DE6918C - Neuerungen an Geflecht-Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Geflecht-Nähmaschinen

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DE6918C
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Germany
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E. WlSEMAN in Luton (England)
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/001Straw hat sewing machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1879.
EDMUND WISEMAN in LUTON (England). Neuerungen an Geflecht-Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1879 ab.
Meine Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Nähmaschinen und den darin angewendeten eigenthümlichen Anordnungen der Theile.
Diese Erfindung wird besonders bei Maschinen, welche zum Zusammennähen von Strohgeflechten dienen, angewendet, obgleich einzelne Theile auch in Verbindung mit anderen Nähmaschinen gebraucht werden können.
Der erste Theil der Erfindung bezieht sich auf besondere Anordnungen, durch welche die von der Strohgeflecht - Nähmaschine ausgeführten Stiche der Handnäherei täuschend ähnlich aussehen. Diese Stiche werden durch eine einfache Anordnung der Theile auf bedeutend leichtere Weise, wie bei den jetzt angewendeten Maschinen der Fall, hervorgerufen.
Der zweite Theil meiner Erfindung bezieht sich besonders auf den Führungsmechanismus, gleichviel, ob diese Führungen zum Nähen von Strohgeflechten oder für gewöhnliche Arbeit angewendet werden.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der verbesserten Strohgeflecht-Nähmaschine. Fig. 2 ist eine entr sprechende Vorderansicht. Fig. 3 ist eine entsprechende Ansicht der einen Seite der Maschine, Fig. ι gegenüber. Fig. 4 zeigt die Stichbildung, Fig. 5 bis 13 Details der Maschine.
Beim Zusammennähen von Strohgeflechten zu Damen- und Herrenhüten durch die Hand wird sehr wenig Faden auf der rechten Seite der Arbeit gelassen, die Stiche sind kurz und so nahe wie möglich in gleichen Abständen von einander, so dafs der Haupttheil des Nähfadens auf der unteren Seite der Arbeit liegt.
Der in Fig. 4 gezeigte, durch meine Anordnung hervorgerufene Stich besteht aus einem einfachen kettenstichartigen Faden. Sämmtliche Stiche, welche auf der rechten Seite der Arbeit zu stehen kommen, sehen einander genau gleich aus, d. h. kurze Stiche mit grofsen Zwischenräumen, jedoch beanspruche ich diese Stichbildung nur in Verbindung mit meinen besonderen Anordnungen, um den Stich hervorzurufen. Der Stich wird nach meiner Erfindung durch eine einzige Bewegung der führenden Theile in Verbindung mit einer eigenthümlichen Zusammenstellung und Anordnung der Nähwerkzeuge und Greifer, sowie der Methode, um die Fäden durch die Schleifen zu ziehen, erzeugt.
Bei Anwendung meiner Maschine werden die Geflechte unter einander verbunden bezw. dadurch zusammengenäht, dafs man von der Mitte des zu arbeitenden Stückes aus nach dem Rande zu arbeitet.
Nach meiner verbesserten Anordnung der Theile wende ich eine Nadel a, welche den Faden unmittelbar in der Nähe der Spitze trägt, und eine mit Haken versehene Nadel b an. Diese beiden Nadeln werden neben einander auf einer Nadelstange oder einem Schieber A befestigt, welcher durch einen passenden Hebel, der unterhalb der Platte oder an der Seite der Maschine angebracht ist, bewegt wird. Um eine compacte Zusammenstellung der Theile zu erzielen, wende ich in vielen Fällen folgende Anordnung an:
Der Nadelschieber oder Träger A schiebt sich in verticalen Führungen unterhalb der Nähplatte B durch einen kleinenHebelarm C, welcher sich vor dem Führungsmechanismns bewegt und an dem Ende, einer besonderen kurzen oscillirenden Welle oder einem Zapfen befestigt ist. Ein Excenter oder gekrümmter Zapfen D, Fig. 8, wird von der Triebwelle E getragen und theilt durch Vermittlung eines Gliedes oder einer Verbindungsstange F dem Hebel C, welcher die Nadel bewegt, die nothwendige Bewegung mit. Das freie Ende des Hebels ist entweder hohl hergestellt oder trägt einen kurzen Schieber c1, Fig. 3. Durch diesen Schieber und durch Schlitze am Ende des Hebels geht der Zapfen, welcher den Arm mit dem Nadelschieber verbindet. Die beiden Nähwerkzeuge, d. h. die Nadel und der Haken, stehen ungefähr 3 mm aus einander und zwar parallel in gerader Linie hinter einander in der Richtung, nach welcher die Arbeit bewegt wird. Beim Nähen gehen diese Nähwerkzeuge fast genau vertical nach oben durch die zusammen zu verbindenden Geflechte.
