DE69002606T2 - Methode zur Wärmebehandlung von Laktoferrin ohne seine physiologische Aktivität zu verlieren. - Google Patents

Methode zur Wärmebehandlung von Laktoferrin ohne seine physiologische Aktivität zu verlieren.

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DE69002606T2
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Hiroshi Miyakawa
Eiji Nagao
Hitoshi Saito
Yoshitaka Tamura
Mamoru Tomita
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Morinaga Milk Industry Co Ltd
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Description

    Anwendungsgebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen ohne Verlust ihrer physiologischen Aktivitäten. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen unter pH-Wert-Bedingungen zwi schen 1,0 und 6,5 bei einer Temperatur oberhalb von 60 ºC.
  • Ausgangssituation der Erfindung
  • Lactoferrin ist als ein eisenbindendes, in Tränen, Speichel, peripherem Blut, Milch u.dgl. auftretendes Protein bekannt. Es ist bekannt, daß Lactoferrin verschiedene physiologische Aktivitäten aufweist, beispielsweise antibakterielle Aktivität gegen schädliche Bakterien (B. J. Nennecke und K. L. Smith, Journal of Dairy Science, Bd. 67, S. 3, 1984), Aktivität zur Förderung der Eisenabsorption im Darm (G. B. Fransson et al., Journal of Pediatric Gastroenteorology and Nutrition, Bd. 2, S. 693, 1983), entzündungshemmende Aktivität (J. V. Bannister et al., Biochimica et Biophysica acta, Bd. 715, S. 116, 1982) usw.
  • Der Zusatz von Lactoferrin zu Nahrungsmitteln, haltbargemachten Nahrungsmitteln, Medikamenten, Kosmetika u.dgl. ist daher wünschenswert.
  • Lactoferrin ist jedoch gegenüber einem Erhitzen in der Nähe eines neutralen pH-Werts unstabil, so daß die Wärmebehandlung von Lactoferrin zu einer Denaturierung des Lactoferrins führen kann. Nach Veröffentlichungen gehen die physiologischen Aktivitäten des Lactoferrins durch Erhitzen bei 62,5 ºC für 30 Minuten zumeist verloren, wobei eine vollständige Denaturierung beim Erhitzen auf 70 ºC für 15 Minuten auftritt (J. E. Ford et al., Journal of Pediatrics, Bd. 90, S. 29; 1977). Eine kennzeichnende Bedingung ist in diesem Zusammenhang die traditionelle thermische Sterilisation der Milch durch Erhitzen auf 63 ºC für 30 Minuten.
  • Oftmals ist das Erhitzen von Nahrungsmitteln, Futtermitteln, Medikamenten, Kosmetika zur Pasteurisierung, Sterilisierung oder zum Kochen erforderlich, wobei jedoch eine ausreichende Wärmebehandlung bei Lactoferrin oder Lactoferrin als einen Bestandteil enthaltenden Substanzen für die Nutzung seiner physiologischen Aktivitäten nicht angewendet werden kann.
  • Mit der vorliegenden Erfindung wurde ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen ohne Verlust ihrer physiologischen Aktivitäten entwickelt und festgestellt, daß beim Erhitzen von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen unter sauren Bedingungen deren physiologische Aktivitäten, wie beispielsweise antibakterielle Aktivität, eisenbindende Aktivität, Antigenität, kaum beeinträchtigt werden. Die vorliegende Erfindung beruht auf dieser Entdeckung.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Gewährung eines Verfahrens zur Wärmebehandlung von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen ohne Verlust ihrer physiologischen Aktivitäten.
  • Eine besondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Gewährung eines Verfahrens zum Pasteurisieren, Sterilisieren oder Kochen durch Erhitzen von Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltenden Substanzen ohne Verlust ihrer physiologischen Aktivitäten.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Lactoferrin oder Lactoferrin enthaltende Substanzen bei einer Temperatur oberhalb von 60 ºC unter pH-Wert-Bedingungen zwischen 1,0 und 6,5 erhitzt.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1 eine graphische Darstellung der Beziehungen zwischen Erwärmungstemperatur und Erwärmungsdauer in bezug auf Proben von Lactoferrin mit unterschiedlichem pH, um nicht-denaturierte Anteile von mehr als 60 % zu gewährleisten.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Das hierin verwendete Wort "Lactoferrin" umfaßt Lactoferrin, das aus ausnahmslos allen Ausgangsstoffen von Lactoferrin abgeleitet werden kann, wie beispielsweise Milch der Säugetiere (beispielsweise Milch des Menschen sowie die von Kühen, Schafen, Ziegen, Pferden u.dgl.), und zwar in jeder beliebigen Laktationsstufe (z.B. Kolostralmilch, Übergangsmilch, Reifemilch, Milch der späteren Laktation), verarbeitete Milch- und Nebenprodukte der Milchverarbeitung, wie beispielsweise Magermilch, Molke u.dgl. (nachfolgend allgemein als Milch u.dgl. bezeichnet).
