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Hohlsaumnähanbauvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Hohlsaumnähanbauvorrichtung
für eine Nähmaschine mit einem an der Drückerstange der Maschine starr anbäubaren
Rahmen und einer von dem Rahmen getragenen, für die inustergerechte Verschiebung
des Stoffes durch den Stoffschieber der Vorrichtung seitwärts und vor-und rückwärts
bewegbaren Stoffschieberschiene. Diese Erfindung ist eine Verbesserung der Hchlsaumnähanbauvorrichtung.nach
Patent 657 904-Ein Ziel der Erfindung ist die Vereinfachung der Hohlsaumnähanbauvorrichtung
des Hauptpatentes, um -sie genauer und zwangsläufiger arbeiten zu lassen und die
Kosten für die Konstruktion und den Zusammenbau zu verringern. Es ist weiter ein
Ziel der Erfindung, die-Vorrichtung genau einstellbar und auf verschiedene Arb#eitsarten
umwandelbar züi machen.
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Gemäß der Erfindung ist ein '#K,7ockenglied zum Bewegen der Stoffschieberschiene
längs des Rahmens auf der 11.auptwelle angebracht und wirkt über ein am Rahmen auf
einer waagerechten Achse angelenktes, vorzugsweise verstellbares Hebelzwisch-.nglied
auf die Stoffschieberschiene ein, Da das Nockenglied zum Bewegen der Stoffschieherschiene
auf der Hauptwelle angebracht ist, wird eine Zwischenwelle erspart und die Vorrichtung
beträchtlich vereinfacht. Die Anordnung eines zwischen dem Nockenglied und der Stoffschieberschiene
liegenden Hebelzwischengliedes gewährleistet eine leichte Einstellung der Stoffschieb#erschiene,
vorzugsweise ist dieses Hebelglied selbst verstellbar.
Die Erfindung
ist beispielsweise in der Zeichnung veranschaulicht.
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Abb. i ist ein Seitenaufriß einer an einer gewöhnlichen Haushaltnähmaschine
angebau ten Hohlsaumnähanbauvorrichtung.
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Abb. 2 ist eine Aufsicht auf die Anbau#or' richtung.
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Abb. 3 ist ein Seitenaufriß, von der exitgegengesetzten Seite
wie in Abb. i gesehen. Abb. 4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4 der Abb.
3. 1
Abb. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 2.
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Abb. 6 ist eine Einzelansicht und zeigt den Stoffschieberarbeitsmechanismus.
Abb. 7 ist ein vergrößerter Seitenauf riß der Anbauvorrichtung allein.
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Abb- 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb-
7.
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Abb. 9 ist ein Längsschnitt durch die Anbauvorrichtung.
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Abb. io ist eine vergrößerte Einzelansicht des Lochers und seines
Trägers.
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Abb. i i ist ein Schnitt nach Linie i i-i i der Abb. 7.
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Abb. 12 und 13 sind Einzelansichten eines abgeänderten Mechanismus
für seitliche Bewegung des Locherarmes.
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Abb. 14 ist ein Schnitt nach Linie 17-17
der Abb. 4, und Abb.
15 und 16 sind eine Seitenansicht bzw. eine Aufsicht einer abgeänderten Form der
Anbauvorrichtung.
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. Zur Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist in Abb. i ein Teil des Kopfes io einer Nähmaschine mit der üblichen Drückerstange
i i und Nadelstange 12 gezeigt, wobei die Nadelstange an ihrem unteren Ende die
übliche Nähnadel 13
trägt.
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. Bei Benutzung der beschriebenen Anbauvorrichtung wird der
übliche Stoff drücker einer Haushaltnähinaschine von der Drücke-, stange i i abgenommen
und an seiner Stelle der Anbau an der Drückerstange befestigt. Der Anbau ist mit
einem eigenen Stoff drücker ausgestattet. Auch der übliche Stoffschieber der Haushaltnähmaschine
wird durch eine Stichplatte oder einen Deckel 14 verdeckt, da der Anbau mit einer
Stoffschieber'anordnung versehen ist, die den Stoff durch den Anbau entsprechend
den von der übliclien Näharbeit verschiedenen Anforderungen der Hohlsaumnäha,rbeit
mustergerecht verschiebt.
