DE675063C - Verfahren zur Herstellung von Schnitten fuer aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen fuer Kleidungsstuecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schnitten fuer aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen fuer Kleidungsstuecke

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Publication number
DE675063C
DE675063C DES127099D DES0127099D DE675063C DE 675063 C DE675063 C DE 675063C DE S127099 D DES127099 D DE S127099D DE S0127099 D DES0127099 D DE S0127099D DE 675063 C DE675063 C DE 675063C
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DE
Germany
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collar
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edge
point
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Expired
Application number
DES127099D
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English (en)
Inventor
Hanns Sam
Original Assignee
Hanns Sam
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Publication date
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/18Cloth collars

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schnitten für aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen für Kleidungsstücke Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schnitten für aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen für Kleidungsstücke.
  • Besondere Schwierigkeiten bestehen bei der Damenbekleidung, insbesondere bei der Pelzbekleidung durch die ständig wechselnde, der jeweiligen Mode unterworfenen Machart, in der Herstellung des unter Umständen sogar schwierige Formen bevorzugenden Kragens. Der Grund hierfür dürfte wohl darin zu suchen sein, daß der Fachmann sehr wohl einen Rumpf- oder Ärmelschnitt aufzustellen vermag, weil er ohne weiteres die benötigten Maße, wie Oberweite, Taillenweite, Rückenbreite usw., vom Körper abnehmen und nach dem ihm geläufigen Verfahren zu Papier bringen kann, so daß er den passenden Rumpfschnitt erhalten kann. Der schwierigste Teil der Arbeit des Fachmannes ist die Herstellung des Kragenschnittes, da er diesen am menschlichen Körper nicht einfach abmessen kann.
  • Die bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Schnitten für aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen beruhen nur auf der Abmessung der Entfernung .der einzelnen Punkte von ausprobierten Kragenformen, wobei für jede Kragenform ein besonderes Verfahren notwendig ist, das aber durch die fortschreitende Mode sehr schnell. der Veralterung unterliegt. Der Fachmann hilft sich deshalb meistens damit, daß er sich am Körper durch . mühsames und umständliches Abstecken die notwendige Kragenform abpaßt, was aber durchaus keinen fachmännischen Eindruck hinterlä;ßt.
  • Abweichend hiervon ist ein Verfahren bekanntgeworden, bei welchem durch Aneinanderlegen von Vorderteil und Rückenteil auf der Ebene mittels der Rückenachselnaht durch mit dem Halsloch parallel verlaufenden aufgezeichneten Linien der Kragen ge-, schnitten werden kann. Dieses VerfahreneZ- .' net sich aber nur für vollständig auf t<lt:ti, Schultern aufliegende Kragen.
  • Demgegenüber besteht die Erfindung -dariii,-daß auf der Ebene nies mit der Rückenachselnaht wie üblich an den Vorderteil stoßenden und damit den Halsausschnitt bildenden Rükkentehes zunächst zur Feststellung der Form des Stehkragens. vom Wirbelpunkt, d. h. vom Schnittpunkt der Rückenmittellinie mit dem Halsausschnitt, entlang dieser Rückenmittellinie die gewünschte Höhe des Stehkragens abgemessen wird, dann von diesem ermittelten Punkt eine parallel zum Halsausschnitt verlaufende Linie bis zum umgeschlagenen Revers und von dieser Stelle entlang der Reversschweifung bis in den Halsausschnitt gezogen wird, so daß die gefundene, durch diese Linien umrissene Figur die Grundlage für den Schnitt des Stehkrägens bildet, worauf zur Festlegung der Form des zugehörigen Fallkragens die Rückenmittellinie über den Wirbelpunkt hinaus um die aufgetragene Höhe des Stehkragens verlängert wird, dä,nn von diesem ermittelten Punkt einerseits eine Linie in gleichbleibendem Abstand dem Halsausschnitt folgend und in den Reversbru;ch übergehend gezogen wird, und anderseits die gewünschte ränge des Fallkragens auf der Rückenmittellinie abgetragen wird und von diesem ermittelten Punkt eine Linie nach der oberen Kante des umgeschlagenen Revers in der gewünschten, auf dem Rückenteil und dem Vorderteil aufliegenden Form des Fallkragens gezogen wird, so daß die gefundene, durch diese Linien umrissene Figur die Grundlage des Schnittes für den Fallkragen bildet. Mit diesem Verfahren ist es möglich, auch den verwickeltsten Kragenschnitt herzustellen, wobei es völlig gleichgültig ist, ob der Kragen für eine große, kleine, starke oder hagere Figur bestimmt ist, oder ob der Kragen an sich hoch oder niedrig, stark gewölbt oder weniger stark ,gewölbt ist, da die sinngemäße Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung für alle erdenklichen Formen gültig ist.
