DE686191C - Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren - Google Patents

Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren

Info

Publication number
DE686191C
DE686191C DE1932A0066761 DEA0066761D DE686191C DE 686191 C DE686191 C DE 686191C DE 1932A0066761 DE1932A0066761 DE 1932A0066761 DE A0066761 D DEA0066761 D DE A0066761D DE 686191 C DE686191 C DE 686191C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltages
discharge paths
lever
motor
grid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1932A0066761
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Wilhelm Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DE1932A0066761 priority Critical patent/DE686191C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE686191C publication Critical patent/DE686191C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/24Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices
    • H02P7/26Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using discharge tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren Es ist bekannt, Gleichstrommotoren über zwei Gruppen gittergesteuerter Entladungsstrecken, die parallel und zueinander entgegengesetzt geschaltet sind, zur stufenlosen Drehzahlregelung in beiden Richtungen zu speisen, wobei jederzeit zur Nutzbremsung übergegangen werden kann (Umkehrstromrichter). Dabei «erden gemäß dem Patent 66d.03> die Gitterspannungen der beiden Gruppen von Entladungsstrecken derart in zwangsläufiger Abhängigkeit voneinander gesteuert, daß mit zunehmender Zündvorverlegung der Steuerimpulse der einen Gruppe eine zunehmende Rückverlegung der Zündimpulse der anderen Gruppe eintritt. Werden also nach dieser Lehre die Gleichrichter- und Wechselrichterentladungsstrecken gleichzeitig ausgesteuert, so treten im Achterkreis des Urnkehrströmrichters Spannungen auf, deren Größe durch die Differenz der Augenblickswerte der Anodenspannungen der Gleichrichter- und der Wechselrichterentladungsstrecken gegeben ist. Überwiegt der Augenblickswert der Anodenspannung der Gleichrichterentladungsstrecke, so muß im Achterkreis ein Ausgleichsstrom fließen, der ein reiner Verluststrom ist. Die Differenz der Augenblickswerte der Anodenspannungen der Gleichrichter- und der Wechselgruppe ist bei kleinster Aussteuerung am größten, so daß also bei kleinen Motordrehzahlen recht beträchtliche Verlustströme auftreten.
  • Erfindungsgemäß wird daher zur Vermeidung dieses Nachteils nur die Gruppe von Entladungsstrecken allein ausgesteuert, die dem gerade benötigten Betriebszustand zugeordnet ist, d. h. bei Antrieb nur die Gleichrichter-, bei Bremsung nur die Wechselrichtergruppe, während die andere nicht benötigte Gruppe vollkommen gesperrt gehalten wird. Irgendwelche Verlustströme im Achterkreis können dann nicht auftreten.
  • An Hand der Abb. i bis 3 sei die Erfindung näher erläutert. In Abb. i sind die beiden Gruppen von Entladungsstrecken des Umkehrstromrichters mit io und I i bezeichnet, ihre Kathoden sind mit den beiden Klemmen des Motorankers 12 verbunden, während ihre Anoden über die Sekundärwicklungen 13 und 14 des Transformators 15 mit der Primärwicklung 16 an das Wechselstromnetz angeschlossen sind. Die beiden Sternpunkte der Sekundärwicklungen 13 und 14 sind dabei über die Leitungen 17 und 18 jeweils mit derjenigen Ankerklemme leitend verbunden, die an der Kathode des der anderen Sekundärwicklung zugeordneten Entladungsgefäßes liegt. Zwischen die Kathode und die zugehörigen Ankerklemmen ist dabei auf jeder Seite des Motors nach ein Stromtneser ic) bzw. 2o eingeschaltet, dessen Skala so ausgeführt bzw. dessen Federvorspannung so gewählt ist, das im stromlosen Zustande dcvi Zeiger auf den Mittelpunkt der Skala, we##ier den Teilstrich Null besitzt, einspielt. Die eld wicklung 21 des Motors ist über zwei in Doppelweggleichrichterschaltung angeordnete Entladungsgefäße 22 und 23, welche ebenfalls Steuergitter besitzen, an einen Hilfstransformator angeschlossen, dessen Primärwicklung aus demselben