  • Das hierin verwendete Wort "Lactoferrin" umfaßt ausnahmslos alle Lactoferrinsubstanzen, wie beispielsweise kommerzielles Lactoferrin, natives Lactoferrin, das unmittelbar nach der herkömmlichen Methode (z.B. Ionenaustausch-Chromatographie) von ausnahmslos allen Ausgangsstoffen des Lactoferrins isoliert wurde, durch Entfernen von Eisen aus nativem Lactoferrin mit Hilfe von Salzsäure, Citronensäure u.dgl. gewonnenes Apolactoferrin, durch Chelatbildung von Apolactoferrin mit Metall, wie beispielsweise Eisen, Kupfer, Zink, Mangan u.dgl., erhaltenes metallgesättigtes Lactoferrin, oder deren geeignete Mischungen (sie sind nachfolgend allgemein mit LF abgekürzt).
  • Die hierin verwendeten Worte "Lactoferrin enthaltende Substanzen" umfassen ausnahmslos alle Substanzen, in denen LF enthalten ist, und alle beliebigen und sämtliche Substanzen, in denen LF zugesetzt wurde. Beispielsweise können Lactoferrin enthaltende Substanzen Nahrungsmittel, Futtermittel, Kosmetika und Medikamente u.dgl. umfassen, die LF enthalten. Aus Gründen der Einfachheit werden Lactoferrin und Lactoferrin enthaltende Substanzen nachfolgend allgemein als LF-Substanzen bezeichnet.
  • Normalerweise wird die Wärmebehandlung von LF- Substanzen in flüssiger Phase ausgeführt, allerdings befinden sich LF-Substanzen nicht notwendigerweise in der flüssigen Phase, sondern müssen Lactoferrin in einem Zustand oder einer Phase enthalten, in dem/der sich das 1LF unter pH- Wertbedingungen innerhalb des beschriebenen Bereichs befinden muß. Beispielsweise können LF-Substanzen grobe Feststoffsubstanzen umfassen, denen LF zugemischt ist oder an denen es in Form einer Flüssigkeit, Aufschlämmung oder Paste haftet.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden LF- Substanzen durch Zusatz anorganischer Säure (beispielsweise Salzsäure, Phosphorsäure u.dgl.) und/oder organischer Säure (beispielsweise Essigsäure, Citronensäure u.dgl.) zunächst auf ihren pH-Wert in einem Bereich von 1,0 ... 6,5, vorzugsweise 2,0 ... 6,0, eingestellt. Natürlich ist die Einstellung des pH-Werts nicht erforderlich, wenn LF- Substanzen von sich aus einen innerhalb des beschriebenen Bereichs liegenden pH-Wert aufweisen, jedoch wird noch die Einstellung des pH-Werts der LF-Substanzen je nach der anzuwendenden Aufheizbedingung (Erwärmungstemperatur und Erwärmungsdauer) und dem Zweck der Wärmebehandlung (beispielsweise Sterilisierung, Kochen u.dgl.) auf den optimalen pH- Wert bevorzugt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt die Wärmebehandlung bei einer Temperatur oberhalb von 60 ºC. Der Temperaturbereich der Wärmebehandlung ist hauptsächlich für die Sterilisierung vorgesehen, jedoch erfolgt die Festlegung unter Berücksichtigung der praktischen Wärmebehandlung in der Nahrungsmittelindustrie. Das Erwärmen der LF-Substanzen kann mehr oder weniger zu einer Denaturierung von LF und zur Beeinträchtigung ihrer physiologischen Aktivitäten führen. Die Stärke der physiologischen Aktivitäten von LF hängt im allgemeinen von der Konzentration des LF ab. Um daher die physiologischen Aktivitäten von LF zu nutzen, wird angestrebt, daß in den erhitzten LF-Substanzen so viel nicht-denaturiertes LF wie möglich ist. Vom praktischen Gesichtspunkt wird der nicht-denaturierte Anteil von LF in LF-Substanzen in der vorliegenden Erfindung auf mehr als 60 % gehalten, obgleich dies nicht entscheidend ist. Die hierin verwendeten Worte "nicht-denaturierter Anteil" bedeuten den Anteil der Menge an nicht-denaturiertem LF in den LF- Substanzen nach dem Erwärmen, bezogen auf denjenigen vor dem Erwärmen.
