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Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Schlichtevorrichtung und insbesondere Mittel zum Messen des
Verbrauchs der Schlichte während des Schlichtvorgangs.
2. Beschreibung des Standes der Technik:
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Eine Schlichtevorrichtung nach der GB-A-2 208 360
bestimmt den Verbrauch einer Schlichte durch das Messen
der Veränderung des Pegels der Schlichte in dem
Aufnahmebehälter und der gemessene Schlichteverbrauch wird
verwendet, um den Anteil der Schlichte zu berechnen und
um den Druck der Quetschwalze zu regulieren.
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Dampf wird direkt in den Aufnahmebehälter, der die
Schlichte aufnimmt, eingeblasen, um die Schlichte bei
einer konstanten Temperatur zu halten. Der Dampf, der
in den Aufnahmebehälter zum Erwärmen der Schlichte
eingeblasen wird, wandelt sich in Wasser und erhöht die
Menge der Schlichte und verringert die Konzentration
der Schlichte mehr oder weniger.
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Wenn Dampf in den Aufnahmebehälter eingeblasen wird,
mißt das Pegelmeßgerät den Pegel der Schlichte, die
sich aus einem Verbrauch ergibt, aus einer Abnahme der
Menge der Schlichte aufgrund des Verbrauchs durch eine
Zunahme von deren Menge aufgrund der Zugabe von Wasser
durch Dampf in die Schlichte. Entsprechend ist die
Menge des Wassers, das durch die Kondensation von in den
Aufnahmebehälter eingeblasenen Dampf erzeugt wird, ein
direkter Fehler bezüglich des Verbrauchs an Schlichte
und daher weist der Anteil an Schlichte, der über die
Messung des Pegels der Schlichte in dem
Aufnahmebehälter bestimmt wird, einen Fehler und auf wirkt sich
nachteilig auf die Steuerung des Glättungsvorgangs aus.
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Entsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, den Verbrauch an Schlichte genau über die
Messung des Pegels der Schlichte zu messen unter
Berücksichtigung einer Erhöhung des Pegels aufgrund der
Zuführung von Dampf in den Aufnahmebehälter, der die
Schlichte beinhaltet.
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Um diese Aufgabe zu erfüllen, wird nach einem Aspekt
der vorliegenden Erfindung ein Zeitpunkt, in dem Dampf
in den Aufnahmebehälter, der die Schlichte aufnimmt,
eingeblasen, während der Abfall des gegebenen Pegels
der Schlichte gemessen wird, um eine
Gesamtdampfeinblaszeit zu bestimmen. Eine zugefügte Menge von Wasser
wird auf der Grundlage der gesamten Dampfeinblaszeit
berechnet und die Strömungsrate des in den
Aufnahmebehälter eingeblasenen Dampfes, nämlich die Menge des
Wassers, die der Schlichte in einer Einheitszeit
zugefügt wird, und die zugefügte Menge von Wasser wird zu
einer Abnahme der Schlichte, die auf der Grundlage
einer Änderung eines Pegels der Schlichte berechnet wird,
hinzuaddiert, um den Verbrauch an Schlichte genau zu
bestimmen.
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Nach einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird die Gesamtmenge an Dampf, die in den
Aufnahmebehälter, die die Schlichte aufnimmt, eingeblasen wird,
während einer Periode gemessen, in der ein gegebener
Pegel der Schlichte sich ändert, mittels eines
Strömungsmeßgeräts, eine zugefügte Menge von Wasser wird
auf der Grundlage der Gesamtmenge des in den
Aufnahmebehälter eingeblasenen Dampfes berechnet, die
Gesamtmenge von Wasser wird der Abnahme der Menge an
Schlichte hinzugefügt, die auf der Grundlage der Änderung des
Pegels der Schlichte berechnet worden ist, um einen
genauen Schlichteverbrauch zu messen. Wenn der Dampf eine
hohe Feuchtigkeit hat, wird die Feuchtigkeit des
Dampfes bei dem Berechnen der zugefügten Wassermenge
berücksichtigt.
