DE69109369T2 - Elektrische Spulenanordnung zur Verwendung als Transformator oder dergleichen. - Google Patents

Elektrische Spulenanordnung zur Verwendung als Transformator oder dergleichen.

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Description

  • Die Erfindung betrifft allgemein eine elektrische Spulenanordnung mit einer Spule oder Spulen, die um einen Kern gewickelt sind, insbesondere auf solche, die zur Verwendung z.B. als Transformatoren von Schaltreglern geeignet sind, und wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist.
  • Bei einem typischen Transformator geringer Größe wurden die Primär- und die Sekundärwicklung konzentrisch auf eine auf einen Kern geschobene Flanschspule gewickelt. Die Primär- und die Sekundärwicklung wurden voneinander mit drei oder mehr Lagen speziellen Papiers isoliert. Isolierabstandshalter, die als Isolationsplättchen bekannt sind, wurden nahe den Spulenflanschen angeordnet. Isolierschläuche wurden auch auf die Leiter der Primärwicklung gewickelt.
  • Die Verwendung von Isolierpapier, Isolationsplättchen und Schläuchen ist nachteilig, da sie die Montage des Transformators kompliziert und schwierig machen. Insbesondere erhöhen das Isolierpapier und die Isolationsplättchen die Größe des Transformators beträchtlich. Von Nachteil ist auch, daß die drei oder mehr Lagen Isolierpapier den Abstand zwischen der Primärund der Sekundärwicklung mit der Folge der elektromagnetischen Kopplung zwischen diesen erhöhen.
  • Die japanische Offenlegungsschrift No. 62-293705 bietet eine Lösung dieses Problems. Sie schlägt vor, das Isolierpapier, die Isolationsplättchen und die Schläuche für die Verwendung von isolierten Leitern für die Primär- und die Sekundärwicklung wegzulassen.
  • Auch diese bekannte Lösung ist nachteilig. Es ist sehr schwierig, die Leiterdrähte mit Hüllen zu umgeben, die ausreichend dünn sind, aber dennoch die Funktionen, für die sie vorgesehen sind, gut erfüllen. Daher sind die mit solchen isolierten Leitern hergestellten Transformatoren in ihrer Größe nicht so weitgehend reduziert, bzw. haben sich als nicht so günstig in den Leistungseigenschaften erwiesen, wie es erwünscht sein könnte. Die isolierten Leiter haben auch den Nachteil, daß Teile der Isolierhüllen entfernt werden müssen, um die entsprechenden Teile der Leiter zur Verbindung mit Anschlüssen freizulegen. Ein solches Entfernen stellt ein wesentliches Hindernis für eine leichte Herstellung der Transformatoren dar.
  • Eine elektrische Spule entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der FR-A-2 119 939 bekannt, deren relative Breite und Überlappungsabmessungen folgende sind:
  • T&sub1; < T&sub2;, T&sub2; > T&sub3;, W&sub1; = W&sub2; > W&sub3;
  • die zu einer relativ niedrigen Anzahl von kontinuierlichen Bandlagen führt.
  • Durch die Erfindung ist es möglich, eine elektrische Spulenandordnung zu konsturieren, die zur Verwendung als Transformator oder dgl. geeignet ist, die eine kompakte Größe, eine einfache und zuverlässige Konstruktion, eine günstige Leistung und eine wirtschaftliche Herstellung hat.
  • Die Erfindung, wie sie im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben ist, kann als eine elektrische Spulenanordnung zusammengefaßt werden, die wenigstens eine Wicklung auf einem Kern hat. Die Wicklung ist durch einen Leiterdraht gebildet, um den drei Isolierbänder unterschiedlicher Breiten übereinander und jedes mit einer Überlappung gewickelt sind.