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Die Teile des Anbaues werden von einem Rahmen getragen, der einen
waagerechten Fuß- oder Plattenteil 15 mit aufrechten Flanschen 16 und
17 an seinen Seitenkanten besitzt. Die Fußplatte ist an ihrem mittleren Teil
mit einer verhältnismäßig großen Öffnung 18, dahinter mit einer kleinen Öffnung
19 und mit- einem Schlitz 2o nahe ihrer hinteren Kante versehen (Abb.
8). An der vorderen Kante ist die Platte 15 nach vorn verlängert und nach
unten, wie bei :21 erkennbar, versetzt und endigt in einem Stoffdrücker 2;." der
mit einer Öffnung 293 versehen ist, durch welche die gewöhnliche Maschinennadel
und der Locher des Hohlsauinnähanbaues hindurchgehen.
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Es ist ersichtlich, daß die öffnung 23 in diesem Falle im a.Ilgemeinen
L-Form besitzt und aus in Verbindung stehenden Längs- und Ou#erschlitzen besteht,
wobei der Längsschlitz wie bei 2.3a verhältnismäßig schmal ist, so daß das Metall
des Stoffdrückers sich an dieser Stelle ziemlich nahe an die Nadel und den Locher
erstreckt, um dem Stoff während des Lochens eine wesentliche Abstützung zu geben.
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Der vordere Teil des Seitenflansr-bes 16 ist verlängert, um ein aus
einem Stück mit ihm bestehendes U-förmiges Glied 2,4 vorzusehen, das die Drückerstange
i i zu umfassen vermag und daran befestigt werden kann. Das Glied :z4 bildet, wie
angegeben, einen Teil des Flansches 16 und ist für das Umfassen der Drückerstange
in geeigneter Gestalt geformt. Dies ermöglicht die Befestigung des Anbaues an der
Maschine, wobei der Teil 24 an der Drückerstange mittels einer Schraube befestigt
wird, die durch die Öffnung :25 geht und in die Drückerstange geschraubt ist.
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Die Flanschen 16 und 17 sind mit fluchtenden Öffnungen
27 und :28 (Abb. 4) für die Aufnahme einer drehbaren Haupt- oder Arbeitswelle
versehen, welche sich durch diese Flanschen erstreckt und einige der Arbeitsteile
der Vorrichtung trägt. Diese mit 29 be-
zeichnete Welle ist mit einem verdickten
Teil 3o versehen, der in die öffnung 27 des Flansches 16 paßt, um die Welle
darin zu lagern. Am anderen Ende ist die Welle mit einem abgesetzten Endteil versehen,
auf welchem ein Nocken3i dadurch befestigt ist, daß er durch das gestauchte Ende33
der Welle gegen die Schalter32 gepreßt wird. An diesem Ende hat die Welle ein Lager
in der öffnung des Flansches 17. Ein Nabenglied 33a ist undrehbar mit der
Welle vermittels des Zapfens 33b am verdickten Teil 30
verkeilt. Dieses
Nabenglied ist mit stufenförmigen Teilen 34a und 35a versehen, auf welchem undrehbar
die Nocken 34 und 35 befestigt sind, wobei das Nockenglied 34 von der benachbarten
Schulter des Stufenteiles 35"
durch einen weiteren Stufehteil 36 entfernt
ist. Ein weiterer abgesetzter Teil 37 des 2",7aber)gliedes legt sich gegen
den Flansch 17. Auf dem Teil 3o der Welle ist drehbar ein Hebel 42 gelagert, an
dem eine Xlinke43 angelenkt ist, die mit einem gezahnten Schaltrad
44
in Eingriff steht, das undrehbar auf dem Ende der Welle 29 befestigt ist. Der Hebel
42 ist somit lose zwischen dem gezahnten Rad 44 und dem Flansch 16 gelagert.
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Offensichtlich ergibt dies eine sehr bequeme Anordnung für die HerAtellung
und den Zusammenbau dieser Teile, die insbesondere in Abb. 4 dargestellt sind, Das
Schaltrad,44 kann am Ende der Hauptwelle 29 dadurch befestigt werden, daß man es
auf Zähne oder Zacken 45 der Welle preßt, und der Hebel 42, wird auf dem verdickten
Teil 30
dieser Welle in Anlage an dieses Rad gelagert. Danach werden die Nockenglieder
34 und 35 auf dem Nabe-nglied 33t, befestigt. Dieses Nahenglied, wird dann
zwischen die Flanschen 16 und 17 gesetzt. Die Welle 29 mit dem aufgesetzten
Hebel 42 und Rad 44 wird durch die Öffnung im Nabenglied und durch den Flansch
17 gesteckt. Das Nockenglied 31 wird auf das abgesetzte Ende der Welle gesetzt
und dann das Ende der Welle wie bei 33 zwecks Befestigung der Teile gestaucht.
