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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seilklemme zur Verwendung in Segelbooten
u.dgl.
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Sie betrifft Klemmen des in US-A-4413382 dargestellten Typs, worin ein Seil durch
einen Klemmechanismus hindurchgeführt wird, der Löcher in einer Vielzahl
schwenkbarer Elemente enthält, wobei in einer Stellung davon die Ränder der Löcher
das Seil fassen und in einer anderen Stellung eine engere Ausrichtung der Achsen der
Löcher und des Seils das Hindurchführen desselben ermöglicht.
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Solche Seilklemmen wiesen den Nachteil auf, daß es bei hohen Lasten schwierig oder
unmöglich ist, das Seil loszulassen. Um dafür Abhilfe zu schaffen, könnte ein
Fixschwenk-Knebelmechanismus verwendet werden, doch dieser funktioniert bei
Seilen, deren Durchmesser sich an den Grenzen des Arbeitsbereichs der Vorrichtung
befinden, nur unzulänglich, da der Winkel der Elemente in einer Stellung mit dem
Durchmesser des Seils variiert und er in bestimmten Winkeln dem Lösegriff nur einen
geringen anfänglichen mechanischen Vorteil bringen und/oder diesen Griff
übermäßigen Belastungen aussetzen würde.
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In EP-A-179302 und 424307 sieht man Seilklemmen, bei denen ein Totgang in einer
Knebelverbindung zwischen dem Lösegriff und Platten zu beobachten ist, die eine
Änderung des Winkels der schwenkbaren Elemente bewirken.
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Die vorliegende Erfindung bietet eine Seilklemme mit einer einstellbaren Verbindung,
um möglichst sicherzustellen, daß der Benutzer der Seilklemme den Lösemechanismus
immer in mechanisch vorteilhafter Weise in Gang setzt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt eine Seilklemme eine variable
Knebelverbindung zwischen einem Lösebetätigungshebel und ihrem
Klemmechanismus, wobei ein Verbindungsglied zwischen dem Griff und dem oder den
Element(en) durch ein Widerlager und eine Öffnung einen Eingriff herstellt, wobei einer
ihrer Ränder eine Vielzahl an Stellen definiert, an der sie am Widerlager angreifen kann.
Die Öffnung ist vorzugsweise im Verbindungsglied angeordnet und das Widerlager ein
mit dem oder den schwenkbaren Element(en) verbundener Kreuzzapfen. Eine derartige
Verbindung bietet den Vorteil, daß sichergestellt wird, daß der Benutzer das Lösen des
Seils in mechanisch vorteilhafter Weise bewirken kann, selbst wenn sich ein Seil an den
Grenzen des Arbeitsbereichs der Klemme in der Vorrichtung befindet. Anders
ausgedrückt ist der Arbeitsbereich der Klemme in bezug auf die Seildurchmesser
weniger durch die Notwendigkeit eingeschränkt, daß der Beutzer beim Starten des
Lösevorgangs einen adäquaten mechanischen Vorteil hat; durch Einnahme der
geeigneten Stellung kann man eine ausreichend hohe Knebewirkung und einen
angemessen großen anfänglichen mechanischen Vorteil in einem breiten Bereich an
Seilgrößen erzielen, da die Stellungseinnahme die nächstmögliche Annäherung an die
Ausrichtung zwischen der Widerlagerstelle und den Achsen der Griffachse und der
Verbindungsschwenkachse über einen Klemmelementwinkelbereich ermöglicht.
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In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Seilklemme eine Vielzahl an
Klemmelementen mit jeweils einer Öffnung, durch die das Seil durchzuführen ist. Die
Klemmelemente können um fixe koplanare und parallele Achsen an ihren Basen
schwenken und sind vorzugsweise schwenkbar an der Spitze mit einem
Verbindungselement verbunden, das sicherstellt, daß die Klemmelemente parallel
zueinander und in einem fixen Abstand voneinander angeordnet bleiben. Die
Öffnungen durch die Klemmelemente sind vorzugsweise in bezug auf die Elemente
schiefwinkelig positioniert. Die Klemmwirkung wird jedenfalls durch eine Last auf dem
Seil bewirkt, die die Klemmelemente in eine Stellung zieht, in der es zickzack-artig in
und zwischen den Elementen eingeschlossen wird.
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Eine Verbindung kann zwei oder mehrere parallele Verbindungselemente aufweisen,
um zwischen dem Hebel und dem Klemmechanismus für die Knebelwirkung zu sorgen.
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Ein Mittel zwischen dem Verbindungselement und dem Lösegriff kann vorgesehen sein,
um sicherzustellen, daß sich der Lösegriff und die Verbindung im Gleichklang zu
bewegen trachten, bis die richtige Stelle eingenommen ist: Ein Beispiel dafür ist
Reibung zwischen ihnen.
