DE67159C - Einrichtung zur zeitweisen Treppenbeleuchtung - Google Patents

Einrichtung zur zeitweisen Treppenbeleuchtung

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DE67159C
DE67159C DENDAT67159D DE67159DA DE67159C DE 67159 C DE67159 C DE 67159C DE NDAT67159 D DENDAT67159 D DE NDAT67159D DE 67159D A DE67159D A DE 67159DA DE 67159 C DE67159 C DE 67159C
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DE
Germany
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lamps
armature
lighting
electromagnet
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67159D
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English (en)
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F. MÜLLER in Berlin S.W., Kreuzbergstr, 21
Publication of DE67159C publication Critical patent/DE67159C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current

Landscapes

  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)

Description

Vi Acrl'icfi (jn cßi feit te tnl'.\
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Während bei der durch Patent No. 65917 geschützten Treppenbeleuchtung die elektromagnetischen Schlufswerke für eine absatzweise Beleuchtung verwendet sind, mit Batteriestrom betrieben werden und sich gegenseitig umschalten, sollen bei der vorliegenden Erweiterung der Einrichtung die Schlufswerke mit Maschinen- und Accumulatorenstrom betrieben werden, wodurch folgende Abänderungen hervorgerufen werden.
Wenngleich bei derartigen Anlagen der Stromverbrauch im allgemeinen ein mäfsiger ist, so mufs doch bei Verwendung von galvanischen Batterien als Stromquelle der Verbrauch möglichst gemindert werden, um die Batterie lange betriebsfähig zu erhalten und oftmalige kostspielige und umständliche Füllungen zu vermeiden. Dies wird durch absatzweises Inthä'tigkeitsetzen der Lampen erreicht, wie es z. B. bei dem Haupt-Patent der Fall ist. Wird nun als Stromquelle eine Dynamomaschine oder ein Accumulator verwendet, bezw. wird die Anlage an das Vertheilungsnetz einer elektrischen Centralstation angeschlossen, so ist eine solche Rücksichtnahme auf einen geringen Mehrverbrauch an Strom meistens nicht nöthig, weswegen man in solchen Fällen von dem absatzweisen Betrieb der Beleuchtungsanlage absehen und dieselbe derart betreiben kann, dafs stets sämmtliche Lampen gleichzeitig erglühen und auch gleichzeitig verlöschen. Damit fällt aber auch das gegenseitige Umschalten der elektromagnetischen Schlufswerke fort.
Während nun aber bei den bisher bekannt gewordenen elektrischen Treppenbeleuchtungen, bei denen sämmtliche Lampen gleichzeitig erglühen und gleichzeitig erlöschen, die Schlufsgebung nur von der Hausthür, d. h. nur von einem einzigen Punkt aus erfolgt, und die Lampen nur so lange brennen, wie das beim Oeffnen der Hausthür aufgezogene Uhrwerk läuft, soll durch die Verwendung der elektromagnetischen Schlufswerke erzielt werden, dafs die Lampen nicht nur von der Hausthür (selbstthä'tig), sondern auch von jedem Stockwerk aus (mechanisch oder elektrisch) eingeschaltet werden können, und dafs die Lampen stets so lange brennen, wie es in dem Belieben jedes Einzelnen steht, bezw. wie es zum ruhigen Ersteigen der jeweiligen Anzahl von Treppen nothwendig ist. ;
Eine in dieser Weise arbeitende Anlage für ein zweistöckiges Haus ist als ein Beispiel in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher ABC drei Glühlampen darstellen, von denen A im Flur, B zwischen Parterre und dem ersten Stock, und C zwischen dem ersten und zweiten Stock angeordnet ist. DEFG sind die elektromagnetischen Schlufswerke, von denen D sich über der Hausthür befindet und selbstthätig von dieser in Thätigkeit gesetzt wird, während EFG derart angebracht sind, dafs man den aus dem Gehäuse herausstehenden Knopf e bequem von Hand aus hineindrücken kann. HJ und K sind Stromschliefser (bezw. auch Stromunterbrecher), welche weiter-
hin Erwähnung finden werden; L bezeichnet die Dynamomaschine oder den Accumulator bezw. den Hausanschlufs an das elektrische Vertheilungsnetz.
