DE68191C - Panzer aus faserförmigem Material mit Metalleinlagen - Google Patents

Panzer aus faserförmigem Material mit Metalleinlagen

Info

Publication number
DE68191C
DE68191C DENDAT68191D DE68191DA DE68191C DE 68191 C DE68191 C DE 68191C DE NDAT68191 D DENDAT68191 D DE NDAT68191D DE 68191D A DE68191D A DE 68191DA DE 68191 C DE68191 C DE 68191C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
armor
blades
fibrous material
fiber
armor made
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT68191D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. F. Baron de SLA-VITIEN, 78 Dean Str., in London, England
Publication of DE68191C publication Critical patent/DE68191C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/02Plate construction
    • F41H5/04Plate construction composed of more than one layer
    • F41H5/0442Layered armour containing metal
    • F41H5/0457Metal layers in combination with additional layers made of fibres, fabrics or plastics
    • F41H5/0464Metal layers in combination with additional layers made of fibres, fabrics or plastics the additional layers being only fibre- or fabric-reinforced layers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/02Plate construction
    • F41H5/04Plate construction composed of more than one layer
    • F41H5/0471Layered armour containing fibre- or fabric-reinforced layers
    • F41H5/0485Layered armour containing fibre- or fabric-reinforced layers all the layers being only fibre- or fabric-reinforced layers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

^XaiserTiches j/
PATENTA
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Panzerung oder Panzerbekleidung aus Faserstoff, die sowohl schufsfest für grofse und kleine Geschosse, als auch hieb- und stichfest ist. Sie ist deshalb besonders geeignet für Zwecke des Land- und Seekrieges, kann aber auch überall sonst angewendet werden, wo eine Widerstandsfähigkeit gegen Stöfse erzielt werden soll.
Die Panzerplatten werden hergestellt aus der Rhea (auch bekannt unter den Namen Kalluihanf oder Ramie), einer Abart der Boehmeria, aus deren zähen Fasern Platten von beliebigen Abmessungen gebildet werden. Diese Tafeln können entweder für sich allein benutzt werden oder nach Zusammensetzung mit einem metallenen Rost, der aus einzelnen geschärften Stäben oder Klingen gebildet ist.
Bei der Anfertigung der Panzertafeln verfährt man in folgender Weise. Auf eine Unterlage a, Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung, aus Leinwand, Segeltuch oder dergleichen kommt eine Lage b von geöltem oder auf andere Weise wasserdicht gemachtem Stoff. Auf diesen werden dann die Fasern c in paralleler Lage und mit den Enden über einander greifend aufgebracht, bis die Schicht die für den jeweiligen Zweck der Panzerplatte ausreichende Stärke erlangt hat. Auf diese Faserschicht werden in umgekehrter Reihenfolge wie vorhin wieder geölter Stoff und Segeltuch oder sonstige zweckentsprechende Stoffe gelegt. Das Ganze wird dann kreuz und quer durchnäht, wie es in der Fig. 1 durch punktirte Linien d angedeutet ist. Man kann auch die Faserschicht für sich allein durchnähen und dann erst die Decken aus geöltem Stoff und Segelleinen aufbringen. Die auf die eine oder andere Weise entstandene Platte wird in eine Presse gebracht, um der Faserschicht eine überall gleichmäfsige Dichtigkeit zu geben. Nachdem die Platte die Presse wieder verlassen hat, werden noch ihre Ränder beschnitten, womit sie zur Verwendung fertig ist. Wie schon aus diesen Angaben hervorgeht, wird die Rhea-Faser in keiner Weise zubereitet, sondern in dem Zustand verbraucht, in dem sie vom Handel geliefert wird. Eine Abänderung in der beschriebenen Herstellungsweise der Platten kann insofern stattfinden,· als man für gewisse Zwecke den wasserdichten Stoff weglassen kann. Doch ist seine Anwendung stets vorzuziehen, da er auf alle Fälle die Fasern vor dem Angriff der Feuchtigkeit schützt.
Will man Panzerplatten mit der erwähnten rostförmigen Metalleinlage (Fig. 3 bis 6) herstellen, so bringt man zwischen zwei auf obige Art angefertigten Tafeln ein Metallgehäuse e, Fig. 3 und 4, an, das mit Metallstreifen oder Klingen ausgefüllt ist. Dies Gehäuse ist von kleinerem Umfang als die Faserplatten, so dafs zwischen letzteren rings um das Gehäuse herum ein leerer Raum bleibt, der mit Filz oder einem Stoff von ähnlichen Eigenschaften ausgefüllt wird, worauf man durch Nähte h die Ränder der Fasertafeln mit dem zwischengelegten Filz fest verbindet. Auf diese Weise erhält das Gehäuse c eine unverrückbare Lage und die Panzerplatte eine vollkantige Gestalt.
Das Gehäuse, welches so bemessen ist, dafs es den darin befindlichen Klingen keinerlei
Spielraum gewährt, kann mit einem Deckel versehen oder auch nach erfolgter Füllung dadurch geschlossen werden, dafs eine vorgesehene Verlängerung der einen Wand herumgebogen wird, bis sie die Oeffnung verschliefst.
Die Metallstreifen oder Klingen f können aus angelassenem Stahl, Aluminium, Eisen oder Nickel bestehen, und jeder Streifen verjüngt sich nach der einen Längskante hin, wie in den Fig. 4 bis 6 dargestellt. Es werden so verhältnifsmäfsig scharfe Kanten oder Messerschneiden dem Geschofs dargeboten, das bei seinem Aufschlag auf die Klingen eine unmittelbar einschneidende Wirkung derselben erfahren wird. Die Klingen sind mit Löchern auf Drähte oder Stäbe fx gereiht, durch deren umgebogene Enden sie fest zusammengehalten werden. Will man zur Herstellung einer Platte von gröfserem Umfang die Klingen verlängern, so kann man zwei neben einander liegende Reihen von Klingen dadurch verbinden, dafs man immer abwechselnd das rechte Ende einer Klinge der linken Reihe und das linke Ende einer Klinge der rechten Reihe auf einen Draht zieht, wodurch dann die Klingen einen Abstand gleich ihrer Dicke erhalten.
In manchen Fällen kann man das Gehäuse c entbehren und die Klingen f unmittelbar zwischen die beiden Fasertafeln legen, wie in Fig. 5 gezeichnet.
Macht man bei dieser Anordnung ohne Gehäuse c jede der beiden Fasertafeln 2 '/2 cm dick, so widersteht ein solcher Panzer den 4-, 5- und ö-Centimeter-Geschossen der Marine-Mitrailleusen. Ebenso ist festgestellt, dafs ein Panzer in der einfachen Construction der Fig. ι und 2 bei einer Stärke von ungefähr ι Y„ cm gewöhnlichen Pistolenkugeln widersteht.
Ein nach Fig. 3 und 4 construirter Panzer hält jedes Kleingewehrfeuer bei ungefähr 47 m Entfernung aus, wenn jede Fasertafel ungefähr ι '/4 cm dick und die Metallklingen 8 mm breit und 2 mm am Rücken und 1 mm an der Schneide stark sind. Um schwereren Geschossen zu widerstehen, wie solchen von Belagerungsund Schiffsgeschützen, müfste man bei Anwendung der Construction Fig. 5 jede der Fasertafeln ungefähr 24 cm dick machen. Eine solche Panzerung könnte auch zum Schutz von Schlachtschiffen gegen Fischtorpedos dienen.
Da der Faserpanzer nach den obigen Erläuterungen eine ganz beliebige, den zu erfüllenden Ansprüchen angemessene Stärke erhalten kann und sein speeifisches Gewicht ein sehr geringes ist, so kann er auch recht wohl als Kürafs oder Brustplatte oder in ähnlicher Weise verwendet werden, ohne den Träger zu ermüden.
Für die Benutzung dieser Panzerbekleidung bei Schiffen und Seebefestigungen empfiehlt es sich, ihr zum Schutz gegen die schädlichen Einwirkungen des Seewassers einen Theeranstrich zu geben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Panzer, hergestellt aus zwei aus einer Schicht von Rhea-Fasern durch Belegen mit Segelleinen oder dergleichen, Zusammenpressen und Durchnähen gewonnenen Platten und aus einem — nackt oder in ein Metallgehäuse (i) eingeschlossen — dazwischen gelegten, an Umfang kleineren Rost aus auf Drähte oder Stäbe Cf1J gezogenen, mit der Schneide nach der Aufsenseite des Panzers gerichteten Metallklingen (f) in der Weise, dafs man den zwischen den Fasertafeln rings um den Rost herum verbleibenden Raum mit Filz oder dergleichen (g) ausfüllt und dann die Ränder der Fasertafeln durch Nähte (h) zusammenhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT68191D Panzer aus faserförmigem Material mit Metalleinlagen Expired - Lifetime DE68191C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE68191C true DE68191C (de)

