DE69207648T2 - Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F259/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of halogen containing monomers as defined in group C08F14/00

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Pfropfcopolymers. Sie betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers, bei dem der verwendete Initiator ein Merkmal ist, und wodurch das Pfropfverfahren verbessert wird.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Pfropfcopolymerisation auf ein halogenhaltiges Harz.
  • Stand der Technik
  • Copolymere in Form eines "Kammes" haben "Zweig"-Polymere, die auf ein "Rückgrat" oder "Rumpf"-Polymer mittels chemischer Bindungen aufgepfropft sind, werden im allgemeinen als Pfropfcopolymere bezeichnet, einschließlich solcher, bei denen "Zweig"-Polymere mit niedrigem Molekulargewicht vorliegen.
  • Während man Pfropfcopolymere in Form eines Kammes herstellt mittels Methoden zum chemischen Binden eines Polymers für die Zweige (typischerweise ein sogenanntes Makromonomer), das zuvor als Polymer für das Rückgrat hergestellt wurde, wird die Pfropfcopolymerisationsmethode als eine übliche Methode angesehen, umfassend die Bildung eines Polymers für Zweige und von Zweigen, mittels der "in situ"-Methode, d.h. spezieller gesagt als eine Polymerisation eines Monomeren zur Ausbildung des Polymers für Zweige in Gegenwart eines Polymers als Rückgrat.
  • Die übliche Methode schließt die Methode ein, bei welcher das Polymer für das Rückgrat in geschmolzener Form, als Lösung oder als Dispersion (z.B. Emulsion oder Suspension) vorliegt, was aber nicht immer problemfrei ist.
  • Insbesondere wird bei der Methode, bei der ein Monomer für ein Zweigpolymer in Gegenwart eines Rückgratpolymers in geschmolzenem Zustand copolymerisiert wird, kein weiteres Verfahren zum Pfropfen erforderlich, weil das Verfahren in einem Schmelzkneter, der in einem Extruder vorgesehen ist, durchgeführt werden kann, wobei die Umsetzung bei einer Temperatur erfolgt, die gleich oder größer als der Schmelzpunkt des als Rückgrat verwendeten Polymers ist, wie etwa 200ºC, wobei man diese Methode in der Praxis nicht in solchen Fällen anwenden kann, bei denen das zu verwendende Monomer dazu neigt, thermisch zerstört zu werden, oder flüchtig ist, oder gegenüber Metall korrosiv wirkt. Solche Probleme treten zwar nicht auf, wenn das Rückgratpolymer in Form einer Lösung vorliegt, aber dann bleibt immer noch das Problem, das verwendete Lösungsmittel zurückzugewinnen, welches ein organisches Lösungsmittel ist, wenn das als Rückgrat verwendete Polymer nicht ein in Wasser lösliches Polymer ist. Weiterhin muß man das Pfropfcopolymer in Form einer Lösung aus dem verwendeten Lösungsmittel gewinnen, und zwar aus der Lösung beispielsweise durch Abdestillieren des verwendeten Lösungsmittels oder durch Zugabe eines mit dem copolymer weniger verträglichen Lösungsmittels, sofern das Pfropfcopolymer nicht als solches in Form einer Lösung verwendet wird.
  • Andererseits hat das Verfahren, bei welchem das Rückgratpolymer in Form einer Dispersion angewendet wird, nicht die vorerwähnten Probleme und in der Praxis wird dies bereits im großen Umfang, z.B. bei der Herstellung von sogenannten ABS-Harzen, bei denen Acrylnitril und Styrol in einem Polybutadienlatex polymerisiert werden, angewendet.
  • Bei jeder der vorerwähnten Methoden neigt das Monomer, das als Monomer für das Zweigpolymer verwendet wird, und das in Gegenwart des Rückgratpolymers polymerisiert werden soll, dazu, selbst zu polymerisieren, anstatt auf das Rückgratpolymer pfropfpolymerisiert zu werden, so daß das Problem besteht, daß das "Pfropfverhältnis", also das Verhältnis des pfropfcopolymerisierten Monomers zur Gesamtmenge des verwendeten Monomers nicht ausreichend erhöht werden kann, sofern man nicht spezielle Überlegungen zum Einleiten der Polymerisation des Monomeren für das Zweigpolymer vorsieht. Zwar tritt kein ernsthaftes Problem auf durch das Vorhandensein eines nicht-"gepfropften" Polymers, bei dem praktisch keine "Zweige" vorliegen, und es werden sogar gewisse Vorteile erzielt durch das Vorhandensein eines nichtgepfropften oder nichtverzweigten Polymers, wie beispielsweise im Falle von ABS-Harz, bei dem das copolymer aus Styrol und Acrylnitril, das nicht auf das Polybutadien aufgepfropft wurde, den Harzteil des ABS-Harzes bildet, jedoch ist es wünschenswert, ein Pfropfverhältnis zu haben, das so hoch wie möglich ist, hinsichtlich der eigentlichen Absicht, Pfropfcopolymere herzustellen.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die vorerwähnten Probleme zu lösen, und zwar durch die Verwendung eines speziellen Polymerisations-Initiierungssystems, das mit dem Rückgratpolymer cooperiert und Polymerisations- Initiierungsstellen auf dem Polymer erzeugt.
