esterrest, der in dem lebenden Körper durch Hydrolyse metabolisiert werden kann, umfaßt Gruppen der Formeln: -X-OCOR&sup5;, -X-OCO&sub2;R&sup5; und -X-O-R&sup5;, worin X eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylengruppe, R&sup5; eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;-
  • Cycloalkylgruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;-Alkenoylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy- C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe oder eine C&sub2;&submin;&sub8;-Alkanoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe ist, zum Beispiel eine C&sub2;&submin;&sub8;-Alkanoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub4;&submin;&sub9;-Cycloalkanoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;- alkenoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy-C&sub2;&submin;&sub8;- alkanoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub2;&submin;&sub8;-Alkanoyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;- alkoxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkoxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine (C&sub1;&submin;&sub6;- Alkoxy)carbonyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe und eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxy(C&sub1;&submin;&sub6;-alkoxy)carbonyloxy-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe ist.
  • Der Esterrest, der eine Schutzgruppe für die Carboxylgruppe sein kann, umfaßt zum Beispiel eine C&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, eine C&sub2;&submin;&sub8;-Alkenylgruppe, eine Halogeno-c&sub1;&submin;&sub6;-alkylgruppe, Nitrobenzylgruppe und eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxybenzhydrylgruppe.
  • Die Gruppe, dargestellt durch R³ ist Wasserstoffatom oder eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe wie Methyl.
  • Die Gruppe der Formel -SR&sup4; ist eine, wie oben beschrieben.
  • Diese Gruppen sind solche, die ein Substituent an der 2- Position eines antinikrobiellen Carbapenems sein können.
  • Spezifische Beispiele der Gruppe, dargestellt durch R&sup4;, sind eine 2-(N-Allyloxycarbonylamino)ethylgruppe, eine 1,3- Thiazol-4-ylmethylgruppe, Thioxopyrrolidinylgruppe und eine Pyridylgruppe.
  • In dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die intramolekulare Zyklisierungsreaktion der Verbindung der Formel (II) und die Eliminierungsreaktion der Gruppe der Formel:-SR&sup4; durch Behandlung der Verbindung (II) mit einer Base und einem Silylierungsmittel in einem geeigneten Lösungsmittel durchgeführt. Die Base umfaßt z.B.ein Metallsalz eines Amins (z.B. Natriumbis(trimethylsilyl)amid, Lithiumbis(trimethylsilyl)amid, etc.); ein Metallsalz eines Alkohols (z.B. Kalium-t-butoxid, etc.); oder ein Alkalinetallhydrid (z.B.Natriumhydrid, etc.). Die Base wird üblicherweise in einer Menge von 1 bis 4 Äquivalenten, bevorzugt 2 bis 3 Äquivalenten zu der Ausgangsverbindung verwendet.
  • Das Silylierungsmittel umfaßt z.B. ein Tri-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylhalogenosilan (z.B. Trimethylchlorsilan, t- Butyldimethylchlorsilan, etc.) oder ein Tetrahalogenosilan (z.B. Tetrachlorsilan, etc.) . Das Silylierungsmittel wird üblicherweise in einer Menge von 0,1 bis 3 Aquialenten, bevorzugt 1 bis 2 Äquivalenten zur Ausgangsverbindung verwendet.
  • Die Behandlung durch diese Basen und Silylierungsmittel kann bevorzugt zuerst durch Behandeln der Verbindung (II) mit einer Base und anschließend mit einem Silylierungsmittel oder umgekehrt durchgeführt werden.
  • Das Lösungsmittel umfaßt z.B. Tetrahydrofuran, Ethylenglycoldimethylether, Dioxan, Toluol, Diethylether oder Benzol.
