DE69020106T2 - Doppelsiebformer in einer Papiermaschine. - Google Patents
Doppelsiebformer in einer Papiermaschine.Info
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- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Doppelsieb- bzw. Spaltformer in einer Papiermaschine, die eine untere Siebschleife und eine obere Siebschleife aufweist, die zusammen eine im wesentlichen horizontale Doppelsiebformzone bilden, die beim Formspalt beginnt, der in einem Raum zwischen der oberen und der unteren Siebschleife begrenzt ist, wobei sich der Raum keilförmig verengt, und in dem Bereich, in dem sich der Formspalt befindet, sind innerhalb der unteren Siebschleife eine erste Formwalze, nach der Walze ein Formschuh, nach diesem, innerhalb der unteren Seibschleife, eine Anzahl an Entwässerungselementen, nach denen die Bahn angeordnet ist, um entlang dem unteren Sieb zu folgen, von dem sie an dem Aufnahmepunkt abgelöst und auf eine Aufnahmestruktur oder Vergleichbares übertragen wird.
- Bezüglich der der Erfindung am nächsten kommenden Stand der Technik, wird auf die US Patente Nr. 3 438 854, 3 996 098 und 4 056 433 und ebenso auf die veröffentlichten FI Patentanmeldungen Nr. 61 217 und 77 702 verwiesen. Darüber hinaus enthält der sich auf die vorliegende Erfindung bezogene Stand der Technik die frühere Konstruktion, die von der Anmelderin unter dem Warenzeichen "SPEED FORMER HHS" (Anhang 1) und von der Messrs. Escher Wyss AG unter dem Warenzeichen "TWIN FORMER G" vertrieben wurde, wobei die letztere beispielsweise in dem Journal Wochenblatt für Papierfabrikation 11/12, 1989, S. 482, Abschnitt 3.5.1 (Anhang 2) beschrieben wurde.
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich ausdrücklich auf einen Spaltformer, in dem die Doppelsiebformzone im wesentlichen horizontal ist, was in dieser Verbindung in der Bedeutung verstanden ist, daß die Länge der Doppelsiebformzone in der Horizontalrichtung wesentlich größer ist, vorzugsweise mindestens zweimal so groß wie der Höhenunterschied zwischen dem Formspalt und dem letzten Ende der Doppelsiebzone. Bei Formern, die für neue Papiermaschinen bestimmt sind, können der Formspalt und das letzte Ende der Doppelsiebzone vorteilhafterweise im wesentlichen auf derselben Höhe sein, wohingegen in erfindungsgemäßen Formern, die für Modernisierungen bestimmt sind, der Formspalt auf einer Höhe angeordnet sein kann, die beträchtlich höher als das letzte Ende der Doppelsiebzone ist, die vorzugsweise mit der oberen Ebene des Langsiebs übereinstimmt, der modernisiert werden soll.
- Eine allgemeine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Weiterentwicklung der in den oben genannten Druckschriften beschriebenen Spaltformer, insbesondere der "SPEED FORMER HHS" Konstruktion der Anmelderin. Eine allgemeine Aufgabe der Erfindung ist es, einen Former zu schaffen, dessen Betrieb durch Dimensionieren und Regulieren von verschiedenen Betriebsparametern so gemacht werden kann, daß der Betrieb des Formers sogar mit hohen Produktionsraten und mit unterschiedlichen erzeugten Qualitäten optimiert werden kann, so daß die Formation und Retention des erzeugten Papiers ebenso wie die Symmetrie von deren gegenüberliegenden Seiten und der gesamten Struktur ausgezeichnet gemacht werden kann.
- Es ist eine besondere Aufgabe der Erfindung, einen Former zu schaffen, bei dem die in seinem Spaltbereich angeordnete Formwalze nach oben geöffnet ist, so daß kein Risiko besteht, daß die im Inneren der Formwalze untergebrachte Ansaugkammer mit Wasser gefüllt wird, wodurch es möglich ist, eine Ansaugkammer von voller Breite zu verwenden.
- Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen Former zu schaffen, dessen Entwässerungsleistung erhöht werden kann, während nichtsdestoweniger eine gute Formation, Retention und Symmetrie der Bahn beibehalten wird.
- Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Former zu schaffen, der sowohl auf neuen Maschinen als auch bei Modernisierungen von bestehenden Langsiebpartien angewendet werden kann, wie bei den von der Anmelderin unter dem warenzeichen "SYM-FORMER R" vertriebenen Formern unter Bezugnahme auf das FI Patent No. 75 375 der Anmelderin (entsprechende US Patente Nr. 4 614 566 und 4 744 866).
- In Anbetracht der Erreichung der oben genannten Aufgaben und denen, die sich später noch herausstellen, ist die Erfindung hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelsiebformzone eine Kombination der folgenden Bahnformzonen (a), (b) und (c) aufweist, die hintereinander in der unten angegebenen Reihenfolge angeordnet sind:
- a)im Bereich des Formspalts oder unmittelbar dahinter, eine erste Ansaugzone, die im Inneren der ersten Formwalze angeordnet ist, und unmittelbar dahinter eine zweite Ansaugzone, die im Inneren derselben Formwalze angeordnet ist, wobei die Ansaugzonen im ersten oberen Viertel der ersten Formwalze an der Seite des Formspaltes angeordnet sind und die Höhen des Unterdrucks in den Ansaugzonen einstellbar, vorzugsweise getrennt einstellbar sind;
- b)ein Formschuh, der die Doppelsiebformzone zumindest an ihrem hinteren Ende nach unten biegt und der mit einer offenen Führungsplatte versehen ist, wobei der Innenraum im Schuh zumindest in zwei nachfolgende Ansaugkammern aufgeteilt ist und die Höhen der in den Ansaugkammern wirksamen Unterdrücke einstellbar, vorzugsweise getrennt einstellbar angeordnet sind; und
- c)Bahnform- und/oder Führungselemente, die nach dem Formschuh angeordnet sind, wobei diese Elemente die Doppelsiebzone nach unten führen.
- Der erfindungsgemäße Former ist auf sehr vielseitige Art und Weise einstellbar, so daß der Entwässerungs- und der Formationsprozeß die ganze Zeit über wirksam unter Kontrolle ist.
- Erfindungsgemäß, da die erste Formwalze im Inneren der unteren siebschleife angeordnet ist und da deren Ansaugzonen im oberen Viertel der Formwalze an der Spaltseite angeordnet sind, wird erreicht, daß der in den Ansaugzonen vorherrschende Unterdruck die untere Seite der Bahn, die geformt wird, verdichtet, im Gegensatz zu dem oben genannten "SPEED FORMER HHS" Former. Die untere Seite der Bahn ist typischerweise weniger dicht als deren obere Seite. Somit kann dank der Erfindung eine reduzierte Seitenungleichheit der Bahn erzielt werden.
- Der erfindungsgemäße Former ist sowohl für neue Former als auch insbesondere ebenso gut für Modernisierungen von Lansiebpartien geeignet, wodurch es möglich ist, die Qualität und die Produktionsrate des durch Langsiebe erzeugten Papiers bei relativ niedrigen Investitionskosten zu verbessern.
- Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 11 beansprucht.
- Im Folgenden wird die Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf einige veranschaulichende Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, die in den Figuren der dazugehörigen Zeichnung erläutert sind, wobei die Erfindung keineswegs auf die Details dieser Ausführungsbeispiele begrenzt ist.
- Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Version der Erfindung, die für den Gebrauch in neuen Papiermaschinen bestimmt ist.
- Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zum Gebrauch bei Modernisierungen von Langsiebpartien.
- Fig. 3 zeigt den Anfangsteil einer Doppelsiebformzone gemäß der Erfindung in einem vergrößerten Maßstab.
- Der Doppelsiebformer einer in den Fig. 1 und 2 gezeigten Papiermaschine weist eine untere Siebschleife 10 und eine obere Siebschleife 20 auf, die zusammen eine Doppelsiebbahnformzone bilden. Die Doppelsiebzone beginnt an dem Formspalt G und endet an dem Ansaugkasten 13b, der innerhalb der unteren Siebschleife 10 angeordnet ist, nach der die Bahn W angeordnet ist, um entlang dem unteren Sieb 10 zu folgen.