Wechselstromnetz gespeist werden möge wie der Transformator 15. Die Steuergitter der Gefäße 22 und 23 sind an einen Drehtransformator 24 angeschlossen, wobei in dem gemeinsamen Stromzweig beider Gitterstromkreise noch ein Strombegrenzungswiderstand eingeschaltet ist. Die Läuferwicklung des Drehtransformators 24 wird ebenfalls aus dem bereits erwähnten Wechselstromnetz gespeist. Die Steuergitter der Gefäße io und i i liegen ebenfalls an Drehtransformatoren 25 und 26, und zwar an deren Läuferwicklungen, während ihre Ständerwicklungen aus demselben Netz gespeist werden wie der Drehtransformator 24 und der Haupttransformator 15. Die Läuferwicklungen der Drehtransformatoren 25 und 26 besitzen dabei Sternschaltung. Die beiden Sternpunkte sind mit den Kathoden der Gefäße io und ii verbunden. Es sind zwei Steuerhebel 27 und 28 vorgesehen, welche aus ihrer in der Zeichnung dargestellten Lage, wie durch Pfeile angedeutet, nach zwei Richtungen verstellt werden können. Sie wirken dabei auf an den Läufern der Drehtransformatoren 24 bis 26 befestigte Hebel in einer Weise ein, welche weiter unten näher erläutert wird.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei vorausgesetzt, daß der Motoranker 12 sich in Ruhe befinden möge und daß in der Stellung der Steuerhebel 27 und 28, die in der Abb. i dargestellt ist, den Gefäßen io und ii eine Gitterspannung zugeführt werden möge, welche in Phasenopposition mit der diesen Gefäßen zugeführten Anodenspannung ist. Die Gitterspannung an den Gefäßen 22 und 23 möge gegenüber der Anodenspannung dieser Gefäße um etwa 30 elektrische Grade nacheilen, so daß die Feldwicklung 2i von einem Strom durchflossen ist, der kleiner ist als der aus thermischen Gründen für diese Feldwicklung zulässige. Vorweg sei gesagt, daß von den Steuerhebeln 27 und 28 der eine dem Rechtslauf, der andere dem Linkslauf des Gleichstrommotors zugeordnet ist, und zwar sei für das Nachfolgende angenommen, daß der Hebel 27 zur Herbeiführung des Rechtslaufes, der Hebe128 zur Herbeiführung des Linkslaufes dienen möge. Wenn der Motor im Sinne des Rechtslaufes angelassen werden soll, wird der Hebel 27 in der Richtung des ausgezogen gezeichneten Pfeiles verstellt und verdreht daher über den Winkelhebel 29 den Läufer des Drehtransformators 25. Hierdurch ändert sich die Phasenlage der an den Steuergittern des Entladungsgefäßes 1o liegenden Spannung gegenüber der an den Anoden dieses Gefäßes liegenden Spannung in der Weise, daß die beiden Spannungen nunmehr einen Winkel, der etwas kleiner ist als ißo°, miteinander einschließen und dem Anker 1a ein Strom zugeführt wird, der sich über die Verbindungsleitung 18 schließt. Die Drehzahl, welche der Motoranker 12 annimmt, ist dabei dem räumlichen Winkel proportional, um welchen -der Steuerhebel 27 gegenüber seiner in der Abb. i dargestellten Lage verdreht wird. Wenn der Steuerhebel nach Zurücklegung eines gewissen Verdrehungswinkels den Hebel 30, welcher am Läufer des Drehtransformators 24 befestigt ist, berührt, möge er in Richtung seiner Drehachse um ein gewisses Stück nach rechts gerückt werden, so daß er mit dem Hebel 2-9 nicht mehr in Berührung steht, sondern nur mehr mit dein Hebel 3o. Der Hebel 29 möge dann durch eine in der Abb. i der Einfachheit halber nicht mit dargestellte mechanische Verklinkung in der erreichten Lage zunächst festgehalten werden. Wird der Steuerhebel 27 nun noch mehr in der Richtung des ausgezogen gezeichneten Pfeiles verdreht, so erfährt der Drehtransformator 25 keine weitere Verdrehung, der Ankerstrom des Gleichstrommotors bleibt also unverändert, während der Drehtransformator 24 nunmehr verstellt wird, und zwar in der Weise, daß der ursprünglich vorhandene Phasenwinkel von 30° zwischen der Gitter- und der Anodenspannung der Gefäße 22 und 23 vergrößert wird. Hiermit vermindert sich der die Erregerwicklung 21 des Gleichstrommotors durchfließende Strom, so daß die Drehzahl über den bei Erreichung des Hebels 30 seitens des Steuerhebels 27 herrschenden Wert hinaus ansteigt. Der