DE69005653T2 - Rückratanordnung für den Gummi eines Scheibenwischerblattes und eine solche Rückratanordnung enthaltende Scheibenwischerblattanlage. - Google Patents
Rückratanordnung für den Gummi eines Scheibenwischerblattes und eine solche Rückratanordnung enthaltende Scheibenwischerblattanlage.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Verstärkungsanordnung eines Scheibenwischer-Blattgummis und eine Scheibenwischer- Blattanordnung mit einer entsprechenden Verstärkungsanordnung.
- Moderne Scheibenwischerblätter weisen üblicherweise ein Gestell auf, das eine Vielzahl von Bügeln umfaßt, deren Enden nahe dem Blattgummi mit Klauen versehen sind, die das Blattgummi ortsfest halten, während sie eine relative Längsbewegung zwischen dem Gummi und den Klauen oder allen bis auf eine Klaue ermöglichen, so daß das Blatt sich zusammen mit dem Gummi biegen kann, um der Krümung der Windschutzscheibe, auf der es angebracht ist, zu folgen.
- Das "Gummi" besteht üblicherweise entweder aus natürlichem oder aus synthetischem Gummi und ist infolge der Charakteristik des Materials in Querrichtung nicht ausreichend steif, um eine gute Wischcharakteristik zu gewährleisten. Deshalb wird dem Gummi die Steifigkeit mit Hilfe von Aussteifungselementen oder Verstärkungen verliehen, die sich in Längsrichtung des Gummis erstrecken.
- Eine Art der bekannten Berstärkungen ist die sogenannte "Zwillingsschienen"-Verstärkung. Diese besteht aus einem Paar von flachen metallenen oder anderen Streifen, die in Längsnuten des Blattgummis sitzen. Es bleibt dann das Problem, die Verstärkung in dem Blattgummi zu halten und darüber hinaus zu verhindern, daß das Blattgummi aus den Klauen des Blattgestells herausrutscht. In der Vergangenheit wurden geformte Gummis verwendet und die Gebrauchsabschnitte wurden durch geeignete Formung der Gummis erzielt. Somit waren beispielsweise die Schlitze, die die Verstärkungen tragen, an beiden Enden geschlossen, um so ein Herausrutschen der Berstärkung in Längsrichtung zu verhindern. Der aus dem Gummi und der Verstärkung bestehende Aufbau wurde dann in dem Gestell durch Ausbildung einer Tasche in dem Gummi gehalten, in die eine der Klauen des Gestells eindrang und in dieser gehalten wurde.
- Obwohl dies sich in der Praxis als ausreichend herausgestellt hat, gab es im Zusammenhang mit der Technologieentwicklung hinsichtlich der Reduzierung von Produktionskosten die Tendenz, von den relativ teueren geformten Gummis auf extrudierte Gummis umzustellen. Bei extrudierten Gummis ist es selbstverständlich nicht möglich, Schlitze mit geschlossenen Enden auszubilden, so daß andere Vorrichtungen zur Sicherung der Verstärkung in dem Blattgummi gefunden erden mußten. Zu diesem Zwecke wurden verschiedene Vorschläge gemacht. Beispielsweise ist es möglich, auf ein oder beide Enden des Gummis einen Endclip aufzusetzen und diesen durch Ausbildung von Schlitzen zu sichern, durch die er mittels der Gestellklaue gehalten werden kann. Diese Lösung erfordert jedoch ein oder zwei zusätzliche Teile pro Blatt, wodurch ein großer Anteil der durch Werwendung von extrudiertem Gummi eingesparten Kosten wieder verloren geht.
- Ein Vorschlag, der gemacht wurde, besteht darin, auf der Innenseite des Verstärkungsstreifens einen Ausschnitt auszubilden und de Enden des ausgeschnittenen Abschnitts mit nach innen weisenden Zähnen zu versehen, die das Blattgummi nahe der Klauenposition durchdringen (FR-A-250 20 86). Jedoch erfordert ein derartiger Aufbau eine komplizierte Montage und bringt eine Schwächung des Verstärkungsstreifens mit sich.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verstärkungsanordnung für ein Blattgummi und eine Konstruktion einer Scheibenwischer-Blattanordnung zu schaffen, bei der einige oder alle der o.g. Nachteile verringert oder im wesentlichen vermieden sind.
- Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist eine Verstärkungsanordnung eines Scheibenwischer-Blattgummis ein πaar flacher Streifen zur Anordnung in längsverlaufenden Nuten auf, die in den Längsseiten des Blattgummis ausgebildet sind, wobei jeder Streifen mit einem offenen Schlitz versehen ist, der zur Seite des Streifens hin ausgerichtet ist und außerhalb der Längserstreckung des Streifens an einer Stelle angeordnet ist, so daß er eine Klaue des Blattgestells aufnimmt, wenn der Streifen in dem Blattgummi angeordnet ist, wobei zumindest ein Streifen eine Zahnabschnitt aufweist, der zu der von dem die Klaue aufnehmenden Schlitz abgewandten Seite gebogen oder geformt ist, so daß er im Gebrauchszustand das Material des Blattgummis durchdringt, wobei der Zahnabschnitt am Ende des Streifens angeordnet und umgeformt und umgebogen ist.
- Vorzugsweise ist nur einer der Streifen mit dem gebogenen oder geformten Ende versehen, wobei in diesem Fall der Streifen mit dem gebogenen oder geformten Ende üblicherweise länger als der andere Streifen ist.
- Das gebogene oder geformte Ende kann veringerte Abmessungen aufweisen, um die Durchdringung des Materials des Gummis zu unterstützen, wobei das Gummi mit einem Loch vorgeformt sein kann, das das gebogene oder geformte Ende aufnimmt. Das gebogene oder geformte Ende kann angespitzt sein, um die Durchdringung des Materials des Gummis zu unterstützen, wobei in diesem Fall das vorgeförmte Loch in dem Gummi weggelassen werden kann.
- Wo die die Klaue aufnehmenden Schlitze an einem Ende der Streifen ausgebildet sind, so daß sie die Endklaue des Blattgestells aufnehmen, kann das gebogenen oder geformte Ende entweder an diesem Ende oder am entgegengesetzten Ende ausgebildet sein. Wenn beide Streifen mit gebogenen oder geformten Ende versehen sind, können diese vorzugsweise an entgegengesetzten Enden der jeweiligen Streifen angeordnet sein.
- Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist eine Scheibenwischer-Blattanordnung mit einer o.g. Verstärkungsanordnung vorgesehen, wobei die Scheibenwischeranordnung ein Gestell mit einem Hauptbügel oder -hebel, Schwenkmitteln zur Anbringung des Hauptbügels oder -hebels an einem Scheibenwischerarm und zumindest einem Nebenbügel oder -hebel aufweist, der in seinem Mittelbereich schwenkbar mit einem Ende des Hauptbügels oder -hebels verbunden ist, wobei die freien Enden der Bügel oder Hebel mit den Klauen versehen sind und das Blattgummi von den Klauen der Bügel oder Hebel gehalten ist.
- Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 : eine Ansicht eines Streifenpaares, das eine Verstärkungsanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung bildet,
- Figur 2 : eine ausschnittsweise perspektivische Ansicht eines Scheibenwischerblattes mit der Verstärkungsanordnung gemäß Figur 1,
- Figur 3 : eine ausschnittsweise perspektivische Ansicht des in Figur 2 gezeigten Teils des Blattes, jedoch aus entgegengesetzter Richtung,
- Figuren 4, 5, 6: Ansichten ähnlich der Figur 1, die verschiedene Ausführungsbeispiele der Verstärkungsanordnung zeigen und
- Figur 7 : eine vergrößerte Ansicht des einen Endes eines Streifens mit einer speziellen Ausgestaltung des gebogenen oder geformten Endes.
- In Figur 1 ist eine Verstärkungsanordnung dargestellt, die ein Paar flacher Streifen 1 und 3 aufweist, die vorzugsweise aus flachem Draht hergestellt sind. Der Hauptteil jedes Streifens 1 und 3 ist identisch, wobei die beiden Streifen bei auseinander gebogen sind und dort nach außen weisende Schlitze 7 zur Aufnahme der Klaue eines Blattgestells besitzen, wie bezüglich der Figuren 2 und 3 beschrieben wird. Der Streifen 1 ist länger als der Streifen 3 und besitzt ein äußeres Ende 9, das bei 11 umgebogen oder umgeformt ist, um einen Abschnitt 15 zu bilden, der sich im wesentlichen im rechten Winkel zu dem Reste des Streifens 1 erstreckt. Dieser Abschnitt 15 soll das Zaterial des Blattgummis durchdringen und den Streifen gegen längsgerichtete Bewegungen relativ zu dem Blattgummi sichern. Es ist anzumerken, daß der Abschnitt 15 nur die halbe Breite des sonstigen Streifens besitzt und sich von dessen innerem Rand erstreckt.
