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Optische Lichtreklame Die Erfindung bezieht sich auf optische Lichtreklamen,
welche aus einer Vielzahl elektrischer Birnen. gebildet werden, die auf Häuserwänden,
Gebäuden, Schaustellungsreklamen und anderen Großreklameflächen in verschiedenen
Figuren, Gestalten und Ornamen.tiken erscheinen. Das Aufleuchten der Glühkörper
kann dabei, wie es vielfach der Fall ist, plötzlich geschehen, oder man zieht dabei
eine nacheinander erfolgende- Zusammensetzung des Reklamebildes vor. Letzteres erfordert
ein fortlaufendes Aufleuchten: der einzelnen Glühbirnen, und wenn dabei noch der
Eindruck einer laufenden Darstellung erreicht werden soll, muß die Lichtwirkung
der einzelnen Birnen nach dem Aufleuchten wieder verschwinden. In einer derartigen,
Folge der Lichteffekte erhält man ein sogenanntes Wanderlicht oder laufendes Licht,
welches die Aufmerksamkeit des Publikums in angenehmer Weise, d. h. ohne Blendwirkung,
auf sich zieht, jedoch größere Anforderungen an das Gedächtnis der Beschauer stellt,
die sich aus der Bahn des Lichtes das betreffende Schaubild eTinmerungsmäßig zusammensetzen
müssen.
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Um nun trotzdem eine eindrucks.voolle Bildwirkung zu erhalten, läßt
man erfindungsgemäß nicht mehr ein einziges Licht die Bildlinien durchlaufen, sondern
setzt deren mehrere gleichzeitg an und teilt somit, elektrisch gesehen, das Lichtfeld,
in mehrere Ausschnitte ein, deren korrespondierende Punkte gleichzeitig aufleuchten
und ein gleichmäßig fortschreitendes Lauflicht ergeben, das, am Ende angelangt,
sich vomn wieder neu einschaltet. Dieses Licht wird in Figuren zeichnermder Form
verwendet, wobei alle Möglichkeiten der Linienführung und des Gleichlaufes oder
der Gegenläufigkeit ausgenutzt «erden können. Insgesamt gesehen,
sind
aber gemäß wertmäßiger Weiterbildung der-Erfindung alle gleichzeitig im Bild aufleuchtenden:
Lampen jeweils in Serie geschaltet, wobei diese Schaltung von Lampengruppe zu Lampengruppe
wandert, welche durch die gleichen Ordnungsziffern in. jedem Abschnitt gebildet
werden. Die Kopplung mehrerer Ordnungsziffern je Schaltschritt wird zweckmäßig durch
entsprechende Mehrfachkontaktgebung erreicht, wobei durch. Auslassung von Lampen
an. einer oder mehreren, Stellen Laufumritsse verschiedener Form gebildet werden,
die beispielsweise den Eindruck erwecken, als laufen Tiere mit vorgestrecktem Hals
die Linien abschnittweise entlang.
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Die Lichtreklame soll an Häuserwänden, Gebäuden, Schaustellungsgeschäften
und anderen Großreklameflächen verwendet werden. und bedarf zu ihrer Fertigstellung
einer Vielzahl elektrischer Birnen und ebensolcher Fassungen. Da, der Standort der
Reklame mit ihrer Vielzahl von Glühbirnen ständig gewechselt werden muß, ergeben
sich naturgemäß ziemlich hohe Kosten für solche Reklamen, die gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung durch eine vereinfachte Befestigung der Birnen: gesenkt werden.
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Diese neue Befestigungsart arbeitet mit einfachen. Löchern in. der
Unterlage und benutzt marktgängige Birnen, die mit Bajonettverschluß in den. Fassungen
stecken. Bei der neuen Anordnung für Großreklamebirnen wird der Haltestift des Bajonettverschlusses
überflüssig und muß vor dem Einsetzern der Birnen abgeknipst werden. Dadurch erhält
man Fassungen von glatter zylindrischer Fläche, die in; die Unterlage eingesteckt
wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Lichtreklame mit Schaltmechanismus und Leuchtkörperbefestigung dargestellt, und
zwar zeigt die Fig. i die Einrichtung der mechanischen, Schaltung und den Schaltvorgang
nach deren. Inbetriebnahme, Fig.2 die Anordnung der Beleuchtungskörper, welche zweckmäßig
vereinfacht befestigt werden. Die Lichtreklame, die aus einer Wellenlinie A und
einer sie ständig schneidenden Zickzacklin(iie B besteht, sind dicht mit Schwachstrornbirnen
besetzt, und zwar wird jede Welle von beispielsweise sechzehn Leuchtelementen: i
bis 16 gebildet, von denen jedes in Serie zum entsprechenden. Leuchtelement
der zweiten Welle, welche aus den Birnen i' bis 16' besteht, also, beispielsweise
die Birne 3 mit der Birne 3' durch eine entsprechende Leitung L3 in Serie geschaltet
ist. In gleicher Weise stehen, auch, die Birnen der folgenden. Wellen schaltungsmäßig
zueinander. Sämtliche Birnen i bis 16 stehen außerdem mit den Kontakten Ki bis K16
einer Scheibe in Verbindung, deren Schaltarm S an der gemeinsamen Rückleitung R
aller Birnen i bis 16 der letzten Welle liegt.