doppelarmige Hebel, welcher an dein Läufer des Drehtransformators 24 befestigt ist, besitzt einen Anschlag 31, der seinerseits drehbar gelagert ist und von einer Spiralfeder 32 in der in Abb. i dargestellten Lage gehalten wird. Die Kraft dieser Spiralfeder 32 muß bei der geschilderten Bewegung des Steuerhebels 27 über Berührung mit dem Hebel 3o hinaus überwunden werden. Der doppelarmige Hebel steht aber seinerseits ebenfalls unter der Einwirkung einer Feder 33, deren Spannung nur so groß bemessen sein soll, daß sie selbst die Spannung der Feder 32 nicht zu überwinden vermag und daher den Drehtransformator 24 nicht über die in der Abbildung dargestellte Lage im Sinne einer Stromverminderung in der Feld- Wicklung 2 1 zu verdrehen vermag. Wenn nun die Drehzahl des Motors wieder herabgesetzt werden soll, wird der Steuerhebel 27 wieder. in Richtung des punktiert gezeichneten Pfeils zurückbewegt, wird, nachdem er den Hebel 30 verlassen hat, nach links gerückt, löst dabei die Verklinkung für den Hebel29 und gelangt dann wieder in die in Abb. i dargestellte Lage. Die Erregung des :Motors ist sodann wieder auf den normalen Betrag erhöht, und der Ankerstrom des Motors beträgt Null. Die Drehzahl des Motorankers wird jedoch infolge der verhältnismäßig hohen lebendigen Kraft des Motorankers und' der mit ihm gekuppelten Antriebsrollen der Walzenstraße noch einen verhältnismäßig hohen Betrag haben. Um die lebendige Kraft des Motors und der von ihm angetriebenen Teile zurückzugewinnen, wird der Steuerhebel über seine in Abb. i dargestellte Lage hinaus in der Richtung des punktiert gezeichneten Pfeiles bewegt und verläßt dabei den Hebel 29. Dieser selbst wird unter der Einwirkung einer Feder 34 gegen einen Anschlag 35 gedrückt, derart, daß die Gitterspannung für das Entladungsgefäß io in Phasenopposition mit der Anodenspannung dieses Entladungsgefäßes bleibt und das Gefäß io demzufolge gesperrt ist. Der Steuerhebel 27 verdreht bei seiner Bewegung in Richtung des punktiert gezeichneten Pfeiles vielmehr nur über den Hebel 36 den Drehtransformator 24, und zwar in einem solchen Sinne, daß die Phasenverschiebung zwischen der Gitterspannung und der Anodenspannung der Gefäße 22 und 23 sich vermindert, der die Erregerwicklung 2 1 durchfließende Strom also steigt. Die Spannung, welche an den Klemmen des Ankers 12 auftritt, steigt also an, derart, daß mit Rücksicht auf das Verhältnis der Spannung am Anker 12 und der Spannung des Wechselstromnetzes an und für sich nunmehr eine Energierücklieferung ins Wechselstromnetz stattfinden könnte. Diese findet auch tatsächlich über das nun als Wechselrichter arbeitende Gefäß i i statt, dessen Gitterspannung zu diesem Zweck aus der Lage genauer Phasenopposition zur Anodenspannung noch um einen kleinen Winkel vorverschoben wird. Diese Verschiebung kommt dadurch zustande, daß die untere Verlängerung des Steuerhebels 27 einen Kontakt 36 schließt, derart, daß über einen in der Abb. i der Einfachheit halber fortgelassenen Stromkreis der Elektromagnet 37 erregt wird. Der an seinem Anker befestigte Anschlag 38 für den dem Drehtransformator 26 zugeordneten Hebel 39 wird zurückgezogen, so daß dieser Hebel 39 unter der Einwirkung einet- Feder 40 gegen einen raumfesten Anschlag 4i gedrückt wird. Das Entladungsgefäß i i arbeitet nun als Wechselrichter so lange, als die Spannung an den Klemmen des Ankers 12 gegenüber der Spannung des Wechselstromnetzes groß genug ist, um einen Energiefluß in der Richtung Motor-Netz herbeizuführen. Da sich die Drehzahl des Ankers 12 während dieser Energielieferung naturgemäß vermindern muß, ist zur Aufrechterhaltung eines konstanten Leistungsrückflusses in das Wechselstromnetz der Steuerhebel z7 stetig in Richtung des punktiert gezeichneten Pfeiles zu verdrehen. An dem Strommesser2o kann dabei dieLeistungsrücklieferung bequem verfolgt werden. Die Nutzbremsung kann dabei an und für sich in jedem beliebigen Zeitpunkt unterbrochen werden und braucht nicht bis zur Drehzahl Null fortgesetzt zu «-erden.