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Ein Locherarm 47 ist am Flansch 17 mittels eines durch eine
öffnung des Armes und eine Öffnung49 des Flansches gehenden Bolzens befestigt. Dieser
Arm erstreckt sich nach vorn und an seinem freien Ende ist.der den Locher
5 1 tragendeLocherkopf So befestigt.
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Der Locherkopf 50 ist drehbar an einer Platte 5oa befestigt,
die mit ihren Enden an dem vorderen Ende des Armes 47 mittels Schrauben
52 angebracht ist, die durch geschlitzte öffnungen des Armes 47 gehen, so
daß die Platte und der Locherkopf in gewissem Umfange längs des Armes 47 eingestellt
werden können. Der Locherkopf 50
ist an dem Fuß Soc um die Aufnahmeöffnung
für die Schraube 5ob drehbar gelagert, so daß durch Lösen dieser Schraube- der Locherkopf
uni einen Winkel von go' aus der Stellung der Abb, 7 in die Stellung der
Abh. io geschwenkt werden kann, wo der Locher sich in waagerechter unwirksanier
Lage befindet. Dies erlaubt, wenn es verwünscht ist, die Vorrichtung für die Herstellung
eines Kunststiches irgendeiner Art, wie z. B. einer applizierten Arbeit an Stelle
der gewöhnlichen Hohlsaumnäharbeit, zu verwenden. Ist es erwünscht, den Locher in
seine gewöhnliche Lage (Abb. 7) zurückzuführen, dann kann die Schraube 5ob
gel-öst werden, und der Locherkopf wird nach unten geschwungen, bis der waagerechte
Teil pa des Lochers gegen eine Anschlagschulter 5od an der Platte 5oa trifft. Hierdurch
wird der Locher in die richtige senkrechte Lage für- die Hohlsaumnäharbeit eingestellt,
so daß er immer genau in seine ursprüngliche Lage zurückbewegt werden kann, Das
vordere Ende des Locherarmes 47 und der Platte 50a sind mit Aussparungen
53
und 54 (Abb. 9) versehen, um die Einstellung des Lochers in unwirksame
Lage zu gestatten.
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Eine Feder 55 drängt gewöhnlich den Arm 47 nach oben, um seine
obere Fläche gegen die Nockenarme des Nockenrades 31 zu halten. Am Nockenrad
ist die obere Fläche des Armes mit Einkerbungen 56 und 57 zur Aufnahme
dieser Nockenarme, 58 versehen. Bei Drehung der Welle 29 infolge Betätigung
des Hebels 42 und der Klinke 43 wird das Nockenrad in Richtung des Pfeiles von Abb.
i gedreht. Einer der Arme 58 wird in die Einkerbung 57 eintreten und
wird bei weiterer Drehung auf den Hochteil t# #q zwischen den Einkerbungen
56 und 57 hinaufgleiten und den Arm 47 herabpressen, um den Locher
in den Stoff eintreten zu lassen. Die herabgedrückte Lage dieses Armes ist in Abbl.
7 ersichtlich. Eine weitere Drehung der Welle 29 bewegt diesen Arm
58 in Gegenüberstellung zur Einkerbung 56, zu welcher Zeit die Feder
55 eine Dewegung des Armes 47 nach oben veranlaßt, um den Locher von dem
Stoff zurückzuziehen. Diese Au#fwärtsbewegung wird durch den Eingriff des nachfolgenden
Armes 58 in die Einkerbung 57 gehemmt. Am Nocken 31 befinden sich
vier dieser Arme, während am Schaltrad44 zwölf Zähne vorhanden sind. Somit erfolgt
ein Hub des Locherarmes für je drei Aufwäxtsbewegungen des Hebels42-Eine
seitlicheVerläng-erung47a am vorderen Teil des Locherarrnes 47 erstreckt sich in
den Weg der Nadelstange 1:2, sa daß beim Herabgehen der letzteren der Arm 4.- nach
unten bewegt.wird und den Locher 51 in den Stoff eintreten läßt, um darin eine Öffnung
verder durch das Nockenrad 3 1 bewirkten Abwärtsbewegung des Lochers vo-rzuformen.