  • Um schließlich einen nicht-denaturierten Anteil von mehr als 60 % zu erzielen, wird die Wärmebehandlung der LF- Substanzen in einem pH-Wert-Bereich von 1,0 bis 6,5 bei einer geeigneten Kombination einer Temperatur oberhalb von 60 ºC und einer geeigneten Zeitspanne durchgeführt.
  • Durch Erwärmen behandelte LF-Substanzen werden nach einem konventionellen Verfahren gekühlt, im Bedarfsfall in Behälter gefüllt und verschlossen, um auf diese Weise LP- Produkte zu erhalten, die physiologische Aktivitäten aufweisen. Durch Erwärmen behandelte LF-Substanzen können getrocknet werden, um pulverförmige Produkte zu erhalten. In diesem Zusammenhang kann jedes beliebige herkömmliche Trocknungsverfahren angewendet werden, sofern LF nicht weiter denaturiert wird. Typische Trocknungsverfahren sind das Vakuumtrocknen, Gefriertrocknen und Sprühtrocknen u.a.
  • Es wird davon ausgegangen, daß die durch Wärmebehandlung erhaltenen LF-Substanzen als Nahrungsmittel, Futtermittel, Kosmetika, Medikamente u.dgl. je nach den übrigen darin enthaltenen Bestandteilen angewendet werden können, wie sie sind, und zu frischen oder haltbar gemachten Lebensmitteln oder Futtermitteln oder Erzeugnissen davon sowie Medikamenten oder Kosmetika oder Erzeugnissen davon zugesetzt werden können.
  • Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend einige beispielhafte Tests beschrieben.
  • TEST 1
  • Die Aufgabe dieses Tests besteht in der Veranschaulichung der Beziehungen zwischen den Bedingungen der Wärmebehandlung und dem Grad der Beeinträchtigung der physiologischen Aktivitäten von LF.
  • 1) Methode
  • Es wurde handelsübliches LF (von der Oleofina, Belgien) in gereinigten Wasser in einer Konzentration von 5 % (Gewichtsprozent, sofern nicht anders angegeben) aufgelöst und die resultierende Lösung zu je 10 ml in 66 Reagenzgläser verteilt. Die LF-Lösung in den Reagenzgläsern wurde auf den in Tabelle 1 angegebenen pH-Wert-Bereich von 1 bis 11 eingestellt, um Proben von elf Gruppen zu erhalten, von denen jeweils 6 Proben den gleichen pH-Wert haben. Die zu jeder Gruppe gehörenden 6 Proben wurden bei sechs verschiedenen Temperaturen von 60 ºC bis 120 ºC für 5 Minuten entsprechend Tabelle 1 erhitzt.
  • Um die Koagulation von LF festzustellen, wurde nach dem Erhitzen das Aussehen der Proben mit dem bloßen Auge untersucht und sodann der Anteil an denaturiertem LF in jeder Probe unter Verwendung von Asahi-Pack C4P-50 (Warenzeichen von der Asahi Kasei) mit Hilfe der Umkehrphasen-HPL- Chromatographie mit einem linearen Gradienten von 0,5 M Natriumchlorid enthaltenes Acetonitril gemessen.
  • 2) Ergebnisse
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Mit den Werten in Tabelle 1 werden die nicht-denaturierten Anteile angegeben, d.h. der Wert von 100 % bedeutet, daß LF nicht denaturiert ist. Es wird davon ausgegangen, daß LF gegenüber dem Erwärmen unter sauren Bedingungen sehr stabil ist. Ebenfalls wird davon ausgegangen, daß es merkliche Abstände zwischen den nicht-denaturierten Anteilen von auf 80 ºC erhitzten Proben von pH 6 und 7, denen von auf 90 ºC erhitzten Proben mit pH 6 und 7 und denen von auf 100 ºC erhitzten Proben mit pH 5 und 6 gibt. Um die Werte zwischen den Abständen zu interpolieren und die bevorzugten Bedingungen der Wärmebehandlung unter den praktischen Temperaturen herauszufinden, wurden ähnliche Tests an den Proben mit kleinerer Differenz der pH-Werte durchgeführt. Insbesondere wurden Proben mit pH 6,5 auf 80 0c bzw. 90 0c und eine Probe mit pH 5,5 bei 100 ºC für 5 Minuten erhitzt. In den Ergebnissen betrugen deren nicht-denaturierte Anteile 67,3 % (Probe mit pH 6,5 bei 80 ºC erhitzt), 45,0 % (Probe mit pH 6,5 bei 90 ºC erhitzt) bzw. 63,4 % (Probe mit pH 5,5 bei 100 ºC erhitzt).