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Es folgt eine Beschreibung einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die bei gelegten Zeichnungen, worin:
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Fig.1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung ist;
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Fig.2 eine Endansicht in Richtung des Pfeils II von Fig.1 ist;
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Fig.3 eine Seitenansicht wie in Fig.1 ist, wobei jedoch eine Seitenplatte entfernt ist und
die Figur teilweise im Schnitt entlang der Linie III-III von Fig.1 dargestellt ist;
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Figuren 4, 5 und 6 gleiche Seitenansichten wie Fig.3 sind, die jedoch die
Ausführungsform darstellen, die in Seile unterschiedlicher Durchmesser eingreift; und
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Fig.7 eine Reihenanordnung von Ausführungsformen darstellt.
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Wie aus Figuren 1 und 2 ersichtlich, besitzt die Seilklemme 1 Seitenplatten 2, 3, die
dazwischen Ringe 4, 5 einschließen, die einen Seilweg durch die Klemme hindurch
definieren. Klemmelemente 7 sind schwenkbar auf Achsschenkeln 6 angeordnet und
definieren einen Durchgang 8 variabler Breite im Weg, wie dies weiter unten
ausführlich beschrieben wird. Ein Griff 9 wird ebenfalls zwischen den Seitenplatten
geschwenkt und ist händisch in Aufwärtsdrehung schwenkbar (in Fig.1 im
Uhrzeigersinn), um die Klemmelemente zu betätigen. Der Griff 9 besteht vorzugsweise
aus einem Kunststoffmaterial, das mit einer offenzelligen Unterfläche geformt ist.
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Schrauben 10 halten die Seitenplatten 2, 3 zu ihrer Oberkante hin zusammen; an ihrer
Unterkante werden sie durch Klauen 11 von Platten 12, 13 (Fig.3) gehalten, die in
Löcher in einer Bodenfläche 14 der jeweiligen Seitenplatten eingreifen. Die Klauen 11
besitzen vorzugsweise verkeilende Seitenflächen (nicht dargestellt), um die
Seitenplatten beim Hinunterziehen der Platten 12, 13 miteinander zu verklemmen.
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Bezugnehmend auf Fig.3 sieht man fünf Klemmelemente 7. Jedes besitzt ein gegabeltes
unteres Ende, das in nach außen gerichteten Achsschenkeln 6 endet, die schwenkbar in
Öffnungen in den Seitenplatten eingreifen und so für die Elemente eine Vielzahl
paralleler Schwenkachsen definieren.
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Jedes Element 7 besitzt in seinem oberen Abschnitt eine Öffnung 15 - siehe die zwei
geschnittenen Elemente 7 in Fig. 3. In dieser Ausführungsform sind die Öffnungen
gegenüber beiden lateralen Seiten der Elemente geschlossen. Jede Öffnung besitzt obere
und untere Oberflächen 16, 17, die in einem Winkel zur allgemeinen Ebene 18 des
Elements geneigt sind (in diesem Fall etwa 65-70º). Die im Querschnitt dargestellten
Oberflächen sind jedoch etwas gekrümmt und an 19, 20 gerundet, wo sie die
Vorderflächen der Elemente schneiden würden.
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An ihrem oberen Ende weisen die Elemente 7 nach außen gerichtete Achsschenkel 21
auf. In diese greifen Verbindungsplatten 22 ein (eine auf jeder lateralen Seite der
Elemente 7), um zu bewirken, daß alle Elemente in Gleichklang schwenken und ihre
Ebenen 18 parallel halten.
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Aus den lateralen Außenseiten der Verbindungsplatten 22 ragt ein Kreuzzapfen 23, der
vorzugsweise aus einem Walzzylinder aus Federstahl besteht. Dieser wirkt als
Widerlager in einem variablen Knebelmechanismus, der den Betätigungshebel, den
Griff 9, mit dem durch die Elemente 7 gebildeten Klemmechanismus verbindet.
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Der Griff 9 wird zwischen den Seitenplatten an der Achse 24 geschwenkt. Der
Knebelmechanismus besitzt eine Schwenkachse 25, die den Griff durchdringt und auf
der Verbinderplatten 26, die seitlich außerhalb des Griffes 9 und der
Verbindungsplatten 22 liegen, relativ zum Griff 9 schwenken können. Die Platten 26
weisen jedoch Reibungswiderstand gegen dieses Schwenken auf, der vorzugsweise
durch nicht dargestellte Reibungs- oder Federunterlegscheiben geleistet wird, die
zwischen den Platten 26 und den Seiten des Griffs eingeschlossen sind.
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Jede Platte 26 besitzt eine im allgemeinen dreieckige darin ausgebildete Öffnung 27. An
ihrem vom Drehpunkt 25 entfernten Rand 28 weist jede Öffnung eine Vielzahl an durch
Bögen bzw. Welungen definierte Eingriffsstellen 29 auf. Der Abstand der
verschiedenen Bögen vom Drehpunkt 25 ist unterschiedlich, wobei die niedrigsten
Bögen am nähesten und die höchsten am weitesten davon entfernt sind.
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Das Widerlager 23 ragt in die Öffnung 27 und dient dem Eingriff mit ihren Rändern und
insbesondere mit den Stellen 29 auf dem Rand 28.
