DE679795C - Eisengeschlossener Induktionsofen zur Reduktion von Metalloxyden - Google Patents

Eisengeschlossener Induktionsofen zur Reduktion von Metalloxyden

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DE679795C
DE679795C DEG94376D DEG0094376D DE679795C DE 679795 C DE679795 C DE 679795C DE G94376 D DEG94376 D DE G94376D DE G0094376 D DEG0094376 D DE G0094376D DE 679795 C DE679795 C DE 679795C
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DEG94376D
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Dr-Ing Hans Gallusser
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HANS GALLUSSER DR ING
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HANS GALLUSSER DR ING
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    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D11/00Arrangement of elements for electric heating in or on furnaces
    • F27D11/06Induction heating, i.e. in which the material being heated, or its container or elements embodied therein, form the secondary of a transformer
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B4/00Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
    • C22B4/08Apparatus
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Description

  • Eisengeschlossener Induktionsofen zur Reduktion von Metalloxyden Es gibt rotierende, elektrisch geheizte Reduktionsöfen, in welchen der Heizstrom durch das mit Kohle vermischte Mineral hindurchgeschickt wird. Da der Widerstand des Minerals aber vor und nach der Reduktion sehr verschieden ist, kann diese Heizung nicht als zuverlässig angesehen werden. Auch kann der entstehende Eisenschwamm zwischen den Elektroden für den Strom Brücken bilden, in welchen infolge der starken Erhitzung der Eisenschwamtn zu sintern beginnt, was Betriebsstörungen zur Folge hat.
  • Es ist auch schon ein zum Schmelzen, Glühen o. dgl. dienender Induktionsofen vorgeschlagen worden, der weder drehbar ist noch eine allseitige Wärmeeinwirkung auf das Behandlungsgut ermöglicht. Bei .diesem Induktionsofen dient als Sekundärwicklung eine offene Rinne, so daß hauptsächlich nur durch diese kleine Oberfläche Wärme erzeugt und abgegeben wird, während die geringfügige Streuung nach den Seiten hin zu vernachlässigen ist. Zudem teilt sich dem Behandlungsgut nur die Wärme mit, die im oberen Teil der Rinne entwickelt wird, von wo aus ein Teil der Wärme durch die Ofenwandung nach außen abströmt. Es bestehen hier also große Temperaturdifferenzen: in der Nähe des die Wärme abgebenden Ringes wird die Temperatur am höchsten und an der Ofenwandung am niedrigsten sein. Damit ist aber, ganz abgesehen von der Unmöglichkeit, eine innige Mischung von Erz und Reduziermittel zu bewerkstelligen, ein vollkommener Reduktionsprozeß ausgeschlossen.
  • Schließlich ist schon ein metallurgischer Ofen vorgeschlagen worden, der zwar als Induktionsofen bezeichnet ist, bei dem es sich aber um einen Widerstandsofen handelt und bei dem die durch den feststehenden Drehstromtransformator in den Sekundärwicklungen erzeugten Ströme durch Schleifringe mittels Polplatten an das Ofenfutter und von hier aus in das Metall geleitet werden. Nach einer anderen Ausführungsform dieses Ofens soll die Sekundärwicklung des Transformators durch Erze gebildet werden, die sich infolge Fliehkraft an den Wänden des Schmelzraumes lagern. Nun haben aber das in den Eisenerzen vorkommende Eisenoxyd und dessen Beimengungen bekanntlich einen derart hohen Widerstand, daß in der Erzschicht durch Induktion keine nennenswerten Ströme und daher auch keine Wärme erzeugt werden können. Hinzu kommt, daß infolge der konischen Form des Rotationsgefäßes das Mineral oben aus dem Gefäß herausgeschleudert wird und sich demgemäß die theoretisch vorausgesetzte Erzschicht gar nicht bilden kann. Eine weitere Ausbildung des vorgenannten Ofens sieht vor, daß der Ofenkörper der, mittleren Kern des Transformators bildet. Es entsteht hierdurch ein magnetischer Kraftfluß von ringförmigem Querschnitt, der nur Induktionswirkungen außerhalb des Ringes ausüben kann, aber im Innern des Ringes jede Induktionswirkung ausschließt.