  • Angenommen, der Motor soll nach Erreichung einer bestimmten kleinen Drehzahl weiter im Sinne des Rechtslaufs betrieben werden, so ist der Steuerhebel 27 zunächst in die in der Abb. i dargestellte Lage zurückzubewegen, wobei die Feder 33 eine Zurückführung des Drehtransformators 24 in die in Abb. i dargestellte Lage besorgt. Der an dem Läufer dieses Drehtransformators befestigte, dem Steuerhebel 28 zugeordnete Hebel 42 bewirkt dabei .gleichzeitig entgegen der Kraft der Spiralfeder 40 eine Zurückführung des Hebels 39 in die in Abb. i dargestellte Lage, so daß dann an dem Entladungsgefäß i i wieder eine Gitterspannung liegt, die sich'mit . der Anodenspannung genau in Phasenopposition befindet. Der Steuerhebel 27 wird nuü im Sinne des ausgezogen gezeichneten Pfeiles so weit verdreht, als es notwendig ist, um die gewünschte verminderte Drehzahl aufrechtzuerhalten.
  • Soll dagegen die Drehrichtung des Motors gewechselt werden, so ist der Steuerhebel 2,7 in der Richtung des punktiert gezeichneten Pfeiles so lange zu verdrehen bzw. in seiner Endlage in dieser Richtung so lange festzuhalten, bis der Strommesser 20 keinen Energiefluß vom Motor in das Netz mehr anzeigt. Es ist sodann der Hebel 27 in die in Abb, i dargestellte Lage zurückzubewegen und der Hebe 1 28 in Richtung des ausgezogen gezeichneten Pfeiles zu verdrehen. Dies letztere kann bereits geschehen, bevor der Motor im Sinne des Rechtslaufs die Drehzahl Null erreicht hat. Der Drehzahlabfall geht dann von demjenigen Wert, bei welchem keine Energierücklieferung vom Motor über das Entladungsgefäß i i ins Netz mehr möglich war, auf den Drehzahlbetrag Null schneller vor sich, als dies unter der Einwirkung der Reibungsverluste des Motors und unter Berücksichtigung der ihm von der Walzenstraße entzogenen lebendigen Kraft möglich ist. Nach Erreichung der Drehzahl Null wechselt die Drehrichtung sofort und nimmt wieder einen Betrag-an, der ebenso, wie beim Rechtslauf des Motors beschrieben, von der Verdrehung des Steuerhebels 28 in Richtung des ausgezogen gezeichneten Pfeiles abhängt.
  • Soll im Linkslauf des Motors eine Nutzbremsung vorgenommen werden, so ist der Hebel 28 in Richtung des punktiert gezeichneten Pfeiles zu verdrehen; die sich dabei abspielenden Vorgänge sind die gleichen, wie oben für die Nutzbremsung beim Rechtslauf des Motors beschrieben.
