DE689092C - Lenkersteuerungseinrichtung fuer Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Lenkersteuerungseinrichtung fuer Kolbendampfmaschinen

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DE689092C
DE689092C DE1936S0123716 DES0123716D DE689092C DE 689092 C DE689092 C DE 689092C DE 1936S0123716 DE1936S0123716 DE 1936S0123716 DE S0123716 D DES0123716 D DE S0123716D DE 689092 C DE689092 C DE 689092C
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DE1936S0123716
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Dipl-Ing Herbert Sandmann
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L31/00Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
    • F01L31/08Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
    • F01L31/10Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by eccentrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Lenkersteuerungseinrichtung für Kolbendampfmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Lenkersteuerungseinrichtungen für Kolbendampfmaschinen, bei denen nur einTeil der im allgemeinen ellipsenförmigen Bewegung eines Punktes des Lenkers zunächst über im Gestänge auf einen um eine Drehachse schwingenden Zwischenhebel und erst durch diesen auf die Steuerorgane der Dampfmaschine übertragen wird.
  • Bei einer bekannten Lerkersteuerungseinrichtung dieser Art erfdlgt die Kupplung zwi.-schen dem Lenker und dem Steuerorgan über einen Wälzhebel. Diese Ausführung eignet sich nur für langsam laufende Maschinen, weil sonst harte Schläge unvermeidlich sind.
  • Die Erfindung verwendet eine in das Gestänge zwischen dem Lenker und dein Zwischenhebel eingeschaltete Flüssigkeitskupplung. Sie besteht darin, daß die Bewegung des Lenkers der in einem ölbad angeordneten Steuerungseinrichtung auf den Zwischenhebel durch eine Flüssigkeitskupplung mit einem mit dem Lenker verbundenen Kolben übertragen wird, der in einem mit dem Zwischenhebel verbundenen, in einer Führung verschiebbaren und mit einem nach dem Ölbad offenen Steuerschlitz versehenen Zylinder läuf t.
  • Es ist bekannt, bei einer nach Art einer Auslösesteuerung ausgebildeten Lenkerstetterungseinrichtung die Beivegung eines Lenkerpunktes unter Einschaltung einer Flüssigkeitskupplung auf das Steuerorgan zu übertragen. Die vom Regler veranlaßte Autslösungerfolgt dabei in der Weise, daß die Flüssigkeitskupplung durch ein vom Regler gesteuertes beso-nderes Absperrorgan hergestellt und gelöst wird" Infolgedessen ist nur die Öffnungsbewegung des Ventils unmittelbar abhängig von der Lenkersteuerung, während das Schließen des Ventils nach der vom' Regler herbeigeführten Auslösung sich unter der Wirkung einer Feder unabhängig von der Bewegung des Lenkers nach Maßgabe der abströmenden Flüssigkeit vollzieht, die eine Bremswirkung auf die Schließbewegung ausübt. Die besondere Steuerung der Flüssigkeitskupplung erfordert auch ein sperriges und vielteiliges Steuergetriebe.
  • Nach der Erfindung wird dagegen die Flüssigkeitskupplung zwischen dem- Lenker und dem schwingenden Zwischenhebel ohne Einwirkung eines weiteren Zwischengliedes durch den vom Lenker angetriebenen, in dem Flüssigkeitszylinder arbeitenden Kolben hergestellt und aufgehoben. Dieser Kolben überschleift den in der Wand des Zylinders vorgesehenen Steuerschlitz und gibt diesen erst am Ende der Schließbewegung des Ventils wieder frei, so daß die Flüssigkeitskupplung während der gesamten Offnungs- und Schließbewegung des Ventils aufrechterhalten bleibt und während des für die Steuerung unwirksamen Te#iles der Lenkerbewegung 01 in den Flüssigkeitszylinder gesaugt wird, Durch die Erfindung wird eine sehr einfache Bauart der gesamten Steilerungseinrichtung ermöglicht. Das Steuergetriebe, das beispielsweise für den Antrieb von vier Steuerorganen (zwei Einlaß- und zwei Auslaßventile) eines Dampfzylinders dient, kann in einem verhältnismäßig kleinen, das Ölbad enthaltenden Kasten untergebracht werden. Die Teile des Steuergetriebes werden dabei klein und leicht, so daß keine schädlichen Massenkräfte auftreten. Durch die Einlagerung des Steuergetriebes in einem Ölbad, wie dies für Nockensteuerungen bekannt ist, wird ein unerwünschter Schmierölverbrauch vermieden, der bei den bisher gebräuchlichen umsteuerbaren Lenkersteuerungseinrichtungen sehr erheblich ist.