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen eisengeschlossenen Induktionsofen zur Reduktion von Oxyden; sie besteht darin, daß zur gemeinsamen Aufnahme des Minerals und des Reduktionsmittels ein hohlringförmiger, allseitig geschlossener Metallbehälter dient, in welchem die sekundären Heizströme induziert werden, und der während des Reduktionsvorganges langsam um seine waagerecht liegende Achse gedreht wird. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß als Auslaßöffnungen für die bei der Reduktion entstehenden Gase Ventile vorgesehen sind, die mechanisch oder elektrisch derart gesteuert sind, daß sie nur geöffnet werden, wenn sie sich oberhalb der durch die Drehachse gelegten Horizontalebene befinden. Gemäß der Erfindung sind diese Ventile durch Leitungen an einem Sammelbehälter angeschlossen, welcher aus einem mit dem Ofen drehbaren Teil und einem mit einer Ableitung versehenen feststehenden Teil besteht.
  • Der erfindungsgemäße Induktionsofen besteht somit aus einem vollständig geschlossenen, ringförmigen Gefäß, bei welchem sowohl die zylindrischen Teile als die Stirnflächen induziert und erwärmt werden. Die ganze innere Oberfläche. des Gehäuses strahlt somit Wärme nach innen aus und teilt sie dem zu reduzierenden Oxyd , mit. Dabei wird die ausgestrahlte Hitze ohne Verlust auf das im Ofen befindliche Material übertragen, so daß nach einiger Zeit dieses Material genau die Temperatur der Ofeninnenwandung annimmt. Hierbei kann durch Regulierung der Primärspannung .die Temperatur auf io° genau eingestellt werden, ein Erfolg, der deswegen von besonderer Wichtigkeit ist, weil sich der Reduktionsprozeß bei bestimmten Temperaturen am besten und vollkommensten abspielt.
  • Wird so bei dem Induktionsofen gemäß der Erfindung eine außerordentlich gleichmäßige und zuverlässige Erhitzung des Behandlungsgutes gewährleistet, so ergibt sich zugleich aus der langsamen Drehung des Induktionsofens eine fortlaufende innige Mischung zwischen Oxyd und Reduktionsmittel, die es nicht nur .ermöglicht, feste Reduktionsmittel vorteilhaft mit dem Erz zu verarbeiten, sondern auch andere, z. B. gasförmige Reduktionsmittel mit sicherem Erfolg zu verwenden.
  • Bei dem Ofen gemäß der Erfindung kann das entstehende Eisen keinen Kurzschluß erzeugen, weil sich das Ofengefäß selbst schon im Kurzschluß befindet und infolgedessen keine wesentlichen Spannungsdifferenzen auftreten können. Auch insoweit ist also der erfindungsgemäße Ofen dem Stand der Technik überlegen.
  • Die Erfindung bietet demgemäß gegenüber den bekannten Reduktionsverfahren die wesentlichen Vorteile, daß einmal die Temperatur völlig gleichmäßig, und zwar auf dem zur Reduktion nötigen Wert, gehalten werden kann, und daß ferner eine möglichst innige Vermischung des Erzes mit dem Reduktionsmittel erreicht wird, ohne daß eine Sinterung eintritt. Da endlich weder das Mineral noch die .Beimengung am Heizungsprozeß teilnimmt, ist es möglich, für jedes Mineral nur die für die Reduktion unbedingt nötige Menge an Beimengungen in den Behälter einzuführen.
  • Die beiliegende Zeichnung zeigt beispielsweise schematisch eine Ausführungsart des Erfindungsgegenstandes.