  • In der Abb. i ist der besseren Übersicht halber zwischen dem Steuerhebel 27 und dem Hebel 30 eine punktiert gezeichnete Linie eingefügt, um anzudeuten, daß dieser Hebel 30 in der Nullage des Hebels 27 noch nicht berührt wird. Die gleiche Kennzeichnung ist zwischen dem Hebel 39 und dem Anschlag 41 sowie den anderen Teilen verwendet, welche erst nach einer gewissen Auslenkung aus der dargestellten Lage berührt .-werden.
  • Die beschriebene Schaltungsanordnung ist noch einer Reihe von Abwandlungen fähig, die sich in der Hauptsache auf die Art und Weise, in welcher die Energierücklieferung bewirkt wird, beziehen. Die Energierücklieferung kann zunächst statt durch Steigerung der Erregung des Gleichstrommotors oder gegebenenfalls in Verbindung mit einer solchen Erregungserhöhung dadurch ausgelöst werden, daß das Übersetzungsverhältnis der Wicklungen 14, 16 in- der angegebenen Richtung vergrößert wird. Diese Vergrößerung kann stetig, d. h. etwa unter Verwendung eines Drehtransformators, der ark Stelle des Transformators 14, 16 zu treten hat, erfolgen oder auch unstetig, d. h. unter Verwendung einer Reihe von Anzapfungen an der Sekundärwicklung 14, derart, daß zur Erhöhung der von dem Motor . an das Netz zurückzulief erndenLeistung dasÜbersetzung sverhältnis in Richtung 14 bis 16 vergrößert wird. Des weiteren kann, nachdem zu Beginn der Nutzbremsung die Gitterspannung am Gefäß i i um den bereits obenerwähnten kleinen Winkel vorgerückt ist, die Leistungsrücklieferung bei konstanter Erregung und bei :konstantem übersetzungsverhältnis-des Transformators auch durch weitere stetige oder unstetige Vorverschiebung der Gitterspannung beeinflußt werden. Endlich kann auch von der in Abb. i beschriebenen stetigen Verdrehung der Gitterspannung der Gefäße io, 11, 22 und 23 abgesehen und eine unstetige Verschiebung dieser Gitterspannungen eingeführt werden. In diesem Falle empfiehlt es sich, zum mindesten den Drehtransformator 24 durch eine Spannungsteilerschaltung zu ersetzen, welche an zwei andere Phasen anzuschließen ist, als die Primärwicklung des Transformators 34 in <abb. i und zum Zwecke der E'.rregun,-;serhöhung die Steuergitter der Gefäße 22 und 23 auf Anzapfungen an dieser Spannungsteilerschaltung umzulegen. Die Spannung5-teilerschaltung kann dann gleichzeitig zur Lieferung derjenigen Gitterspannung dienen, welche eine Erregungsverminderung des Motors bewirken. Zweckmäßig wird man auch die Gitterspannungen für die Entladungsgefäße io und ii von anzapfbaren Spannungsteilerschaltungen beziehen, statt von Drehtransformatoren, welche, wenn sie um endliche Beträge verdreht werden, natürlich ebensowohl zur Lieferung der Gitterspannungen benutzt werden können.
  • Sofern eine der eben angedeuteten Anordnungen ebenfalls zum Antrieb einer Walzenstraße verwendet werden soll, werden zweckmäßig zwei Steuerhebel, welche den Hebeln 27 und 28 in Abb. i entsprechen, derart anzuordnen sein, daß sie bei Verdrehung aus der Nullage über eine Anzahl von Kontakten streichen und daß bei Berührung etwa unter Vermittlung je eines oder mehrerer Relais die notwendigen Gitterspannungsänderungen herbeigeführt werden.