  • Die Reaktion wird unter Kühlen oder bei Raumtemperatur, z.B. bei einer Tempeatur von -75 bis 30ºC, bevorzugt bei einer Temperatur von -60 bis 5ºC durchgeführt. Die anschließende Readditionsreaktion der eliminierten Gruppe der Formel -SR&sup4; an die 2-Position des Carbapenem-Gerüstes durch das intramolekular zyklisierte Produkt kann bevorzugt durch Behandeln der oben erhaltenen Reaktionslösung mit einem aktiven Veresterungsmittel für die Hydroxygruppe durchgeführt werden. Das aktive Veresterungsmittel für die Hydroxygruppe umfaßt ein reaktives Derivat (z.B. ein entsprechendes Säurehalogenid, ein entsprechendes Säureanhydrid, etc.) einer Phosphorsäureverbindung oder Sulfonsäureverbindung, wie Diarylphosphat (z.B. Diphenylphosphat, etc.), ein Di-C&sub1;&submin;&sub6;- alkylphosphat (z.B. Diethylphosphat, etc.), eine substituierte oder unsubstituierte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkansulfonsäure (z.B. Methansulfonsäure, Trifluormethansulfonsäure, etc.) oder eine substituierte oder unsubstituierte Benzolsulfonsäure (z.B. Benzolsulfonsäure, P- Methoxybenzolsulfonsäure, etc.) . Das aktive Veresterungsmittel für die Hydroxygruppe wird üblicherweise in einer Menge von 1 bis 3 Äquivalenten, bevorzugt 1 bis 1,5 Äquivalenten zu der Ausgangsverbindung verwendet.
  • Die Readditionsreaktion wird bei der gleichen Temperatur wie für die intranolekulare Zyklisierungsreaktion der Verbindung (II) und die Eliminierungsreaktion der Gruppe der Formel -SR&sup4;, wie oben erwähnt, durchgeführt.
  • Bei dem Schritt der Readditionsreaktion der eliminierten Gruppe der Formel -SR&sup4; kann, falls erforderlich, die Reaktionslösung, die durch Behandeln mit einem aktiven Veresterungsmittel für die Hydroxygruppe erhalten ist, mit einem Fluorid behandelt werden. Die Ausbeute der gewünschten Verbindung (I) kann durch die Fluoridbehandlung erhöht werden.
  • Das Fluorid umfaßt zum Beispiel ein Alkalimetallfluorid, (z.B. Kaliumfluorid, Natriumfluorid, Cäsiumfluord, etc.); ein Erdalkalimetallfluorid (z.B. Calciumfluorid, etc.); oder ein Hydrogenfluorid von anorganischen oder organischen Ammen (z.B. Ammoniumfluorid, ein Tri-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylammoniumfluorid, ein Benzyldi-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylammoniumfluorid, Pyridiniumfluorid, etc.) Das Fluorid wird üblicherweise in einer Menge von 0,1 bis 3 Äquivalenten, bevorzugt 0,5 bis 1,5 Äquialenten zu der Aus gangsverbindung verwendet.
  • Die Ausgangsverbindung (II) dieser Erfindung kann in dem Verfahren dieser Erfindung entweder in freier Form oder in der Form eines Salzes davon verwendet werden. Das Salz der Verbindung (II) ist zum Beispiel Hydrochlond, Sulfat, Acetat, Methansufonat oder p-Toluolsulfonat.
  • Bei dem Verfahren dieser Erfindung existiert die Ausgangsverbindung (II) in der Form eines optischen Isomers aufgrund des asymmetrischen Kohlenstoffes davon. Wenn jedoch eine optisch aktive Verbindung (II) in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird, reagiert die Verbindung (II) unter Beibehaltung der Stereostruktur davon, die umgewandelt werden soll, ohne Epimerisierung in die gewünschte Verbindung (I).
  • Das resultierende Carbapenemderivat (I), worin R¹ die geschützte hydroxysubstituierte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe und/oder R² der Esterrest ist, kann in das entsprechende Carbapenenderivat (I), worin R¹ die hydroxysubstituierte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe und/oder R² Wasserstoffatom ist, durch die Entfernung der Schutzgruppe für die hydroxysubstituierte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe und/oder den Esterrest umgewandelt werden.
