DE678397C - Verfahren zum Herstellen von Figuren und anderen Gegenstaenden aus Papier - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Figuren und anderen Gegenstaenden aus Papier

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DE678397C
DE678397C DEH149433D DEH0149433D DE678397C DE 678397 C DE678397 C DE 678397C DE H149433 D DEH149433 D DE H149433D DE H0149433 D DEH0149433 D DE H0149433D DE 678397 C DE678397 C DE 678397C
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DE
Germany
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paper
objects
adhesive
figures
gas
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DEH149433D
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English (en)
Inventor
Franz Herren
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/02Superimposing layers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H33/00Other toys
    • A63H33/16Models made by folding paper
    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F19/00Advertising or display means not otherwise provided for
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Figuren und anderen Gegenständen aus Papier Die Erfindung betrifft ein Verfahren, nach dem aus Papier oder ähnlichem Stoff, insbesondere aus Makulatur, Figuren und ::adere Gegenstände hergestellt werden können.
  • Man hat bisher bereits Figuren aus Papier hergestellt, indem man den Papierstoff in Breiform zu Körpern verpreßte und je nach der Dichte und der Beschaffenheit des Stoffes mehr oder weniger schwere Gegenstände erhielt. Diese Gegenstände haben jedoch den Nachteil, daß sie verhältnismäßig leicht zerbrechen und daß sie ferner unelastisch sind und" oftmals erhebliches Gewicht haben. Dasselbe gilt für die Gegenstände aus sog. Papiermache und für solche, die aus gießbaren Jlassen hergestellt und mit Gummi oder anderen Stoffen überzogen sind.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, an einem Körper, z. B. eine \ uß oder anderen Früchten, Drahtarme zum Darstellen der Glieder anzubringen und diese mit Seidenpapier zu verkleiden. Endlich .kennt man bereits Figuren mit einem Skelett aus Draht. welches mit Textilstoff bandagenartig umwickelt ist. Auch diese bekannten Gegenstände haben den Nachteil, daß sie die Herstellung eines Skelettes nötig machen, daß sie die Verwertung von Metall erfordern und daß sie für-die Herstellung von Hohlkörpern kaum,geeignet sind. In einem Kinderbeschäftigungsbuch wurde endlich bereits beschrieben, daß die Kinder durch Knüllen von Papier Figuren formen und, wenn sich das Papier zu spröde zeigt, es durch Umwickeln mit Bindfaden oder Wolle in die gewünschte Form zwängen. Die so hergestellten Figuren sind jedoch sehr roh und dazu wenig dauerhaft. Diese Herstellungsweise wird nun erfindungsgemäß weitergebildet.
  • Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, (iaß man (las Papier in bekannter Weise zu einem Kern zusammenknüllt oder zusammenfaltet, dessen Abmessungen ungefähr dem Umriß und Inhalt des herzustellenden Gegenstandes entsprechen, und claß nian soclaiin diesen Kern mit einem oller mehreren Papierblättern oder -streifen zwcekinäßig in der bekannten Bandagenmanicr umhüllt, welche finit einem Klebemittel bestrichen sind. Solan;e das Klebemittel noch feucht und damit die äußere Papierschicht noch weich ist, wird dein so gebildeten Kör-' per durch Modellieren oder durch Pressen von Hand oder iii Formen die endgültige Form gegeben. Da das Papier infolge der Befeuchtung weich ist. lassen sich sehr feine Modellierungen vornehmen. Verwendet man als Klebemittel einen Stoff, der zwar feuchtigkeitshaltig ist, jedoch nach dem Trocknen erhärtet, so wird die Außenschicht der fertigen lFigur starr und fest und die feine Modellierung firmiert. Der ganze Gegenstand wird . sodann in üblicher Weise mit einem <leckenden Lack, Farbe o. dgl. überzogen. Für besondere Zwecke kann man für die äußere Schicht ein wasserdichtes oder auch ein feuersicheres, gegebenenfalls imprägniertes Material wählen. Besondere Bedeutung hat die Erfindung für die Herstellung von Hohlkörpern, die leicht sein und evtl. mit Gas gefüllt werden müssen. Es ist dabei in erster Linie an die Herstellung von Flugzeugmodellen als Zielscheibe für die Luftabwehr gedacht. Es können nicht allein Körper aus- einem Stiick. sondern auch Einzelteile von Körpern nach dem Verfahren hergestellt werden. Will man z. B. Gliederpuppen herstellen, so werden die einzelnen Glieder wie auch die dazwischenliegenden Kugeln nach dem Verfahren angefertigt und zusamniengesetzt.
