DE685253C - Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen - Google Patents
Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen SchiffenInfo
- Publication number
- DE685253C DE685253C DES124853D DES0124853D DE685253C DE 685253 C DE685253 C DE 685253C DE S124853 D DES124853 D DE S124853D DE S0124853 D DES0124853 D DE S0124853D DE 685253 C DE685253 C DE 685253C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- diesel engine
- diesel
- speed
- reversing
- power
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 8
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H23/00—Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements
- B63H23/22—Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with non-mechanical gearing
- B63H23/24—Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with non-mechanical gearing electric
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/12—Use of propulsion power plant or units on vessels the vessels being motor-driven
- B63H21/17—Use of propulsion power plant or units on vessels the vessels being motor-driven by electric motor
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/21—Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels
- B63H2021/216—Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels using electric control means
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/24—Use of propulsion power plant or units on vessels the vessels being small craft, e.g. racing boats
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)
- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
Dieselelektrisch angetriebene Schiffe haben gegenüber den turboelektrisch angetriebenen
Schiffen den Nachteil, daß der Dieselmotor weniger überlastbar ist als die Dampfturbine.
Dies gilt namentlich für Drehzahlen, die unter der Nenndrehzahl der Antriebsmaschine liegen.
Abb. ι zeigt die Drehmomentkuxven einer Dampfturbine 1 und eines Dieselmotors
2 in Abhängigkeit von der Drehzahl. Während bei der Dampfturbine mit abnehmender
Drehzahl das Drehmoment steigt, nimmt beim Dieselmotor das Drehmoment mit abnehmender Drehzahl ab. Da ein Dieselmotor
bei niedrigen Drehzahlen stehenbleibt, wenn er überlastet wird, so ist der Dieselmotor
gegenüber der Dampfturbine beim Umsteuern im Nachteil. Beim Umsteuern muß daher unbedingt darauf geachtet werden, daß
das Drehmoment des Dieselmotors nicht überschritten wird.
In Abb. 2 ist in der Abszissenachse die Drehzahl der Schiffsschraube und in der Ordinatenachse
die beim Umsteuern vom Generator aufgenommene Leistung (Kurve 3) bzw.
die Leistung, die der Dieselmotor abgeben kann (Kurve 4), aufgetragen. Es ist dabei
angenommen worden, daß ein Synchronmotor zur Verwendung kommt und daß der Dieselmotor
auf seine niedrigste zulässige Drehzahl von 3o°/0 heruntergeholt worden ist, um bei
dieser Drehzahl den Synchronmotor in Tritt zu bringen. Dabei kann der Dieselmotor eine
Leistung von 27 °/0 seiner Nennleistung abgeben.
Die Leistung, die der Generator dem Dieselmotor entnimmt, darf keinesfalls diesen
Wert überschreiten, da sonst der Dieselmotor zum Stillstand kommt. Da die Drehmomentenkurve
des Schraubenmotors entsprechend der Charakteristik der Schraube ein mit abnehmender
positiver Drehzahl ansteigendes Moment haben muß, so weist die Kurve 3 der Generatorleistung eine Spitze auf, und es ist
dafür zu sorgen, daß diese Spitze unterhalb der Geraden 4, der Leistungsgeraden des Dieselmotors,
bleiben muß. Dies bedingt, falls die •beim Umsteuern verwendete Übererregung
des Generators, wie dies allgemein üblich ist, konstant bleibt, daß sowohl bei größeren positiven
Drehzahlen als auch bei negativen Drehzahlen der Schraube ein LeistungsüberschuJ^
im Dieselmotor vorhanden ist, der nicht stis^
genutzt wird. Dadurch wird die Stoppze^;
der Schraube, d. h. die Zeit, die erforderlicSQ
ist, um die Schraubendrehzahl auf Null zu' bringen, verhältnismäßig groß, so daß bei
ίο Verwendung eines Motors (Synchronmotors
oder Asynchronmotors) mit einer Kurzschlußankerwicklung diese Wicklung unnötig viel
Wärme aufnehmen muß. "
Für Gleichstromantriehe ist es bereits
!5 bekannt, die Leistung des Dieselmotors beim
Umsteuern voll auszunutzen. Bei Gleichstromantrieben läuft jedoch im allgemeinen
sodann der Dieselmotor mit seiner Nenndrehzahl weiter, da für das Umsteuern lediglich
a° die Erregerstromkreise beeinflußt werden
müssen, während bei Wechselstromantrieben zum Verändern der Generatorfrequenz auch
die Drehzahl des Dieselmotors beim Umsteuern verändert werden muß. Für Wechselns
stromantriebe ist es bekannt, zur vollen Ausnutzung der Dieselleistung und damit zur Herabsetzung der Stoppzeit der Schraube die
Dieselmotordrehzahl, nachdem die Schraube ■ ihre Leerlauf drehzahl erreicht hat, von ioo°/o
auf 3o°/o dadurch herabzuregem, daß das Motordrehmoment durch Übererregung gesteigert
wird. Die diesem Drehmoment entsprechende erforderliche größere Leistung des
Dieselmotors muß dann durch die kinetische 3^ Energie der Masse des Dieselmotors gedeckt
werden. Das bedeutet, daß die Dieselmotordrehzahl abnimmt und schließlich auf 30%
sinkt. Einerseits darf nun die Drehzahl des Dieselmotors aus mechanischen Gründen nicht
zu schnell gesenkt werden; eine langsame Senkung der Dieselmotordrehzahl ist aber gleichbedeutend
mit einer langen Stoppzeit der Schraube, also übermäßige Erwärmung des
Kurzschlußkäfigs, die ja vermieden werden soll. Andererseits muß spätestens in dem Zeitpunkt,
in dem der Synchronmotor in Tritt fallen soll oder der Asynchronmotor seinen
i.|j;ä.türlichen Schlupf erreichen soll, die Diesel-■rttotordrehzahl
bereits auf 30 °/o gesunken sein, da sonst die Gegenmomente zu groß werden
und der erstrebte Synchronlauf des Synchronmotors bzw. der Lauf des Asynchronmotors
bei dessen normalem Schlupf in Frage gestellt ist. Dieser Zeitpunkt ist aber nicht leicht abzupassen.