  • Mit anderen Worten umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers, daß man ein ethylenisch ungesättigtes Monomer einer Polymerisation einleitenden Bedingung unterwirft, die aus der Umsetzung eines halogenhaltigen Polymers, das in einem polaren Lösungsmittel dispergiert ist, mit einer Kombination eines Reduktionsmittels und eines Phasenübertragungskatalysators, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Oniumverbindungen und ionophoren Verbindungen resultiert, und dadurch das Monomer polymerisiert.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Polymerisations-Einleitungssystem werden Radikale an den Stellen erzeugt, an denen Halogenatome in einem Rückgratpolymer gebunden sind, und somit wird die Polymerisation des für die Verzweigung vorgesehenen Mcnomers an den Stellen initiiert, so daß ein Polymer aus dem Monomeren selbst praktisch nicht gebildet wird, ausgenommen in einem Fall, bei dem ein solches Polymer durch Kettenübertragung, die unvermeidbar eintreten kann, ausgebildet wird.
  • Zwar ist das Verfahren auf die Verwendung eines halogenhaltigen Polymers als Rückgratpolymer begrenzt, aber Homopolymere oder Copolymere von Vinyl- oder Vinylidenhalogeniden, die ein spezielles Beispiel für halogenhaltige Polymere sind, sind weitverbreitete Harze, und solche weitverbreiteten Harze werden durch die vorliegende Erfindung wegen ihrer Vermischbarkeit mit anderen Harzen verbessert.
  • Weiterhin kann man ein halogenfreies Harz, wie Polypropylen, leicht zu einem "halogenhaltigen Polymer" für die vorliegende Erfindung halogenieren, und dadurch werden die Probleme, die halogenfreien Harzen eigen sind, wie die Oberflächeninaktivität oder die schlechte Vermischbarkeit mit anderen Harzen, gelöst, und dies bedeutet, daß die vorliegende Erfindung ausgesprochen nützlich ist.
  • Das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren ist eine typische Emulsionspolymerisation oder Suspensionspolymerisation, bei welcher naturgemäß die vorher erwähnten Probleme, die bei einer Schmelzpolymerisation oder Lösungspolymerisation auftreten, nicht vorkommen.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFUHRUNGSFORMEN Halogenhaltiges Polymer
  • Das halogenhaltige Polymer kann theoretisch ein solches sein, das wenigstens ein Halogenatom pro Molekül des Polymers gebunden hat. In der Polymerchemie ist bekannt, daß ein Polymer Moleküle mit unterschiedlichen Molekulargewichten umfaßt, was auf die sogenannte "Polymolekularität" einer solchen hochmolekulargewichtigen Verbindung zurückzuführen ist, und infolgedessen ist es durchaus möglich, daß einige Moleküle in einem gegebenen "halogenhaltigen Polymer" keine Halogene enthalten. Jedoch soll das halogenhaltige Polymer ein solches sein, das eine signifikante Menge an Halogen enthält, z.B. ein solches mit einem Gehalt an Chloratomen in einer Menge von 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Polymer, wobei die obere Grenze etwa 85 Gew.-% ist.
  • Die Halogene können Fluor, Chlor, Brom und Jod sein, und sind vorzugsweise Chlor und Brom, und ganz besonders bevorzugt Chlor.
  • Das halogenhaltige Polymer kann ein solches sein, das erhalten wurde durch Polymerisation eines halogenhaltigen Monomers oder das halogenierte Derivat eines halogenfreien Polymers oder ein Halogen-enthaltendes Polymer, das beispielsweise durch Direkthalogenierung oder Halogensubstitution erhalten wurde. In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, daß das zu halogenierende Polymer ein Polymer sein kann, das bereits ein Halogenatom enthält. Auch kann das Halogen-enthaltende Polymer selbst oder der Vorläufer dafür, nämlich ein halogenfreies Polymer kristallin oder amorph sein.
