DE437452C - Verfahren zur Herstellung von Buechern unter Anwendung von in Schreibmaschinenschrift geschriebenen Schablonenblaettern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Buechern unter Anwendung von in Schreibmaschinenschrift geschriebenen Schablonenblaettern

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DE437452C
DE437452C DEM91713D DEM0091713D DE437452C DE 437452 C DE437452 C DE 437452C DE M91713 D DEM91713 D DE M91713D DE M0091713 D DEM0091713 D DE M0091713D DE 437452 C DE437452 C DE 437452C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/12Stencil printing; Silk-screen printing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N1/00Printing plates or foils; Materials therefor
    • B41N1/24Stencils; Stencil materials; Carriers therefor

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  • Document Processing Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Büchern unter Anwendung von in Schreibmaschinenschrift geschriebenen Schablonenblättern. Schreibmaschinenarbeiten hat man bisher nicht derart vervielfältigen können,, daß sie nach dem Einbinden den gewöhnlichen gedruckten Büchern entsprechen.
  • Die bis jetzt vervielfältigten Bücher sind derartig ausgeführt worden,, daß einzelne lose Blätter gedruckt wurden, die dann seitlich gestiftet wurden, so daß das Buch nicht völlig aufgeschlagen werden konnte, wie das bei gewöhnlichen gebundenen Büchern der Fall ist.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist -ein Verfahren zur Vervielfältigung von mit Schreibmaschinenschrift hergestellten Büchern, deren Text zum gewöhnlichen Buchbinden" und zwar beispielsweise in i 6seitigen Heften geliefert wird, entsprechend den i 6seitigen Bogen bei gedruckten Büchern. Diese Hefte können aus zwei. Bogen :oder aus vier vierseitigen,; ineinandergelegten Bogen bestehen, je nach der Größe des Vervielfältigungsapparates, wodurch der Bogen für vier bzw. zwei Buchseiten gleichzeitig auf der einen Seite und dadurch die entsprechenden Buchseiten gleichzeitig auf der anderen Seite des Bogens vervielfältigt (dupliziert, gedruckt) werden.
  • Bei der bisher gebräuchlichen Vervielfältigung von Büchern wird bekanntlich zunächst jede Buchseite auf eine besondere Schablone (Wachsblatt) geschrieben,. von der im Vervielfältigungsapparat die notwendige Anzahl Exemplare abgezogen werden; auf der Rückseite wird dann entsprechend die nächste Seite ebenfalls von einer Schablone abgezogen.
  • Der wesentliche Fortschritt vorliegender Erfindung besteht darin, daß man - statt auf einem zwei- oder mehrseitigen Bogen nur eine Buchseite auf # einmal zu vervielfältigen - buchdruckmäßig zwei oder mehrere Buchseiten auf derselben Seite des Bogens gleichzeitig vervielfältigt (druckt), wobei die nebeneinandierliegenden Seiten nicht mit den nume risch aufeinanderliegenden Seiten des Buches sondern mit der beim gewöhnlichen Buchdrucken üblichen Seitenfolge übereinstimmen.
  • Die Ausführung erfolgt in der Weise, daß man jede Buchseite auf je eine Schablone schreibt und dann zwei (oder mehrere) Schablonen, die den beim Buchbinden üblichen Buchseiten entsprechen, durch Aneinanderleimen oder auf irgendeine andere Weise zusammenfügt, derartig, daß zwischen dem Text von zwei oder mehreren Seiten ein so großer Rand: frei belassen wird, daß ein beim Einbinden des Buches für Herstellung des Buchrückens notwendiger Heftrand entsteht. Diese miteinander verbundenen Schablonen werden, im Vervielfältigungsapparat gleichzeitig auf eine Bogenseite gedruckt, worauf die andere Bogenseite in gleicher Weise bedruckt wird.
  • Erfindungsgemäß wird der Raum auf der Originalschablone besser ausgenutzt, da man zwei oder- mehr Buchseiten auf denselben Schablonenbogen schreiben kann; überdies können besondere kleine und deutliche Schreibmaschinentypen, auf dichten Zeilen geschrieben, angewendet werden, wobei der Raum völlig ausgenutzt und das Buch auch schon dem Aussehen des Textes nach gewöhnlichen gedruckten Büchern ähnlicher wird.
  • Da die Seiten des Buches - wenn man von der Benutzung eines zweiteiligen Schablonenpapiers für Vervielfältigungsapparate normaler Größe ausgeht - fortlaufend maschinengeschrieben werden, und zwar einzeln und direkt auf die Schablonen, vorzugsweise durch eine Schreibmaschine mit kurzer Schreibrolle, so geht hieraus hervor,, daß jede Originalschablone in kleinere Schablonen mit Text für je eine Buchseite aufgeschnitten werden muß, die dann bei der Vervielfältigung aneinandergeleimt oder in anderer Weise vereinigt werden, entsprechend den beim Einbinden gedruckter Bücher üblichen Seitenzahlen.
  • Der Text der einzelnen Buchseiten auf der Originalschablone muß so geschrieben sein, daß sowohl für das Einbinden des Buches ein entsprechender, den Buchrücken bildender Rand verbleibt, andererseits muß aber auch nach Aufschneiden der Schablone für das Aneinanderkleben der einzelnen Seiten freier Raum verbleiben.
  • Hieraus geht hervor, daß die eine bzw. jede zweite von den kleineren Schablonen mit Text für eine Buchseite mit einem derartigen Kleberand versehen sein muß.