  • Zuerst wird das erste Isolierband, das eine größere Breite als das zweite Isolierband hat, überlappend um den Leiterdraht gewickelt, wobei die Breite der Überlappung mehr als 1/2, vorzugsweise mehr als 2/3 der Bandbreite gemacht wird. Dann kann das schmälere zweite Isolierband überlappend über das erste Isolierband gewickelt werden, wobei das Verhältnis der Breite der Überlappung dieses zweiten Bandes zur Breite des zweiten Bandes geringer als das Verhältnis der Überlappung des ersten Bandes zur Breite des zweiten Bandes gemacht wird. Schließlich wird das dritte Isolierband, das eine noch geringere Breite als das zweite Band hat, überlappend über das zweite Isolierband gewickelt, wobei das Verhältnis der Breite der Überlappung des dritten Bandes zur Breite des dritten Bandes geringer als das Verhältnis der Überlappung des zweiten Bandes zur Breite des zweiten Bandes gemacht wird.
  • Wenn die Überlappungsbreite des breitesten ersten Isolierbandes mehr als 1/2 oder vorzugsweise mehr als 2/3 der Bandbreite gemacht wird, kann der Leiterdraht mit zwei oder drei Windungen des ersten Bandes alleine bedeckt und kann somit gegen eine sehr hohe Spannung isoliert werden.
  • Das zweite Isolierband dient dem doppelten Zweck der Erhöhung der Spannungsfestigkeit der Isolierbandschicht über dem Leiter und des Schutzes des ersten Bandes. Das dritte Isolierband dient hauptsächlich zum Schutz des ersten und des zweiten Bandes. Es ist somit mehr als ausreichend, gegen Beschädigung infolge von externen Einflüssen geschützt und ist in der Lage, die erwartete hohe Spannung mit mehr als einem Sicherheitsbereich auszuhalten, wobei die Isolierbandlage gem. der Erfindung erheblich zur längeren Lebensdauer der elektrischen Spulenanordnung unter den strengsten Anwendungsbedingungen beiträgt.
  • Es wird empfohlen, daß das erste Isolierband nicht mit dem Leiterdraht verbunden wird. Das zweite Isolierband kann mit dem ersten Band über eine auf einer Seite des zweiten Bandes aufgebrachte Isolierschicht verbunden werden. Das dritte Isolierband kann ebenfalls mit dem zweiten Band über eine auf eine Seite des dritten Bandes aufgebrachte Klebstoffschicht verbunden werden. Dann kann die Isolierbandumhüllung gleich von den gegenüberliegenden Endteilen des Leiterdrahtes zum elektrischen Anschluß an Anschlußteile abgezogen werden.
  • Es wird auch empfohlen, daß das erste und das zweite Isolierband in entgegengesetzten Richtungen gewickelt werden. Das dritte Isolierband wird in einer Richtung entgegengesetzt zur Wickelrichtung des mittleren zweiten Bandes gewickelt. Auf diese Weise lösen sich die drei Bänder nicht vom Leiterdraht, selbst wenn das innerste erstte Band nicht mit dem zweiten Leiterdraht verbunden ist.
  • Die Ausführungsformen der Erfindung werden nun anhand der Fig. 1 - 14 der beigefügten Zeichnungen beispielsweise erläutert, in denen:
  • Fig. 1 ein Teilschnitt durch einen gem. der Erfindung aufgebauten Transformator ist;
  • Fig. 2 eine vergrößerte Teilaufsicht des isolierten Drahtes ist, aus dem jede Wicklung des Transformators der Fig. 1 gebildet wird;
  • Fig. 3A ein vergrößerter Schnitt durch das Innerste der drei Isolierbänder ist, die um den Draht der Fig. 2 gewickelt sind;
  • Fig. 3B ein vergrößerter Schnitt durch das mittlere der drei Isolierbänder, die um den Draht der Fig. 2 gewickelt sind;
  • Fig. 3C ein vergrößerter Schnitt durch das äußerste der drei Isolierbänder ist, die um den Draht der Fig. 2 gewickelt sind;
  • Fig. 4 eine Aufsicht zur Erläuterung ist, wie das innerste Isolierband der Fig. 3A um den Draht gewickelt ist;
  • Fig. 5 ein Schnitt längs der Linie V - V in Fig. 4 ist;
  • Fig. 6 eine Aufsicht zur Erläuterung ist, wie das mittlere Isolierband der Fig. 38 um den Draht gewickelt ist;
  • Fig. 7 ein Schnitt längs der Linie VII - VII in Fig. 6 ist;
  • Fig. 8 eine Aufsicht zur Erläuterung ist, wie das äußerste Isolierband der Fig. 3C um den Draht gewickelt ist;
  • Fig. 9 ein Schnitt längs der Linie IX - IX in Fig. 8 ist;
  • Fig. 10 ein Querschnitt durch den Isolierdraht der Fig. 2 ist;
  • Fig. 11 ein schematisches elektrisches Diagramm des Transformators der Fig. 1 ist;
  • Fig. 12 eine Ausicht der Spule des Transformators der Fig. 1 ist;
  • Fig. 13 eine linke Seitenansicht der Spule der Fig. 12 ist; und
  • Fig. 14 ein Aufriß der Spule zusammen mit den darauf konzentrisch gebildeten Wicklungen ist.