Jedes Schlufswerk besteht aus der den Kern b umgebenden Spule α und der den Anker c und den Druckknopf e tragenden Feder d, an welcher aufserdem ein isolirtes Metallstück f befestigt ist. Die Werke sind nur schematisch dargestellt und können in aufserordentlich vielen Ausführungsformen gebaut werden, wie dies bereits in dem Haupt-Patent des Näheren erklärt ist. Der Körper bezw. die Ankerfeder d jedes Werkes ist durch einen Draht ι an den positiven Hauptdraht 2 angeschlossen, während die Spulen α der Werke EF und G mit einem Draht 3 verbunden sind, von dem sich der zu den Lampen führende Draht 4 abzweigt. Auch die Spule des Hausthürwerkes D ist an den Draht 4 durch Draht 5 angeschlossen, aber nicht unmittelbar, sondern durch Vermittelung der isolirten Metallplättchen^" der Werke E, F und G, welche Plättchen durch die Drähte 5 verbunden sind. Draht 4 führt den ihm durch die Drähte 2, 1 und 3 zufliefsenden Strom zur Lampe C, von welcher er durch Draht 6 zur Lampe B, durch Draht 7 zur Lampe A und durch Draht 8 zum negativen Hauptdraht 9 gelangt.
Wird nun bei irgend einem der Schlufswerke die Ankerfeder d durch Drücken auf den Knopf e mit dem freien Ende der Spule a in Berührung gebracht, so wird die Spule vom Strom durchflossen, der Kern& erregt und der vor dem mechanisch gegen diesen geführte Anker c magnetisch festgehalten, womit auch der Schlufs dieses Stromkreises aufrecht erhalten wird. Der von der Spule kommende Strom fliefst aber durch den allgemeinen Spulenverbindungsdraht 3 zum ersten Lampendraht 4 und nun durch alle Lampen hinter einander zum negativen Draht 9 zurück, so dafs also durch jedes der Schlufswerke sämmtliche Lampen eingeschaltet werden können.
Damit nun die Lampen wieder verlöschen, sobald der die Anlage Benutzende seine Wohnung erreicht hat, mufs man entweder einen der Poldrähte unterbrechen oder beide PoI-drähte kurz schliefsen. Im ersten Fall wird die betreffende Spule vollständig, im zweiten Fall nahezu stromlos werden, so dafs entweder durch das Gewicht des Ankers oder durch die Spannung der Ankerfeder Abfallen bezw. Abreifsen des Ankers vom Kern und damit auch Ausschaltung des betreffenden Schlufswerkes erfolgt, wodurch vollständiges Ausschalten der Lampen bewirkt wird.
Der erste Fall ist im ersten und zweiten Stock, der zweite im Parterre zur Anwendung gebracht. Es stellt K einen an der Flurthür befindlichen Unterbrecher dar, der die von der hier unterbrochenen positiven Hauptleitung kommenden Drähte ι ο und 11 für gewöhnlich im Schlufs erhält. Wird nun die betreffende Thür geöffnet, so wird die Hauptleitung für einen Augenblick unterbrochen und damit das vordem benutzte Schlufswerk ausgeschaltet. Der entgegengesetzt arbeitende Stromschliefser J sitzt ebenfalls an der Flurthür und verbindet beim Oeffnen der letzteren die Hauptdrähte 2 und 9 . durch die Drähte 12 und 13 einen Augenblick mit einander, was, wie oben und insbesondere in dem Haupt-Patent erklärt, ebenfalls Erlöschen der Lampen herbeiführt.
Es mufs das Ausschalten natürlich auch dann eintreten, wenn Jemand nach Erlöschen der Gasbeleuchtung seine Wohnung und das Haus verläfst und dabei die elektrische Treppenbeleuchtung benutzt. Es mufs also an der Hausthür ebenfalls ein Stromschliefser bezw. Unterbrecher vorhanden sein, der beim.Oeffnen oder Schliefsen der Hausthür in Wirksamkeit tritt. Damit nun aber beim Eintreten in das Haus die eben entzündeten Lampen durch den Stromschliefser nicht sofort wieder ausgelöscht werden, ist bei der in der Zeichnung dargestellten Anlage die Einrichtung derart getroffen, dafs der zum Schliefser H führende Draht 14, welcher für gewöhnlich durch die Ankerfeder des Hausthürschlufswerkes und somit durch Draht 1 mit dem positiven Hauptdraht 2 verbunden ist, beim Inthätigkeitsetzen dieses Schlufsj Werkes ausgeschaltet wird, so dafs, da der Anker am Kern haften bleibt, die spätere Herstellung des Schlusses von H ohne Einflufs auf die Anlage bleibt.
Beim Verlassen des Hauses darf nun aber diese Ausschaltung des Drahtes 14 nicht eintreten, d. h. es darf der Anker des Hausthürschlufswerkes nicht haften bleiben. Um dies zu bewirken, ist der von der Spule dieses Werkes kommende Draht 5 nicht unmittelbar an den allgemeinen Spulenverbindungsdraht 3, bezw. an den ersten Lampendraht 4, sondern über die isolirten Metallplättchen f jedes der oberen Schlufswerke geführt, so dafs, wenn nach dem Verlassen der Wohnung die Lampen durch eines der Werke EF oder G eingeschaltet werden, stets Ausschaltung des Werkes D erfolgt. Es bleibt also der Stromkreis 2, i,d, 14, 15 des Schliefsers H ungestört und dieser kann zur Wirksamkeit gelangen.
Zu erwähnen ist schliefslich noch, dafs es nicht unbedingt nöthig ist, dafs der Anker c mechanisch gegen den Kern b geführt werde, sondern es kann dies auch auf elektrischem Wege geschehen, indem man entweder den Kern b mit einer zweiten Bewickelung versieht oder einen zweiten Elektromagneten anordnet und in jedem Fall durch einen gewöhnlichen elektrischen Druckknopf einen Strom durch diese Hülfsspule hindurchschickt, wobei der hier