  • Zwar ist das für die Pfropfcopolymerisation gemäß der vorliegenden Erfindung verwendete halogenhaltige Polymer nicht speziell hinsichtlich des Molekulargewichtes beschränkt, aber es hat vorzugsweise ein Zahlendurchschnitts- Molekulargewicht im Bereich von 1.000 oder mehr, und noch bevorzugter 2.000 oder mehr, und noch mehr bevorzugt 3.000 oder mehr, und zwar hinsichtlich der physikalischen Eigenschaften oder dem Verhalten des erhaltenen Pfropfcopolymers. Hat das verwendete halogenhaltige Polymer ein Zahlendurchschnitts-Molekulargewicht unterhalb 1.000, dann kann das Problem auftreten, daß die Rückgratkette nicht die Eigenschaften als Polymer oder als Harz zeigt. In diesem Zusammenhang ist das verwendete halogenhaltige Polymer nicht hinsichtlich der Obergrenze des Molekulargewichtes begrenzt, und schließt auch solche ein, die vernetzt sind, und bei denen das Molekulargewicht deshalb unendlich ist.
  • Spezielle Beispiele für bei der vorliegenden Erfindung verwendete halogenhaltige Polymer schließen ein (a) halogenierte Olefin mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie chlorierte Polypropylen oder chlorierte Polyethylene; Polyvinylchloride, chlorierte Polyvinylchloride, Polyvinylidenchloride, Poly(tetrafluorethylen), Poly(trifluorethylen), Poly(difluorethylen), Poly(trifluormonochlorethylen), Polychloropren, Poly(1- chlorobutadien-butadien) oder weiter halogenierte Derivate davon, (b) halogenierte Produkte von thermoplastischen Harzen, wie Ionomerharze, AAS-Harze, AES-Harze, AS-Harze, MBS-Harze, Ethylen-Vinylchlorid-Copolymerharze, Ethylen- Vinylacetat-Copolymere, (Ethylen-Vinylacetat)-Vinylchlorid- Pfropfcopolymere, Polyvinylacetate, Phenoxyharze, Polybutadiene, Polyacetale, Polyamide, Polyamidimide, Polyallylate, Polyimide, Polyetheretherketone, Polyethylenterephthalate, Polycarbonate, Polystyrole, Polysulfone, Polyphenylenether, Polyphenylensulfite, Polybutylenterephthalate, Polymethylmethacrylate, Polymethylterpene und dergl.; (c) halogenierte Produkte von wärmehärtbaren Harzen, wie Guanaminharze, Diallylphthalatharze, Vinylesterharze, Phenolharze, ungesättigte Polyesterharze, Furanharze, Polyurethane, Melaminharze, Harnstoffharze und dergl.; (d) halogenierte Derivate von Harzen für Klebemittel und Anstrichfarben wie Isobutylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymerharze, Epoxyharze, Xylolharze, Cumaronharze, Ketonharze, Vinylpropionatharze, Polyethylenoxide, Polyterpene, Polyvinalalkohole, Polyvinylether, Polyvinylbutyrale, Polyvinylformale, Maleinsäureharze, Resorzinharze, Carboxyvinylharze und dergl.; (e) halogenierte Produkte von Kautschuken, wie Styrolbutadienkautschuke, Butadienkautschuke, Isoprenkautschuke, Ethylen-Propylenkautschuke, Ethylen- Propylen-dienkautschuke, Nitril-Butadienkautschuke, Chloroprenkautschuke, Butylkautschuke, Urethankautschuke, Siliconkautschuke, Thiole, Fluorkautschuke, Acrylkautschuke, chlorsulfoniertes Polyethylen, Epichlorhydrinkautschuke, Propylenoxidkautschuke, Ethylen-Vinylacetatkautschuke, Ethylen-Acrylsäurekautschuke, Norbornenkautschuke, Styrol- Isoprenkautschuke und dergl.; und (f) halogenierte Produkte von Siliconen, Cellulosederivaten, Polyglutaminsäuren und dergl.
  • Von diesen Polymeren sind solche, bei denen man bei der vorliegenden Erfindung die meisten Vorteile hat, halogenierte Polyolefine unter der Gruppe (a) vorzugsweise halogenierte Poly(C&sub2;-C&sub1;&sub0;-Olefine), noch bevorzugter chlorinierte Poly(C&sub2;- C&sub4;-Olefine), weil die inerten Polyolefine durch die erfindungsgemäße Pfropfcopolymerisation modifiziert werden.
