DE679353C - Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren Streifens aus Papier - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren Streifens aus Papier

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DE679353C
DE679353C DEB177038D DEB0177038D DE679353C DE 679353 C DE679353 C DE 679353C DE B177038 D DEB177038 D DE B177038D DE B0177038 D DEB0177038 D DE B0177038D DE 679353 C DE679353 C DE 679353C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/36Cored or coated yarns or threads
    • D02G3/362Cored or coated yarns or threads using hollow spindles
    • D02G3/365Cored or coated yarns or threads using hollow spindles around which a reel supporting feeding spool rotates
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
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Description

  • Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren Streifens aus Papier Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren, in Nuten von Metallwänden o. dgl. einlegbaren wulstförmigen Streifens aus Papier, auf dem z. B. Stoffteile festgenagelt werden sollen.
  • Nagelbare Streifen, die bei Wagenbauten vielfach verwendet werden, eignen sich dann besonders gut zum Einlegen in Nuten, wenn sie aus schraubenförmig zusammengedrehten Papierbändern hergestellt sind. Ein solches Gebilde hält den eingeschlagenen Nagel vollkommen fest, so daß eine einwandfreie Befestigung deg Polsters erfolgen kann. Diese Streifen haben aber den Nachteil, daß sie sich verhältnismäßig leicht aufwickeln und die einzelnen Wendeln die Gestalt von Korkzieherwindungen annehmen. Ferner tritt leicht der Fall ein, daß die wulstförmigen Papierstreifen durch Bearbeitungswerkzeuge für die Metallwände eingekerbt oder angeschnitten werden. Auch in diesem Falle rollen sich die Streifen korkzieherärtig auf und geben dein Nagel keinen festen Halt mehr. Weiter wurde festgestellt, daß die Luftfeuchtigkeit einen solchen nagelbaren Streifen ungünstig beeinflußt. Der Streifen quillt auf und liegt dann nicht mehr so tief in der Nut, wie es erforderlich ist, um das Polster einwandfrei befestigen zu können. Nach der Erfindung werden nun diese Nachteile dadurch vermieden, daß ein aus Papierband gedrehter Kern mit mehreren vorher mit Asphalt getränkten, ebenfalls aus gedrehtem Papier bestehenden Lagen umwickelt wird, woran anschließend eine Formung dieses Gebildes zwischen Profilwalzen erfolgt und der so gebildete Strang dann mit asphaltgetränkten, sich überlappenden glatten Papierbändern unter gleichzeitigem Aufbringen einer Klebstoffschicht umwickelt und beklebt wird.
  • Die Imprägnierung mit Asphalt macht den Streifen gegen die Einflüsse der Feuchtigkeit unempfindlich. Da für den Kern des wulstförmigen Streifens ein gedrehtes Papierband benutzt wird, das nicht mit Asphalt imprägniert ist, sichert dieser Kern einen festen Halt des zum Tragen des Stoffteiles dienenden Nagels. Da der Einlegestreifen ferner eine bestimmte Ouerschnittsform haben muß, die dem OOuerschnitt der ihn aufnehmenden Nut entspricht, sind besondere Formrollen oder Formwalzen vorgesehen, die zuerst in einem Zwischenstadium den aus dem Kern und den beiden Bändern gebildeten Teil des Streifens formen. Darauf werden Papierbänder herumgewickelt. Diese äußere Wicklung stellt gewissermaßen eine Einkapselung, d. h. ein Gehäuse für die innere Wicklung, dar, so daß die Außenseite eines solchen -#v-ulstförmigen Streifens vollkommen glatt ist. Die besondere Ausbildung der äußeren Wicklung schaltet die Möglichkeit aus, daß einer der Streifen von Bearbeitungswerkzeugen für die Metallwände durchgeschnitten oder eingekerbt werden kann. Es werden somit alle Nachteile der bekannten Streifen vermieden.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt durch eine Maschine zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung, Fig. --- schematisch eine Ansicht des nach der Erfindung hergestellten Streifens.
  • In den Zeichnungen sind mit i und 2 Scheiben bezeichnet, die durch herausnehmbare Bolzen 3 unter Verwendung von Abstandshülsen 4 miteinander verbunden sind. Die Scheibe i ist mit einem Flansch 5 drehbar in einem Lager 6 an einem Rahmen 7 gelagert. Die Scheibe :2 dreht sich mit einem Flansch 8 in einem am Rahmen io befestigten Lager g. Die Scheiben i und 2 nebst den Bolzen 3 und Abstandshülsen 4 stellen einen drehbaren Träger für eine Anzahl auf den Hülsen 4 gelagerter Papierrollen i i dar.
