DE69227263T2 - Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Aminen

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/82Purification; Separation; Stabilisation; Use of additives
    • C07C209/84Purification

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Description

  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines aliphatischen, tertiären Amins. Aliphatische, tertiäre Amine, die von Talg, Kokosnußöl, Palmöl und dgl. hergestellt sind, sind wichtige Zwischenprodukte für Haus- und industrielle Produkte. Aliphatische tertiäre Amine werden auf einem großen Gebiet verwendet, das einen Weichmacher für Kleidung, ein Antistatikum, ein Benzinadditiv, ein Shampoo, einen Kondionierer, ein Microbiocid und ein Detergens umfaßt.
  • Im Hinblick auf die Herstellung eines aliphatischen Amins ist ein Verfahren zur Erzeugung eines solchen Amins von einem Fett und/oder einem Öl durch eine Fettsäure und ein Nitril und ein Verfahren zur Erzeugung eines Amins von einem Fett und/oder einem Öl durch einen höheren Alkohol bekannt (vergleiche "Kazuhiko Okabe und Hirosi Abe, Yukagaku", Bd. 37, Nr. 7, S. 487, 1988). Jedoch haben aliphatische Amine, die durch diesen konventionellen Verfahren hergestellt sind, Probleme, weil sie bei der Umwandlung davon in Derivate gefärbt werden und ebenfalls trüb werden, wenn sie für eine lange Zeit gelagert werden, unter Erhalt von Produkten, die ein schlechtes Aussehen aufweisen.
  • GB-A-717 680 offenbart die Reinigung von alkylierten Phenylendiaminen durch Behandlung dieser Verbindungen mit alkalischen oder basischen Substanzen. Eine wäßrige oder alkoholische Lösung der alkalischen oder basischen Substanz kann zu dem rohen Diamin oder dem im wesentlichen reinen Diamin zugegeben werden, das von der Mischung durch fraktionierte Destillation unter vermindertem Druck abdestilliert ist. Gemäß den Beispielen wurde Phenylendiamin durch Reaktion von p-Nitroanilin mit Methylethylketon erhalten.
  • DE-A-17 68 743 offenbart die Reinigung von primären, sekundären und tertiären Aminen durch Erwärmen dieser Amine in der Gegenwart von Alkalien und durch anschließendes Durchführen einer Destillation. Dieses Dokument beschreibt, daß primäre, sekundäre und tertiäre Amine von den entsprechenden Nitrilen durch eine katalytische Hydrierung in der Gegenwart von Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin hergestellt werden.
  • EP-A-0 312 253 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N- substituierten Aminen durch Reaktion eines Alkohols oder Aldehyds mit Ammoniak, einem Amin in der Gegenwart eines spezifischen Katalysators. Das Amin kann ein primäres oder sekundäres Amin wie Dimethylamin sein. Der Katalysator ist notwendig zur Entfernung von Wasser, das während der Reaktion gebildet ist. Nach Vollendung der Reaktion wird mit der Reaktionsmischung selbst eine Destillation oder Filtration durchgeführt, um das Reaktionsmittel von dem Katalysator zu trennen. Das durch die Filtration erhaltene N-substituierte Amin kann zu einer sehr reinen Form filtriert werden.
  • Unter diesen Bedingungen liegt das Ziel dieser Erfindung darin, ein Verfahren zur Erzeugung von aliphatischen tertiären Aminen mit hoher Qualität anzugeben, die in nützliche Derivate ohne Färbung oder Trübheit selbst nach langer Lagerung umgewandelt werden können.
  • Diese Erfindung gibt ein Verfahren zur Erzeugung eines aliphatischen, tertiären Amins an, umfassend einen Syntheseschritt eines aliphatischen Amins durch Reaktion eines aliphatischen, primären Alkohols mit Dimethylamin, unter Erhalt eines aliphatischen, tertiären Amins (Schritt I), und zumindest einen Reinigungsschritt (Schritt II) durch Kontaktieren des aliphatischen Amins mit einer wäßrigen Lösung aus einem anorganischen Alkali, Trennen und Wiedergewinnen des aliphatischen Amins von der wäßrigen Lösung aus einem anorganischen Alkali und/oder Kontaktieren des aliphatischen Amins mit Wasser, Trennen und Wiedergewinnen des aliphatischen Amins von Wasser.