  • Die Polymerisation-initiierende Stelle für das Monomer ist eine Stelle, an welcher ein Halogenatom an das Stammpolymer gebunden ist, und somit hängt die Molekularstruktur des erhaltenen Pfropfcopolymers davon ab, wo die Stellen der Halogenatome in dem halogenhaltigen Polymer sind. Deshalb erhält man ein Pfropfcopolymer mit verzweigten Polymeren als Seitenketten von einem halogenhaltigen Polymer als Rückgrat, bei dem Halogenatome längs der Molekularkette verteilt sind. Ein Blockcopolymer vom AB-Typ kann synthetisiert werden mit einem halogenhaltigen Polymer, dessen Halogenatome an seiner Endgruppe sind, und ein Blockcopolymer vom ABA-Typ kann man synthetisieren, indem man ein halogenhaltiges Polymer verwendet, dessen Halogenatome an den Endgruppen sind. Die Herstellung dieser Copolymere kann man als Spezialfälle für das erfindungsgemäße Verfahren ansehen.
  • Das verwendete halogenhaltige Polymer kann fest oder flüssig sein, wobei das Polymer als Feststoff, vorzugsweise eine Teilchengröße hat, deren Teilchen so klein wie möglich sind, weil das ethylenisch ungesättigte Monomer dann leicht in die halogenhaltige Polymermasse imprägniert werden kann.
  • Reduktionsmittel
  • Als bei der vorliegenden Erfindung verwendbares Reduktionsmittel kann jede Verbindung mit Reduktionsaktivität verwendet werden.
  • Bevorzugte Reduktionsmittel sind jedoch lösliche Dithionsäuren und deren Salze, und lösliche Phosphinsäuren und deren Salze. Von diesen werden Alkaldithionite, insbesondere das Natriumsalz (Na&sub2;S&sub2;O&sub4;) und Alkaliphosphinate, insbesondere das Natriumsalz (Na&sub2;PH&sub2;O&sub2;) und ganz besonders Natriumdithionit bevorzugt.
  • Das Reduktionsmittel wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 - 50 Gew.-Teilen, noch bevorzugter 0,5 - 20 Gew.-Teile, und ganz besonders bevorzugt 1 bis 10 Gew.-Teile, pro 100 Gew.-Teile des verwendeten halogenhaltigen Polymers verwendet. Wird das Reduktionsmittel in einer Menge unterhalb des vorerwähnten Bereiches verwendet, dann findet im wesentlichen keine Pfropfreaktion statt. Übersteigt die Menge des Reduktionsmittels den Bereich, dann hat dies nicht nur keinen Sinn, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit wird nicht mehr erhöht, und es können Probleme hinsichtlich der Qualität eintreten aufgrund der Anhaftung an der Oberfläche des gewonnenen Pfropfcopolymers.
  • Phasenübergangskatalysator
  • Der Phasenübergangskatalysator, der zusammen mit dem vorerwähnten Reduktionsmittel verwendet wird, ist eine Oniumverbindung oder eine ionophore Verbindung.
  • (1) Oniumverbindung
  • Als typische Oniumverbindungen können quaternäre Ammoniumverbindungen und quaternäre Phosphoniumverbindungen erwähnt werden.
  • (a) Quaternäre Alkyl- oder Aralkylammoniumverbindungen
  • Als quaternäre Ammoniumverbindungen können quaternäre Verbindungen von Alkyl- oder Aralkylaminen, wie quaternäre Ammoniumsalze der Formel (1) als spezielles Beispiel:
  • R¹&sub3;N+R²X&supmin; (1)
  • erwähnt werden, wobei R¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, R² eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe und X&supmin; ein Chloridanion, ein Bromidanion, ein Jodidanion oder HSO&sub4;&supmin; bedeutet.
  • Ein weiteres spezielles Beispiel für eine quaternäre Ammoniumverbindung schließt quaternäre Pyridinium- oder Picoliniumsalze der Formel
  • ein, worin R³ ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, R&sup4; ein Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe und X&supmin; die gleiche Bedeutung, wie oben angegeben, hat.
  • (b) Quaternäre Phosphoniumverbindung
  • Als spezielles Beispiel für eine quaternäre Phosphoniumverbindung können quaternäre Phosphoniumsalze der Formel
  • R&sup5;&sub4;P+X&supmin; (3)
  • erwähnt werden, worin R&sup5; eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, und X die vorher angegebene Bedeutung hat.
  • (2) Ionophore Verbindung
  • Eine weitere Gruppe der bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Phasenübergangskatalysatoren sind ionophore Verbindungen. Insbesondere können ionophore Verbindungen, wie Kronenether, Azokronen, Thiakronen, Cryptanden und dergl. genannt werden. Ausführliches über diese Kronenverbindungen findet man bei R.M. Izatt & J. J. Christensen: SYNTHETIC MULTIDENTATE MACROCYCLIC COMPOUNDS, Academic Presse, N.Y., 1978.