  • Der Gegenstand der Erfindung wird ferner durch die vorteilhafte Anordnung eines Flüssigkeitspuffers, der ein hartes Aufsetzen des Ventils verhindert, weiter ausgebildet. Flüssigkeitspuffer sind an sich bekannt. Im vorliegenden Falle soll aber das Ventil, um eine. rasche Schließbewegung zu erreichen, 'bei der Schließbewegung nur auf einem Bruchteil seines Hubes verzögert werden, ehe es sich auf seinen Sitz festsetzt. Eine sichere Abbremsung der Bmvegung erfurdert andererseit-si eine längere Wegstrecke. Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die gleichfalls innerhalb des ölbades angeordnete Flüssigkeitsbreinse in einem größeren Abstande von der Drehachse des Flüssigkeitshebels angreift als die Flüssigkeitskupplung.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Lenkersteuerungseinrichtung mit den Merkmalen gemäß der Erfindung für einen Lokomotivzylinder dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Steuerkasten, Fig. 2 eine Oberansicht und Fig. 3 in größerem Maßstab die Steuerellipse des Lenkeranschlußpunktes.
  • In Fig. 4 ist im senkrechten Schnitt eine Einzelheit einer abgeänderten Ausführungsform der Steuerung dargestellt.
  • Der Lenker i ist mit dem einen Ende an eine Kurbel :2 und mit dem anderen Ende an den Stein 3 einer Geradführung 4 angeschlossen. Durch Verstellen dieser Geradführung mittels eines Steuerhebels 5 kann in bekannter Weise die Füllung verändert und die Umsteuerung vorgenommen werden. An den Punkt 6 des Lenkers ist das Antriebsgestänge der Steuerungseinrichtung angeschlossen. Dieses Gestänge besteht aus einem zweiarmigen Antriebshebel 7, 8, der um eine Achse 9 schwenkbar ist, und einer mit dein Hebelarm 7 verbundenen Zugstange io, die an einem auf das Steuerventil i-- einwirkenden Kipphebel 13 angreift. - Die Verbindung zwischen dem Anschlußpunkt 6 des Lenkers i und dem Antriebsgestänge der Steuerungseinrichtung ist in folgender Weise ausgeführt- Durch eine Schubstange 14 ist der Lenkerpunkt 6 mit einem Kolben 15 verbunden, der in einem Zylinder 16 läuft. Der Zylinder 16 ist in der Führung eines Ständers 17 verschiebbar und durch eine Lasche 18 mit dem Arm 8 des Antriebshebels verbunden. An dem Hebelarm 8 greift eine am Ständer 17 befestigte Rückholfeder ig an. Ferner ist das freie Ende dieses Hebelarmes durch eine Lasche 2o mit einem Kolben 21 verbunden, der in einem in dem Ständer 17 gelagerten Bremszylinder 22 läuft. Die beschriebenen Teile der Steuerungseinrichtung sind in einem bis zu geeigneter Höhe mit Öl angefüllten Gehäusi# 2,3 eingeschlossen, aus dem die Zugstange io nach außen führt. 24 bezeichnet den ölspiegel. In dem Mantel des Zylinders 16 sind öldurchtrittsschlitze 2 5 und im. Mantel des Bremszylinders 22 Oldurchtrittsschlitze :26 vorgesehen. Der Ständer 17 weist die zugehörigen Ölkanäle 27 auf.
  • Bewegt sich der Kolben 15 im Zylinder 16 nach links, so wird Öl durch die Schlitze 25 in den Zylinder eingesaugt. Bewegt sich der Kolben 15 wieder nach rechts, so wird das Öl herausgedrückt bis zu dem Augenblick, wo der Kolben 15 die Schlitze 25 abschließt. Dadurch wird die Flüssigkeitskupplung zwischen dein Lenkergestänge und dem Ventilgehäuse hergestellt. Durch Spiel des Kolbens 15 im Zylinder 16 oder durch Züge in der Zylinderwand kann dieser Vorgang beeinflußt und gegebenenfalls erreicht werden, daß annähernd alles Öl verdrängt wird und der Kolben sich gegen den Boden des Zylinders legt. Der Zy- linder 16 wird nach rechts verschoben, und diese Bewegung wird durch die Lasche 18 auf den Antriebshebel 7, 8 übertragen, der über die Zugstange io und den Kipphebel 13 das Ventil i?, öffnet.
  • Bei dem gezeichneten Beispiel ist an-enommen, daß das Ventil 12 durch den Dampf druck auf seinen Sitz gedrückt wird. Der Kolben 15 muß also bei der öffnungsbewegung sowohl die Kraft der Rückholfeder ig, als auch den Schließdruck des Ventils 1.2 überwinden.
