DE69062C - Künstlicher Fufs - Google Patents

Künstlicher Fufs

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DE69062C
DE69062C DENDAT69062D DE69062DA DE69062C DE 69062 C DE69062 C DE 69062C DE NDAT69062 D DENDAT69062 D DE NDAT69062D DE 69062D A DE69062D A DE 69062DA DE 69062 C DE69062 C DE 69062C
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DE
Germany
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foot
tip
tension
artificial
spring
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DENDAT69062D
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English (en)
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h. SCHLÜTER in Altenessen, Rheinland
Publication of DE69062C publication Critical patent/DE69062C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE SO: Gesundheitspflege.
Die bisher bekannten künstlichen Füfse entsprechen keineswegs den ihnen gestellten Anforderungen. Wenngleich man vielfach bemüht gewesen ist, die Wirkung eines natürlichen Fufses nachzuahmen, so ist dieses doch nur in äufserst geringem Mafse gelungen, und die bisher bekannt gewordenen künstlichen gelenkigen Füfse übertreffen die einfachen Stelzfüfse nur um ein Geringes. Dieselben erreichen kaum einen höheren Zweck als die Möglichkeit, Schuhwerk zu tragen. Der Gang ist mit Hülfe derselben ein sehr schwerfälliger und äufserst ermüdend.
Die Ursache dieser Mängel liegt vornehmlich darin, dafs die Fufsspitze beim Ausschreiten sich nicht schnell genug streckt, und während des Auftretens die gelenkigen Theile des Fufses zu geringe elastische Kraft besitzen.
Man glaubte diese Uebelstände dadurch zu beseitigen, dafs man zwischen den Gelenktheilen Gummifedern einschaltete, welche beim Vorschwingen des Fufses sich ausdehnten und letzteren gerade richteten. Diese Federn durften aber nicht zu schnell zur Wirkung gelangen, da in diesem Falle die Spitze beim Vorziehen des Fufses auf dem Boden schleifte oder aufstiefs. Es konnten daher nur ganz schwache Federn zur Anwendung kommen, welche den Nachtheil hatten, dafs beim Auftreten die Nachgiebigkeit eine zu grofse ist und der Gang ein äufserst unsicherer bleibt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten künstlichen Fufs ist eine kräftige Feder α angewendet, welche den bei i drehbar an den Seitenstangen s angebrachten Mittelfufs A vorzudrücken bestrebt ist. Diese Feder α greift an einem die beiden Seitenstangen s verbindenden Bolzen g an, auf welchem gleichzeitig Hebel c drehbar sitzen. Der hintere Arm dieser Hebel trägt ein Druckstück b, welches mittelst eines Bolzens h an den Hebeln befestigt ist, während an der äufsersten . Spitze c1 des vorderen Armes Zugriemen angreifen. Die in der Zeichnung nicht dargestellten Zugriemen werden über die Schulter geführt oder anderswie in geeigneter Weise am Körper, an der Kleidung oder an dem Hosenträger befestigt, derart, dafs, wenn der Fufs beim Gehen seine hinterste Stellung eingenommen hat, die Riemen angezogen und erst in der nach vorn angehobenen Stellung des Fufses nachgelassen werden. In der hintersten Stellung des Fufses kommt die Feder α zur Geltung und hebt den Hacken vom Boden ab, genau so wie es beim Gehen eines natürlichen Fufses geschieht. In dieser Stellung ziehen erst die Riemen an und schwingen den Fufs vor. Bei den bisher bekannten künstlichen Füfsen blieb der Fufs auf dem Boden flach liegen, bis er vorgezogen wurde. Dadurch entstand das Lahmen, welches trotz vielfacher Versuche nicht beseitigt werden konnte. Bei der hier beschriebenen Einrichtung fällt dieser Uebelstand fort.
Die angezogenen Riemen drehen die Hebel c in der Weise um den Bolzen g, dafs das Druckstück b mit grofser Kraft abwärts auf die Fersenkappe A1 gedrückt wird. Infolge dessen wird auch der Mittelfufs A um seinen Bolzen i gedreht und dessen vorderer Theil entgegen der Spannung der Feder α .gehoben. Beim Vorsetzen des Fufses, also nach er-
folgtem Schritt, wird die Fufsspitze wieder in ihre höchste Lage gebracht, so dafs dieselbe unten nicht anstofsen kann. Erst in vorgestreckter Lage des Fufses wird sein vorderer Theil dem Druck der Feder α freigegeben und abwärts gerichtet. Der Fufs setzt dann auf den Erdboden elastisch auf, und indem der Oberkörper sich vorbewegt, kommt die Feder a wieder in der gewünschten Weise zur Wirkung, bis der Mittelfufs gegen den an den Stangen 5 festsitzenden oberen Fersentheil D anstöfst und von diesem wieder sich etwas entfernt. Die bei i mit den Stangen s drehbar verbundenen Gelenktheile d des Mittelfufses A sind mit diesem durch Schrauben oder Bolzen i3 fest verbunden, laufen nach unten zu flach aus und treten hier durch die Fufssohle durch (Fig. ι und 4). Dieselben bestehen vorzugsweise aus gutem Federstahl und tragen an ihren äufsersten Enden die Fufsspitze B, welche in der Ruhelage oben von dem Mittelfufs A etwas absteht. Die einander zugekehrten Endflächen dieser Theile legen sich erst beim Gehen an einander an, indem die Fufsspitze B sich beim Aufsetzen entgegen der Federspannung der Gelenktheile d um einen gewissen Winkel umlegt, wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen.
Der Fersentheil D, der Mittelfufs A und die Spitze B werden vorzugsweise aus hartem Holz gefertigt. Für das Druckstück b wird besonders hartes Material zu wählen sein, dasselbe kann auch aus recht hartem Holz hergestellt werden.
In dem Mittelfufs A und dem Fersentheil D sind für die Hebel c und das Druckstück b geeignete Einschnitte und Aushöhlungen vorgesehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Künstlicher Fufs, gekennzeichnet durch ein an dem hinteren Arm eines zweiarmigen Hebels (c) sitzendes Druckstück (b), welches beim Anziehen der an dem vorderen Arm angreifenden Riemen den Fufs derart dreht, dafs die Spitze beim Vorsetzen des Fufses entgegen der Spannung einer kräftigen Feder (a) angehoben wird, während bei vorgestrecktem Fufs und dadurch gelockertem Riemen die Spitze der Spannung der Feder nachgiebt, gestreckt wird und die kräftig gebaute Feder dem Gang grofse Sicherheit verleiht.
2. Bei dem unter Anspruch 1. gekennzeichneten künstlichen Fufs die als Blattfeder ausgebildeten Gelenktheile (dj, welche die um einen kleinen Winkel umlegbare Fufsspitze (B) elastisch tragen, behufs Erhöhung der unter Anspruch 1. genannten Wirkung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69062D Künstlicher Fufs Expired - Lifetime DE69062C (de)

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