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Fig.3 zeigt auch, daß die Seitenplatten Verstärkungsvorsprünge 30, 31 um die
Schwenkachse 24 und die Achsen der Achsschenkel 6 und dazwischen verlaufende
Verstärkungsrippen 32 aufweisen und daß die Platte 13 aufrechte Fortsätze 33 besitzen,
die eine überhängende Nase 34 enthalten, die die Achsschenkel 6 des äußersten
Elements 7 einschließt. Die Platten 12, 13 besitzen Öffnungen für die Aufnahme von
nicht dargestellten Bolzen o.dgl. zur Befestigung der Klemme auf dem Deck 35 eines
Boots, indem sie nach unten auf dieses Deck festgezogen werden. Es ist auch ein
elastischer Block 36 vorhanden, der durch seine Basis in einem Schlitz zwischen den
Bodenflächen 14 der Platten 2,3 eingeschlossen ist und bewirkt, daß die Elemente 7 hin
zu einer gegen den Uhrzeigersinn geschwenkten Stellung gedrückt werden.
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Dies ist eine seilfassende Stellung, wie dies unter besonderer Bezugnahme auf Figuren 4
bis 6 erklärt wird. Eine Stellung, in der die Elemente im Uhrzeigersinn geschwenkt
werden, ermöglicht eine maximale Verbreiterung des Durchgangskanals 8 und das
Loslassen des durch sie hindurchgeführten Seils; alternativ dazu kann in dieser Stellung
ein Seil in die Klemme eingebracht werden, indem es in einen der Ringe 4, 5 geführt
wird.
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Ein Seil 40, 41, 42 wird in der Seilklemme 1 durch die Kraft der Last (nach links in den
Figuren) befestigt, die dazu neigt, die Schrägheit der Klemmelemente 7 zu verstärken,
wodurch der Kanal 8, in dem sich das Seil befindet, verengt und das Seil durch die
oberen und unteren Ränder 16, 17 der Öffnungen 15 und insbesondere durch ihre
abgerundeten Ecken 19, 20 gefaßt wird. Eine zusätzliche Last auf dem Seil 40 bewirkt
eine weitere Abwinkelung der Klemmelemente 7 gegen den Uhrzeigersinn und
demnach ein noch stärkeres Fassen des Seils 2 durch die Seilklemme.
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Es ist erforderlich, daß die Klemmelemente 7 während des Fassens eines Seils je nach
dessen Durchmesser eine Vielzahl an Klemmwinkeln einnehmen. Man vergleiche die
Winkel, die die Klemmelemente 7 einnehmen, wenn sie sich in ihren Klemmpositionen
befinden - siehe Figuren 4, 5 bzw. 6, worin die Seile 40, 41, 42 jeweils kleinere
Durchmesser aufweisen (Dl > D2 > D3). Trotz der unterschiedlichen Winkel ermöglicht
es die Tatsache, daß sich die Stellen 29', 29", 29''' in verschiedenen Abständen vom
Drehpunkt 25 befinden, dem Lösegriff 9, die Lösewirkung auf die Elemente 7 durch den
Knebelmechanismus bei einer Position 9', 9", 9''' in ausreichender Nähe zum
maximalen mechanischen Vorteil bei einer Vielzahl von Klemmwinkeln der Elemente
auszuüben.
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Das anfängliche Heben des Griffs 9 bewirkt, daß die Verbinderplatten 26 mit diesem
mitgezogen werden, da es zu Reibung zwischen ihnen und dem Griff am Drehpunkt 25
kommt, bis der Stift 23 in die geeignete Eingriffsstelle 29 eingegriffen hat. Das weitere
Heben des Lösegriffs 9 bewirkt, daß die Verbinderplatten 26 um 25 schwenken,
wodurch ein Zug auf die Verbindungsplatten 22 ausgeübt wird und die Klemmelemente
7 in eine Stellung gezogen werden, die die Größe des Kanals 8 durch sie erhöht, bis das
Seil 40, 41, 42 losgelassen wird.
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Obwohl die obige Ausführungsform mit einem Knebelmechanismus einschließlich
eines Paars paralleler Plattenverbinderelemente 26 beschrieben wurde, ist es möglich,
eine einzige Platte bei jenen Anwendungen vorzusehen, wo leichte Lasten beteiligt
sind, oder eine Vielzahl von drei oder mehr vorzusehen, wenn man sehr schwere Lasten
erwarten kann. Ebenso kann die Anzahl an Klemmelementen größer oder kleiner als die
dargestellte Anzahl sein - im Bedarfsfall sogar nur ein einziges Element.
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Einheiten der erfindungsgemäßen Ausführungsform können - wie aus Fig.7
ersichtlich -in einer Reihe angeordnet sein. Hier bestehen die Griffe 9 aus getrennten und einzeln
betätigten Klemmen (wie beschrieben), die auf Seile 43, 44, 45 einwirken, die zu
verschiedenen Betriebsbereichen des Boots führen.
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Die Seitenplatte 2 ist nach wie vor vorhanden, doch die Zwischenseitenplatte 3 ist
durch ein doppelseitiges Formteil 46 ersetzt, das angrenzende Einheiten in der in Fig.7
dargestellten Reihenanordnung vereint.