  • Ein Paar Scheiben 12 und 13 sind durch Bolzen 14 miteinander verbunden, auf denen ebenfalls Abstandshülsen, wie oben beschrieben, sitzen. Die Scheibe 12 hat einen verhältnismäßig großen, mit einer weiten Bohrung versehenen Flansch 15, der drehbar in einem Lager 16 am Rahmen 17 gelagert ist. Die Scheibe 13 hat einen Flansch 18, der drehbar in einem Lager ig am Rahmen 2o angeordnet ist. Die Scheiben 12 und 13 nebst den Bolzen 14 stellen einen drehbaren Träger für eine Anzahl Papierrollen 21 dar. Außer dem zuletzt genannten drehbaren Träger sind Führungsstäbe 22 vorgesehen, die winklig zur Achse des Trägers und denjenigen der einzelnen Papierrollen 21 angeordnet sind. Die Wirkung dieser Führungen 22 wird weiter unten beschrieben.
  • In einem gewissen Abstande nach außen zu vom Ende des Flanschs 8 ist ein Druckrollenpaar 23, 24 angeordnet. Die Rolle 24 hat eine Ringnut 25, in der die Rolle 23 läuft. In einem gewissen Abstände nach außen vom Ende des Flanschs i8 weg befindet sich ein ähnliches Rollenpaar 26, 27. Die Rolle 27 hat eine Ringnut 28, in der die Rolle 26 läuft. In gewissem Abstände nach außen zu vom Ende des Flanschs 5 weg befindet sich ein Rahmen 29, der eine Welle 30 zur Aufnahme einer Papierrolle 31 trägt.
  • Eine Antriebswelle 32 ist drehbar im unteren Teil des Maschinenrahmens gelagert und wird von einem nicht dargestellten Motor angetrieben. Auf der Welle 32 ist ein Kettenrad 33 vorgesehen, das durch eine Kette 34 mit einem Kettenrad 35 auf dem Flansch 8 in Verbindung steht. Ein Kegelrad 36 sitzt auf der Welle 32 und kämmt triit einem Kegelrad 37 auf einer senkrechten Welle 38. Auf dem oberen Ende der senkrechten Welle 38 befindet sich ein Kegelrad 39, das mit einem an der Druckrolle 24 befestigten Kegelrad 40 kämmt. Ferner ist auf der Welle 32 ein Zahnrad 41 befestigt, das mit einem Zahnrad 42 auf einer im Rährnen 20 gelagerten Welle 43 kämmt. Auf dem anderen Ende der Welle 43 sitzt ein Kettenrad 44, das durch eine Kette 45 mit einem auf dem Flansch 18 sitzenden Kettenrad 46 verbunden ist. Ein Kegelrad 47 auf der Welle 32 1cämmt mit einem Kegelrad 48 auf einer senkrechten Welle 4g. Auf dieser Welle ist ein Rad 5o angeordnet, das mit einem an der Druckrolle 27 befestigten Zahnrad 51 kämmt.
  • Durch den Flansch 15 hindurch ragt eine Spritzdüse 62 mit einer Zuleitung 63 und einem Regelventil 64. Die Spritzvorrichtung dient zum Aufbringen von flüssigem Klebstoff, wie weiter unten beschrieben wird. Der Behälter für den flüssigen Klebstoff sowie die Einrichtungen, die zum Einbringen des Klebstoffs in die Spritzdüse dienen, sind nicht dargestellt, da solche Einrichtungen an sich bekannt sind und nicht zur Erfindung gehören.