  • Der Phasenübergangskatalysator bei der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise ein quaternäres Ammoniumsalz, insbesondere ein quaternäres Ammoniumhalogenidsalz. Der Phasenübergangskatalysator wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 50 Gew.-Teilen, noch bevorzugter 0,2 bis 20 Gew.- Teilen und ganz besonders bevorzugt ,5 bis 10 Gew.-Teilen, pro 100 Gew.-Teile des verwendeten halogenhaltigen Polymers verwendet. Wird der Phasenübergangskatalysator in einer geringeren Menge als dem vorerwähnten Bereich erwähnt, dann findet praktisch keine Pfropfreaktion statt. Übersteigt der Phasenübergangskatalysator den obigen Bereich, dann macht dies nicht nur keinen Sinn, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit wird nicht mehr erhöht, und es kann ein Problem hinsichtlich der Qualität eintreten aufgrund der Anhaftung an der Oberfläche des gewonnen Pfropfcopolymer.
  • Ethylenisch ungesättigtes Monomer
  • Bei dem Pfropfcopolymer gemäß der vorliegenden Erfindung kann jedes ethylenisch ungesättigte Monomer, das "Verzweigungen" bildet, und das radikalisch polymerisierbar ist und eine ethylenisch ungesättigte Doppelbindung hat, verwendet werden.
  • Bei der vorliegenden Erfindung kann man ein oder mehrere solcher Monomere geeigneter Weise verwenden. Beispielsweise können als ethylenisch ungesättigte Monomere erwähnt werden (a) aromatische Monovinylmonomere, wie im Kern- und/oder in der Seitenkette substituierte Styrole, wobei der Substituent ein Niedrigalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, das halogeniert oder nichthalogeniert sein kann, ein Halogenatom und eine Aminogruppe und dergl. sein kann, wie Styrol, p- Chloromethylstyrol, o-Aminostyrol, α-Methylstyrol und dergl.; (b) (Meth)acrylmonomere, wie Säuren, Ester mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen im "Alkyl", die halogeniert sein können oder nicht, die hydroxyliert oder oxygeniert sein können, Nitrile oder Amide, wie (Meth)acrylsäure, Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, n- Butyl(meth)acrylat, i-Butyl(meth)acrylat, t- Butyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat, n- Octyl(meth)acrylat, i-Octyl(meth)acrylat, 1- Methylheptyl(meth)acrylat, n-Nonyl(meth)acrylat, Perfluoroethyl(meth)acrylat, Hydroxyethyl(meth)acrylat, Glycidyl(meth)acrylat, (Meth)acrylonitril, (Meth)acrylamid und dergl.; (c)Vinylhalogenide, wie Vinylchlorid und dergl.; (d) Vinylidenhalogenide, wie Vinylidenchlorid und dergl.; und (e) verschiedene ungesättigte Monomere, wie Vinylacetat, Isobutylen, Vinylidencyanid, Vinylpyrrolidon, Vinylpyridin, N-Vinylcarbazol, Methylvinylketon, Vinylisocyanat, Maleinsäureanhydrid, N-substituiert Maleimide und dergl. Weiterhin können Makromonomere erwähnt werden mit einer radikalisch polymerisierbaren Vinylgruppe im Molekül und einem Rückgrat, umfassend Styrol, ein (Meth)acrylat, Polysiloxan und dergl.
  • In diesem Zusammenhang sind die Ausdrücke "(meth) acrylisch" und "(Meth)acrylat", wie sie hier verwendet werden, allgemeine Namen für Acryl und Methacryl, bzw. Acrylat und Methacrylat, und der Ausdruck "(Meth)acryloxy" ist der allgemeine Name für Acryloxy und Methacryloxy.
  • Polymerisation
  • Bei der erfindungsgemäßen Pfropfpolymerisation nimmt man einen Mechanismus an, bei dem ein aus dem Reduktionsmittel dissozuertes Anion zusammen mit dem Phasenübergangskatalysator einen Komplex bildet, welcher die Halogenstelle im halogenhaltigen Polymer angreift, und das Halogenatom extrahiert unter Erzeugung eines polymeren Radikals, welches dann wiederum als Polymerisationsinitiator zum Initiieren der Polymerisation eines ethylenisch ungesättigten Monomers, das auf das Polymer aufgepfropt wirde, dient. Die vorliegende Erfindung ist jedoch auf diese Theorie nicht beschränkt. Das extrahierte Halogenradikal kann zu einem Kation, das sich von dem Phasenübergangskatalysator ableitet, übergehen und den Phasenübergangskatalysator regenerieren. Auf diese Weise kann die Menge des Phasenübergangskatalysators immer auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Man nimmt an, daß eine Reihe dieser Reaktionen eine radikalische Polymerisation vom Redox-Typ bildet.
