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Indirekte elektrische Christbaumbeleuchtung. Die Beleuchtung der Weihnachtsbäume
ist seit alters her durch Wachskerzen üblich gewesen. Mit dieser Wachskerzenbeleuchtung
ist ein derartig feststehender Begriff, gebildet in der Kindheit und übernommen
in das Alter der erwachsenen Menschen, verbunden, daß es außerordentlich schwer
hält, die einfache stimmungsvolle Kerzenbeleuchtung durch irgend etwas anderes zu
ersetzen.
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Die bisher vorgenommenen Versuche, die Weihnachtsbäume durch kerzenartige
Porzellanteile mit elektrischen Glühbirnen zu beleuchten, sind ergebnislos verlaufen.
Die Neuerung hat sich nicht einzubürgern vermocht, abgesehen von größeren Christbäumen
in Kaufhäusern oder größeren Gastwirtschaften usw., wo die Bäume viele Stunden hintereinander
brennen und das öftere Aufstecken frischer Kerzen vermieden werden soll.
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Anderseits ist die außergewöhnlich große Feuergefährlichkeit, die
mit brennbaren Christbaumkerzen bei spielenden Kindern verbunden ist, unbedingt
zu vermeiden, ohne den Stimmungsgehalt der Kerzenbeleuchtung durch kalte, alltägliche
Kerzenglühbirnen zu vernichten.
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Beiden Anforderungen wird die Erfindung der indirekten Beleuchtung
gerecht. Sie ist eine rein elektrische Beleuchtung ,ohne jede Feuergefahr und erreicht
nicht nur die gleiche Wirkung wie die Kerzenbeleuchtung, sondern geht in ihrer Wirkung
auf die beschauenden Menschen noch darüber hinaus.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der
Erfindung
dargestellt, und zwar in Abb. i und 2 in Seiten- und Vorderansicht in natürlicher
Größe, während Abb. ; einen mittleren Längsschnitt durch das Gehäuse zeigt.
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Es handelt sich in der Hauptsache darum, den Eindruck einer elektrischen
Beleuchtunvollständig zu verwischen. Aus diesem Grund: ist zunächst die Glühbirne
sehr klein g:-halten. An der Kopfseite ist die Glühbirne o matt oder durch einen
Spiegelreflektor abgedeckt. Bei mattierter Ausführung tritt der eigentliche Glühkörper
beim Betrachten ganz. zurück, bei der Ausführung mit Reilektor wird er ganz unsichtbar.
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Das Licht der Glühbirne ""-ird rürIcicürts auf einen Reflektor e geworfen,
der dicht hinter der Glühlampe sitzt. Er ist als Stern ausgebildet mit nach vorn
gebogenen Zacken. Die Lichtstrahlen werden durch diese gebogene Ausführung auf der
ganzen Fläche der Sternzacken reflektiert und nach vorn geworfen.
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Durch Verwendung dieser Sterne als Lichttriiger bzw. Lichtspender
wird dem ganzen <'hristbaum gewissermaßen das Aussehen eines mit Sternen bedeckten
Weihnachtshinnnels gegeben. Die Wirkung ist verblüffend und erzielt eine wahrhaft
feierliche Stimmung nicht nur bei hindern, sondern auch bei erwachsenen Menschen.
Erhöht wird diese Wirkung noch, wenn das matte, flimmernde Licht dieser Sterne sich
im L amettabehang des Baumes bricht.
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Auch eignet sich die indirekte Sternbeleuchtung vorzüglich als einzelne
Krippenbeleuchtung, wobei sie, über dem Eingang der Krippe angebracht, als Stern
der Weisen sehr schön wirkt.
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Wie aus der Zeichnung (Abb. i und a i ersichtlich, besteht jede einzelne
Leuchtvorrichtung aus der Federklemme a mit Kugelgelenk b, auf welchem in bekannter
Weise dir Teller c befestigt ist. Durch das Kugel"eleilk kann der Sternreflektor
e in beliebige Stellung gebracht werden.
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Auf dem Tellere ruht das aus einer leichten Nichtleitermasse hergestellte
Gehäuse d, welches die stromführenden Messingteih birgt und deichzeitig zur Befestigung
der Glühbirne o und des Reblektors e dient.
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Die elektrische Ausrüstung besteht aus den bekannten Teilen (Glühlampenfassung
f und Stromzuführung ?. ((, i, lt sowie h, i, lt,
Teil l ein Nichtleiter
ist :.
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Die kleinen Lämpchen ;:nd für Serielisc@aItung#- geeignet. sie hal._n
eine Sp;tilnung von ,^ oder 1.1 Volt bei etS.<<t 2 herzenstiirl;en und brennen
jedesmal in Serien von 16 Stück bei i io oder 22o Volt. Als Krippenbeleuchtung kommt
eine Glühhirne von 4. Volt zur Verwendung, die durch eine Trockenbatterie oder einen
Sammler gespeist wird.
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Der hopf der Metallfadenlämpchen wird entweder mattiert oder versilbert
(als Spiegelretlektor ). Auch kann die andere Hälfte des Glaskörpers in beliebiger
Farbe gefärbt werden, wodurch die Sterne dann in den verschiedensten Farben aufleuchten.
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Die Reflektorsterne e sind aus sehr dünnem, gut reflektierenden Nickelblech
gestanzt und werden mittels des Ringes p auf dein Nichtleiterteil (1 gehalten.
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Die Kupferlitzen verbinden die eiilzelnz#n Glühbirnen unter sich,
und die beiden Enden %%-erden mit einpoligeil Steckern versehen, womit sie an jede
Lichtleitung angeschlossen werden können.
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alle Leuchtvorrichtungen werden gebrauchsfertig abgegeben und können
von jedem Laien ohne jegliche Gefahr und ohne Fachkenntnis an dem Weihnachtsbaum
angebracht werden.
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Die Vorteile der vorbeschriebenen indirekten elektrischen Christbaumbeleuchtung
sind: Z@'egfall jeder Feuergefahr, auch bei spielenden hindern. infolgedessen die
Möglichkeit, die Christbäume ganz nahe an Gardinen und andere leicht brennbare Gegenstände
heranzubringen, was vielen Menschen bei der herrschenden Wohnungsnot überhaupt erst
die Aufstellung eines Christbaumes ermöglicht, ferner indirekte Beleuchtung, die
den ganzen Christbaum nicht von Lichtern oder Glühlampen, sondern von Sternen bestrahlt
erscheinen läßt, endlich besonders kleines Gewicht der Beleuchtungskörper, was ein
Durchhiegen der äste verringert, und die Annehmlichkeit, daß ein Schiefstehen eines
Sternes fast gar nicht stört, während die bisher verwendeten langen schmalen und
schweren elektrischen Kerzenkörper bei dem geringsten Schiefstehen einen sehr unschönen
Eindruck machten.