  • Die Erfindung wird nund im einzelnen anhand des in Fig. 1 gezeigten HF-Transformators eines Schaltreglers beschrieben. Der allgemein mit 10 bezeichnete Transformator hat einen Magnetkern 12, auf den eine rohrförmige Spule 12 geschoben ist, die zwei Flansche 16 an ihren gegenüberliegenden Enden hat. Um die Spule 14 und voll zwischen den beiden Flanschen 16 daran sind eine Primärwicklung 18 und eine Sekundärwicklung 20 konzentrisch angeordnet, wobei die Primärwicklung nahe der Spule liegt.
  • Der Magnetkern 12 ist wegen seines üblichen Aufbaus nur teilweise gezeigt, und in der Praxis kann der Kern dreischenklig ausgebildet sein und aus einer Kombination von E- und I-Kernen bestehen. Die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 können um den mittleren Schenkel des dreischenkligen Kerns gewickelt sein.
  • Aus Fig. 1 ist auch ersichtlich, daß - anders als beim Stand der Technik - kein Isolierpapier zwischen der Primärwicklung und der Sekundärwicklung vorgesehen sind. Auch sind die üblichen Isolationsplättchen nahe dem Flansch 16 auf der Spule 14 nicht vorhanden; statt dessen sind die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 im wesentlichen über dem rohrförmigen Körper der Spule 14 vorgesehen.
  • Die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 müssen voneinander gegen Spannungen von z.B. 3.750 V bei dieser speziellen Ausführungsform isoliert sein. Um diese Forderungen zu erfüllen, sind bestimmte Leiterdrähte für die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 vorgesehen. In der Praxis können der isolierte Leiter der Primärwicklung 18 und der der Sekundärwicklung 20 in konstruktiven Einzelheiten wegen des erforderlichen Unterschiedes zwischen ihren Stromführungseigenschaften verschieden sein. Nur für den Zweck der Erläuterung der Erfindung sind diese Unterschiede der konstruktiven Einzelheiten vernachlässigbar, und die isolierten Leiter für die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 sind, um die Erläuterung zu erleichtern, mit der gleichen Konstruktion gezeigt.
  • Fig. 2 ist eine vergrößerte, detailliertere Darstellung des allgemein mit 22 bezeichneten isolierten Leiters, der für die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 des Transformators verwendet werden kann. Der isolierte Leiter 22 hat einen Leiterdraht 24, ein erstes Isolierband 26, das auf den Leiter gewickelt ist, ein zweites Isolierband 28, das auf das erste Isolierband gewickelt ist, und ein drittes Isolierband 30, das auf das zweite Isolierband gewickelt ist. In den Fig. 1 und 2 ebenso wie in den nachfolgenden Figuren, auf die noch Bezug genommen wird, ist die Dicke der drei Isolierbänder 26, 28 und 30 zur Erleichterung der Darstellung vergrößert gezeigt.
  • Der isolierte Leiter 22 mit dem obigen allgemeinen Aufbau kann jedoch in Herstellungseinzelheit entsprechend jedem beabsichtigen Anwendungsfall unterschiedlich sein. Die Einzelheiten des isolierten Leiters 22 können jedoch beispielsweise und zur besseren Erläuterung der Erfindung nachfolgend angegeben werden.
  • Der Leiterdraht 24 des isolierten Leiters 22 besteht aus geglühtem Kupfer und hat einen Durchmesser von 0,4 mm.
