DE686952C - Vorrichtung zum Bilden von balgenartigen Seitenfalten in einer Schlauchbahn - Google Patents

Vorrichtung zum Bilden von balgenartigen Seitenfalten in einer Schlauchbahn

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DE686952C
DE686952C DE1938H0156193 DEH0156193D DE686952C DE 686952 C DE686952 C DE 686952C DE 1938H0156193 DE1938H0156193 DE 1938H0156193 DE H0156193 D DEH0156193 D DE H0156193D DE 686952 C DE686952 C DE 686952C
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Heinrich Schwinger
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FR Hesser Maschinenfabrik AG
Rieter Ingolstadt GmbH
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Schubert und Salzer Maschinenfabrik AG
FR Hesser Maschinenfabrik AG
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Description

  • Vorrichtung zum Bilden von balgenartigen Seitenfalten in einer Schlauchbahn Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bilden von balgenartigen Seitenfalten in einer zum Herstellen von Beuteln dienenden flachen Schlauchbahn unter Benutzung eines innerhalb der Schlauchbahn geführten Formkernes.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung mit innerhalb der schrittweise vorgeschobenen Schlauchbahn geführtem Formkern, der, abgesehen von seinem löffelförmig gestalteten Auflaufende, über seine ganze Länge einen gleichmäßig rechteckigen Querschnitt besitzt, dient der Formkern lediglich dazu, die flache Schlauchbahn rechteckig zu öffnen, worauf das über die vordere Stirnfläche des Formkernes vorstehende Ende der Schlauchbahn durch eine Falzvorrichtung zur Bildung des Beutelbodens geschlossen und nach dem nächsten Vorschubschritt das mit dem Boden versehene Schlauchende auf Beutellänge abgeschnitten wird. Ferner ist eine Vorrichtung zum Hochrichten und Wiederumlegen von Schachtelscheiden für Schiebeschachteln bekannt, bei der die flach .gedrückten Schachtelscheiden über einen Dorn geschoben werden, dessen Dicke keilartig nach der Mitte zu-und nach dem Ende abnimmt und der aus der Form der nach einer Seite zusammengelegten Scheiden ,allmählich in die Form der geöffneten bzw. der nach der anderen Seite umgeknickten Scheiden übergeht. Bei einer anderen zum Herstellen von Flachbeuteln :dienenden Vorrichtung wird die innerhalb :der Vorrichtung senkrecht von oben nach unten vorgeschobene Schlauchbahn zunächst über einen feststehenden Formkern geführt, der sich unmittelbar an das zum Bilden der Schlauchbahn dienende Falzblech anschließt und doppelkeilförmig mit rechtwinklig zueinander versetzten Keilflächen ausgebildet ist" um den Papierschlauch um einen rechten Winkel so weit zu verdrehen, daß die mittlere Klebenaht an eine Seite zu liegen kommt. Hierauf wird der Schlauch auf Beutellänge abgeschnitten, und es werden nun die einzelnen Beutellärigen über einen weiteren in gleicher Weise doppelkeilförmig ausgebildeten Formkern geführt, der durch Rollen unterstützt wird und mit inneren und äußeren Führungs- und Preßrollen in Verbindung mit einer um 9o° versetzten Dopp;elkeilform die Beutellängen wieder in die ursprüngliche Flachlage der Schlauchbahn zurückbringt. Es ist such eine Vorrichtung zum Herstellen von Beuteln mit einer durchsichtigen und einer undurchsichtigen Plachseite und mit Galgenartigen Seitenrändern bekannt, bei welcher :einfeststehender, oben und unte4l mit seitlich vorstehenden Falzblechen verseÜener Formkern verwendet wird. Es wird au-, nächst die eine undurchsichtige oder durchsichtige Papierbahn unter dem Formkern entlang geführt, wobei durch Falzorgane die Seitenränder der Papierbahn zunächst um das untere Falzblech herum nach oben gefaltet, dann Galgenartig zwischen die beiden Falzbleche eingeknickt und hiernach auf das obere Falzblech umgelegt werden, ohne jedoch auf dem oberen Falzblech 'des Formkernes einen geschlossenen Schlauch zu -bilden, und :dann wird auf die beiden um das obere Falzblech herum gefalzten Seitenränder dieser Papierbahn die andere Papierbahn,geklebt. - -Demgegenüber besteht zum Anbringen von Galgenartigen Seitenfalten in einer zum Herstellen von Beuteln dienenden flachen Schlauchbahn unter Benutzung eines inneren Formkernes das Neue -der--Erfindung darin, daß, in der Vorschubrichtung der Schlauchhahn gesehen, -der der Breite der Schlauchbahn