DE682708C - Buchherstellungsverfahren - Google Patents

Buchherstellungsverfahren

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DE682708C
DE682708C DEK141234D DEK0141234D DE682708C DE 682708 C DE682708 C DE 682708C DE K141234 D DEK141234 D DE K141234D DE K0141234 D DEK0141234 D DE K0141234D DE 682708 C DE682708 C DE 682708C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/54Auxiliary folding, cutting, collecting or depositing of sheets or webs
    • B41F13/56Folding or cutting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Buchherstellungsverfahren Es sind Buchherstellungsverfahren bekannt, bei welchen der Maschinenbogen derart bedruckt und gefalzt wird, daß die Blattlagen des gefalzten Maschinenbogens auf jeder Seite je zwei Buchseiten derart enthalten, daß, wenn die gefalzten Bogen zu einem Buchblock zusammengetragen und gebunden bzw. geheftet sind, durch Halbieren des Bandes zwei fertige. selbständige Bücher gleichzeitig erhalten werden. Diese Methode ist zwar vorteilhaft für die Binderei, aber der Vorteil wird ganz oder zum größten Teil durch den Nachteil wieder aufgehoben, daß der Satz zweimal gesetzt oder bei photographischer Reproduktion zweimal reproduziert werden muß.
  • Nach einem bekannten Buchherstellungsverfahren wird der Maschinenbogen derart bedruckt und gefalzt, daß die Blattlagen des Bogens nach dem ersten Falz auf jeder Seite eine Mehrzahl von reihenweise zusammenhängenden Doppelbuchseiten enthalten, deren Ordnungszahlen für je zwei mit den Köpfen aneinanderstoß.ende Seiten die gleiche Summe (Seitenzahl des Buches vermehrt um eins) @ergeben, und bei welchem die nach der weiteren Faltung zu einem Doppelbuchblock zusammengetragenen Falzstücke nach der Heftung in zwei Bücher zerlegt werden. Bei diesem Verfahren enthalten die Maschinenbogen die Druckseiten von zwei 16seitigen Buchbogen in solcher Anordnung, daß die zu einem Buchbogen gehörigen Seiten die beiden äußeren Seitenreihen und die zu dem anderen Buchbogen gehörigen Seiten die beiden inneren Seitenreihen des Maschinenbogens bilden. Durch die erste Faltung werden die gruppenweise zusammengehörigen Seitenreihen m eine Reihe übereinander gebracht. In diesen Doppelreihen sind die Seiten derart angeordnet, daß nunmehr durch reine Parallelfaltung senkrecht zum ersten Falz die richtige Seitenfolge sowohl in der oberen als auch in der unteren Hälfte des gefalzten Maschinenbogens hergestellt wird. Die auf diese Weise entstandenen Falzstücke werden zu einem Doppelbuchblock zusammengetragen und geheftet und gebunden und nachher durch Zerschneiden in zwei Einzelbücher zerlegt.
  • Das bekannte Verfahren hat wegen der Kreuzfaltung den Nachteil, daß sich leicht Quetschfalten bilden. Die gemeinsam hergestellten Bücher fallen insofern verschieden aus, als die Blätter der einen Buchhälfte an den Kopfkanten zusammenhängen und in der Hauptsache die Quetschfalten bilden, während bei den Blättern der anderen Buchhälfte dies nicht der Fall ist. Zum Druck eines vielseitigen, z. B. 64-Seiten-Bogens, der vier verschiedene Druckbogen in sich enthält, ist das Verfahren für. die übliche Hochformatbuchseite nicht anwendbar, da dies ein Format des Maschinenbogens bedingen würde, das den üblichen Formaten des Papiers, der Druckmaschinen und Falzmaschinen nicht entspricht.