  • Folgende bevorzugte Kombinationen von Erwärmungstemperatur und pH-Wert, bei denen ein nicht-denaturierter Anteil von über 60 % erhalten wurde, wurden festgestellt: bei 60 ºC mit pH 8 oder weniger, bei 70 ºC mit pH 7 oder weniger, bei 80 ºC mit pH 6,5 oder weniger, bei 90 ºC mit pH 6,0 oder weniger und bei 100 ºC mit pH 5,5 oder weniger. Tabelle 1 Temp. Test (ºC) Pos. pH der LF-Lösung koagul. nicht-denat. Hinweis: Beobachtung mit bloßem Auge +: vollständig koaguliert ±: nicht koaguliert,jedoch halbtransparent -: nicht koaguliert und transparent nicht-denaturierter Anteil anhand der Flüssigchromatographie: Zahlenwerte: prozentualer Peak von erhitztem LF bezogen auf den Peak von nichterhitztem LF im Chromatogramm x: aufgrund der Koagulation nicht meßbar.
  • TEST 2
  • Die Aufgabe dieses Tests besteht in der Bestimmung der geeigneten Kombinationen von Erwärmungstemperatur und Erwärmungsdauer mit verschiedenen pH-Werten, um einen nicht- denaturierten Anteil von mehr als 60 % zu erzielen.
  • 1) Methode
  • Es wurden in der gleichen Weise wie in Test 1 neun Gruppen von Proben von LF-Lösungen mit verschiedenen pH- Werten, 1,0, 2,0, 3,0, 4,0, 5,0, 6,0, 6,5, 7,0 und 8,0, hergestellt. Die resultierenden Lösungen wurden bei einer Temperatur zwischen 60 ºC und 120 ºC für 100 Minuten erhitzt. Der nicht-denaturierte Anteil wurde für die jeweiligen Proben in der gleichen Weise gemessen wie in Test 1, indem ein von ihnen regelmäßig entnommener Anteil verwendet und gekühlt wurde. Die Intervalle für die Entnahme der jeweiligen Anteile der Proben betrugen 30 Sekunden während 1 bis 10 Minuten nach Beginn des Erhitzens, 1 Minute während 10 bis 20 Minuten bzw. 10 Minuten währen 20 bis 100 Minuten nach Beginn des Erhitzens.
  • 2) Ergebnisse
  • Die Ergebnisse sind in Fig. 1 dargestellt, worin Kombinationen von Erwärmungstemperatur und Erwärmungsdauer, bei denen sich ein nicht-denaturierter Anteil von 60 % ergeben hatte, in bezug auf jede der Proben mit pH 1,0 (dargestellt durch die Linie x - x, mit pH 2,0, dargestellt durch Δ - Δ, mit pH 3,0, dargestellt - , mit pH 4,0, dargestellt durch O - O, mit pH 5,0, dargestellt durch -, mit pH 6,0, dargestellt durch - , mit pH 6,5, dargestellt durch - , mit pH 7,0, dargestellt durch -, und pH 8,0, dargestellt durch - , aufgetragen wurden und worin die Ordinate die Erwärmungszeit entsprechend der logarithmischen Einteilung und die Abzisse die Erwärmungstemperatur zeigen.
  • Jede der Kombinationen von Temperatur und Zeit in den Bereichen unterhalb der jeweiligen Linien in Fig. 1 kann für die entsprechenden LF-Substanzen mit dem entsprechenden pH einen nicht-denaturierten Anteil von mehr als 60 % ergeben.
  • Es wurde festgestellt, daß LF-Substanzen unter sauren pH-Wert-Bedingungen zwischen 1,0 und 6,5, insbesondere zwischen 2,0 und 6,0, stabil sind und daß, selbst wenn LF- Substanzen auf eine verhältnismäßig höhere Temperatur erhitzt werden, die Denaturierung von LF bei einem relativ niedrigen Wert gehalten werden kann, wenn die Erwärmungsdauer verkürzt wird. Wenn beispielsweise eine LF- Substanz mit pH 4,0 bei 120 ºC erhitzt wird, kann ein nicht- denaturierter Anteil von mehr als 60 % durch Einschränkung der Erwärmungsdauer auf 3 Minuten oder weniger erhalten werden, obgleich der nicht-denaturierte Anteil 0 % betrug, wenn die LF-Substanz bei 120 ºC für 5 Minuten (siehe Tabelle 1) erhitzt wurde. Es wird davon ausgegangen, daß bei Erhitzen einer LF-Substanz mit pH 2,0 bei 100 ºC für 5 Minuten der nicht-denaturierte Anteil kleiner ist als 60 % (25,7 % in Tabelle 1), der nicht-denaturierte Anteil von mehr als 60 % jedoch erhalten werden kann, wenn die Erwärmungsdauer weniger als 2 Minuten beträgt (siehe Fig. 1).
