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Elektrische Christbaumbeleuchtung Es sind elektrische Christbaumbeleuchtungen
bekannt, die die natürliche Beleuchtung mit Wachs- oder Stearinkerzen nachahmen
sollen. Bei diesen haben die Lichtquellen die Form von Kerzen. jede Glühbirne soll
eine Flamme darstellen und sitzt auf einem dem Kerzenkörper @ entsprechenden Sockel,
während die den Sockel aufnehmende Fassung mit einer Klemmvorrichtung zur Biefestigung
der Kerze versehen ist. Diese Kerzen haben -ein verhältnismäßig hohes Gewicht und
stellen sich deshalb häufig schief. Bei den üblichen Christbaumbeleuchtungen dieser
Art sind eine größere Anzahl von Glühlampen für niedrige Spannung hintereinandergeschaltet,
um die ganze Kette ohne Spannungsherabsetzung an das Lichtnetz anschließen zu können-.
Infolgedessen erlischt beim Durchbrennen oder bei Beschädigung einer Lampe die ganze
Beleuchtung oder mindestens eine ganze Lampenkette. Es sind auch schon Christbaumbeleuchtungen
bekannt, bei denen die Betriebsspannung durch einen vorgeschalteten Transformator
auf einen ungefährlichen Wert herabgesetzt ist und bei denen ferner die gebräuchlichen
telektrischen Kerzen und Kleinglühlampen parallel geschaltet in Gruppen durch einzelne
Abzweigleitungen und gemeinsame Verteilungsstücke mit der an den Transformator angeschlossenen
Hauptleitung verbunden sind. Ferner ist es bei Illuminationsgirlanden und ähnlichen
aus zahlreichen elektrischen Lampen zusammengesetzten Gebilden bereits bekannt,
die einzelnen Glühlampen. oder Glühlampengruppen in Parallelschaltung an den für
sich isolierten Drähten einer Speisiedoppelleitung anzuschließen. In einem Falle
.sind dabei die Glühlampen ,auch von durchscheinenden. Schmuckkörpern umgeben und
mit ihnen Kontakten an kurze, isolierte Drähte angelötet, die mittels Klammern an
den isolierten Drähten
der Speiseleitung befestigt sind. Außerdem
sind .die Enden dieser die Glühlampen tragenden kurzen Drähte noch um die zugehörigen
Drähte der Speiseleitung herumg°-wickelt. Es ist auch nicht mehr neu, aus farbigem
Papier, Glas oder anderen durchscheinenden. Stoffen gebildete Schmuckkärp:er des
Christb,aumbehangs von innen mittels einer Glühlampe zu @ beleuchten, um diesle
besonders zur Wirkung zu bringen. Endlich gibt es auch schon Lampenketten, auch
aus kleineren Glühlampen, bei welchen die Lampen mittels der Speiseleitung fest
zusammenhängen; hier sind die Lampen aber hintereinanderg:eschaltet, auch sind :die
Ketten nicht für eine Vereinigung der Baumausschmückung mit der Baumbeleuchtung
nutzbar gemacht worden.
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Die Erfindung bezweckt, durch Vereinigung an sich bekannter Maßnahmen
eine Christbaumbeleuchtung zu schaffen, die gefällig, einfach, billig und gefahrlos
ist. Gegenstand der Erfindung ist somit eine elektrische Christbaumbeleuchtung,
bestehend aus einer von einem Kleinspannungstransformator gespeisten, fest zusammenhängenden
Kette parallel geschalteter und in durchscheinende Schmuckkörper eingehängter Kleinglühlampen
ohne Sockel, deren Stromzuleitungsdrähte all den isolierten und in den Beleuchtungspunkten
zu kurzen, seitlichen Hin- und Rückführungen abgebogenen Drähten der Speisedopp:elleitung
unmittelbar und unlösbar befestigt sind. Nur in der gleichzeitigen Anwendung aller
dieser Mittel besteht die Erfindung. Beim Erfindungsgegenstand können ferner die
Hin- und Rückführungen der Speisedoppelleitung :einschließlich der Befestigungsstellen,
z. B. Lötstellen, der Stromzuführungsdrähte der Kleinglühlampen von besonderen Isolierhüllen
umgeben sein, die sowohl biegsam. als auch genügend steif sind, um als Träger für
die von beliebiger Seite in den Schmuckkörper eingeführte Kleinglühlampe zu dienen.
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Die Christbaumbeleuchtung gemäß der Erfindung hat folgende Vorteile:
An die Stelle, der kalt und unwirklich wirkenden Kerzennachahmungen mit ihren grellen
Lichtpunkten tritt ein gleichmäßig über die Oberfläche der Schmuckkörper verteilter
Lichtglanz. Da die üblichen Kerzennachahmungen mit ihnen verhältnismäßig schweren
Teilen vermieden sind und die Schmuckkörper reit den kleinen Lichtquellen nur geringes
Gewicht haben, können sie ebenso wie die üblichen leichten Schmuckkörper an den
Zweigspitzen angebracht werden; dabei genügt die an sich geringere Helligkeit der
kleinen Lämpchen, um eine :eindrucksvolle Lichtwirkung zu erzielen. Die Hin- und
Rückführi ige,n der Speisedoppelleitungergeben genügend starre Gebilde, um die kleinen
Lichtquellen hängend, stehend oder in sonstiger Anordnung tragen zu können, insbesondere
wenn sie noch eine gewisse Versteifung durch übergeschobene Isolierhüllen aus geeignetem,
vorteilhaft biegsamem Stoff erhalten. Infolge der Parallelschaltung aller Lampen
leidet die Beleuchtung nicht, wenn eine der Lampen betriebsunfähig wird und ausfällt;
andererseits gestattet ,aber gerade diese Unabhängigkeit, den Anschluß,der Lampen
an die gemeinsame Speiseleitung mit einfachsten Mitteln auszuführen, weil eben der
Schäden bei Störung einer Lampenverbindung nicht empfindlich ist: Infolge der Verkleinerung
der Lampen und infolge der Vereinfachung ihrer Bauart und.Befestigungsmittel ergibt
sich aber auch eine wesentliche Verringerung des Herstellungspreises, so däß die
:elektrische Beleuchtung ohne weiteres für kleine, billig ausgeschmückte Bäume verwendbar
wird, zumal als Transformator ein wohlfeiler soggenannter Klingeltransformator benutzt
werden kann.