- Im Inneren der unteren Siebschleife 10 befindet sich eine Formwalze 11 im Bereich des Spaltes G, und ihr folgt ein Formschuh 12, Ansaugkästen 13a und 13b, eine Gautschwalze 14 und eine Antriebswalze 15. Auf dem nach unten geneigten Lauf des unteren Siebes 10, zwischen den Walzen 14, 15, wird die Bahn W auf die Ansaugzone lBa der Aufnahmewalze 18 auf den Aufnahmefilz 19 weitergegeben, der die Bahn W zum Preßabschnitt (nicht gezeigt) der Papiermaschine trägt. Der Rücklauf des unteren Siebes 10 wird von Führungswalzen 16 geführt.
- Im Inneren der oberen Siebschleife 20 befindet sich eine Führungswalze 21, die im Bereich des Spaltes G mit einer glatten massiven Fläche 21' versehen ist, und ihr folgt die Doppelsiebformzone zwischen den Sieben 10 und 20. Der obere Sieb 20 wird durch einen Ansaugkasten 13a von dem unteren Sieb 20 und von der Bahn getrennt. Die Führungswalze 23 wendet den Lauf des oberen Siebs 20. Der Umkehrlauf des oberen Siebs 20 wird durch Führungswalzen 24 geführt. Im Inneren der oberen Siebschleife befindet sich eine Wassersammelrinne 22, die das aus der Bahn durch den oberen Sieb 20 besonderes in den Bereichen der Walze 11 und des Formschuhs 12 abgeflossene Wasser sammelt.
- Durch die Stauvorrichtung 31 in dem Stoffauflaufkasten 30 wird der Zellstoffsuspensionsstrahl J in den keilförmigen Spalt G zwischen den Bahnen 10 und 20 geführt, wobei der Boden des Spaltes im Bereich der ersten Ansaugzone 10a der Formwalze 11 angeordnet ist. Die Formwalze 11 ist mit einem perforierten Mantel 11' ausgestattet, in dessen Inneren zwei Ansaugzonen 11a und 11b hintereinander angeordnet sind. Die Ansaugzonen sind in dem oberen Viertel 11 an der Seite des Spaltes G angeordnet. Es ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung, daß die Ansaugzonen 11a und 11b in der Formwalze 11 nach unten geöffnet sind, so daß das Wasser in den Bereichen a und b der Ansaugzonen 11a, 11b mit Hilfe der Siebspannung, Unterdruck und der Schwerkraft nach unten entfernt wird, so daß kein Risiko besteht, daß die in den Ansaugzonen 11a und 11b angeordneten Ansaugkammern gefüllt werden.
- Wie in Fig. 3 gezeigt ist, beginnt die Doppelsiebformzone bei oder in der Nähe von der ersten Dichtungsrippe 37 der ersten Ansaugzone 11a, wobei der Boden des Formspaltes G zur selben Zeit an der Rippe angeordnet ist. Der gemeinsame Verlauf der Bahnen 10 und 20 wird von dem Mantel 11' der Formwalze bei oder in der Nähe der hintersten Dichtungsrippe 37 der zweiten Ansaugzone 11b getrennt, worauf ein kurzer gerader Verlauf der Bahnen 10, 20 folgt. Der Durchmesser 2Ro der Walze 11 liegt in der Regel im Bereich von 2Ro = 1400...1800 mm. Der Wirkungsbereich des Formschuhs 12, der mit einer gekrümmten grippten Platte 26 ausgestattet ist, beginnt danach.
- Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist der Formschuh in drei nacheinanderfolgende Ansaugkammern 12a, 12b und 12c unterteilt, die durch Trennwände 36, durch den äußeren Mantel 29 und durch flache Enden gebildet werden. Die gekrümmte gerippte Platte 26 des Formschuhs besteht aus Rippen 28, deren Langsrichtung senkrecht zur Laufrichtung der Bahnen steht, und aus Spalte 27 zwischen den Rippen, wobei die Spalte 27 zu den Vakuumkammern 12a, 12b und 12c in dem Schuh geöffnet sind. Der Krümmungsradius der gerippten Platte 26, die der ersten Kammer 12a gegenüberliegt, ist Ra, und deren Länge ist La, der Krümmungsradius der Platte der zweiten Kammer 12b ist Rb, und deren Länge ist Lb, und der Krümmungsradius der gerippten Platte der dritten Kammer 12c ist Rc und deren Länge ist Lc.
- Am geeignetsten ist Ra ≥ Rb ≥ Rc ≥ Ro und in entsprechender Art und Weise La ≥ Lb ≥ Lc Vorteilhafterweise liegt Ro im Bereich von Ro = 0,7...0,9 m, Ra liegt im Bereich von Ra = 3,0...5,0 m, Rb liegt im Bereich von Rb = 3,0.. 64,5 m und Rc liegt im Bereich von Rc = 2,56663,5. Auf entsprechende Art und Weise liegt La im Bereich von La = 0,4...0,8 m, Lb liegt im Bereich von Lb = 0,35...0,75 m und Lc liegt im Bereich von Lc = 0,30...0,70 m.
- Die Krümmungsradien Ra, Rb, Rc der Führungsplatte 26 des Formschuhs 12 haben dadurch eine Wirkung auf die Bahnformation, daß der Krümmungsradius R der Platte 26 die Winkeländerung (a), die im Bereich des Formschuhs 12 in der Laufrichtung der Siebe 10, 20 an der Spitze der Rippe einer jeden Platte 26 auftritt, bestimmt. Diese Winkeländerung erzeugt in der Bahn W einen Kraftvektor Fc = 2 T sin a, wobei T = Spannungsbelastung des oberen Siebs 20 ist. Wie gut bekannt ist, wirken ferner Zentrifugalkräfte und die Unterdrücke in den Ansaugkammern des Schuhs auf den Entwäserungsdruck p.
- Es ist ein wesentliches Merkmal der Kombination der Erfindung, daß die Doppelsiebformzone beginnend vom Spalt G nach oben steigt, und der Scheitelpunkt K der Doppelsiebformzone an der gerippten Platte 26 des Formschuhs angeordnet ist, vorzugsweise in seinem mittleren Bereich und an der mittleren Kammer 12b.
- In dem in Fig. 1 gezeigten Former, der für neue Papiermaschinen bestimmt ist, ist der Doppelsiebformteil nach seinem am Formschuh 2 angeordneten Scheitelpunkt K nach unten gekrümmt, und auf diesem nach unten geneigten (Winkel c) und dem im wesentlichen geraden Verlauf, gibt es zuerst drei aufeinander folgende Ansaugflachkästen 13a und darauf ein Ansaugflachkasten 13b bei einer Führungswalze 23 des oberen Siebes 20. Der Winkel c liegt in der Regel im Bereich c = 10...40º.
- Der in Fig. 2 gezeigte Former, der für Modernisierungen von bestehenden Langsiebpartien bestimmt ist, unterscheidet sich von dem in Fig. 1 gezeigten dahingehend, daß sich nach dem Formschuh 12, im Inneren der unteren Siebschleife 10, eine Führungswalze 17 befindet, in deren Bereich die Doppelsiebzone steil nach unten gekrümmt ist auf eine Führungswalze 25, die im Inneren der oberen Siebschleife 20 angeordnet ist, wobei diese Walze die Doppelsiebzone zur horizontalen Ebene T-T führt, die gleichzeitig die ursprüngliche Betriebsebene des zu modernisierenden Langsiebes ist. Der Ansaugflachkasten 13b stellt sicher, daß die Bahn entlang dem Ebenenabschnitt 10T des unteren Siebes folgt, dessen Länge mit Lo bezeichnet ist. Die bestehenden Rahmenteile, Entwässerungsausstattung und Walzen 14, 15, 16, die nach dem Ansaugkasten 13b an dem Langsieb angeordnet sind, können in der Regel als solche erhalten bleiben. Der Stoffauflaufkasten 30 kann zumindest teilweise an die Stelle des alten Stoffauflaufkastens angeordnet und üblicherweise auf dessen Standkonstruktionen abgestützt werden. Der Scheitelpunkt K des Anfangsabschnittes der Doppelsiebzone wird um die Abmessung H höher als die Ebene T-T angeordnet. Diese Differenz in der Höhe H = 1,5...2,5 m und die Länge des Ebenenabschnitts 10T des Siebes 10 liegt in der Regel im Bereich von Lo = 4...8m. Die Scheitelpunkte der Formwalze 11 und der Führungswalze 17 sind vorzugsweise im wesentlichen auf derselben horizontalen Ebene.