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Die vorliegende Erfindung mißt so die zugefügte Menge
von Wasser, die in Form von in den Aufnahmebehälter
eingeblasenen Dampf eingbracht wird, während die
Schlichte verbraucht wird, und der Schlichteverbrauch
wird gemessen durch Addieren der hinzugefügten
Wassermenge zu der Abnahme der Schlichte, die auf der
Grundlage der Änderung des Pegels der Schlichte bestimmt
wird, so daß der Verbrauch an Schlichte genau bestimmt
werden kann. Entsprechend kann der Druck der
Quetschwalze genau auf der Grundlage des
Schlichteverbrauches bestimmt werden und es kann so ein stabiler
Schlichteprozeß ausgeführt werden.
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Diese und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen.
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Fig. 1 ist ein Blockdiagramm einer Schlichtevor
richtung;
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Fig. 2 ist ein Blockdiagramm einer arithmetischen
Prozeßeinheit;
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Fig. 3 ist eine graphische Darstellung, die die
Änderung des Pegels der Schlichte über die
Länge der geschlichteten Fäden zeigt;
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Fig. 4 ist ein Blockdiagramm einer arithmetischen
Prozeßeinheit;
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Fig. 5 ist eine Darstellung, die die Änderung des
Pegels der Schlichte über die Länge der
geschlichteten Fäden zeigt;
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Fig. 6 ist eine Darstellung, die die Änderung der
Schlichtekonzentration über die Länge der
geschlichteten Fäden zeigt;
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Fig. 7 ist ein Blockdiagramin, das die Verbindung
eines Schlichtekonzentrationsrechners mit
anderen Rechnern zeigt; und
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Fig. 8 ist ein Blockdiagramm des
Schlichtekonzentrationsrechners.
Erstes Ausführungsbeispiel (Fig. 1 bis 3)
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Figur 1 zeigt den allgemeinen Aufbau einer Schlichte-
Vorrichtung 1 in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
nach der vorliegenden Erfindung.
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Eine Mehrzahl von parallelen Fäden 2, die zu einem Band
angeordnet sind, werden zum Schlichten in einem
Schlichtekasten 25 über Führungsrollen 3 und 4 geführt.
Die geschlichteten Fäden 2 wqerden zwischen zwei Paar
von Walzen, jeweils bestehend aus einer Schlichtewalze
6 und einer Quetschwalze 5, die gegen die
Schlichtewalze 6 gedrückt ist, gequetscht. Die geschlichteten Fäden
2, die durch eine - nicht gezeigte - Trockeneinheit
geführt sind, werden durch eine Führungswalze 7 auf einen
Aufnahmebaum 8 geführt und werden auf dem Aufnahmebaum
8 aufgewickelt. Die Schlichtewalzen 6 sind teilweise in
eine Schlichteflüssigkeit eingetaucht, die in dem
Schlichtekasten 25 beinhaltet ist und werden zusammen
mit den Quetschwalzen 6 gedreht, um die Fäden 2 mit der
Schlichte 9 zu imprägnieren. Der Anteil der Schlichten
der Fäden 2 wird durch Steuern des Druckes der
Quetschwalzen 5 gesteuert.
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Wenn der Pegel L der Schlichte in einem
Aufnahmebehälter 11, der durch einen Pegeldetektor 20 erkannt wird,
während des Schichtevorgangs unterhalb eines
Grenzwertes abfällt, gibt ein nicht gezeigter Controller einen
Befehl ab, um dafür zu sorgen, daß der Schlichtepegel L
in dem Aufnahmebehälter 11 auf einen Bezugspegel L0 für
die Schlichte durch Zuführen von Schlichte 9 einer
gegebenen Schlichtekonzentration durch ein Abschaltventil
10 in den Aufnahmebehälter 11 ansteigt. Eine Pumpe 12
führt in die Schlichte 9 kontinuierlich bei einer
Strömungsrate, die eine Verbrauchsrate der Schlichte
übersteigt, ein, bei der die Schlichte 9, die in dem
Schlichtekasten 25 beinhaltet ist, verbraucht, so daß
die überschüssige Schlichte 9 den Schlichtekasten 25
überströmt und in den Aufnahmebehälter zurückkehrt. Der
Schlichteflüssigkeitspegel in dem Schlichtekasten
bleibt so konstant.
