DE670010C - UEberwachungseinrichtung fuer absatzweise betriebene Feuerungen, insbesondere Zimmeroefen - Google Patents

UEberwachungseinrichtung fuer absatzweise betriebene Feuerungen, insbesondere Zimmeroefen

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DE670010C DEH118913D DEH0118913D DE670010C DE 670010 C DE670010 C DE 670010C DE H118913 D DEH118913 D DE H118913D DE H0118913 D DEH0118913 D DE H0118913D DE 670010 C DE670010 C DE 670010C
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Description

  • Überwachungseinrichtung für absatzweise betriebene Feuerungen, insbesondere Zimmeröfen Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine Überwachungseinrichtung, die nicht wie ein einfacher Temperaturmesser auf die Temperaturhöhe an sich und auch nicht wie eine Temperatursignalanlage auf irgendwelche festgelegten Grenzwerte der Temperatur, sondern auf die Änderungsrichtung der durch einen Temperaturmesser geinessenen Temperatur anspricht, also das Vorzeichen des Differentialquotienten der Meßgröße nach der Zeit anzeigt. In manchen Fällen ist diese Überwachung des Vorzeichens des Differentialquotienten, also die ständige Anzeige der Änderungsrichtung der Meßgröße, von besonderer Wichtigkeit. Bei absatzweise betriebenen Feuerungen steigt nach der Brennstoffaufgabe die Temperatur der Rauchgase allmählich bis zti irgendeinem Höchstwert an und beginnt dann im Maße des Abbrennens des Feuers wieder zu fallen. Sobald diese Umkehr der Temperaturänderungsrichtung eingetreten ist, ist bei Zimineröfen, z. B. Kachelöfen, der richtige Zeitpunkt für das Verschließender Feuerung, bei Dauerbrandöfen der Zeitpunkt für die Wiederauffüllung des Brennstoffvorrats oder bei handbeschickten Rostfeuerungen von Industrieöfen usw. der Zeitpunkt für die Aufgabe frischen Brennstoffs gekommen. Auch bei der Einregelung des Luftüberschusses einer Feuerung tritt eine solche Umkehr der Temperaturänderungsrichtung auf. In dem Maße, wie eine zunächst zu kleine Luftzufuhr vergrößert wird, steigt die Temperatur der Rauchgase bis zu irgendeinem Höchstwert, der etwa bei dein günstigsten Luftüberschuß auftritt; bei weiterer Vergrößerung des Luftüberschusses beginnt die Temperatur wieder zu fallen. In den beiden angeführten Fällen ist für die Bedienung der Feuerung nicht die Kenntnis der Temperaturhöhe an sich, sondern die Kenntnis der Änderungsrichtung der Temperatur mit der Zeit, also die Kenntnis des Vorzeichens des Differentialquotienten der Temperatur nach der Zeit, von Wichtigkeit. Auf eine genaue Temperaturmessung, die teure Meßeinrichtungen erfordern würde, kann daher gegebenenfalls verzichtet und die Überwachung auf eine Feststellung des Vorzeichens des Differentialquotienten der Temperatur nach der Zeit beschränkt werden. Hierfür genügt die Verwendung eines einfachen, weniger genauen Temperaturmessers, der nur mit einer Einrichtung zur Feststellung der Änderungsrichtung der Temperatur, also des Vorzeichens ihres Differentialquotienten nach der Zeit versehen zu werden braucht. Dieser Änderungsrichtungsanzeiger muß möglichst einfach, betriebssicher und billig sein, da die absatzweise betriebenen Feuerungen in der Regel Kleinfeuerungen sind, bei denen teure und schwierig zu bedienende Überwachungseinrichtungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage kommen.
