DE68283C - Webstuhl zur Herstellung plüschartiger Gewebe - Google Patents
Webstuhl zur Herstellung plüschartiger GewebeInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D39/00—Pile-fabric looms
- D03D39/02—Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE 86: Weberei.
(England).
Durch vorliegende Erfindung soll ein einfacherer Aufbau des durch das Patent Nr. 63943
geschützten Webstuhles sowie ein besserer Arbeitsgang des letzteren erzielt werden.
Bei dem Webstuhl nach dem Haupt-Patent war jeder der Polfadenführer durch so viele
Schnüre, als Hubhöhen für die Fadenführer (beispielsweise fünf Hubhöhen für einen sechsfarbigen
Teppich) vorhanden sind, mit einer entsprechenden Anzahl von lothrecht stehenden
Platinen von verschiedenen Längen verbunden, wobei das Anheben der Fadenführer auf die
verschiedenen Hubhöhen, in denen die betreffenden Polfäden auf gleiche Höhe mit den
Zangen gelangen, nach Mafsgabe der Jacquard-Maschine erfolgt. Beim Arbeiten mit einem
solchen Webstuhl hat es sich gezeigt, besonders wenn die Zahl der Spulrahmen eine grofse
(beispielsweise neun und mehr) ist, dafs durch die grofse Zahl der die Polfadenführer mit
genannten lothrecht stehenden Platinen verbindenden Schnüre Störungen und Unannehmlichkeiten
im Betriebe verursacht werden. Nach der neuen Anordnung, des Teppichwebstuhles
kommen nunmehr die Schnüre in Wegfall und tritt an deren Stelle der in Fig. 1 ersichtliche
Mechanismus, bei welchem die Anordnung von Schnüren überflüssig wird.
Die neue Anordnung besteht in einer Gruppe lothrecht stehender Platinen α α, deren Zahl
bei jedem Fadenführer b der Zahl der Hubhöhen des letzteren gleichkommt. Diese lothrecht
stehenden Platinen, die genau nach den Angaben im Haupt-Patent durch Quernadeln c c
bewegt werden, deren waagrechte Verschiebung in der üblichen Weise durch über ein Prisma d
gelegte Musterkarten erfolgt, sind von verschiedenen Längen; die Längenunterschiede
machen sich an den unteren Enden der Platinen bemerkbar, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich
ist! Diese unteren Enden der Platinen sind mit Langschlitzen versehen oder zu lothrechten
Schleifen e e von entsprechend verschiedenen Längen umgebogen. Die Schleifen oder Längsschlitze
umgreifen die an verschiedenen Stellen aus einem Hebel g vorstehenden Stifte ff;
dieser Hebel g ist bei h drehbar gelagert und an denselben ein einzelner Draht i angeschlossen,
welcher den Fadenführer b trägt.
Aus vorstehendem geht hervor, dafs, wenn durch die Nadel c eine der Platinen α herausgegriffen
und demzufolge durch den Messerkasten k angehoben wird, diese Platine je
nach der Länge ihrer Schleife e zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt des Anhebens
auf den Hebel g wirkt; dementsprechend wird auch der Hebel g und demzufolge auch der
Fadenführer b angehoben. Es werden also die erforderlichen verschiedenen lothrechten
Bewegungen der Fadenführer in Uebereinstimmung mit dem herzustellenden Muster ohne
Anwendung von Schnüren hervorgerufen. He-
bei g hat ein Langloch I, durch welches der
Drehzapfen für den Hebel hindurchgeht, um eine kleine Längsbewegung des letzteren während
seiner lothrechten Bewegung zu ermöglichen. Statt eines Hebels kann eine Schiene
mit gerader, lothrechter Bewegung zur Verwendung gelangen.