- Ein wesentliches Merkmal des Betriebes des erfindungsgemäßen Formers ist seine vielseitige Einstellbarkeit; es wurden Versuche gemacht, um die Einstellbarkeit in Fig. 3 zu erläutern. Der perforierte Mantel 11' der Formwalze 11 ist völlig offen, und seine Öffnung, d.h. der Anteil R and Löchern ist vorzugsweise R = 70...95%. Die Einstellbarkeit wird durch die Tatsache gefördert, daß unmittelbar nach dem Spalt G zumindest zwei, manchmal sogar drei, nachfolgende Ansaugzonen 11a, 11b verwendet werden, deren Höhen des Unterdrucks durch getrennte Unterdruck-Verbindungsleitungen 32a, 32b, die über die Druckregelventile 33a, 33b mit der Ansaugpumpe 41 verbunden sind, getrennt einstellbar sind, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Auf diese Art und Weise ist es möglich, die Unterdrücke pa und pb in den Kammern 11a und 11b unabhängig voneinander wirksam zu regulieren. Die Höhen des Unterdrucks liegen vorzugsweise in den Bereichen pa = 0...20 kPa und pb = 0...30 kPa. Die Größe der Abschnitte a und b der Ansaugzonen 11a, 11b werden vorzugsweise so gewählt, daß a > b,und daß a und b in der Regel in den Bereichen a = 20...60º und b = 10...20º liegen.
- Die vielseitige Einstellbarkeit des Formers wird ferner teilweise durch die Tatsache gefördert, daß hinter der gerippten Platte 26 des Formschuhs 12 Vakuumkammern 12a, 12b und 12c wirksam sind, deren Unterdrücke pa, pb und pc mit verschiedenen Höhen auch einstellbar sind. Diese Einstellbarkeit ist in Fig. 3 durch die Ansaugleitungen 34a, 34b und 34c erläutert, die durch Regelventile 35a, 35b und 35c mit der Unterdruckpumpe 42 verbunden sind, so daß die Unterdrücke pa, pb und pc unabhängig voneinander reguliert werden können. Die Regulierung wird durch die Regulierungseinheit 40 erläutert, der beispielsweise Meßergebnisse aus dem Prozeßcomputer der Papiermaschine bezüglich des Betriebs des Formers zugeführt werden. Der Betrieb des Formers mit den auftretenden Bahngeschwindigkeiten und den erzeugten Papierqualitäten und Zellstoffgualitäten kann zu Beginn durch das Bemessen der Abschnitte a und b der Ansaugzonen 11a und 11b, der Größen der Krümmungsradien Ra, Rb und Rc und der Längen La, Lb und Lc des Formschuhs 12 in geeigneter Weise, und während des Betriebs des Formers durch Regulieren der Preßdrücke p&sub1; und p&sub2; ebenso wie pa und pb und pc mittels des Steuersystems 40, 43, optimiert werden, so daß das Endergebnis eine optimale Bahnformation, Retention und Symmetrie der gegenüberliegenden Seiten und der gesamten Bahnstruktur ist.
- Nachfolgend werden die Patentansprüche angegeben, und die verschiedenen Details der Erfindung können die Variation innerhalb des Schutzbereiches des in den Ansprüchen definierten Erfindungsgedankens zeigen, die sich von den details unterscheiden&sub1; die im Vorstehenden nur beispielhaft angegeben wurden.