  • Es wird davon ausgegangen, daß, um einen nicht- denaturierten Anteil von mehr als 60 % zu erzielen, jede Kombination einer Erwärmungstemperatur, einer Erwärmungsdauer und eines pH-Werts in dem Bereich unterhalb der Linie gewählt werden kann, die dem angenommenen pH-Wert einer LF-Substanz unter Berücksichtigung der Aufgabe der Wärmebehandlung entspricht.
  • TEST 3
  • Die Aufgabe dieses Tests ist die Bestimmung der Beeinträchtigung der antibakteriellen Aktivität von LF durch die Wärmebehandlung.
  • 1) Methode 1-1) Herstellung des Kulturmediums und der Vorkultur 1-1-1) Herstellung der Vorkultur
  • Von der Stammkultur von Escherichia coli wurden mit einer Platinöse Bakterienzellen entnommen und auf einer Agar-Auszählplatte (von Nissui Seiyaku) ausgestrichen, gefolgt von einer stationären Inkubation bei 35 ºC für 16 Stunden (unter aerober Bedingung). Die auf der Oberfläche gewachsenen Kolonien der Kultur wurden mit einer Platinöse aufgenommen und in pasteurisierter physiologischer Kochsalzlösung zur Herstellung einer Vorkultur suspendiert, die eine mit einem Spektrophotometer (von Hitachi Saisakusho) gemessene optische Dichte von 1,0 (bei 660 nm) hatte.
  • 1-1-2) Herstellung von basischem Kulturmedium
  • Basisches Kulturmedium (flüssiges Kulturmedium) wurde durch Auflösen von Bactocasiton (von Difco) in gereinigtem Wasser mit einer Konzentration von 1 % unter Einstellung des pH-Werts der resultierenden Lösung auf 7,0 mit Hilfe von 1 M Natriumhydroxid zubereitet und sodann bei 115 ºC für 15 Minuten pasteurisiert.
  • 1-1-3) Herstellung von Testkulturmedium
  • Eine auf einen pH-Wert von 4,0 eingestellte LF-Lösung wurde auf 100 ºC für 5 Minuten (zum Pasteurisieren) in der gleichen Weise wie im Test 1 erhitzt, um eine Testprobe von erhitzter LF-Lösung herzustellen. Eine Menge der resultierenden erhitzten LF-Lösung wurde zu einem Teil des basischen Kulturmediums zugesetzt, um ein Testkulturmedium herzustellen, das 1.000 ppm erhitztes LF enthielt.
  • Die auf einen pH-Wert von 4,0 eingestellte LF-Lösung wurde mit einem Membranfilter (von Advantec) filtriert, um darin verunreinigte etwaige mikrobielle Zellen zu entfernen und nichterhitzte LF-Lösung herzustellen. Eine Menge der resultierenden nichterhitzten LF-Lösung wurde zu einem Teil des basischen Kulturmediums zugesetzt, um ein Testkulturmedium herzustellen, das 1.000 ppm nichterhitztes LF enthielt.
  • 1-1-4) Herstellung von Kontrollkulturmedium
  • Zu einem Teil des basischen Kulturmediums wurde die gleiche Menge sterilisiertes Wasser wie die der LF-Lösungen zur Herstellung der Testkulturmedien zugegeben, um ein Kontrollkulturmedium herzustellen, das kein LF enthielt.
  • 1-2) Test auf antibakterielle Aktivität
  • Jedes der Test- und Kontrollkulturmedien wurde mit der Vorkultur in einer Konzentration von 1 % beimpft, gefolgt von einer Inkubation bei 35 ºC für 15 Stunden. Durch regelmäßiges Messen der optischen Dichte der Nährböden nach 5, 10 und 15 Stunden nach Beginn der Inkubation wurde die Wachstumshemmrate in der gleichen Weise wie vorstehend beschrieben bestimmt und entsprechend der folgenden Formel berechnet.