  • Die Fig. 3A - 3C zeigen Querschnitte der drei Isolierbänder 26, 28 und 30 etwa in ihren relativen Größen. Das erste Isolierband 26, Fig. 3A, besteht aus farblosem und transparentem Polyesther und ist 4,4 mm breit und 0,012 mm dick. Auf dem ersten Isolierband 26 ist keine Klebstoffschicht gebildet. Es kann eine Spannung von bis zu etwa 2000 V in Richtung seiner Dicke aushalten. Das zweite Isolierband 28, Fig. 38, ist aus gelben Polyester hergestellt und is 3,5 mm breit und 0,9 mm dick. Eine Klebstoffschicht 32 ist auf einer Seite des zweiten Isolierbandes 28 mit einer Dicke von 0,003 mm gebildet. Das dritte Isolierband 30, Fig. 3C, besteht ebenfalls aus Polyester mit oranger Farbe und ist 2,3 mm breit und 0,003 mm dick.
  • Es wird nun erläutert, wie die drei Isolierbänder 26, 28 und 30 auf den Leiterdraht 24 gewickelt werden. Wie Fig. 4 zeigt, wird das erste Isolierband 26 überlappend und diagonal auf den Leiterdraht 24 unter einen Winkel von 15 Grad zu einer Ebene rechtwinklig zur Achse, bzw. Längsrichtung des Leiterdrahts 24 gewickelt. Typischerweise beträgt die Überlappung W&sub1; zwischen zwei benachbarten Windungen des ersten Isolierbandes 3,1 mm. Da angenommen wurde, daß die Breite T&sub1; des ersten Isolierbandes 26 1,4 mm beträgt, erreicht die Überlappung W&sub1; weitgehend etwa 70 % der Bandbreite.
  • Fig. 5 zeigt den Querschnitt des Leiterdrahts 24, wobei das erste Isolierband 26 in der zuvor beschriebenen Weise darauf gewickelt wurde. Es ist ersichtlich, daß das erste Isolierband 26 auf den Leiterdraht 24 praktisch in jedem Querschnitt hiervon dreifach gewickelt ist.
  • Das erste Isolierband 26 hat keine Klebstoffschicht auf beiden Seiten, wie zuvor erwähnt, wobei es möglich ist, daß sich schmale Spalte zwischen seinen überlappenden Teilen bilden. Solche schmalen Spalte werden jedoch wirksam geschlossen, wenn das erste Isolierband 26 dreifach auf den Leiterdraht 24 mit der Überlappung W&sub1; gewickelt wird, die weitgehend etwa 70 % der Bandbreite T&sub1; erreicht.
  • Fig. 6 und 7 erläutern wie das zweite Isolierband 28 auf das erste Isolierband 24 gewickelt wird, das wie oben auf den zweiten Wickeldraht 24 gewickelt wurde. In diesen Figuren ist jedoch das zweite Isolierband 28 als direkt auf den Leiterdraht 24 gewickelt gezeigt, um leichter zu verstehen, wie das zweite Isolierband selbst gewickelt ist.
  • Wie aus Fig. 6 zusammen mit Fig. 4 ersichtlich ist, ist das zweite Isolierband 28 überlappend und diagonal entgegengesetzt zur Wicklungsrichtung des ersten Isolierbandes 26 gewickelt. Der Winkel, unter dem das zweite Isolierband 28 gewickelt ist&sub1; beträgt ebenfalls 15 Grad bzgl. der Ebene rechtwinkelig zur Längsrichtung des Leiterdrahts 24. Die Überlappung W2 zwischen jeweils zwei benachbarten Windungen des zweiten Isolierbandes 28 beträgt 2,0 mm. Da die Breite T&sub2; des zweiten Isolierbandes 28 3,5 mm beträgt, ist das Verhältnis von W&sub2; zu T&sub2; 0,57, was geringer ist als der Wert des Verhältnisses W&sub1;/T&sub1; des ersten Isolierbandes. Somit ist, wie im Querschnitt Fig. 7 zeigt, das zweite Isolierband 28 doppelt auf den Leiterdraht 24 über die drei Lagen des ersten Isolierbandes 26, das hier nicht gezeigt ist, gewickelt.