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In den Abbildungen ist :ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. I der Zeichnung zeigt die Christbaumbeleuchtung in schematischer
Darstellung. In die kugelförmigen Schmuckkörper fa sind durch eine obere öffnung
die Glühlämpchen b mittels der aus den Zuleitungen selbst gebildeten Träger c eingehängt.
Die Lämpchen sind in Parallelschaltung an die doppeldrähtige Speiseleitungd angeschlossen.
Die Speiseleitung ist mittels Stecker, zweckmäßig zweier Einzelstecker, an die Sekundärwicklung
des kleinen Transformators e, z. B. eines sogenannten Klingeltransformators, angeschlossen,
dessen Primärwicklung mittels der Steckerleitung f an das Lichtnetz gelegt werden
kann. Wegen der sehr geringen Betriebsspannung kann die Speiseleitungd in einfachsterWeise
aus zwei dünnen; isolierten Drähten (Klingelleitungsdraht) gebildet sein. Dank der
Parallelschaltung aller Lampen kann die Speiseleitung auch verzweigt ausgeführt
werden, was die Anbringung der Beleuchtung erleichtert; die Abbildung zeigt beispielsweise
die .Unterteilung der Lampenkette in zwei. Halbketten. Es versteht sich, daß - infolge
der Parallelschaltung auch die Anzahl der Lampen beliebig sein kann, wobei nur die
Größe des Transformators entsprechend zu wählen ist; zweckmäßig werden die Beleuchtungseinrichtungen
in gewissen Abstufungen mit 6, 12, 18 Lampen hergestellt.
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Abb. 2 zeigt die Anschaltung des einzelnen Lämpchens b an die Speiseleitungd
und die Bildung des Halters oder Trägers c. Wie ersichtlich, sind die Drähted und;
i der Speiseleitung zu Hin- und Rückführungen seitlich
abgebogen
und miteinander, verdrillt; die Knickpunkte beider Drähte d und 1 sind mit den Stromzuführungsdrähten
der Glühlampe verlötet. Die seitlich abgebogenen Drähte und ihre Verbindungen mit
den Glühlampendrähten sind je von Isolierhüllen c, z. B. Hartpapierröhrchen, umgeben;
diese bilden mit den Drähten,d zusammen seinen Träger, der genügend Steifheit besitzt,
um das Lämpchen b gegebenenfalls auch stehend tragen zu können. In dieser Weise
werden die,erforderlichen Abzweigungen für die Nebeneinanderschaltung der Lämpchen
und zugleich kurze Träger für die Einstellung der Lichtquellen in den Mittelpunkt
der Schmuckkörper gebildet, ohne daß Abzweigstücke oder sonstige starre Teile in
die vollkommen biegsame Lampenkette eingefügt zu werden brauchen.
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In Abb. 3 ist in kleinerem Maßstabe gegenüber der vergrößerten Abb.
z ein kugelförmiger Schmuckkörper e dargestellt, der eine obere Öffnung mit Halsstück
k ,aufweist. Auf dieses Halsstück ist",eine aus Metall bestehende Kappe g ,aufgesetzt,
deren eingewölbter Rand geschlitzt ist, so daß er federnd über den auswärts gerichteten
Rand des Halsstücks übergeschoben werden kann. Durch eine Öffnung der Kappe sind
die den Lampenträger bildenden Isolierröhrchen c hindurchgeführt. Wird die Kappe,
wie dargestellt, durch Kitt mit den Isolierröhrchen verbunden, so wird der Schmuckkö.rperaebenfalls
vom Träger c bzw. der Speiseleitung in seiner Lage gehalten und bedarf keiner besonderen
Biefestigong. Der Schmuckkörper selbst kann beliebige Form haben und aus irgendeinem
durchscheinenden Stoff bestehen. In Betracht kommen insbesondere Gebilde aus mattiertem
Glas, überfangglas oder Glaskörper mit einem überzug aus Glimmer, Glasgrieß o. dgl.,
der beliebig gefärbt sein kann. An Stelle der Anordnung nach Abb.3 ge= nügt jedoch
im allgemeinen die einfachere Anordnung nach Abb. ¢, bei welcher der Schmuckkörpena
mittels eines Fadens, Drahtes h o. dgl, für sich befestigt und die Lichtquelle mittels
des von der Speiseleitung abzweigenden Halters oder Trägers c lose @eingehängt ist.
Die Einstellung in den Mittelpunkt macht keine Schwierigkeiten, da sich ja die Speiseleitung
mitsamt dem Teil c beliebig biegen und anordnen läßt: In diesem Falle kommen ,also
auch noch die Metallkappen in Fprtfall, so daß die ganze Lampenkette :als starre
Teile nur noch die winzigen Lämpchen und den zum Anschluß an den Transformator dienenden
Steckkontakt enthält.