  • Wird der vorerwähnte Reaktionsmechanismus durchgeführt, dann kann man die erfindungsgemäße Pfropfpolymersation nach jedem Reaktionsprofil ablaufen lassen. Im allgemeinen verwendet man Wasser oder ein polares Lösungsmittel, wie einen Alkohol, Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid vorzugsweise in wenigstens einer gewissen Menge, um die Ionendissoziation zu beschleunigen, und Wasser ist hinsichtlich der Hygiene, der einfachen Nachbehandlung der Polymerisation und der Kosten das am meisten bevorzugte Lösungsmittel. Das heißt mit anderen Worten, daß die Pfropfpolymerisation vorzugsweise in solcher Weise durchgeführ wird, daß das halogenhaltige Polymer (vorzugsweise in Form eines Pulvers) und das ethylenisch ungesättigte Monomer in einem wäßrigen Lösungsmittel dispergiert werden, d.h. Wasser allein oder eine Mischung aus einem wasserlöslichen polaren Lösungsmittel und Wasser, und daß das Monomer in das halogenhaltige Polymer imprägniert wird. In diesem Falle wird das verwendete Medium vorzugsweise in einer Menge verwendet, die gleich oder mehr als das Gesamtgewicht des halogenhaltigen Polymers und des ethylenisch ungesättigten Monomers beträgt, und vorzugsweise in einem Anteil von etwa dem 2- bis 5-fachen des Gesamtgewichts.
  • Das Polymerisationsmedium kann ein solches sein, bei dem das oben beschriebene polare Lösungsmittel mit einem nichthalogenierten organischen Lösungsmittel kombiniert wird, wodurch das Anquellen des halogenhaltigen Polymers erleichtert wird, z.B. mit Toluol, Xylol, Heptan, Cyclohexan oder Ethylacetat.
  • Zwar kann Luft als Polymerisationsatmosphäre verwendet werden, ohne daß die Polymerisation dadurch merklich beeinträchtigt wird, jedoch wird bevorzugt ein Inertgas, wie Stickstoff, Argon oder Kohlendioxid als Polymerisationsatmosphäre verwendet. Die Polymerisationstemperatur hängt von den Polymerisationsaktivität und den Stabilitäten der verwendeten ethylenisch ungesättigten Monomere ab und liegt im allgemeinen vorzugsweise bei 0 bis 150ºC, noch bevorzugter 10 bis 130ºC, und ganz besonders bevorzugt 20 bis 100ºC. Die Polymerisation läuft mit einer unbefriedigenden niedrigen Reaktionsgeschwindigkeit bei einer Temperatur, die niedriger als der obige Bereich ist, ab, während Nebenreaktionen nicht mehr vernachlässigt werden können, und eine Verschlechterung der Qualität des Polymers eintritt, wenn die Temperatur den obigen Bereich übersteigt.
  • Die Polymerisation wird vorzugsweise unter Rühren durchgeführt, um eine Agglomeration der halogenhaltigen Polymerteilchen zu vermeiden und im Hinblick auf die leichte Gewinnbarkeit und die Nachbehandlung. In diesem Falle kann ein halogenfreier Dispersionsstabilisator, wie Polyvinylalkohol, ein oberflächenaktives Mittel oder nur wenig lösliches Salz zum Verhindern der Agglomeration verwendet werden. Es ist auch möglich, ein halogenfreies Kettenübertragungsmittel oder ein Molekulargewichts- Modifizierungsmittel, wie n-Butylmercaptan, dimeres α- Methylstyrol oder dergl. verwenden, um eine Vernetzung zu verhindern, oder ein Ansteigen des Molekulargewichtes des Polymers.
  • Es ist auch möglich, ein "Multipfropfcopolymer" zu synthetisieren, bei dem verschiedene Verzweigungsketten auf das gleiche Rückgrad gepfropft werden, indem man die Pfropfreaktion gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem Teil der Halogenatome in dem halogenhaltigen Polymer durchführt, und anschließend eine ethylenisch ungesättigtes Monomer, das sich von dem erstverwendeten unterscheidet, an den restlichen Halogenatomen in dem erhaltenen Pfropfcopolymer aufpfropft.