  • Fig. 8 und 9 erläutern, wie das dritte Isolierband 30 auf das zweite Isolierband 28 gewickelt ist, das wie oben auf das erste Isolierband 24 gewickelt wurde. In diesen Fig. ist das dritte Isolierband 30 ebenfalls als direkt auf den zweiten Leiter 34 gewickelt gezeigt, um leichter zu verstehen, wie das dritte Isolierband selbst gewickelt ist.
  • Aus Fig. 8 zusammen mit Fig. 4 und 6 ist ersichtlich, daß das dritte Isolierband 30 überlappend und diagonal in der gleichen Richtung wie das erste Isolierband 26 und in einer Richtung entgegengesezt zur Wicklungsrichtung des zweiten Isolierbandes 28 gewickelt ist. Der Winkel, unter den das dritte Isolierband 30 gewickelt ist, beträgt ebenfalls 15 grad bzgl. der Ebene rechtwinkelig zur Längsrichtung des zweiten Leiterdrahts 24. Die Überlappung W&sub3; zwischen jeweils zwei benachbarten Windungen des dritten Isolierbandes 30 beträgt nur 0,6 mm. Da die Breite T&sub3; des dritten Isolierbandes 2,3 mm beträgt, ist das Verhältnis von W&sub3; zu T&sub3; 0,26, was geringer ist als der Wert des Verhältnisses W&sub2;/T&sub2; des Isolierbandes 28. Daher ist, wie Fig. 9 zeigt, das dritte Isolierband 30 wenigstens einmal auf den Leiterdraht 24 in jedem Querschnitt hiervon über die drei Lagen des ersten Isolierbandes 26 und die beiden Lagen des zweiten Isolierbandes 28 gewickelt, wobei die Bänder 26 und 28 hier beide nicht gezeigt sind.
  • In den Fig. 7 und 9 sind die vorher aufgebrachten Klebstoffschichten 32 und 34, Fig. 38 und 3C auf dem zweiten und dritten Isolierband 28 bzw. 30 nicht gezeigt. Selbstverständlich sind jedoch das zweite und das dritte Isolierband 28 bzw. 30 mit den inneren Bändern und miteinander über die Klebstoffschichten 32 und 34 verbunden. Nur das erste Isolierband 26 ist nicht mit dem Leiterdraht 24 oder sich selbst verbunden, da dieses Band keine zuvor darauf aufgebrachte Klebstoffschicht hat. Es wird empfohlen, daß nach dem Wickeln der drei Isolierbänder 26, 28 und 30 auf den Leiterdraht 24 wie oben der fertiggestellte isolierte Leiter 22 erwärmt wird, um die mehrf achen Schichten der Isolierbänder über die Klebstoffschichten 32 und 34 fest miteinander zu verbinden.
  • Es wird nun auf Fig. 10 zur Betrachtung der Querschnittsform des fertiggestellten isolierten Leiters 22 Bezug genommen. In dieser Fig. sind die drei Isolierbänder 26, 28 und 30 als einzelne Schichten solcher Bänder gezeigt, um die Darstellung zu erleichtern. Selbstverständlich sind jedoch die drei Isolierbänder 26, 28 und 30 miteinander über die zuvor aufgebrachten Klebstoffschichten 32 und 34 fest verbunden, das erste Isolierband 26 ist jedoch nicht mit dem Leiterdraht 24 verbunden.
  • Fig. 11 ist ein schematisches elektrisches Diagramm des Transformators 10. Die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung sind bei ihm elektrisch voneinander isoliert. Die gegenüberliegenden Enden der Primärwicklung 18 sind elektrisch mit zwei Anschlüssen 38 und 40 verbunden. Die gegenüberliegenden Enden der Sekundärwicklung 20 sind mit zwei weiteren Anschlüssen 42 und 44 elektrisch verbunden. Wie unter Bezugnahme auf Fig. 10 erläutert wurde, ist das erste bzw. innerste Isolierband 26 des isolierten Leiters 22 nicht mit dem Leiterdraht 24 verbunden. Daher sind bei der elektrischen Verbindung der Endteile des isolierten Leiters 22 mit den Anschlüssen 38, 40, 42 und 44 die erforderlichen Teile der Isolierbänder 26, 28 und 30 vom Leiterdraht 24 leicht entfernbar.