entsprechende flache hintere Teil des Formkernes über @ einen in der Breite sich verjüngenden und in der Dicke keilartig zunehmend,en Mittelteil in :einen der Breite des fertigen Beutels entsprechenden -und in der Dicke wieder abnehmenden vorderen Teil übergeht und der Formkern längs des mittleren und vorderen Teiles mit Seitennuten versehen' ist; die :sich im Verlauf des mittleren Teiles -konisch vertiefen und deren Weite entsprechend der -Dicke des mittleren und vorderen Teiles- des Formkernes zu- und wieder abnimmt und in die seitliche Falzorgane eingreifen. , Infolge. der Zusammenwirkung der keilförmigen Zunahme der Dicke und gleichzeitigen Verjüngung der Breite des Mittelteiles mit der im ' Verlauf des Mittelteiles erfolgenden konischen Vertiefung und Er--veiterung der -seitlichen Nuten wird erreicht, daß zum Bilden der Balgen die Seitenränder der flachen Schlauchbahn allmählich-und schonend saufgeweitet und durch die seitlichen Falzorgane ,eingefalzt werden können. Die neue Gestaltung des Formkernes ergibt daher- den wesentlichen Vorteil, daß die Erzeügung der Galgenartigen Seitenfalten im. der über dem Formkern sich bewegenden Schlauchbahn für jede Papierart, insbesondere auch für das schwer zu behandelnde Zellglas, in einfacher und zuverlässiger Weise ohne Zerreißgefahr verfolgen kann. - -Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und. zwar zeigen' Abb. i die Vorrichtung zum Erzeugen der Galgenartigen Seitenfalten in der Schlauchbahn in Seitenansicht, Abh. z die Faltwerkzeuge in Aufsicht, Abb.3 und q. den Formkern in vergrößerter Darstellung in Seiten- und Stirnansicht, Abb. 5 einen Schnitt nach Linie a-b :der Abb. 3,.
  • Abb. 6 einen .Schnitt nach Linie CA der Abb. 3 und Ab-b- 7 einen Schnitt nach Linie d-f der Ahb. 3.
  • Die flache Schlauchbahn a, an der seitlich Galgenartige Falten gebildet werden sollen, ist beispielsweise zu einer Rolle i aufgewickelt und wird von dieser Rolle i uriz eine Leitwalze 3 über den innerhalb der Schlauchbahn geführten Formkern-iö ,einem Förderwalzenpaar q., 5 zugeleitet. Von dort gelangt die mit Balgenfalten -versehene flach gelegte Schlauchbahn an -weitere Arbeitsstellen zum Herstellen der einzelnen Beutel- bzw. zur Füll-oder Verpackungsmaschine oder sie wird einer Wiederaufrollvorrichtung zugeführt, um von dort an anderen Stellen weiterverarbeitet werden zu können.
  • Zum Erzielen :einer wesentlichen Vereinfachung der Bauart wird gemäß - der Erfindung die Anordnung vorteilhafterweise so getroffen, daß der Vorschub der Schlauchbahn z über den Formkern i o von untern nach oben :erfolgt, und' der Formkern in der Schlauchbahn frei schwebend erhalten wird. Zu diesem Zweck besitzt der Formkern zweckmäßig ein solches. Eigengewicht, daß et den Reibungswiderstand im Innern-der Schlauchbahn überwindet und sich- stets möglichst kurz oberhalb der Leitwalze 3 in der Schwebe befindet.
  • Die Gestaltung des Formkernes ist insbesondere aus Abb.3 bis 7 zu ersehen. Der untere Teil :des Formkernes z o ist Bach ausgebildet und an der unteren Kante i i abgerundet. Er .entspricht der Breite der Schlauchbahn. An diesen flachen unteren Teil des Formkernes schließt sich eine keilartige Verstärkung :an, und zwar etwa bis zur Liiiie-c-d der Abb. 3. Bis zu dieser Linie ist der Formkern etwas seitlich zusammengezogen oder verjüngt. Von der Linie c-d bis zur oberen Kante des Formkernes verlaufen die Seitenflächen -desselben meinem der Breite - des fertigen Beutels entsprechenden Abstand parallel; jedoch nimmt die Verdickung -des Formkernes, wie sich insbesondere aus Abb. 4. ergibt, wieder keilartig ab. Längs dem mitt= deren und oberen Teil - des Formkernes sind Seitennuten 15 und 16 angebracht, die .sich entsprechend der Keilform des Formkernes bis zur Linie c-d konisch vertiefen und verbreitern und dann wieder bis zur oberen Kante des Formkernes enger werden, wie deutlich aus den Abb. 3 bis 6 ersichtlich ist.
  • Wie sich aus Abb@.2 ergibt, sind seitlich des Formkernes i o zwei Falzbleche 2o und 2 i vorgesehen, die mit ihren vorderen Falzkanten in die. Nuten 15, 16 des Formkernes: i o eingreifen, und zwar durch die Schlauchbahn hindurch. An Stelle der Falzbleche können gegebenenfalls auch umlaufende Falzrollen mit entsprechend zugeschärfteri Außenrändern Anwendung finden.
