DE68796C - Antriebvorrichtung für Feuerspritzen zur Verminderung des Kraftaufwandes in der mittleren Druckbaumlage - Google Patents

Antriebvorrichtung für Feuerspritzen zur Verminderung des Kraftaufwandes in der mittleren Druckbaumlage

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Publication number
DE68796C
DE68796C DENDAT68796D DE68796DA DE68796C DE 68796 C DE68796 C DE 68796C DE NDAT68796 D DENDAT68796 D DE NDAT68796D DE 68796D A DE68796D A DE 68796DA DE 68796 C DE68796 C DE 68796C
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DE
Germany
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pressure
drive device
levers
effort
reduce
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT68796D
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English (en)
Original Assignee
A. GAEDKE und F. GAEDKE in Pyritz, Pommern
Publication of DE68796C publication Critical patent/DE68796C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C27/00Fire-fighting land vehicles

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. X&
KLASSE'89: Pumpen.
Druckbaumlage.
Bei den Feuerlöschspritzen mit einfacher Hebelübertragung kann jeder Mann bei der höchsten und tiefsten Hebelstellung einen viel stärkeren Druck ausüben als in der Mitte, während der Widerstand der Pumpe in der Mitte eher etwas stärker wird. Der Widerstand ist also mit Rücksicht auf die menschliche Arbeitsweise am Hebel schlecht vertheilt.
Durch vorliegende Antriebsvorrichtung soll der Mannschaft das Pumpen in der Mitte leichter gemacht werden als oben und unten, ohne dafs dabei das Druckgewicht oben und unten vermehrt würde.
Fig. ι zeigt die Druckvorrichtung in der Stellung, wo der eine Druckbaum (a) in seiner höchsten, der andere (al) in seiner tiefsten Stellung ist.
Fig. 2 zeigt die Ansicht der Spritze von oben. Fig. 3 zeigt die Druckvorrichtung in der Stellung, in der die Druckbäume gleiche Höhe haben.
Die Druckhebel b und b1, sowie c und c1 sind stumpfwinklig gebogen und haben an ihren Enden je zwei Winkelarme d und dl.
Von den Kniepunkten e und e1 laufen Zugstangen h und i bis zu der Achse der Führungsrollen f, welche zwischen Schienen gelagert sind und dem mit jener Achse verbundenen Ende der Kolbenstange g Führung geben.
Die Druckhebel sind paarig und an den Enden c durch eine gebogene Stange k, Fig. 2, verbunden. An dieser gebogenen Stange sitzen die beiden Druckhebel b b1, sowie cc1, Fig. 2. Die auf beiden Seiten der Maschine paarig angeordneten Druckhebel sind durch Stangen / in den Kniepunkten e und e1 verbunden. Die an der Aufsenseite der Druckhebel sich befindenden Zugstangen h und i werden bei m durch Scharniere zusammengehalten, und zwar so, dafs der Löffel am Ende von 0?1 bei Horizontalstellung der Druckbäume in m eingreift. Die Zugstangen h und i sind an beiden Druckbäumen, also auf jeder Seite der Spritze zweimal vorhanden. Beim Pumpen greifen die Kniehebel d\ welche an ihren Enden löffeiförmig ausgearbeitet sind, beim Heruntergehen der Druckbäume diese Zugstange gerade dann auf, wenn die beiden Druckbäume in gleicher Höhe sind bezw. der Kolben in der Mitte des Cylinders steht. Die Drehpunkte der Druckhebel liegen genau in der gleichen Höhe mit der Achse der Führungsräder f, sowie auch . der Kolbenstange. Die Winkelarme dd, welche gleiche Länge haben, sind durch Stangen an ihren Enden beweglich verbunden. Die Spritze selbst ist die bekannte doppeltwirkende. Die Windkessel sind, wie bekannt, doppelt angeordnet, einer als Saugwindkessel, der andere als Druckwindkessel. Die übrige Einrichtung ist wie bei allen Feuerspritzen.
Die Wirkung dieser Hebelübertragung ist folgende:
Beim Herunterdrücken eines der Druckbäume α α1 hebt sich der Hebelarm d\ während gleichzeitig die Zugstangen h und i die Führungs-