  • Um den Textrahmen der Buchseiten gleich groß, eine richtige Raumanordnung der Schablone und einen freien Rand für den Rücken und das Aneinanderkleben zu erhalten, erfolgt das Schreiben der Seitenschablonen auf einem mit zweckmäßigen Grenzlinien versehenen Schema.
  • Die beiliegende Zeichnung zeigt eine Qriginalschablone mit aufgezeichnetem Schema 3, wobei das Schablonenpapier selbst, der Deutlichkeit halber, nur durch gestrichelte Linien angedeutet ist.
  • Bei Vervielfältigung von in Maschinenschrift herzustellenden Büchern verfährt man erfindungsgemäß folgendermaßen, wenn beispielsweise zwei Buchseiten auf eine Originalschablone geschrieben werden: Auf den für die Originalschablone bestimmten Unterlag sbogen, dessen äußere Abmessungen mit i bezeichnet sind und der mit Löchern 2 zur Befestigung der Schablone im Vervielfältigungsapparat versehen ist, wird ein Schema aufgetragen, welches angibt, wie groß die Seiten des vervielfältigten Buches sein sollen und also die mit 4. bezeichnete Begrenzung angibt, innerhalb welcher die zwei Buchseiten auf das darüberliegende Schablonenpapier geschrieben werden sollen.
  • Das Schema gibt auch zwei Zwischen-. räume 5 an, die einen zweckmäßigen Rücken beim Einbinden sichern.
  • Ebenso ist im Schema zwischen den zwei Partien 5 für den Rücken der Bogen ein. schraffiertes Stück oder Streifen 6 angegeben, als Platz für die Vereinigung der entsprechenden kleineren Schablonen für jede Buchseite, nachdem jede Originalschablone nach der Linie 7 geteilt worden ist.
  • Wenn auf die Unterlagsblätter der Originalschablonen Schemas, wie angegeben, aufgetragen worden sind, werden alle Originalschablonen mit Unterlagsblättern in zwei Teile nach der Linie 7 geteilt. Wenn nun diel Bogen des vervielfältigten Buches, ähnlich dem gewöhnlichen Buchdruckverfahren, in 16seitigen, aus vier vierseitigen, ineinandergelegten Bogen bestehenden Heften zurn Einbinden geliefert werden, so geschieht dies, wie früher erwähnt, um die übliche Größe von Vervielfältigungsapparaten zu benutzen, wo man nur zwei Buchseiten auf einmal zu vervielfältigen (drucken) braucht.
  • Es ist klar, daß in dem aus vier ineinr andergelegten, vierseitigen Bogen bestehenden 16seitigen Heft die Seite i auf der rechten Seite des äußersten Bogens kommt, und auf derselben Seite des Bogens kommt links Seite 16. Auf der anderen Seite des Bogens, kommen die entsprechenden Seiten in buch-i numerischer Ordnung, und zwar 2 bzw. 15 usw.
  • Beim Drucken von zwei Buchseiten auf der -einen Seite im Vervielfältigungsapparat kommen alle ungeraden Seiten auf die rechte Hälfte der Schablone, und zwar auf denjenigen Teil, der sich am nächsten der zur Befestigung der Schablone im Apparat dienenden Löcher befindet, und alle geraden Seiten kommen auf die linke Hälfte.
  • Hieraus ergibt sich die Regel, daß man ein Buch mit irgendeiner Seitenzahl direkt fortlaufend auf Schablonen fertig schreiben kann, wenn man die Originalschablonen nach der Trennungslinie 7 in kleinere Schablonen für jede Buchseite aufschneidet, von denen jede in der Schreibmaschine für sich mit Text versehen wird: Nur sorgt man dafür, daß die ungeraden Seiten des Buches auf die rechte Hälfte der Originalschablonen geschrieben werden.
  • Wenn das Buch derartig auf Schablonen fertig geschrieben ist, vereinigt man die ungeraden Schablonenseitenzahlen mit den buchbinderisch zusammengehörigen geraden Schablonenseitenzahlen, so daß die ungeraden rechts und die geraden links fallen. So wird Buchseitenschablone i mit Buchseitenschablone 16 vereinigt, ferner 2 mit 15, 3 mit 14, 4 finit 13, 5 mit 12, 6 finit 11, 7 mit I O und 8 mit g.
  • Um sich eine korrekte Zusammenheftung der zusammengehörigen Schablonen zusichern, dürfte man sich einen aus vier vierseitigen kleinen, ineinandergelegten Bogen be stehenden Leitbogen verfertigen, bei dem sämtliche Seitenzahlen (i bis 16, 17 bis 32 usw.) in den oberen äußeren Ecken angemerkt sind.
  • Danach folgt die Vervielfältigung., indem man im vorliegenden Falle zwei Seiten auf einmal vervielfältigt.
  • Im ersten Druckgang werden dann folgende Doppelseiten vervielfältigt: i -und 16, 3 und 14, 5 und 12, 7 und i o auf der einen Seite der Bogen. Wenn man umschlägt, werden folgende Doppelseiten vervielfältigt: 2 und i 5, 4. und 13, 6 und i 1, 8 und g auff der anderen Seite der Bogen.
  • In dieser Weise werden alle 16 Seiten ver-@,ielfältigt (gedruckt), und wenn die verwendeten vier Bogen gefalzt und ineinandergelegt worden sind, hat man ein 16seitiges Heft fertig zum Einbinden in ein gewöhnliches Buch.

Claims (1)

  1. PATE XTAXSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Büchern unter Anwendung von in Schreibmaschinenschrift geschriebenen Schablonenblättern. dadurch gekennzeichnet, daß man die Vervielfältigung mit Hilfe von Schablonenformen durch' Anordnung der Druckseiten in gleicher Weise wie mit Buehdruckformen auf den zu bedruckenden Papierbogen ausübt.
DEM91713D 1924-10-16 Verfahren zur Herstellung von Buechern unter Anwendung von in Schreibmaschinenschrift geschriebenen Schablonenblaettern Expired DE437452C (de)

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