Die Nadel α steht am weitesten vom Näher ab und ist eine gewöhnliche Nähmaschinennadel. Die mit Haken versehene Nadel b steht dem Näher zunächst und mit ihrem Haken der anderen Nadel zugekehrt. Nachdem die Nähwerkzeuge, d. h. die Nadeln, durch die Arbeit gedrungen sind, wird die Schleife der Nadel a, ehe die Nadel sich nach unten senkt, vor den Haken b geleitet. Der Haken b zieht den
doppelten Faden nach unten bis unterhalb des Materials und der Platte, die oberhalb des Materials gebildete Schleife wird durch die Wirkung der beiden Schleifengreifer c und d, welche eine hin- und hergehende oder vibrirende Bewegung besitzen, in den Haken der Nadel b geführt.
Der Schleifengreifer c ist am Ende einer oscillirenden Spindel h angebracht. Diese Spindel wird durch das Excenter i, welches auf der Triebwelle E sitzt, bewegt.
Dieser Schleifengreifer nimmt die Schleife, welche durch das Senken der Nadel gebildet wird, auf und zieht sie. seitwärts nach dem Haken b. Der Greifer d wird durch das auf der Triebwelle sitzende Excenter k bewegt.
Die beiden Excenter sind in Fig. 12 und 13 dargestellt.
Das Excenter k wirkt durch Vermittlung des Schiebezapfens e, die Feder f und der Hebel oder gekrümmte Arm g auf die Axe des Greifers d, so dafs dieser Greifer sich zwischen den beiden Nähwerkzeugen bewegt, d. h. rechtwinklig zu der Bewegung des Greifers c, um die von dem Greifer c abgelenkte Schleife vor b vorbei und unterhalb ihres Hakens zu tragen. Die Nähwerkzeuge α und b senken sich nun gleichzeitig bis unterhalb der Platte, der Stoffrücker bewegt sich in einer Entfernung gleich dem kurzen Stich und dem Zwischenraum zusammengerechnet. Die mit Haken versehene Nadel b hält die Schleife in solcher Lage, dafs die Nadel α bei nochmaliger Bewegung nach oben mit ihrem Faden durch die Schleife geht, welche nun aus dem Haken bei Durchdringung der Arbeit sich auslöst. Auf diese "Weise wird ein Kettenstich gebildet, so dafs nur ein kurzer Faden von gleichmäfsiger Länge mit der Entfernung der beiden Nähwerkzeuge von einander auf der Oberfläche der Arbeit verbleibt.
///, Fig. 2, sind drei feststehende Fadenführungen; m ist eine vierte Fadenführung, welche an dem Schieber, welcher die Nahwerkzeuge trägt, angebracht ist. Die gewöhnlichen Spannvorrichtungen werden angewendet. Der Stoffdrücker η sitzt auf dem Arm O, welcher auf feststehendem Drehpunkte bei p vibrirt und, wenn nothwendig, nach unten gezogen werden kann, während die Nadeln das Geflecht durchbohren. Diese Bewegung wird durch ein Excenter q ausgeführt. Das Excenter q wirkt auf einen Hebel r, welcher durch eine Feder s mit dem Arm des Stoffdrückers in Verbindung steht. A ist der Hebel, um den Stoffdrücker nach Wunsch zu heben.
Anstatt der gewöhnlichen Vorrichtungen, den Stoff zu bewegen, ist die Bewegung horizontal und geradlinig. Das eine Ende der Schubstange v, welche nach oben rechtwinklig gebogen ist, wird auf dem oberen Ende eines verticalen oscillirendan Hebelarmes w bei u drehbar angebracht. Der Arm w dreht sich an seinem unteren Ende um den Zapfen x. Dieser Zapfen χ wird durch den verticalen Schieber y, welcher zwischen Führungen sich bewegen kann, getragen. Das freie Ende von ν wird durch eine Feder z, welche die zurückgehende Bewegung bewirkt, auf einer Stütze an dem Schieber y festgehalten. Die verticale Bewegung des Stoffrückers wird durch die auf- und abgehende Bewegung des Schiebers erzielt. Der Schieber y erhält seine Bewegung durch ein Excenter 1, welches sich in einer Bohrung von y bewegt, Fig. 7 und 8, während seine Horizontalbewegung durch den Hebel 2 hervorgebracht wird, Fig. 9. Der Drehpunkt dieses Hebels wird durch einen in verticaler Richtung adjustirbaren Schieber 3 getragen.
Dieser Schieber 3 bewegt sich in dem vorher erwähnten Schieber y. Der Hebel 2 wird durch ein besonderes Excenter 4 bewegt und drückt gegen eine Nase oder einen Vorsprung 5 an der Seite des vertical oscillirenden Hebels w.