Der Locher ist der Nadel uni einen Schritt voraus, so daß beim Eintreten der Nadel
in die eine öffnung derLocher eine spätereÖffnung herstellt. Es ist daher sehr wichtig,
daß das schrittweise Vorschieben des Materials, an welchem die Hohlsaumnäharbeit
erfolgt, genau dem Abstand bzw. der Strecke zwischen dem Locher und der Nadel entspricht.
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Das Vorschieben des Stoffes wird mittels einer Stoffschieberschiene
6o hervorgebracht, die drehbar und verschiebbar an der Platte 15
an dem einen
Ende mittels der Niete 61 befestigt ist, die im Körf)er der Schieberschiene 6o festsitzt
und mit ihrem Schaftteil durch den Schlitz 2o hindurchgeht. Dies ist keine wahre
Drehbefestigung, gestattet aber dennnoch eine Drehbewegung sowie eine. Gleitbewegung
dieser Schiene, damit das freie Ende für das Erfassen und Loslassen des Stoffes
gehoben und gesenkt werden kann. Züi be,-achten ist, daß die öffnUng 2o an ihrem
hinteren Ende bei 20a vergrößert ist, damit
der Kopf der Niete 61
durch die Öffnung:2oa gehen kann, um gewünschtenfalls die Stoffschieberschiene loszulösen.
Selbstverständlich bewegt sich bei den gewöhnlichen Bewegungen der Schiene die Niete
in der Rückwärtsrichtung nicht so weit, daß der Nietenkopf mit diesem vergrößerten
Teil der Öffnung in Überdeckung gelangt, Am mittleren Teil ist das Metall der Schiene,
wie bei 6:2 erkennbar ist, nach unten versetzt, um eine Aussparung
63 vorzusehen, und an ihrem freien Ende, an welchem der Stoff eintritt, sind
an der Schiene zwei Federfinger 64 und 65 befestigt, die solchen
Ab-
stand voneinander haben, daß der S toffdrücker .22 zwischen ihnen
aufgenommen wird.
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- Zwischen dem Ende der Federfinger 64 und ,65 ist die
Stoffschieberschiene 6o mit Zähnen ,oder Verzahnungen 66 versehen, welche
den Stoff erfassen und für sein Vorschieben sorgen.
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Auf der Stoffschieberschiene 6o sind senkrechte Ansätze
67 und 68 vorgesehen, die durch die öffnung 18 der Platte
15 nach oben raggen und auf gegenüberliegenden Seiten des Nockenrades
35 liegen, so daß sie von dessen Nockenflächen erfaßt werden können. Diese
Ansätze können bequern dadurch hergestellt werden, daß man Teile der Schieberschiene
6o nach oben schlägt und liegen dicht an der Vertiefung 63. Gemäß Abb. 4
erstreckt sich der Ansatz 68 dicht am angelenkten Arm 47, um diesen Arm zu
erfassen und ihn seitlich zu verschieben, wenn die Stoffschieberschiene seitlich
bewegt wird. Auf der anderen oder äußeren Seite des Armes 47 ist an der Stoffschieb#erschiene
ein Stift 68u befest ' igt, so daß der Arm 47 zwangsläufig in beiden
Richtungen mit der Schiene mitbewegt wird.
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In Abb. 12- und 13 ist eine geringe Abänderung dargestellt, bei welcher
der Arm 47 mit einem herabhängenden Finger 47 b versehen ist, der durch einen
länglichen Schlitz 47c der Stoffschieberschiene 6o ragt. Diese Finger-und Schlitzverbindung
kann an Stelle des Stiftes 68a und des am Arm 47 liegenden Teiles des Ansatzes
68 benutzt werden, da sie seitliche Bewegungen des Armes mit der Stoffschieberschiene.6o
veranlaßt und gleichzeitig Längsbewegungen der Stoffschieberschiene 6o relativ zum
Arm 47 gestattet.
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An der Stoffschieberschiene 6o ist ein L-fÖrmiges Glied
69 befestigt, das durch die Öff-
nung ig der Platte 15 nach oben hindurchragt,
wobei das - Glied an der Stoffschieberschiene durch die Niete 7o befestigt
ist. Eine kleine Zwischenschiene7i ist am Glied 69 durch die Niete 7:2 angelenkt,
so daß sie aus der voll ausgezeichneten Lage der Abb. 5 in die gestrichelte
Lage dieser Abbildung bewegt werden kann. Das untere Ende der Zwischenschiene 71
wird vom Arm 73 eines bei 74 am Flansch 17 angelenkten Hebelzwischengliedes
erfaßt. Der andereArm 74 dieses Gliedes wird vom Nocken 34 erfaßt, wobei beide Arme
an ihren Enden mit waagerechten Teilen versehen sind, um dieses Erfassen zwangsläufiger
zu gestallten. Wenn die Zwischenschiene 71 in der Stellung der Abb.