  • Sofern die in der Abb. i zugrunde gelegte Methode der Erregungssteigerung zur Beeinflussung der Leistungsrücklieferung verwendet wird und diese Erregungssteigerung in der zuletzt beschriebenen Weise durch unstetige Änderung der Gitterspannung an den Gefäßen 22 und 23 erfolgt, steigt die zurückgelieferte Energie vom Moment des >;-'bergangs zur Nutzbremsung auf einen bestimmten Maximalbetrag an und vermindert sich dann in dem Maße, in welchem die Drehzahl des Motors abnimmt, wieder auf den Wert Null.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sei beschrieben unter der Voraussetzung, daß der Gleichstrommotor zum Antrieb einer Hobelmaschine mit hin und her gehendem Hobeltisch benutzt werden möge und daß es sich 'um die Bearbeitung einer Maschinengrundplatte nach Abb. 2 handeln möge, welche an den, durch Pfeile bezeichneten Flächen bearbeitet werden - soll. In diesem Falle wird die Steuerung der Entladungsgefäße zweckmäßig mit Hilfe eines Nockens bewirkt, der raumfest angeordnet werden kann und mit einer Reihe von an dem Hobel -tisch einstellbar angeordneten Kontakten zusammenarbeitet. Die entsprechende Anordnung ist in der Abb.3 schematisch dargestellt. In dieser ist der Nocken mit 43 bezeichnet, und die Grenzen seiner relativen Bewegung gegenüber dem Werlzstück 44 sind durch die Punkte 45 und 46 angedeutet. An dem Hobeltisch sind eine Reihe von Kontakten 4.7 bis 51 vorgesehen, deren jeder in den Stromkreis eines Relais 52 bis 56 eingeschaltet ist. Die von diesen Relais betätigten Kontakte bewirken jedesmal, wenn der Nocken Gien zugehörigen Kontakt 47 bis 51 berührt, eine Änderung der an den Entladungsgefäßen liegeti<leri Gitterspannung.
  • Die Vorgänge spielen sich dabei im einzelnen folgendermaßen ab. Angenommen, der Nocken 43 befinde sich in der in der Abb. 3 dargestellten Lage und bewege sich nach rechts, also in Richtung der durch den Punkt .[6 bezeichneten Endlage. Die Erregung des Motors besitzt einen mittleren Wert, der Phasenwinkel zwischen der Gitterspannung und der Anodenspannung der Entladungsgefäße 22, 23 in Abb. i betrage also beispielsweise 3o'. Der Ankerstrom des Motors befinde sich auf dem Nennbetrag, der Phasenwinkel zwischen der Gitterspannung und der Anodenspannung des Entladungsgefäßes io sei also Null. `Fenn nun seitens des Nockens ..E3 der Kontakt 47 berührt wird, kommt ein Stromkreis vorn Pluspol einer Hilfsstromquelle über den Kontakt 47, die Relaiswicklung 52 zum Minuspol dieser Hilfsstromquelle zustande, so daß Relais 52 anspricht. Durch die Kontakte dieses Relais soll die Gitterspannung für die Entladungsgefäße 22 und 23 derart umgeschaltet werden, daß nunmehr ein größerer Phasenverschiebungswinkel zwischen der Gitterspannung und der Anodenspannung dieser Entladungsgefäße besteht, claß also die Drehzahl des Motors ansteigt. Der Nocken .43 bewegt sich dann mit einer größeren Geschwindigkeit nach rechts als vor der Erreichung des Kontakts 47, durchläuft also diejenige Stelle des Werkstückes 44, an welcher keine Bearbeitung stattzufinden hat, finit erhöhter Geschwindigkeit. Das Relais 52 möge etwa über einen Selbsthaltekontakt erregt bleiben, auch wenn der 'Nocken 43 den Kontakt 47 wieder verlassen hat. Bei Erreichung des Kontakts 48 wird das Relais 53 erregt, welches zunächst über einen Ruhekontakt den Selbsthaltekreis des Relais 52 unterbrechen möge und welches über einen Arbeitskontakt einerseits eine Steigerung der Erregung des Gleichstrommotors hervorrufen und andererseits das bisher gesperrt gehaltene der Gefäße io und i i zur Stromrücklieferung vorbereiten möge. Das Relais 53 soll außerdem einen Selbsthaltekontakt besitzen, über welchen es auch, nachdem der Kontakt 48 von dem Nocken 4.3 wieder verlassen ist, erregt bleibt. Auf dem Wege des Nockens vom Kontakt 48 zum Kontakt 49 findet sodann eine Nutzbremsung statt, und bei Erreichung des Kontaktes 49 soll das Relais 54 ansprechen, welches einerseits das Relais 53 zum Abfallen bringt und andererseits die Gitterspannung der Entladungsgefäße to und i i wieder derart umschaltet, daß das unmittelbar vorher -rur Nutzbremsung dienende Gefäß wieder völlig gesperrt und das unmittelbar vorher völlig gesperrte Gefäß wieder Strom in den Motor liefert. Gleichzeitig wird durch Ansprechen des Relais 5.1 die Erregung des Motors wieder auf .den normalen Betrag gesetzt, und es wird auf dem Wege des Nockens vorn Kontakt 4.9 zum Kontakt 5o der Motor demzufolge mit derselben Geschwindigkeit laufen wie vor Erreichung des Kontaktes 47. Bei Erreichung des Kontaktes 5o wird wieder auf Nutzbremsung umgeschaltet und. bei Erreicbung des Kontaktes 5 i das unmittelbar vorher zur Energierücklieferung dienende Gefäß im Sinne der Energielieferung an den Motor beeinflußt. Des weiteren wird durch das Relais 56 die Erregung des Motors derart vermindert, daß der Nocken mit erhöhter Geschwindigkeit nach dem durch den Punkt 45 bezeichneten linken Ende seiner Bahn zirriickläuft.