  • Die Zeichnung zeigt als Beispiel einen aus dem Rumpfschnitt sich heraus entwickelnden Kragenschnitt für einen sog. Schalkrägen für Damenmäntel. Es zeigen: Abb. i eine Draufsicht von mit der Rükkenachselnaht gegeneinanderstoßenden, in der Ebene liegenden Vorder- und Rückenteil, mit der Entwicklung von Steh- und Fallkragen des Schalkragens, Abb. 2 den herauskopierten Stehkragen des Schalkragens, Abb. 3 den herauskopierten und noch nicht korrigierten Fallkragen des Schalkragens und Abb.4 den Stehkragen mit dem und nunmehr passenden Fallkragen. .
  • 'Ai@ . Nachdem der Vorderteil 9 und der Rük-.@enteil8, auf einer Ebene liegend, mit der :-kückenachselnaht, das Halsloch bildend, aneinandergelegt sind, wird vom Wirbelpunkt 2 von der Rückenmittellinie des Rückenteiles 8 die gewünschte Stehkragenhöhe abgetragen, also von Wirbelpunkt 2 nach i. Hierauf wird von dem Punkt i ziemlich parallel zum Halsloch eine Linie zum umgeschlagenen Revers i o, also zum Punkt 3 gezogen, von hier aus mit dem Revergstück nach dem Halsloch zurück, so daß die umrissenen Fig.1, 2, 3 der herauskopierbar.e Stehkragen 13 des Schalkragens ist. Das heißt also, der Stehkragenschnitt ist fertig. Und nun beginnt die Entwicklung des Fallkragens 14. Da ja bei dem als Beispiel verwendeten Schalkragen auch der Revers stark gewölbt ist und mit dem Fallkragen verläuft, wird nunmehr der Revers io so weit verschoben, bis der Punkt 3 der Reversoberkante nach Punkt 6 der seitherigen Bruchkante 6-11 gelangt ist. Dadurch ist eine neue Reversbruchkante 6'-11 entstanden. Die Reversspitze 12 isst nun nach Punkt 7 gerückt.
  • Die Rückenmittellinie wird nun über den Wirbelpunkt 2 hinaus verlängert, und zwar um die Länge der Stehkragenhähe 2-1, nämlich nach Punkt 5, von wo eine weitere Linie, im gleichbleibenden Abstand dem Halsausschnitt folgend und tangential in. die alte Reversbruchlinie 6-11 bei Punkt 6 einmündend, gezogen wird. Die Verbindung von Punkt 6 bis 7 bildet die Reversoberkante.
  • Von dem gefundenen Punkt 5 wird nun auf der Rückenmittellinie die gewünschte Fallkragenh6he abgetragen (Punkt 4). Von Punkt 4 wird nun, der gewünschten Auflagerung des Fallkragens 14 entsprechend, die weit gewölbte Linie nach der ReverssPitze 7 verlaufend gezogen, womit die Grundlage für den Fallkragen 14 durch die Linien 4-5, 6-7 und 7-4 gefunden ist.
  • Die gefundenen Figuren von Stehkragen und Fallkragen werden herauskopiert (vgl. Abb. 2 und 3). Damit nun die beiden Teile zusammenpassen, müssen selbstverständlich die Kragenbruchlinien 1-3 und 5-6 gleich lang sein. Somit ist eine Korrektur der Kragenbruchlinie 5-6 des Fallkragens 14 erforderlich. Zu diesem Zweck wird im zweiten Drittel der Bruchlinie 5-6, von der Rückenmitte 4-5 gemessen, ein Einschnitt 15 bis zum Kragenrand 4-7 vorgenommen. In der Mitte zwischen dem zweiten Drittel und dem Punkt 6 wird ein weiterer, nach denr Kragenrand verlaufender Einschnitt 16 vorgenommen. Vom zweiten Drittel, also vom Einschnitt 15, wird nun der' Abstand zwischen Einschnitt 15 und 16 nach der Rückenmitte zu abgetragen und ein weiterer Einschnitt 17 vorgenommen. Die Einschnitte werden nun so weit gesperrt, daß die Differenz der Länge 5-6 von der Länge 1-3 untergebracht werden kann. Dies geschieht in folgender Weise: 5/1o der Differenz werden am Einschnitt 15, 4/l0 der Differenz werden am Einschnitt 16, 1/1o der Differenz werden am Einschnitt 17 eingesetzt, so daß sich die Linie 5-6 verändert hat in Linie 5-17'-17-15'-15-16'-16-6, während die Randlinie 4-7 ihre Länge beibehalten hat. Diese neu gewonnene Figur ist das richtige Muster des Fallkragens.
