DE669802C - Klaerbehaelter - Google Patents
KlaerbehaelterInfo
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Abscheidung von Feststoffen
aus Flüssigkeit und besonders aus solcher Flüssigkeit, in welcher sich die Feststoffe in
der Schwebe befinden und die durch einen oberen Zulauf in den Klärbehälter eingeführt
wird. Solche Klärbehälter hat man bereits mit einem mittleren Sammelraum für Klärflüssigkeit
versehen, der gegenüber dem Absetzraum durch jalousieartig ineinandergreifende, Ringschlitze bildende Kegelmantelringe
abgeschirmt war. Bei diesen bekannten Klärbehältern konnte die Entleerung nicht ohne starke Vermischung der Flüssigkeit mit
abgesetztem Schlamm erfolgen.
Die Erfindung bezweckt, bei Klärbehältern der genannten Art die Entfernung geklärter
Flüssigkeit ohne Aufrühren von abgesetztem Schlamm und ebenso die Entfernung von
Schlamm ohne Verdünnung mit Flüssigkeit bei beliebigem Flüssigkeitsspiegel zu ermöglichen.
Das wird dadurch erreicht, daß der Sammelraum für die Klärflüssigkeit in der
Mitte des Klärbehälters bis zum Boden durchgeführt ist und am untersten Ende in eine Ablaßvorrichtung für die Klärflüssigkeit
übergeht.
Die Klärbehälter werden vorzugsweise paarweise zusammengebaut unter Zwischenschaltung
eines den Abfluß beider Behälter aufnehmenden Zwischenbehälters. Auf den zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes
dienenden Zeichnungen ist nur der eine der zu einem Paar gehörigen Behälter dargestellt,
weil beide Behälter völlig übereinstimmende Einrichtungen besitzen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils einen in zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen
liegenden mittleren Schnitt durch eine Ausführungsform einer Kläranlage gemäß der
Erfindung.
Fig·. 3 zeigt in größerem Maßstabe ein Bruchstück eines Schnittes durch den unteren
Teil eines Klärbehälters.
Auf der Zeichnung ist jeder der beiden zu einem Paar gehörigen Behälter mit A bezeichnet.
Jeder dieser Behälter besitzt einen trichterförmigen Boden Ä. B bezeichnet eine
Säule von jalousieartig angeordneten Lenk- 5c mänteln; C und C sind die Verschlußeinrichtungen
am Auslaß jedes Behälters, D bezeichnet den zwischen den beiden Behältern A angeordneten
Behälter, welcher den Überlauf aus den Behältern A aufnimmt.
Am unteren Rande der Zylinderwandung des Behälters^! sind Winkeleisenstücke 10
befestigt, mittels deren er auf U-Eisen 11 aufgesetzt ist, die ihrerseits auf senkrechten
Stützen 12 ruhen. Der Behälter A läuft nach unten hin in einen trichterartigen Teil A' aus,
welcher in einem kurzen Rohrstück 13 endigt. Quer über das untere Ende des trichterförmigen
Teiles A' erstreckt sich ein Rohr 14 von dreieckigem Querschnitt. Unterhalb des
Rohres 14 und des Rohransatzes 13 befinden sich zwei Gestellteile 15, von denen jeder
halbkreisförmig und im Querschnitt winkel-
förmig gestaltet ist. Jeder der Gestellteile 15
legt sich mit seiner Unterseite gegen einen elastischen Dichtungsring 16 aus Kautschuk
oder sonstigem geeignetem Dichtungsmittel. Ein Winkel eisenring 17 legt sich um die
untere öffnung des Behälters A, und seine Flansche können durch Punktschweißung mit
dem Rohrteil 13 des Behälters und mit einem Abschnitt des Gestellteiles 15 verbunden werden.
Die beiden halbkreisförmigen Böden C decken die beiden unteren Öffnungen des Behälters auf jeder Seite des dreieckigen Rohres
14 ab tind stellen somit die Verschlußeinrichtung
C dar.
An seinem oberen Ende ist jeder Behälter A
mit einem Einlaßkanal 20 versehen, dessen Boden bei 21 einen Durchlaß aufweist, dem
eine Prallplatte 22 vorgelagert ist, welche die aus dem Einlaßkanal 20 kommende Flüssigkeit
gegen die Wand des Behälters A ablenkt. In den Einlaßkanal 20 ragt ein Einlaßrohr 23
hinein. Unterhalb der Lenkplatte 22 befindet sich eine zweite Lenkplatte22a, welche .die
eintretende Flüssigkeit langsam gegen eine große winkelförmige Prallplatte B' führt,
welche am oberen Teil der Säule B angeordnet ist. Gegenüber dem Einlaßkanal 20 befindet
sich in jedem Behälter^ eine Auslaßöffnung 24, wobei die Bodenwand, in der sich
die Öffnung 21 befindet, ein Wehr für das der Auslaßöffnung vorgeschaltete Gehäuse 25 bildet.