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Währen die Schlichte derart durch den Aufnahmebehälter
11 und den Schlichtekasten 25 zirkuliert wird, bleibt
die Schlichte 25, die von dem Aufnahmebehälter 11
aufgenommen wird, auf einer gewünschten Temperatur durch
einen Temperaturcontroller 13. Während die Schlichte 9
zirkuliert wird, erkennt ein elektrischer
Temperaturdetektor 14, der, beispielsweise in dem Aufnahmekasten 11
angeordnet ist, die Temperatur der Schlichte 9 und gibt
ein Erkennungssignal an den Temperaturcontroller 13.
Der Temperaturcontroller 13 erzeugt so ein
Temperatursteuersignal entsprechend der Abweichung der gemessenen
Temperatur von der gewünschten Temperatur und steuert
eine Betriebseinrichtung 16, etwa ein Solenoidventil,
das in einer Dampfzufuhrpassage 15 angeordnet ist, so
daß Dampf 18 von einer Dampfquelle 17, beispielsweise
durch die Dampfzufuhrpassage 15 zugeführt wird, in den
Aufnahmebehälter 11 für eine Zeitdauer, die
erforderlich ist, um die Abweichung auf null zu verringern. Die
Schlichte 9 wird direkt durch den Dampf 18 erwärmt und
die Temperatur der Schlichte 9 erreicht die gewünschte
Temperatur. Bei dem Übereinstimmen der Temperatur der
Schlichte 9 mit der gewünschten Temperatur stoppt der
Temperaturcontroller 13, der das Temperatursteuersignal
erzeugt, und infolgedessen stoppt die
Betätigungseinrichtung 16 das Zuführen von Dampf 18 in den
Aufnahmebehälter 11. Der Temperaturcontroller 13 steuert so die
Betriebseinrichtung 16, um Dampf 18 in den
Aufnahmebehälter 11 immer dann zuzuführen, wenn die Abweichung
der Temperatur der Schlichte 9 von der gewünschten
Temperatur den gegebenen Wert übersteigt, um die
Temperatur der Schlichte auf der gewünschten Temperatur zu
halten. Dampf 18, der, wie oben festgestellt, in den
Aufnahmebehälter 11 zugeführt wird, liefert so Wasser
als auch Wärme, wodurch die Menge der Schlichte 9
zeitweise erhöht wird.
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Während des Schlichtevorgangs empfängt eine
arithmetische Prozeßeinheit 19 ein den Schlichtepegel angebendes
Signal L, das durch einen Schlichtepegeldetektor 20
erzeugt wird, ein Temperatursteuersignal, das von dem
Temperaturcontroller 18 erzeugt wird, und das
Ausgangssignal eines Impulszählers 21 als Eingangssignale und
berechnet einen Schlichteverbrauch Q und einen
Schlichteanteil
R auf der Grundlage dieser Eingangssignale.
Der Impulszähler 21 ist mit einem Näherungsschalter 23
zum Erkennen einer verarbeiteten Länge der Fäden 2
verbunden. Der Näherungsschalter 23 schafft ein
Impulssignal entsprechend der Drehung eines Drehelements 22,
das, beispielsweise mit der Führungswalze 7 verriegelt
ist.
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Während der Zufuhr von Dampf 18 in den Aufnahmebehälter
11, nämlich während weiterhin das
Temperatursteuersignal von dem Temperaturcontroller 13 geliefert wird,
liefert, wie in Figur 2 gezeigt, ein
Bezugsimpulsgenerator 26, der in einer Zeiteinheit 38 vorgesehen ist,
einen Zug von Referenzimpulsen an einen Integrator 27.
Der Integrator 27 zählt die Anzahl der Impulse des
Zuges von Bezugsimpulsen während des Beibehaltens des
Temperatursteuersignals. Die Anzahl der Impulse des
Zuges von Bezugsimpulsen, der durch den Integrator 27
gezählt wird, stellt die Dauer des Betriebs der
Betriebseinrichtung 16 für das Zuführen von Dampf in den
Aufnahmebehälter 11 dar, nämlich eine Dampfzufuhrzeit ΣT.