6 und in der voll ausgezeichneten Lage der Abb. 5 ist, schlägt der
Arm 73 gegen -das untere Ende dieser Zwischenschiene und verschiebt die Stoffschieberschiene
6o nach hinten '. wobei die Niete oder der Stift 61 durch den Schlitz :2o hindurchgleiten.
Wird die Zwischenschiene 71 in die gestrichelte Lage -,der Abb.
5 verstellt, so liegt ihr unteres Ende nicht mehr im Weg'des Heb#elarmes
73, aber in diesem Fall schlägt der Hebelarin 73 gegen das Glied
69 und bewirkt eine Verschiebung der Schiene 6o. Diese Verschiebung ist jedoch
kürzer als die durch den Eingriff der Zwischenschiene 7 1 veranlaßte gewöhnliche
Verschiebung. Diese kürzere Verschiebung wird bei einem Kunststich oder einer anderen
Arbeit als der Hohlsaurn-näharbeit verwendet, wenn der Locher in unwirksame Lage
bewegt würde. Wenn die Zwischenschiene wieder nach oben in die voll ausgezeichnete
Lage bewegt wird, dann wird offensichtlich der normale oder gewöhnliche Vorschubschritt
wiederhergestellt, so daß der Näher den Vorschub, falls er ihn verkürzt hat, danach
wieder leicht zu einer genauen ursprünglichen Einstellung zurückführen kann, wo
er richtig mit dem Abstand zwischen der Nadel und dein Locher übereinstimmt. Eine
federnde Unterlegscheibe 7i:a ist unter den Kopf der Niete gelegt, um die Zwischensehiene
in eingestellter Lage zu halten.
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Der schon erwähnte Nocken 35 ist an seinem Umfang mit vier
Nockenflächen 77
versehen, auf die je eine Rast 77a folgt, welche in einer,
steilen Schulter 78 endigt. Das Material dieses Rades ist an vier Stellen
seines Umfanges, wie bei 79 erkennbar ist, seitlich versetzt, um vier seitliche
Führungsabschnitte sowie die vier senkrechten Fuly,-rungsabschnitte 77 vorzusehen.
Diese Führungen bzw. Nocken veranlassen zusammen mit den Bewegungen der Stoff schieberschiene
die Vorwärts- und Seitwärtsbewegungen des Stoffes. Das Nockenrad gleich im wesentlichen
hinsichtlich Konstruktion und Arbeitsweise dem in dem Hauptpatent erwähnten Nockenrad.
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Beim Beginn der Arbeit der Vorrichtung befindet sich die Stoffschieberschiene
in der Lage nach Abb. 3 etwas oberhalb des Stoffdrückers 22, und die Schulter
78 des Nockens liegt in der Vertiefung 63. Wenn der Arm 42 zwecks
Drehung der Arbeitswelle -29 nach oben gebracht wird, wird die Nockenfläche
77
die Stoffschieberschiene nach unten auf den Stoff herabpressen
und den Stoffdrücker etwas vom Stoff abheben, wie z. B. in Abb. 9
dargestellt.
Die weitere Bewegung des Hebels 4:2 läßt den seitlichen Nockenteil 79 zwischen
die Ansätze 67 und 68 treten und die Stoffschieberschiene sowie den
Stoff nach links (Abb. 8) verschieben. Ein zweiter Hub des Hebels 42 läßt
die Rast 77a des Nockenrades die Stoffschieberschiene auf dem Stoff halten, während
der Nockenteil 7() eine Rückkehr der Stoffschieberschiene nach rechts aus der Lage
der Abb. 8 veranlaßt. Die Nadel bewegt sich dann nach unten und vollführt
einen anderen Strich in der vom Locher hergestellten öffnung, und die Teile befinden
sich danach in Stellung für ein Verschieben des Stoffes.