  • Bei der Rückwärtsbewegung des Kolbens 15 (Bewegung nach links) unter der Wirkung des Schließdruckes des Ventils und zusätzlich der Rückholfeder ig folgt der Antriebshebel 7, 8 bis zu dem Augenblick, wo der Bremskolben 2r die Schlitze 26 des Bremszylinders 22 absperrt. Dieser Augenblick wird so. gewählt, daß das Ventil dann noch um ein geringes Maß, beispielsweise 1,5 nim, von seinem Sitz entfernt ist. Die Schließbewegung des Ventils wird von da ab entsprechend der im Brernszylinder auftretenden Pufferwirkung so verzögert, daß es sich schlaglos auf den Sitz aufsetzt. Zweckniäßig wählt man für den Antriebsliebel ein Übersetzungsverhältnis zwischen den Hebe#larmen 8 und 7, beispielsweise eine übersetzung von i : 2, um die Ventilbewegung zu vergrößern. Ebenso ist es vorteilhaft, die Abbrernsung beim Schließen des Ventils über einen größeren Weg des Bremskolbens entsprechend einem Übersetzungsverhältnis von etwa I : 3 erfolgen zu lassen.
  • Bei der dargestellten Steuerungseinrichtung eines Lo-ko-inotivzylinders ist jedem der beiden Einlaßventile E und der beiden Auslaßventile A die beschriebene Steuerungseinrichtung zugeordnet. Dabei werden die beiden Einlaßventile und die beiden Auslaßventile durch je einen gemeinsamen Steuerhebel 5 verstellt. Die vier Bewegungshebel 7, 8 sitz ' en auf einer gemeinsamen Achse g. Ebenso sind die Lenker i auf einer gemeinsamen Kurbelwelle 28 gelagert mit entsprechender Versetzung der- Kurbeln. Die in Fig. i ersichtliche Kurbel 2 gehört zu dein Einlaßventil 1:2 der rechten Zylinderseite. Die Drehung der Kurbel erfolgt entgegen dem Uhrzeigersinne. In der Steuerellipse e (Fig. 3) des Lenkeranschlußpunktes 6 entspricht der Punkt a dem Beginn der Voreinströmung, die sich bis zum Punkt b erstreckt. Dem Punkt b entspricht die in Fig. i dargestellte Lage der Steuerungseinrichtung und des Ventils 12. Im Punkt c erfolgt das Abschließen des Ventils. Von der Steuerellipse wird also in, bekannter Weise nur der Teil a, b, c auf das Antriebsgestänge der Steuerung übertragen, während der Teil c-a der Ellipse unwirks-am bleibt. Während dieser Zeit wird die Bewegung des Anschlußpunktes des Lenkers durch den zwischen Lenker und Antriebsgestänge eingeschalteten ölpuffer aufgenommlen, und das Gestänge bleibt in Ruhe.
  • Bei höheren Drehzahlen wird der ölzulaui in den Pufferzylinder 16. und den Bremszylinder 22 durch eine besondere Ölfördereinrichtung gesichert. Bei dein Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist zu diesem Zweck im Ständer 17 eine Zahnradpumpe .29 eingebaut, die ihren Antrieb beispielsweise durch eine Kette 30 von der Kurbelwelle 28 aus erhält. Der Saugkanal der Zahnradpumpe ist mit 3 1, der Druckkanal mit 32 bezeichnet. Durch eine Abflußöffnung 33 kann zuviel gefördertes Öl abströinen, um ein zu starkes Anwachsen des Öl- druckes zu verhindern.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lenkerstenerungseinrichtung für Kolb,endampfmas,cMnen, bei der nur e#ÜTeill der ini allgemeinen ellip-senf,#rinigen, Bewegung eines Punktes des Lenkers zunächst über ein Gestänge auf einen um eine Drehachse schwingenden Zwischenhebel und erst durch diesen auf die Steuerorgane der Dampfinaschine übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in das die Bewegung des Lenkers (i) auf den Zwischenhebel (7, 8) übertragende, in einemi# ölbad angeordnete Gestänge (14,15) eine Flüssigkeitskupplung eingeschaltet ist, deren mit dein Lenker (i) verbundener Kolben (15) in einem mit dem Zwischenhebel (7,8) verbundenen, in einer Führung- verschiebbaren und mit einem nach dein Ölbade offenen Steuerschlitz (:25) versehenen Zy- linder (16) läuft.
  2. 2. Lenkersteuerungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem -Zwischenhebel (7, 8) eine gleichfalls in dem Ölbade angeordnete Flüssige keitsbremse (--1, 22) in einem größeren Abstande von der Drehachse (9) des Zwischenhebels (7, 8) angreift als die Flüssige keitskupplung (15). 3. Lenkerstetterungseinrichtung nach Anspruch i und :2, gekennzeichnet durch eine besondere ölfördervorrichtung (29), durch welche Öl in die Zylinder (16, 2-9) der Flüssigkeitskuppiung und der Bremse gefördert wird.
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