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Gestellrahmen für einen Liegestuhl Zusatz zum Patent 681594 Der Erfindung
liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand des Patents 68 1594, der nur als Liegestuhl,
d. h. zum Ausruhen, bestimmt ist, nunmehr auch als Sitz- und Schlafmöbel zu machen.
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Es ist schon bekannt, einen Stuhl mit festem Rahmen mit heranklappbaren
Beinen und herunterklappbarer Rückenlehne zu versehen. Dieser Stuhl ist demnach
nur zusammenklappbar, aber nicht zerlegbar. Er erfordert daher beim Versand einen
größeren Platzbedarf und kann außerdem nur als Sitzmöbel, nicht aber wie im Falle
der Erfindung wahlweise als Sitz-; Ruhe- und Schlafmöbel Verwendung finden.
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Bei einer anderen bekannten Ausführung, bei der es sich allerdings
um -ein Möbel handelt, welches zum Sitzken und Liegen verwendet werden kann, besteht
.der Rahmen aus einer großen Anzahl gelenkig miteinander verbundener Einzelteile,
wobei bei der Verwandlung aus einem Liegemöbel in ein Sitzmöbel der untere hintere
Rahmen mit der hinteren Stütze zusammen nach oben geschwenkt wird. Abgesehen davon,
daß dieses Möbel bei seinem Gebrauch als Liegeinöbiel keine erhöhte Kopfauflage
besitzt und nur als Sitz- und Liegemöbel, nicht aber als Ruhemöbel verwendet werden
kann, haftet ihm der Nachteil an, daß es, weil der Rahmen in sich nicht unterteilt
und zerlegbar ist, beim Versand zu sperrig wird und wegen seiner vielen Einzelteile
ein zu großes Gewicht hat.
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Durch die Erfindung wird die gestellte Aufgabe in einfacherer Weise
gelöst.
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Die Erfindung besteht darin, daß. die die Rahmenlängsholme bildenden
Gestellrahmenteile mit Mitteln zu ihrer Verbindung und Versteifung versehen sind,
derart, daß, sie in ihrer jeweiligen Gebrauchslage entweder stumpf gegeneinanderstoßen
oder aufeinanderliegen und in ihrer Gebrauchslage jeweilig durch Steckbolzen gesichert
sind.
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Die Steckbolzenlöcher an den beiden Enden der Längsholmteile sind
in weiterer Ausgestaltung der Erfindung in gleichen Abständen angeordnet, so daß
sie sich für das Sitzmöbel bei übereinanderliegenden Längsholmteilen einander paarweisse
decken.
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Des weiteren ist für die Verwendung des Liegestuhls als Schlafmöbel
ein durch Einhängebeschläge an dem äußeren Ende der Längsholme zu befestigender
stützenloser Fußauflegeteil vorgesehen.
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Der Erfindungsgegenstand vermeidet die erwähnten Nachteile bekannter
derartiger Möbel, und durch ihn wird gegenüber dem Bekannten insbesondere der Vorteil
erreicht,
daß der Stuhl im zusammengeklappten Zu-. stand zwei getrennte
Teile bildet und demnach beim Versand den geringstmögliehen Räum einnimmt; außerdem
fallen Zwischenverstrebungen weg, so daß sich die Herstellung bei Angleichung an
die Form eines üblichen Bettgestells wesentlich verbilligt.
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Der Fußauflegeteil wird- mittels der Einhängebeschläge am Rahmen ohne
besondere Abstützung befestigt.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigen Fig.1 eine Seitenansicht des Ruhemöbels mit hochgeklappter
Rückenlehne und eingehängter Stoffbahn, Fig. 2 die hintere Ansicht des Möbels mit
der Anordnung der schwenkbaren Haken, Fig. 3 die Seitenansicht des in sich zusammengeschobenen
Ruhemöbels, als Sitzmöbel verwendbar, Fig.4 die Seitenansicht des Schlafmöhels mit
hochgeklappter Rückenlehne und dem eingehängten Fußauflegeteil, Fig. 5 die Stoffbahn
mit den Endleisten, Fig. 6 ein Schenkelpaar, und zwar am Kopfende in der Seitenansicht
mit der Richtungsangabe der herunterzuklappenden Streben; Fig.7 die Stirnansicht
des Fußauflegeteils, Fit. 8 den Grundriß des Möbels mit Richtungsangabe der Zusammenlegung
der waagerechten Holmpaäre, Fig. 9 die Seitenansicht und die Draufsicht der schwenkbaren
Haken für die Abstützung der Rückenstreben, Fig. To die Seitenansicht und die Draufsicht
der Einhängebeschläge für das Fußauflegeteil, Fig.11, 12 und 13 die Vorder-, Seiten-und
Draufsicht des in Kofferform zusammengeklappten Möbels.