Die Dauer eines Dampfzufuhrzustandes der
Betriebseinrichtung 16 kann direkt gemessen werden. Bei dem
Empfang eines Anforderungssignals von einem
Schlichteverbrauchsrechner 30 empfängt ein ersten
Wassermengenrechner 29 ein ΣT Signal, das die jeweilige Dampfzufuhrzeit
ΣT darstellt, von dem Integrator 27, multipliziert die
Dampfzufuhrzeit ΣT um eine gegebene
Wasservolumenströmungsrate, einen Wert, der der Wassermenge, die in Form
von Dampf in einer Einheitszeit zuzuführen ist,
entspricht, die durch eine Einstelleinrichtung 28 für die
Strömungsrate bestimmt wird, um die Menge ΔS, die in
Form von Dampf in den Aufnahmebehälter 11 eingeführt
wird und liefert ein ΔS, das die Menge ΔS von Wasser
darstellt, zu dem Schlichteverbrauchsrechner 30.
Während des Empfangs des ΣT Signals stellt der erste
Wassermengenrechner
29 den Integrator 27 zurück. Die
Wasservolumenströmungsrate ist ein vorgegebenes
Wasservolumen, das in Form des Dampfes in den Aufnahmebehälter
11 während des Dampfzufuhrbetriebs der
Betriebseinrichtung 16 während einer Einheitszeit zugeführt wird.
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Wenn ein Schlichtepegel L1 der Schlichte, die von dem
Aufnahmebehälter 11 aufgenommen wird, um einen
vorgegebenen Pegelabfall ΔL abfällt auf einen Schlichtepegel
2, wie in Figur 3 gezeigt, gibt der
Schlichteverbrauchsrechner 30 ein Rückstellsignal an den ersten
Wassermengenrechner 29 ab, um das ΔS Signal zu
empfangen und einen Schlichteverbrauch Q auf der Grundlage ΔS
Signals und des Pegelabfalls ΔL (= L1 - L2) anhand
einer Formel zu berechnen:
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Q = ΔL x K + ΔS
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wobei K die Bodenfläche des Aufnahmebehälters 11 ist.
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Falls erforderlich, berechnet ein
Schlichteanteilrechner 31 einen Schlichteanteil R auf der Grundlage von
erforderlichen Daten einschließlich der verarbeiteten
Länge 1 der Fäden 2 und der Konzentration C der
Schlichte durch Verwendung einer Formel:
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R = Ws/Ww,
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wobei Ws das Gewicht der von den Fäden 2 abgeführten
Schlichte ist und Ww das Gewicht der Fäden 2, die zum
Schlichten verarbeitet wird, angibt. In der
Beschreibung des ersten und des zweiten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung wird zur Vereinfachung
angenommen, daß die Konzentration C der Schlichte 9, die
von dem Aufnahmebehälter 11 angenommen wird, konstant
bleibt, nachdem Dampf in den Aufnahmebehälter 11
eingeführt ist.
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Das Gewicht Ws der von den Fäden 2 abgeführten
Schlichte ist eine Funktion des Schlichteverbrauchs Q, des
spezifischen Gewichts p der Schlichte und der
Konzentration C der Schlichte und das Gewicht Ww der
verarbeiteten Fäden 2 ist eine Funktion der Länge 1 (Yards)
der verarbeiteten Fäden 2, der Anzahl N der Fäden 2,
der Zahl (cotten count) E der Fäden 2 und von
Konstanten (840 und 2,2). Es gilt daher
Zweites Ausführungsbeispiels (Fig. 4)
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Eine Schlichtevorrichtung nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel verwendet einen Strömungsmesser zum
Messen der Strömungsrate des Dampfes 18.