  • Wachstumshemmrate (%) = 100 - (A / B x 100)
  • (darin bezeichnet A die Differenz der entsprechenden optischen Dichten des Testkulturmediums nach 5, 10 und 15 Stunden Inkubation und diejenige vor der Inkubation, während B die Differenz der entsprechenden optischen Dichten des Kontrollkulturmediums nach 5, 10 bzw. 15 Stunden Inkubation sowie diejenige vor der Inkubation angibt).
  • Vor und nach der Zugabe von LF-Lösungen oder sterilisiertem Wasser zum basischen Kulturmedium gab es bei der Herstellung des Test- und Kontrollkulturmediums keine wesentlichen Änderungen der pH-Werte.
  • 2) Ergebnisse
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt. Es wird festgestellt, daß die antibakterielle Aktivität von erhitztem LF und nichterhitztem LF überwiegend die gleiche ist. Tabelle 2 Probe Proliferationsinhibitionsrate (%) nach Std. Kontrolle nichterhitztes LF erhitztes LF
  • TEST 4
  • Die Aufgabe dieses Tests ist die Bestimmung des Einflusses der Wärmebehandlung auf die LF-Eigenschaft der Eisenbindung.
  • 1) Methode
  • Es wurden in der gleichen Weise wie in Test 1 erhitzte LF-Lösung (pH 4,0 erhitzt auf 100 ºC für 5 Minuten) und nichterhitzte LF-Lösung hergestellt. Die Eigenschaft der Eisenbindung der resultierenden LF-Lösungen wurde nach der Methode von Baer et al. (A. Baer et al., Journal of Dairy Research, Bd. 46, S. 83, 1979) bestimmt und der prozentuale Anteil der gebundenen Eisenmenge an erhitztem LF bezogen auf die an nichterhitztem LF gebundene Eisenmenge berechnet.
  • 2) Ergebnisse
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Die Eigenschaft der Eisenbindung von erhitztem LF und nichterhitztem LF ist überwiegend die gleiche, wobei festgestellt wurde, daß es durch Wärmebehandlung im wesentlichen keinen Einfluß auf die Eigenschaft der Eisenbindung des LF gibt. Tabelle 3 Probe Eigenschaft derEisenbindung nichterhitztes LF erhitztes LF
  • TEST 5
  • Die Aufgabe dieses Tests ist die Bestimmung des Einflusses der Wärmebehandlung auf die Antigenität von LF.
  • 1) Methode
  • Die Antigenität der Proben von erhitztem LF und nichterhitztem LF, die in der gleichen Weise wie in Test 4 (pH 4,0, erhitzt auf 100 ºC für 5 Minuten) hergestellt wurden, wurde nach der Methode von Laurell (C. B. Laurell, Analytical Biochemistry, Bd. 15, S. 45, 1966) gemessen und der prozentuale Wert der Antigenität von erhitztem LF bezogen auf den von nichterhitztem LF berechnet.
  • 2) Ergebnisse
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 dargestellt. Es wurde festgestellt, daß die Antigenität von erhitztem LF und nichterhitztem LF überwiegend die gleiche ist, so daß es keinen wesentlichen Unterschied gibt. Tabelle 4 Probe Antigenität (%) nichterhitztes LF erhitztes LF
  • TEST 6
  • Die Aufgabe dieses Tests ist die antibakterielle Aktivität von erhitztem LF bei seinem Zusatz zur Milch zu veranschaulichen.
  • Zu 10 kg sterilisierter Milch (sterilisiert bei 70 ºC für 30 Minuten mit nachfolgendem Kühlen) wurden 500 g erhitzte LF-Lösung, hergestellt in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 (Bedingungen der Wärmebehandlung: pH 5,0, bei 70 ºC für 30 Minuten), aseptisch zur Herstellung einer Testprobe zugegeben (Probe Nr. 1). Die resultierende Testprobe wurde mit jeweils 200 ml in Flaschen gegeben und verschlossen. Es wurden hergestellt: eine Kontrollprobe (Probe Nr. 2), die aus sterilisierter Milch bestand, der kein LF zugesetzt wurde (Bedingungen der Sterilisierung waren die gleichen wie bei der zur Herstellung der Testprobe Nr. 1 verwendeten Milch); eine Kontrollprobe (Probe Nr. 3), die aus sterilisierter Milch bestand (Bedingungen der Sterilisierung waren die gleichen wie die bei der zur Herstellung der Testprobe Nr. 1 verwendeten Milch) und sterilisiertes LF (deaktiviert) in der Milch (die LF- Konzentration war die gleiche wie bei Probe Nr. 1).