  • Es wird nun auf die Fig. 12 und 13 zur genauen Betrachtung der Spule 14 des Transformators 10 Bezug genommen. Die aus Kunststoff geformte Spule 14 hat einen quadratischen Querschnitt mit einer durchgehenden längsverlaufenden Öffnung 36 der gleichen Querschnittsform. Die erwähnten beiden Flansche 16, die jeweils eine quadratische Form haben, wie in Aufsicht in Fig. 12 ersichtlich ist, sind an den gegenüberliegenden Enden der Spule 14 ausgebildet. Einer der Spulenflansche 16 hat vier darauf stehende Anschlußstifte 38, 40, 42 und 44 aus Metall und vier Ausnehmungen, bzw. Nuten 46, 48, 50 und 52, von denen jede nahe jedem Anschlußstift angeordnet ist.
  • Wie aus Fig. 14 ersichtlich ist, die die vollständige Transformatorspule ohne den Magnetkern zeigt, erstrecken sich die beiden Leiterteile 54 und 56 der Transformatorprimärwicklung 18 durch die Ausnehmung 46 bzw. 48 in einem der Spulenflansche 16, und die blanken Endteile des Leiterdrahtes 24 sind mit dem Anschlußstift 38 bzw. 40 elektrisch verbunden. In der Praxis können die blanken Endteile des Leiterdrahtes 24 mit einer oder mehr Windungen um die Anschlußstifte 38 und 40 gewickelt und mit diesen verlötet werden. Selbstverständlich, obwohl in Fig. 14 nicht gezeigt, erstrecken sich die beiden Leiterteile der Transformatorsekundärwicklung 20 in der gleichen Weise durch die Öffnugen 50 und 52, und ihre blanken Endteile sind in gleicher Weise mit dem Anschlußstift 42 bzw. 44 verbunden. Die Abstände zwischen den beiden Anschlußstiften 38 und 40 und zwischen den beiden Anschlußstiften 42 und 44 können in geeigneter Weise unter Berücksichtigung der zu handhabenden Spannung bestimmt werden.
  • Nachdem der Transformator 10 anhand einer typischen Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, werden nun die durch diese besondere Ausführungsform erzielten Vorteile nachstehend erläutert:
  • 1. Da das erste Isolierband 26, das breiter als das zweite und das dritte Isolierband 28, bzw. 30 ist, und das mit der Überlappung W&sub1; größer als 1/2 der Bandbreite T&sub1; gewickelt ist, schafft das erste Isolierband zwei bzw. mehr Schichten aus Isoliermaterial auf dem Leiterdraht 24. Dadurch kann nahezu nur durch dieses erste Isolierband 26 der Leiterdraht 24 gegen die Sollspannung von 3750 V oder mehr isoliert werden.
  • 2. Das zweite Isolierband 28 wirkt nicht nur, um die Spannunsfestigkeit des isolierten Leiters 22 zu erhöhen, sondern auch zusätzlich das erste Isolierband 26 gegen eine Beschädigung infolge externer Einflüsse zu schützen.
  • 3. Das dritte Isolierband 30 dient hauptsächlich dem Zweck, einen zusätzlichen Schutz für das erste Isolierband 26 zu bewirken, statt dazu die Spannungsfestigkeit des isolierten Leiters 22 weiter zu erhöhen. Alle drei Isolierbänder 26, 28 und 30 ermöglichen es daher, den Transformator 10, unter den schwierigsten Betriebsbedingungen zuverlässig zu arbeiten.
  • 4. Trotz der Hochspannungsfestigkeit hat die den Leiterdraht 24 bedeckende Isolierung eine minimale Dicke, da die Breiten T&sub1;, T&sub2; und T&sub3; ebenso wie die Überlappungen W&sub1;, W&sub2; und W&sub3; der drei Isolierbänder 26, 28 und 30 in dieser Reihenfolge fortschreitend abnehmen.
  • 5. Das Isolierband 26, 28 und 30 kann auf dem Leiterdraht 24 mit einfachen mechanischen Mitteln gewickelt werden, wobei der Leiterdraht in Längsrichtung mit konstanter Geschwindigkeit zugeführt wird, und jedes Isolierband unter einem bestimmten Winkel zur Längsrichtung des Drahtes gehalten wird.