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In Figur 4 ist gezeigt, daß ein Strömungsmeßgerät 32,
etwa ein piezoelektrisches digitales Strömungsmeßgerät
oder ein elektromagnetisches Meßgerät und ein
Drucksensor 33 hinter einer Betriebseinrichtung 16 bezüglich
der Strömung des Dampfes vorgesehen sind. Ein
Integrator 27 berechnet die Gesamtmenge ΣQ des dem
Aufnahmebehälter 11 zugeführten Dampfes auf der Grundlage von
Messungen, die durch Einströmungsmeßgeräte 32 erhalten
sind. Bei der Aufnahme eines Anforderungssignals von
einem Schlichteverbrauchsrechner 10 empfängt ein erster
Wassermengenrechner 29, ähnlich dem ersten
Wassermengenrechner 29, der bei dem ersten Ausführungsbeispiel
verwendet wird, die Gesamtmenge ΣQ von dem Ingetrator
27, stellt den Integrator 27 zurück, empfängt ein
Feuchtigkeitssignal, das die Feuchtigkeit X des Dampfes
darstellt, von einer Feuchtigkeitseinstelleinrichtung
37 und einem Drucksignal, daß den Druck P des Dampfes
wiedergibt, von dem Drucksensor 33, berechnet eine
Menge ΔS von Wasser, die zu dem Aufnahmebehälter 11
geführt wird und gibt sodann die Menge ΔS an den
Schlichteverbrauchsrechner 30. Wenn der Druck P des Dampfes
stabil ist, kann auf die Sensoren verzichtet werden und
es kann ein festes spezifisches Volumen verwendet
werden.
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Der Schlichteverbrauchsrechner 30 berechnet einen
Schlichteverbrauch Q und, falls erforderlich, berechnet
ein Schlichteanteilsrechner 31 einen Schlichteanteil R.
Drittes Ausführungsbeispiel (Fig. 5 bis 8)
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In dem ersten und in dem zweiten Ausführungsbeispiel
wird angenommen, daß die Konzentration C der Schlichte
konstant ist bei dem Bestimmen eines Schlichteanteils R
über die Messung der Variation des Schlichtepegels von
L0 bis L1 und von L1 bis L2. Tatsächlich nimmt die
Konzentration der Schlichte mehr oder weniger ab, wie in
Figur 6 gezeigt, wenn Dampf in den Aufnahmebehälter 11
eingeführt wird. Es ist daher vorzugsweise, eine
mittlere Schlichtekonzentration C zum Bestimmen eines
Schlichteverbrauchs Q und eines Schlichteanteils R
während der Änderung des Schlichtepegels L. In dem dritten
Ausführungsbeispiel berechnet ein
Schlichtekonzentrationsrechner 34 nacheinander die Schlichtekonzentration
Cb und Cc für die Schlichte 9, nachdem Dampf in den
Aufnahmebehälter eingeführt wird, jedesmal, wenn ein
Temperaturcontroller 13 ein Temperatursignal erzeugt,
nämlich jedesmal, wenn die Betätigungseinrichtung 16,
wie in den Figuren 7 und 8 gezeigt, funktioniert.
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Schließlich wird eine Schlichtekonzentration C des
Schlichtepegels durch einen gegebenen Wert gewonnen.
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Es wird angenommen, daß die Schlichte 9 einen
Schlichtepegel L zu Beginn des Schlichtevorgangs hat, wie in
Figur 5 gezeigt. Ein erstes Temperatursteuersignal wird
erzeugt, wenn der Schlichtepegel einen Schlichtepegel
Lb erreicht. Sodann gibt ein Schlichtepegeldetektor 20
ab, das dem Schlichtepegel Lb entspricht, an einen
Rechner 35 zum Bestimmen einer mittleren
Schlichtekonzentration, der in dem Schlichtekonzentrationsrechner
34 beinhaltet ist, ab. Ein zweiter Wassermengenrechner
36, der in dem Schlichtekonzentrationsrechner 34
beinhaltet ist, nimmt einen Impulszug auf, der durch einen
Bezugsimpulsgenerator 26 erzeugt wird, während des
Auftretens des Temperatursteuersignals, berechnet eine
zugefügte Wassermenge ΔSb auf der Grundlage der
Betriebszeit T der Betriebseinrichtung 16 und der Flußrate bei
Beendigung jedes Temperatursteuerzyklus der
Betriebseinrichtung 16, gesteuert durch das
Temperatursteuersignal, und gibt sodann die zugeführte Wassermenge ΔSb
an den Hauptschlichtkonzentrationsrechner 35.