Durch dieErfindung wird eine vollkommene Ausnutzung der Dieselleistung und zugleich
eine, schnellstmögliche Herabsetzung der Schraubendrehzahl dadurch erreicht, daß zunächst,
während die Schraube auf ihre Leerlauf drehzahl zurückgeht, die Dieselmotordrehzahl
durch langsames Herabregeln des Dieselmotors auf etwa 30 % der normalen Drehzahl
herabgesetzt wird, daß danach der. Generator übererregt wird und diese Übererregung durch
ein Leistungsrelais derart geregelt wird, daß bis zum Erreichen des synchronen Laufes
bzw. des normalen Schlupfes des Schraubenmotors die abgegebene Generatorleistung mit
der verfügbaren Dieselleistung übereinstimmt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen unter voller Ausnutzung der Dieselmotorleistung bei Verwendung von Wechselstrommaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß nach Herabsetzen der Dieselmotordrehzahl auf etwa 30%'der Nenndrehzahl der Generator übererregt wird und diese Übererregung durch ein Leistungsrelais derart geregelt wird, daß bis zum Erreichen des synchronen Laufes bzw. des normalen Schlupfes des Schraubenmotors die abgegebene Generätorleistung mit der verfügbaren Dieselmotorleistung übereinstimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES124853D DE685253C (de) | 1936-11-07 | 1936-11-07 | Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES124853D DE685253C (de) | 1936-11-07 | 1936-11-07 | Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE685253C true DE685253C (de) | 1939-12-14 |
Family
ID=7536704
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES124853D Expired DE685253C (de) | 1936-11-07 | 1936-11-07 | Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE685253C (de) |
-
1936
- 1936-11-07 DE DES124853D patent/DE685253C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO2013166531A1 (de) | Energiegewinnungsanlage, insbesondere windkraftanlage | |
| DE685253C (de) | Verfahren zum Umsteuern von dieselelektrisch angetriebenen Schiffen | |
| DE202015104656U1 (de) | Antriebsstrang einer Energiegewinnungsanlage | |
| DE589763C (de) | Einrichtung zum Bremsen von Asynchronmaschinen | |
| DE668133C (de) | Verfahren zum Umsteuern eines elektrisch angetriebenen Schiffes | |
| DE1538649C3 (de) | Generatoranlage für Wechselstrom konstanter Frequenz bei wechselnder Antriebsdrehzahl | |
| DE682206C (de) | Anordnung zum Bremsen von Asynchronmotoren | |
| DE394589C (de) | Dampfturbinenanlage zum Antrieb von elektrischen Generatoren | |
| DE702255C (de) | Anlass- und Regelsteuerung fuer mehrere Kurzschlusslaeufermotoren | |
| AT207468B (de) | Regelbarer Asynchron-Stromrichter-Motor | |
| DE1136235B (de) | Stromerzeugungsanlage fuer Dieselmotorschiffe | |
| DE370229C (de) | Verfahren zum Puffern von Wechselstromnetzen mittels Schwungrades | |
| DE856016C (de) | Anordnung zur Speisung eines einphasigen Verbrauchers aus einem Drehstromnetz | |
| DE573387C (de) | Kraftanlage fuer Schiffe mit einer oder mehreren Hauptkraftmaschinen zum unmittelbaren oder elektrischen Antrieb der Schiffsschrauben | |
| DE751754C (de) | Kraftuebertragungsanlage fuer elektrisch angetriebene Zuege | |
| DE720857C (de) | Blockscherenantrieb durch Drehstrommotor | |
| DE616793C (de) | Anordnung zur Frequenzumformung durch einen asynchronen Frequenzwandler | |
| DE922892C (de) | Bremsverfahren fuer einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonard-umformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird | |
| DE935743C (de) | Anordnung zum Bremsen von Drehstrom-Induktionsmotoren | |
| DE580293C (de) | Einrichtung zur Kompensierung von Asynchronmotoren | |
| DE137859C (de) | ||
| DE380700C (de) | Verfahren zum Betrieb von Abdampfturbinen | |
| DE742305C (de) | Bremsanordnung fuer Reihenschlussmotoren, insbesondere Bahnmotoren | |
| DE909599C (de) | Elektrischer Schiffsantrieb mit einem oder mehreren Synchrongeneratoren und einem oder mehreren Wechselstrommotoren | |
| DE678411C (de) | Verfahren zum Bremsen von Asynchronmaschinen |