Nach dem Haupt-Patent sind die Polfadenführer mit einer Anzahl V-förmiger Einschnitte
ausgerüstet, in welche eine waagrecht hin- und herbewegte Schiene oder Platte zeitweise eintritt,
um durch Eintritt dieser Schiene in den dem Anheben der zuletzt bewegten Fadenführer
entsprechenden Einschnitt den betreffenden Fadenführer etwas anzuheben oder nach
abwärts zu verschieben. Beim Arbeiten mit dem Teppichwebstuhl nach dem Haupt-Patent
hat sich ergeben, dafs hauptsächlich infolge der grofsen Anzahl von zu verschiebenden Fadenführern
die waagrecht hin- und herbewegte Schiene nicht immer zur richtigen Zeit einfällt,
wenn einige Fadenführer etwas zu niedrig, andere etwas zu hoch sind. Um diesen Uebelstand
zu beseitigen, werden die V-förmigen oder zweimal schräg begrenzten Einschnitte durch
Einschnitte m ersetzt (Fig. i), die nur unten
eine schräge Begrenzung haben, während die am besten waagrecht liegende obere Begrenzung
so hoch liegt, dafs der Fadenführer b über seiner Einstellhöhe angehoben werden kann,
worauf dann die hin- und herbewegte Schiene η gegen die untere Begrenzung der Einschnitte
geeignet einwirkt, um sämmtliche Fadenführer richtig einzustellen.
Es ist ferner die Stirnfläche der Fadenführer b mit einer fortlaufenden länglichen Vertiefung
oder einem Einschnitt ausgerüstet, in welche die Enden der Polfäden hineinragen und die
Zangen eintreten, um die Enden dieser Fäden festzuhalten. Diese Anordnung ist aus Fig. 2,
3 und 4 ersichtlich, welche in Seitenansicht, Stirnansicht und waagrechtem Schnitt einen
Theil eines Fadenführers b in gröfserem Mafsstabe als in Fig. 1 darstellen, ρ ist die fortlaufende
oder ununterbrochene längliche Vertiefung, welche den grofsen Vortheil gewährt, dafs, wenn etwa die Jacquard - Maschine
aufser Ordnung geräth und die Fadenführer bezüglich der Zangenstellung zum Erfassen
der Fäden ■ in nicht richtiger Weise nach oben und unten verschiebt, diese längliche Vertiefung
ρ die Auf- und Abwärtsverschiebung dennoch ermöglicht; ist aber, wie in der Anordnung
nach dem Haupt-Patent, die Vertiefung keine fortlaufende, so kann es vorkommen,
dafs sich die Theile festklemmen und ein Biegen oder Zerbrechen derselben leicht
eintritt. Ferner wird hinter jedem Fadenführer b ■eine Feder t, Fig. 2, angeordnet, damit im
Falle einer beim Erfassen der Fäden nicht richtigen Einstellung einer der Zangen in die
Linie der länglichen Vertiefung ρ und bei dem daraus sich ergebenden Antreffen der Zange
an die eine Kante dieser Vertiefung, die entsprechende Feder t nachgiebt, worauf sich der
Fadenführer in die Stellung der punktirten Linie bl zurückbewegt. Demzufolge wird der
Fadenführer durch das Anstofsen nicht beschädigt. Beim Zurückgehen der Zange kehrt
der Fadenführer in seine ursprüngliche Stellung zurück und kann man hierauf die Zange genau
einstellen. Es kann für jeden Fadenführer eine Feder t vorgesehen sein, während bei entsprechender
Breite der letzteren die Feder für zwei oder mehrere Fadenführer gleichzeitig dienen kann.
In der Anordnung nach dem Haupt-Patent ruhen die Klemmfedern in den Fadenführern b
mit ihren freien Enden in einem Einschnitt (s. Fig. 5 des Haupt-Patentes), was ein Schaben
oder Reiben auf den durch die Fadenführer hindurchgezogenen Fäden hervorruft; dieser
Einschnitt soll jetzt in Wegfall kommen und es sollen die freien Enden der Federn q, Fig. 2,
in die Fadenlöcher r hineinragen, welche merklich breiter angeordnet sind. Hierdurch wird
ein Reiben auf den Fäden vermieden und dennoch wirken die Federn mit solcher Kraft,
dafs ein allzufreies Hindurchgehen der Fäden s durch die Löcher r sowie ein Zurückspringen
der Fäden nach deren Abschneiden vermieden wird.