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Sodann bestimmt der Rechner 53 für die mittlere
Schlichtekonzentration eine Schlichtekonzentration Cb
an dem Ende der Dampfzufuhr auf der Grundlage der
zugeführten Wassermenge ΔSb und einer
Schlichtekonzentration Ca, die in dem vorangehenden Temperatursteuerzyklus
berechnet worden ist unter Anwenden der Formel:
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Cb = {(Gewicht der Schlichte unmittelbar vor der Dampf
zufuhr )/(Gewicht der Schlichte unmittelbar nach der
Dampfzufuhr)} x Ca
wobei T die Menge der Schlichte ist, die außerhalb des
Aufnahmebehälters 11 zirkuliert.
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Die Schlichtekonzentration Cb wird bezüglich der Länge
lb der Fäden 2 verarbeitet, integriert zwischen einem
ersten Temperatursteuersignal und einem zweiten
Temperatursteuersignal und das Integral der
Schlichtekonzentration wird gespeichert. Die Schlichtekonzentration Ca
und die Länge la der verarbeiteten Fäden 2 vor dem
ersten Temperatursteuersignal werden integriert und deren
Integrale werden gespeichert. Die Integration wird
jedesmal durchgeführt, wenn das Temperatursteuersignal
geschaffen ist. Wenn der Schlichtepegel auf einen
Schlichtepegel L2 absinkt, wird eine mittlere
Schlichtekonzentration C während einer Periode, in der der
Schlichtepegel sich von L1 zu L2 geändert hat und die
Fäden 2 um eine Länge 2 verarbeitet worden ist, anhand
der folgenden Formel berechnet:
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Wenn der Schlichtepegel der Schlichte 9 dagegen den
Schlichtepegel L2 erreicht, berechnet ein
Schlichteanteilrechner 31 einen mittleren Schlichteanteil R1 auf
der Grundlage der mittleren Schlichtekonzentration ,
dem Gewicht W2 der während des Temperatursteuerzyklus
(dem Produkt aus der Länge Δ2 und dem Gewicht der Fäden
pro Einheitslänge) verarbeitet ist unter Verwendung der
Formel, die bei dem ersten Ausführungsbeispiel
verwendet worden ist.
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Obwohl die mittlere Konzentration sehr genau durch
einen solchen Vorgang bestimmt werden kann, ist es auch
möglich, eine einfache mittlere Konzentration zu
verwenden, die durch Berechnen einer Zunahme der
Wassermenge ΔS und Berechnen einer Schlichtekonzentration
erhalten worden ist unter Verwendung der Zunahme ΔS der
Wassermenge jedesmal, wenn der Schlichtepegel L sich um
ein Pegeldifferential L0 ändert, durch Bilden des
Mittelwertes {(L1 - L2)/} L0 mal der
Schlichtekonzentration C. Es ist auch möglich, eine mittlere
Schlichtekonzentration zu verwenden, die durch die nachfolgende
Berechnung gewonnen wird (CaO + Cal)/2, wobei CaO eine
Ausgangsschlichtekonzentration und Ca1 eine
Schlichtekonzentration ist, wenn der Schlichtepegel La ist und
Dampf in den Aufnahmebehälter 11 zugeführt wird, um
eine Wassermengenzunahme ΔS (= ΔSa + ΔSb + ΔSc) zu der
Schlichte 9 hinzuzufügen. Die Zunahme an Wassermenge ΔS
wird durch den ersten Wassermengenrechner 29 berechnet.
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Eine Schlichtekonzentration Ck der Schlichte 9, die von
dem Aufnahmebehälter 9 aufgenommen wird, nachdem neue
Schlichte 9 von einem Vorratsbehälter 29 über das
Abschaltventil 11 zugeführt worden ist, wird bestimmt
durch Berechnen einer Menge A der neuen Schlichte 9,
die zu dem Aufnahmebehälter 11 geführt wird, dem
Schlichtepegel L vor der Zufuhr der neuen Schlichte 9
in den Aufnahmebehälter 11, die Schlichtekonzentration
10 nach der Zufuhr der neuen Schlichte 9 in den
Aufnahmebehälter 11 und die Schlichtekonzentration C vor der
Zufuhr neuer Schlichte 9 in den Aufnahmebehälter 11.