Der Hub des Stoffrückers wird durch entsprechende Stellung des adjustirbaren Schiebers 3 durch den kleinen Hebel 6 regulirt.
Durch eine abgeänderte Anordnung des vorher erwähnten Stoffrückers, wie in Fig. 14 gezeigt, wird die gekerbte Platte direct an dem oberen Ende des vibrirenden Hebels w angebracht, anstatt wie in Fig. 1 ο und 11 auf einer besonderen Stange zu sitzen.
Hierdurch erhält die gekerbte Platte eine krummlinige Bewegung.
Nach einer anderen, in Fig. 15 dargestellten Aenderung wird die gekerbte Platte gleichfalls auf dem oberen Ende des Hebels w angebracht. Der Hebel vibrirt auf dem an seinem unteren Ende angebrachten Drehpunkte. Dieser Zapfen ist in dem Schieber jy befestigt, welcher, wie vorher erwähnt, sich in feststehenden Führungen bewegen kann. Das Excenter 7 auf der Maschinenwelle bewegt sich in einer kreisförmigen Oeffnung des Hebels und theilt demselben eine auf- und niedergehende sowohl als eine hin- und hergehende Bewegung mit. Die verticale Bewegung findet durch die auf- und abgehende Bewegung des Schiebers y statt, welche Bewegung durch den vibrirenden Hebel w, der gleichzeitig als verbindendes Glied wirkt, hervorgerufen wird. Fig. 16, 17, 18 und 19 zeigen die Wirkung der Näh werkzeuge sowie die Art und Weise, wie die Schleife bei jeder Durchdringung der Arbeit aus dem Haken gelöst wird.
Fig. 16 stellt die Nähwerkzeuge in vergröfsertem Mafsstabe dar.
Dieselben haben die Arbeit schon durchdrungen und sind bereit, sich nach unten zu senken. Die Nadel α hat den Faden durch den Stoff hindurchgeführt und die Schleife χ gebildet. Die Schleife χ ist in Fig. 16 darge^ stellt, nachdem sie von dem Schleifengreifer c und d so nahe nach der Seite bewegt worden ist, dafs der Faden von dem Widerhaken der Nadel b' erfafst werden mufs. Fig. 17 stellt die Nähwerkzeuge dar, nachdem sie sich nach unten gesenkt haben. Hierbei hat die Nadel b
die Schleife χ durch das Material nach unten gezogen. Fig. 18 stellt die Nähwerkzeuge dar, nachdem der Stoff durch den Führungsmechanismus weiter gerückt worden ist. Die Schleife * sitzt noch im Widerhaken der Nadel b in gleicher Linie mit der Nadel a. Beim nochmaligen Hochgehen der Nähwerkzeuge geht die Nadel α durch die Schleife χ und durch das Material hindurch. Beim Durchdringen der Arbeit wird die Schleife χ aus dem Haken der Nadel b befreit und legt sich um die Nadel a, wie in Fig. 19 dargestellt. Die Nähwerkzeuge gehen nach oben, bis sie die in Fig. 16 angenommene Stellung erreicht haben, wonach sämmtliche Bewegungen wiederholt werden.
Obgleich ich zwei von einander abhängig arbeitende Greifer gezeigt und beschrieben habe, ist es ersichtlich, dafs gleiche Resultate durch Anwendung eines einzigen Greifers mit doppelter Bewegung erzielt werden können.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die gleichzeitige Anwendung einer mit Oehren versehenen spitzen Nadel und einer ir ' VfrhVf
    StKohgeflechtfn mer*äli>
    ■.Um v ^.
    mit Haken versehenen
    zum Zusammennähen vo|
    oder anderen ähnlichen
    Anwendung des vorherbesfclmebenen eigen-
    thümlichen Stiches. I,.^«β»=-">—*»·■'■■"«"'
  2. 2. Die dargestellte Verbindung der mit Oehren versehenen Nadel und des Hakens mit einem oder zwei Greifern, um dem Faden eine derartige Stellung zu geben, dafs derselbe beim Zurückgehen der Nadeln von dem Haken erfafst wird.
  3. 3. Der eigenthümliche adjustirbare Mechanismus, um den Stoff zu rücken, bestehend aus der Verbindung der Schieber y und 3, den Hebeln w und 2 und der auf einem Zapfen sich drehenden Stange v.
  4. 4. Die Abänderungen in dem Stoffrückmechanismus, wie durch die Fig. 14 und 15 dargestellt.
  5. 5. Die besondere Anordnung des nadelbewegenden Mechanismus.
    Alles im wesentlichen, wie vorher beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
    1,•'J.·"j*i-1/
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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