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Dieses Vorschieben erfolgt durch die Stoffschieberschiene 6o. Diese
Schiene hatte sich infolge des Nockenteiles 77 und des Rastteiles 77a nach
unten bewegt und wird gegen den Stoff gehalten. Die Vorschubbewegung der Stoffschieberschiene
erfolgt durch den Nocken34 und das Hebelzwischenglied73 bis 75. Dieser Nocken
hat vier gekrümmte oder Rastabschnitte 8o, zwischen denen die hohen Schulterteile
Si liegen. Diese Fläehen können den waagerechten Teil des Hebelarmes 75
erfassen,
wobei der Hebelarm gegen den Nocken mittels der Feder 82 gehalten wird, die
mit einem Arm am Ansatz 67 und mit dem anderen Ende an einem Zapfen
83 des Flansches 16 angeschlossen ist. Diese Feder ist schräg nach oben geneigt,
so daß sie nicht nur den Ansatz 75 gegen. den Nocken zu ziehen sucht, sondern
auch die Stoffschieberschiene nach oben gegen die Platte 15, wenn sie nicht durch
die Nocken 77 und 77a unten gehalten wird. Auf der einen Seite der Hochstelle
81 am Nocken 34 ist eine steile Schulter Sia, die eine Vertiefung vorsieht, in welche
der Arm 75 fällt, um die Rückführutig der Stoffschieberschiene durch ihre
Feder zu ihrer ursprünglichen Lage zu gestatten. Es ist zu beachten, daß die Feder
82 auch dahin wirkt, den Kopf der Niete 61 daran zu hindern, mit dem vergrößerten
Teil 2-oa des SChlitZeS 20 in Platte 15 in überdeckung zu kommen. Der Hebel
42 ist mit einem Gabelende 8o ausgebildet, das einen Schlitz go vorsieht, in welchem
die übliche, an der Nadelstange 12 der Nähmaschine befestigte Schraube aufgenommen
werden kann, so daß dieser Hebel durch die Hinundherbewegungen der Nadelstange betätigt
wird. Während der Abwärtsbewegungen der Nadelstange gleitet selbstverständlich die
Klinke 43 einfach frei über die Zähne des Rades 44, und nur der Aufwärtshub der
Nadelstange ist für die Arbeit des Hob.Isaumnähanbaus von Wirkung. Es mag auch-
beächtei werden, daß ein vollständiger Umlauf des Schaltrades 44 auf vier Hühlsaunmähvorgänge
erfolgt, da am Rad44 zwölf Zähne vorhanden sind und drei davon während jedes vollständigen
Arbeitskreislaufes der Hohlsaumnähvorrichtung benutzt werden. Somit sind vier Nockenarme
58 und vier gesonderte Nockenflächen auf jedem der Nockenräder 34 und
35 vorhanden, so daß jedes dieser Glieder seinen besonderen Arbeitsgang viermal
während jedes Umlaufes vollführt. Ein jeder dieser Nocken vollführt daher einen
Arbeitsgang während drei Aufwärtshüben der Nadelstange und des Hebels 42.
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Der Locher 5 1 ist insbesondere in Abb. i i dargestellt und
besteht aus einem waagerechten Teil 51a und einem senkrechten Teil 5
Ib. Der waagerechte Teil wird in einer Öff-
nung 5 1 c des Locherkopfes
5o befestigt und mittels der Klenunschraube. 5 Id (Abb. 7) festgehalten.
Durch Lösen diese-r Schraube kann ein seitliches Einstellen dieses Lochers erfolgeti.
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Wie insbesondere in Abb. 5 dargestellt, wird das Hebelzwischenglied
mit den Hebelarmen 73 und 75 auf der Schraube 74 gehalten, deren Schaft
74P in einer Öffnung eines Halses 74.a der Mutter 74c sitzt. Die Öff-
nung
ist etwas exzentrisch zum Hals, so daß durch Drehen der Mutter und des Halses eine
geringe Verstellung des Drehpunktes des Winkelhebels erfolgen kann. Die Mutter wird
danach in eingestellter Lage durch Festziehen der Schraube 74 befestigt. Diese Anordnung
ermöglicht eine geringe Verstellung dieses Winkelhebels, um die Länge des Vorschubschrittes
genau auf den Abstand zwischen dem Locher und der Nadel,einzustellen. Diese Einstellung
erfolgt gewöhnlich in der Fabrik beim Zusammenbau der Vorrichtung und wird danach
nicht geändert, da jede Änderung in der Länge des Vorschubschrittes für verschiedene
Arten von Arbeiten mittels des kippbaren Hebels 71 erfolgt.