  • Um die Lage des Formkernes von außen beeinflussen zu können, kann er mit einem magnetisch beeinflußbaren Einsatzstück 25 versehen sein, das der Wirkung von zwei gegenüberliegenden Magneten 22, 23 ausgesetzt wird, die durch die Schlauchbahn hindurch auf das magnetisierbare Einsatzstück 25 des Formkernes einwirken. , Die Wirkungsweisse der Vorrichtung ist folgende: In die von der Rolle i abgewickelte Schlauchbahn 2 wird zunächst der Formkern i o eingeschoben, und dann wird die Schlauchbahn um die Leitwalze 3 geführt und das Ende zwischen das Förderwalzenpaar q., 5 eingeführt. Der Formkern kommt dabei im Innern des sich zwischen der. Leitwalze 3 und dem Förderwalzenpaar ¢, 5 erstreckenden Teiles der Schlauchbahn zu liegen, indem diese Schlauchbahn im wesentlichen in einer senkrechten Ebene verläuft. Durch sein Eigengewicht bzw. durch magnetische Unterstützung wird der Formkern dicht oberhalb der Leitwalze im Innern des Schlauches gehalten. Wenn der Formkern so seine Arbeitslage eingenommen hat, werden die seitlichen Falzbleche gegen den Formkern in Arbeitsstellung gelegt, so daß sie mit ihren vorderen Falzkanten in die Nuten 15, 16 eindringen. Auf diese Weise wird beim Fördern der Schlauchbahn diese geöffnet und an gegenüberliegenden Seiten derselben je eine balgenartige Falte erzeugt. Dadurch, daß der Formkern i o .an seinem oberen Ende wieder in eine abgeflachte Form zurückgeht, wird auch unter der Wirkung des Zuges des Förderwalzenpaares q., 5 die Schlauchbahn wieder Hach gelegt, wobei .die seitlichen Falten nach innen gehalten werden, um dann beim Durchgang durch das Förderwalzenpaar q., 5 flach gewalzt zu werden.
  • Nach dem Verlassen des Förderwalzenpaares q., 5 kann die Schlauchbahn unmittelbar den Vorrichtungen zum Abschneiden einer entsprechenden Länge zur Herstellung des Beutels sowie zum Füllen und Schließen desselben zugeführt werden. Wenn die Einrichturig gemäß der Erfindung jedoch nicht mit einer solchen Beutelherstellungs- b@zw. Füllmaschine verbunden ist, so kann die Schlauchbahn, nachdem sie mit den Seitenfalten versehen ist, wieder zu einer Rolle aufgewickelt werden.
  • Hinsichtlich der nachfolgenden Patentansprüche wird erklärt, daß für die im Anspruch i :enthaltenen Merkmale kein selbständiger 'Patentschutz beansprucht wird, vielmehr nur die Vereinigung aller in ihm enthaltener Merkmale Patentschutz genießen soll und daß der Gegenstand des Anspruchs 3, nur im Zusammenhang mit dem Inhalt der Ansprüche i oder 2, PatentSChutZ genießen soll.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Bilden von balgen-,artigen Seitenfalten m einer zum Herstellen von Beuteln dienenden flachen Schlauchbahn unter Benutzung eines innerhalb der Schlauchbahn geführten Formkernes, dadurch gekennzeichnet, daß, in der Vorschubrichtung der Schlauchbahn gesehen, der der Breite der Schlauchbahn entsprechende flache hintere Teil des Formkernes (io) über einen in der Breite sich verjüngenden und in der Dicke keilartig zunehmenden Mittelteil m einen der Breite des fertigen Beutels entsprechenden und in der Dicke wieder abnehmenden vorderen Teil übergfht und der Formkern längs des mittleren und vorderen Teiles mit Seitennuten (15, 16) versehen ist, die sich im Verlauf des mittleren Teiles konisch vertiefen und deren Weite entsprechend der Dicke des mittleren und vorderen Teiles des Formkernes zu- und wieder abnimmt und in die seitliche Falzorgane (2o, 21) .eingreifen.
  2. 2. Vorrichtung zum Bilden von balgenartigen Seitenfalten in einer zum Herstellen von Beuteln dienenden flachen Schlauchbahn unter Benutzung eines innerhalb der Schlauchbahn geführten Formkernes, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der Schlauchbahn über den Formkern (i o) von unten nach oben erfolgt und der Formkern in der Schlauchbahn frei schwebend erhalten wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß indem Formkern ein. magnetisch beeinflußbares Einsatzstück (25) vorgesehen ist, das unter der Wirkung von außerhalb der Schlauchbahn befindlichen Magneten (22, 23) steht.
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