  • Statt der in den Ausführungsb; 'spielen vorausgesetzten mehranodigen Entladungsgefäße im Ankerkreis und der einanodigen Entladungsgefäße im Erregerkreis des Motors können auch im Ankerkreis Gruppen von je einanodigen Entladungsgefäßen und im Erregerkreis ein zweiano@diges Entladungsgefäß verwendet werden.
  • An Stelle der zwei Strommesser i9 und 20 in Abb. i kann auch ein einziger Strommesser, der unmittelbar in Reihe mit dein Anker 12. gleichgültig auf welcher Seite vor den Abzweigpunkten der Leitungen 17 und 18 einzuschalten ist, benutzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren, deren Ankerkreise zum motorischen Betrieb mit wechselnder Drehrichtung und zum generatorischen Nutzbremsbetrieb über zwei Gruppen gegensinnig parallel geschalteter gittergesteuerter Entladungsstrecken gespeist werden, wobei für den motorischen Betrieb j e nach der Drehrichtung die Steuerspannungen der einen oder anderen als Gleichrichter arbeitenden Gruppe von Entladungsstrecken in ihrer Phasenlage stetig gegenüber den Anodenspannungen verschoben werden, dadurch gekennzeichnet. daß während des motorischen Betriebes die für den Nutzbremsbetrieb bestimmten Gruppen von Entladungsstrecken durch Phasenopposition ihrer Steuer- und Anodenspannungen völlig gesperrt werden und daß beim Übergang vom 'notorischen zum Nutzbremsbetrieb die Steuerspannungen der dann als '\ÄTecliselrichter arb-itenden Gruppen von Entladungsstrecken unter gleichzeitiger Erhöhung der Erregung der Gleichstrommotoren oder unter gleichzeitiger Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Haupttransformators gegenüber den Anodenspannungen um einen konstanten Winkel vorverschoben werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während des generatorischen Betriebes die Gitterspannungen der einen Gruppe von Entladungsstrecken, die im Wechselrichterbetrieb arbeiten, stetig in ihrer Phasenlage geregelt werden, während die andere Gruppe vollkommen gesperrt ist.