  • Die Ausgangsverbindung (II) dieser Erfindung kann leicht durch ein konventionelles Verfahren hergestellt werden, z.B. durch Reaktion einer Verbindung der Formel (III):
  • worin R¹ und R³ gleich sind wie oben definiert, mit einer Verbindung der Formel (IV):
  • Y-CH&sub2;-COOR² [IV]
  • worin Y ein Halogenatom und R² gleich ist wie oben definiert, in der Gegenwart eines Säureakzeptors mit anschließender Reaktion des Produktes mit einer Verbindung der Formel (V):
  • H-SR&sup4; [V]
  • worin R&sup4; gleich ist wie oben definiert, in der Gegenwart eines Dehydratisierungsmittels.
  • Beispiele
  • Diese Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele und Referenzbeispiele detaillierter erläutert, aber sollte nicht als darauf beschränkt verstanden werden.
  • Beispiel 1
  • Eine Lösung aus (3S,4S)-3-[(1R)-1-t- Butyldimethylsilyloxyethyl]-4-((1R)-1-(((4R)-pyrrolidin-2- thion-4-ylthio)carbonyl)-ethyl)-1-(allyloxycarbonylmethyl)-2- azetidinon (1028 g) in Tetrahydrofuran (6 ml) wird tropfenweise zu einer lM Lösung (6,6 ml) Natriumbis(trimethylsilyl)amid in Tetrahydrofuran bei -60ºC bis -50ºC über eine Periode von 5 Minuten gegeben. Die Mischung wird bei -50ºC für 10 Minuten gerührt, und dazu wird Trinethylchlorsilan (0,58 ml) bei -60ºC gegeben. Die Mischung wird bei der gleichen Temperatur über 15 Minuten gerührt, und Diphenylchlorphosphat (0,44 ml) wird bei -60ºC zugegeben. Die Mischung wird für 1,5 h bei 0ºC gerührt, und zu der Reaktionsmischung wird Dimethylformamid (10 ml) bei 0ºC gegeben, und weiterhin wird tropfenweise eine 1M Lösung (1,6 ml) Tetra-n-butylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran bei -60ºC gegeben. Die Mischung wird 30 Minuten bei -50ºC gerührt und über eine Periode von 1 h auf -20ºC erwärmt. Nach Vollendung der Reaktion wird die Reaktionslösung in einen Phosphatpuffer (pH 7,0, 20 ml) gegossen, und die Mischung wird mit Ethylacetatextrahiert. Die wässrige Schicht wird mit Ethylacetat extrahiert, und die Ethylacetatschichten werden kombiniert, zweimal mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rest wird durch Silicagel- Säulenchromatographie (Lösungsmittel: n- Hexan:Chloroform:Ethylacetat = 5:5:4) gereinigt, unter Erhalt von (1R,55,65)-2-((4R)-Pyrrolidin-2-thion-4-ylthio)-6- ((1R)-1-t-butyldimethylsilyloxyethyl)-1-methylcarbapen-2-em- 3-carbonsäureallylester (575 mg). Schmelzpunkt: 130 bis 133ºC.