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Wie aus der Schaltung ersichtlich, bilden je sechzehn Birnen einen
Abschnitt der im Reklamegesamtbild erscheinenden Zeichenlinie, und es werden jeweils
die gleichen Ordnungszahlen jedes Abschnittes gleichzeitig gesteuert. Das Licht
würde also innerhalb eines Abschnittes von Lampe zu Lampe springen; dann nach dem
Erreichen der sechzehnten Birne wieder auf die erste Birne zurückkehren. Diese Rückkehr
bedeutet aber keine Unterbrechung in der Linienzeichnung, weil diese sich nach der
sechzehnten Birne in der ersten Birne des folgenden Abschnittes fortsetzt. Praktisch
läßt man jedoch den Schalta,rrn nicht von Kontakt zu Kontakt springen, sondern faßt
mehrere nebeneinanderliegende oder benachbarte Kontakte durch den Schaltarm zu gemeinsamem
Aufleuchten zusammen, so daß sich ein langgestrecktes Leuchtbild ergibt, welches
je nach Schaltung verschiedene Formen annehmen kann. Beispielsweise ist bei der
gezeichneten Ausführung vorgesehen, daß der Schaltarm die Kontakte K1, K2, K3 und
K5 gleichzeitig erfaßt, wodurch, im wandernden Lichtschein vorn der Eindruck eines
Kopfes (Birne, ä) erweckt wird, auf den der eingeschnürte Hals durch die ausbleibende
Birne 4 im gezeichneten Augenblick folgt, worauf siech dann ein größerer und mehrere
Birnen 1, 2, 3 umfassen. der Körper anschließt, der am Sch,luß durch, das bereits
einsetzende Verlöschen der letzten Birne ein schwanzartiges Aussehen erlangt. Die
Form des Lichtscheines ii(st in der, Zeichnung mit strichpunktierten Umrissen angedeutet,
wobei größere Kreise als die Birnen den Lichtschein der jeweiligen Beleuchtungselemente
andeuten.
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Soweit die Schaltung für die Wellenlinie A. Die die Linie A kreuzende
Zickzacklinie B ist in gleiche Abschnitte eingeteilt, die jeweils die Lampen 17
bis 32 bzw. 17' bis 32' usw. erfassen. Diese Lampen sind ebenfalls nach Ordnungsziffern
in: Serie geschaltet und münden mit ihren Leitungen in erne- zweite Kontaktscheibe
k mit wiederum sechzehn, Kontakten: k17 bis k32, welche von einem gleich oder beliebig
gestalteten Schaltarm s Strom bekommen, der seinerseits wieder durch die Leitungen
i der letzten. Lampengruppe und die gemeinsame Rückleitung r den Krebs schließt.
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Der Schaltarm s der Zickzacklinie B erhält nun zur Erhöhung des. Lichteffektes
eine gegenläufige Bewegung, so, daß die Lichtfiguren sich im Raum kreuzen, wobei
durch verschiedene, Ausgestaltung der Kontaktflächen des Schaltarmes. eine aridere
Figur als bei der Wellenlinie A zum Laufen gebracht werden kann. Besonders wirkungsvoll
wird die Lichtwirkung dann sein, wenn bei gleicher Laufrichtung eine Schaltverschiebung
zwischen den beiden Kontaktscheiben K und k hergestellt wird, weil
dann der Anschein erweckt wird, als jage ein Tier das andere vor sich her.
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An Stelle der Wellen und Zickzacklinien können natürlich auch andere
Formen und andere Kombinationen treten, insbesondere wird man in sich geschlossene
Linien bevorzugen, weil dann die Umschaltung vom Ende der Linie auf den Anfang auch
für das beschauende Auge wegfällt.
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Die, zu diesem Zweck verwendeten Glühbirnen erfahren eine dem, häufigen
Wechsel des Standortes der Reklamefläche entsprechende und förderliche Befestigung,
und zwar in. der Weise, daß sie
entgegen .den sonst bekannten einschraubbaxen.
Leuchtkörpern lediglich in die Unterlage eingesteckt werden.
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Das Ausführungsbeispiel dieser Weiterbildung der Erfindung zeigen
die Abb. 2 und 3, bei dem in die aus Holz oder Holzfaserplatte bestehende Reklamewand
41 in Abständen von ungefähr io cm Löcher gebohrt werden, und zwar mit einem Durchmesser,
der genau der Stärke der Fassung 42 der Glühbirnen entspricht. Diese Fassungen sind,
bekannterweise mit einem Rand 43 versehen, der als Begrenzung für die Einla,ßtiefe
dient und sich auf der Vorderseite der Holzfaserplatte 41 dicht auflegt. Im eingesteckten
Zustand. ragt die Fassung 42 eifn Stück hinter der Plattenwand 41 heraus, und es
wird auf sie ein. Gummiring 44 von zweckmäßig vierkantigem Querschnitt aufgebracht,
der dann auf der Rückseite der Wand 41 anliegt. Da der Gummi 44 mit Spannung um
die Fassung 42 sich schließt, bleibt die Glühbirne fest in der Wand 41 eingespant.
Der überragende Teil wird nun zur Anbringung der elektrischen Kontakte 45, 47 benutzt,
und zwar wird das eine Kabel 45 an der Lötstelle 46 des zylindrischen F'assungstefiiles
befestigt, während die andere Leitung 47 an den üblichen, zentralen Kontaktpunkten
48 der Birne angelötet wird. Die beiden Leitungen 45 und 47 schließen dann über
den Leuchtdraht 49 in üblicher Weise den Strom. Zwli@schen beiden Kabeln. wird der
Sicherheit halber noch ein Pappestreifen 5o ein: gelegt, .der beide Leitungen in
gegen Kurzschluß sichernder- Weise voneinander trennt und eventuell durch diese
gehalten wird.