  • Die resultierenden Proben wurden bei 25 ºC haltbar gemacht, um mit dem bloßen Auge etwaige Veränderungen im Aussehen zu beobachten und die Aktivität des zugesetzten LF zu bestimmen.
  • Sämtliche Proben Nr. 2 und 3 wurden nach dem zweiten Tag nach Beginn der Haltbarmachung koaguliert, während bei der Probe Nr. 1 nach dem fünften Tag nach Beginn der Haltbarmachung keine Koagulation beobachtet wurde.
  • Es wird davon ausgegangen, daß Koagulation von Milch Säuerung oder Fermentation der Milch bedeuten. Anhand der Ergebnisse wurde festgestellt, daß antibakterielle Aktivität von erfindungsgemäß erhitztem LF zur Haltbarmachung der Milch wirksam ist. Die Ergebnisse dieses Tests legen die Annahme nahe, daß erfindungsgemäß erhitztes LF auch zur Haltbarmachung jeder beliebigen und aller anderen Substanzen außer Milch wirksam ist, wenn das erhitzte LF in der gleichen Weise zugesetzt wird. Es ist ebenfalls offensichtlich, daß andere physiologische Aktivitäten des erhitzten LF, wie sie durch die erwähnten Tests veranschaulicht wurden, in der Testprobe erhalten bleiben (Probe Nr. 1).
  • Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend einige Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • In 29,7 kg gereinigten Wassers wurden 300 g handelsübliches LF (von der Oleofina, Belgien) aufgelöst und der pH-Wert der resultierenden Lösung sodann mit Hilfe von 1 M Salzsäure auf 4,0 eingestellt. Die resultierende Lösung wurde auf 70 ºC für 3 Minuten erhitzt und sodann bei 130 ºC für 2 Sekunden unter Verwendung des UHT-Sterilisationssystems (von der Morinaga Engineering) sterilisiert, wonach auf 15 ºC abgekühlt wird und etwa 30 kg erhitzte LF-Lösung erhalten werden.
  • Der nicht-denaturierte Anteil der resultierenden LF- Lösung betrug 99 % und wurde nach der gleichen Methode wie im Test 1 (Flüssigkeitschromatographie) gemessen. Im Verlaufe der Wärmebehandlung gab es kein Verbrennen und kein Anhaften von LF an dem Sterilisationssystem. Die resultierende LF-Lösung kann als ein Medikament in der Form verwendet werden, wie sie ist, und kann als ein Bestandteil von pharmazeutischen Zubereitungen oder Kosmetika verwendet werden sowie als ein Additiv für Nahrungsmittel oder Futtermittel.
  • Beispiel 2
  • In 20 kg Orangenjuice mit den in Tabelle 5 angegebenen Bestandteilen wurde 1 kg handelsübliches LF (von der Oleofina, Belgien) aufgelöst. Die resultierende Lösung wurde für 15 Minuten bei 80 ºC erhitzt und danach abgekühlt, aseptisch zu je 200 ml in Gasflaschen gegeben, verschlossen und auf diese Weise 95 Flaschen Orangenjuice erzeugt. Der nicht-denaturierte Anteil des erhitzten LF im Orangenjuice betrug 99,6 % und wurde nach der gleichen Methode wie im Test 1 gemessen (Flüssigkeitschromatographie). Tabelle 5 Zucker Aroma (Orange) Citronensäure Natriumcitrat Kohlensäurewasser insgesamt Hinweise: Beschaffenheit der Mischung: pH 4,5, flüssig, transparent und orange Färbung.
  • Beispiel 3
  • In 9,5 kg gereinigten Wassers wurden 500 g handelsübliches LF (von der Oleofina, Belgien) aufgelöst. Die resultierende Lösung wurde mit Hilfe von 1 M Citronensäure auf pH 5,0 eingestellt. Die resultierende Lösung wurde für 30 Minuten bei 70 ºC erhitzt und danach gekühlt und so etwa 10 kg erhitzte LF-Lösung erhalten.
  • Beispiel 4
  • Es wurde eine Mischung von
  • Salatöl 6,8 kg
  • Weinessig 1,4 kg
  • Zitronensaft 0,13 kg
  • Eigelb 1,37 kg
  • Tafelsalz 0,06 kg
  • Zucker 0,14 kg
  • Senf 0,10 kg
  • handelsübliches LF 0,1 kg (von Oleofina, Belgien) ausreichend gerührt und die resultierende Mischung danach 10 Minuten bei 60 ºC unter Rühren erhitzt, wonach man abkühlen ließ und dadurch etwa 10 kg Majonäse (pH 4,0) erhielt, die erhitztes LF enthielt.
