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Tiefensteller mit Faltenbalg für verankerte Seeminen Einrichtungen
zum Erhalten einer ungefähren gleichen Eintauchtiefe von verankerten Seeminen sind
bekannt, bei denen .durch Formändern eines Balgrohres o. dgl. in einem lufterfüllten
Körper unter Einwirken des sich ändernden Wasserdruckes und eines Gewichtes eine
Seiltrommel bewegt wird, die die Seemine steigen läßt oder niederzieht. Das Steigen
oder Niedergehen der Seemine entspricht bei den bekannten Einrichtungen in keiner
Weise der Höhenänderung des Wasserspiegels; denn die Formänderungen der Balgrohre
o. dgl. erfolgen in einem lufterfüllten Körper. Die eingeschlossene Luft wird beim
Steigen des Wasserspiegels zusammengedrückt, und zwar um so mehr, je mehr das Höhenändern
des . Wasserspiegels zunimmt. Dieser Vorgang setzt der steigenden Seemine einen
immer größer werdenden Luftwiderstand entgegen, so daß die Seemine nicht in die
beabsichtigte Tiefe gelangen kann. Beim Erfindungsgegenstand dagegen ist der Faltenbalg
in einem entlüfteten Gehäuse angeordnet und geführt, wodurch bei wechselndem Wasserstand
die Seemine auf der gleichen Tiefe unter der Wasseroberfläche gehalten wird, da
nunmehr der dem Auftrieb der Seemine gegenüberstehende Widerstand immer der gleiche
ist. Ferner ermöglicht die besondere Bauart des Tiefenstellers ein schnelles und
zuverlässiges Einstellen von Hand für jede gewünschte Schwimmtiefe der Seemine.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen Abb. i eine Seitenansicht des Tiefenstellers, Abb.
a eine Draufsicht und Abb.3 eine schematische Darstellung der Verankerung einer
Seemine unter Verwenden des Tiefenstellers gemäß der Erfindung.
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Der Tiefensteller besteht aus dem Gehäuse i, das zur Aufnahme und
Führung
des Faltenbalges 2 und der Gegenlast i 2 dient. Seitlich
am Gehäuse i befindet sich ein Rückschlagventi17 mit der Anschlußmutter go. zum
Entlüften_ Das Gehäuse wird näel° unten begrenzt durch eine am Faltei.balä-ä'' befestigte
Scheibe q, mit Dichtung sowie düzck-: den Aufsatz 3. Zum Längenändern - dienen die
an dem Querstück 8 befestigten Zahnführungsstangen 5 und 6, die in den Lageraugen
15, 16, 17 und 18 verschiebbar angeordnet sind. Der vorstehende Teil i i
am Boden des Gehäuses i begrenzt die größte Ausdehnung des Faltenbalges, während
die Nabe i o die kleinste Ausdehnung des Faltenbalges durch Aufsetzen des Anschlagbundes
26 begrenzt. Durch die öffnungen 23 im Aufsatz 3 kann das Wasser @ in den Faltenbalg
eintreten.
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Der Einbau und die Arbeitsweise des Tiefenstellers sind folgende Um
die Schwimmtiefe C der Seemine 25 (Abb.3) bei steigendem oder fallendem Wasserspiegel
in gleicher Tiefe unter der Wasseroberfläche zu halten, wird der Tiefensteller für
die Wassertiefe A hergerichtet und eingebaut. Zweckmäßig wird hierfür der niedrigst
vorkommende Wasserstand gewählt. Der auf den Innenboden i9 des Faltenbalges wirkende
Wasserdruck zuzüglich der an dem Querstück 8 wirkenden Auftriebskraft der Seemine
müssen in dieser Lage von den Gegenlasten 12 und 2¢ überwunden werden, damit der
Faltenbalg zusammengedrückt und der Begrenzungsanschlag 26 gegen die Nabe i o gezogen
wird. Die Abmessungen des Gehäuses i sollen so gewählt werden, daß :der Tiefensteller
sich unter Wasser fast selbst trägt. Steigt nun der Wasserspiegel D, um die Höhe
B, so erhöht sich der Wasserdruck auf --den Innenboden i9 des Faltenbalges und schiebt
ihn um die Höhe B auseinander. Diese :Bewegung wird durch die am Faltenbalg-Üoden
befestigte Zahnführungsstange 9 über die Zahnradpaare i 3, i q. auf die Zahnführungsstangen
5, 6 übertragen, wodurch die an der öse ai befestigte Seemine 25 entsprechend steigen
kann. Da die Ausdehnung des Faltenbalges in einem entlüfteten Gehäuse stattfindet,
kann die Seemine genau der Höhenänderung des Wasserspiegels folgen. Bei größeren
Höhenänderungen des Wasserspiegels können mehrere Tiefensteller hintereinander angeordnet
werden.. Weiterhin kann die durch die Höhenänderung des Wasserspiegels hervorgerufene
Bewegung des Tiefenstellers ebenso wie bei den bekannten Einrichtungen auf Seiltrommeln
wirken, um die Seemine bei wechselndem Wasserstand in einer gleichen Schwimmtiefe
unter der Wasseroberfläche zu halten.
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Durch die besondere Bauart des Tiefenstellers kann durch ein Vermehren
oder Verringern der Gegengewichte 2q., die zu diesem Zweck einen Gewichtssatz bilden,
jede gewünschte Schwimmtiefe der Seemine schnell und zuverlässig eingestellt werden.