  • Obwohl das Gewichtsverhältnis des halogenhaltigen Polymers und des verwendeten ethylenisch ungesättigten Monomers bei der vorliegenden Erfindung für die Reaktion nicht kritisch ist, ist das Verhältnis von
  • (Gewicht des halogenhaltigen Polymers)/(Gewicht des ethylenisch ungesättigten Monomers)
  • vorzugsweise in einem Bereich von 0,05 bis 20, und noch bevorzugter 0,1 bis 10, und ganz besonders bevorzugt 0,2 bis 5, unter Berücksichtigung der physikalischen Eigenschaften und dem Verhalten des erhaltenen Pfropfcopolymers. Ist in dem Copolymer das Verhältnis kleiner als 8,05, dann wird das halogenhaltige Polymerrückgrat durch zuviele Verzweigungsketten abgeschirmt, und kann dann häufig nicht mehr die Eigenschaften des Rückgrades zeigen. Wenn andererseits das Copolymer ein Verhältnis, das 20 übersteigt, aufweist, dann tritt häufig ein Problem ein, weil die Polymerkette zu kurz ist, um ausreichend die Eigenschaften des Polymers der Seitenketten aufzuweisen.
  • Die vorliegende Erfindung wird weiterhin ausführlich unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele beschrieben, jedoch wird sie nicht dadurch begrenzt. In diesem Zusammenhang sind Prozente in den Beispielen auf das Gewicht bezogen, wenn nicht anders angegeben.
  • Beispiel 1
  • Ein ein mit einer Temperaturkontrolleinrichtung ausgerüsteten Ölbad wurde ein 1-Liter-Kolben, der mit einem Kapillarrohr zum Einleiten von Gas, einem Rührer, einem Thermometer und einem Kühler ausgerüstet war, eingebracht. In den Kolben wurden 200 g destilliertes Wasser und 50 g niedrigchloriertes Polypropylenpulver mit einem Chlorgehalt von 2,6 % und einem Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 3,2 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 14,0 x 10&sup4; sowie 30 g Methylmethacrylat unter kräftigem Rühren unter einer Stickstoffatmosphäre vorgelegt. Die Mischung wurde auf 80ºC erwärmt und bei dieser Temperatur über einen Zeitraum von 3 Stunden gehalten. Die Mischung wurde dann auf 60ºC abgekühlt und dazu wurden 1,5 g Natriumdithionit und 1,5 g Tetrabutylammoniumbromid gegeben. Nachdem man die erhaltene Mischung bei der gleichen Temperatur 8 Stunden gehalten hatte, wurde sie auf Raumtemperatur gekühlt, und der Feststoff wurde durch Filtrieren gesammelt und zweimal mit einem Liter Wasser gewaschen. Dann wurde das Waschwasser wiederum filtriert, wobei man einen Feststoff erhielt. Nach dem Trocknen der so gewonnenen festen Masse in einem Vakuumtrockner, der bei einer Temperatur von 60ºC 20 Stunden gehalten wurde, wurde das Gewicht des Feststoffes gemessen, um den Grad der Monomerumwandlung zu berechnen, sowie das Durchschnittsmolekulargewicht und das Pfropfverhältnis.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • In der Tabelle bedeutet der Ausdruck "durchschnittliches Molekulargewicht", das durchschnittliche Molekulargewicht, ausgedrückt als Styrol, und der Ausdruck "Pfropfcopolymerfraktion" bedeutet den Prozentsatz des Pfropfcopolymers, das in dem gesamten Polymerprodukt enthalten ist, und der berechnet wurde, indem man das Gewicht des Homopolymers in dem Polymerprodukt, nachdem es nach einer Soxhlet-Extraktionsmethode extrahiert worden war, von dem gesamten Polymerprodukt abzog.
  • Wird das Pfropfcopolymer unter einem Rasterelektrononmikroskop auf seine Mikrostruktur untersucht, so stellt man eine Mikrodomänen-Struktur mit einem Domänendurchmesser von 1/um oder weniger fest. Wird die Rasterelektronen-mikroskopische Beobachtung des Pfropfcopolymers, das gemäß Beispielen 2 bis 18 erhalten wurde, in gleicher Weise wie oben wiederholt, so stellt man eine Mikrodomänenstruktur mit einem Domänendurchmesser von 1/um oder weniger in allen Copolymeren fest.