  • Beispiele 2 bis 4
  • Die in Tabelle 1 angegebenen Ausgangsverbindungen (II-a) werden auf gleiche Weise wie bei Beispiel 1 behandelt, unter Erhalt der gewünschten Verbindungen (I-a): Tabelle 1
  • Beispiel 5
  • Eine Mischung aus (1R,5S,6S)-2-((4R)-Pyrrolidin-2-thion-4- ylthio)-6-((1R)-1-t-butyldimethylsilyloxyethyl)-1- metylcarbapen-2-em-3-carbonsüaureallylester (1,00 g), Dimethylformamid (10 ml) und Ammoniumhydrogenfluorid (459 mg) wird bei Raumtemperatur 3 Tage gerührt. Zu der Reaktionslösung wird ein Phosphatputfer (pH 7,0) gegeben und die Mischung mit Ethylacetat extahiert. Die organische Schicht wird mit einem Phosphatpuffer gewaschen, und beide Phosphatpufferschichten werden kombiniert und mit Ethylacetat extrahiert. Die organischen Schichten werden kombiniert, gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert. Der resultierende Rest wird von einer Mischung aus Ethylacetat und n-Hexan (2:1) kristallisiert, unter Erhalt von (1R,5S, 6S) -2-((4R)-Pyrrolidin-2-thion-4-ylthio)-6- ((1R)-1-hydroxyethyl)-1-methylcarbapen-2-em-3- carbonsäureallylester (657 mg). Das Filtrat der obigen Kristallisierung wird unter vermindertem Druck konzentriert und der Rest wird durch Silicagel-Flash-Säulenchromatographie (Lösungsmittel: Chloroform:Ethanol = 30:1) gereinigt und weiterhin von einer Mischung aus Ethylacetat und n-Hexan (2:1) kristallisiert, unter Erhalt von (1R,5S,6S)-2-((4R)- Pyrrolidin-2-thion-4-ylthio)-6-((1R)-1-hydroxyethyl)-1nethylcarbapen-2-em-3-carbonsäureallylester (24 mg) Ausbeute: 88,4%, Schmelzpunkt 144-145ºC
  • Beispiel 6
  • Eine Mischung aus Natriumhydrogencarbonat (0,84 g) in Wasser (10 ml), Dimedon (0,84 g) und Tetrahydrofuran (80 ml) wird durch Ultraschall behandelt, und Palladiumdiacetat (0,11 g) und Triethylphosphit (0,58 g) werden unter Stickstoffatmosphäre zugegeben und die Mischung für drei Minuten gerührt. Zu der Mischung wird (1R,5S,6S)-2((4R)- Pyrrolidin-2-thion-4-ylthio)-6-((1R)-1-hydroxyethyl)-1- methylcarbapen-2-em-3-carbonsäureallylester (3,83 g) gegeben und die Mischung bei 35 bis 37ºC für 45 Minuten gerührt. Die Mischung wird 30 Minuten bei 5ºC gerührt, und die ausgefällten Kristalle werden durch Filtation gesammelt, mit Tetrahydrofuran gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet, unter Erhalt von (1R,5S,6S)-2-((4R)-Pyrrolidin-2- thion-4-ylthio)-6-((1R)-1-hydroxyethyl)-1-methylcarbapen-2- en-3-carbonsäurenatriumsalz (3,28 g). Ausbeute: 90%, NMR (D&sub2;O) 8: 1,22 (3H, d, J=7 Hz), 1,31 (3H, d, J = 6 Hz), 2,87 - 3,07 (1H, m), 3,20 - 3,60 (3H, m), 3,55 - 3,72 (1H, n); 4,05 - 4,35 (4H, m).