DE1932A0066761 1932-07-31 1932-07-31 Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren Expired DE686191C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1932A0066761 DE686191C (de) 1932-07-31 1932-07-31 Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1932A0066761 DE686191C (de) 1932-07-31 1932-07-31 Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE686191C true DE686191C (de) 1940-01-05

Family

ID=6944234

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1932A0066761 Expired DE686191C (de) 1932-07-31 1932-07-31 Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE686191C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480225A (en) * 1945-10-10 1949-08-30 Gen Electric Co Ltd Reversible direct-current motor system
DE848220C (de) * 1949-11-20 1952-09-15 Frieseke & Hoepfner Gmbh Vorrichtung zur Drehzahlminderung der Wickelspindel waehrend des Lagenwechsels bei durch Reihenschlussmotor angetriebenen Wickel-spindeln bei Feindraht-Wickelmaschinen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480225A (en) * 1945-10-10 1949-08-30 Gen Electric Co Ltd Reversible direct-current motor system
DE848220C (de) * 1949-11-20 1952-09-15 Frieseke & Hoepfner Gmbh Vorrichtung zur Drehzahlminderung der Wickelspindel waehrend des Lagenwechsels bei durch Reihenschlussmotor angetriebenen Wickel-spindeln bei Feindraht-Wickelmaschinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE645180C (de) Steuereinrichtung fuer Elektromotoren, insbesondere zur Walzenanstellung bei Walzwerken, nach dem Geber- und Empfaengerprinzip
DE3131361C2 (de)
DE686191C (de) Verfahren zur Regelung von Gleichstrommotoren
DE544107C (de) Einrichtung zur Stromumformung mittels Entladungsgefaesse
DE1039605B (de) Fernstellsystem mit wenigstens einem Steuerkanal und mit einem Nachlaufempfaenger
DE3541275C2 (de)
DE709234C (de) Anordnung zur Regelung von in der Drehrichtung umzusteuernden und ueber Stromrichter gespeisten Gleichstrommotoren
DE664039C (de) Verfahren zum Speisen und Nutzbremsen von Gleichstrommaschinen mittels gesteuerter gas- oder dampfgefuellter Entladungsstrecken
DE663859C (de) Einrichtung zur Regelung, insbesondere Drehrichtungsumkehr von Gleichstromnebenschlussmotoren
DE656278C (de) Anordnung zur Drehzahlregelung eines elektrischen Schiffsschraubenantriebes
DE722056C (de) Anordnung zur Regelung eines Gleichstrommotors
DE660421C (de) Anordnung zur Einstellung motorisch bewegter Gegenstaende
DE648984C (de) Einrichtung zur Regelung, insbesondere zur Drehrichtungsumkehr, von Gleichstrommotoren, deren Anker- und Feldkreis ueber gittergesteuerte Dampf- oder Gasentladungsstrecken gespeist werden
DE720442C (de) Stromrichteranordnung fuer wechselseitigen Energieaustausch zwischen einem Wechselstromnetz und einem zeitweilig als Generator arbeitenden Gleichstrommotor wechselnder Drehrichtung
DE668882C (de) Anordnung zur Unterdrueckung der Kreisstroeme in einer Kreuzschaltung zweier Stromrichter mit gegenseitig abhaengiger Aussteuerung
CH294859A (de) Einrichtung zur Steuerung eines Umkehrantriebes über Dampfentladungsstromrichter in Eingefäss-Schaltung.
DE646693C (de) Steuerung fuer einen Gleichstrommotor mit Reihenschlusskennlinie, dessen Erreger- und Ankerwicklung getrennt ueber gittergesteuerte Dampf- oder Gasentladungsstrecken aus einem Wechselstromnetz gespeist werden
DE644348C (de) Anordnung zum Energieaustausch zwischen einem Wechsel- und einem Gleichstromnetz mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse
DE653359C (de) Einrichtung zur Einstellung der Drehzahlen beider Drehrichtungen von Gleichstrom-nebenschlussmotoren mit Hilfe der Gittersteuerung
DE660567C (de) Durch Leonardschaltung gesteuerter elektrischer Schraubenantrieb fuer Mehrschraubenschiffe
DE657126C (de) Einrichtung zur Kompoundierung von Gleichstrommaschinen, die zum Zwecke der wechselseitigen Energielieferung mit einem Wechselstromnetz ueber zwei Gruppen von Gas- oder Dampfentladungsstrecken in Kreuzschaltung verbunden sind
DE2947769A1 (de) Steuereinrichtung fuer motorantriebe von stufenschaltern
DE973219C (de) Anordnung zur Umkehrsteuerung eines fremderregten Gleichstrom-Nebenschlussmotors mit Ankerspeisung ueber einen gittergesteuerten Stromrichter in Eingefaessschaltung
DE734752C (de) Kopierfraesmaschine
DE692264C (de) Umformereinrichtung mit zwei ihrer stromrichtenden