  • Abb. i ist ein Aufriß.
  • Abb. 2 ist Grundriß im Schnitt.
  • Abb. 3 ist eine Einzelheit in großem Maßstab.
  • In den Abb. i und 2 ist io das Magnetgestell eines Transformators und i i dessen Primärwicklung. Die Sekundärwicklung ist durch das ringförmige, geschlossene Metallgefäß i? gebildet, das nach außen gegen Wärmeverlust durch die Isoliermasse 13 geschützt ist. Das Ganze ist von einem durch Seitenplatten 1q. und einem Ring 15 gebildeten Mantel umgeben. Sowohl die Seitenplatten 14 als auch der Ring 15 müssen natürlich unterteilt und gegeneinander isoliert sein, da sie sonst eine kurz geschlossene Windung darstellen und infolgedessen auch vom Induktionsstrom geheizt würden.
  • Der so gebildete Behälter ist in Lagern 16 drehbar und wird mittels eines an seinem Umfang angebrachten Zahnkranzes 17 und einem damit in Eingriff stehenden Zahnrad 1b (s. Abb.. i) angetrieben. Das Gefäß 12 ist mit einer Füllöffnung i9 versehen und weist außerdem auf seinem Umfang in regelmäßigen Abständen verteilte Ventile 2o auf, zur Ableitung der bei der Reduktion entstehenden Gase.
  • Die Ventile 20 werden elektrisch gesteuert und sind zu diesem Zweck, wie auf Abb. 3 dargestellt, ausgebildet.
  • Die Wand des Behälters 12, die Isoliermasse 13 und der Ringmantel 15 werden von einem Kanal 21 durchsetzt, dessen Ausmündung in den Behälter 12 durch einen Ventilkörper 22 verschlossen wird. Die Ventilspindel 23 untersteht einerseits dem Einfluß einer Feder 24., welche den Ventilkörper 22 auf die Kanalöffnung 21 drückt und andererseits dem Einfluß eines Elektromagneten 25, welcher, wenn er erregt ist, den Ventilkörper 22 von der Öffnung 2 i abhebt.
  • Um den Teil des Ventilgehäuses 2o, in welchem der Elektromagnet untergebracht ist, vor den heißen Abgasen zu schützen, trägt die Ventilspindel 23 einen zweiten Ventilkörper 26, welcher, wenn das Ventil 22 geöffnet wird, auf einen kegeligen Sitz 27 aufliegt und so das äußere Ventilgehäuse vom Kanal ei vollständig absperrt.
  • Die aus den Kanälen 21 austretenden Gase gelangen in einen Sammelkanal 28 und werden von da aus durch eine Leitung 29 in einen zweiteiligen Behälter gebracht, dessen einer Teil 30 sich mit dem Ofen dreht, der andere 31 dagegen stillsteht. Von diesem letzteren aus werden die Gase durch eine Leitung 32 in einen Hauptbehälter abgeführt.
  • Der Sammelkanal 28 bildet natürlich keinen geschlossenen Ring, sondern ist, wie aus Abb. i ersichtlich, unterbrochen, und zwar in dieser Abbildung zwischen .den zwei am tiefsten liegenden Ventilen 2o. Die Leitung 29 befindet sich dann in dieser Lage in der Mitte der oberen Hälfte des Gefäßes 12.
  • Damit sich die Ventile 2o nur öffnen, wenn sie sich oberhalb der durch die Drehachse gehenden Horizontalebene befinden, um eine Verstopfung durch eintretendes Mineral zu vermeiden, werden sie elektrisch gesteuert, und zwar wie aus Abb. 3 ersichtlich.