Die Flüssigkeit im Gehäuse 25 fließt nach abwärts durch einen Auslaßstutzen 26 in
den Überlaufbehälter D, welcher zwischen den beiden Behältern A sitzt. Die Klarflüssigkeit
im Dreieckrohr 14 am Auslaß des Gehäuses A wird durch ein Rohr I4S abgeleitet. Jeder
Behälter A weist am oberen Rand einen Winkeleisenring 27 auf, welcher einen Flansch
um den Behälter bildet, an dem ein Winkeleisenträger
28 befestigt ist, der in der Mitte mit einer aufrecht stehenden Platte 29 verbunden
ist, welche den Hauptträger für die Säule B bildet.
Die Säule B besteht aus einer Reihe von Kegelmantel ringen 30 von verschiedenem
Durchmesser. Jeder Ring 30 ist durch U-Eisen 31 mit der aufrecht stehenden Platte 29 verbunden.
Die Ringe 30 lassen zwischen sich enge, ringförmige Durchlässe 32 frei, welche
von dem die Säule B umschließenden Raum des Behälters A in das Innere der Säulei?
führen.
In dem untersten Kegelmantelring 30 befinden
sich auf entgegengesetzten Seiten der senkrechten Platte 29 zwei Platten 33 (Fig. 3),
welche mit der Platte 29 unter" Zwischenschaltung von Winkeleisen durch Punktschweißung
verbunden sind. An den unteren, nach innen gerichteten Kanten der Platten 33
sitzen Winkeleisen 34, welche Stützflächen bilden, mittels deren die Säule 30 auf die
Dachflächen des Dreieckrohres aufgesetzt ist. Auf diese Weise wird das Gewicht der Säule
30 durch die Winkeleisen 34 auf die dachförmige Oberseite des Rohres 14 übertragen.
Das Rohr 14 ist unterhalb der Winkeleisen
34 mit Öffnungen 35 in seinen beiden Dachflächen versehen.
Jede halbkreisförmige Verschlußplatte C
des Klärbehälters wird nahe ihrem geradlinigen Rand von Bolzen 37 (Fig. 2) und an
dem Scheitel ihrer Krümmung von Bolzen 39 durchsetzt, welche an ihren oberen Enden mit
Augen 40 versehen sind, die an Platten 41 befestigt sind. Die Platten 41 stützen sich mit
ihren unteren Kanten auf die Flansche 17, welche auf einem Flansch des Gestellteiles 15
ruhen. Die unteren Enden der Bolzen 39 sind mit Schraubengewinde und Flügelmuttern 43
versehen.
Jede untere Behälteröffnung ist an gegenüberliegenden
Seiten mit je einer Welle 44 versehen. Platten 47, welche den Stützplatten
41 ähnlich sind, dienen als weitere Lager für die Wellen 44. Jede der Wellen 44 trägt eine
Seilscheibe 48. Mit jeder Welle 44 ist eine Muffe 49 fest verbunden, welche einen Arm
50 aufweist, auf dem ein Gewicht 51 verschiebbar
angeordnet ist. Mit der Muffe 49 ist ein sich gegen den Behälter hin erstreckender
Arm 52 verbunden, der in Ösen der Verschlußplatte C mittels Bolzen 54 gelenkig befestigt
ist.
Zum Antrieb der Seilscheiben 48 und zum Öffnen und Schließen der Verschlußeinrichtung
C kann irgendein geeignetes Kraftmittel benutzt werden. Nach der Darstellung der
Zeichnung dienen dazu Handkurbeln 56, welche Schnecken 57 in Umdrehung versetzen,
die in Eingriff mit Schneckenrädern 58 stehen, die fest mit Trommeln 59 verbunden sind.
Zwei Seile sind mit ihren Enden an entgegengesetzten Enden der Trommel 59 befestigt
und laufen über Seilrollen 61, die auf den Wellen 44 befestigt sind, während die Seilschleifen
über die Seilscheiben 48 gelegt sind. Der Überlaufbehälter D befindet sich unmittelbar unterhalb des Überlaufgehäuses 25.
Der Boden des Behälters D ist mit einem Ab- »« lauf rohr 62 versehen.
Beim Betrieb der Vorrichtung wird Flüssigkeit, welche Feststoffe im Schwebezustand
enthält, in einen der Behälter A durch dessen
Einlaßrohr 23 eingeführt. Die zugeführte "5 Flüssigkeit wird durch die Lenkplatte 22
gegen die Wand des Behälters geleitet, um die lebendige Kraft des Flüssigkeitsstromes zu
brechen. Die Lenkplatte 22a bewirkt dann, daß sich die Flüssigkeit ruhig und langsam
gegen die V-förmige Prallplatte B' bewegt, welche sich etwa über die halbe Behälterhöhe
erstreckt. Die schwereren Teilchen der Flüssigkeit sinken nach abwärts gegen den
kegelförmigen Behälterteil A'. Die geklärte Flüssigkeit tritt über das Wehr 24 hinweg in
den Auffangkasten 25 und gelangt durch dessen Auslaß 26 in den Überlaufbehälter D.
Unmittelbar unterhalb des Flüssigkeitsein-
» lasses bildet sich eine Ruhezone, in welcher sich die schweren Stoffteilchen absetzen, ohne
durch die engen Ringkanäle 32 hindurchzutreten, welche sich zwischen den übereinanderliegenden
Ringleitflächen 30 befinden.