- Die Figuren 2 und 3 zeigen die Verstärkungsanordnung in Gebrauch. In diesen Figuren sind Teile eines Blattgestells dargestellt, das einen Hilfsbügel oder -hebel 21 umfaßt, dessen freies Ende 23 in einer Klaue 25 endet. Das von dem Blattgestell gehaltene Blattgummi ist bei 27 dargestellt. Wie ersichtlich ist sind die beiden Streifen 1 und 3 in längsverlaufenden Nuten 23 des Blattgummis 27 angeordnet. Sie sind an dem Gestell dadurch gehalten, daß die Klaue 25 des Hilfsbügels oder -hebels 21 in dem Schlitz 7 festgelegt ist. Der Streifen 1 ist in dem Gummi 27 mittels des Abschnitts 15 gehalten, der sich durch eine Öffnung oder ein Loch 31 in dem Blattgummi erstreckt. Diese Öffnung 31 kann vorgeformt sein oder in einfacher Weise dadurch erzeugt werden, daß der Abschnitt 15 durch das Material des Blattgummis 27 gedrückt wird.
- Genauer gesagt ist der Streifen 1 in der Nut 29 des Blattgummis 27 in Längsrichtung aufgrund der Durchdringung des Blattgummis 27 mittels des Abschnitt 15 des Streifens 1 und in Querrichtung mittels der Klauen 25 des Blattgestells sicher angeordnet und gehalten. Aufgrund der Aufnahme der Klaue 25 in dem Schlitz 7 ist der Streifen auch an einer Längsbewegung bezüglich des Gestells gehindert. Die verbleibenden, nicht dargestellten Klauen des Gestells sind nicht aufgenommen, so daß dem Rest des Blattgummis ausreichend Längsspiel gegeben ist, um der Krümm ung der Windschutzscheibe, auf der es angebracht ist, folgen zu können. Der zweite Streifen 3 ist in dem Gummi durch die Klaue 25 gehalten, die mit dem gegenüberliegenden ersten Streifen verbunden ist.
- Figur 4 zeigt eine Variation der Verstärkungsanordnung gemäß Figur 1, wobei der Abschnitt 15 bei 33 angespitzt ist. Diese Anspitzung des Abschnitts 15 unterstützt die Durchdringung des Materials des Blattgummis 27, insbesondere wenn dessen Öffnung 33 nicht vorgeformt ist.
- Figur 5 zeigt eine Version einer Verstärkungsanordnung, bei der der Abschnitt 15 nicht an dem gleichen Ende des Streifens wie die Schlitze 7 ausgebildet ist, jedoch dem gleichen Zwecke dient. Es kann gut sein, daß diese Version einfacher genau herstellbar ist.
- Figur 6 zeigt eine Verstärkungsanordnung, die der in Figur 1 gezeigten ähnlich ist, wobei jedoch der Abschnitt 15 des Streifens 1 sich statt von dessen innerem Rand von dessen äußerem Rand erstreckt. Dies kann das Risiko des Brechens des Materials des Streifens 1 verringern, wenn dieser gebogen oder geformt wird.
- Figur 7 zeigt, wie der Abschnitt 15 des Streifens 1 mit sowohl einer Verdrillung als auch einer Umbiegung ausgeformt sein kann, um einen größeren Oberflächenbereich in Längsrichtung des Blattgummis 27 zu erhalten. Um eine maximale Oberfläche zu erhalten besitzt der Abschnitt 15 außer im Bereich der Umbiegung 11 keine reduzierte Breite verglichen mit dem restlichen Streifen 1.