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Auf der Oberfläche der Stichplatte 14 ist vor dem Locherschlitz eine
Marke in Form einer Linie vorhanden, um die richtige Einstellung der Spitze des
Lochers seitlich zum Schlitz anzuzeigen. Diese Linie kann vorteilhaft schwarz gefärbt
sein, so daß sie leicht unterscheidbar ist, da sie dann im Kontrast zu der polierten
Metallfläche der Stichplatte ist. Dies zeigt die richtige Einstellung des Lochers
mit Bezug zu der durch die Klemmschraube 5Id vorgesehenen Einstellung an.
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Es folgt nunmehr eine kurze Beschreibung der gesamten Wirkungsweise
der Hohlsaumnähvorrichtung. Angenommen, :ein Loch ist durch den Locher im Stoff
hergestellt worden undder Stoff so vorgerückt oder verschoben
woMen,
daß die Nadel nunmehr mit diesem Loch in Flucht ist und die Teile sich in der Lage
nach Abb. 1, 2 und 3 befinden. Die Nadelstange 12 der Nähmaschine ist herabgegangen,
um einen Stich im Stoff herzustellen. Während des Herabgehens dieser Stange trifft
ihr Ende auf den Teil 47 a am Locherarm und treibt den Locher in den Stoff, um .ein
anderes darin herzustellendes Loch vorzufoTnien. Dieses Vorformen ist zwar zu dieser
Zeit nicht wesentlich, dient aber später dazu, die Beanspruchung des Locherarmes
aufzuheben, wenn letzterer bei einem späteren Verfahrensschritt den Locher durch
die gleiche Öffnung nach unten führt. Bei der Aufwärtsbewegung der Nadelstange 12
wird der Hebel 42 gleichfalls aufwärts bewegt, unddieKlinke 43 verstellt das Schaltrad44
um den Raum eines Zahnes und dreht so die Arbeitswelle 29. Dies läßt einen der Arme
58 (den an der Aussparung 57 in Abb. 7 gezeigten) auf die Fläche
59 nach oben gleiten und den Locherarrn 47 nach unten bewegen, wodurch der
Locher 51
sich durch das gleiche Loch des Stoffes hindurchbewegt, das zur
Zeit des vorherigen Herabgehens der Nadelstange hergestellt wurde, und das Loch
zu vergrößern sucht. Gleichzeitig mit dem Abwärtsbewegen des Lochergliedes bewegt
die Nockenfläche 77 die Stoffschieberschiene 6o nach unten in Berührung mit
dem Stoff und, hebt den Sto-ffdrücker 22 etwas an. Danach, aber noch während des
ersten Hubes des Hebels 42, erfaßt die seitliche Nockenfläche 79 am Nockenrad35
den Ansatz68, um das Vorderende der Stoffschiebersebiene 6o aus der Stellung von
Abb. 2 in die Stellung von Ab-b- 8 zu bewegen, so daß der Stoff seitlich
nach links verschoben wurde. Der Locherarm47 wird zu dieser Zeit gleichfalls seitlich
durch die Berührung mit dem Ansatz 68 verschoben, so daß der Locher
51 mit dem Stoff mitbewegt wird und somit bei der Regelung der seitlichen
Bewegung des Stoffes hilft.
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Die Nadelstange 12 geht dann herab, uni wiederum die Nadel in den
Stoff eintreten und einen Stich auf der einen Seite der vom Locher hergestellten
öffnung machen zu lassen. Wenn sich die Nadelstange wieder nach oben bewegt, wird
ein zweiter Aufwärtshub des Hebels 42 erzeugt. Während dieses Hubes bewegt sich
die Nockenfläche 79 außer Berührung mit dem Ansatz 68, und die mit
dem Ansatz 67 in Berührung stehende Fläche dieses Teiles veranlaßt eine seitliche
Rückkehrbe-,veg.ung des freien Endes der Stoffschieberschiene 6o nach rechts, um
den Stoff in seine urspüngliche Lage zurückzubringen. Diese seitliche Bewegung wird
auch durch die Feder 8:2 unterstützt, die eine etwas diagonale Lage einnimmt, wenn
die Stoffschieberschiene nach der Beinen Seite bewegt wird.