  • Auf der Drehachse des Ofens befinden sich zwei Kontaktringe 33 und 3.4, an welche die Elektromagneten -25 angeschlossen sind., Der Kontaktring 34. ist entsprechend der Anzahl der Ventile 20 unterteilt. Auf beiden Ringen 33 und 3:4 liegen an eine Stromquelle angeschlossene Bürsten 35 auf, und die Lage derjenigen, welche mit dem Ring 34. in Berührung steht, ist so gewählt, daß die Elektromagneten 25 erst erregt werden, wenn sie sich oberhalb der durch .die Drehachse gehenden Horizontalebene befinden, so daß kein Mineral in die Kanäle 21 eintreten kann.-Es ist klar, daß die Ventile 2o ebensogut mechanisch gesteuert werden könnten, indem sie in der geigneten Lage, z. B. durch entsprechende Anschläge, geöffnet würden.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Nachdem durch die Füllöffnung i9 eine genügende Menge Mineral mit der zur Reduktion nötigen Beimengung in den Behälter 12 eingeführt worden ist, um ihn ungefähr bis zur Hälfte auszufüllen, wird Strom in die Primärwicklung i i geschickt und dem Behälter langsam eine Drehbewegung erteilt. Dessen Wandungen erhitzen sich durch den in ihnen erzeugten Induktionsstrom, und da sie in Bezug auf die Masse des Minerals eine verhältnismäßig große Fläche darstellen, erfolgt die Wärmeabgabe an ihn sehr rasch. Diese Wärmeabgabe findet praktisch nur nach dem Innern des Behälters 12 statt, weil er nach außen nach allen Richtungen durch die Isoliermasse 13 gut geschützt ist. Es können demnach nur unbedeutende Wärmeverluste entstehen.
  • Da die Mineralmasse infolge der Drehbewegung andauernd untereinandergerührt wird und somit stets neue Teile mit den erhitzten Wandungen in Berührung kommen, erfolgt die Verteilung der Wärme in der Masse sehr regelmäßig.
  • Das Mineral kommt nur mit den Wandungen des Gefäßes 12 in Berührung und kann daher auch keine andere Temperatur annehmen als diejenige des Gefäßes selbst, denn es besteht keine Möglichkeit, daß ihm von irgendeiner Stelle eine höhere Temperatur mitgeteilt wird. Somit ist auch jede Gefahr einer Überhitzung und damit verbundener Sinterung vollständig ausgeschlossen.
  • Durch Veränderung des in die Primärwicklung i i geschickten Stromes kann die Temperatur im Gefäß 12 verändert werden. Man hat es also in der Hand, dieses Gefäß 12 nur auf die genaue Reduktionstemperatur zu erhitzen.
  • Da die für jedes Mineral nötige Zeit zur Durchführung der Reduktion leicht festzustellen ist, wird jeder unnötige Stromverbrauch vermieden.
  • Die bei der Reduktion entstehenden Gase werden, wie oben beschrieben, aus dem oberen leerstehenden Teil des Gefäßes 12 durch die Ventile 20 und die Kanäle 28 und 29 zwecks Weiterverwendung abgeführt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Eisengeschlossener Induktionsofen zur Reduktion von Metalloxyden, dadurch gekennzeichnet, daß zur gemeinsamen Aufnahme des Minerals und des Reduktionsmittels ein hohlringförmiger, allseitig geschlossener Metallbehälter (i2) dient, in welchem die sekundären Heizströme induziert werden, und der während des Reduktionsvorganges langsam um seine waagrecht liegende Achse gedreht wird.
  2. 2. Induktionsofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als Auslaßöffnungen (2I) für die bei der Reduktion entstehenden Gase Ventile (22, 23) vorgesehen sind, die mechanisch oder elektrisch derart gesteuert sind, daß sie nur geöffnet werden, wenn sie sich oberhalb der durch die Drehachse gelegenen Horizontalebene befinden.
  3. 3. Induktionsofen nach Anspruch und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (22, 23) durch Leitungen (29) an einen Sammelbehälter angeschlossen sind, welcher aus einem mit dem Ofen drehbaren Teil (30) und einem mit einer Ableitung (32) versehenen feststehenden Teil (3 z) besteht.
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