  • Die Nachteile des bekannten Verfahrens der Doppelbuchherstellung sind bei dem Verfahren das den Gegenstand der Erfindung bildet, vermieden. Nach diesem Verfahren werden die Buchseiten auf dem Maschinenbogen reihenweise derart angeordnet, daß das seitengerechte Ineinanderfalzen der Blattlagen durch reine Parallelfalzüng erfolgt, daß die Falzstücke zu Teilbuchblocks zusammengetragen und aus diesen durch Halbieren und übereinanderlegen der Hälften vollständige Doppelbuchblocks gebildet werden, die in bekannter Weise ,geheftet oder gebunden und durch Zerschneiden in zwei Bücher zerlegt werden. Bei der reinen Parallelfalzung werden die störenden und häßlichen Quetschfalten vermieden und alle zu heftenden Druckbogen gleichmäßig gefalzt. 64. Buchseiten lassen sich auch bei Hochformat der Buchseite gut auf dem normalen Bogenformat in vier Reihen zu 16 Seiten anordnen. Nach einer Abänderung des Verfahrens können die Bogen in der Falzmaschine halbiert, die auf die Hälfte ihres Formates verminderten Falzstücke zu halben Doppelbuchblocks zusammengetragen und durch Wiederholung der Sammlung in umgekehrter Folge unter Anfügung der Falzstücke an den gewendeten Halbblock zu einem vollständigen Doppelbuchblock ergänzt werden. In jedem Falle ergibt sich gegenüber den bekannten Verfahren eine Ersparnis an Falz- und Sammelarbeit, wenn ein Bögen viermal 16 verschiedene Druckseiten enthält.
  • Nachstehend sind zwei Ausführungsbeispiele des Verfahrens gemäß der Erfindung an Hand von Darstellungen erläutert, wobei angenommen ist, daß es sich um ein Buch von Sao Seiten handelt.
  • Abb. i bis 5 erläutert die Ausführung des Verfahrens, bei welcher die Bogen nach der Falzung halbiert und darauf zu Buchblocks zusammengetragen werden.
  • Abb. i zeigt die Aüsschießung des Planobogens bzw. der Druckform.
  • Abb.2 zeigt einen Stapel beliebig vieler gefalzter und bedruckter Maschinenbogen. Abb.3 zeigt zwei Stapel, welche durch die Halbierung des Stapels nach Abb.2 entstanden sind.
  • Abb.4 zeigt eine Zusammenstellung der zehn verschiedenen Stapel dieser Art, aus welchen ein Doppelbuchblock zusammengetragen wird.
  • Abb. 5 ist eilte Ansicht des halben. Doppelbuchblocks vor und nach der Drehung und veranschaulicht die Art der Anfügung der Bogen im zweiten Abschnitt der Sammlung.
  • Gemäß Abb. i ist eine 64seitige-Druckform für Parallelfalzung so :ausgeschossen, daß in quer zu den durch gestrichelte Linien angedeuteten Parallelfalzen laufenden Reihen die Seiten so angeordnet sind, daß sie nach der Falzung innerhalb ihrer Reihen richtig übereinanderliegen. Die Seiten sind dabei in den beiden Reihen je einer Druckformhälfte so verteilt, daß die Ordnungszahlen der mit den Kopfkanten zusammenhängenden Seiten der durch je eine Reihe gebildeten 16seitigen Druckbogen des Buches sich paarweise zu der um i vermehrten Seitenzahl des Buches ergänzen. Es steht also z. B: der letzten Seite 32o der unteren Reihe in der Barüberliegenden Reihe die Seite i gegenüber und in der oberen Druckformhälfte beispielsweise der Seite 304 der unteren Reihe die Seite 17 in der oberen Reihe gegenüber. Nach dem Druck werden die Planodruckbogen an den mit a bezeichneten Stellen in der durch die Pfeile i bis 3 bezeichneten Folge parallel gefalzt und die gleichartigen Falzstücke zueinem Stapel geschichtet (Abb.2), in welchem die geschlossenen Falzkanten auf einer Stapelseite liegen. Es sind mithin fünf solcher Stapel von parallel gefalzten 64seitigen Produkten vorhanden. Diese gestapelten Falzprodukte werden in der Linie b geschnitten und zehn Stapel gleicher 32seitiger Falzprodukte gebildet, welche in bestimmter Reihenfolge niedergelegt werden, so daß man beim aufeinanderfolgenden Abnehmen (Pfeild) je eines Falzproduktes von jedem Stapel einen Block aus zehn 32seitigen Falzprodukten erhält (Fig.5), in welchen übereinanderliegend in der oberen Hälfte die Seiten i bis i 6o; in der unteren Hälfte die Seiten 32ö bis 161 vorbanden sind: Man kann nun diesen Block nach der Linie c zerschneiden und die beiden Hälften au - einem vollständigen Buchblock zusammenlegen, der in üblicher Weise geheftet wird. Man kann aber auch den halben Doppelblock um i So' auf seiner Unterlage um eine zu dieser senkrechten Achse drehen und nun in umgekehrter Folge (Pfeile) weitersammeln. Man erhält so einen vollständigen Doppelbuchblock, der ungeteilt geheftet und .danach in zwei Exemplare zerlegt werden kann.