Die Menge A wird geschätzt durch Addieren einer
Änderung der Menge der Schlichte entsprechend einer
Änderung des Schlichtepegels L während der Zufuhr der neuen
Schlichte 9 zu einem Schlichteverbrauch während der
Zufuhr der neuen Schlichte 9. Der Schlichteverbrauch
während der Zufuhr der neuen Schlichte 9 wird auf der
Grundlage der Länge lk der Fäden 2, die während der
Zufuhr der neuen Schlichte 9 geschätzt wird und dem
Schlichteanteil R, der vor der Zufuhr der neuen
Schlichtezufuhr 9 bestimmt wird.
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Obwohl die Schlichtevorrichtung in jeder der
vorangehenden Ausführungsbeipiele bei dem Abfallen des
Schlichtepegels L in dem Aufnahmebehälter 11 auf einen
gegebenen Pegel mit neuer Schlichte 9 nachfüllt, ist es
auch möglich, einen festen Schlichtepegel L
beizubehalten durch Zuführen von neuer Schlichte 9 von dem
Vorratsbehälter 24 in den Aufnahmebehälter 11 jedesmal,
wenn der Pegel L in dem Aufnahmebehälter 11 leicht
absinkt. In dem letzten Fall kann ein Schlichteverbrauch
Q bestimmt werden durch Integrieren eines
Strömungsratensignals Qk, das durch ein Strömungsmeßgerät 32
erzeugt wird, das hinter dem Abschaltventil 11 in der
Schlichtezufuhrpassage angeordnet ist, statt dem
Verwenden des Signals, das den Schlichtepegel L angibt und
geschaffen wird durch den Rechner 30 für den
Schlichteverbrauch, wobei ein Anforderungssignal an den ersten
Rechner 29 für den Wasserverbrauch abgegeben wird bei
Einstimmen des Integrals ΣQk mit einer gegebenen Menge
Qk0 und Addieren einer Wassermengenzunahme ΔS, die
durch den ersten Rechner 24 für die Wassermenge
berechnet wird, zu der Wassermenge QK0. Der Integrator 27
schafft ein Signal, das die Zunahme ΔS der Wassermenge
angibt, bewirkt durch den Dampf, der zu dem
Aufnahmebehälter 11 zugeführt wird, während Schlichte 9 der
gegebenen Menge QK0 in den Aufnahmebehälter zugeführt wird,
nämlich die Wassermengenzunahme ΔS, die bewirkt wird
durch Dampf, der in den Aufnahmebehälter 11 in einer
Zeitdauer eingeführt wird, in der der Schichtepegel L
um einen Wert abgefallen ist, der der Menge QK0
entspricht. In diesem Fall wird der Schlichteverbrauch
indirekt bestimmt über die Integrationsströmungsrate der
Schlichte, die zugeführt wird, wenn sich der
Schlichtepegel ändert bezüglich der Zeit, statt einem direkten
Bestimmen des Schlichteverbrauchs auf der Grundlage der
Änderung des Schlichtepegels L. In jedem Fall kann der
Schlichteverbrauch bestimmt werden durch Erkennen der
Änderung des Schlichtepegels L.
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Obwohl die Erfindung in seiner bevorzugten Form in
seiner bevorzugten Form mit einem gewissen Ausmaß an
Einzelheiten beschrieben worden ist, versteht sich, daß
viele Abwandlungen und Änderungen der Erfindung ohne
Loslösung von dessen Schutzbereich möglich ist.
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Die in der vorangehenden Beschreibung, in den
Ansprüchen und/oder in den beiliegenden Zeichnungen können
sowohl einzeln oder auch in jeder beliebigen
Kombination Grundlage zur Verwirklichung der Erfindung in ihren
verschiedenen Ausführungsformen sein.