Family

ID=341752

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT68191D Expired - Lifetime DE68191C (de) Panzer aus faserförmigem Material mit Metalleinlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE68191C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0885117A4 (de) * 1996-03-06 1999-09-01 Howard L Thomas Mehrfach strukturiertes ballistisches material

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0885117A4 (de) * 1996-03-06 1999-09-01 Howard L Thomas Mehrfach strukturiertes ballistisches material

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69426466T2 (de) Panzerschild aus verbundmaterial
DE1578356A1 (de) Panzer
DE1158427B (de) Patrone, Kartusche od. ae. fuer Feuerwaffen
DE68191C (de) Panzer aus faserförmigem Material mit Metalleinlagen
DE2506691A1 (de) Schussichere panzerung, insbesondere kugelsichere westen
EP0826134B1 (de) Mehrschichtiges panzerschutzmaterial
DE2916745A1 (de) Panzerplatte gegen geschosse fuer die bekaempfung von weichzielen
AT97224B (de) Handschuh als Verteidigungsschutz.
DE1135342B (de) Mehrschichtiges zusammengesetztes Gebilde zur Panzerung gegen Beschuss oder Schlag
DE102009051436A1 (de) Schutzsystem für Fahrzeuge und andere Objekte
DE2821718A1 (de) Schussichere weste
DE2151151A1 (de) Schutzweste
DE291442C (de)
DE590543C (de) Splittersicherer Panzerwerkstoff aus uebereinandergeschichteten Leder- und Metallagen
DE710700C (de) Umlegbarer, kugelsicherer Panzer
DE133956C (de)
DE77084C (de) Als Horizontalramme dienender Gürtelpanzer für Kriegsschiffe
DE102005022868A1 (de) Einlage für Rückhaltewand auf Stück- und Massengutaufbauten für Land- und Wasserfahrzeuge
DE190053C (de)
DE2604929A1 (de) Luftzielschleppsack, der als schleppkoerper hinter einem luftfahrzeug zur simulation eines flugkoerpers fuer radargelenkte oder radargestuetzte luftabwehrwaffen gezogen wird
AT71375B (de) Am Gewehre zu befestigender Schutzschild.
DE2314772C3 (de) Unterwassersprengkörper
DE212914C (de)
DE737734C (de) Gehaertetes Panzergeschoss
AT65710B (de) Schutzschild.