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Die beiden waagerecht liegenden Gestellrahmen bestehen aus je drei
gleich langen Holmen bzw. Holmteilen i bis 3 und 4 bis 6, die je durch Gelenkbänder
miteinander verbunden sind und um diese herum neben.-einandergelegt werden können.
Die Längsseitenholme werden -durch die Teile 1, 3, 4 und 6 gebildet und haben an
den äußeren Enden im rechten Winkel nach unten je ein festes Stuhlbein 7 bis 1o.
Am Kopfteil des Möbels befinden sich an jeder Seite ein Holm i 1 bzw. 12, die beide
gelenkig an den waagerechten Rahmenteilen 1 und 3 befestigt sind und in die senkrechte
Stellung auf dien Stuhlbeinen 7 und 8 geschwenkt bzw. waagerecht auf die Holme 1
und 3 gelegt werden können. Die Teile 11 und 12 erhalten beim Aufklappen ihren Halt
an den Stuhlbeinen durch die schwenkbaren Haken 16 und 17. Bei hochgeklappter Stellung
der Holme 11 f und 12 wird die Endleiste 13 mit der Stoffbahn 15 je nach dem Verwendungszwecke
des Erfindungsgegenstandes an die außen befindlichen Nieten gehängt: Die am anderen
Ende der Stoffbahn befestigte Endleiste 14 wird am unteren Gestellrahmen ebenso
von außen eingehängt. Die vier seitlichen waagerechten Rahmenteile 1, 3, 4 und 6,
welche durch zwei metallene Schiebehülsen 19 und 20 miteinander verbunden sind,
sind an jedem Ende mit einem Steckbolzen 18 versehen, der durch die Hülsenwandungen
und durch die Enden der zusammengehörigen Holme senkrecht gesteckt wird und hierdurch
die Standfestigkeit des Erfindungsgegenstandes bewirkt. Bei dem Schlafmöbel nach
der Fig.4 dient als Stütze für die Füße .ein mit metallenen Einhängern 21 und 22
versehener Fußauflegeteil, bestehend aus den Streben 23 und 24 sowie der Stoffbahn
25: Das Zusammenklappen des Schlafmöbels geschieht folgendermaßen:" Die Stoffbahn
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wird durch Ausheben der Endleisten 13 und 14 abgenommen. LDie senkrechten
Holme 11 und 12 werden, nachdem die Haken 16 und 17 nach oben geschwenkt sind, auf
die waagerechten seitlichen Schenkels und 3 gelegt.
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Beim Schlafmöbel hängt man das Fußauflegeteil ab. Dann werden die
Bolzen 18 aus den Hülsen 19 und 2o herausgezogen, und man schiebt letztere auf die
Rahmenteile 1 und 3 zurück. Nachdem die Hülsen zurückgeschoben worden sind, werden,
wie es die Fig. B. zeigt, die Rahmenteile parallel nebeneinandergeklappt, wodurch
zwei Paar Gestellrahmenholme in Stadtkofferförm entstehen, wie es die Fig. 11 und
13 zeigen. Die Zusammenlegung dieser Holmenpaare ist so angeordnet, daß die beiden
untenliegenden Holme 2 und 5 schräg zu den übrigen vier parallel geklappten Holmen
1, 3, 4 und 6 liegen. Hierdurch sind die Rahmenholme mit den Rückenstreben zu einer
Stadtkoffergröße zusammengeklappt.