Claims (11)
1. Doppelsiebformer bzw. Spaltformer in einer Papiermaschine,
bestehend aus einer unteren Siebschleife (10) und einer oberen
Siebschleife (20), die zusammen eine im wesentlichen
horizontale Doppelsiebformzone bilden, die beim Formspalt (G)
beginnt, der in einem Raum zwischen der oberen und der unteren
Siebschleife (10, 20) begrenzt ist, wobei sich der Raum
keilförmig verengt&sub1; und in dem Bereich, in dem sich der
Formspalt (G) befindet, sind innerhalb der unteren Siebschleife
(10) eine erste Formwalze (11), nach der Walze ein Formschuh
(12), nach diesem, innerhalb der unteren Siebschleife, eine
Anzahl an Entwässerungselementen (13a, 13b), nach denen die
Bahn (W) angeordnet ist, um entlang dem unteren Sieb (10) zu
folgen, von dem sie an dem Aufnahmepunkt (P) abgelöst und auf
eine Aufnahmestruktur (19) oder Vergleichbares übertragen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Doppelsiebformzone eine Kombination der folgenden
Bahnformzonen (a), (b) und (c) aufweist, die hintereinander in
der unten angegebenen Reihenfolge angeordnet sind:
a)im Bereich des Formspalts (G) oder unmittelbar dahinter, eine
erste Ansaugzone (11a), die im Inneren der ersten Formwalze
(11) angeordnet ist, und unmittelbar dahinter eine zweite
Ansaugzone (11b), die im Inneren derselben Formwalze (11)
angeordnet ist, wobei die Ansaugzonen (11a, 11b) im ersten
oberen Viertel der ersten Formwalze (11) an der Seite des
Formspaltes (G) angeordnet sind und die Höhen des Unterdrucks
(p&sub1;, p&sub2;) in den Ansaugzonen einstellbar, vorzugsweise
getrennt einstellbar sind;
b)ein Formschuh (12), der die Doppelsiebformzone zumindest an
ihrem hinteren Ende nach unten biegt und der mit einer
offenen Führungsplatte (26) versehen ist, wobei der
Innenraum im Schuh zumindest in zwei nachfolgende
Ansaugkammern (12a, 12b, 12c) aufgeteilt ist und die Höhen
der in den Ansaugkammern wirksamen Unterdrücke (Pa, pb, pc)
einstellbar, vorzugsweise getrennt einstellbar angeordnet
sind; und
c)Bahnform- und/oder Führungselemente (13a, 13b, 17, 25) die
nach dem Formschuh (12) angeordnet sind, wobei diese Elemente
die Doppelsiebzone nach unten führen.
2. Spaltformer gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der höchste Scheitelpunkt (K) der Doppelsiebformzone auf dem
Formschuh (12) angeordnet ist, vorzugsweise in seinem mittleren
Bereich.
3. Spaltformer gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Doppelsiebzug an oder in dem Bereich der hinteren
Dichtungsrippe (37) der hinteren Ansaugzone (11b) in der ersten
Formwalze (11) in einem kleinen Winkel nach oben geneigt
angeordnet ist, um auf die Frontkante des Formschuhs (12)
gerichtet zu sein.
4. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Formschuh (12) zumindest zwei, vorzugsweise drei,
Ansaugkammern (12a, 12b, 12c) enthält, die direkt
hintereinander angeordnet sind, und jede davon getrennt an
einen Unterdruck (Pa, pb, pc) mit einstellbarer Höhe
angeschlossen ist, so daß die Höhe des Unterdrucks, der durch
die Löcher oder Schlitze (27) in der Führungsplatte des
Formschuhs (12) auf die Bahn, die geformt wird, wirkt,
einstellbar ist.
5. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Formspalt (G) von oben durch den oberen Sieb (10) gebildet
ist, der über eine Führungswalze (21) läuft, die mit einer
glatten massiven Fläche (21') versehen ist, und die in dem
Bereich des Spalts (G) als eine gerade Strecke auf oder zu dem
Bereich der vordersten Dichtungsrippe (37) der ersten
Ansaugzone (11a) in der ersten Formwalze (11) hin verläuft.
6. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Sektor (a) der vordersten Formzone (11a) in der ersten
Formwalze (11) wesentlich größer ist als der Sektor (b) der
direkt darauffolgenden zweiten Ansaugzone (11b), wobei die
Sektoren (a, b) vorzugsweise in den Bereichen von a=20...60º,
b=10...20 liegen.
7. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Formschuh (12) drei aufeinanderfolgende Ansaugkammern (12a,
12b, 12c) enthält, deren Längen in den Bereichen der Länge der
ersten Kammer La=0,4...0,8 m, der Länge der zweiten Kammer
Lb=0,35...0,75 m und der Länge der dritten Kammer
Lc=0,30...0,70 m liegen, und daß die Kurvenradien der gerippten
Führungsplatten (26) oder Vergleichbarem, die den Ansaugkammern
(12a, 12b, 12c) gegenüberliegen, in den Bereichen des Radius
der ersten Platte Ra=3,0...5,0 m, der zweiten Platte
Rb=3,0...4,5 m und des Radius der dritten Platte Rc=2,5...3,5 m
liegt.
8. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß
der Verlauf der Doppelsiebzone nach dem Formschuh (12) ebenso
eine im wesentlichen gerade, wie auch nach unten in einem
Winkel (c) geneigt gerichtete Strecke ist, wobei c=10...40º
beträgt, und wobei sich auf der geraden Strecke innerhalb der
unteren Siebschleife Entwässerungselemente, vorzugsweise Saug-
Flachkästen (13a, 13b) befinden, wobei der letztere (13b) davon
sicherstellt, daß die Bahn (W) dem unteren Sieb (10) folgt,
wenn der von seiner Führungswalze (23) geführte obere Sieb (20)
von der Bahn getrennt wird (Fig. 1).
9. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, der
insbesondere für Modernisierungen von Langsiebpartien bestimmt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
im Inneren der unteren Siebschleife (10) nach dem Formschuh
(12) eine Führungswalze (17) vorhanden ist, die den
doppelsiebzug führt und die den verbundenen Zug der Siebe (10,
20) steil nach unten lenkt, worauf eine Führungswalze (25) im
Inneren der oberen Siebschleife (20) angeordnet ist, wobei die
Walze (25) den Lauf der Siebe (10, 20) zur Ebene (T-T) des
oberen Laufs der bestehenden Langsiebpartie oder in die Nähe
dieser Ebene führt (Fig. 2).
10. Spaltformer gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Scheitelpunkt der Führungswalze (17), der im Inneren der
unteren Siebschleife (10) angeordnet ist, im wesentlichen auf
derselben Höhe wie der Scheitelpunkt der ersten Formwalze (11)
liegt, und daß der Unterschied in der Höhe (H) zwischen dem
Scheitelpunkt (K) der Doppelsiebzone und der Ebene (T-T) des
unteren Siebes gleich H=1,0 ... 3,0 m, vorzugsweise H=1,5 ...
2,5 m (Fig. 2) beträgt.
11. Spaltformer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß
die Höhen des Unterdrucks in jeder der Ansaugzonen (11a, 11b)
in der ersten Formwalze einstellbar gestaltet sind, so daß die
Höhe des Unterdrucks p&sub1; in der ersten Ansaugzone (11a) im
Bereich von p&sub1;=0 ... 20 kPa und die Höhe des Unterdrucks p&sub2; in
der nachfolgenden Ansaugzone (11b) im Bereich p&sub2;=0 ... 30 kPa
liegt, und daß die Höhen der Unterdrücke pa, pb, pc in den
verschiedenen Kammern (12a, 12b, 12c) in dem Formschuh (12) in
den Bereichen einstellbar gestaltet sind, wobei der Unterdruck
in der ersten Kammer (12a) im Bereich von pa=0 ... 5 kPa, der
in der zweiten Kammer (12b) im Bereich von pb=0 ... 10 kPa
und/oder der Unterdruck in der letzten Kammer (12c) im Bereich
von pc=0 ... 15 kPa liegt.
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