  • Beispiel 5
  • Es wurde eine Mischung von
  • Wasser 2,9 kg
  • handelsüblicher Apfelsaft 0,75 kg
  • pulverförmiges Agar 0,05 kg
  • mittelkörniger Kristallzucker 2,05 kg
  • handelsübliches LF (von der Oleofina, Belgien) 50 g
  • homogen gemischt, die resultierende Mischung (pH 5,0) für 20 Minuten bei 90 ºC erhitzt, die resultierende Lösung in eine flache Pfanne gegossen, wonach man abkühlen ließ. Das resultierende Gel wurde zu Würfeln von 2 cm geschnitten und danach auf einem Sieb getrocknet, mit mittelkörnigem Kristallzucker bestreut und dadurch 500 Stück Gelee erzeugt, das erhitztes LF enthielt.
  • Beispiel 6
  • In eine Säule mit einem Durchmesser von 10 cm wurden 500 ml eines Ionenaustauschharzes, CM-Toyopearl 650C (Warenzeichen der TOSOH) eingefüllt und danach 2 l einer 10%igen NaCl-Lösung durch die Säule geleitet, mit Wasser gewaschen und dadurch einen Ionenaustauschsäule vom Na-Typ hergestellt. Durch die resultierende Säule wurden 60 l Ziegenkäsemolke (pH 6,5) mit einer Durchflußrate von 4 l/h bei 4 ºC durchgeleitet. Die an dem Kunstharz adsorbierten Bestandteile wurden mit konventionellen Verfahren eluiert und dadurch etwa 5 l des Eluats erhalten. Das resultierende Eluat wurde gegen gereinigtes Wasser dialysiert, gefolgt von einer Ultrafiltration mit einem Ultrafiltrations-Modul SEP- 1013 (von der Asahi Kasei), um das Eluat zu konzentrieren, wodurch etwa 200 ml einer 1%igen Ziegen-LF-Lösung erhalten wurden.
  • Die resultierende LF-Lösung wurde durch Zusatz von 1 M Salzsäure auf pH 4,5 eingestellt und für 15 Minuten bei 80 ºC erhitzt, wonach man auf 15 ºC abkühlen ließ und dadurch etwa 200 ml Ziegen/erhitztes LF-Lösung erhielt.
  • Der nicht-denaturierte Anteil des in der Lösung enthaltenden LF betrug 99,7 % und wurde nach der gleichen Methode wie in Test 1 gemessen (Flüssigkeitschromatographie).
  • Ergebnisse der Erfindung
  • Die Ergebnisse der Erfindung sind folgende:
  • 1) Gemäß der vorliegenden Erfindung hergestelltes erhitztes LF läßt sich sicher für Nahrungsmittel, Futtermittel, Medikamente und Kosmetika verwenden, da es eine natürliche Substanz ist, die beispielsweise in Milch enthalten ist.
  • 2) Das Verfahren der vorliegenden Erfindung eignet sich für die Anwendung zur Herstellung und Verarbeitung, bei denen eine Wärmebehandlung einbezogen wird, von Nahrungsmitteln, Futtermitteln, Medikamenten und Kosmetika, die LF enthalten.
  • 3) Alle LF enthaltende Substanzen können durch Erhitzen sterilisiert, pasteurisiert und gekocht werden, ohne die physiologischen Aktivitäten von LF zu beeinträchtigen.

Claims (2)

1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Lactoferrin im befeuchteten Zustand oder einer Substanz, die befeuchtetes Lactoferrin enthält, welches Verfahren umfaßt Einstellen des pH-Werts des befeuchteten Lactoferrins zwischen jeweils einschließlich 1,0 und 6,5, Erhitzen der Substanz bei einer Temperatur gleich oder oberhalb von 60 ºC.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Erhitzen über eine Zeitspanne vorgenommen wird, die abhängig von der Kombination der pH-Wert-Bedingungen zwischen 1,0 und 6,5, einer Temperatur gleich oder oberhalb von 60 ºC und einer relativ kurzen Dauer zur Gewährleistung eines nicht- denaturierten Anteils von Lactoferrin von nicht weniger als 60 % festgelegt wird.
DE1990602606 1990-01-18 1990-12-19 Methode zur Wärmebehandlung von Laktoferrin ohne seine physiologische Aktivität zu verlieren. Expired - Lifetime DE69002606T3 (de)

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