DE77084C - Als Horizontalramme dienender Gürtelpanzer für Kriegsschiffe - Google Patents

Als Horizontalramme dienender Gürtelpanzer für Kriegsschiffe

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DE77084C
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Germany
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Expired - Lifetime
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DENDAT77084D
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English (en)
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GOECKE, Kaiser]. Marine-Baumeister, in Kiel, Niemannsweg 18
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B3/00—Hulls characterised by their structure or component parts
    • B63B3/10—Armoured hulls

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Golf Clubs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Jeder Panzerkreuzer mufs ausreichende Seetüchtigkeit, grofsen Actionsradius, hohe Geschwindigkeit, ausgiebige Artillerie, gute Manövrirfähigkeit, Schutz der vitalen Theile durch vollständigen Gürtelpanzer oder mit theilweisem und Panzerdeck vor und achter besitzen.
Der Rammschutzpanzerkreuzer ist ein Schiff, welches sich von dem vorbeschriebenen Panzerkreuzer im wesentlichen nur durch die Anordnung des Gürtelpanzers unterscheidet. Letzterer auf etwa 2/3 bis 3/4 Schiffslänge mitschiffs aus schweren Panzerplatten bestehend angenommen — Fig. ι Dispositionszeichnung, Hauptspant (gröfster Schiffsquerschnitt), Fig. 2 Detailzeichnung —, wird in seiner äufseren Erscheinung, einem Schlingerkiel vergleichbar, unter der Schwimmlinie als panzerbugähnliche, angenähert horizontale Schneide aus der Bordwand hervortreten und nach den Schiffsenden zu von den Stellen ab, wo die schwere Panzerung aufhört, allmälig wieder wie ein Schlingerlsiel in irgend einer leichten Construction, wie z. B. in Fig. 3 angedeutet, in die Schiffsform übergeleitet werden, um möglichst geringen Wasserwiderstand bei der Fahrt zu erzeugen. Diese Anordnung des Gürtelpanzers soll vier Zwecken dienen: erstens soll dieselbe, indem sie dem feindlichen Rammsteven eine Horizontalramme von ebenso fester Bauart entgegensetzt, den Querschiffs-Rammangriff nutzlos machen; zweitens soll dieselbe beim Rammangriff von Bug längs Bug an dem feindlichen Schiffsrumpfe entlang scheuernd als Horizontalramme- wirken und die feindlichen Bordwände zertrümmern; drittens soll dieselbe einen ausgiebigen Schutz gegen Artilleriefeuer gewähren, indem die feindlichen Granaten bei 40 ° Aufschlag zur Horizontalen mit der Spitze nicht mehr zu fassen vermögen; viertens soll dieselbe als Schlingerkiel dienen. Die Panzerplatten a, die Holzhinterlage e, die stählernen Hinterlagsplatten/, welche zugleich als Aufsenhautplatten dienen können, nebst den Spantversteifungen g sind unter etwa 40 ° zur Horizontalen geneigt und bilden in der Zeichnung durch Einpassen in ein vorstevenartiges Stück b eine bei englischen und deutschen Kriegsschiffen übliche, angenähert horizontal liegende Panzerbugconstruction. Das untere Splitterdeck d bildet zugleich den Panzerträger. Fig. 3 zeigt lediglich die Uebergangsconstruction des Gürtelpanzers vor seiner vorderen und achteren Begrenzung. Mehrere Plattenlagen a\ welche immer noch gegen geringere Kaliber Schnellfeuergeschützen Schutz verleihen, sind in ein vorstevenartiges Stück bl eingefügt; mit dl ist das in Vor- und Achterschiff angenommene Panzerdeck bezeichnet.
Vorstehend angegebene Details, namentlich aber die beschriebene Bugconstruction des Gürtelpanzers ist nicht als bindend anzusehen, vielmehr kann auch irgend eine andere, z. B. die französische Bugconstruction der Gürtelpanzerschiffe gewählt werden; ein nothwendiges Kriterium bildet jedoch für die neue Panzer- . anordnung, dafs die beliebig ausgebildeten Hinterlagen für die Befestigung' der Panzerplatten der Neigung derselben ganz oder angenähert parallel folgen, damit die in europäischen Marinen übliche Befestigungsart der Panzer-
platten vermittelst Panzerbolzen, Muttern etc. mit Sicherheit erfolgen kann. Das amerikanische Patent von D.Amman Nr. 267051 kann vergleichsweise nicht in Betracht gezogen werden, da bei dem durch dasselbe patentirten Schiffe lediglich eine im Querschnitt ungefähr dreieckige Holzaufklotzung an die Aufsenhaut angebaut ist und die Panzerplatten vermittelst Holzschrauben nur mangelhaft an dem Holz befestigt werden können; aufserdem befindet sich nach der Zeichnung die Schneide bei leicht geladenem Schiffe in der Schwimmlinie. Das Krupp'sche Patent Nr. 18193 behandelt die Construction einer kreisrunden Batterie. Der dort angegebene Panzerring weist,· soweit aus der Zeichnung ersichtlich, in der Detailconstruction keine Aehnlichkeit mit vorliegender Construction auf, aufserdem liegt er mit seiner Schneide bedeutend über Wasser' und kann,, da die Batterie, vor Anker liegen soll, niemals zu Angriffszwecken als Ramme benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Als Honzontalramme dienender Gürtelpanzer für Kriegsschiffe, gekennzeichnet durch einen seitlichen Bordwandausbau, dessen Schneide (b) unter Wasser liegt und auf dessen Flächen in einer oder mehreren auf einander liegenden Lagen die Panzerplatten (a) mit Hinterlage (e) oder ohne solche durch Bolzen u. s. w. befestigt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77084D Als Horizontalramme dienender Gürtelpanzer für Kriegsschiffe Expired - Lifetime DE77084C (de)

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