  • 6. Die Isolierbänder lösen sich nicht, wenn das zweite Isolierband 28 entgegengesetzt zur Wicklungsrichtung des ersten Isolierbandes 26 gewickelt wird, und das dritte Isolierband 30 wird in entgegegesetzter Wicklungsrichtung des zweiten Isolierbandes 28 gewickelt.
  • 7. Die Isolierbänder sind von den Endteilen des Leiterdrahtes 24 leicht entfernbar, da das innerste erste Isolierband 26 ohne einen Klebstoff darauf gewickelt ist. Außerdem sind die somit blanken Endteile der Leiterdrähte 24 mit den Anschlüssen 38, 40, 42 und 44 leicht und zwangsläufig elektrisch verbindbar, da keine Klebstoffschicht auf den Leiterendteilen verbleibt.
  • 8. Da übliches Isolierpapier, Isolationsplättchen und Schläuche nicht vorhanden sind, kann die elektrische Spule gem. der Erfindung mit geringerer Größe, einfacher und mit einer weniger aufwendigen Konstruktion, mit einfacher Herstellung, und einer höheren elektrischen Verbindung als bisher hergestellt werden. Bzgl. der Größenverringerung kann eine Spule hergestellt werden, die 28 % weniger Volumen und 16 % weniger Gewicht als die bekannte Anordnung mit den gleichen Leistungseigenschaften und dem Isolierpapier, den Isolationsplättchen und den Schläuchen hat.
  • 9. Ob die drei Isolierwicklungen 26, 28 und 30 richtig gewickelt werden oder gewickelt wurden oder nicht ist visuell feststellbar, da sie alle unterschiedliche Farben haben.
  • Obwohl nur eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, kann die dargestellte Spule zahlreichen, dem Fachmann zur Verfügung stehenden Abwandlungen unterworfen werden. Nachfolgend werden solche, im Rahmen der Erfindung liegende Abwandlungen kurz aufgelistet:
  • 1. Der Leiterdraht 24 könnte mit nur dem ersten Isolierband 26 und dem zweiten Isolierband 28 isoliert werden.
  • 2. Unterschiedliche Materialien könnten für die drei Isolierbänder 26, 28 und 30 verwendet werden. Im allgemeinen kann ein Material oder können Materialien für das erste und zweite Isolierband gewählt werden, wobei der Nachdruck auf der elektrischen Isolation liegt, und ein Material für das dritte bzw. äußerste Band, bei dem der Nachdruck auf den Schutzeigenschaften der inneren Bänder gegen Zerstörung oder Beschädigung infolge externer Einflüsse liegt. Vorzugsweise sollte das dritte Isolierband eine hohe mechanische Festigkeit, eine hohe Wärmef estigkeit und eine hohe Korrosionsfestigkeit haben und wasserundurchlässig sein. Polyimidharze sind ein bevorzugtes Material für das dritte Isolierband wegen ihrer hohen Temperaturstabilität, ausgezeichneten Reibungseigenschaften und einer hohen Abriebfestigkeit bei hohen Temperaturen.
  • 3 Das erste Isolierband 28 kann eine vorher aufgebrachte Klebstoffschicht auf der Seite haben, die von dem Leiterdraht 24 abgewandt ist.
  • 4. Eine zusätzliche Wicklung oder zusätzliche Wicklungen können vorgesehen werden, von denen jede aus einem isolierten Leiter in erfindungsgemäßer Weise hergestellt ist.
  • 5. Für eine noch höhere elektromagnetische Kopplung können die Primär- und die Sekundärwicklung 18 bzw. 20 die Form einer Zweidrahtwicklung mit zwei isolierten Leiterdrähten nebeneinander haben, wobei die Ströme durch sie in entgegengesetzten Richtung fließen. Es ist tatsächlich ein Vorteil der Erfindung, in der Lage zu sein, einen kompakten Zweidrahttransformator zu schaffen, bei dem die Wicklungen gegen Hochspannungen isoliert wirksam sind.
  • 6. Die Primärwicklung 18 und die Sekundärwicklung 20 des Transformators können direkt auf den Kern 12 gewickelt werden.