  • Die Bedeutung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin. claß Körper nur aus Papier, und zwar sogar aus billiger Makulatur gefertigt werden können, ohne daß Einlagen aus Metall und anderen Stoffen erforderlich wären. Infol-edessen werden die Körper billig und leicht. 'Man kann auf diese Weise auch Hohlkörper herstellen. Beim Vorgang des Verleimens der Schichten werden die Deckschichten vorübergehend so weich, daß man leicht auch feinste Einzelheiten in sie modellieren kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise erläutert. -Abb. i stellt drei Stücke Papier dar, wie sie für die Formung des Kernes aus zusaminengekniilltem Papier als Ausgangsmaterial dienen.
  • Abb. 2 bis 6 verdeutlichen die verschiedenen Stadien der Bildung des Kernes. Abb. 7 zeigt, wie der Kern finit einer bestrichenen äußeren Umhüllung umgeben wird, während in :11i11. S der fertige Gegenstand dargestellt ist. Abh. 9 stellt eine nach dem Verfahren hergestellte Gliederpuppe dar, während Abb. io ein Flugzeugmodell verdeutlicht. Der Kern ist aus einem oder mehreren Papierstücken a1, a=, a-1 mehr oder weniger regelmäßig zusaininengeknüllt. Zweckmäßig wird inan, wenn es sich z. B. tun menschliche Figuren. Tierfiguren usw. handelt, den Rumpf und die. Glieder aus getrennten Papierstücken verfertigen, die miteinander durch Faltung und Verschlingung verbunden sind. Sodann wird Papier mit Klebestoff versehen und um den Kern der Figur, sei es gleichmäßig, sei es an manchen Stellen zwecks besserer Modellierung verstärkt, herumgelegt. Ob man diese Hülle aus einem Stück oder aus mehreren Stücken verfertigt oder sie bandagenartig b1, b= um den' Kernkörper herumschlingt, ist für das Wesen der Erfindung gleichgültig. Wichtig ist, daß durch den Klebestoff oder auf andere Weise die äußere Hülle etwas angefeuchtet wird, so daß die nachfolgende Modellierung leichter vor sich geht. Nach der ZIodellierung, die von Hand oder auch durch Hilfswerkzeuge, wie Pressen o. dgi., erfolgen kann, wird der Gegenstand getrocknet, so daß der Klebestoff erhärtet - und eine verhältnismäßig starre Oberfläche des Körpers entsteht. Nunmehr wird die fertige Figur bemalt oder lackiert oller getaucht und ist damit gebrauchsfertig. Macht man die äußere Schicut, sei es durch Wahl eines geeigneten Papiers, sei es durch eine spätere Lackierung, wasserdicht, so läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Herstellung von Gegenständen, die der Feuchtigkeit oder auch der Einwirkung von Säuren, Gasen u. dgl. ausgesetzt .sind, wie Gefäße, Flugzeugmodelle, Ballons u. dgl., verwenden.
  • Das in Abb. io dargestellte Flugzeug hat einen inneren Hohlraum c, der mit Gas gefüllt sein kann.
  • Die Figur nach Abb. 9 besteht aus einzelnen Gliedern dl, d'=, cdl und dazwischen befindlichen Kugeln ei, e`=, die beide verfahrensgemäß aus Papier gefertigt sind. Die Verbindung der drei Teile, d. h. zweier Glieder und der dazwischenliegenden Ktigel, geschieht durch elastische Mittel, wie Gummibänder f. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Kugeln oder die Glieder oder beide gleichzeitig mit Stoff zu überziehen oder Kugeln aus anderem Material zu verwenden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Figuren und anderen Gegenständen aus Papier, insbesondere aus Älakulatur, dadurch gekennzeichnet, claß der Fern, dessen 1#orin etwa den Unirissen oder dein Inhalt der .späteren Figur entspricht, aus Papier zusammengeknüllt oder zusammengedreht oder -gefaltet, sodann dieser Kern durch mit Klebemittel bestrichene Papierstreifen irr der bekannten Bandagenmanier umhüllt und dann den von der Feuchtigkeit des Klebestoffes noch «-eichen äußeren Schichten durch Modellierung o. dgl., sei es von Hand, sei es durch Preßformen, die endgültige Form gegeben wird.
  2. 2. '\Terfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Deckschicht aus einem säure- undoder gasdichtem Material verfertigt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, claß die Deckschicht aus einem feuersicher machenden Stoff gefertigt oder damit irnprägniert ist. .l.
  4. Körper, hergestellt nach (lern Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus mehreren verfahrensgemäß hergestellten Gliedern sowie aus Kugeln besteht und erstere unter Zwischenlage der letzteren gelenkig miteinander verbunden sind.
  5. 5. Körper, hergestellt nach dem Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erfindungsgemäß hergestellte Körper, z. B. in Form eines Luftfahrzeuges, einen inneren Hohlraum hat, der mitLuft oderGas gefüllt ist.
DEH149433D 1936-11-06 1936-11-06 Verfahren zum Herstellen von Figuren und anderen Gegenstaenden aus Papier Expired DE678397C (de)

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