- Es versteht sich, daß verschiedene Modifikationen der beschriebenen Ausführungsbeispiele ausgeführt werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise können die Abschnitte 15 an beiden Streifen 1 und 3 ausgebildet sein, wobei ein Streifen den Abschnitt 15 an einem Ende und der andere Streifen einen Abschnitt 15 an dem anderen Ende besitzt. Falls es bei dieser Konstruktion gewünscht sein sollte, kann der Schlitz 7 in beiden Fällen nahe dem Abschnitt 15 angeordnet sein, so daß jeder Streifen eine unterschiedliche Klaue aufnehmen würde und keine direkte Verbindung zwischen den Streifen bestünde. Beide Streifen können dann identisch sein, so daß keine Notwendigkeit mehr zur Herstellung von zwei unterschiedlichen Streifen besteht und die Notwendigkeit, in das Gummi ein Loch zu stechen entfällt, wenn die Abschnitte 15 sich um das Ende des Gummis herum statt durch dieses hindurch erstrecken können.
- Aus dem oben Gesagten ergibt sich, daß mit der Erfindung eine Verstärkungsanordnung geschaffen ist, die es bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ermöglicht, ein extrudiertes Blattgummi an einem Blattgestell zu befestigen, ohne zusätzliche Teile zu verwenden oder die Klauen nach dem Zusammenbau schließen zu mussen.
Claims (10)
1. Verstärkungsanordnung eines
Scheibenwischer-Blattgummis (27) mit einem Paar flacher Streifen (1, 3)
zur Anordnung in längsverlaufenden Nuten (29) , die
in den Längsseiten des Blattgummis (27) ausgebildet
sind, wobei jeder Streifen (1, 3) mit einem offenen
Schlitz (7) versehen ist, der zur Seite des
Streifens (1, 3) hin ausgerichtet ist und außerhalb der
Längserstreckung des Streifens (1, 3) an einer
Stelle angeordnet ist, so daß er eine Klaue (25) des
Blattgestelles (21, 23) aufnimmt, wenn der Streifen
(1, 3) in dem Blattgummi (27) angeordnet ist, wobei
zumindest ein Streifen (1, 3) einen Zahnabschnitt
(15) aufweist, der zu der von den die Klaue
aufnehmenden Schlitz (7) abgewandten Seite gebogen oder
geformt ist, so daß er in Gebrauchszustand das
Material des Blattgummis (27) durchdringt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zahnabschnitt (15) am Ende
des Streifens angeordnet und umgeformt oder
umgebogen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß nur einer der Streifen (1, 3) mit dem gebogenen
oder geformten Ende (15) verseher ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Streifen (1, 3) mit dem gebogenen oder
geformten Ende (15) länger als der andere Streifen
(1, 3) ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gummi (27) mit einem Loch
(31) vorgeformt ist, daß das gebogene oder geformte
Ende (15) des Streifens (1, 3) aufnimmt.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das gebogene oder geformte Ende
(15) des Streifens (1, 3) angespitzt (33) ist, um
die Durchdringung des Materials des Gummis (27) zu
unterstützen.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die die Klaue aufnehmenden
Schlitze (7) an einem Ende der Streifen (1, 3)
ausgebildet sind, so daß sie die Endklaue (25) des
Blattgestells aufnehmen.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das gebogene oder geformte Ende (15) des
Streifens (1, 3) an dem Ende ausgebildet ist, das dem die
Klaue aufnehmenden Schlitz (7) benachbart ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das gebogene oder geformte Ende (15) des
Streifens (1, 3) an dem Ende ausgebildet ist, das dem die
Klaue aufnehmenden Schlitz (7) abgewandt ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Streifen (1, 3) an
entgegengesetzten Seiten mit einem gebogenen oder
geformten Ende (15) ausgebildet sind.
10. Scheibenwischer-Blattanordnung mit einer
Verstärkungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Gestell mit einem
Hauptbügel oder -hebel, Schwenkmitteln zur
Anbringung des Hauptbügels oder -hebels an einem
Scheibenwischerarm und zumindest einem Nebenbügel oder
-hebel (21), der in seinem Mittelbereich schwenkbar
mit einem Ende des Hauptbügels oder -hebels
verbunden ist, wobei die freien Enden (23) der Bügel oder
Hebel (21) mit den Klauen (25) versehen sind und das
Blattgummi (27) von den Klauen (25) der Bügel oder
Hebel (21) gehalten ist.
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