  • Der aliphatische primäre Alkohol, der verwendet wird, ist bevorzugt ein gesättigter oder ungesättigter, aliphatischer, primärer Alkohol mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, und die Reaktion dieses Schrittes wird durch die folgende Reaktionsformel dargestellt:
  • worin R eine gesättigte oder ungesättigte, aliphatische Gruppe mit 7 bis 21 Kohlenstoffatomen ist.
  • Bei diesem Schritt werden ein aliphatischer, primärer Alkohol und Dimethylamin bei einem molaren Verhältnis von etwa 1,0 : 1,0 bis 5,0 verwendet, und ein Katalysator, umfassend Cu oder Ni als Hauptkomponente, wird verwendet. Beispiele des Katalysators umfassen Cu-Ni, Cu-Zn und Cu-Co und Katalysatoren, hergestellt durch Zugabe von zumindest einem Element, ausgewählt aus Pd, Pt, Ru und Rh unter den Platinmetallen der Gruppe VIII, zu diesem Katalysator. Die Menge des zu verwendenden Katalysators ist 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf den aliphatischen, primären Alkohol. Die Reaktionstemperatur ist allgemein 150 bis 230ºC, und der Druck ist vom atmosphärischen Druck bis 100 atm (Manometerdruck).
  • Der Katalysator und die Reaktionsbedingungen, die bei diesem Schritt angewandt werden, können jeweils aus solchen ausgewählt werden, die im Schritt (e) verwendbar sind.
  • Die aliphatischen, tertiären Amine (Reaktionsprodukt: aliphatische Amine einschließlich Verunreinigungen), hergestellt durch die obige Reaktion, umfassen solche mit 8 bis 66 Kohlenstoffatomen insgesamt und besondere Beispiele davon umfassen N,N-Dimethyldodecylamin, N,N- Dimethylhexadecylamin und N,N-Dimethyloctadecylamin.
  • Das Reaktionsprodukt, das aliphatische Amin, hergestellt durch Schritt I, wird dann durch zumindest einen Reinigungsschritt gereinigt.
  • Die Menge an Wasser oder einer wäßrigen Lösung eines anorganischen Alkalis, das bei diesem Schritt verwendet wird, ist 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des aliphatischen Amins als Reaktionsprodukt. Der Kontakt des Reaktionsproduktes, des aliphatischen Amins, mit Wasser oder der wäßrigen Lösung eines anorganischen Alkalis wird unter Rühren bei Raumtemperatur bis 150ºC für 0,1 bis 10 h durchgeführt. Das anorganische Alkali ist bevorzugt zumindest eine Verbindung, ausgewählt aus Alkalimetallhydroxiden, Alkalimetallcarbonaten und Alkalimetallhydrogencarbonaten, und spezifische Beispiele davon umfassen Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und Kaliumhydrogencarbonat, die in verschiedenen Formen wie Pulver, wäßrige Lösung und Schüppchen verwendet werden können. Die Menge des verwenden anorganischen Alkalis ist 0,001 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Reaktionsprodukts des aliphatischen Amins. Die Konzentration der wäßrigen Lösung ist bevorzugt 0,1 bis 50 Gew.-%.
  • Das Verfahren dieser Erfindung ergibt ein aliphatisches Amin mit hoher Qualität, das in ein Derivat umgewandelt werden kann, ohne daß es an einer Färbung leidet, und es wird nicht trübe, selbst nach einer langdauernden Lagerung.
  • Referenzbeispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1
  • 600 g Dodecylalkohol (ein Produkt von Kao Corporation; Kalcohl 20) und 3 g (entsprechend 0,5 Gew.-%, bezogen auf den als Ausgangsmaterial verwendeten Alkohol) eines Kupfer- Nickel-Katalysators wurden in einen 1 l-Vierhalskolben gegeben. Das System wurde mit Stickstoff geflutet, während gerührt wurde, und die Temperaturerhöhung des Systems wurde initiiert. Als die Temperatur des Systems 100ºC erreichte, wurde Wasserstoffgas in das System bei einer Fließrate von 40 l/h mit einem Fließmeter geblasen, und die Temperatur des Systems wurde auf eine Reaktionstemperatur, d. h. 200ºC, erhöht. Bei dieser Temperatur wurde die Einführung von Dimethylamingas initiiert und eine Reaktion für 5 h durchgeführt. Nach Vollendung der Reaktion wurde die Reaktionsmischung filtriert, unter Entfernung des Katalysators, wodurch rohes N,N-Dimethyldodecylamin erzeugt wurde. Das rohe N,N-Dimethyldodecylamin wurde in einen 1 l- Vierhalskolben gegeben, mit anschließender Zugabe von 3 g Aktivkohle und 3 g Kyoward 600 S (ein Produkt von Kyowa Chemical Industry Co., Ltd., Hauptkomponenten: Silica 64,9%, Magnesia 13,5%, beides Listenwerte). Der Inhalt wurde bei 90ºC in einer Stickstoffatmosphäre für etwa 2 h gerührt und filtriert, zur Entfernung des Adsorbens. Das Filtrat wurde durch Destillation gereinigt, unter Erhalt von N,N- Dimethyldodecylamin. Die Destillation wurde bei 5 Torr durchgeführt.
  • Das oben hergestellte Amin (Referenzbeispiel 1) und das Amin (Vergleichsbeispiel 1), hergestellt durch die gleiche Vorgehensweise wie oben beschrieben, mit der Ausnahme, daß keine Behandlung mit Aktivkohle und Kyoward 600S vor der Destillation durchgeführt wurde, wurden bezüglich der Qualität unmittelbar nach der Herstellung und nach der Lagerung an Luft bei 60ºC für einen Monat durch das folgende Verfahren ausgewertet, und die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gegeben.
  • < Testverfahren bezüglich der Qualität>
  • Eine Lösung, hergestellt durch Mischen von 20 g einer Amin- Probe mit 20 g Ethanol und 10 g 35%iger Salzsäure, wird bei 60ºC für 15 min gehalten, um die Farbänderung der Lösung mit einem Lovibond-Kolorimeter festzustellen (unter Verwendung einer 5 1/4 Inch-Zelle). Tabelle 1
  • Beispiele 1 und 2 und Vergleichsbeispiel 2
  • Rohes N,N-Dimethylstearylamin wurde auf ähnliche Weise wie bei Referenzbeispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, da Stearylalkohol (ein Produkt von Kao Corporation, Kalcohl 80) anstelle des Dodecylalkohols verwendet wurde. Das rohe N,N- Dimethylstearylamin wurde durch verschiedene Verfahren, die in Tabelle 2 spezifiziert sind, behandelt und durch Destillation gereinigt. Die erhaltenen Amine wurden an Luft bei 30ºC für einen Monat gelagert, um das Aussehen zu überprüfen (ob sie trüb oder klar waren).
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben. Tabelle 2
  • Aus den obigen Ergebnissen ist zu verstehen, daß ein Amin, das selbst nach einer Lagerung für einen Monat nicht trübe wird, durch die Behandlung eines rohen Amins entsprechend dem beanspruchten Verfahren erhalten werden kann.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung eines aliphatischen, tertiären Amins, umfassend einen Schritt der Synthese eines aliphatischen Amins durch Reaktion eines aliphatischen primären Alkohols mit Dimethylamin, unter Erhalt eines aliphatischen tertiären Amins (Schritt I) und zumindest einen Reinigungsschritt (Schritt II) durch Kontaktieren des aliphatischen Amins mit einer wäßrigen Lösung aus einem anorganischen Alkali, Trennen und Wiedergewinnen des aliphatischen Amins von der wäßrigen Lösung eines anorganischen Alkali und/oder Kontaktieren des aliphatischen Amins mit Wasser, Trennen und Wiedergewinnen des aliphatischen Amins von dem Wasser.
2. Verfahren zur Herstellung eines tertiären Amins nach Anspruch 1, worin das verwendete anorganische Alkali zumindest eine Verbindung ist bestehend aus der Gruppe, ausgewählt aus einem Alkalimetallhydroxid, einem Alkalimetallcarbonat und einem Alkalimetallhydrogencarbonat.
3. Verfahren zur Erzeugung eines tertiären Amins nach Anspruch 1 oder 2, worin der Schritt II in einer inerten Atmosphäre durchgeführt wird.
4. Verfahren zur Herstellung eines aliphatische, tertiären Amins nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin das aliphatische Amin eine gesättigte oder ungesättigte, aliphatische Gruppe mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen aufweist.
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