  • Auf diese vorbeschriebene Weise kann jeder beliebige Kragenschnitt aus dem Rumpf heraus entwickelt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Schnitten für aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen beliebiger Form für Kleidungsstücke, dadurch gekexmzeichnet, daß auf der Ebene ,des mit der Rükkenachselnaht wie üblich an den Vorderteil (9) stoßenden und damit den Halsausschnitt bildenden Rückenteiles (8) zunächst zur Festlegung der Form des Stehkragens (13) vom Wirbelpunkt (2), d. h. vom Schnittpunkt der Rückenmittellinie mit dem Halsausschnitt, entlang dieser Rückenmittellinie die gewünschte Höhe (2-1) des Stehkragens abgemessen wird, dann von diesem ermittelten Punkt (1) eine parallel zum Halsausschnitt verlaufende Linie (1-3) bis zum umgeschlagenen Revers (1 o) und von dieser Stelle (3) entlang der Reverss.chweifung bis in den Halsausschnitt gezogen wird, so daß die gefundene, durch die Linien (2-1, 1-3, 3-2) umrissene Figur die Grundlage für den Schnitt des Stehkragens (13) bildet, worauf zur Festlegung der Form des zugehörigen Fallkragens (14) die Rückenmittellinie :über den Wirbelpunkt (2) hinaus um die aufgetragene Höh ie des. Stehkragens (13) verlängert wird (2-5), dann von diesem ermittelten Punkt (5) einerseits eine Linie (5-6) im gleichbleibenden Abstand dem Halsausschnitt folgend und in den Reversbruch (6-11) übergehend gezogen wird, und anderseits die gewünschte Länge (5-4) des Fallkragens (14) auf der Rückenmittellinie abgetragen wird, und von diesem ermittelten Punkt (4) eine Linie (4-7) nach der oberen Kante des umgeschlagenen Revers (1 o) in der gewünschten, auf dem Rückenteil (8) und dem Vorderteil (9) aufliegenden Form des Fallkragens (14) gezogen wird, so daß die gefundene, durch die Linien (5-4, 4-7, 7-6, 6-5) umrissene Figur di:eGrundlage des Schnittes füx den Fallkragen (14) bildet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleichen der Länge der an den Stehkragen anzunähenden Kante des Fallkragens an die Länge der entsprechenden Kante des Stehkragens, auf der an den Stehkragen (13) anzunähenden Kante des Fallkragens (14) zunächst von der Rückenmitte (5) aus gemessen, im dritten Drittel, weiterhin in der Mitte zwischen dem zweiten Drittel und dem Kantenendpunkt (6), und schließlich vom zweiten Drittel durch: Auftragen des letztgefundenen Abstandes nach der Rückenmitte (5) zu Punkte (15, 16, 17) ermittelt werden, dann von diesen ermittelten Punkten nach dem Kragenrand (4-7) laufende Einschnitte gemacht werden und die Kante (5-6) des Fallkragens (14) auf die Länge der Kante (1-3) des Stehkragens (13) auseinandergezogen wird, worauf in die entstandenen Ausschnitte (15-15'-15", 16-16'-16", 17-17;-17") Zwickel eingesetzt werden, so daß bei unveränderter Länge des Randes (4-7) des Fallkragens (14) die genau mit der entsprechenden Kante (1-3) des Stehkragens (13) üb,ereinstimm-ende Länge des Randes (5-1.7'-17-15'-15-16-16'-6) des-Fallkragens (14) erzielt worden ist.
DES127099D 1937-05-05 1937-05-05 Verfahren zur Herstellung von Schnitten fuer aus Steh- und Fallkragen bestehende Kragen fuer Kleidungsstuecke Expired DE675063C (de)

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