  • Referenzbeispiel 1
  • (1) (35,45)-3-((1R)-1-t-Butyldimehylsilyloxyethyl)-4-((1R)- 1-carboxyethyl)-2-azetidinon (6 g) wird in Tetrahydrofuran (250 ml) aufgelöst, und 60%-iges Natriumhydrid (0,796 g) wird bei 10ºC zugegeben und die Mischung bei 20ºC für 20 Minuten gerührt. Zu der Mischung wird t-Butyldimethylsilylchlorid (3 g) bei 10ºC gegeben und die Mischung für 10 Minuten gerührt und unter vermindertem Druck konzentriert, um das Volumen davon zu vierteln. Die konzentrierte Mischung wird für 20 Minuten bei 20ºC gerührt, und dazu wird eine Mischung aus Bromessigsäureallylester (3,56 g) und Tetrahydrofuran (190 ml) gegeben, und weiterhin wird tropfenweise eine 1M Lösung (20 ml) Nariumbis(trimethylsilyl)amid in Tetrahydrofuran bei -50ºC gegeben. Die Mischung wird über eine Periode von 30 Minuten auf 20ºC erwärmt und dann unter vermindertem Druck auf ¼ des Volumens davon konzentriert. Die konzentrierte Mischung wird für 2 h bei 20ºC gerührt und dazu Tetrahydrofuran (190 ml) gegeben, und weiterhin wird tropfenweise eine Lösung aus Kaliumcarbonat (2,8 g) in Wasser (40 ml) bei 1000 gegeben. Die Mischung wird für 15 Minuten bei 2000 gerührt. Zu der Mischung wird verdünnte Salzsäure (Salzsäure (4,29) in Wasser (8 ml)) bei 1000 und dazu 1N Salzsäure (18 ml) unter Eiskühlung gegeben. Die Mischung wird stehengelassen und die organische Schicht gesammelt. Die wässrige Schicht wird mit Chloroform extrahiert, und die organischen Schichten werden kombiniert, über Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rest wird durch Silicagel-Säulenchromatographie (Lösungsmittel: Chloroform TChloroform:Methanol = 98:2) gereinigt, unter Erhalt von (35,45)-3-((1R)-1-t- Butyldimethylsilyloxyethyl)-4-((1R)-1-carboxyethyl)-1- (allyloxycarbonylmethyl)-2-azetidinon (5,7 g) als Öl.
  • NMR (CDCl&sub3;) δ: 0,0 - 0,05 (6H, m), 0,78 (9H, s), 1,1 - 1,25 (6H, m), 2,75 - 2,90 (1H, m), 2,95 - 3,02 (1H, m), 4,0 - 4,12 (2H, m), 3,83, 4,14 (2H, ABq, J=1Bhz), 4,52 - 4,58 (2H, m), 5,15 - 5,85 (2H, m), 5,70 - 5,93 (1H, m)
  • (2) Zu einer Lösung des obigen Produktes (1 g) in Acetonitril (5 ml) wird eine Mischung aus 4- Dimethylaminopyridin (30 mg), (4R)-4-Mercaptopyrrolidin-2thion (336 mg) und Dicyclohexylcarbodiimid (632 mg) bei 1000 gegeben, und die Mischung wird bei der gleichen Temperatur für 20 Stunden gerührt. Die unlöslischen Stoffe werden durch Filtration entfernt und das Filtrat unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rest wird durch Silicagel- Säulenchromatographie (Lösungsmittel: n-Hexan : Chloroform Ethylacetat = 5:5:4) gereinigt, unter Erhalt von (35,45)-3- (1R)-1-t-Butyldimethylsilyloxyethyl)-4-((1R)-1-(((4R)pyrrolidin-2-thion-4-ylthio)carbonyl)ethyl)-1- (allyloxycarbonylmethyl)-2-azetidinon (1073 g) als Öl.
  • NMR (CDCl&sub3;) δ: 0,0 - 0,05 (6H, m), 0,79 (9H, 5), 1,1 - 1,25 (6H, m), 2,7 - 2,85 (1H, m), 2,90 - 3,05 (2H, m), 3,15 - 3,35 (1H, m), 3,40 - 3,50 (1H, m), 3,96 - 4,20 (4H, m), 4,18 3,76 (2H, ABq, J=1Bhz), 4,5 - 4,6 (2H, m), 5,15 - 5,35 (2H, m) , 5,75 - 5,95 (1H, m) , 8,0 - 8,12 (1H, br)
  • Wirkungen der Erfindung
  • Entsprechend dieser Erfindung kann das Carbapenem-Derivat (I), das als antimikrobielles Carbapenem nützlich ist, und ein synthetisches Zwischenprodukt dafür industriell vorteilhafterweise hergestellt werden. Bisher wurden die Carbapenemderivate durch Verwendung einer konventionellen Abspaltgruppe anstelle der Gruppe der Formel -SR&sup4; in der Verbindung (II), Durchführen einer Zyklisierungsreaktion mit der Verbindung, Einfangen der Abspaltgruppe, Reaktion mit einer Gruppe, die ein konventioneller Substituent an der 2- Position der antimikrobiellen Carbapeneme ist, und Entfernen einer eingefangenen Abspaltgruppe hergestellt. Auf der anderen Seite sind in dem erfindungsgemäßen Verfahren die Abspaltgruppe -SR&sup4; und der eingefügte 2-Substituent gleich, und daher wird die gewünschte Verbindung ohne Einfangen und Entfernen der Abspaltgruppe erhalten. Demgemäß können die antimikrobiellen Carbapenem-Derivate leichter durch das erfindungsgemäße Verfahren als durch die konventionellen Verfahren erhalten werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung eines Carbapenem-Derivates der Formel (I)