  • Es sind bereits zur Sicherung von Feuerungsanlagen für flüssige Brennstoffe Schalteinrichtungen bekanntgeworden, die durch einen Temperaturmesser betätigt werden und bei denen durch eine vom Temperaturmesser bewegte Zahnstange eine Sperrklinke mitgenommen und hierdurch der Antriebsmotor der Feuerung abgeschaltet wird, wenn die Feuerungstemperatur nach genügend hohem Anstieg infolge Erlöschens des Brenners stark absinkt. Hierbei muß die Sperrklinke nach jedem Temperaturabfall von Hand zurückgestellt werden, da sie sonst dauernd in derjenigen Zahnlücke verbleiben würde, die der höchsten zuvor erreichten Temperatur entspricht. Ferner sind für den gleichen Zweck Temperaturmesser bekanntgeworden, deren denTemperaturschwankungen folgende Zeigerwelle ein Zahnrad trägt, das bei Drehung in der einen oder anderen Richtung, also bei jedem Steigen oder Fallen .der Temperatur, einen Ouecksilberschalter entgegen der Kraft einer Feder oder eines Belastungsgewichtes aus seiner Mittellage nach rechts oder links herausbewegt. Diese Einrichtung dient in .erster Linie als Sicherheitseinrichtung. Es wird beim Steigen der Temperatur während des Anheizens der Stromkreis des Antriebsmotors der Feuerung geschlossen und beim Fallen der Temperatur infolge Erlöschens des Brenners wieder geöffnet, so daß die Feuerung ganz außer Betrieb kommt. Erst wenn sie von Hand wieder angeheizt wird, wird durch die steigende Temperatur der Stromkreis des Antriebsmotors wieder geschlossen. Gegenüber dieser Sicherheitseinrichtung, die nur im Gefahrfalle die Abschaltung des Motors bewirkt, soll durch die Erfindung eine Einrichtung zur dauernden Anzeige der jeweiligen Änderungsrichtung der Temperatur geschaffen werden. Wollte man versuchen, die bekannte Einrichtung hierzu zu benutzen, so würde sie die Nachteile besitzen, daß durch die zu überwindenden Kräfte der Federn oder Belastungsgewichte die Meßgenauigkeit des Temperaturmessers erheblich beeinflußt würde und daß jeweils. eine große unveränderliche Winkeldrehung der Zeigerwelle erforderlich wäre, bevor der Stromkreis nach erfolgter Umkehr der Änderungsrichtung geschlossen oder geöffnet würde. Es kommt aber gerade darauf an, daß die Umkehr der Änderungsrichtung möglichst sofort und möglichst ohne Beeinflussung des Temperaturmessers erfolgt.
  • Durch die Erfindung soll ein einfacher, betriebssicherer und den verschiedensten Verhältnissen leicht anzupassender Änderungsrichtungsanzeiger geschaffen werden, der durch Signale die jeweilige Änderungsrichtung der Meßinstrumentenanzeige und insbesondere jede Umkehr dieser Änderungsrichtung anzeigt. An die Stelle der Anzeige der jeweiligen Temperaturhöhe oder zusätzlich neben diese Anzeige tritt eine Anzeige des Vorzeichens des Differentialquotienten der Temperatur nach der Zeit. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß der Temperaturmesser mit einem gegen Reibung verschiebbaren Schleppglied versehen, das zwischen zwei Anschlägen, deren Abstand einstellbar sein kann, von einem in Abhängigkeit von der Temperatur bewegten Mitnehmer, z. B. von dem Zeiger des Temperaturmessers, mitgenommen wird. Beim Erreichen oder Verlassen eines der Anschläge wird ein Signal ausgelöst, z. B. ein elektrischer Kontakt geschlossen oder geöffnet. Das Signal kann beispielsweise auch dadurch ausgelöst werden, daß in einem der Anschläge ein gegen entsprechend geringere Reibung verschiebbarer Auslösestift gelagert ist, der beim Erreichen des Anschlages zunächst berührt und dann verschoben wird und dadurch das Signal auslöst. An die Stelle des auszulösenden Signals kann auch mit Vorteil ein Schauzeichen treten, das mit der Überwachungseinrichtung verbunden ist und die jeweilige Lage des Schleppgliedes gegenüber denn Mitnehmer optisch bequem erkennen läßt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Abb. i und z eine Ausführungsform, die zur Signalgabe an eine elektrische Klingelanlage angeschlossen werden kann, Abb.3 eine zweite Ausführungsform, bei welcher ein mechanisches Läutewerk zur Signalgabe dient.