rollend/und somit den Kolben anziehen. Durch die Stange ο wird bewirkt, dafs die Mannschaft auf der entsprechenden Seite vermittelst der Hebelarme d den Druckbaum auf der anderen Seite hochhebt. Ist nun z. B. der linke Druckbaum α in gleicher Höhe mit dem rechten, so fafst der rechte Hebelarm dl in die Zugstange h und i. beim Punkt m und drückt diese Stange nach oben durch, während gleichzeitig der linke Hebelarm losläfst. Der Kolben ist jetzt zur Mitte des Cylinders gekommen, wie in Fig. 3 ersichtlich. Die Zugstange rechts streckt sich jetzt und würde die ganze Arbeit, den Kolben von der Mitte bis zum Ende zu treiben, der rechten Seite ganz überlassen, wenn nicht die beiden Hebelarme d durch die Stange 0 verbunden wären. Es vertheilen sich so die hier aufgewendeten Kräfte nach beiden Seiten sowohl beim Anfang als auch bei Mitte und Ende der Kolbenbewegung gleichmäfsig. Bis jetzt mufste, um die Bewegung über die Mitte des Kolbens zu überwinden, hierbei bedeutend mehr Kraft angewendet werden, als bei Anfang und Ende. Bei dieser Hebelübersetzung ist gerade die Mittelstellung, die bekanntlich am schwierigsten zu überwinden ist, entlastet, so dafs zur Mittelbewegung eine bedeutend geringere Kraft nöthig ist.
Zum leichteren Verständnifs der beschriebenen Erfindung diene beiliegende schematische Zeichnung, wo die einzelnen Kräfte durch Striche versinnbildlicht sind.
Die Uebersetzung ist nicht stets = 7, wie bei einer gewöhnlichen Spritze von 20 cm Kolbenhub und 140 cm Auslage der Hände, sondern (Fig. 4 bis 6) hat stets die veränder-
D χ
liehe Gröfse des Bruches—=-—; hierbei wandert
Dy
χ auf der gedachten Linie D d und ist der jedesmalige Projectionspunkt von H\ y wandert auf der zu Dd, in D oder d errichteten senkrechten Linie und ist der Schnittpunkt dieser mit der Zugstange oder deren Verlängerung, falls das Knie gebeugt ist (Fig. 6). Dieser sich
Dx
stets verändernde Bruch -=r— giebt nicht nur
Dy
in den drei gezeichneten Stellungen, sondern auch in jeder Zwischenstellung die Uebersetzung
D χ ι
an. Mifst man in Fig. 4 nach, so ist
= 4,2, ebenso wie in Fig. 6
Dx3
Dy ι
,2, in
Dy3
D χ 2
der Mittelstellung Fig. 5 ist — = 14. Je
näher die Hände der Mittelstellung sind, desto mehr nähert sich die Uebertragung an 14.
Da jeder Mann in der Mitte nur 30 kg drückt, wie oben gezeigt, so kommt bei der alten Kolbenbewegung bei 20 cm Kolbenhub, 140 cm Auslage der Hände stets 7 X 30 = 210 kg von jedem Mann zur Geltung. Ebenso kommen bei unserer neuen Kolbenbewegung, falls volle Züge gepumpt werden, 4,2 X 50 = 210 kg zur Geltung, denn es ist gezeigt, dafs man oben und unten 50 kg mit derselben Anstrengung drückt, wie in der Mitte 30 kg. In der Mitte braucht dann aber jeder Mann nur 15 kg zu drücken, denn 14 X 15 kg sind = 210 kg.
Drückt die Mannschaft nun nicht volle Züge, sondern nur solche kurzen Züge, wie es gerade die Wasserbeförderung erfordert, so ist die
Dx
Uebertragung-=-— nahezu= 14. Es kommen
also von jedem Mann nahezu 30 X 14 = 420 kg zur Geltung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Antriebsvorrichtung für Feuerspritzen, dadurch gekennzeichnet, dafs die doppelt angeordneten gebogenen Druckbaumhebel b b1 mit Winkelhebeln dl dl die durch ein Gelenk gekuppelten Zugstangen h und i zur Ueberwindung der mittleren Stellung angreifen und bei vermindertem Kraftaufwand an den Druckbäumen dem Kolben über den mittleren Punkt hinweghelfen, wobei an den Druckbaumhebeln durch die Zugstange 0 verbundene Hebel dd angebracht sind, um die Ausgleichung der Kraft der Mannschaft von der linken zur rechten Seite und umgekehrt herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT68796D Antriebvorrichtung für Feuerspritzen zur Verminderung des Kraftaufwandes in der mittleren Druckbaumlage Expired - Lifetime DE68796C (de)

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