  • Das Verfahren ist nicht an eine gerade Druckbogenzahl oder eine durch 16 teilbare Seitenzahl des Buches gebunden, sondern es kann jedes Buch beliebigen Umfangs hergestellt werden, wobei etwaige Bogenteile, also auch Blätter, an jeder Stelle angeordnet werden können. Das Verfahren ist auch dann anwendbar, wenn der Umfang nur ein Falgprodukt beträgt, und auch dann, wenn mehrere Falzprodukte ineinandergesteckt werdeü.
  • Bei der durch die Abb.6 bis io beispielsweise erläuterten Ausführung des Verfahrens werden aus den fünf Stapeln der 64seitigen Falzprodukte Blocks zusammengetragen und aus diesen Blocks durch Halbieren und Übereinanderlegen der Hälften vollständig Doppelbuchblocks gebildet, die in bekannter Weise geheftet oder gebunden und durch Zerschneiden in zwei Bücher zerlegt werden. Wenn man in dieser Weise verfahren will, hat man bei der Anordnung der Seiten auf dem Planobogen ferner noch zu beachten, daß, die Seitenzahlen von je zwei gegenüberstehenden Seiten der beiden inneren Seitenreihen sich zu der um i vermehrten halben Seitenzahl des Buches ergänzen (Abb.6).
  • Abb.7 zeigt die anfallenden fünf Stapel der gefalzten 64seitigen Bogen für die Sammlung nebeneinander geordnet. Aus den fünf Bogenstapeln lassen sich Blocks gemäßAbb. 8 zusammentragen, die übereinander 4 Buchviertel enthalten. Wenn man diese Blocks zerschneidet und die Hälften aufeinanderlegt, ergeben sich halbe Doppelbuchblocks, und je zwei solcher halben Doppelbuchblocks lassen sich zu einem vollständigen Doppelbuchblock zusammenf ügen.
  • Man kann aber auch nach der ersten Sammlung der fünf Bogen zu einem Block gemäß Abb.8 den erhaltenen Block um 18 o° drehen (Abb.9) und die Sammlung in umgekehrter Richtung fortsetzen. Man erhält dadurch einen Bogenblock, in welchem zwei halbe Doppelbuchblocks enthalten sind (Abb.. io), die sich nach dem Halbieren des Blocks und übereinanderlegen der Hälften zu einem vollständigen Doppelbuchblock ergänzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Buchherstellungsverfahren, bei welchem der Maschinenbogen derart bedruckt und gefalzt wird, daß die Blattlagen des gefalzten Bogens auf jeder Seite Doppelbuchseiten enthalten, deren Ordnungszahl sich zu der um i vermehrten Seitenzahl des Buches ergänzen, und bei welchem die zu einem Doppelbuchblock zusammengetragenen Falzstücke nach der Heftung in zwei Bücher zerlegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchseiten auf ,dem Maschinenbogen reihenweise derart angeordnet sind, daß, das seitengerechte Ineinanderfalzen der Blattlagen durch reine Parallelfalzung erfolgt, daß. die Falzstücke zu Teilbuchblocks zusammengetragen und aus diesen durch Halbieren und übereinanderlegen der Hälften vollständige Doppelbuchblocks gebildet werden, die in bekannter Weise geheftet oder gebunden und durch Zerschneiden in zwei Bücher zerlegt werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gefalzten Bogen einzeln oder im Stapel halbiert und daß die auf die Hälfte verminderten Falzstücke zu einem halben Doppelbuchblock zusammengetragen werden, der durch Wiederholung der Sammlung in umgekehrter Folge unter Anf ügung der Falzstücke an den gewendeten Halbblock zu einem vollständigen Doppelbuchblock ergänzt wird.
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