  • In den Abb. i und 2 bedeutet i ein Gehäuse, mit welchem ein Rohr 2 verschraubt ist, das am Ende durch einen Gewindestopfen 3 verschlossen ist. In dem Rohr :2 befindet sich ein stabförmiger Körper 4., dessen vom Gehäuse i abgewendeter Teil 5 einen anderen Ausdehnungskoeffizienten als das Rohr 2 besitzt und z. B. aus einem Metall reit größerem Ausdihnungskoeffizienten besteht. Die eine Spitze des Stabes 4 ruht in einer Vertiefung des Gewindestopfens 3, die andere Spitze in -einer Vertiefung eines Hebels 6, der durch eine Feder 7 gegen eine Schneide 8 und gegen die Spitze des Stabes :- gepreßt wird. Der Hebel 6 besitzt eine Verlängerung 9, die gegen den Hebel 6 elektrisch isoliert ist und eine Kontaktplatte i i sowie ein Klötzchen io aus Isoliermaterial trägt. An diesem Klötzchen sind eine schwarzweiße Marke und ein Pfeil angebracht. Die Verlängerung 9 bewegt sich innerhalb eines Bügels 12, der durch die Schraube 13 und den gleichachsigen Stift 14 mit dem Anschlag 12' getragen wird, die beide in entsprechenden Löchern des Gehäuses i leicht verschiebbar sind. Das der Kontaktplatte i i gegenüberstehende Ende der Schraube 13 trägt einen Kontaktstift 15. Der Bügel i 2 ist mittels eines biegsamen Leitungsdrahtes 16 mit einer am Gehäuse i befestigten Klemmschraube 17 verbunden. Die Verlängerung 9 ist mittels eines biegsamen Leitungsdrahtes 18 über einen Widerstand i9 mit einer am Gehäuse i befestigten, gegen dieses isolierten Klemmschraube 2o und über einen Widerstand 2i 1111t der Klemmschraube 17 verbunden. Der Bügel 12 trägt eine in Abb. 2 erkennbare Platte 22, die eine schlitzförmige Öffnung 23 besitzt. Durch ein Fenster 24 des das Gehäuse i abschließenden Deckels 25 kann der Schlitz23 beobachtet werden. Auf der Innenseite des Fensters 24. ist eine Temperaturskala 26 angebracht, die aber auch in Fortfall kommen kann.
  • Die Wirkungsweise der neuen Überwachungseinrichtung ist folgende: Die Einrichtung wird an dem zu überwachenden Ofen, z. B. einem Kachelofen, so angebracht, daß ein größerer Teil des Rohres 2 der Temperatur der Verbrennungsgase ausgesetzt ist, und zwar zweckmäßig etwa in der Mitte oder in der ersten Hälfte der Ofenzüge. Das Gehäuse i befindet sich dabei an gut beobachtbarer Stelle außerhalb des Ofens. Wenn nach dem Anzünden des Feuers die Temperatur der Verbrennungsgase steigt, dehnt sich der Stab ¢ stärker aus als das Rohr 2 und drückt infolgedessen gegen den Hebel 6. Dessen unteres Ende mit der Verlängerung 9 bewegt sich daher von rechts nach links und nimmt dabei den Bügel 12 am Anschlag 12' nach links mit. Hierbei befindet sich hinter dem Schlitz 23 der weiße Teil der Marke des Klötzchens io. Gleichzeitig zeigt der auf dem Klötzchen io angebrachte Pfeil die ungefähre Höhe der Temperatur auf der Skala 26 an. Sobald die teerigen Bestandteile der Kohlen verbrannt sind und das Feuer abzubrennen beginnt, fällt die Temperatur der Verbrennungsgase wieder. Der Stab 4. zieht sich daher zusammen, und der Hebel 6 wird durch die Feder 7 wieder nach rechts bewegt, wobei zunächst der Bügel 12 stehenbleibt. Hierbei kommt der schwarze Teil der auf dem Klötzchen io befindlichen Marke hinter den Schlitz ä3, so daß durch dieses optische Signal .das beginnende Fallen der Temperatur sofort zu erkennen ist. Wenn die Temperatur um einen bestimmten Betrag gefallen ist, erreicht die Kontaktplatte i i den Kontaktstift 15, wodurch eine an die Klemmschrauben 17 und 2o angeschlossene elektrische Klingel in Tätigkeit gesetzt wird und darauf aufmerksam macht, daß der richtige Zeitpunkt für das Schließen des Ofens gekommen ist. Der Betrag, um den die Temperatur bis zur Signalgabe fällt, kann durch Drehen der Schraube 13 eingestellt werden. Dadurch wird ermöglicht, die Einrichtung leicht den Verhältnissen jedes Ofens anzupassen.