worin R¹ eine geschützte oder nicht geschützte, hydroxysubstituierte c&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe ist; R² ein Wasserstoffatom oder ein Esterrest ist, R³ ein Wasserstoffatom oder eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe ist; und R&sup4; ausgewählt ist aus einer wahlweise substituierten C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylgruppe, einer wahlweise substituierten C&sub3;&submin;&sub8;- Cycloalkylgruppe, einer wahlweise substituierten 6- bis 8gliedrigen Arylgruppe, einer wahlweise substituierten 4- bis 8-gliedrigen, alizyklischen, heterozyklischen Gruppe, die ein Stickstoffatom, ein Sauerstoffatom und/oder ein Schwefelatom enthält, oder einer kondensierten Ringgruppe davon oder einer wahlweise substituierten 4- bis 8-gliedrigen, aromatischen, heterozyklischen Gruppe, die ein Stickstoffatom, ein Sauerstoffatom und/oder ein Schwefelatom enthält, oder eine kondensierten Ringgruppe davon, wobei der wahlweise Substituent der obigen Gruppen für R&sup4; eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe, eine Hydroxygruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxygruppe, eine Mono- oder Di-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylaminogruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;- Alkenoylalkoxycarbonylaminogruppe, eine Mercaptogruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylthiogruppe, eine Imino-C&sub1;&submin;&sub6;-alkylaminogruppe, eine Amidinogruppe, eine Guanidinogruppe, eine Carbamoylgruppe, eine Thiocarbamoylgruppe, eine Sulfamoylgruppe, eine Cyanogruppe, eine Carboxylgruppe, eine C&sub1;&submin;&sub6;- Alkoxycarbonylgruppe, eine Aralkyloxycarbonylgruppe, eine Oxogruppe, eine Thioxogruppe, eine Halogenogruppe, eine C&sub3;&submin;&sub8;- Cycloalkylgruppe, eine 6- bis 8-gliedrige Arylgruppe, eine 4bis 8-gliedrige, alizyklische, heterozyklische Gruppe mit einem Stickstoffatom, einem Sauerstoffatom und/oder einem Schwefelatom, oder eine kondensierte Ringgruppe davon oder eine 4- bis 8-gliedrige, aromatische, heterozyklische Gruppe mit einem Stickstoffatom, einem Sauerstoffatom und/oder einem Schwefelatom oder eine kondensierte Ringgruppe davon ist; wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:
(i) Behandlung einer Azetidinonverbindung der Formel (II):
worin R¹, R², R³ und R&sup4; wie oben definiert sind oder eines Salzes davon mit einer Base und einen Silylierungsmittel,
(ii) ohne Isolieren des Produktes des Schrittes (i), Behandeln dieses mit einem aktiven Veresterungsmitel für eine Hydroxygruppe, und
(iii) wenn R¹ eine geschützte hydroxy-substituierte C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylgruppe und/oder R² ein Esterrest ist, wahlweise Entfernen der Schutzgruppe von der hydroxysubstituierten C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe und/oder des Esterrestes.
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend den Schritt der Behandlung des Produktes von Schritt (ii) mit einem Fluorid.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin R¹ eine geschützte oder ungeschützte 1-Hydroxyethylgruppe, R³ eine Methylgruppe und R&sup4; eine 2-Thioxopyrrolidin-4-yl-Gruppe ist.
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