  • 7 Isolierpapier kann zwischen der Primärwicklung 18 und der Sekundärwicklung 20 des Isolators nur deshalb gewickelt werden, um Oberflächenunregelmäßigkeiten der Primärwicklung zu beseitigen und damit das Wickeln der Sekundärwicklung 20 zu erleichtern. Normalerweise reicht eine Lage Isolierpapier aus, und die Dicke des zweiten und dritten Isolierbandes 28 bzw. 30 kann in diesem Falle auf etwa 0,004 mm verringert werden.
  • 8. Der Kern kann verschiedene andere Formen, wie schalen- oder ringförmig sein.
  • 9. Der Leiterdraht 24 kann mit einer Isolierschicht aus gebranntem Emaille beschichtet sein.

Claims (5)

1. Elektrische Spulenanordnung mit einer Wicklung (18 oder 20), bestehend aus einem Leiterdraht (24), mit einem ersten Isolierband (26), das darauf in einer ersten Richtung und mit einer Überlappung bestimmter Breite (W&sub1;) gewickelt ist, einem zweiten Isolierband (28), das auf das erste Isolierband (26) in einer zweiten Richtung entgegengesetzt zur ersten Richtung und mit einer Überlappung bestimmter Breite (W&sub2;) gewickelt ist, und einem dritten Isolierband (30), das auf das zweite Isolierband (28) in der ersten Richtung und mit einer Überlappung bestimmter Breite (W&sub3;) gewickelt ist, wobei die Breite (T&sub3;) des dritten Isolierbandes (30) geringer als die Breite (T&sub2;) des zweiten Isolierbandes (26) ist, und das Verhältnis der Breite (W&sub3;) der Überlappung des dritten Isolierbandes (30) zur Breite (T&sub3;) des dritten Isolierbandes (30) geringer als das Verhältnis der Breite (W&sub1;) der Überlappung des ersten Isolierbandes (26) ist, wobei letzteres Verhältnis mehr als 1/2 beträgt; dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (T&sub2;) des zweiten Isolierbandes (28) geringer als die Breite (T&sub1;) des ersten Isolierbandes (26) ist, und daß das Verhältnis der Breite (W&sub2;) der Überlappung des zweiten Isolierbandes (28) zur Breite (T&sub2;) des zweiten Isolierbandes (28) geringer als das Verhältnis der Breite (W&sub1;) der Überlappung des ersten Isolierbandes (26) zur Breite (T&sub1;) des ersten Isolierbandes (26) ist.
2. Elektrische Spulenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Breite (W&sub3;) der Überlappung des dritten Isolierbandes (30) zur Breite (T&sub3;) des dritten Isolierbandes geringer als 0,5 ist.
3. Elektrische Spulenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Isolierband (26) auf keiner der beiden Seiten eine aufgebrachte Klebstoffschicht hat, daß das zweite Isolierband (28) mit dem ersten Isolierband (26) über eine auf einer Seite des zweiten Isolierbandes (28) aufgebrachte Klebstoffschicht (32) verbunden ist, und daß das dritte Isolierband (30) mit dem zweiten Isolierband (28) durch eine auf einer Seite des dritten Isolierbandes (30) aufgebrachte Klebstoffschicht (34) verbunden ist.
4. Elektrische Spulenanordnung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Spulenanordnung zwei Wicklungen (18, 20) aufweist, die konzentrisch über die gesamte Oberfläche einer Spule (14) gewickelt sind, die zwei Flansche (16) an ihren gegenüberliegenden Enden hat, von denen ein Flansch zwei Paare von Endstücken (38, 40, 42, 44) aufweist, daß jede Wicklung (18, 20) von einem Leiterdraht (24) gebildet wird, der zwei gegenüberliegende Endteile hat, die mit einem Paar der Endstücke (38, 40, 42, 44) an einem der Spulenflansche (16) elektrisch verbunden sind, und daß die Breite (W&sub3;) der Überlappung des dritten Isolierbandes (30) geringer als die halbe Breite (T&sub3;) des dritten Isolierbandes ist.
5. Elektrische Spulenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (W&sub1;) der Überlappung des ersten Isolierbandes (26) jeder Wicklung (18, 20) mehr als zwei Drittel der Breite (T&sub3;) des ersten Isolierbandes ist.
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