Nachdem die Vorgänge sich in der beschriebenen Weise eine Zeitlang fortgesetzt
haben und eine erhebliche Menge von Feststoffen abgeschieden ist, wird der Flüssigkeitszulauf
durch das Einlaßrohr 23 abgesperrt und die zu reinigende Flüssigkeit in den zweiten Behälter A abgeleitet. Das Ventil
im Rohr i4a, welches die Ableitung des Dreieckrohres
14 am Boden des ersten Behälters A bildet, wird dann ein wenig geöffnet, um die
klare Flüssigkeit aus dem Innern der Säule B abzuleiten. Die Klarflüssigkeit in der Hohlsäule
B fließt dann durch die Öffnungen 35 in den Dachflächen des Rohres 14 zum Ablaufrohr
i4„. Gleichzeitig sinkt der Flüssig-•
keitsspiegel außerhalb der Hohlsäule B allmählich, bis am Boden des Behälters nur die
abgesetzten Feststoffe zurückbleiben.
Um die Sinkstoffe, welche sich am Bodendes Behälters A angesammelt haben, zu entfernen,
werden zunächst die Flügelmuttern auf den Bolzen 37 und 39 gelöst, um die Verschlußplatten C" von den Gestellteren 15
zu lösen. Darauf wird ein Kurbelarm 56 gedreht, wodurch die zu ihm gehörigen Seilscheiben
48 in· Umdrehung versetzt werden und die mit ihnen verbundenen Wellen 44
drehen. Durch die Wellen 44 werden dann die Arme 52 nach abwärts bewegt, so daß die
Verschlußplatten C nach unten klappen. Der ausgeschiedene Schlamm fällt dann durch die
Boclenöffnung des Behälters nach unten. Der Schlamm kann dabei in einen bereitgestellten
Wagen o. dgl. abgefördert werden.
Vorzugsweise wird die zu behandelnde Flüssigkeit dem zweiten Behälter A zugeführt,
während der erste Behälter entleert wird.
Nachdem der erste Behälter A geleert worden ist, wird der Kurbelarm 56 wieder in
Umdrehung versetzt und die Seilscheiben 48 und die Wellen 44 in umgekehrter Richtung
gedreht, wobei die Arme 52 die Verschlußplatten C wieder anheben. Darauf werden
die Flügelschrauben 43 wieder auf die Enden der Bolzen 39 aufgeschraubt, so daß die
Platten C fest gegen den Dichtungsring 16 gepreßt werden. Der Behälter ist dann in Bereitschaft,
neu zu behandelnde Flüssigkeit aufzunehmen.
Wenn die Hohlsäule B gereinigt werden soll, kann sie nach Lösung der den Träger
mit der Tragplatte 29 verbindenden Bolzen aus dem Behälter herausgehoben werden.
Bei kreisförmigem Querschnitt des Behälters A setzen sich die Sinkstoffe sehr gleichmäßig
um die Säule B herum ab, und es wird ein gut entwässerter Schlamm von wesentlich
gleichförmiger Beschaffenheit erzielt.
Claims (2)
1. Klärbehälter mit oberem Flüssigkeitsein- und auslaß und in der Behältermitte
angeordnetem Sammelraum für die Klarflüssigkeit, der gegenüber dem Absetzraum
durch jalousieartig ineinandergreifende, Ringschlitze bildende Kegelmantelringe abgeschirmt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sammelraum (B) bis zum Boden des 'Klärbehälters (A)
reicht und am untersten Ende in eine Ablaßvorrichtung (14, 14«) für die Klarflüssigkeit
übergeht.
2. Klärbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaßvorrichtung
aus einem sich senkrecht zur zylindrischen Klarflüssigkeitskammer (B) und quer über den Boden des Klärbehälters
(A) erstreckenden, an einem Ende geschlossenen und am anderen Ende mit einem Auslaß (i4a) versehenem Rohr (14)
von vorzugsweise dreieckigem Querschnitt besteht, das mit seinen Dachflächen in entsprechend
gestaltete Ausschnitte des untersten Kegelmantelringes (30) der Flüssigkeitskammer
(B) greift und durch Öffnungen (35) mit dieser in Verbindung steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR816473D FR816473A (fr) | 1936-05-21 | 1936-04-14 | Perfectionnements aux séparateurs |
| DESCH110004D DE669802C (de) | 1936-05-21 | 1936-05-21 | Klaerbehaelter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH110004D DE669802C (de) | 1936-05-21 | 1936-05-21 | Klaerbehaelter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE669802C true DE669802C (de) | 1939-01-05 |
Family
ID=7449043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH110004D Expired DE669802C (de) | 1936-05-21 | 1936-05-21 | Klaerbehaelter |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE669802C (de) |
| FR (1) | FR816473A (de) |
-
1936
- 1936-04-14 FR FR816473D patent/FR816473A/fr not_active Expired
- 1936-05-21 DE DESCH110004D patent/DE669802C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR816473A (fr) | 1937-08-09 |
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