Claims (2)

zur Verwendung kommende Strom sowohl dem eigentlichen Lampenstrom, als auch einer besonderen Stromquelle entnommen sein kann. Um ein Beispiel zu zeigen, ist das Schlufswerk F des ersten Stockes in solcher Weise ausgeführt. Es bezeichnet hier al bl einen Hülfselektromagneten, der auf einen an der Ankerfeder d befestigten zweiten Anker c1 wirkt, sobald er durch Inthätigkeitsetzen des Knopfes M erregt wird. Wird Anker cl angezogen, so berührt die Feder d gleichzeitig das ;freie Ende der Spule α und stellt so einen Nebenschlufs zum Knopf M her; es fliefst also ein Theil des Stromes (bei Verwendung einer Stromquelle für beide Spulen) nunmehr durch Spule α und bewirkt hier vorläufiges magnetisches Haften des Ankers c, bis bei Unterbrechung in M der ganze Strom durch α fliefst und damit die Lampen zum Erglühen gebracht werden. Aus dem Inhalt des Vorstehenden ergiebt sich, dafs, da man durch ein einziges Schlufswerk sämmtliche Lampen entzünden kann und" da man dieses Schlufswerk von einem beliebigen Punkt des Hauses aus durch einen Hülfselektromagneten einschalten kann, dafs man also für das ganze Haus überhaupt nur eines einzigen Schlufswerkes bedarf, sofern man eben auf den Treppenabsätzen zum Einschalten der Lampen (beim Verlassen der Wohnung nach Erlöschen der Gasbeleuchtung oder beim Bewegen innerhalb des Treppenflures) gewöhnliche Druckknöpfe anbringt, welche sämmtlich auf den Hülfselektromagneten des einen Schlufswerkes wirken. Bei denjenigen Anlagen, bei denen auf das selbstthätige Anzünden und Auslöschen durch die Hausthür Rücksicht genommen werden mufs, werden zwei Schlufswerke verwendet, von denen das eine von der Hausthür aus (unmittelbar oder durch einen besonderen Elektromagneten), das andere von den Druckknöpfen des Treppenhauses aus in Thätigkeit gesetzt wird, wobei dann dieses letztere Werk stets das Hausthürwerk ausschaltet, um durch den eingeschaltet bleibenden Schliefser (oder Unterbrecher) Ausschalten der Anlage bezw. Verlöschen der Lampen bewirken zu können. Patenτ-AnSprüche:
1. Eine Ausführungsform der durch Patent No. 65917 geschützten Treppenbeleuchtung mit elektromagnetischen Schlufswerken in der Weise, dafs bei jedem der Schlufswerke durch Gegenführen des Ankers (c) an den Elektromagneten (a b) ein Stromkreis geschlossen wird, in welchem sämmtliche Lampen liegen, zum Zweck, durch jedes Schlufswerk sämmtliche Lampen gleichzeitig entzünden zu können.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Treppenbeleuchtung: die Einrichtung der Schlufswerke in der Weise, dafs das Gegenführen des Ankers (c) an den Elektromagneten (a b) durch. Vermittelung einer elektromagnetischen Vorrichtung erfolgt, zum Zweck, die Schlufswerke selbst dem Bereich der Hand entziehen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT67159D Einrichtung zur zeitweisen Treppenbeleuchtung Expired - Lifetime DE67159C (de)

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