  • Beispiel 2
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 vorgenommen mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers durch 50 g eines hochchlorierten Polypropylenpulvers mit einem Chlorgehalt von 42,2 %, einem Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 3,6 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 14,8 x 10&sup4; ersetzt wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 3
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers ersetzt wurden durch 50 g niedrig-chloriertes, niedrig-dichtes Polyethylen mit einem Chlorgehalt von 3,0 %, einem Zahlen-durchschnittlichen Molekulargewicht von 3,5 x 10&sup4; und einem Gewichtsdurchschnittlichen von 7,7 x 10&sup4;. Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 4
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers ersetzt wurden durch 50 g eine hoch-chlorierten, niedrig-dichten Polyethylens mit einem Chlorgehalt von 35,0 %, einem Zahlen- Durchschnittsmolekulargewicht von 3,2 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 7,6 x 10&sup4;.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 5
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers durch 50 g eines Polyvinylchloridpulvers ersetzt wurden mit einem Zahlen- Durchschnittsmolekulargewicht von 2,5 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 5,1 x 10&sup4;.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 6
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt wobei jedoch anstelle von daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers 50 g Polyvinylidenchloridpulvers verwendet wurden mit einem Zahlen-Durchschnittsmolekulargewicht von 2,6 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 5,4 x 10&sup4;.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 7
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch anstelle von 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers 50 g Polytrifluormonochloroethylenpulver mit einem Zahlen- Durchschnittsmolekulargewicht von 1,2 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 2,5 x 10&sup4; verwendet wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 8
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigohlorierten Polypropylenpulvers durch 50 g eines niedrigbormierten Polypropylenpulvers ersetzt wurden mit einem Bromgehalt von 5,9 %, einem Zahlen- Durchschnittsmolekulargewicht von 3,2 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 14,0 x 10&sup4;.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 9
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 50 g des niedrigchlorierten Polypropylenpulvers ersetzt wurden durch 50 g eines hoch-bromierten Polypropylenpulvers mit einem Bromgehalt von 31,0 %, einem Zahlen- Durchschnittsmolekulargewicht von 3,2 x 10&sup4; und einem Gewichts-durchschnittlichen Molekulargewicht von 14,0 x 10&sup4;.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 10
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch 1,5 g Natriumdithionit durch 1,5 g Natriumphosphinat ersetzt wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 11
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt mit der Ausnahme, daß 1,5 g Tetrabutylammoniumbromid durch 1,5 g Trioctylmethylammonoiumchlorid ersetzt wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 12
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch 1,5 g Tetrabutylammoniumbromid durch 1,5 g Benzyltriethylammoniumchlorid ersetzt wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 13
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch 1,5 g Tetrabutylammoniumbromid durch 1,5 g Tetrabutylammoniumhydrogensulfat ersetzt wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 14
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch 1,5 g Tetrabutylammoniumbromid durch 1,5 g Lauryl-4-picolinium ersetz wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 15
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch anstelle von 30 g Methylmethacrylat 30 g Styrol verwendet wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 16
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch anstelle von 30 g Methylmethacrylat 30 g Butylacrylat verwendet wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 17
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch anstelle von 30 g Methylmethacrylat 15 g Methylmethacrylat verwendet wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiel 18
  • Die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch anstelle von 30 g Methylmethacrylat 100 g Methylmethacrylat verwendet wurden.
  • Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Wurde die Umsetzung in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, jedoch ohne Verwendung von Natriumdithionit, dann stellte man fest, daß keinerlei Pfropfreaktion ablief.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Wurde die Umsetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt ohne die Verwendung von Tetrabutylammoniumbromid, dann wurde festgestellt, daß die Pfropfreaktions überhaupt nicht ablief. Tabelle 1 Beispiel Ausbeute Monomer-Umwandlung (%) Durchschn.-Molekular-Gewicht Zahlendurchschn. Gewichtsdurchschn Pfropfcopolymerisat.-Fraktion (%)
  • Wie vorher beschrieben, wird ein Pfropfcopolymer als hochgepfropfte Copolymerfraktion typischerweise durch Emulsionspolymerisation oder durch Suspensionspolymerisation erhalten.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers, bei dem ein ethylenisch ungesättigtes Monomer einer Polymerisation einleitenden Bedingung unterworfen wird, die auf der Umsetzung eines Halogenenthaltenden Polymers, das in einem polaren Lösungsmittel dispergiert ist, mit einer Kombination eines reduzierenden Mittels und eines Phasenübertragungs-Katalysatorsm, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Oniumverbindungen und ionophoren Verbindungen, unter Polymerisation des Monomeren resultiert.
2. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolmyers gemäß Anspruch 1, bei dem das Reduktionsmittel eine lösliche Dithionsäure oder ein Salz davon oder eine lösliche Phosphinsäure oder ein Salz davon ist.
3. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die Ioniumverbindung als Phasenübertragungskatalysator ein quaternäres Alkyl- oder Aralkylammoniumsalz oder ein quaternäres Pyridinium- oder Picoliniumsalz ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das polare Lösungsmittel ein wäßriges Lösungsmittel ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der Halogengehalt des halogenhaltigen Polymers wenigstens 0,1 Gew.-%, berechnet als ein Chloratom, beträgt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Halogen des halogenhaltigen Polymers Chlor oder Brom ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines Pfropfcopolymers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Halogenhaltige Polymer ein halogeniertes Poly(C&sub2;-C&sub1;&sub0;- olefin) ist.
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