  • Das Verfahren nach der Erfindung spielt sich folgendermaßen ab: Ein Band 52 wird von der Rolle 31 durch den Flansch 5 hindurchgeführt und durch den Flansch 8 mittels des sich drehenden Druckro-llenpaares 23, 24 hindurchgezogen, sobald die Welle 32 durch einen Motor in Umdrehung versetzt wird. Gleichzeitig werden die Bänder 53 von den Rollen i i abgewickelt. Alle diese Bänder werden durch den Flansch 8 hindurchgezogen. Die Scheibeni und 2 drehen sich mit dem Erfolg, daß das Band 52 zu einer kompakten Masse zusammengedrückt wird, indem nämlich die Bänder 53 um das Band 52 herumgewickelt werden. Es wird auf diese Weise ein Papierseil 54 gebildet, das aus einem zusammengedrückten Bandkern mit schraubenförmig herumgewickelten Bändern besteht. Sobald das Seil 54 zwischen das Druckrollenpaar 23, 24 kommt, wird es zu einem kompakten Streifen 5 5 zusammengepreßt. Dieser Streifen 55 läuft durch die Flansche 15 und 18 hindurch zwischen das zweite Rollenpaar 26, 27, das zum Fördern des Streifens in der Längsrichtung dient. Zwischen den sich drehenden Scheiben 12 und 13 werden Bänder 56 von den Papierrollen 21 um den Streifen 55 herumgewickelt. Es sei erwähnt, daß das Kettenrad 3 5 an der Scheibe 2 durch die Kette 34 unmittelbar mit dem Kettenrad 33 auf der Antriebswelle 32 verbunden ist, während das Kettenrad 46 mit der Antriebswelle 32 durch das Kettenrad 4.1, die Welle 43 sowie die Zahnräder 42 und 41 in Verbindung steht. Daraus ergibt sich, daß das Kettenrad 46 entgegengesetzt zum Kettenrad 35 umläuft. Die von den Bandspulen 21 kommenden Bänder 56 werden demzufolge um den gepreßten Streifen 55 in entgegengesetzter Richtung zu den von den Bandspulen i i kommenden Bändern 53 herumgewickelt.
  • Wenn die Bänder 56 von den Papierbandspulen 21 abgezogen sind, laufen sie über die Führungsstäbe 22, die dazu dienen, die Bänder in einem flachen und glatten Zustand zu halten, sobald sie um den gepreßten Streifen 55 herumgewickelt werden. Während des Herumwickelns der Bänder 56 wird flüssiger Klebstoff auf die Innenfläche der Bänder sowie auf die Außenfläche des gepreßten Streifens 55 gespritzt, und das Druckrollenpaar 26, 27 drückt die Bänder 56 fest auf den gepreßten Streifen 55, um ein sicheres Verkleben herbeizuführen.
  • Bevor eine Behandlung der Papierbänder in der oben beschriebenen Weise erfolgt, wird das Papier der Rolle 31 derart behandelt, daß es Asphalt nicht ohne weiteres aufsaugt. Ein Hartflächen- oder ein Hartfaserpapier, das im Handel als Kraftpapier bekannt ist, eignet sich besonders für diesen Zweck. Das Papier der Rollen i i und 21 wird mit Asphalt vorzugsweise dadurch imprägniert, daß die Bänder durch ein Asphaltbad laufen, das mittels Wärme im flüssigen Zustand gehalten wird. Es kann auch Asphalt durch Lösungsmittel flüssig gehalten werden, jedoch hat dies den Nachteil, daß eine beträchtliche Zeit zum Verdampfen' der Lösungsmittel erforderlich ist. Da die Bänder 56 mittels Klebstoffs auf dem gepreßten Streifen 55 befestigt sind, können die Bänder gelocht werden, ohne daß das Bestreben besteht, sich vom Streifen abzutrennen. Die Bänder 56 sind breit im Vergleich zu den Wicklungen der Bänder 53, wie es aus der Fig. 2 hervörgeht, in der die fortschreitende Wicklungswirkung schematisch veranschaulicht ist.
  • Um ein leichteres Erzeugnis zu bilden, kann das Band 52 in einer Richtung entgegengesetzt zu den Bändern 53 verdreht werden, und die äußere Lage 56 kommt in Fortfall, da die einander entgegengesetzt schraubenförmigen Wicklungen ein Aufdrehen des Streifens verhindern.
  • In Fällen, wo Wasserfestigkeit nicht wesentlich ist, kan% bei einem Kern aus Hartpapier der übrige Streifen aus einem weichen Faserpapier gebildet werden, da der innere harte Kern des Streifens genügt, um die eingetriebenen Heftzwecken festzuhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH -. Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren, in Nuten von Metallwänden o. dgl. einlegbaren wulstförmigen Streifens aus Papier, auf dem z. B. Stoffteile festgenagelt werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Papierband (52) gedrehter Kern mit mehreren vorher mit Asphalt getränkten, ebenfalls aus gedrehtem Papierband (53) bestehenden Lagen umwickelt wird, woran anschließend eine Formung dieses Gebildes zwischen Profilwalzen (23 und 2¢) erfolgt und der so gebildete Strang dann mit asphaltgetränkten, sich überlappenden glatten Papierbündern (56) unter gleichzeitigem Aufbringen einer Klebstoffschicht um-%vickelt und beklebt wird.
DEB177038D 1937-01-15 1937-01-15 Verfahren zum Herstellen eines nagelbaren Streifens aus Papier Expired DE679353C (de)

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