Nach dem Haupt-Patent kommt ein pferdescheerenartig wirkendes Schneidwerkzeug zur
Verwendung; dasselbe erfordert durch sein sich quer verschiebendes Messer viel Kraft und kann
behufs Nachsehens und Reparirens nicht schnell herausgenommen oder eingesetzt werden; dabei
läfst sich das Messer hinsichtlich des Druckes oder der Spannung gegen das festliegende
Messer auf die gesammte Länge des letzteren nicht genügend einstellen, so dafs nicht immer
ein scharfes Ab- und Durchschneiden des Fadens eintritt, was ein Verziehen der Fadenfasern
zur Folge hat.·
Um diese Uebelstände zu beseitigen, kommt statt des sich quer verschiebenden Messers mit
einer Anzahl Zähnen ein Messer mit nur einem Schneidzahn zur Verwendung, welches entlang
der gesammten Länge des festliegenden Messers hinläuft, also die gesammte Breite der zwischen
den Zähnen des festliegenden Messers liegenden Polfäden beherrscht.
Die vorstehend gekennzeichnete Messeranordnung ist in Fig. 5 in Längsansicht und in
Fig. 6 im Schnitt nach Linie x-x der Fig. 5 dargestellt, a* ist das festliegende Messer mit
einer gröfseren Anzahl von Zähnen, zwischen denen die Polfäden liegen, b* das sich verschiebende
Messer, das in einer lothrecht stehenden Nuth c* im Obertheil des mit schwalbenschwanzförmiger
Aussparung versehenen Klotzes d*
Führung erhält. Dieser Klotz wird durch ein beim Betrieb des Webstuhles rnitbewegtes Organ
auf der Führungsleiste e* hin- und - herverschoben,
an welcher das feststehende Messer α* befestigt ist. Durch ein längliches Keilstück/*,
welches durch Schrauben g* an dem Klotz d*
festgehalten und durch die beiden Stellschrauben h* nachgestellt werden kann, wird der
Klotz d* gegen die Führung e* verstellt. Das verschiebbare Messer b* wird gegen das feststehende
Messer a* durch eine Blattfeder i* angedrückt, deren Druck durch eine Schraube k*
geregelt wird. Manchmal, besonders bei einem Webstuhl mit grofser Arbeitsbreite, kommen an
Stelle eines einzelnen verschiebbaren Messers b*,
welches an dem feststehenden Messer a* entlang läuft, zwei oder mehrere Messer zur Anwendung,
von denen ein jedes nur auf einen Theil der Länge des feststehenden Messers sich
verschiebt.
Beide oder sämmtliche Messer können in der gleichen oder in verschiedenen Richtungen
sich bewegen, während bei Anordnung von zwei Messern letztere sich in der Mitte des
feststehenden Messers treffen können.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Ein Webstuhl zur Herstellung plüschartiger Gewebe der durch das Patent Nr. 63943 geschützten Art, bei welchem die Einstellung jedes einzelnen Polfadenführers (b) durch eine Reihe von Platinen mit Schleifen von verschiedener Länge erfolgt, welche an Zapfen (f) eines mit dem Polfadenführer verbundenen Hebels (g) angreifen und das Abschneiden der Polfädenenden durch ein mit zackenartigen Schneidzähnen besetztes festes Messer (a*J mit auf demselben unter Federdruck verschiebbarem einstellbaren Einzelmesser (b*) bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE68283T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68283C true DE68283C (de) |
Family
ID=5634364
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63943D Expired - Lifetime DE63943C (de) | Webstuhl zur Herstellung plüschartiger Gewebe | ||
| DENDAT68283D Active DE68283C (de) | Webstuhl zur Herstellung plüschartiger Gewebe |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63943D Expired - Lifetime DE63943C (de) | Webstuhl zur Herstellung plüschartiger Gewebe |
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|---|---|
| DE (2) | DE68283C (de) |
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- DE DENDAT68283D patent/DE68283C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE63943C (de) |
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