  • Die Anlagekosten der Einrichtung einschließlich der elektrischen Klingelanlage müssen möglichst niedrig sein, damit sie sich schon in kurzer Zeit durch die Kohlenersparnisse bezahlt machen. Aus diesem Grunde ist die neue Einrichtung so ausgebildet, daß sie an die in fast jeder Wohnung vorhandene elektrische Klingelanlage angeschlossen werden kann. Die Klemmen 17 und 2o werden zu diesem Zweck unter Zwischenschaltung eines Ausschalters parallel zu den Klemmen des Klingeldruckknopfes geschaltet. Damit das durch die Überwachungseinrichtung gegebene Signal sich von den anderen Signalen unterscheidet und, zumal es länger anhält, nicht störend wirkt, ist in .den Stromkreis der Widerstand i9 eingeschaltet, durch den die Stärke des Klingelsignals abgeschwächt wird. Der Widerstand 2 1 ist zu der durch die Kontaktplatte ii und den Kontaktstift 15 gebildeten Kontaktstelle parallel geschaltet, um die Funkenbildung an der Kontaktstelle zu unterdrücken und die Lebensdauer der Kontakte zu verlängern.
  • Die in Abb.3 dargestellte Ausführungsform der Erfindung gleicht der nach den Abb. i und 2 völlig bis auf den Fortfall der elektrischen Einrichtung. Die Schraube 13 ist rohrförmig ausgebildet und trägt in ihrer Höhlung einen Stift 27, der ein wenig länger als die Schraube ist und an seinem inneren Ende einen Kopf 28 besitzt, so daß er nicht durch die Schraube 13 hindurchrutschen kann. In dem Gehäuse i befindet sich ein Federaufzug, der durch den Knopf 29 aufgezogen werden kann und ein Hämmerchen 30 betätigt, das gegen die Glocke 31 schlägt. Dabei kann das Hämmerchen 3o durch Anheben eines Hebels 32 gesperrt werden, wobei dieser Hebel 32 durch die Stütze 33 gehalten wird, wenn diese in die Höhlung der Schraube 13 eingeführt ist. 34. ist ein Anschlagstift für den Hebel 32.
  • Die Wirkungsweise ähnelt der der Ausführungsform nach den Abb. i und 2. Wenn sich beim Fallen der Temperatur (nach beliebigem Temperaturenanstieg) die Kontaktplatte i i nach rechts bewegt und den Kopf 28 des Stiftes 27 berührt, wird an Stelle einer elektrischen Kontaktgabe der Stift 27 in die Schraube 13 hineingeschoben, bis -die Stütze 33 aus der Höhlung der Schraube 13 herausfällt. Der Hebel 32 dreht sich dann im Sinne des Uhrzeigers, bis er gegen den Anschlagstift 34. anliegt, und gibt dabei das vorher aufgezogene Läutewerk frei. Auch bei dieser Ausführungsform kann der Betrag, um den die Temperatur bis zur Signalgabe fällt, leicht durch Drehen der Schraube 13 eingestellt werden.
  • Der Änderungsrichtungsanzeiger gemäß der Erfindung kann bei beliebigen Feuerungen und sonstigen Wärmeeinrichtungen zur Überwachung der Änderungsrichtungen der Temperatur und einer Umkehr der Temperaturänderung benutzt werden. Auch kann ein beliebiges anderes Signal ausgelöst werden oder für jede Änderungsrichtung der Temperatur ein besonderes Signal.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Überwachungseinrichtung für absatzweise betriebene Feuerungen, insbesondere Zimmeröfen, bei welcher die Änderungsrichtung und damit das Vorzeichen des Differentialquotienten der Rauchgastemperatur nach der Zeit durch einen Temperaturmesser über ein Zwischengetriebe zurAuslösung eines Steuerimpulses verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Temperaturmesser (2, 3, q.) beeinflußter, dessen Bewegung weiterleitender Mitnehmer (6) mit Spiel zwischen die Anschläge (12', 13 bzw. 12', 28) eines gegen Reibung verschiebbar gelagerten Schleppgliedes (12) greift, dessen Anschläge, von denen einer (z. B. 13) einstellbar ist, die Auslösung eines Signals bewirken.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der Anschläge (12', 13) ein über die Anschlagfläche hinaus vorspringender Auslösestift (27, 28) für eine Signaleinrichtung (29 bis 33) verschiebbar gelagert ist, dessen Reibungswiderstand gegenüber dem Anschlag (13) kleiner ist als der Reibungswiderstand, gegen den das Schleppglied (12) verschiebbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch ein von dem Schleppglied (12) und dem mit ihm durch die Anschläge (12', 13) lose gekuppelten Teil (9) des Temperaturmessers getragenes, durch eine Farbmarke (ro) und eine Abdeckung (22, 23) gebildetes Schauzeichen, das die jeweilige Lage des Schleppgliedes gegenüber dem mit ihm durch die Anschläge lose gekuppelten Teil (9) des Temperaturmessers erkennen läßt.
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