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Die Nradelstange geht wiederum herab und stellt einen anderen Stich
in der vom Locher ausgebildeten Öffnung her und vollendet so den seitlichen Rückkehrstich,
um die Teile in Stellung für eine Vorschubhewegung und für einen Vo#rwärtsstich
im Stoff zu bringen. Wenn die Nadelstange wiederum beraufgeht und die dritte Aufwärtsbewegung
des Hebels 42 veranlaßt, gleitet der Nockenarm 58
aus der Berührung mit dem
Teil 59 und fällt in die Aussparung 56, wodurch der Locherarn' 47
freigegeben wird und durch die Feder 55 aus dem Stoff nach oben bewegt werden
kann. Danach gleitet der Hebelarm 75 zum Hochteil 81 des Nockens 34 und verschiebt
so die Stoffschieberschiene 6o nach rechts (Abb. 9), um ein Vorrücken oder
Vorschieben des Stoffes zu veranlassen. Gerade vo-r dem Ende dieser Vorschuhbewegung
fällt die Schulter 78 des Nockenrades 39 in die Vertiefung
63, so daß das freie Ende der Stoffschieberschiene 6o durch die Feder
82 nach oben aus der Berührung mit dem Stoff abgehoben werden kann. Gerade
nachdem dies statteefunden bat, gleitet der Hochpunkt81 des Nockens 34 äußer Berührung
mit dem Hebelarm 75 und gibt so den an der StoffschieberAchiene 6o befestigten
Ansatz frei, so daß die Schiene 6o durch die Feder 82
nach vorn in ihre ursprüngliche
Lage verschoben wird. Die Teilt befinden sich nunmehr in Stellung für einen weiteren
Arb#eitskreislauf; denn wenn die Nadelstange wiederum. herabgeht, macht sie einen
Vorwärtsstich im Stcoff und trifft auf den Locherkopf, um letzteren nach unten züi
bewegen, wie oben dargelegt wurde.
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Um eine vollständige Hohlsaumnäharbeit zu erhalten, muß natürlich
der Stoff zweimal durch die Anbauvorrichtung geschickt werden. Nachdem der Stoff
einmal, wie oben beschrieben, durch die Maschine geschickt wurde, wird er umge-wendet
und wiederum durch die Anbauvorrichtung bewegt. Da der Stoff bei dem zweiten Durchlauf
durch die MaschineinentgegengesetzterRichtungdurchgeschickt wird,werdennatürlich
dieseitlichen Stiche auf der entgegengesetzten Seite der Öffnungen als während des
ersten Durchlaufes des Stoffes gemacht und so die Hohlsauinnäharbeit vollendet.
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Bei der vorher beschriebenen Ausführungsform der Vorrichtung wird
der Locher das erstemal durch den Eingriff der Nadelstange mit dem Glied oder Ansatz
47a nach unten bewegt, und dann wird der Locher mittels eines der Arme des Nockens
31 durch die gleiche öffnung des St(>ffes nach unten bewegt. In Abb. 15 und
16 ist eine etwas abgeänderte
Ausführungsforrn der Anbauvorrich,-tung
dargestellt, bei welcher der Locher vollständig durch die Nadelstange betätigt wird
und sich in Übereinstimmung -mit den Bewegungen der Nadelstange nach unten und oben
bewegt. Bei dieser Ausführungsfürm ist das Nockenrad 31 durch die Kreisseheibe
3 ia ersetzt. Diese Scheibe wirkt lediglich als Anschlag für den Locherarm
47 d ' um dessen Aufwärtsbewegung zu begrenzen. Die Einkerbungen56
und 57 des Locherarmes, 7.B.
von Abb.7, können beim Arm47 der
Ab-
änderung nach Abb. 15 und 16 fortfallen und werden auch vorzugsweise
fortgelassen. Der Locherarm ist jedoch mit der Verlängerung 47a versehen, die sich
seitlich in den Weg der Nadelstange erstreckt, von letzterer erfaßt und nach unten
durch den Stoff bei iedem Abwärtshub der Nadelstange bewegt wird. Die Feder
55 bewegt den Arm 47 nach oben, wenn diese Bewegung durch die Aufwärtsbew,egun-
der Nadelstange gestattet wird, so daß gemäß dieser Konstruktion der Locherarm den
Bewegungen der Nadelstange folgt. In diesem Falle wird natürlich der Locher nicht
in der Öffnung des Stoffes während der seitlichen Bewegung des Stoffes nach unten
gehalten, sondern durch die Feder55 nach jedem Abwärtshub mit der Nadelstange nach
oben geführt, so daß er nicht in Eingriff mit dem Loch des Stoffes ist, wenn der
Stoff in seitlicher Richtung verschoben wird. In sonstiger Hinsicht ähnelt die abgeänderte
Ausführungsforrn der Abb. 15 und 16 der Ausführungsform von Abb. i bis ii.
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